Eine unbarmherzige Schlacht war es Wesen aus der Tief der Dunkelheit krochen hervor, die Niowe noch nie in ihrem Leben gesehen hatte. Immer tiefer gingen sie in die Berg. Endlose dunkle Schluchten, doch die Kameraden de Regiments standen einander zur Seite. Einer half dem anderen so ging es weiter unter den Schreien der Verletzten. Überall Blut.
Auch ihre Rüstung war davon besudelt. Wie immer hatte sie jene wie jeden Tag penibel gereinigt.
Davon sieht man nichts mehr, Adela. Tja, dieser Gedanke war der unwichtig in diesem Augenblick als erneut Horden auf sie zu stürzten. Tapfer befolgte sie jedem Befehl.
Da sammeln, dort sichern, da vorstoßen.
Immer weiter ging es.
Durchhalten, Adela!
Sie hatte sich zur Angewohnheit gemacht nur diesen Namen in ihren Gedanken zu sagen, wenn etwas nur sie anging, was ja bei Gedanken üblicherweise der Fall ist. Adela, ihr zweiter Name, von dessen Bedeutung nur ihre Familie wusste und ja, einer nannte sie auch so. Aber sonst hatte keiner eine Ahnung. Bis auf Temora, aber sie wusste eigentlich alles von ihr.
Noch vor der Schlacht hatte sie ein leises Gebet gesprochen für sich selber, ihre Kameraden und alle Mitstreiter.
Endlich, heraus aus dem Berg!
Schon wollte sich ein Glücksgefühl einschleichen.
Es war überstanden! Aber das war es bei weitem nicht, nichts rein gar nichts war überstanden, das schlimmste von allem sollte noch kommen.
Balron! Nein zwei! Nein drei!
Diese Rufe wird sie in ihrem Leben nie vergessen.
Ein Balron! So ein Wesen hatte sie noch nie zuvor gesehen. Gehört ja. Aber darin besteht ja bekanntlich ein Unterschied.
Also drei….nunja * unwillkürlich hat sie dann erneut den Blick gen Himmel angehoben, kurz wortlos nur die Lippen bewegten sich dabei Temoras Namen ausgesprochen, dann geseufzt, und sich dem gestellt was da kam.
Den ersten Balron Ansturm konnte sie so gerade noch halten.
Und dann als abwartende Ruhe eintrat, förmlich konnte sie nun das Entsetzen und die Angst der Menschen rundum fühlen, dann geschah es……..das Unfassbare!
Temora in ihrer Gnade legte ihr eine Klinge in die Hand, Ihre Klinge. Strahlend schön war sie, golden ihr Licht wie die Sonnenstrahlen an einem Sommertag strahlte es.
Dabei fühlte sie ihre Hand zittern, dann den Arm dennoch tat sie was, sie tun musste.
Rasch hob sie den Arm, ohne auch nur einen Augenblick zu überlegen. Die Herrin wollte Licht in die Dunkelheit der Menschen und all den anderen Mitstreitern bringen, die da waren Zwerge und Elfen.
Das Schwert Temoras bringt in der Dunkelheit Hoffnung und Licht, schrie sie einfach über die Menge hinweg.
Es möge Euch allen Mut und Stärke schenken.
Und während sie diese Worte aussprach strahlte das Licht der Klinge über die tapferen Streiter hinweg und Adela fühlte wie sie Mut fassten und Hoffnung, die sie stärkte, die sie vereinte unter dem Licht der Herrin. Alleine das Glück in den Gesichtern diesen tapferen Streiter bei dem Anblick der Klinge hier und jetzt zu erkennen, das strahlende Licht, welches sie in den Gesichtern der Streiter rundum widerspiegelte, wärmte Niowes Herz während die Klinge in ihrer Hand vibrierte.
Dort wo tiefste Dunkelheit herrscht, strahlt das Licht Temoras am hellsten, man muss es nur erkennen!
Sie erkannten es nun und waren bereit gemeinsam Temoras Klinge zu folgen, ohne Angst und mit Hoffnung im Herzen. Darauf kam es an und die Klinge der Herrin half dabei.
Strahlend konnte sie noch Kunna zulächeln als sie für einen kurzen Augenblick den Helm abgenommen hatte, und ja Balirs Stimme vernahm sie auch! Der tapfere Balir, ein Zwerg mit einem Herz wie ein Bergwerk so groß, und Wärme erfüllte sie, ob der Gnade die beiden teuren Freunde wohlauf zu wissen. Dann setzte sie den Helm auf um dem nächsten Balron Ansturm zu begegnen.
Leicht und unendlich schnell glitt Temoras Klinge durch den Körper des Balrons. Schon nach wenigen Hieben lag er da. Dann der nächste und noch einer.
Geschlossen verließ die Gruppe den Berg dann und das Schwert führte in Niowes Händen führte sie durch Varuna. Sie kannte den Weg nicht wäre verloren gewesen, aber Sir von Arganta machte ihr Mut.
Folge der Klinge.
Was sie dann tat und alle so sicher von dem Ort des Grauens wegführte.
Klar wie ein kalter eisiger Wintermorgen formten sich in ihrem Kopf Temoras Worte
Bring die Klinge in die Kirche, spreche dein Gebet Niowe und lege sie auf den Altar.
Niowe zogen den Helm von ihrem Kopf und sprach diese Worte Temoras aus, sodass jeder es hören konnte und der Zug bewegte sich gen Kirche des Ordens der Temora hin.
Dann begann das Entsetzliche. Keiner ahnte es nur Jaques, ihr Kamerad aus dem Regiment, der wie sie Temora tief verbunden war, sah die Zeichen in ihrem Gesicht. Die Verzweiflung als ihnen Banditen auflauerten und die Klinge immer mehr nach Blut zu lechzen begann.
Als jene besiegt waren, fing die Klinge an sich in ihren Gedanken breit zu machen.
Nur zu deutlich vernahm sie ihre Worte.
Blut! Ich will mehr Blut!
Als würde Jaques ahnen, was sie nun durchmachen musste, während sie Temoras Klinge festhielt, begann er sie zu stützen.
Du gehörst mir, vernahm sie die bedrohliche Stimme der Klinge in ihrem Kopf.
Nein, ich gehöre IHR, der Herrin, erwiderte sie während die Schmerzen der Anstrengung sich gegen die Stimme des Schwerts zu wehren immer stärker wurden, bis Tränen über ihre Wangen liefen.
Hilf mir Jaques!
Das vermochte sie noch während des Duells in ihrem Kopf ihm zu zuhauchen.
Schnell zur Kirche! Schneller! Bitte!
Sie kamen schnell voran, viel zu langsam für Niowe, die unter dem Druck der Versuchung der Klinge zu zittern begann.
Du gehörst mir, nun klang es flehend, verlockend. Mir!
Niowe wollte schreien, aber sie konnte nicht, ihre ganze Kraft setzte sie gegen das Schwert ein. Es wurde immer stärker.
Ich darf nicht versagen!
Mit letzter Kraft und nur unter der Stützung ihrer Kameraden, auch Luca scheint nun das Entsetzen, was sie erfüllte und die Anstrengung, die an ihrem Körper zehrte, bemerkt zu haben und stützte sie auf der anderen Seite.
Mir!
Dröhnte die Klinge erneut in ihrem Kopf triumphierend, als hätte sie bereits gewonnen, und Niowes Züge wandelten sich wurden hart, und ihr Blick verschlossen. Sie sah es an Jaques Augen, daran wie er sie ansah und schneller sie vorwärts nun beinahe schleppte gen Kirche.
Vor dem Altar sank sie demütig auf die Knie, erleichtert an dem Ort zu sein, der sie immer mit Glück und Wärme erfüllt hat. Sanft neigte sie ihr Haupt und sprach Temoras Gebet. Die Klinge zuckte in ihrer Hand, doch sie konnte sie nicht davon abhalten, die für Niowe nur allzu vertrauten Worte des Gebets zu sprechen. Worte, die ihr Mut gaben, den Mut den sie nun brauchte um dieser Klinge ein letztes Mal zu widerstehen.
Sie fühlte den Zorn der Klinge, sie wollte nicht aus ihrer Hand, wehrte sich vehement, schrie in ihrem Kopf.
Amen, haucht dir nach den letzten Worten ihres Gebets, legt sie sich erhebend die Klinge auf Temoras Altar und kniete erneut davor nieder.
Neinnnnnn!
Die Klinge schrie, wollte nicht wahrhaben, was Niowe nun getan hatte, wehrte sich ein letztes Mal mit einem Schrei, der dir Kirche durchdrang, dann verschwand sie dorthin, wo sie hingehörte in die Hände der Herrin.
Nur kurz aus den Augenwinkeln heraus sah sie wie die Statue Temoras ihr zuzwinkerte, so wie sie es bereits einmal getan hatte und Niowe war glücklich. Glücklich weil sie, auch wenn viele es vielleicht insgeheim nicht verstanden haben, das Richtige getan hatte.
Ihr bedingungslos vertraut. Das Schwert zurückgegeben! Der Herrin gedient, so wie sie es haben wollte.
Noch eine Weile kniete sie vor dem Altar versuchte dem Zittern Einhalt zu gebieten, sich zu fassen. Dabei fühlte sie deutlich wie ihre Selbstsicherheit gestärkt wurde, sie reifer nun war.
Dann lächelte sie und erhob sich um inmitten ihrer Kameraden des Regiments die Kirche zu verlassen. Sie hatten zu ihr gehalten, ihr geholfen bei diesem letzten schweren Gang zur Kirche, wie eine Familie sie dabei gestützt, dafür war sie ihnen in tiefer Dankbarkeit verbunden.
Temoras Licht der Hoffnung in der Dunkelheit
-
Darna von Hohenfels
War es vorbei? Die Überzeugung, daß dem so sein musste, kämpfte gegen den leisen Zweifel über das an, was sie gestern gehört hatte: nämlich nichts. Nichts über diesen Knochendämon, dem man wieder begegnet wäre, nichts über einen übermächtigen Gegner, der sich als Kopf dieses ganzen Grauens gezeigt hätte, nichts - nur eine Menge an Horden von Alatars Mißgeburten, die den Truppen gestern gehörig zugesetzt haben mussten.
Es würde Zeit brauchen, sich einen besseren Überblick über das zu verschaffen, was gestern passiert war.
Einen Überblick aber hatte sie bereits... "Ich kenne die Geschichte des Schwertes, Herr Narus", entfuhr es ihr, als er sie drängen wollte, die junge Rekrutin Niowe sofort aufzusuchen. "Ich kenne sie sehr gut."
Sie wollte sich nicht anmerken lassen, wie müde sie tatsächlich war. Allen, die gekämpft hatten, würde es wie Hohn vorkommen, schließlich hatte sie bloß draußen gewartet. Sie hatte sich den Zorn ihrer Leute, allen voran Savea und Shaya, ein weiteres Mal zugezogen, indem sie... sich abgesetzt hatte, während die Kämpfe noch am Laufen gewesen waren. Zum Nebelwald. Herrn Geiden, der bei allem brennenden Wunsch, mitzukämpfen, doch gehorsam wie ein Schatten an ihr geklebt hatte, hatte sie am Wegkreuz abschütteln müssen. Und sie konnte es nachvollziehen, daß er den Zorn Rafaels fürchtete, aber sie konnte ihm nicht helfen.
"Wie soll ich so meiner Order nachkommen?"
"Ihr seid ihr so weit nachgekommen, wie es Euch möglich war - Ihr werdet mich ohnehin nicht bis zu dem Ort begleiten dürfen, wo ich letztlich hin will. Und ich würde Euch nur ungerne niederschlagen müssen." Sie schmunzelte schief, und es wurde noch schiefer, als er sie daraufhin abschätzend ansah. Was sollte er von ihr halten? Sie ihn niederschlagen? Das sagte ihm eine Schwangere, die kaum mehr in ihr Hexenstahlkettenhemd passte, die zwar ihr Schwert umgürtet hatte, sonst aber notgedrungenermaßen in der Ausrüstung eines Schützen vor ihm stand und der es schwerer und schwerer fiel, sich überhaupt auf ihr Pferd zu hieven. Und er stand in Platte vor ihr. Trotzdem hatte in ihrem Ton etwas mitgeklungen, daß sie womöglich tatsächlich willens wäre, das zu versuchen... egal.
"Ich habe meinen Weg zu gehen, Herr Geiden", sagte sie so ernst wie es ihr irgend möglich war. "Und es tut mir ehrlich leid, daß dieser früher oder später erfordert, Euch abschütteln zu müssen."
"So werde ich Eurem Wunsch nachkommen Milady wenn dies Euer Wunsch und auch Euer Befehl ist", lenkte er ein, sie bekräftigte es prompt mit einem "Ist es", und doch musste sie mit ihm gemeinsam schlucken, als er anfügte: "Und dies auf mich nehmen, was Sir Rafael dann mit mir macht."
Hrrs... nicht nur Rafael. Was Adrian mit ihm dann anstellte, wollte sie sich auch nicht ausmalen. Überhaupt ihre Leute. Sie hatte Mariella und Tiia schon mit Worten zurück gelassen, die vielleicht ein wenig erklärt hätten, aber wie sie Domian nun am besten helfen konnte, wusste sie nicht.
Es machte keinen Sinn, ihn warten zu lassen - wie lange denn? Inzwischen kannte sie die Wirkung der Krypta, die einen leicht mal die Zeit vergessen ließ, und sie hatte keine Ahnung, was sie diesmal erwarten würde. Selber an Domians Stelle hätte sie ihm am liebsten geraten, einfach zu den Kämpfenden noch dazuzustoßen, wenn er es konnte.
Aber das durften nun nicht ihre Sorgen sein und er musste es selber wissen - sie nutzte die Ablenkung durch eine zufällige Passantin, um sich ohne weiteres Abschiedsgetue davonzumachen.
Drei Schlüsselworte, die ihr den Zutritt gewährten, auch wenn sie selber um deren Notwendigkeit nur ahnte - man hielt Bewährtes eben bei und sie atmete durch, als sie zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit vertraute Dunkelheit umhüllte. Vorbei an den steineren Reliefs, die die Bedeutung der Schwerthüter zeigten. Ein weiteres Mal die Reinigung von Körper und Geist, bevor sie tief die Luft einsog, als sie das bekannte Grollen hörte: den Balron. Die Prüfung der Tapferkeit. Wie entscheiden? Dem Untier stellen würde sie sich so oder so, und sie vertraute auch auf Temora, daß es gut gehen würde, doch es kam ihr nun vermessen vor, sich in diesem Wissen einfach vor das Vieh zu stellen und abzuwarten. Sie konnte es sich nicht leisten, Schläge einzustecken, sie musste weiter. Aber einfach an ihm vorbeilaufen...?
Nein, das traute sie sich ni... Stutzen. Schlucken. "Doch, trau dich."
"Tut mir leid..." - ob sie das nun zum Balron sagte, der sie nur vorbeirennen und im Licht des Altars verschwinden sah, oder zu Temora oder sonstwem; es beruhigte ein wenig das schlechte Gewissen.
Aber sie stünde nun nicht hier im Labyrinth der Tugenden, sondern irgendwo draußen, wenn es falsch gewesen wäre. Durchatmen. Weiter. Mit schlafwandlerischer Sicherheit erfasste sie all die Worte auf den Stelen und ging von Raum zu Raum. "Manchmal kann es sehr wichtig sein, die genauen Namen der Tugenden zu kennen, auch wenn etwas wie Barmherzigkeit Teil der Tugend des Mitgefühls ist", hatte sie Raindri erst vor wenigen Tagen erklärt.
Und endlich am Ziel. Ob es zu spät war? Lange hatte sie neben Mariella auf den Zinnen der Stadtmauer gestanden und nur gewartet, ob einzelne Flüchtende auf ein entsetzliches Gemetzel oder rausgetragene Verwundete auf ein nicht Weiterkommen hinweisen würden. Doch es war ihr immer falscher erschienen, nur zu warten. Was, wenn sie Unterstützung brauchten? Dann war sie hier an der völlig falschen Stelle, und würde sie bei Hinweisen erst aufbrechen, war es zu spät.
"Vertraue einfach." Sie trat zwischen die Statuen der ersten Sieben und erschrak, als sie vier der sieben Kerzen verloschen sah. Waren wirklich nur noch Shalaryl, Isdaniel und sie übrig? Nur wenige Jahre, und die Schwerthüter drohten schon wieder ausgelöscht zu werden?
"Konzentrier dich." Sie hatte erst eine andere Aufgabe zu erfüllen.
[img]http://img217.imageshack.us/img217/2555/schwertfreisetzungklein.jpg[/img]
"Herrin Temora und ihr Wächter der Hallen, die Nastad e-goth hüten...", erhob sie ihre Stimme, wissend daß die Geister der Krypta und die Herrin sie hören würden, wenn es notwendig war, "In der Stunde der Not knie ich hier, um der Herrin Urteil zu erbitten.
Im Herzen des Unheilsberges, dem die Götter entsprangen, tobt der Kampf gegen einen Gegner, um dessen Macht wir nicht wissen und es fließt das Blut redlicher Menschen...
Herrin, ich weiß um die Gefahr und erbitte nicht, daß du uns dein Schwert leihen mögest; meine Hoffnung sei, daß wir die Klinge nicht brauchen. Befinde du über Nastad e-goth und sein weiteres Schicksal!"
"Lass sie uns nicht brauchen." Sie hoffte es inständig und doch fühlte sie vielleicht gerade deswegen, daß aus der Menge aller Waffen in einem noch weiteren mit rotem Licht erfüllten Raum eine Klinge verschwand... der Herrin Macht, doch auch das Blut Alatars, das daran klebte, gelangten ein weiteres Mal in die Welt.
Sie wartete. Sie wusste schon bald nicht mehr, wie lange, doch das Gefühl, daß das Schwert nicht in der Krypta war, blieb, und sie würde warten, bis es zurückkehrte oder sie ein Zeichen erhielt. Götter, wer immer es nun trug, sie würde nicht gegen ihn kämpfen müssen wollen, um es wieder zurück bringen zu können...
Jede Minute eine quälende Ewigkeit. Auf beiden Knien zwischen den Statuen der Wächter verharrte sie vornübergebeugt, die Stirn am Knauf ihres eigenen Schwertes, das mit der Spitze den Boden berührte. Sie wusste nicht, wann sie zu flüstern begann, immer und immer wieder:
"Gib es zurück... es ist nicht deinen Händen bestimmt, gib es in die Obhut der Herrin..."
Ein beständiges monotones, inständiges Murmeln und ihr dringlichstes Gebet seit langem. Schrecklicher, als die Not, das Schwert freisetzen zu müssen, würde es sein, bliebe es danach in den falschen Händen - und jede Hand war falsch, vielleicht gar die von Temora selbst.
"Gib es zurück..."
Ruhe griff endlich nach ihrem Geist. Das Gefühl von Metall, das sich auf Stein legte, das Gefühl des Heimkommens. Es war getan.
Also war es auch Zeit. Zeit, zurückzukehren.
Mit gemischten Gefühlen sah sie Savea an, die wütend ihre Kettenhaube auf den Boden feuerte, um sich Luft zu machen. "Was habt Ihr Euch dabei gedacht?"
"Ich kann es nicht erklären, Savea."
"Aha. Na dann."
Sie presste die Kiefer zusammen. Was war sie froh, dass sie Savea an sich keine Rechenschaft schuldig war, gleichzeitig tat es weh, schweigen und in Kauf nehmen zu müssen, wie ihre treuen Geister wütend abdrehten, weil ... ja, vermutlich weil sie jegliche Sicherheit für sich und ihr Kind in den Wind schlagend unternehmungslustig sonstwohin gegangen war, mal eben ein kleiner Ausflug, während die anderen um ihr Leben gekämpft hatten.
"Ich darf es nicht erklären."
Es würde Zeit brauchen, sich einen besseren Überblick über das zu verschaffen, was gestern passiert war.
Einen Überblick aber hatte sie bereits... "Ich kenne die Geschichte des Schwertes, Herr Narus", entfuhr es ihr, als er sie drängen wollte, die junge Rekrutin Niowe sofort aufzusuchen. "Ich kenne sie sehr gut."
Sie wollte sich nicht anmerken lassen, wie müde sie tatsächlich war. Allen, die gekämpft hatten, würde es wie Hohn vorkommen, schließlich hatte sie bloß draußen gewartet. Sie hatte sich den Zorn ihrer Leute, allen voran Savea und Shaya, ein weiteres Mal zugezogen, indem sie... sich abgesetzt hatte, während die Kämpfe noch am Laufen gewesen waren. Zum Nebelwald. Herrn Geiden, der bei allem brennenden Wunsch, mitzukämpfen, doch gehorsam wie ein Schatten an ihr geklebt hatte, hatte sie am Wegkreuz abschütteln müssen. Und sie konnte es nachvollziehen, daß er den Zorn Rafaels fürchtete, aber sie konnte ihm nicht helfen.
"Wie soll ich so meiner Order nachkommen?"
"Ihr seid ihr so weit nachgekommen, wie es Euch möglich war - Ihr werdet mich ohnehin nicht bis zu dem Ort begleiten dürfen, wo ich letztlich hin will. Und ich würde Euch nur ungerne niederschlagen müssen." Sie schmunzelte schief, und es wurde noch schiefer, als er sie daraufhin abschätzend ansah. Was sollte er von ihr halten? Sie ihn niederschlagen? Das sagte ihm eine Schwangere, die kaum mehr in ihr Hexenstahlkettenhemd passte, die zwar ihr Schwert umgürtet hatte, sonst aber notgedrungenermaßen in der Ausrüstung eines Schützen vor ihm stand und der es schwerer und schwerer fiel, sich überhaupt auf ihr Pferd zu hieven. Und er stand in Platte vor ihr. Trotzdem hatte in ihrem Ton etwas mitgeklungen, daß sie womöglich tatsächlich willens wäre, das zu versuchen... egal.
"Ich habe meinen Weg zu gehen, Herr Geiden", sagte sie so ernst wie es ihr irgend möglich war. "Und es tut mir ehrlich leid, daß dieser früher oder später erfordert, Euch abschütteln zu müssen."
"So werde ich Eurem Wunsch nachkommen Milady wenn dies Euer Wunsch und auch Euer Befehl ist", lenkte er ein, sie bekräftigte es prompt mit einem "Ist es", und doch musste sie mit ihm gemeinsam schlucken, als er anfügte: "Und dies auf mich nehmen, was Sir Rafael dann mit mir macht."
Hrrs... nicht nur Rafael. Was Adrian mit ihm dann anstellte, wollte sie sich auch nicht ausmalen. Überhaupt ihre Leute. Sie hatte Mariella und Tiia schon mit Worten zurück gelassen, die vielleicht ein wenig erklärt hätten, aber wie sie Domian nun am besten helfen konnte, wusste sie nicht.
Es machte keinen Sinn, ihn warten zu lassen - wie lange denn? Inzwischen kannte sie die Wirkung der Krypta, die einen leicht mal die Zeit vergessen ließ, und sie hatte keine Ahnung, was sie diesmal erwarten würde. Selber an Domians Stelle hätte sie ihm am liebsten geraten, einfach zu den Kämpfenden noch dazuzustoßen, wenn er es konnte.
Aber das durften nun nicht ihre Sorgen sein und er musste es selber wissen - sie nutzte die Ablenkung durch eine zufällige Passantin, um sich ohne weiteres Abschiedsgetue davonzumachen.
Drei Schlüsselworte, die ihr den Zutritt gewährten, auch wenn sie selber um deren Notwendigkeit nur ahnte - man hielt Bewährtes eben bei und sie atmete durch, als sie zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit vertraute Dunkelheit umhüllte. Vorbei an den steineren Reliefs, die die Bedeutung der Schwerthüter zeigten. Ein weiteres Mal die Reinigung von Körper und Geist, bevor sie tief die Luft einsog, als sie das bekannte Grollen hörte: den Balron. Die Prüfung der Tapferkeit. Wie entscheiden? Dem Untier stellen würde sie sich so oder so, und sie vertraute auch auf Temora, daß es gut gehen würde, doch es kam ihr nun vermessen vor, sich in diesem Wissen einfach vor das Vieh zu stellen und abzuwarten. Sie konnte es sich nicht leisten, Schläge einzustecken, sie musste weiter. Aber einfach an ihm vorbeilaufen...?
Nein, das traute sie sich ni... Stutzen. Schlucken. "Doch, trau dich."
"Tut mir leid..." - ob sie das nun zum Balron sagte, der sie nur vorbeirennen und im Licht des Altars verschwinden sah, oder zu Temora oder sonstwem; es beruhigte ein wenig das schlechte Gewissen.
Aber sie stünde nun nicht hier im Labyrinth der Tugenden, sondern irgendwo draußen, wenn es falsch gewesen wäre. Durchatmen. Weiter. Mit schlafwandlerischer Sicherheit erfasste sie all die Worte auf den Stelen und ging von Raum zu Raum. "Manchmal kann es sehr wichtig sein, die genauen Namen der Tugenden zu kennen, auch wenn etwas wie Barmherzigkeit Teil der Tugend des Mitgefühls ist", hatte sie Raindri erst vor wenigen Tagen erklärt.
Und endlich am Ziel. Ob es zu spät war? Lange hatte sie neben Mariella auf den Zinnen der Stadtmauer gestanden und nur gewartet, ob einzelne Flüchtende auf ein entsetzliches Gemetzel oder rausgetragene Verwundete auf ein nicht Weiterkommen hinweisen würden. Doch es war ihr immer falscher erschienen, nur zu warten. Was, wenn sie Unterstützung brauchten? Dann war sie hier an der völlig falschen Stelle, und würde sie bei Hinweisen erst aufbrechen, war es zu spät.
"Vertraue einfach." Sie trat zwischen die Statuen der ersten Sieben und erschrak, als sie vier der sieben Kerzen verloschen sah. Waren wirklich nur noch Shalaryl, Isdaniel und sie übrig? Nur wenige Jahre, und die Schwerthüter drohten schon wieder ausgelöscht zu werden?
"Konzentrier dich." Sie hatte erst eine andere Aufgabe zu erfüllen.
[img]http://img217.imageshack.us/img217/2555/schwertfreisetzungklein.jpg[/img]
"Herrin Temora und ihr Wächter der Hallen, die Nastad e-goth hüten...", erhob sie ihre Stimme, wissend daß die Geister der Krypta und die Herrin sie hören würden, wenn es notwendig war, "In der Stunde der Not knie ich hier, um der Herrin Urteil zu erbitten.
Im Herzen des Unheilsberges, dem die Götter entsprangen, tobt der Kampf gegen einen Gegner, um dessen Macht wir nicht wissen und es fließt das Blut redlicher Menschen...
Herrin, ich weiß um die Gefahr und erbitte nicht, daß du uns dein Schwert leihen mögest; meine Hoffnung sei, daß wir die Klinge nicht brauchen. Befinde du über Nastad e-goth und sein weiteres Schicksal!"
"Lass sie uns nicht brauchen." Sie hoffte es inständig und doch fühlte sie vielleicht gerade deswegen, daß aus der Menge aller Waffen in einem noch weiteren mit rotem Licht erfüllten Raum eine Klinge verschwand... der Herrin Macht, doch auch das Blut Alatars, das daran klebte, gelangten ein weiteres Mal in die Welt.
Sie wartete. Sie wusste schon bald nicht mehr, wie lange, doch das Gefühl, daß das Schwert nicht in der Krypta war, blieb, und sie würde warten, bis es zurückkehrte oder sie ein Zeichen erhielt. Götter, wer immer es nun trug, sie würde nicht gegen ihn kämpfen müssen wollen, um es wieder zurück bringen zu können...
Jede Minute eine quälende Ewigkeit. Auf beiden Knien zwischen den Statuen der Wächter verharrte sie vornübergebeugt, die Stirn am Knauf ihres eigenen Schwertes, das mit der Spitze den Boden berührte. Sie wusste nicht, wann sie zu flüstern begann, immer und immer wieder:
"Gib es zurück... es ist nicht deinen Händen bestimmt, gib es in die Obhut der Herrin..."
Ein beständiges monotones, inständiges Murmeln und ihr dringlichstes Gebet seit langem. Schrecklicher, als die Not, das Schwert freisetzen zu müssen, würde es sein, bliebe es danach in den falschen Händen - und jede Hand war falsch, vielleicht gar die von Temora selbst.
"Gib es zurück..."
Ruhe griff endlich nach ihrem Geist. Das Gefühl von Metall, das sich auf Stein legte, das Gefühl des Heimkommens. Es war getan.
Also war es auch Zeit. Zeit, zurückzukehren.
Mit gemischten Gefühlen sah sie Savea an, die wütend ihre Kettenhaube auf den Boden feuerte, um sich Luft zu machen. "Was habt Ihr Euch dabei gedacht?"
"Ich kann es nicht erklären, Savea."
"Aha. Na dann."
Sie presste die Kiefer zusammen. Was war sie froh, dass sie Savea an sich keine Rechenschaft schuldig war, gleichzeitig tat es weh, schweigen und in Kauf nehmen zu müssen, wie ihre treuen Geister wütend abdrehten, weil ... ja, vermutlich weil sie jegliche Sicherheit für sich und ihr Kind in den Wind schlagend unternehmungslustig sonstwohin gegangen war, mal eben ein kleiner Ausflug, während die anderen um ihr Leben gekämpft hatten.
"Ich darf es nicht erklären."
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Niowe Adela Aireth
Es ist noch immer nicht vorbei......
Da waren sie wieder diese Kreaturen aus dem Meer. Adoran wurde förmlich von ihnen überschwemmt. Diesmal aber so heftig, dass es unmenschliche Anstrengungen kostete ihnen Einhalt zu gebieten.
Temora steh uns bei.
Das tat auch die Herrin in ihrer Güte. Sie steht mir und all den anderen in höchstr Not immer bei. Die beiden Damen Shaya und Savea die mir ständig treu zu Seite standen in Zeiten höchster Gefahr immer dann, wenn es schlimm um Adoran stand, sind auch da.
Sie sind immer da, dachte ich und war einfach nur dankbar.
Immer dichter wurde das Gewühl dieser Kraken und anderen Kreaturen des Meeres.
Kunna und Balir.Geht es ihnen gut? Ich wünsche es mir so sehr Temora, so sehr!
Mehrmals wurde ich von den Kreaturen umkreist, immer dann wenn Rekrut Katuri meinem Befehl, zusammen zu bleiben, nicht folgte, was er eigentlich tun sollte. Obendrein dann noch inmitten des Kampfes einen Disput mit mir anfängt vor den Augen der Zivilisten. Ich bin hier und jetzt seine Vorgesetzte. Kein anderer ist da. Ich wünschte Herr Jaques wäre hier. Zusammen würde uns es gelingen. Wir sind eingespielt, einer achtet den anderen. Ich werde kein Gespräch mit Rekrut Katuri diesbezüglich führen. Auch wenn seine Disziplin alles, was man mir beigebracht hat, außer Acht lässt. Er denkt nicht an andere! Ich wohl. Ihr Leben liegt mir am Herzen. Ich muss, ihnen Hoffnung geben, sie beschützen soweit es mir möglich ist, solange bis Hilfe kommt. Dennoch werde ich keine Meldung über sein Gehabe machen, werde auch mit keinem darüber sprechen. Nur mit meinem Ritter, dem ich mich verpflichtet fühle alles zu sagen.
Nun ja fast alles, viel von meinem Kummer und Leid halte ich von ihm fern.
Er hat genug gelitten in letzter Zeit. Zuerst der Tod seiner geliebten Frau, dann Luciannas Entführung. Es ist nicht Recht ihm meinen Kummer auch noch aufzubürden.
Ich denke an Micheil.
Wie starb er? Dachte er in den letzten Augenblicken seines Todes an Temora, an seine Familie an mich vielleicht? Haben sie ihn gequält oder wurde er im Kampf niedergestreckt!
All das fällt mir hier bei diesen Kreaturen ein. Wir können nicht stand halten!
Zu viele und Rekurt Katuri und die Ritterin sind schon wieder fort. Zum Glück kann er auf sich aufpassen, was seinem Alter und seiner Erfahrung zuzuschreiben ist. Ich muss die beiden Damen Savea und Shaya decken, sie sind Schützen.
Wie kann ich das durchhalten? Ich weiß es nicht, dennoch vertraue ich Meiner Herrin! Ich habe die Alarmglocken läuten lassen!
Es muss doch endlich Hilfe kommen!
Temora hilf uns wir können Adoran nicht mehr halten!, flehe ich in meinen Gedanken bevor ich zu Boden sinke, nur kurz, ohnmächtig von den Hieben der Tentakel die von allen Seiten auf mich einschlagen. Haltet durch Shaya und Sevea! Sie behütet uns. Ihr Licht ist da, nicht aufgeben!
Dann wurde es dunkel um mich herum.
Blutüberströmt erhebe ich mich. Ich darf nicht ruhen! Ignoriere den Schmerz!
Ich habe gehört da sind Kinder in der Kirche, eingeschlossen von den Wesen!
Wir müssen ihnen beistehen! Wir müssen es schaffen!
Wie immer in höchster Not kommt Sir Cedric! Endlich! Mir fällt ein Stein vom Herzen! Auf die Allianz des Lichts ist immer Verlass! Sie sind immer da, helfen, stehen uns bei.
Danke! Das sprach ich nicht aus, weil keine Zeit blieb. An seiner Seite gelang es uns die Kreaturen zurückzuschlagen. Die Kinder in Sicherheit zu bringen und aufzuatmen.
Wie oft noch werden diese Wesen Adoran bedrohen?
Balir hat mir berichtet, dass irgendwo, jemand verlangt, dass das Blut einer Jungfrau über einen Berg von Edelsteinen fließen soll! Was für eine Blasphemie das in Verbindung mit Temora zu bringen. Die Herrin würde dies nie verlangen! Das kann nur das Werk Alatars sein, er würde so etwas fordern. Die Dunkelheit greift nach uns, und einige in ihrer Verblendung folgen dem und glauben sogar daran. Sein Werk, so will er uns schwächen!
Sie glauben und vertrauen nicht der Herrin, ihrem Licht das uns immer Hoffnung bringt!
Ich vertraue darauf, denn ich kenne die Worte der Herrin! Mein Ritter und meine Freunde Kunna und Balir und all die anderen Zwergenfreunde, die ich schätze, denken wie ich!
Das ist das Werk Alatars!
Möge Temora uns mit ihrem Licht in der Dunkelheit beistehen!
Temora steh uns bei.
Das tat auch die Herrin in ihrer Güte. Sie steht mir und all den anderen in höchstr Not immer bei. Die beiden Damen Shaya und Savea die mir ständig treu zu Seite standen in Zeiten höchster Gefahr immer dann, wenn es schlimm um Adoran stand, sind auch da.
Sie sind immer da, dachte ich und war einfach nur dankbar.
Immer dichter wurde das Gewühl dieser Kraken und anderen Kreaturen des Meeres.
Kunna und Balir.Geht es ihnen gut? Ich wünsche es mir so sehr Temora, so sehr!
Mehrmals wurde ich von den Kreaturen umkreist, immer dann wenn Rekrut Katuri meinem Befehl, zusammen zu bleiben, nicht folgte, was er eigentlich tun sollte. Obendrein dann noch inmitten des Kampfes einen Disput mit mir anfängt vor den Augen der Zivilisten. Ich bin hier und jetzt seine Vorgesetzte. Kein anderer ist da. Ich wünschte Herr Jaques wäre hier. Zusammen würde uns es gelingen. Wir sind eingespielt, einer achtet den anderen. Ich werde kein Gespräch mit Rekrut Katuri diesbezüglich führen. Auch wenn seine Disziplin alles, was man mir beigebracht hat, außer Acht lässt. Er denkt nicht an andere! Ich wohl. Ihr Leben liegt mir am Herzen. Ich muss, ihnen Hoffnung geben, sie beschützen soweit es mir möglich ist, solange bis Hilfe kommt. Dennoch werde ich keine Meldung über sein Gehabe machen, werde auch mit keinem darüber sprechen. Nur mit meinem Ritter, dem ich mich verpflichtet fühle alles zu sagen.
Nun ja fast alles, viel von meinem Kummer und Leid halte ich von ihm fern.
Er hat genug gelitten in letzter Zeit. Zuerst der Tod seiner geliebten Frau, dann Luciannas Entführung. Es ist nicht Recht ihm meinen Kummer auch noch aufzubürden.
Ich denke an Micheil.
Wie starb er? Dachte er in den letzten Augenblicken seines Todes an Temora, an seine Familie an mich vielleicht? Haben sie ihn gequält oder wurde er im Kampf niedergestreckt!
All das fällt mir hier bei diesen Kreaturen ein. Wir können nicht stand halten!
Zu viele und Rekurt Katuri und die Ritterin sind schon wieder fort. Zum Glück kann er auf sich aufpassen, was seinem Alter und seiner Erfahrung zuzuschreiben ist. Ich muss die beiden Damen Savea und Shaya decken, sie sind Schützen.
Wie kann ich das durchhalten? Ich weiß es nicht, dennoch vertraue ich Meiner Herrin! Ich habe die Alarmglocken läuten lassen!
Es muss doch endlich Hilfe kommen!
Temora hilf uns wir können Adoran nicht mehr halten!, flehe ich in meinen Gedanken bevor ich zu Boden sinke, nur kurz, ohnmächtig von den Hieben der Tentakel die von allen Seiten auf mich einschlagen. Haltet durch Shaya und Sevea! Sie behütet uns. Ihr Licht ist da, nicht aufgeben!
Dann wurde es dunkel um mich herum.
Blutüberströmt erhebe ich mich. Ich darf nicht ruhen! Ignoriere den Schmerz!
Ich habe gehört da sind Kinder in der Kirche, eingeschlossen von den Wesen!
Wir müssen ihnen beistehen! Wir müssen es schaffen!
Wie immer in höchster Not kommt Sir Cedric! Endlich! Mir fällt ein Stein vom Herzen! Auf die Allianz des Lichts ist immer Verlass! Sie sind immer da, helfen, stehen uns bei.
Danke! Das sprach ich nicht aus, weil keine Zeit blieb. An seiner Seite gelang es uns die Kreaturen zurückzuschlagen. Die Kinder in Sicherheit zu bringen und aufzuatmen.
Wie oft noch werden diese Wesen Adoran bedrohen?
Balir hat mir berichtet, dass irgendwo, jemand verlangt, dass das Blut einer Jungfrau über einen Berg von Edelsteinen fließen soll! Was für eine Blasphemie das in Verbindung mit Temora zu bringen. Die Herrin würde dies nie verlangen! Das kann nur das Werk Alatars sein, er würde so etwas fordern. Die Dunkelheit greift nach uns, und einige in ihrer Verblendung folgen dem und glauben sogar daran. Sein Werk, so will er uns schwächen!
Sie glauben und vertrauen nicht der Herrin, ihrem Licht das uns immer Hoffnung bringt!
Ich vertraue darauf, denn ich kenne die Worte der Herrin! Mein Ritter und meine Freunde Kunna und Balir und all die anderen Zwergenfreunde, die ich schätze, denken wie ich!
Das ist das Werk Alatars!
Möge Temora uns mit ihrem Licht in der Dunkelheit beistehen!