Zunächst einmal wollte ich mich nochmals für die freundliche Aufnahme der Bürger in Bajard bedanken und möchte versichern, dass es nicht ohne Dankesgesten bleiben wird. Ich bin über die offenen Arme sehr erfreut. Doch schreibe ich Euch aus einem nicht sehr erfreulichen Anlass.
Wiederholt werde ich von Rabendienern verfolgt und wurde dadurch schon mehrmals verletzt. Ich hatte zweimal das Glück, dass jemand da war, der mich vor ihnen beschützt hatte, doch beim dritten mal war weder eine Wehr da, noch schritten die besucher ein, als ich am Boden lag und mit einem Stab traktiert wurde. Die Rabendiener sind hinter mir her, und mir bleibt keine andere Wahl, als Bajard vorerst zu verlassen.
Herr Mandark versicherte mir, alles Mögliche zu tun, um die Wehr zu stärken und damit auch Schutz zu garantieren. Bis es so weit ist, bitte ich Euch, darüber nachzudenken, denn im Moment ist es wirklich sehr schlimm hier, und auch wenn ich am liebsten meine Aufgabe als Heilerin erfüllen würde, ich glaube nicht, dass ich weitere Angriffe auf mich überlebe. Ich muss hier auch an mein Leben denken. Bitte, überdenkt noch einmal, ob es nicht sinnvoller wäre, Bajard ausreichend zu schützen, denn es ist nicht nur das Dorf, das ich mir ausgesucht habe, um dort zu leben, Bajard hat mehr verdient, als nur die Wange hinzuhalten.
Bis es sicherer ist, habe ich mich nach Berchgard zurückgezogen und warte ab. Ich warte, bis es mir wieder möglich ist, sicheren Fuß in dieses Dorf setzen zu können. Schickt bei einer Antwort jedoch bitte einen Boten zur Sumpfinsel, wo ich das Schreiben sicherlich erhalten kann.
Mutter schütze Euch und Bajard ganz besonders.