Das Ungewisse

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Verdania Zac

Beitrag von Verdania Zac »

Ein Abend voller Gefühle und Zweisamkeit

Wie sich Verdania es vorgenommen hatte so setzte sie es auch schon am nächsten Tag um. Sie bat die junge Frau Anne nochmals auf Bastian aufzupassen und suchte eine schöne Stelle für Siran und sich. Früh am Abend war sie dann wieder in der Herberge und ihr liebster Gatte war auch schon da. Jenes passte sehr gut und so packte sie einige Sachen zusammen. Sie blickte Siran geheimnisvoll an, nahm seine Hand und ging mit ihm los. Er war wohl sehr verwundert und rätselte wohin es doch ginge. Doch über Verdanias zarte Lippen kam kein Wort. Schon fast am Ort angekommen frage sie ihn was ihm lieber wäre, Wiese oder Sand. Seine Entscheidung war schnell und kam prompt, mit lauten Wort sagte er "Wiese". So führte sie ihn auf deine Wiese wo schon Matten bereit lagen. Lies ihn dann auf einer der Matten platz nehmen und stellt um beiden herum einiges zum Essen. Mit großen, erstaunten Augen sah er sie an. Als ob er es kaum glauben könnte das sie so etwas noch machen würde. Doch Verdi war es wohl sehr wichtig ihm mal wieder zu zeigen das sie immer noch Zeit für einander haben und auch einfach mal einen Tag ruhe sich gönnen könnten. Beide geniessen diesen Abend sehr. So ausgelassen waren Siran und Verdi schon lange nicht mehr. Und man kam sich auch wieder etwas näher. Nicht das sich beide verloren hätten. Nein aber man konnte sich nicht so viel in der letzen Zeit erzählen. Aber wie es immer so ist auch jener Abend endete mal wieder und so kehrten beide zur Herberge zurück, nahmen ihren Sohn in den Arm und legten sich zusammen ins Bett...alle schliefen glücklich ein...

Es war wohl einer der schönsten Abenden nach langen... Verdi wird sich auch an jenes noch eine Weile erinnern
Zuletzt geändert von Verdania Zac am Sonntag 5. September 2010, 22:28, insgesamt 1-mal geändert.
Verdania Zac

Beitrag von Verdania Zac »

Ein Abend in Erinnerungen

Nach dem schönen Ausflug erwachte Verdi neben ihren liebten Gatten und Bastian stand auch schon neben ihr am Bett. Um Siran nicht zu wecken nahm sie ihn und ging mit ihm runter in die Herberge. Ließ ihn am Kamin etwas spielen und zauberte ihm ein schönes Frühstück auf den Tisch. Beide füllten ihren Bauch und machten sich dann auf den Weg zur Schneiderei um dort nach dem Rechten zu sehen. Gilbert arbeitete schon wieder fleißig auf dem Acker und Bastian schaute ihm gespannt zu was er da so treibte. Drinne packte Verdi schon eingie Sachen zusammen, da sie noch einen Termin bei einen Kunden für Wohnungseinrichtung hatte. Es war wohl ein sehr schwer Fall und Kunde und so verging der ganze Tag. Der kleine Wurm fand jenes wohl sehr gut.. er konnte immerhin ruhig spielen. Als alles eingerichtet war und beide wieder zur Herberge kehrten, bereitete Siran auch schon das Essen vor..
Zu Verdis Freude gab es süsse Kuchenringe und lecker Quark..
Beide kamen dann ins Gespräch was man in der Herberge ausbauen könnte, dabei konnte Siran schon in ihren Augen sehen, das sie schon so einige Vorstellungen hatte. Jenes wurde auch sogleicht von ihr Ausgesprochen. Ohne Luft zu holen erzählte sie ihm ihre Ideen und ihre vorstellungen. Doch um nicht den ganzen Abend von der Herberge zu reden wechselte geland das Thema... "Liebster wo war gleich noch einmal unsere erster Kuss" zum Test ob er auch wirlich vom vorherigen Tag aufgepasst hat musste sie einfach jene Frage stellen. Dabei hebten sich ihre Mundwinkel an und wartete auf seine Antwort. Über Sirans Lippen kam nur.. "Wollen wir einmal schauen gehen ob es noch steht" leicht überrascht nickte sie ihm zu und erhebte sich vom Stuhl. Siran tatg jenes gleich und huschte noch einmal in die Küche.. Dann musste er ihr noch etwas beichten.. wenn sie schon einmal an den Abend dachten an dem sie sich zum ersten mal küssten und zwar das ihr geliebter Felsen weg sein. Jens stand oben am Wald vor Bajard und als sie sich damals aufsetzte sagte Siran zu ihr.. Sie sei die Prinzessin vom Felsen. Ihr Gesichtzug wirkte etwas traurig und konnte es wohl kaum glauben. Aber so nahm Siran ihre Hand und führte sie den Weg entlang. Kurz an dem Ord stehen geblieben so der Felsen damals stand gingen sie weiter zum Gasthaus. Jens hatte sich wohl doch etwas verändert. Damals war es so herunter gekommen. Beide schauten sich einmal im gesamten Haus um und setzen sich dann in der Ecke an einem Tisch. Überraschend holte Siran zwei Gläser hervor und schenkt in jenes etwas Wein ein. Reichte ihr jenes und stoßen auf sich und ihre Liebe an. Beide schienen sehr verträumt und verliebt in der Vergangenheit zu weilen. So kamen sie auch an Verdis Vergangenheit. Immerhin gab es auch ein Leben vor Siran und ihr. Und so wirklich hatten sie nie über ihre Vergangenheit geredet. Nach dem Schluck Wein redete sie wie ein Wasserfall... eigentlich wie immer wenn sie gerade im Fahrt war... Immer wieder blickte sie zu Siran und seine Augen leuchtetesn sie an. Er hörte ihr so aufmerksam zu das würden sie sich gerade kennen lernen. Doch auch über ihre Vergangenheit konnte beide schmunzeln. Immerhin dachte Siran das sie böse wäre.. bis er sie damals zum Wein in der Taverne von Bajard einlud. Erst dann konnte sie durch seinen Frage-Antowrt-Spiel klar machen das sie immer nur mit guten Absichten handel.
Nach den ganzen Gerede von der Vergangenheit war auch der letzte Schluck aus der Weinflasche geleert und somit traten sie den Rückweg zur Herberge an. Oben im Zimmer angekommen fielen sie schon fast mit den Sachen ins Bett. Doch Siran zog ihr noch die Decke über den Körper und kuschelte sich an ihr. Um ihr stets Wärme und Geborgenheit zu schenken.
Verdania Zac

Ihre Niederlassung

Beitrag von Verdania Zac »

Eins mal alleine in der Herberge zwischen Mehl und Eier überlegte Verdania schon wie so häufig ob sie sich nun entgültigt zu Bajard bekennen sollte. Schon lange stand sie für Bajard ein, ob für einfache Sachen, Markttage, Verfluchung oder sogar einen Krieg. Somit stand es fest. Sie möchte Bürgerin von Bajard werden. Mit einen entschlüssigen Entscheidung machte sie sich auf den Weg. Erst einmal zu Beldan Scherenbrueck um sich genauere Informationen geben zu lassen, welche Sachen sie beachten musste. Als er ihr erzählte das sie eine Bürgen brauchte der für die Sprechen würde, fiel ihr natürlich sofort ihr Mann ein. Jenen würde sie zu erst Fragen ob er das für sie machen würde. Doch bevor sie jenes macht, ging sie noch einmal zu Lilien um ihre Entscheidung mit zu teilen und für die Einbürgerin einzutragen. Groß und deutlich schrieb sie ihren Namen auf den Zettel und lächelte Lilien zu. Nun müsste sie ihren Mann erstmal aufsuchen. So nahm sie ihr Pferd und schaute zuerst an der Herberge vorbei ob er vielleicht dort sein würde. Doch leider war er da nicht anzufinden. Ihr zweiter Gedanke war vielleicht ihr Heim oben. Anne, die immer noch auf Bastian aufpasste schickte sie nach Hause und nahm Bastian auf ihr Pferd um schneller am Haus zu sein. Sie kam mit Bastian am Haus an und beide erblickten den Mann welchen sie suchten. Bastian schrie schon von weiten "Papa" und winkte wild umher. Verdania dagegen war wohl etwas ruhiger. Lange sehen sich beide wohl in letzter Zeit nicht, welches wohl auch die sachliche Beziehung etwas einschränkte. So lies sie Bastian vom Pferd und reicht Siran den kleinen Wurm rüber, anschließent schwingte sie sich ebenfalls vom Pferd und bindete es an den Anbindepfosten. Schaute sich dann erstmal ihren Ehemann genauer an. Er sah wie immer aus und doch schaute er erfreut auf. Verdania dagegen schaute ihn Ernst an und kam rasch zum Thema um das sie ihn Bitten wollte. Wenn man jenes gehört hätte, dann hätte man denken können das sie sich doch sehr fremd waren. Verdania kam auf den Punkt und bat ihm, sich ihr anzunehmen und für sie bei der Bürgerversammlung zu sprechen. Ein sehr erfreutes lächeln kam über seine Lippen und mit einen netten und auch zu gleich skeptischen Stimmlage sagte er "natürlich mach ich das". Dankend nickte sie ihm zu und beschloss damit den Tag enden zu lassen. Sie würde sicherlich in geraumer Zeit mit Siran noch einmal etwas besprechen was ihr auf der Seele liegt doch an diesen Abend war sie doch schon etwas zu müde und legte sich ins Bett. Ohne lange Worte schlief sie auch schon ein.
Verdania Zac

Beitrag von Verdania Zac »

Verdania nahm mit großer Freude den Bürgerbrief an sich nachdem die Bürger von Bajard die Abstimmung gemacht hatten. Ja nun konnte sie endlich Bajard ihr Heimatort nennen. Etwas erleichtert und sehr froh war sie nun auch in diesen Reihen dazu zu gehören.
Es verging kein Mondlauf als Lilien ihre Amt als Bürgermeisterin ablegen wollte und somit stand die Frage wer jenen Posten übernehmen möchte. Auch Verdania machte sich darüber ihre Gedanken. Sollte sie es sich wagen und sich einfach einmal zu Wahl aufstellen lassen.
Sie sprach mit ihren Ehegatten darüber und was er davon halten würde. Er schmunzelte sie an und sagte zu ihr
„Ja warum machst du es denn nicht einfach.“
Mit einen leichten noch nachdenklichen Nicken stimmte sie ihm zu. Als am gleichen Abend noch die Familie Scherenbrueck zu Besuch kam erkundigte sich Verdania welche Aufgaben man als Bürgermeisterin so hätte. Beldan erläuterte ihr genau welche Aufgaben dieser Posten hätte und da war es Verdania schon bewusst. Versuchen könnte sie es. Sie würde damit nichts verlieren. Sie meldete sich somit bei Beldan an das sie sich gerne zu Wahl stellen würde. Außer Herr Karlmann und sie hatte sich keiner für den Posten beworben.

Der Tag der Wahl


Sehr aufgeregt und mit einen gemischten Gefühl ging sie zur Versammlung. Was würden wohl die Bürger sagen wenn sie sich nochmals präsentierte aber diesmal für das Amt zur Bürgermeisterin?
Nach einigen Einbürgerungen rief Lilien nun Karlmann und Verdania nach vorne. Wie immer ließ der Professor ihr den Vortritt sich noch einmal vorzustellen. Verdania erzählte das sie jene Aufgabe ebenso meistern würde wie sie es bis jetzt immer gemacht hat wenn sie eine Aufgabe zugesprochen bekommen hat. Sie würde alles Tun für die Bürger Bajards was sie könnte. Ihre Pflichten nahm sie schon immer Recht ernst. Nach einigen Fragen der Bürger tritt Karlmann von der Wahl zurück und überließ Verdania den Posten der Bürgermeisterin. Nun war es unter anderem an ihr für das Dorf einzustehen. Somit legte Lilien das Amt ab und übergab zugleich Verdania das Wort die Versammlung zu übernehmen. Sehr nervös blickte sie in jenes Gesicht und fragte ob noch etwas besprochen werden musste. Nach einigen geklärten Sachen konnte sie die Versammlung beenden.
Etwas erleichtert war sie am Anfang schon.
Sie wurde doch schnell ins kalte Wasser geworfen.

Die ersten Wochen als Bürgermeisterin

Schon in den ersten Wochen legte sich Verdania ein Buch an um sich immer wieder Sachen notieren zu können. Dabei schrieb sie auch immer mal wieder Vorkommnisse in Bajard auf. Jedes Anliegen wurde dort notiert und versucht zu klären. Der Hauptmann suchte sie wie ordnungsgemäß jeden Tag auf um weiter Vorkommnisse zu melden oder zu berichten. Das Buch füllte sich rasch denn einige Bürger traten an sie heran, die Probleme mit einigen Personen hatten, Fragen hatten was sie tun müssten um Bürger zu werden.
Das nahm doch sehr viel Zeit in Anspruch, doch jenes tat sie gerne auch wenn sie damit einiges vernachlässigt hat.
Es war ihr bewusst das ihre Familie etwas in den Hintergrund gestellt worden ist. Doch versuchte sie jenes in den freien Momenten wieder gut zu machen. Trotzdem merkte sie das jenes wohl nicht ausreichen würde. Es wurde im Dorf etwas ruhiger und somit konnte sie sich der Herberge wie auch ihrer Familie zuwenden. Sie bemerkte wie viel Verständnis beide aufgebracht hatten und als beide im Garten sich um die Tiere kümmerten, legte sie etwas zum Essen in einen Korb und ging mit jenem ebenfalls in den Garten. Mit großen Augen sah Bastian in den Korb und stopfte sich auch gleich ein Laib Brot in den Mund. Ihr Ehegatte nahm neben ihr auf der Bank platz und genoss wohl die freie Zeit von ihr. Er schien recht glücklich zu sein und auch sie schien etwas ausgeglichener zu sein als die Tage vorher. Somit war alles wieder im Lot.

Jenes sollte sie wohl nicht vergessen die Familie ist das wichtigste.
Gast

Beitrag von Gast »

Nun kam die kalte Jahreszeit wieder zurück und ich griff nach meinen Mantel. Der Wind wehte mir ins Gesicht und ließ meine Haare nach hinten fliegen. Enger zog ich meinen Mantel zusammen und beeilte mich zum Wehrgebäude zu kommen.

Oft ging ich diesen Weg und dies nicht nur einmal am Tag. Viel Zeit war vergangen als ich Bürgermeisterin wurde und es ist viel passiert. Bajard wurde eingenommen, so das alle Bürger aus dem Dorf geflohen sind. Nach dem langen Aufenthalt im Kloster wurde dann nach vielen Gesprächen Bajard wieder zurück erobert. Da hätte man schon denken können, es wäre schwer gewesen. Doch damit fing die eigentliche Arbeit in Bajard an. Denn Bajard entschloss sich nun sich zu stärken und erstmal ihre Besetzer nicht mehr ins Dorf zu lassen. Das bedeutet für alle mehr Aufmerksamkeit und auf der Hut zu sein. Die Wache am Tor wurde nun von der Wehr geleitet und dies war für den ersten Moment auch genügend. Der Hauptmann strebte an mehr Leute in die Wehr zu holen um Bajard beschützen zu können.
Meine Aufgabe war es einfach Gespräche zu führen. Nach der Rückeroberung kamen einige Leute zu mir um Bürger in Bajard zu werden. So das ich schon nach Häusern suchen musste. Es war schön zu sehen das Bajard so langsam auf blühte.
Doch meine Sorge ging mehr zum Eingangstor, dort wo jeden Abend immer Besuch von Rahaler Leuten war. Die ständigen Drohungen blieben natürlich nicht aus, wenn man den Hauptmann als Mann hat. Doch ich war es langsam Leid das ich dafür immer hinhalten sollte. Einmal war es mein Kopf, dann mein Blut, ein anderes mal wollten sie meine Haarsträhne und nun möchte man mir ein Brandmal auf der Wange verpassen.


Wozu sollte man so etwas mit machen?

Wir sind ein kleines Fischerdorf mit Handwerkern und einen bewaffneten Männern. Jeden Abend dachte ich was sie nur immer von unserem Dorf hätten. In Gedanken versunken saß ich auf dem Stuhl bis Bastian mich an tippte und fragt ob es mir gut gehe oder er etwas gemacht hätte. Dabei hielt er sein Schiff hin die Höhe. Bastian war mein Lichtschein an solchen Tagen wenn ich nicht weiter wusste. So sitze ich mich zu ihm auf dem Teppich und spielte eine weile mit ihm. Dabei fehl mir erstmal auf wie groß mein Wurm geworden ist. 4 Jahre war nun schon alt und hat schon so viel erlebt. Auch wenn ich versucht habe ihn immer zu schützen und ihn öfter aus Sicherheitsgründen in den Orden gebracht habe.
So wird es an ihm nicht spurlos vorbei gegangen sein. Immerhin hat er sehr viele Fragen zu den einzelnen Leuten gehabt. Welche ich ihn ungern beantworten möchte.


Nun saß ich also wieder im Büro und schlag das Buch auf ob in der letzten Zeit etwas passiert ist und meine Augen weiteten sich als ich den letzten Bericht lass. Schon wieder eine Truppe würde nach Bajard kommen.

Es hört wohl nie auf.


So versuchte ich schon einmal etwas vorzubereiten. Das Bürgerhaus sollte als Lazarett dienen und ich brachte schon einmal Verbandsmaterial hin. Dann schaute ich, ob ich noch einige Männer antraf die ich gleich zum Tor schicken konnte. Sie sollen doch Wache halten.
Es ich dies erstmal erledigt hatte stelle ich mich ebenso an das Tor und ich war sichtlich stolz auf jeden einzelnen der sich Freiwillig hinstellt um Wache zu halten. Nun hieß es wieder abwarten und hoffen das nichts so schlimmes kommt.
Zuletzt geändert von Gast am Freitag 25. November 2011, 20:29, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Der Winter zog ins Land ein und schon bald nahmen die Schneeflocken ihren Platz auf den Boden ein und zauberten Bajard in ein wunderschönes weißes Fischerdorf. An diesen Tagen dachte kaum einer vor die Tür zu gehen. Die Wachen vor dem Tor am Dorfeingang wurden natürlich auch weniger. Denn man rechnete kaum mit einen Angriff bei so einer Kälte. Die Tage verliefen relativ ruhig in Bajard. Es gab natürlich hier und da mal eine Auseinandersetzung aber dies waren wir schon gewöhnt. So saß ich ruhig am Tisch im Gesellschaftshaus, trank meinen Tee in einer so selten Ruhe als Frau Scherenbrueck durch die Tür kam. Sie war mit Schnee bedeckt und schüttelte sich diesen noch am Eingang ab. Ihr Blick fiel schon auf mich, es war ein sehr ernster, wütender Blick was nichts guten hieß. Ohne lange Rede nahm sie am Tisch platz. Ich reichte ihr dann erstmal einen Tee damit sie sich aufwärmen könnte. Anscheint hatte sie viel mehr das Bedürfnis mir etwas zu erzählen denn sie trank nichts vom Tee und holte mehrmals tief Luft. Meine Stirn verengte sich langsam und meine Neugier wuchs mit jeder Sekunde was sie mir erzählen würde. Als sie mir dann ihr Anliegen erzählte, stieg eine Wut in mir hoch. Ich merkte wie angespannt und versteinert mein Gesicht wurde. Ich konnte dies kaum glauben. Meine Gedanken fingen an zu arbeiten und ich stellt mir eine Frage.. Warum er dies nur machen würde? Lairja erzähle ihr das ich noch jemanden aufsuchen sollte der mir genaueres erzählen könnte. Dabei nickte ich ihr zu. Dies würde ich wohl gleich am nächsten Tag machen. Eine weile erzählten wir noch bis sich Lairja wieder auf den Weg nach Hause machte um ihren Gatten weiter zu pflegen. Ich ließ mich auf mein Bett fallen, welches schon länger leer war. Ihr Gatte war abwesend, wenn es um wichtige Angelegenheiten ging. Die Nacht kam mir recht kurz vor. Ich hatte kaum geschlafen und mir viele Gedanken gemacht. Noch in der Nacht hatte ich einen Boten zum Herrn geschickt das ich ihn bald besuchen werde. Ich benötige dringend noch weitere Informationen.

Am nächsten Tag


ich legte mir meine Rüstung an und zog ein Kleid über meinen gerüsteten Körper. Griff zu meinen Bogen, legte ihn über die Schulter und machte mich auf den Weg zum Herrn. Ich ging durch den neu gefallenen Schnee, hinterließ meine Fußabtritte im Schnee und atmete die schöne saubere Luft einmal ein. Nach einer kurzen Zeit erreichte ich auch schon sein Haus und klopfte mit einer entschlossen und kräftigen Faust gegen die Tür. In so einer Situation ist ein Moment schon fast eine Ewigkeit bis zum Glück die Tür auf ging. Er bat mich in Haus, ließ mich am Tisch platz nehmen und reichte mir einen schönen warmen Tee. Der Bote machte seine Arbeit gut und er wusste warum ich da war. Auch hier wurde nicht um den heißen Brei geredet. Dafür war in solchen Tagen kaum Zeit. Er berichtete mir was er wusste und seine Informationen reichen mir aus um wieder nach Bajard zurück zu kehren. Ich beschloss als ich in Bajard ankam die Wehrmitglieder aufzusuchen und bat sie schnellstmöglich ins Wehrgebäude zu kommen. Doch dazu sagte ich noch das man Herrn Kronos nichts sagen sollte. Er sollte von diesem Gespräch nie etwas erfahren. Ich glaube es vergingen nur einige Stunden bis sich die Wehrleute im Büro einfanden. Ich bat sie vor dem Schreibtisch stehenden Stühlen platz zu nehmen, es gäbe etwas wichtiges, dass unbedingt besprochen werden musste. So fing ich mit dem Bericht an was passiert war und was ich von einer sehr zuverlässigen Person gehört hatte. Als ich damit endete, sprach ich den Haftbefehl gegenüber Solor Kronos aus. Er dürfte nicht länger wie nötig frei herumlaufen.

Es vergingen einige Tage und man sah die Wehrleute wie sie aufmerksam durch die Straßen zogen. Zwar nicht auffällig aber mit einem gewissen Blick schaut sie sich um, ob Kronos vielleicht doch zu erwischen sei. Es war nur eine Frage der Zeit bis man ihn festnehmen würde. Und so kam es dann auch. Ich ging so wie jeden Tag einmal durch das Dorf, doch kam ich nicht weit. Schon in der Höhe von der Bank standen einige Wehrleute, darunter auch Solor und zwei Tyren zusammen und redeten wohl über irgendwelchen Übungen. Es erschien mir nicht so wichtig und ich bat die Wehrleute und somit auch Solor sich im Wehrgebäude einzufinden. Zusammen mit ihm gingen wir in den Keller. Solor stellt sich an die Seite. Ein Wehrmitglied ging durch und stellte sich auf die anderen Seite von ihm. Die anderen beiden blieben in der Nähe vom der Tür stehen. Ich stellte mich mitten in den Raum und stellt ihn zu Rede. Ich sprach meine Behauptungen aus. Er stritt dies zuerst ab, doch nach einer längeren Unterhaltung kam zum Vorschein das er weder für Bajard kämpfen würde und auch nie wirklich das Interesse hatte in Bajard zu bleiben. Er machte sich fast schon lächerlich über meine Äußerungen, sprach Drohungen aus, bis er dann nach einem Dolch griff und auf mich los stürmte. Er hielt es mir an den Hals und nur mit Mühe und Not konnte ich mich herum drehen. Er hielt es weiterhin in der Höhe meiner Brust und ich sah aus dem Augenwinkel das ich noch einen Schritt nach hinten gehen könnte ohne einen anderem im Weg zu stehen. Tarik stand bewaffnet hinter Solor und die anderen beiden zogen ebenfalls ihre Waffe so das Solor kaum eine Chance hatte heil aus dem Wehrgebäude zu kommen. Er ließ sich dann fest nehmen und wurde in den Kerker gebracht. Ich versuchte noch einmal mit ihm zu reden doch es folgen von ihm nur Drohungen und eine große Abneigung mir gegenüber. Aus diesem Grund verließ ich mit den restlichen Wehrleuten den Kerker und gingen nach oben. Da noch ein Tyre vor der Tür wache hielt, ging ich erstmal zur Tür um ihn zu danken. Ich erklärte ihm was passiert war. Er brummte kurz auf. Durch dies Ganze könnte man mit einen Übergriff von Solors Leuten rechnen und ich bat den Tyren mit den anderen Wehrleuten die Nacht über Wache am Tor zu halten. Der Tyre machte keinen Aufstand und ging mit den anderem zum Tor. Nach einem kurzen Gespräch mit einen Herrn welche auch in die Wehr möchte, ging ich ebenfalls zum Tor und nahm eine Stellung ein. Es verging eine Weile in der eisigen Kälte, die kalte Luft gelangte schon fast in meine Luftröhre und ich sah wie weiße verbrauchte Luft aus meinen Mund aufstieg. Die Aufmerksamkeit stieg natürlich als man so viele Männer am Tor stehen sah. Ein Menekaner kam heran und frage was passiert wäre und warum so viele Leute hier herum standen. Ich erklärte ihm die Situation und er bat mich den Gefangen einmal zu zeigen. Der Name kam ihn wohl bekannt vor. Der Menekaner bot sich dann als Wächter für den Gefangenen an und würde ihn nicht schlafen lassen. Dies war mir eigentlich sehr recht so konnte ich mir für einige Stunden hinlegen und vielleicht etwas Schlaf genießen.

Die Nacht verging fast wie die Nächte davor.

Das Bett von ihrem Gatten war nicht benutzt und auch wenn er schon aufgestanden wäre. Es war nicht mehr warm und auch keine Nachricht hatte er hinterlassen. So ging ich meinen Tätigkeiten wie üblich nach und dachte an diesem Tag nicht an etwas schlimmes. Es kamen Kunden zu mir, kauften reichlich ein. Bis es schon recht spät war und die Dunkelheit über das Land zog. Ich entschloss nun dem Gefangenen etwas Brot und Wasser zu bringen. Auch wenn er es kaum verdient hatte so wäre man kein Unmensch. Ich füllte den Korb also rasch. Immerhin war Bastian schon im Bett und ich wollte ihn nicht so lange alleine lassen. Also machte ich mich auf den Weg zum Wehrgebäude, ging hinunter zum Kerker. Solor stand schon am Gitter und wartete wohl auf seine Erlösung. Zu seiner Enttäuschung war ich es leider nur. Ich ließ den Korb in meinen Armwinkel fallen so das ich die Tür aufschließen konnte. Dabei schaute ich ihn noch etwas skeptisch an. Doch er ging einen Schritt zurück so das ich hinein gehen konnte um den Korb auf den Tisch zu stellen. Was nun geschah es davon hätte an diesem Abend wohl kaum einer geträumt.
Er stieß mich mit voller Kraft aus dem Kerker in Richtung der Mauer. Wo ich auch mit dem Rücken auf kam. Er kam auf mich zu und zog mich hoch und drehte mich an sich herum um mir ein holzig spitziges Gegenstand an den Hals zu drücken. Er flüsterte eine Worte in meinen Ohr

er hätte doch gesagt das er raus käme, egal wie aber er kommt raus.

Er würde mich als Geisel nehmen damit er zum Dorfeingang kommt und dann würde man ihn nie wieder sehen. Er trieb mich die Treppen hoch und aus dem Wehrgebäude, dabei presste er sein spitzes Teil fester an meinen Hals als wir auf der Straße gelangen. Die ersten Tropfen Blut liefen mir am Hals herunter. Wir gingen nicht Richtung Dorfeingang. Er hatte sicherlich Angst das dort weitere Leute stehen würde. Somit schliff er mich in Richtung Schiff. Am Bord angekommen drohte er mir weiterhin.

Ich solle doch auf meinen Schatten aufpassen und würde ich ihn verfolgen lassen so wird man meinen Gatten mit nehmen und ihn Tag für Tag kleiner machen. Mir jedes einzelne Glied von seinen Körper schicken bis von ihm nichts mehr da wäre.

Ich frage ihn wie man so viel Hass in sich tragen könnte. Man hätte ihn hier doch gut aufgenommen. Seine Antwort darauf war das es wohl kein Hass wäre, das Gold spielt eine Rolle. Mit diesen Worten schlug er mich mit voller Kraft an dem Schiffsmast und ich ging am Mast zu Boden. Als ich wieder erwachte lag ich auf dem Steg. Anscheint hatte er mich dort abgelegt und verschwand mit den Seeleuten. Ich rief eine ganze Weile um Hilfe und hielt mir meine Kopf der stark brummte. Es verging eine ganze weile bis doch noch einige Leute im Dorf zur Hilfe kam. Die Wehrleute sammelten sich um mich herum und ich erzählte ihn unter meinen Schmerzen was passiert sei. Rothran und Nostram brachten mich erstmal zum Gesellschaftshaus und legten mich oben im Zimmer auf ein Bett. Rothran versorgte mich so gut er konnte. Dabei fluchte ich ihn lautstark an der solle mir nicht so wehtun. Behutsam legte er nun erstmal einen Verband um meinen Hals und fing an mir die Splitter aus dem Hinterkopf zu ziehen. Ich griff mir ein Kissen um auf diesen zu beißen sobald er erneut einen Splitter aus meinen Kopf ziehen wollte. Fast damit fertig, stand Majalin in der Tür und Übernahm die weitere Versorgung von mir. Ich gab mir eine Tropfen gegen die Schmerzen und nochmals einige Tropfen, damit kam die Gegenwart so fern vor. Die Stimmen vernahm ich nur noch recht leise und unklar. Ich war noch da und ich sah noch alles. Majalin bat mich in einer gemütlichen Position ins Bett zu legen und den Hinterkopf sollt zu ihr liegen. Dann fing sie an einige Haare abzuschneiden und rasierte an der Wunde die Haare weg. Ich merkte nur Minuten später wie der Druck in meinen Kopf nachließ. Majalin sagte zu mir ich hätte großes Glück gehabt. Diese Verletzung hätte tödlich ausgehen können. Dies war mir nach meinen erwachen auf dem Steg nicht bewusst. Als ich nun einen großen Verband um den Kopf bekam wurde mir einiges klar. Ich hatte wirklich sehr viel Glück.
Aber wie lange würde dieses Glück noch halten.
Auch dies wird mich irgendwann verlassen.

Und wie sah es nun aus, der Verräter ist entkommen.


Ich bat Rothran ein Schreiben aufzusetzen um zu verkünden das Herr Kronos als Vogelfrei gilt.

Ich bekam von Majalin noch ein Fläschchen das gegen meine Schmerzen helfen soll, annehmen soll ich es nur wenn ich wirklich starke Schmerzen habe. Sonst hätte es wohl auch noch Nebenwirkung wenn ich dies öfter einnehmen würde. Es waren wirklich gute Voraussetzungen und ein sehr sehr dunkler Tag.

Ich war alleine im Gesellschaftshaus, mein Gatte kam auch diese Nacht nicht wieder zurück. Wo er sich wohl an solchen Tagen nur herumtreibt? Was könnte wichtiger sein als bei seiner Familie zu sein und sich um die Angelegenheiten im Dorf zu kümmern? Fragen über Fragen, welche mich auch in dieser Nacht keine Ruhe ließen. Irgendwann zwischen der tiefsten Nacht und der aufgehenden Sonne schlief ich ein und erwachte unüblich für mich recht spät auf.
Gast

Beitrag von Gast »

Der Traum

Ich legte mich nach dem kleinen Ausflug mit Malachai geschafft ins Bett. Die Vorstellung das Land einfach so zu verlassen beschäftige mich doch noch eine ganze weile. Ich schloss meine Augen und atmet ruhig bis ich in Tiefschlaf fiel.

Es war recht hell. Ich schaute mich um und befand mich auf einen Schiff. Ich schaute mich um und sah um das Schiff nur noch Wasser. Die Sonne stand hoch am Himmel und wärme meine Haut. Ich hörte eine stumpfe Stimme, welche mir doch sehr vertraut war. Doch sah ich am Deck zuerst niemanden. Ich ging das Deck weiter und folgte der Stimme welche mich frage ob ich nun ausgeschlafen hätte. Der Umriss der Person welch ich mich näherte kam mir ebenso bekannt vor wie die Stimme. Ich frage ihm wo ich hier bin und es kam zuerst nur ein lachen von ihm bis er dann zu mir sagte. „Dies ist doch unser Traum gewesen." Wieder blickte ich über das Deck. Tatsächlich wir waren auf einem Schiff ganz alleine. Ich näherte mich nun der bekannten Person welcher nun immer noch eine schwarze Rüstung trug und ich schmunzelte ihn nun an. Er hielt eine Weinflasche in der linken Hand und mit der rechten Hand lehnte er das Steuerrad vom Schiff. Ich stellte mich neben ihn und schaut nach vorne. Es war nur ein kleines Schiff und ich konnte über den Bug das Wasser an der Seite auf spitzen sehen. Irgendwann sahen wir in der Ferne etwas dunkles auf zu zu kommen. Umso näher wir kamen, umso mehr sahen wir das es Land war. Es war nur eine kleine Insel doch es war genau das richtige. Wir wurden langsamer und hielten nicht weit von der Insel an um in das kleine Beiboot zu steigen. Ihr engster Freund Malachai rudert nun auf die Insel zu und mit einen Ruck schob er auch schon das Boot auf das Land. Er nahm meine Hand und half mir aus dem Boot zu steigen. Wir schauten uns um und es war jetzt schon lag das wir an unserem Ziel angekommen sind. Malachai holte aus seiner Tasche etwas blinkendes und setze es mir es auf den Kopf. Nun sah ich ihn seit langsam mal wieder lachen und er sagte zu mir. „Werte Königin wir sind in unserem Reich angekommen.“ Ich fing an zu lachen und umarmte ihn. Mit ein Blick über den schönen Stand und den hohen Bäumen nickte ich dann. Dies wird dann wohl unser Reich werden. Ich konnte es gar nicht glauben das wir dies getan haben. Es erschien plötzlich ein unbekannte Geräusch und um meinen Blick wurde es heller.


Ich schloss kurz die Augen und höre nur das mich jemand Mama rief. So riss ich die Augen wieder auf und lag wieder in meinen Bett. Bastian stand vor mir mit ganz viel Kuchen um den Mund. Ich setze mich erst mal auf die Bettkante und schaute mich um. Es war nur ein Traum. Ich atmete durch. War ich nun erleichtert oder war ich enttäuscht. Es war ein gemischtes Gefühl welches mich umgab. Doch Bastian hielt mir mit seinen großen Augen schon eine Stück Kuchen vor die Nase und lächelt mich so lieb an. Wie könnte ich ihn hier zurück lassen. Icxh nahm meine Sohn in die Arme und setze ihn dann neben mich. Beide saßen dann in Ruhe ihren Kuchen. Bastian wollte dann noch im Dorf etwas spielen und ich würde mich dann wieder an meinen Alltag machen. Doch der Traum ließ mir den Tag über keine Ruhe....
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Malachai Schwarzmourne
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Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Seufzend liess Malachai sich auf den Stuhl, als er durchs Haus blickte. Alles wieder sauber, vorerst. War nur die Frage, wielange, aber dennoch, der Geruch vom Alkohol war weg, geschlafen hatte er auch, sogar frisch gebaded war er. Fraglich nur, wielange es anhielt.
Er vermied noch die Konfrontation mit seiner Schwester und Hudgarr, wollte im Moment einfach nicht mit ihr reden.
Es war wie ein innerlicher Druck, der sich mehr und mehr ausbreitete und er glaubte zu fühlen, er würde platzen.
Sein Kopf rackte hoch, als die Klingel läutete. War Sie es? Suchte seine Schwester ihn auf?
Nein, das hätte er gespürt und so erhebte er sich langsam, vorsichtig ans Fenster gehend und mit einem Auge hinausschielend.
Er hob beide Augenbrauen, wenn seine Mundwinkel sich sacht zu einem erfreudeten Lächeln anhebten.
Dort stand Verdania, seine älteste Freundin. Sie hatte die Einladung, oder eher die Drohung wahr genommen und ihn besucht.
Er ging hinaus, man begrüßte sich und Sie mochte spüren, wie froh er war, Sie dazu haben. Ein wenig Ablenkung täte ihm gut, mehr aber, eine offene Unterredung, kein Schauspiel, keine Geheimnisse.
So führte er Sie durch das Haus, er erschrack selber ein wenig über die Aussage, sie sei noch nie dagewesen, aber im nachhinein, wenn er so darüber nachdachte, hatte Sie recht.
So beäugte Sie alle Räume, Malachai spielte amüsiert den Diener, der die feine Dame durch das riesige Reich führen würde.
Ja, man lachte. Etwas, was ihn für diesen kurzen Augenblick alle Sorgen und Ängste aus dem Kopfe verbannen liess.
Zuletzt suchte man den Keller auf. Das er wirklich sehr pompös war und fein ausgestattet, kam Malachai ebenfalls nur in dem Sinne, als Er ihre Reaktion bemerkte.
Bad, großes Bett, noch größerer Kamin mit kuscheligen Fellen zum darniederlassen.
Ja, es war ein ruhiger, stiller Ort der Entspannung. Wo man Kräfte tanken konnte und so bot er es ihr direkt an: Wenn seine Freundin jemals einen Rückzugsort brauchte, stünde sein Heim ihr immer offen.
So setzten Sie sich auf die Felle, Malachai holte ihr beider Lieblingsgetränk hervor, natürlich Wein samt 2 Gläsern, man schenkte sich ein und prostete sich zu.
Vielleicht war die Tatsache, dass er so offen, ohne jegliche Maskerade ihr gegenüber treten konnte, der Grund, warum Sie aussprach, dass Sie sich um ihn sorgte.
Zu Recht, wie er innerlich dachte, entfleuchte ihm ein kleines seufzen.
Es platzte förmlich, es wollte hinaus, wie ein Kerker, der überfüllt war. Er wollte ihr nicht zu reden, alles sei in Ordnung, also sprach er offen.
Offen, was er glaubte, dass er krank sei, denkt, er verliere nicht nur den Verstand, sondern sein eigenes Ich.
Sie hörte zu, sie versuchte nichts schön zu reden, sondern war einfach nur für ihn da. Balsam für seine Seele.
Er spürte langsam, wie er sich normal wieder fühlte, wie alles andere vergessen schien. Als könne er bei ihr einfach seine Lasten wie eine Tasche zur Seite stellen.
Und so begann er. Er erzählte ihr Dinge, die er nie jemanden erzählt hatte. Selbst Sarah nicht.
Er trug diese schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit immer mit sich, er glaubte, er müsse die Bürde tragen, müsse, auch um andere zu schützen, diese Geheimnisse mit ins Grabe tragen. Doch es war wie Magie...verzaubert von ihr, dass er sich nicht grämte, es zu erzählen...
Und je mehr Worte die Lippen verliessen, Sätze von ihr an sein Ohr drangen, umso mehr konnte er durchatmen.
Er fing gleich mit der größten Last an, wollte es aber an diesem Abend auch bei der belassen. Er musste ihr nicht gleich alles preis geben, das wollte er nicht, auch um ihretwillen, auch aus Angst, sie könne am Ende doch schlecht über ihn denken.
So tranken Sie, amüsierten sich über ihre roten Wangen, die Malachai trotzdem an ihr passend empfand, vielleicht sogar einen Hauch niedlichkeit, die diese doch so starke, selbstständige Frau ein wenig Verletzbarkeit und Heiterkeit geben liessen.
Sie kamen wieder auf ihre Idee, sie erzählte ihm von ihrem Traum, er konnte es sich förmlich ausmalen. Sie lachten, sie planten und sie waren einfach fröhlich drauf. Wer weiß, wann Malachai es jemals schaffte, aus dem inneren heraus alles beiseite zu legen und einfach im Jetzt zu leben. Keine Ängste oder Gedanken an die Zukunft. Keine schlimmen Gedanken über das, was in seinem Inneren passierte.
So legte er am Ende den Arm um Sie, sie drückten sich einmal. Auch Sie hatte Sorgen und auch Sie belastete etwas. Wie sehr wünschte sich Malachai, ihr helfen zu können...nein...er wusste, er wird ihr helfen. Egal wann, egal wie. Er würde für Sie da sein.
Und so war diese Umarmung, die ihr gelten sollte, auch Heilung für ihn. Sich förmlich in dieser engen Freundschaft verlierend und froh war, nach all diesen Verlusten, dass es noch einige Menschen gab, die sein Leben so lebenswert machten und für die er auf ewig kämpfen würde.
So überreichte er ihr einen Schlüssel, das, was er ihr anbot, meinte er ernst. Wenn Sie jemals einen Rückzugsort brauchte, war er hier, ehe Sie sich dann voneinander abwandten und trennten. Er ihr noch lange nachblickte und tief durchatmete.
Er verstand nun, egal was war...egal was kommen mag...er war nicht alleine...er hatte soviele Menschen um sich...er würde, was auch immer in ihm vorging, es mit aller Kraft bekämpfen...auf dass das Leben den Frieden findet...auf das die, die er liebte und die so wichtig für ihn waren, ihn nicht missen mussten.
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Gast

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Der Tag fand schon recht seltsam an. In ihren Briefkasten fand sie einen Kuchen. Er schien nicht den normalen Geruch von einen Kuchen zu haben. So war ihr klar das dies wohl auch einer der vergifteten Kuchen sein müsste. Sie schlug ihn in einen Stofftuch ein und bewahrte ihn erstmals sicher auf. Mit einer kleinen Stärkung machte sie sich an ihre Arbeit. Versorge die Tiere und trug eine Sachen ins Gesellschaftshaus. Es war fast immer das gleiche und ihr Lust an diesen Tag zu arbeiten schwankte. Da fiel ihr ein das sie ihren alten Freund schon einige Tage nicht mehr gesehen hatte. Sie überlegte kurz ob irgendwas passiert wäre oder ob sie etwas falsche gesagt hätte zu ihm. Vielleicht hatte er es doch nicht so gut aufgenommen wie sie dachte.
So legte sie sich ihren Mantel über und machte sich auf den Weg zu seinem Haus. Noch nie war sie dort und am Haus angekommen, schaute sie sich um. Es sah irgendwie nicht sehr belebt aus, es scheint als würde da niemand leben. Am Tor fand sie eine Glocke und betätigte dies dann auch. Sie hoffe natürlich das Malachai da wäre. Es dauerte kurz und es schien ihr wie eine lange Ewigkeit zu dauern, dass ihre Sorgen in diesen Moment noch etwas anstiegen. Die Tür öffnete sich und er tat zu ihr ans Tor, auf seinen Lippen zeichnete sich ein lächeln ab und so bat er sie hinein. Sie gestand ihm, das sie noch nie in seinem Haus war. Er war fast erschrocken darüber und so gab er sich als einen edlen Herrn aus und zeigte ihr das Haus. Ein großer Raum zum Essen, Trinken und Reden, erklärte er ihr das erste Zimmer. Der nächste Raum war die Küche für die Dienstleute, welche an jenen Tag natürlich frei hatten. Mit einen schmunzelt folge sie ihm nach oben. In einen Raum der fast leer stand. In diesem befand sich ein Kamin und eine große Fellmatte. Als vorletztes zeigte er ihr seinen Balkon. Sie würde damit über das ganze Reich sehen können. Ihre Mundwinkel hebten sich und sie nickte zu seinen Worten. Der letzte Raum, welcher er präsentierte war der Keller. Dieser war sehr gemütlich eingerichtet. Er lud sie auf das Fell am Kamin ein und holte eine edle Flasche Wein mit zwei Gläsern hervor. Dies war nun schon fast zur Gewohnheit geworden. Es störte sie nicht einmal schon am helligen Tage etwas Wein zu sich zu nehmen. Ihre Augen musterte ihn erneut und ihr Gefühl sagte ihr das ihre Sorgen wohl doch etwas berechtig waren. Ohne umschweifelne Worte zu finden, frage sie ihm auch gleich wie es ihm ginge und ob er schon mit Sarah geredet hätte. An seinen Gesicht konnte man erkennen das etwas mit ihm nicht stimmte. Er beschrieb ihr seine Gedanken und was wohl in ihm vor ginge. So etwas hatte sie schon einmal gehört und ihre Sorge wuchs mit jeden Wort . Sie hörte ihm zu ehe sie dazu etwas sagte. Sie versuchte ihm mit den Worten seine Angst etwas zu nehmen. Sie kannte sein Gefühl genau. Nach dem man dies etwas ausgedehnte und darüber gesprochen hatte, fiel ihr auf das dies wohl nur eine Sorge von ihm wäre. Er konnte ihr kaum etwas vor machen. Seine Augen und seine Gesichtszüge verrieten ihn immer wieder. Sie frage ihm weiter..

Gibt es noch etwas, was dich beschäftigt.

Nur mit etwas Druck und Bedenken sprach er eines seiner tiefsten Geheimnisse an. Seine Stimme veränderte sich, als er ihr davon berichtete. Es war ein Klang zwischen Angst und Zweifel. Es schien ihn auch nicht gerade leicht zu fallen darüber zu reden. Er hatte ein ungute Gefühl das sie ihn wohl dann nicht mehr so sehen würde wie sie ihn nun sah oder gar nicht mehr mit ihm redet wenn sie alles erfahren würde. Sie machte ihm klar das nichts was er erzählen würde auch nur ein wenig ändern würde zwischen ihnen. So fing er an ihr sein erste Geheimnis zu erzählen. Seine Stimme klang so hilflos und bedrückt. Ihm fiel es so schwer über dies zu reden das er ab und an den Blick zum Feuer richtet. Auf einmal gingen ihr so viele Gedanken durch den Kopf und dabei starrte sie ihn schon fast an. Nicht aus Angst und nicht aus Mitleid. Sie hörte ihm zu und sie konnte sich so in diese Lage hineinversetzen als wäre sie da gewesen. Sie versprach ihm sein Geheimnis für sich zu behalten. Dies konnte sie recht gut. Oft hatte sie zugehört. So fing sie an seine Sorge auseinander zu pflücken und ihm verständlich zu machen das es nicht seine Schuld sei. Nachdem er es ausgesprochen hatte, sah man ihm eine kleine Erleichterung an. Die Flasche war auch schon fast leer. Verdania blickte zum Kamin und erzählte ihm von ihren Traum. Er musste nun wieder etwas schmunzeln. Er rückte etwas näher an sie heran und legte sein Arm um sie.
Er hörte ihr zu und sah ebenso wie sie ins Feuer. Er konnte sich dies wohl genauso gut vorstellen wie sie es tat. Nach einigen Überlegungen wie sie dies dann nun endlich schaffen würden, war die Flache Wein leer und sie musste auch langsam wieder zurück ins Dorf. Bastian würde schon auf sie warten. Er nahm sie noch einmal in die Arme und gab ihr einen Kuss auf die Stirn und dankte ihr für das Zuhören.
Ihre Wangen wurden nicht nur durch den Wein nun recht rot sondern auch die Worte taten dazu bei. Doch dies wollte sie ihm in diesen Moment nicht sagen. So erhebten sie sich und gingen hinaus zum Tor. Wie gewöhnlich verabschiedenden sie sich mit einer Umarmung. Malachai machte sich nun doch etwas lustig über ihre roten Wangen und sah ihr nach.

In Bajard angekommen, traf sie auf den nächsten Ärger. Am liebsten wäre sie gleich wieder zurück gegangen aber nun stand sie dort. Ein Herr in Rüstung und Axt in der Hand, ein anderen Herr mit einen Messer in der Hand. Eine Frau die etwas aufgelöst war. Sie verschaffte sich einen Überblick und frage was denn los sei. Als plötzlich der Mann mit dem Messer den Herrn mit der Axt zu Boden stieß. Mit großen Augen schaute sie erschrocken zu ihm und stellt ihn zur Rede. Er erklärte ihr die Situation und blickt zum Herrn am Boden. Der Hauptmann war auch schon zur Stelle und brachte den Herrn, der sich wieder auf den Beinen befand zum Wehrgebäude. Die anderen Beiden kamen ebenso mit um dies zu klären. Nach dem Gespräch mit den drei Leuten, wurde der Herr in Rüstung wegen Beleidungen und Missachtung der Gesetze vom Hauptmann in den Kerker geführt. Eine Nacht sollte ihm gut tun. Verdania war nun wieder auf den Weg zum Gesellschaftshaus. Es war ein langer Abend, doch dieser sollte noch nicht zu Ende sein. Sie musste immerhin noch die vergifteten Kuchen einsammeln. So ging sie noch rasch durch das Dorf, klopfe an jeder Haustür und bat die Kuchen vorne am Eingang von Bajard abzugeben. Nun war ihre Pflicht für diesen Tag getan und sie konnte sich mit ruhigen Gewissen zu Bett begeben.

Sie lag noch eine ganze Weile wach und blickte die Decke an. Dachte über die ganzen Schicksale nach und auch an ihren engsten Freund, welche so viel Kummer in sich trug. Alleine würde es ihn zerfressen. Nach knapp einer Stunde schlossen sich ihre Augen und sie schlief ein.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Tage wurden langsam wieder länger und trotzdem vergingen sie rasch. Mit den Futtertrog stand sie im Garten und fütterte die Tiere. Sie blickte dann zum Ufer und weit aufs Meer. Mit einen schmunzeln wendetet sich ab. Kurz nickte sie zu sich selber und stellt den Trug für die Tiere auf den Boden. Rasch säuberte sie ihre Kleidung. Im inneren dachte sie sich

„Mein engster Freund komm mich wieder nicht besuchen.“

Im schnellen Gang verließ sie das Dorf und marschierte direkt zum Haus von Malachai. Der Blick fiel gleich auf das geöffnete Tor. Kurz schaute sie sich einmal in der Gegend um. Als sie niemanden sah geht sie schon einmal in den Garten. Ihr wurde schon etwas flaumig im Magen und sie sah das die Haustür ebenso aufstand. Vorsichtig trat hinein und rief nach Malachai. Doch ihr Blick erstarrte als sie das Zimmer sah. Auf den Boden waren blutige Spuren zu sehen. Umgeworfene Stühle welche dann auch fast kaputt waren. Anscheint wurden diese gegen die Wand geworfen. Erschrocken rief sie nach Malachai. Ein komisches Gefühl kam in ihr hoch, doch als sie dann eine Stimme hörte, schaute sie zur Tür, welche zur Küche führte. Hoffentlich war er es. An der Tür angekommen, öffnet sie diese und schob ihren Kopf durch die Luge. Doch da war niemand zu sehen. Leise und vorsichtig trat sie ein und blickt herum. Hinter dem Thesen kam dann ein aufstöhnen und ihr Herz schlug rasend schnell und pochte wie verrückt. So ging sie um den Tresen herum und erblickte ihren Freund.

Er saß mit einer Hand an seinen Oberkörper gedrückt, kraftlos am Thesen. Um ihn herum waren Blutspurren verteilt. Sie kniete zu ihm runter. Ihre Augen starrten ihn fast schon an. Doch ohne zu fragen was passiert war, griff sie zu etwas Stoff, feuchtet dies mit Wasser an. Einfach so hätte sie die Wunde nicht stillen können.

„Der Wams muss weg.“

Sie löste die Schnallen und lockerte die Nieten etwas damit sie ihn dies vom Oberkörper ziehen konnte. Er drückte weiterhin auf seine Wunde damit er nicht noch mehr Blut verliert. Verdania säuberte nun alles um die Wunde herum damit man den Schnitt besser sehen konnte. Dies war schnell erledigt und so träufelt sie etwas Alkohol auf eine sauberes Stoffstück mit der sie die Wunde reinigen wollte. Sie warnte Malachai vor das dies wohl weh tun könnte. Mit dem Tuch tupfte sie die Wunde von innen sauber und den Wundrand. Mit einen skeptischen Blick schaut sie zu ihm hoch.

„Ich glaube deine Wunde muss genäht werden“

Etwas entkräftet nickt er ihr zu und meint

„Ich habe vertrauen zu dir.“

Nun war sie aber unter Druck gesetzt. Mit Nadel und Faden griff sie zu der Wunde und klappte diese nahe zusammen. Kurz atmete sie durch und fing an die Wunde vorsichtig und sauber zu vernähen. Sie dachte dabei an ein Kleidungsstück, wo die Nähe auch hauch dünn und klein sein müssen. Wenn Malachai ihre Gedanken gehört hätte. Er wäre sicherlich aufgesprungen oder wäre freiwillig zum Heiler gegangen. Natürlich sagte sie ihm dies nicht. So war die Wunde zugenäht. Sie fand es schon etwas merkwürdig ihn mit der Wunde zu sehen. Dies machte ihr große Sorgen und so frage sie ihn

„Wer hat dir dies angetan?“

Sein Blick senkte sich und er antwortete ihr

„Ich mir selber.“

Erschrocken blickt sie ihm an.

„Ich sollte dich wohl erst mal ins Bett bringen. Du brauchst ruhe“

Sie wollte es am Anfang gar nicht so genau wissen. Doch ihr Besorgnis und ihre Gedanken machten sich breit. Was wäre wenn die böse Macht ihn doch schon eingenommen hatte. Könnte sie ihn dann noch helfen. Unten im Keller angekommen, deutete er auf das Fell, auf dem sie das letzte mal gesessen hatten. Sie nickte ihm zu und brachte ihn dort hin. Er legte sich fast kraftlos auf das Fell. Verdania nahm neben ihn platz und schaute ihn dann doch etwas rätselhaft an.

„Warum hast du dir dies angetan?“

Nun fing er an zu erzählen. Wenn er dies nicht gemacht hätte dann hätte er wohl etwas schlimmes getan. Sie konnte sich schon etwas denken, doch sprach sie es nicht aus. An ihren Gesichtsausdruck konnte er schon fast erkennen welche Frage nun kommen mag. So antwortete er ihr mit leiser, erschöpften Stimme. Nach und nach machte sie sich ein Bild über seine Lage. Bis sie zu der Frage ankamen ob er denn noch leben möchte. Sie schaute ihn an und zählte sehr viel auf. Doch ihre Frage war damit nicht beantwortet. Es waren Aussagen warum er wohl kaum leben sollte. Sie frage ihn noch einmal.

„Möchtet du noch weiterleben?“

Kurz überlegte er und nickt dann leicht.

„Ich glaube schon.“

Es war immerhin für das Erste ein guter Anfang. Er war wohl doch noch nicht ganz verloren. Ihre Mundwinkel heben sich leicht an. Doch ihre Sorge bestand trotzdem. Sie würde nicht immer bei ihm sein können und was wäre wenn sie nicht vorbei gekommen wäre. Würde er morgen noch leben? Er tat sich wirklich schwer über seine Sorgen zu reden. Doch vielleicht mit dem ein oder anderen Gläschen Wein würde er vielleicht etwas weicher und erzählt ihr noch einiges.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Langsam ging er wieder humpelnd ins Haus. Obwohl die Kälte draussen seinen Atem erfrieren liess, schwitzte er.
Die Hand an die blutende Wunde gepresst, ging er direkt in die Küche.
Nur schemenhaft nahm er die umherliegenden Möbelstücke wahr, er musste seine Wunde versorgen, sonst würde er sterben.
Er liess sich neben den Tresen nieder, lehnte sich an diesen und atmete erschöpft ein und aus.
Seine Kräfte waren am Ende, der Schmerz zerrte förmlich an ihn, gepaart mit der Verzweiflung von dessen, was geschehen war.
Hätte er sie wirklich getötet? Wäre der Dolch vielleicht in ihre Brust hinein geraten, wenn Sarah nicht selber zu ihm sprach?
Niemals könne er es sich verzeihen, wenn er ihr Leid zufügen würde.
Er lehnte den Kopf gegen den Tresen, schloss kurz die Augen. Vielleicht sollte es so sein...er sollte nichts tun...und einfach hier sterben.
In jenem Anwesen, in welchem vor so vielen Jahren noch glückliches Kinderlachen und eine ebenso glückliche Familie lebte.
Er war eine Gefahr für die, die er liebte...er wusste nicht, wie weit es noch gehen würde...was geschehen mag, beim nächsten male.
Ja...einfach das Blut fliessen lassen, ruhig atmend und auf das Herz hörend, dass langsam seine Schläge in immer späteren Abständen pulsieren lässt.
Sarah und Hudgarr würden seinem blutenden Ross folgen, es würde noch dauern, bis Sie hier wieder eintreffen...bis Sie dann seinen Leichnahm finden mögen.
Er war schon soweit, diesen Weg als einzigen Ausweg zu akzeptieren, als er plötzlich die Tür vernahm, Schritte durch das Nebenzimmer.
Er öffnet die Augen, lauscht...konnten Sie es doch schon sein? Vermochte er es doch nicht, seiner Schwester Einblicke in sein inneres zu verwehren?
Doch dann die Stimme...so vertraut...wie Balsam auf seine Gedanken, die verrückt zu spielen schauten.
Verdania kam schnell in die Küchem ihr Blick sprach tausend Bänder, mehr aber, als Sie erkannte, dass die Wunde von Malachai selbst zugefügt wurde.
Sie musste es nähen...sollte er gerettet werden, läge es in ihrer Hand.
Er wusste, was für eine Bürde er ihr auferlegt hatte, er hasste sich dafür, Menschen in solche Situationen zu bringen...doch ebenso vertraute er ihr Blind...wissend, sie ist eine starke Frau und würde es schaffen.
So ging Sie ans Werk, sein Schmerz wurde nur durch anderen Schmerz übertroffen...selbst wenn es nicht die erste Wunde ist....und wie es scheint auch nicht die letzte sein wird und er sich sogar in einer Schlacht zu Zeiten der Eisenwart selbst vernähen musste...gewöhnen konnte man sich wirklich nie daran.
So hievte Sie ihn auf und schleppte ihn die Treppen in den Keller hinab, säuberte ihn vom Blut am Körper und liess sich auf die Felle vor dem Kamin nieder. Sie legte sich neben ihn hin...sie sprachen...sie wollte wissen, was geschah und Malachai öffnete sich förmlich.
Er fühlte sich wie ein Buch, aus dem diese Frau frei lesen konnte...doch es tat gut. Ein Buch muss auch gelesen werden, es ist seine Existenz und sein Bestreben in diesem Leben, Wissen zu vermitteln...und es war an der Zeit, dass jemand ihn als ein sehr altes Werk zur Hand nahm, öffnete und seine Geschichte erfuhr.
Wieder dieser Seelenbalsam, wieder dieses Gefühl der Geborgenheit...diese Gedanken, die er vorher hatte...sein Leben zu beenden...es schien, als hätte seine alte Freundin sie erhöhrt und griff Sie nun auf...
"Möchtest du noch weiterleben?"
So eine einfache Frage, so eine große Wirkung. Natürlich versuchte er sich durch Phrasen herauszureden, nicht fähig, eine klare Antwort zu geben...immer im Hinterkopf, zu sterben, um die, die er liebte zu beschützen.
Doch niemals hatte er sich eine Wahl gestellt...niemals selber gefragt, ob er Leben möchte...oder ob er den Weg von sovielen Menschen, die er verloren hatte, ebenfalls gehen würde.
Er überlegte, was er hatte....sofort fiel ihm Sarah ein...ein leichtes lächeln bildete sich auf den Lippen, wie ein Traum sah er Bilder...sie lachend...glücklich...
Wie sie in strahlend weißem Kleide einen langen Weg entlang geht, zu allen Seiten Gäste, die sich über ihre Schönheit ausliessen, Tränen wegwischend...
ein mürrisch wirkender, in schwarz gekleideter Mann, der ihren Arm hält...er selber...und am Ende des Ganges die Hand von ihr einem anderen Manne reichte....Hudgar...
wie Sie eine Familie wurden....voller Glück...mit Kindern....seinen Neffen und Nichten...wie Sie alt werden würden...
Er will es erleben...sovieles will er noch erleben. Mag sein eigenes Glück ihn verwehrt werden, mag er noch Hundert Jahre in der einsamen Nacht eine Träne für die verbliebenden vergiessen, er will das Glück der anderen mit jenen teilen, daran teilhaben und so seine Leere ersetzen.
Ja...er wollte leben.
Es war verrückt, in all den Jahren, hat ihn bisher nie einer diese einfache Frage gestellt...dabei hat Sie ihm so sehr die Augen geöffnet.
Er will leben...und es wird Zeit, dass er um sein Leben kämpft.
Er spürte, wie er sich menschlich fühlte in ihrer Anwesenheit...welch Erleichterung er hatte, sich nicht verstellen zu müssen...auch vor ihr Schwäche zeigen zu können.
Er war hier kein Anführer...er war kein großer Bruder...nein...er war nur Malachai.
So lockerte sich die Stimmung, der körperliche Schmerz war wie weggebracht...er genoss ihre Anwesenheit so sehr...
Sie sprachen über die vielen Narben, die seinen Körper zeichneten, er erzählte ihr von jener prägnanten am Auge...welche Bedeutung sie hatte.
Sie sprachen auch über ihre Sorgen...er sagte ihr die Meinung...das er Siran sehr mochte, er aber ein Idiot sei, solch eine wunderschöne, starke und eigenständige Frau so zu vernachlässigen.
Malachai selber hatte dabei nur im Kopfe, dass er wusste, wie sehr es einen Leiden lässt, wenn man alles verliert, was man hatte und es vielleicht nicht wertschätzte, wie man es tun sollte.
Das Siran alles hatte, was Malachai verloren hatte...und nun dabei ist, es zu verlieren.
Ja...es war merkwürdig...als er Verdania in die Augen blickte...sie dann einmal fest in den Arm nahm.
Er sehnte sich so sehr danach...es rief ihn im Kopfe zu...er hatte Verdania so gerne....mehr...als nur gerne...und er weiß, er hätte es stoppen sollen...er hätte nie soweit gehen dürfen.
Sie würde darunter nur mehr leiden...er würde etwas entreissen, was er verloren hatte...etwas bewusst ausseinander bringen, was für ihn das wichtigste war...eine Familie zerreisen...
Und dennoch...sein Herz pochte, sein Kopf wurde nur von diesem einen, schönen Gedanken begleitet, als er sich seine alte Freundin ansah...wie sie ihn anlächelte, ihre Augen ihn förmlich verzauberten, eine Strähne über das Gesicht lag und selbst das Blut an ihrem Kleid jene Schönheit nur eine farbliche Nuance gab, die das Bild perfekt machten.
Er durfte es nicht tun...doch er hat es getan...und soviele Fragen hämmerten ihn durch den Kopf, als er Sie fest an sich zog, die Arme um sie gelegt hatte, so dankbar, dass Sie da war...das Sie für ihn da war...
Die Angst, die Freundschaft nun zerstört zu haben...diese Verbindung der beiden, langjährigen Freunde zerrissen zu haben....sovieles durch den Kopf...während sein Herz nur eines sagte: "Es war wunderschön."
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Gast

Beitrag von Gast »

Lange lag sie in seinen Armen, in ihr spürte sie ein wunderschönes Gefühl. Durch ihren Kopf kamen rasch die nächsten Gedanken. Was hatten sie getan? Wie konnten sie ihre Gefühle nur zulassen? Sie war doch mit Siran zusammen. Sie blickte zu Malachai. Etwas sprachlos und doch strahlten ihre Augen nach einer langen Zeit wieder auf. Sie fühlte sich bei ihm sehr wohl. Sie konnte bei ihm einfach sie selbst sein. Ihre Hand lag weiterhin auf seinen Oberkörper uns sie spürte wie sein Herz pochte. Es hätte genauso gut ihres sein können hätte er seine Hand auf ihre Brust gelegt. Ihre Mundwinkel hoben sich doch beiden war wurde klar das dieser Moment, viele Probleme mit sich bringen würde. Sie sagte ihm „ Ich muss mit Siran reden!“ Was danach passiert wusste sie in diesen Moment noch nicht. Doch sie wusste das dies Konsequenzen mit sich ziehen würde. Doch dies warme Gefühl wollte sie nicht verlieren. Sie brauchte ihn an ihrer Seite.

Doch konnten sie etwas für ihre Gefühle? Hätten sie die Kraft sie nach diesem Moment das noch zu unterdrücken?

Malachai flüsterte ihr zu „Ich werde immer bei dir bleiben, egal was nun passiert. Ich werde auf dich warten.“

Mit seinen Worten gab er ihre das Gefühl, sie musste schnell etwas unternehmen. Sie umarmte ihn noch einmal und sprach zu ihm „Ich werde nun zu Siran gehen und ihm meine Gefühle erzählen.
Malachai lag weiterhin auf dem Fell und atmete schwer durch, doch nickte er ihr zu.
Es war ein schwer Gang die nun auf ihm lag, dies wusste er.
Als sie ihm dann los ließ und die Treppe hoch ging, richtete sie ihre Kleidung und machte sich auf den Weg nach Bajard. Nach einer kurzen Auseinandersetzung von Rahal, konnte sie mit Siran reden. So gingen sie an einen ruhigen Ort und Verdania schaute ihn bedrückt an.
„Ich muss dir etwas erzählen“ versuchte sie das Gespräch einzuleiten. Siran schaute sie noch mit einen glücklichen Gesicht an, doch dies würde sich bald ändern wenn er wüsste um was es ging. Sie versuchte ihm es ruhig und vernünftige zu erklären. Das sie Gefühle für einen anderen Mann hätte. Siran verstand es zu erst nicht doch sein Blick wurde nach und nach traurig. In ihr stieg dabei schon ein schlechte Gewissen hoch. Vor ihr saß der Mann den sie geheiratet hatte. Mit dem sie eigentlich für immer zusammen sein wollte. Und langsam wurde ihm auch klar das sie es wohl recht ernst meinte. Sie redeten noch lange und sie versuchte fast gegen ihre Gefühle anzukämpfen. So beschloss sie alleine oben im Haus zu verweilen. So könnte sie in Ruhe überlegen wie es nun weiter gehen wird. Doch auch in den Tagen und Nächten sehnte sich ihr Herz nach Malachai. In ihren Tagesträumen sah sie ihn, wie er sie in die Arme nahm und sie einfach festhielt.
So beschloss sie nach Bajard zu gehen und nochmals mit Siran zu reden. Am Gesellschaftshaus angekommen saß er und Bastian am Kamin und führten ein Männergespräch. Siran sah recht fertig aus. Anscheint hatte er sich auch noch eine Erkältung eingefangen. Bastian freute sich natürlich seine Mama zu sehen und kam auf sie zugelaufen. Beide umarmten sich liebevoll. Doch ihr Blick haftete an Siran. Der nur mühselig auf die Beine kam. „Wir wollen nach Berchgard zum Markt“ sprach er etwas kraftlos ehe er etwas zusammen sackte. Sie lief zu ihm um ihn aufzufangen. Ließ ihn auf den Stuhl nieder und schüttelte den Kopf. „So geht ihr nicht los. Du bist krank und gehörst ins Bett.“ Sirans erhob sich und setze seinen Dickkopf durch. Er wollte tatsächlich in seinen Zustand mit Bastian nach Berchgard. Kopfschütteln hielt sie ihn auf. Anscheint war Siran schon klar warum sie da war. Ebenso schien es ihr so als hätte Siran schon für sich eine Entscheidung zu treffen. Er hat fast alles um ihr mehr Gründe zu geben, das sie gehen könnte. Nach langem Reden lag er dann doch fast schon bewusstlos im Bett. Bastian und Rothran machten sich auf den Weg nach Berchgard.

Verdania nahm noch einen Termin im Dorf war, doch eigentlich hätte sie gar nicht hin gehen sollen. Ihre Gedanken wanderten nur um einen herum. Sie konnte sich nicht einmal auf das Thema konzentrieren. So bat sie die Frauen, es doch alleine in die Hand zu nehmen. Sie wäre heute nicht in der Lage etwas zu machen. Etwas besorgt schauten beiden Frauen zu ihr und nickten dann etwas. In diesen Moment stand die Entscheidung für sie fest.

Mit schnellen Fusse machen sie sich auf den Weg an den geheimen Ort, da wo Malachai auf sie warten würde. Nach dem sie fast angekommen war, stieg ein warmes, schon fast schmetterlingshaftes Gefühl in ihren Magen. An den Gedanken ihn leicht wieder zu sehen. Sie blieb kurz stehen und atmete durch. Dann an dem Häuschen angekommen sah sie ihn auch schon wartend stehen. Er kam rasch auf sie zu und umarmte sie. Sie drückte ihn fest an sich und flüsterte das sie sich entschieden hatte.

„Ich möchte bei dir bleiben.“0

Seine Augen strahlten so glücklich auf und drückte sie noch einmal fester an sich. Er war anscheint genauso glücklich wie sie. Nun stand der Mann für den sie so große Gefühle hatte vor ihr. Er blickte ihr tief in die Augen und fragte leise.

„Dürfte ich dich nun Küssen“

Ihre Mundwinkel heben sich und leise sprach sie zu ihm.

„Ich bestehe sogar darauf.“

Ganz vorsichtig näherten sie sich ihre Lippen an seine und legten sich zärtlich auf jene. Das Herz sprang vor Glück auf. Seine Arme drückte sie fest an seinen Körper als wollte er sie nie mehr los lassen. Sie nahmen dann noch einmal in diesem kleinen Hütte platz und sprachen noch eine weile. Wie sie es sonst auch taten. Dabei hielt sie seine Hand fest und konnte es kaum glauben das sie nun bei ihm sei. Natürlich gab es für beide noch einiges zu überstehen, das war beiden klar. Doch gemeinsam würden sie es schaffen. Die Dunkelheit legte sich langsam über den Wald und über die Hütte und sie machten sich auf den Weg. In seinen Haus angekommen, nahmen sie auf dem Fell am Kamin platz. Dort hatten sie Ruhe und Malachai holte eine Weinflasche heraus um auf das Glück anzustoßen. Sie lächelte ihn an.

„Ich glaube du möchtest du mein rotes Näschen sehen.“

Er schmunzelte sie an. „Ich mag dein rotes Näschen“ So reichte er ihr eins mit Rotwein gefülltes Glas und stießen an. Nach und nach redeten sie über alles was ihnen auf den Herzen lag. Die Flasche wurde dabei rasch leer. Bis sie ihre Gläser zur Seite stellten und sich hinlegten.

„Möchtest du heute nach bei mir bleiben“ fragte er sie leise und sie nickte ihm zu.

Er nahm sie glücklich in den Armen und sie konnte ihren Kopf sanft auf seine Schulter niederlegen.
Sie schloss ihre Augen und mit einen glücklichen Gesicht schlief sie in seinen Armen ein. Malachai streichelte noch lange über ihren Rücken bis er ebenso die Augen ruhig und genießend schloss.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 14. März 2012, 10:36, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Auf den Weg von Malachai zum Gesellschaftshaus fielen ihr eine Sätze ein die sie ihm gerne gesagt hätte. Doch wollte sie sich nicht aufdrängen bei dem wichtigen Gespräch mit Sarah und Hudgarr. So lag sie im Bett neben ihren Sohn und schloss die Augen. Ein warme Gefühl machte sich über sie breit und hörte auf einmal ihre Gedanken zu sich sprechen.

Ein Traum der Hoffung

"Wenn alle Stricke reizen, kannst du es nicht sehen.
Wenn niemand dich verstehen kann, kann ich dich verstehen.
Auch wenn du von der Spur kommst und sich alles um dich dreht,
will ich dein Anker sein und dein Kummer nehmen.
Vergiss den Regen und die Zeit.
Ich bin die Strömung, die dich treibt.
Lass mich dein Feuer sein,
lass mich den Engel sein,
der dich beschütz.
Lass mich dein Funkel sein,
lass mich deine Liebe sein,
die dich stützt.
Auch wenn ein Traum platzt und der Glaube dich verlässt.
Steh ich an deiner Seite und hol dich zurück."


Mit einen lächeln öffnet sie ihre Augen. Dies hätte sie ihm wohl am gestigen Abend gerne gesagt. So streichelt sie ruhig und behutsam ihren Sohn über den Kopf und stand auf. Ging hoch in die Küche und machte schon einmal das Frühstück für den Wurm fertig.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 14. März 2012, 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Ruhig lag Malachai auf den Fellen, den Blick neben sich legend.
Leise atmend, Sie zu spüren, ihre Haut an seiner, ihren ruhigen Atem auf seinen Häärchen wahr nehmend, ihr Haar auf seiner Schulter, gestützt durch den Kopf der da lag.
Ihre sanften, roten Lippen, einen kleinen Spalt geöffnet, die Augen verschlossen.
Sie schlief so friedlich und er konnte nicht anders, als Sie nur anzusehen, diese Nähe so sehr zu geniessen.
Er dachte zurück, entsann sich an der Leidenschaft, die beide miteinander teilten an jenen Abend. Er lächelte sanft, der Gedanke alleine liess sein Herz wie wild pochend, so wild, dass er dem Atem anhielt, glaubte er, sie würde dadurch erwachen.
Er liebte Sie...er sagte es ihr...doch dies war nicht das schöne...nein, der Traum an dieser Geschichte, dass unvorstellbare...sie erwiederte es.
Es reichte ihm, Sie nur anzusehen, um alle Sorgen zu vergessen...als wäre nie etwas schlimmes geschehen, als würde die Welt harmonisch und friedvoll die Zeit verstreichen lassen.
Vorsichtig hebt er seine Hand, ihr sacht durchs Haar streifen und diese dann sanft auf ihre Wange legen. Ein kleines Lächeln der schlafenden Schönen neben sich, ein größeres von Malachai.
So oft sprachen Sie sich zu, dass Sie es nicht glauben konnten, dass nach all den Jahren Sie zueinander fanden, dass es wirklich wahr werden konnte...dies keine Illusion war...
Er spürte Sie...ihren Körper...und ihre Liebe...und Sie reflektierte nur, was er für Sie empfand.
Heilbalsam für seine Seele.
Der Schattenlord dachte oft, er verstünde die Welt...skepsis schien sein Mittel gegen alles zu sein...doch hatte er in seiner Verbitterkeit und seiner Sturheit eines verlernt: zu fühlen...zu verstehen und zu akzeptieren.
Er war bereit, seinem Lebenswillen auf Wiedersehen zu sagen, glaubte, es solle so sein, dass er litt...als Strafe für seine Taten...
Doch als die Dunkelheit ihn fast verschlungen hatte, tauchte dieses eine Licht auf...ebenso umhüllt von Trauer und Unzufriedenheit...
Und sie berührten sich, verbanden, was immer verbunden werden sollte und jenes Licht begann zu erstrahlen...so sehr, dass es alle Zweifel verbannte und die Dunkelheit aus ihrem Leben entriss.
Sollte die Welt nun ihr Ende finden, würde Malachai nur damit Trauern, wenn er im letzten Atemzug nicht bei ihr wäre..doch...und wieder schlug sein Herz...dass die beiden jemals voneinander getrennt wären...für ewig, war ein Gedanke, der in seinem Glauben an das, was er für Sie empfand, keinerlei Existenz hatte.
Er drückte sie noch ein wenig an sich, atmete seufzend leise aus.
Sie hatte soviel gutes für ihn getan...der Gedanke sprang zu seiner Schwester...und Hudgarr...seinem nun...er atmete durch, ehe er den Gedanken weiter fasste...zukünftigen Schwager.
Früher, hätte er nie seinen Segen ausgesprochen...früher hätte er sich von Angst zerfressen lassen...wie noch vor einiger Zeit...
Er hätte versucht, es zu verhindern oder zumindest, alle Absicherungen zu treffen, damit Sarah kein Leid zugefügt wurde...nicht noch einmal...
Doch als diese Frage kam, ging er mit Verdania hinaus...sie nahm seine Hand, er spürte ihre Wärme...ihr sanftes Lächeln und der Blick in die Augen, in welchen er sich verlieren konnte...
Er spürte dieses Glück...und er erkannte durch Sie, dass es das Glück ist, was er so sehr Sarah wünschte...
Was wäre er für ein Bruder, wenn er ihr dieses Verwehren würde...er wusste, Sarah würde alle Bindungen reissen, um ihn nie zu verlieren...doch...es war nun Zeit, dass er Sie ziehen liess...ihre Hand in die Hand eines anderen Mannes zu legen.
Sie war eine erwachsene, kluge Frau geworden...und er könnte nicht stolzer auf Sie sein.
So sprach er seinen Segen aus...wissend, er tat etwas, was die beiden nie erwartet hätten...doch erkannten Sie vielleicht noch nicht, dass auch er beginnt, zu lernen und zu reifen...und die Dinge nun mit anderen Augen blicken könnte.
Vorsichtig beugte sich Malachai vor, küsste die Schulter dieser wunderschönen Frau, ehe er seinen Kopf sacht an ihren lehnt.
Ja, es reichte nur, geliebt zu werden, um soviel Erkenntnis zu geben, dass es die Menschen glücklicher machte.
Vielleicht war ihre Liebe so stark, dass Sie es vermochte, in allen die Dunkelheit zu nehmen...zumindest, den Glauben am Glück zu bewahren und zu erkennen, dass man auch kämpfen muss für eben jenes.
Er entsann sich immer wieder an den Moment zurück, als Sie ihn an ihrem geheimen Orte aufsuchte, sein Herz wie wild schlug und seine Gedanken schwer zu ordnen war.
Wie er von der Angst beherscht wurde, sie würde ihn sagen, sie bliebe nicht bei ihm...würde sich anders entscheiden.
Wäre es so gekommen, er hätte Sie gehen lassen, egal, ob sein Herz für immer verband worden wäre...sie glücklich zu sehen, wäre sein einziger Wille gewesen.
Doch er glaubte es kaum, als Sie sich anblickten, er sich vorbeugte und Sie ihren ersten Kuss hatten...als Paar...voller Leidenschaft und Hingabe...
Mochten Dinge an ihnen noch nagen, es spielte in dem Moment keinerlei Rolle, es war nichtig, nur dieser Augenblick der Verbundenheit, besiegelt durch das sanfte aufdrücken ihrer Lippen aufeinander, zählte.
So kuschelte sich Verdania, im schlafe versunken, weiter an ihm, er hielt Sie fest und schloss die Augen langsam.
Sie haben einander gefunden...und würden nie wieder loslassen..
Morgen früh, wenn er erwachte, würde er Sie sehen...und einen neuen Tag beginnen mit ihr...mit der Frau, die er liebte...und für die sein Herz schon immer pochte.
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Gast

Beitrag von Gast »

Verdania schlief bis zum Morgengrauen in Malas Armen, als sie aufwachte, bewegte sie sich nur vorsichtig um ihn nicht zu wecken. Langsam und behutsam kroch sie aus dem schönen weichen Bett und griff nach ihren Sachen.

Sie ging mit ihnen nach oben und zog sich an. Es war recht ungewohnt nicht in der Herberge aufzuwachen. Doch Anne und Bastian würden schon auf sie warten. So eilte sie schon rasch hinüber und bereitete ein schönes Frühstück für die Beiden vor. Deckte den Tisch mit lecker Quarkspeisen, warmen Kuchen, Marmelade und Brot. In die Pfanne wurden noch schöne Eier angebraten und ebenso auf den Tisch gestellt.
Der Duft machte sich nun über das Gesellschaftshaus breit und so gelang es euch in die Nase der beiden. Rasch standen sie auch schon an der Tür und eilten an den Tisch um sich über das gedeckte Essen her zu machen. Schmunzelt blickte sie zu den beiden und musste an die vorherigen Abende denken.

Sie stand an Mala seiner Tür und obwohl sie einen Schlüssel hatte, klopfte sie wie gewohnt an die Tür. Er öffnete ihr die Tür und schaute sie mit wunderschönen strahlenden Blick an. Das in ihr schon wieder warm wurde. Es kribbelt in ihren Bauch und sie legte ihm die Arme um den Hals um ihnen einen liebevollen Kuss zu geben.
Kurz darauf klopfte es an der Tür. Etwas erschrocken schaute sie über die Schulter und Mala öffnete nochmals die Tür. Draußen standen Sarah und Hudgarr. Sie wurden hinein gebeten und Verdi stand etwas ruhig an der Seite. Etwas verlegen schaute sie zu den beiden. Es war für sie alles noch etwas ungewohnt.
Doch Sarah hatte wohl etwas auf dem Herzen und so nahmen die vier am Tisch platz. Sarah zögerte nicht lange und fing gleich an zu bereiten was ihr auf dem Herzen lag. Verdi nahm Mala seine Hand, er wurde schon wieder etwas unruhig und so streichelte sie ihn über den Handrücken um ihn weiterhin zu beruhigen. Er scheint trotzdem etwas aufgebracht zu sein und nach Sarahs Worten wohl auch fast nachvollziehbar. Doch er hatte nun seine Antwort bekommen. Man wechselte irgendwann das Thema und irgendwer kam auf Kinder zu sprechen. Wenn man Verdi angesehen hätte, hätte man gemerkt das es ihr recht unangenehm war über so etwas zu sprechen. Sie blickte zur Seite und auch Mala schien es recht unangenehm gewesen zu sein. Das Liebespärchen gegenüber schmunzelten sich nur eins und Verdi hatte da so einen Verdacht, wollte aber nichts weiter sagen.
Nach einer geraumen Zeit wollte sie aufbrechen. Bastian war mit Anne alleine in dem Gesellschaftshaus. Er wollte sie gerade vor die Tür bringen als Hudgarr ihn frage wann er sich mit Sarah verloben könnte. In Malachai steigt schon wieder so ein wenig Zorn oder Wut auf. Doch sagte er erstmal nichts und brachte Verdi hinaus. Ihm war es anzumerken wenn er wütend wurde und so nahm sie seine Hand, schaute ihn in die Augen und meinte.

„Sie hätten genauso das Glück verdient wie wir.“

und wenn er seine Schwester nicht verlieren würde dann gibt er ihnen den Segen, glücklich zu werden. Es fiel ihm deutlich schwer, doch gab er ihr noch einen zärtlichen Kuss und ließ sie gehen. Er wandte sich langsam wieder zur Tür.

Am nächsten Tag kam Mala zum Gesellschaftshaus und erzählte er ihr das er seinen Segen gegeben hätte. Doch das Hugdarr nun wohl eine dicke Backe hätte. Erschrocken sah sie ihn an aber sagte dazu nichts weiter. Eigentlich wollten sie in eine Taverne gehen doch als sie dort ankamen war es schon recht voll und so kaufte er nur einige Flaschen und gingen wieder zum Haus zurück. Dort hatte er ihr etwas zu zeigen. Ein wunderschönes weiches Bett mit einer traumhaften Beleuchtung befand sich im Raum. Sie war es eigentlich gewohnt auf dem Fell zu schlafen doch gegen ein so kuscheliges Bett hatte sie nichts einzuwenden. Beiden legten sich hinein und wie ein Zauber schliefen sie nach einen kurzen Gespräch auch schon Arm in Arm ein.
Zuletzt geändert von Gast am Montag 19. März 2012, 19:19, insgesamt 1-mal geändert.
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