Zusammengesunken hockte die vermummte Gestalt an einem einfachen Holztisch, der nur spärlich von einer Kerzenflamme illuminiert wurde.
Behandschuhte Finger fuhren über eine vergilbte Karte auf der mehrere Orte mit roten Kreuzen markiert wurden.
"Herrin, es kann beginnen."
Die Gestalt nahm ein einfaches Pergamentblatt zur Hand und fügte einer ganzen Reihe von Stichwörtern ein weiteres mit einem Kohlestift hinzu.
Mehr Sprengstoff
Dann erhob sie sich und begann einen ledernen Waffengurt mit beidseitig geschliffenen Dolchen jeder Größe auszustatten und nahm eine versiegelte Nachricht vom Tisch.
Der Mitspieler musste nun darüber informiert werden, dass ein bereits äußerst interessantes Ziel gefunden wurde. Vielleicht hatte er ähnlich positive Nachrichten zu überbringen.
"Ich werde euch nicht enttäuschen Herrin ... diesmal nicht."
Die Gestalt sprach leise, fast bedauernd, während eine einzelne Träne unter dem Schatten der Kapuze heraus auf den staubigen Fußboden tropfte.
Es wurde Zeit abzurechnen.
Der Auftrag
-
Die Chimaere
Nachdem der Mitspieler das Haus verlassen hatte, saß er noch lange an Ort und Stelle und starrte auf die von ihm angefertigte Zeichnung des Gebäudes. Ja, sie hatten einen Glückstreffer gelandet. Das Ziel war perfekt.
Zwar würden sie an Ort und Stelle noch Erkundigungen einholen müssen - der Plan selbst aber war bis jetzt wasserdicht.
Auch der erfolgte Überfall war denkbar glimpflich abgelaufen. Sie waren nun im Besitz eines Teils der Tarnung.
Dennoch wurde sein Gemüt von Zweifeln belastet, stand doch die schwierigste Aufgabe noch zur Diskussion.
Brandsätze, Kanonen, all dies wäre zu laut und zu auffällig. Ganz zu schweigen von der nicht einfach zu verschleiernden Beschaffung. In Gedanken hatte er bereits eine abnormale, fantastisch anmutende Konstruktion geschaffen, die jedoch den realen Bedingungen vor Ort nicht würde standhalten können. Sie würden es eben vielleicht auf die alte, herkömmliche Art und Weise machen müssen. Ketten, Zugpferde, Feuer und Chaos. Er freute sich bereits auf diesen Teil, liebte er doch das Chaos. Nicht umsonst hatte er seiner Herrin geschworen ihren Feinden einen Vorgeschmack auf den schleichenden Untergang von scheinheiligen Worthülsen wie Moral und Anstand zu gewähren.
Daraus folgte, dass sie ohne jeden Zweifel auch über Leichen gehen mussten.
Notwendige Opfer für meine Herrin ...
Bis es jedoch endlich soweit war, gab es noch ein paar wichtige Dinge zu erledigen. Das nächste was er tun musste, war das Umfeld der Geisel auszukundschaften. Nichts durfte ihm entgehen, oder sie würden auf eine andere Person umsteigen müssen. Das wiederum würde aber den Zeitplan durcheinander werfen und er hasste nichts so sehr wie Verspätungen. Allgemein waren ihm ausgeklügelte Pläne zuwider, denn tatsächlief lief meist alles anders ab als geplant. Dieser hier war ausnahmsweise notwendig - es gab zu viel zu verlieren.
Langsam erhob er sich und löste die Riemen der eng anliegenden Lederrüstung.
Nachdem er dann erneut in die Rolle seiner Tarnung erster Wahl geschlüpft war, verließ auch er das Haus in Richtung Bajard.
Zwar würden sie an Ort und Stelle noch Erkundigungen einholen müssen - der Plan selbst aber war bis jetzt wasserdicht.
Auch der erfolgte Überfall war denkbar glimpflich abgelaufen. Sie waren nun im Besitz eines Teils der Tarnung.
Dennoch wurde sein Gemüt von Zweifeln belastet, stand doch die schwierigste Aufgabe noch zur Diskussion.
Brandsätze, Kanonen, all dies wäre zu laut und zu auffällig. Ganz zu schweigen von der nicht einfach zu verschleiernden Beschaffung. In Gedanken hatte er bereits eine abnormale, fantastisch anmutende Konstruktion geschaffen, die jedoch den realen Bedingungen vor Ort nicht würde standhalten können. Sie würden es eben vielleicht auf die alte, herkömmliche Art und Weise machen müssen. Ketten, Zugpferde, Feuer und Chaos. Er freute sich bereits auf diesen Teil, liebte er doch das Chaos. Nicht umsonst hatte er seiner Herrin geschworen ihren Feinden einen Vorgeschmack auf den schleichenden Untergang von scheinheiligen Worthülsen wie Moral und Anstand zu gewähren.
Daraus folgte, dass sie ohne jeden Zweifel auch über Leichen gehen mussten.
Notwendige Opfer für meine Herrin ...
Bis es jedoch endlich soweit war, gab es noch ein paar wichtige Dinge zu erledigen. Das nächste was er tun musste, war das Umfeld der Geisel auszukundschaften. Nichts durfte ihm entgehen, oder sie würden auf eine andere Person umsteigen müssen. Das wiederum würde aber den Zeitplan durcheinander werfen und er hasste nichts so sehr wie Verspätungen. Allgemein waren ihm ausgeklügelte Pläne zuwider, denn tatsächlief lief meist alles anders ab als geplant. Dieser hier war ausnahmsweise notwendig - es gab zu viel zu verlieren.
Langsam erhob er sich und löste die Riemen der eng anliegenden Lederrüstung.
Nachdem er dann erneut in die Rolle seiner Tarnung erster Wahl geschlüpft war, verließ auch er das Haus in Richtung Bajard.