Schmerz ist ein seeliger Begleiter

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Nazhyr Narganoth
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Schmerz ist ein seeliger Begleiter

Beitrag von Nazhyr Narganoth »

Die Fensterläden der Taverne klapperten unruhig im Wind, welcher durch die etlichen brüchigen Stellen und Ritzen immer wieder unheimliche Geräusche hervorbrachte. Fast fordernd gab der junge Krieger nur eine knappe Antwort von sich. Nazhyr, schloss einen Moment die Augen, er wusste das es nun Konsequenzen haben würde. Die Macht der sich sein Bruder bediente war groß und es war nicht schwer zu spühren wann er sie einsetzte. Immerhin durchströhmte sie das selbe heilige Wort ihres Herrn und die selben wispernden Stimmen hallten in ihren Köpfen.

"Ein aufrichtiger Glaube wird durch Qual und Strafe alleine niemals gebrochen, was bleibt ist der Schmerz als Teil deiner Seele." N.N.

Nazhyr öffnete seine Augen und richtete den Blick auf Drakhon, dessen Stab sich in eine Vielzahl kleiner knochenbleicher Spinnen auflöste. Die Spinnen nährten sich mit bedrohlicher Geschwindigkeit dem jungen Krieger und krochen an seiner aschgrauen Kutte hinnauf. Der junge Mann krümmte sich vor Schmerzen und sackte in sich Zusammen. "Das ist mein Glauben" - presste er gequält hervor und doch lag noch ein hauch eines amüsierten Lächelns auf seinen Lippen. "Er gehört Dir Bruder" - Kühl und fast leblos sprach er zu Nazhyr, dieser nickte nur einmal sachte und schritt auf den am Boden liegenden Krieger zu.
Eine verscheuchende Geste löste die Spinnen auf welche zu schwarzer Erde zerbröselten. Mit einem dumpfen Geräusch setzte Er seinen Fuss auf die Schulter des verletzen und trat ihn gänzlich zu Boden. Kurz schweifte sein Blick nach Links, dort verharrte eine Frau, starr vor Schreck. - Noch in diesem Augenblick löste sie sich und rannte davon. Dann schenkte er seinem Opfer wieder die Aufmerksamkeit. "Du willst Glauben erfahren?" - "Dann lerne zu leiden" - Mit diesen Worten zog er seine Rapier hervor und fast in der gleichen Bewegung setzte er einen Schnitt in die linke Wange des vermummten Kriegers. Die Maske zerschliss ein wenig und leicht ran etwas Blut herab. Gequält krümmte der Krieger sich nun erst recht unter den Schmerzen.

"Ich frage Dich nun, soll es so sein das dein Leben dem Glauben zu opfern ist und unser Herr uns diese Gewissheit gibt. - Seist Du bereit zu sterben!?" - Er schrie und seine Worte hallten auch hinnaus in das Abenddunkel. "Ja, so es der Glaube verlangt" - Entgegnete der junge Mann unter sichtlicher Mühe überhaupt zu sprechen. In rasender Geschwindigkeit und mit aller grausamer Macht, raste der scharfe Rapier wie die Guillotine eines Henkers auf den Schädel des Kriegers zu. Ein knirschendes metallisches Geräusch folgte als der Rapier um eine Haaresbreite neben dem Kopf des Mannes in den Boden stieß.

"Glaube ist blinde Hingabe,um zu sehn was sonst verborgen bleibt, um zu leben und dem Glauben ein nützlicher Diener zu sein." N.N.
Zuletzt geändert von Nazhyr Narganoth am Mittwoch 11. August 2010, 03:01, insgesamt 4-mal geändert.
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