Fischfutter

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Der Erzähler

Fischfutter

Beitrag von Der Erzähler »

Oh wie sehr Nestor es hasste....nicht war schlimmer als seine herzogliche Hoheit bei wichtigen Terminen zu stören. Und jetzt machte sich der Herzog gerade bereit zur Wildschweinjagd als Nestor in demütiger Haltung zum Pferd des Regenten trat.

"Eure herzogliche Hoheit... Bevor ihr Euch in die Jagd stürzt...ich müsste noch einmal eure wertvolle Zeit in Anspruch nehmen"

"Wenn das Weib wieder mehr Gold haben will Nestor..die Antwort lautet NEIN!"

Der Herzog von Greifenhain saß bereits auf seinem Pferd und hatte den langen Jagdspieß schon unter den Arm geklemmt. Er liebte die Wildschweinjagd..besonders mit dem einfachen Speer.

"Nein Herzog es geht um den Piraten im Kerker..wir haben da ein kleines Problem"

"Ja dann wende dich an die Gräfin von Meerwacht..dafür ist sie doch um Herrgottswillen da!"

"Sie ist ja Teil des Problems herzogliche Hoheit. Beziehungsweise ihr fehlen"

"Ihr fehlen?"

"Ja herzogliche Hoheit..wir können den Piraten nicht einer ordentlichen Verhandlung zuführen..zwei Richter liegen gebeutelt von Krankheiten danieder..und der Dritte wird es nicht rechtzeitig schaffen"

"Ich verstehe...dann mach die Hinrichtungspapiere fertig ich unterschreibe sie wenn ich von der Jagd zurück bin"

"Sehrwohl euer Gnaden"

Nestor wendete sich erleichtert um und wollte gerade gehen.

"Ach Nestor..was genau hat er eigentlich verbrochen?"

"Piraterie Hoheit..und er hat die Gräfin nun .. beleidigt"

"Ach und was hat er zur Gräfin gesagt?"

"Nunja.. sie sei eine dekadente Schl...ange ... und soll sich ihren Hochmut in den Ar...ehm..Rachen stecken Hoheit"

Einen kurzen Moment brauchte es noch dann lachte der einäugige Herzog donnernd auf.

"Das gefällt mir Nestor! Ich würde sagen wir bringen den Kerl nicht gleich um. Die Wache soll dafür sorgen, dass er nicht mehr seinem Handwerk nachgehen kann. Und man soll ihn auf offener See viermal Kielholen. Wenn er das überlebt dann soll er frei sein"

"Sehrwohl Hoheit..Handwerk verhindern..Kiel holen..frei sein"



Etwas später im Kerker von Adoran holt man Vallas Amarth aus seinem stinkenden Loch. Auch gegen seinen Willen wird er in den Folterkeller verbracht werden, wo der Folterknecht schon auf ihn wartet. Da man von der Kraft und Flinkheit des Piraten wusste hat man entsprechend starke Wachen abgestellt welche Vallas auch gleich in eine kniende Haltung zwingen. Der Folterknecht holt ein glühendes Eisen aus dem Kohlenfeuer und tritt lachend damit auf den Piraten zu. Schreie hallen durch den Gefängnistrakt gefolgt von gespenstiger Stille.

"Wir bringen Euch hier den Piraten Herr Kapitän"

Der Kapitän der Reichsfregatte im Adoraner Hafen schaute auf das Bündel zu seinen Füssen nieder. Für einen Moment hatte er Mitleid mit dem Mann. Augenscheinlich wurde er geblendet und sein Gesicht mit einer heißen Flüssigkeit verbrannt. Doch kam kein Klagelaut über seine Lippen während er dort auf den Planken lag.

"Fähnrich Segel setzen und bringt ein Tau"

Vielleicht würde er es ja überleben dachte der Kapitän während er der Arbeit der beiden Seeleute zusah. Obwohl..nein..sie hatten auch nie Gnade mit unseren Seemännern gezeigt und waren vom Rahal im Bunde. Die Schiffe des dunklen Reiches blieben verschont während das Reich Alumenas seine Händler eskortieren musste. Nein Gnade sollte es nicht geben..aber einen schnellen Tod ja das wünschte sich der Kapitän für den Piraten.

Dreimal war der Pirat schon unter dem Kiel entlanggelaufen und lebte immer noch. Ja er blutete aus unzähligen Wunden aber er lebte immer noch. Ein letztes mal sollte wurde Vallas unter den Kiel gezogen..dann spannten sich die Seile so sehr die Matrosen auch zogen. Ein kurzer Gegenruck und das Tau flog frei in die Luft. Man beobachtete das Meer genau doch nirgends stieg der Körper auf. Die Mannschaft begnügte sich damit..sicherlich wird ein Hai ihn gefressen haben.

Kurs Adoran wurde angelegt und man verschwendete keine Gedanken mehr an den Piraten mit den Namen Vallas Armath
Vallas Amarth

Beitrag von Vallas Amarth »

Der Blick war gerichtet auf das Rattenloch in der Mauer. Bei allen Dublonen wie er die Ratte beneidete!
Alles was er die letzten Wochen erlebte war so garnicht das was er geplant hatte. Und jetzt stand ihm
der Märtyrertod bevor. Nicht das es nicht Nobel wäre, doch für seinen Geschmack viel zu früh. Er be-
fühlte sein Auge. Blau und Grün war es, und im inneren hoffte er auf Rache. Rache Bob alles heimzuzahlen.
Aber nicht heute, vieleicht auch nie. Vallas musste Schmunzeln. Bringt man einen Verbrecher in ein
Gefängnis um ihn zu bestrafen, so handelt man irrsinnig. Man bringt den Verrückten nämlich nur nach Hause.
Er fragte sich was seine Jungs machen. Er hatte ihnen befohlen auf der Negro zu bleiben. Es gab keinen
besseren Zeitpunkt als Vallas in Arest zu nehmen. Und das schlimmste war niemand im Lichten Reich wusste,
wie einfach es gewesen war ihn zu verhaften und zum Tode zu verurteilen. Alle seine sonst so fein durch-
dachten Pläne und Vorsichtmaßnahmen hatte er ausser acht gelassen. Wieder lachte er leise in sich hinein.
Ihm klangen die Worte von seinem Vater in den Ohren. Nicht der Stärkste Krieger ist der beste Krieger,
nein sondern der wachsame. Ein Kampf auf Leben und Tod entscheide die Sekunde der Unachtsamkeit. Wie Recht
sein Vater hatte. Die Ratte im Loch wurde unruhig, jemand kam, wieder sein Peiniger und wenn schon er würde
es ertragen.

Die Tür wurde aufgeschlossen und zwei wirklich kräftige Burschen standen dort vor ihm.
"Guten Tag die Herrschaften hätte ich gewusst das ihr kommt hätte ich Tee bereitet" Die Faust des Gardisten
prallte hart ins Gesicht des Piraten. Benommen wurde er eingehackt und durch den Track geschliffen. Vallas
bemühte sich die Augen aufzuhalten, sein Blick fiel auf die Eisentür und das Holzschild mit der Aufschrift:
Redekammer. Vallas hob einen Mundwinkel, eine nette Umschreibung für die Folterkammer. Darin wartet ein
fetter typ mit Lederschürze und einem glühenden Eisen an der Zange. Die Burschen drückten Vallas auf die
Knie. Einer beugte sich zu Vallas hinunter. Dein Glückstag Pirat du wirst nicht getötet, der Herzog lässt
Gnade vor Recht ergehen. Du wirst nur geblendet und Kielgeholt. Vallas fing an zu zappeln und erst als das
Eisen sein Gesicht berührte, kamen Schreie über seine Lippen. Der Schmerz war unendlich als ob Feuer in
seinem Kopf wüteten. Da lag er und der Boden lieh ihm Kälte und Linderung. Er hörte im dumpfen Schmerz
seines Kopfes die Stimme des Wärters. Ich finde nicht das das ausreicht der Bastard ist immerhin Pirat.
Kurz darauf spürte Vallas eine brennende Flüssigkeit auf seiner Haut die sich züngelnd ins Gesicht frass.
Das sieht doch mal besser aus, dokumentierte der Wächter der eine Schüssel mit brennenden Öl hielt.
Vallas verlor das Bewusstsein. Als er zu sich kam war die Luft erfüllt von salziger Luft. Die Möwen
kreischten am Himmel. Er war wohl am Hafen und lag auf dem Deck eines Schiffes. Doch bevor noch Euphorie
aufkam bemerkte er die Stimmen der Matrosen. Kielholen hallte es in seinen Ohren, wie konnte er das nur
vergessen haben.

Die Taue waren an Armen und Beinen befestigt und er merkte wie er über die Rehling zu Wasser gelassen
wurde. Kurz drauf der Befehl des Käptn. Holt rum! Das war der Zeitpunkt an dem Vallas soviel Luft sammelte
wie er konnte. Das Schiff war in einem erbärmlichen Zustand. Muscheln und Tang waren am Rumpf und Schnitten
tiefe Wunden in den trainierten Körper des Piraten. Doch troz der Schnittwunden konzentriete sich Vallas
auf die Luft in seinen Lungen. Er hatte soviel Zeit auf See verbracht er kannte um die Tücken des Wassers.
Er musste durchhalten... und dreimal hatte er es schon überstanden. Doch dann verhedderte sich das Tau,
kein vor kein zurück und die Luft wurde knapp. Ihm schwanden die Sinne aber nicht die Luft. Hände griffen
ihn und zogen ihn in die Tiefe. Lippen pressten sich auf seine und seien Lungen füllten sich mit Luft.
Nach langem sonderbaren Tauchgang endlich eigene Luft atmen. Er war an der Oberfläche und seid Wochen hörte
er vertraute Worte. Käptn alter Falter wie sieht du den aus, komm Grendel helf mir mal der ist total fertig
und blutet wie eine Schwein. ICh muss die verdammten sirenen lenken Montar das ist nicht so einfach. War
ne gute Idee das alte Guckding von Perera mitzunehmen. Rede keinen Unfug Pow du wolltest es verkaufen für
eine handvoll Gold. Na und dennoch bist du froh das ich es mitgenommen habe. Wenn der Käptn wach wird legt er
dich um.... Bringen wir ihn zu Shelosch dem Knochenmann, vieleicht sind seine Augen noch zu retten...
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