Der Jaeger wird zum Gejagten

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Ian Vondran

Der Jaeger wird zum Gejagten

Beitrag von Ian Vondran »

>>Wie aermlich Temora doch ist, kann sie nicht einmal ihre Dienerin schuetzen...<<, schallte es foermlich durch das Kirchenschiff, in welchem jener dunkel gekleideter Mann seine Worte unter veraechtlichem Lachen vor dem Altar kund gab. "Was zum ...?" Ian stockte und versuchte moeglichst geraeuschlos durch den Rundbogen zu luken, um jenen Frevler und Entweiher der Kirche Temora ausfindig zu machen. "Das... das kann doch nicht wahr sein....?", entfuhr es ihm leise und geschockt brauchte er doch einige Augenblicke, bis er ueberhaupt reagieren konnte.
Hatten ihm seine Augen in der Schlaftrunkenheit einen Streich gespielt oder hatte er nun gaenzlich den Verstand verloren?! Jene Person die sich ihm dort kurzzeitig darbot, war ein vertrautes Gesicht aus jenen Reihen, aus denen er eine solche Schandtat und Entweihung niemals erwartet haette. Doch ward keine Zeit jenen genauer zu betrachten, zu schnell hatte er wieder die Kaputze in sein Gesicht gezogen. Schnellen Schrittes versuchte er den Verraeter bei seiner Flucht aus der Kirche aufzuhalten, doch waren seine Taschen zu voll, als dass er haette rennen koennen. So blieb ihm nichts anderes uebrig, als den in die Ferne Eilenden unter lautem Gelaechter seine Auftragsgeberin verkuenden zu hoeren - Die Lautenspielerin. Die Lautenspielerin? Jener vermeindliche Deckname war ihm gaenzlich unbekannt und wusste er auch nicht, um welche Dame es sich da handeln sollte.

Er betrat die Kirche und setzte sich etwas abseits nieder, zu sehr in Gedanken ward er um sich jetzt einem Gebet zu widmen. Sprach jener Kerl doch von einer unvereitelten Attacke auf eine Dienerin Temora's. Wer war damit gemeint, und was hatte diese Lautenspielerin damit zu tun? Etliche Fragen taten sich in ihm auf, doch entsinnte er sich an den gestrigen Tag, andem es Sanjana so elend ging. Bestand dabei etwa ein Zusammenhang? Warum hielt sie eine schwarze Feder in der Hand und warum war sie wider ihrer Gewohnheit ihm gegenueber so abweisend? Langsam fuegten sich die Bruchstuecke an Informationen in seinem Kopf wie ein Puzzle zusammen, sah er doch einen Zusammenhang zwischen Sanjana's Unwohlsein die sich beinahe schon in Angst verrannte und dem Zwischenfall an jenem Morgen in der Kirche. Auf jedenfall hatte er nun einen Verdacht und auch ausreichend Informationen um jener Sache nachzugehen. Stillschweigen wuerde er vorerst darueber bewahren, bis er auch die letzten Informationen erhalten hatte. Zuerst galt es diese Lautenspielerin ausfindig zu machen. Und bald schon, wuerde er dann auch Sanjana aufsuchen, auf dass er sie erneut nach ihrem Wohlbefinden befragt, in der Hoffnung etwas aus ihr herraus zu bekommen.
Ahtrax Dewlan

Beitrag von Ahtrax Dewlan »

Ein dunkles Grinsen zuckte über seine Züge und er setzte sich in Bajard an den Tisch der Kneipe. Der erste Schritt war getan den Verdacht von sich und auf andere zu lenken... dies würde der zweite Gewichtigere Teil sein... und so nahm er die Feder zur Hand und verfasste einige Zeilen

Ich grüße euch Mitglieder der Diebeszunft zu Varuna,

zu nächst gratuliere ich euch zur erfolgreichen durchführung meines Auftrages, des Anschlages auf die Templerin Valeth.
Wie auch schon beim ersten Überfall auf jene konnte ich aus der Situation einen großen nutzen ziehen...
Es war schlau von euch die Feder zu hinterlassen um die Schuld auf diesen Ratsherren Segev Cunnanxa zu schieben.

Doch nun zum grunde meines Schreibens. Ich möchte euch erneut einen Auftrag erteilen. Dieses mal sollt ihr ihre Heiligkeit überfallen, verwundet sie Ruhig, aber sie darf auf keinen Fall sterben...
die würde mir keinen nutzten ein bringen. Anbei findet ihr eine kleine Anzahlung als zeichen meines tiefen Vertrauens in eure Fähigkeiten.
Sollte der Auftrage gelingen werde ich der Zunft eine Summe von 500.000 Goldstücken zu kommen lassen.


ein gehäßiges grinsen flog über seine Züge als er sorgsam mit

Die Lautenspielerin


unterschrieb... dann wurde es Zeit das Schreiben... natürlich rein zufällig dort nieder zu legen... wo es die Gardisten auf jeden fall finden würden.
Clarissa Ilvess

Beitrag von Clarissa Ilvess »

Bei seinen Nachforschungen nach der Lautenspielerin wird Ian zuerst über einige Aushänge wie [url=http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=4669]diesen hier[/url] stoßen. Die Handschrift jener Schreiben ist deutlich von dem der Fälschung zu unterscheiden, auch sind alle 'echten' Schreiben auf die Ian stößt mit dem Wappen der Spielmannszunft gesiegelt.
Einige Bürger mögen auf das Stadtfest vor kurzem verweisen und daß die Spielmannszunft dort auftrat und von Johann Weinschenk für diesen Abend bestellt worden ist. Ansonsten habe die Spielmannszunft ein Haus in der Stadt, wo wissen die wenigsten, bis er einem genervten Nachbarn begegnet, der ihn auf das Südwestviertel verweist und lauthals über den Krach in den Abendstunden schimpft. Außerdem solle das Pack mal lieber einen anständigen Beruf erlernen, statt den ehrbaren Bürgern nachts den Schlaf zu rauben und daß der Graf so eine verwanzte Lotterbande von Spitz- und Schandbuben überhaupt in seiner Stadt dulde sei eine Schande.
Besagtes Haus mag Ian in dem Südwestviertel nahe der Mauer auch finden. Schaut er durchs Fenster so sieht er darinnen einige Personen schlafend und eine ziemliche Unordnung. Von Äufräumen scheinen die Herrschaften jedenfalls noch nichts gehört zu haben. Rein optisch wirkt die Zunft aber eher schlicht, zumindest würde man nicht meinen, daß sie über hunderttausende oder gar Millionen von Goldstücken verfügt.
Befragt Ian Johann Weinschenk, so wird er ebenfalls auf jenes Haus verweisen und bereitwillig Auskunft geben, daß es sich bei der Lautenspielerin um niemanden anderes als Clarissa Ilvess handelt, eine Auskunft, die ihm auch mehrere andere Bürger dieser oder anderer Städte, aber auch die Garde zu Varuna geben können, benutze Frau Ilvess jenen Namen halt als Künstlertitel, gehe aber dennoch recht freizügig damit um.
Ian Vondran

Beitrag von Ian Vondran »

Er ward auf dem Weg zum Kastell, vielleicht wuerden sich dort Dokumente ueber jenen Vorfall schon befinden. Den ueblichen Weg marschierte er routiniert entlang, doch gewiss schien er immer noch in Gedanken zu wandeln. Einige Buerger hatten ihm berichtet wer jene Lautenspielerin zu sein schien und umso besorgter war er um Sanjana Valeth. Er hielt inne. Was hatten die Buerger schon wieder unachtsam ihre alten Beutel und Taschen herumliegen lassen? Ein kleiner Beutel bot sich vor ihm da, nahe dem Kastell. Gewissenhaft suchte er sofort nach einem Initial, einem Emblem oder aehnlichem auf dem Beutel, doch war scheinbar der Besitzer nur dadurch ausfindig zumachen, indem er jenen oeffnete. Er ward selbst Kadett der koeniglichen Garde, so war er sich jeglicher Versuchung fern diese Dinge fuer sich zu behalten, die er vorfand. Ein Buch mit der Aufschrift: An die Diebeszunft Beilaeufig betrat er schließlich das Kastell. Er wusste nicht wieso, doch verspuehrte er das Verlangen jenes Buch einmal genauer und gruendlicher zu untersuchen. >> Ich grüße Euch Mitglieder der Diebeszunft zu Varuna. Zunächst gratuliere ich Euch zur erfolgreichen Durchfuehrung meines Auftrages, des Anschlages auf die Templerin Valeth. Wie auch schon beim erssten Ueberfall auf jene, konnte ich aus der Situation großen Nutzen ziehen. Es war sehr schlau, von Euch die Feder zu hinterlegen. Doch nun zum Grunde meines Schreibens, ich moechte Euch einen erneuten Auftrag erteilen. Diesmal sollt Ihr Ihre Heiligkeit ueberfallen, verwundet sie ruhig, aber sie darf auf keinen Fall sterben. Dies wuerde mir keinen Nutzen einbringen....<< Entsetzt sah er auf, kaum wollte er dem Glauben was er da laß. Ein Attentat auf Gnaden Valeth und jetzt auch noch auf Ihre Heiligkeit?! Rasch sprang er auf wobei der Stuhl in's wanken kam und umkippte.
[Fortsetzung folgt]
Ian Vondran

Beitrag von Ian Vondran »

... Das Schreiben war erneut unterzeichnet mit - Die Lautenspielerin. Er zweifelte an der von manchem Buerger beteuerten Unschuld. Gewiss kann die Signatur nicht die sonstige sein, und auch fehlte das Siegel einer Spielmannszunft, doch wer waere aus so toerricht und wuerde jenes auf das Schreiben heften? So wuerde man sich nur verraten und gewiss ward dies nicht im Sinne jener Person.

Er musste nun handeln, augenblicklich Sanjana Valeth und ihre Heiligkeit aufsuchen. Derer Leben sah er in Gefahr und so setzte er einige Schreiben auf, die aueßerster Prioritaet bedarfen.
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