Er wusste nicht einmal warum sein Herz so schlug als er die alte Dame sah ...
Unscheinbar und doch so voller Güte, strahlte sie das aus was sie war.
Die Heiligkeit.
Demütig verneigte er sich vor ihr, senkte sein Haupt vor ihr, und unwillkürlich hörte er ihre Letzen zu ihm gesprochenen Worte in sich. Ob er sicher war welchen Weg er folgte.
Es war keine Beschuldigung gewesen. Eher ein Hinterfragen das er sich sicher zu sein hatte.
Er war sich sicher. Temora kannte seine Seele.
Gemeinsam gingen sie in die kleine Kapelle, in der geladen war.
Die Allianzler bildeten ein Spalier, durch das die Heiligkeit schritt um sich dann vor dem Schein zu verneigen.
Er tat es ihr gleich und blieb dann zwischen Angelina und Zeron stehen.
Er warf seinem Knappen einen kurzen Blick zu.
Ja, der junge Mann war bald soweit. Besonnen sein Denken das sein Handeln bestimmte, und es gab kaum noch etwas das man ihm beibringen konnte.
Als die Heiligkeit mit ihrer Predigt begannen, ließ er alle fremden Gedanken von sich abfallen.
Ließ ihre Worte in sich wirken und versuchte sie zu verinnerlichen. Oftmals in dem er leise die Gebete wiederholte, mitsprach die sie lehrte.
Als die untergehende Sonne ihr strahlendes Licht in die Kapelle war, und dazu noch der Gesang eines Vogels die Stille durchbrach war es als tauche dieses Licht alles in ein Strahlen und war der Gesang des Vogels die Freude über den Glauben den sie just in diesem Moment lebten.
Sie verhielten in ihrem Gebet und erst als der Vogel geendet hatte, fuhr auch die Heiligkeit in ihrem Gebet fort.
Wie immer predigte die Heiligkeit mit Herzblut, und als sie geendet hatte, war lange Zeit Stille.
Erst jetzt verließen sie gemeinsam die kleine Kapelle der Allianz, erneut ein Spalier bildend durch das die Heiligkeit schreiten konnte um dann zur neu gebauten Adlerfeste herüber zu gehen.
Erneut nahm sich die Heiligkeit Zeit das neue Hauptgebäude der Allianz mit Worten und Segen zu weihen, auf das sie stand h alten würde, jeglicher Gefahr, und ein Heim sein würde für jene die unter der Gemeinschaft der Allianz lebten.
Als sie endete, überreichte sie Rafael eine kleine Schatulle, in denen zwei in Adlerform gesegnete Steine lagen.
Weihepunkte wie Rafael es gelernt hatte.
Er bedankte sich bei Alyssa als diese sich verabschiedete.
Ihre Zeit war knapp bemessen.
Rafael ließ die Heiligkeit noch ein Stück begleiten, dann setzte er die gesegneten Steine in den Boden des Versammlungsraumes ein.
Gegenüberliegend je einen Stein, damit diese den Raum umfassten.
Sie würden stehen für das was sie ausmachten.
Der Glaube, die Hoffnung und das Licht.
Für Reich und Temora.
Sie waren das Schild und das Schwert, und Rafael hoffte inständig das es beim Schild bleiben konnte. Der Frieden war gerade erst zurück gekehrt in die Landen, doch die Finsternis schlief nur. Dessen war er sich sicher.
Alatars Schergen... waren im Moment kaum Ernst zu nehmen. Mochten sie auch mit dem Falle Varunas einen herben Schlag gegen das Licht erlangt haben, so versanken sie nun nur noch in schnöde Reden ob des Guten ihres Tuns, da sie doch so viel mehr hätten tun können.
Kra'thor war es der ihm im Moment mehr zum Grübeln brachte.
Er hatte sich gezeigt. Hatte seine Horde Untoten in eine Schlacht geworfen die nur durch die Hilfe und der Macht der Heiligkeit, Temoras, gewonnen werden konnte
Doch Rafael war sich sicher ... er würde wieder kehren.
Jetzt da er sich scheinend der Kontrolle Temoras entzogen hatte, würde er nichts unversucht lassen. Er würde warten bis er wieder zu Kräften kam und wiederkehren.
Im Moment jedoch... konnten sie nur warten und hoffen...
Und derweil die Macht Kar`thors schmälern, in dem sie die Seelen der Untoten, die in den Gewölben zu finden wahren, befreiten.
Temora würde diesen Seelen sicher vergeben.