Stationen eines Werdegangs......
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Rogan Virr
Stationen eines Werdegangs......
Rogan saß auf einer Kiste in seinem "Schlafzimmer". Naja, "Schlafzimmer" konnte man es nun eigentlich nicht nennen, denn das neue Haus war noch nicht einmal ansatzweise eingerichtet, und ausser dem Podest für das Bett stand hier noch gar nichts.
Er dachte an das gestrige Gespräch mit Alliestra, und ein sanftes Schmunzeln umhuschte seine Lippen. Ja, manchmal war er selbst überrascht, aber alles was er seit jener Nacht vor knapp 2 Wochen geplant hatte, hatte bisher ausgezeichnet funktioniert. Am Anfang war er selbst erschrocken darüber, welche Gedanken ihm durch den Kopf gingen. Aber es war so, wie es nunmal immer im Leben ist wenn man etwas "neues" beginnt. Man sieht nur die Schwierigkeiten, die Arbeit und das erhoffte Ergebnis scheint reines Wunschdenken zu sein. Umso überraschter war er darüber das bisher alles nach Plan lief. Ja, es schien so als könnte er Licht am Ende des Tunnels sehen....und das erfreute ihn....und gab ihm eine gewisse innere Zufriedenheit...das waren gefühle die er viele Umläufe missen musste....
Er holte ein neues Stück Papier hervor und begann einen weiteren Brief zu schreiben. Schnell kritzelte er die Zeilen nieder. Als er mit diesem fertig war legte er ihn auf den Stapel anderer Briefe neben der Kiste. Einige würde er Boten anvertrauen....und einige würde er....lieber selbst überbringen.....
Er stand auf und ging die Treppe hinab, bis zur Eingangstür. Als er hinausgetreten war zog er seinen Mantel über und sog langsam die kalte Luft durch die Nase ein.
Ein kleines Lächeln huschte über seine Lippen...oh....er freute sich heute schon auf die Reaktionen.....Langsam ging er los zu seinem Mustang...leise murmelte er:
"Und so beginnt es..."
Er dachte an das gestrige Gespräch mit Alliestra, und ein sanftes Schmunzeln umhuschte seine Lippen. Ja, manchmal war er selbst überrascht, aber alles was er seit jener Nacht vor knapp 2 Wochen geplant hatte, hatte bisher ausgezeichnet funktioniert. Am Anfang war er selbst erschrocken darüber, welche Gedanken ihm durch den Kopf gingen. Aber es war so, wie es nunmal immer im Leben ist wenn man etwas "neues" beginnt. Man sieht nur die Schwierigkeiten, die Arbeit und das erhoffte Ergebnis scheint reines Wunschdenken zu sein. Umso überraschter war er darüber das bisher alles nach Plan lief. Ja, es schien so als könnte er Licht am Ende des Tunnels sehen....und das erfreute ihn....und gab ihm eine gewisse innere Zufriedenheit...das waren gefühle die er viele Umläufe missen musste....
Er holte ein neues Stück Papier hervor und begann einen weiteren Brief zu schreiben. Schnell kritzelte er die Zeilen nieder. Als er mit diesem fertig war legte er ihn auf den Stapel anderer Briefe neben der Kiste. Einige würde er Boten anvertrauen....und einige würde er....lieber selbst überbringen.....
Er stand auf und ging die Treppe hinab, bis zur Eingangstür. Als er hinausgetreten war zog er seinen Mantel über und sog langsam die kalte Luft durch die Nase ein.
Ein kleines Lächeln huschte über seine Lippen...oh....er freute sich heute schon auf die Reaktionen.....Langsam ging er los zu seinem Mustang...leise murmelte er:
"Und so beginnt es..."
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Rogan Virr
Etappe 1: "Eine unverhoffte Änderung"
Die Tage und Wochen gingen ins Land und so gut wie alles begonnen hatte hätte Rogan klar sein müssen das es, auf kurz oder lang, zu Problemen kommen würde. Positiv überrascht war er das der Großteil seine Briefe rasch beantwortet wurden. Ärgern tat ihn hingegen das nun alles nur vor sicher her dümpelte. Das lag aber zum großen Teil an ihm selbst. Aber heute würde er das alles bei Seite schieben. Heute würde er den Tag einfach genießen nach den Ereignissen der letzten beiden Tage hatte er sich das verdient:
Überraschender Weise war Neitha wieder erschienen. Rogan hatte eigentlich gar nicht darauf gehofft, war sie doch so lange verschollen. Das was dann mit ihr passierte, das was sich entwickelte, hatte er allerdings nicht geplant oder gedacht. Ebensowenig wie die Art und Weise wie es endete....Thancred hatte ihn wohl als einziger bisher verstanden:
"Das Leben ist nunmal so wie es ist. Entweder man hört auf sein Herz, oder es zerreist einen."
Rogan schmunzelte ein wenig, Thancred sprach ihm aus der Seele.
Er sah sich in seinem, immer noch leeren, Haus um und seufzte. All diese Sache, wie zum Beispiel das Haus renovieren und einrichten, hielten ihn von seiner eigentlichen "Arbeit" ab. Naja, eigenlich war es auch typisch Mann: Noch nicht ein Möbelstück war aufgebaut worden, dafür hatte er aber akribisch genau dafür gesorgt das das nötigste vorhanden war: Essen und Trinken!
Und so lud er einige Früchte auf einen großen Teller. Äpfel, Bananen, Pfirsiche.....und natürlich Erdbeeren! Die hatte er gestern extra noch besorgt. Das Wasser über dem Kamin kochte inzwischen auch, und so bereitete er zwei Tassen Tee hervor. Zufrieden nickend stellte er die Tassen ebenfalls auf das Tablett und drehte sich in Richtung Keller. Doch was war das? Huschte da nicht gerade Amu an seinem Haus vorbei? Und hörte er richtig? Fluchte er? Und was trug er da bei sich? Und warum lief er in Schlafkleidung durch die kalte Straße?!
"Meine Güte, es wird Zeit das Jaira wieder kommt, der arme dreht langsam durch!"
Dann ging er langsam die Kellertreppe hinab, bemüht darum kein Geräusch von sich zu geben. Auf Zehenspitzen ging er zu seinem Bett und stellte das Tablett behutsam auf dem Nachttisch ab. Schon seltsam, selbst im Schlaf sah sie bezaubernd aus, und Rogan meinte ein Lächeln auf ihren Lippen zu sehen.
"Im Schlaf zeigen die Menschen ihr wahres Gesicht Rogan!"
Das waren die Worte die Horatius, sein großer Bruder, ihm vor vielen Jahren einmal sagte. Nun, sollte er recht gehabt haben, dann konnte Rogan sich nun glücklich schätzen....
Auf einmal wurde ihm klar das er schon lange nicht mehr an seinen großen Bruder gedacht hatte....und kurz fragte er sich ob er ihn jemals wieder sehen würde...Immerhin hatte Rogan die Suche nach ihm ursprünglich in diese Lande gebracht....Er blinzelte kurz und schob die Gedanken bei Seite....
Er nahm eine der Tassen und ging neben dem Bett in die Hocke. Für ein oder zwei Minuten sah er Leonore einfach nur beim Schlafen zu und lächelte dabei zufrieden. Dann streckte er die Hand aus, die Tasse wenige Hand breit von ihrer Nase entfernt haltend, damit sie langsam den Duft des Früchtetees einatmen konnte. Mit der anderen Hand streichelte er ihr dann sanft über die Wange und flüsterte:
"Aufstehen Leo.....ein neuer Tag hat begonnen....der erste Tag deines neuen Lebens..."
Die Tage und Wochen gingen ins Land und so gut wie alles begonnen hatte hätte Rogan klar sein müssen das es, auf kurz oder lang, zu Problemen kommen würde. Positiv überrascht war er das der Großteil seine Briefe rasch beantwortet wurden. Ärgern tat ihn hingegen das nun alles nur vor sicher her dümpelte. Das lag aber zum großen Teil an ihm selbst. Aber heute würde er das alles bei Seite schieben. Heute würde er den Tag einfach genießen nach den Ereignissen der letzten beiden Tage hatte er sich das verdient:
Überraschender Weise war Neitha wieder erschienen. Rogan hatte eigentlich gar nicht darauf gehofft, war sie doch so lange verschollen. Das was dann mit ihr passierte, das was sich entwickelte, hatte er allerdings nicht geplant oder gedacht. Ebensowenig wie die Art und Weise wie es endete....Thancred hatte ihn wohl als einziger bisher verstanden:
"Das Leben ist nunmal so wie es ist. Entweder man hört auf sein Herz, oder es zerreist einen."
Rogan schmunzelte ein wenig, Thancred sprach ihm aus der Seele.
Er sah sich in seinem, immer noch leeren, Haus um und seufzte. All diese Sache, wie zum Beispiel das Haus renovieren und einrichten, hielten ihn von seiner eigentlichen "Arbeit" ab. Naja, eigenlich war es auch typisch Mann: Noch nicht ein Möbelstück war aufgebaut worden, dafür hatte er aber akribisch genau dafür gesorgt das das nötigste vorhanden war: Essen und Trinken!
Und so lud er einige Früchte auf einen großen Teller. Äpfel, Bananen, Pfirsiche.....und natürlich Erdbeeren! Die hatte er gestern extra noch besorgt. Das Wasser über dem Kamin kochte inzwischen auch, und so bereitete er zwei Tassen Tee hervor. Zufrieden nickend stellte er die Tassen ebenfalls auf das Tablett und drehte sich in Richtung Keller. Doch was war das? Huschte da nicht gerade Amu an seinem Haus vorbei? Und hörte er richtig? Fluchte er? Und was trug er da bei sich? Und warum lief er in Schlafkleidung durch die kalte Straße?!
"Meine Güte, es wird Zeit das Jaira wieder kommt, der arme dreht langsam durch!"
Dann ging er langsam die Kellertreppe hinab, bemüht darum kein Geräusch von sich zu geben. Auf Zehenspitzen ging er zu seinem Bett und stellte das Tablett behutsam auf dem Nachttisch ab. Schon seltsam, selbst im Schlaf sah sie bezaubernd aus, und Rogan meinte ein Lächeln auf ihren Lippen zu sehen.
"Im Schlaf zeigen die Menschen ihr wahres Gesicht Rogan!"
Das waren die Worte die Horatius, sein großer Bruder, ihm vor vielen Jahren einmal sagte. Nun, sollte er recht gehabt haben, dann konnte Rogan sich nun glücklich schätzen....
Auf einmal wurde ihm klar das er schon lange nicht mehr an seinen großen Bruder gedacht hatte....und kurz fragte er sich ob er ihn jemals wieder sehen würde...Immerhin hatte Rogan die Suche nach ihm ursprünglich in diese Lande gebracht....Er blinzelte kurz und schob die Gedanken bei Seite....
Er nahm eine der Tassen und ging neben dem Bett in die Hocke. Für ein oder zwei Minuten sah er Leonore einfach nur beim Schlafen zu und lächelte dabei zufrieden. Dann streckte er die Hand aus, die Tasse wenige Hand breit von ihrer Nase entfernt haltend, damit sie langsam den Duft des Früchtetees einatmen konnte. Mit der anderen Hand streichelte er ihr dann sanft über die Wange und flüsterte:
"Aufstehen Leo.....ein neuer Tag hat begonnen....der erste Tag deines neuen Lebens..."
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Rogan Virr
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Rogan Virr
Etappe 2: "Der Start in die neue Zukunft"
Rogan setzte sich auf die Treppenstufen. Obwohl immer noch Schnee lag, und der Atem kleine Wölkchen bildete, war ihm nicht kalt. Ganz im Gegenteil, er schwitze. Er trank erstmal einen Schluck Wasser und wischte sich mit dem Ärmel des, inzwischen total verdreckten, Mantels ein wenig Schweiss von der Stirn. Vor seinem inneren Auge lies er die Dinge, welche in den letzten 3 Tagen geschehen waren, noch einmal ablaufen:
Es war Sonntag und Rogan wusste von Amarys Plan. Er hatte natürlich versucht es ihr auszureden, und natürlich wusste er, dass es keinen Sinn hatte. Genau so wenig war er davon begeistert das Linnet sie begleiten wollte um auf sie acht zu geben. Er hoffte es würde nicht in einer Katastrophe enden. Er selbst konnte die beiden nicht begleiten, aufgrund gewisser Ereignisse in der Vergangenheit wäre er sofort erkannt worden. Als Linnet zu ihm kam um ihm zu sagen das sie nun aufbrechen würden, wünschte er ihr viel Glück und sah ihnen nach…Er hatte immer noch ein mulmiges Gefühl im Magen. Plötzlich legten sich von hinten zwei Arme um ihn, und eine wohlbekannte Stimme flüsterte ihm was ins Ohr. Er drehte lächelnd den Kopf und küsste Leonore…Bis heute konnte er sein Glück, mit ihr zusammen zu sein, nicht wirklich fassen. Da momentan sowieso keine besondere Arbeit anstand, nahm er Leonore an der Hand und führte sie ins goldene Lamm. Sie würden dort erst einmal zu Abend essen, was der Abend sonst noch bringen würde, würde sich dann zeigen…..Oh nein….wie der weitere Abend wirklich verlaufen würde hätte Rogan niemals gedacht oder erwartet.
Sie wollten gerade beginnen zu essen, als sich die Tür öffnete und Linnet und Amary herein kamen. Rogan begrüßte die beiden kurz und wollte sich gerade über den leckeren Hasenbraten hermachen….als er Amary Blick bemerkte….er kannte sie und er wusste dass dieser Blick nichts gutes bedeuten würde…Doch Amary sah nicht ihn an…..sondern Leonore….
„Lass es dir Schmecken Schatz.“
Das waren die Worte welche er zu Leonore sprach….und ab diesem Moment konnte Rogan sich nicht mehr wirklich erinnern was alles passierte, denn es passierte viel zu schnell. Amary kam zu ihren Tisch gerannt wie eine brünftige Hyäne. Sie fragte ob sie richtig gehört hätte und sie sagte das sie Leonore nicht leiden könne. Rogan kannte Amary, immerhin war er mit ihr verlobt gewesen, und er konnte mit ihren Emotionsausbrüchen umgehen. Aber auf keinen Fall konnte er zulassen das sie so mit Leonore sprach. Amary kannte Leonore immerhin gar nicht, sie hatte sie gerade eben das erste mal gesehen. Linnet hatte inzwischen, in weiser Voraussicht, das Lamm verlassen. Rogan stand auf, nahm Leonore an die Hand und ging mit ihr in Richtung des Einganges. Natürlich hatte Leonore recht das sie mit Amary diskutierte und sie fragte wieso sie solche Dinge behauptete, aber Rogan wollte nicht das alles an diesem Abend eskalierte. Gerade als er die Tür öffnete stand Amu plötzlich in dieser. Rogan blinzelt überrascht auf und bat ihn Platz zu machen. Doch dieser sture Bock weigerte sich und sagte, dass er nur Platz machen würde, wenn sich hier alle wieder vertragen hatten. Doch diese Worte brachte ihm nur ebenfalls zornige Worte von Amary ein. So kam es also zu einem lauten Streit. Plötzlich stand auch Linnet wieder bei ihnen. Sie musste den hinteren Eingang genommen haben, denn den Haupteingang blockierte immer noch Amu. Von draußen vernahm Rogan Worte von Gästen welche eigentlich ins Lamm wollten, doch auch dies scheiterte an Amus breiter Statur. Ein Wort ergab das andere:
Sowohl Rogan, als auch Linnet und Amu erklärten Amary dass sie sie nicht wieder erkannten in letzter Zeit und das sie sich total verändert hätte. Doch auch das wollte Amary nicht hören. Der Streit eskalierte, und als Amary seine Leonore dann auch noch als „Dirne“ bezeichnete, platzte Rogan der Kragen. Er warf Amary wortlos ein paar Kronen vor die Füße für das Essen, schmiss seine Arbeitskleidung auf den Boden, und verließ mit Leonore das Lamm durch den Hintereingang. Was zum Henker war nur aus Amary geworden….Bei sich zu Hause angekommen trank Rogan erstmal einen Schnaps. Sein Schädel brummte…Er sprach lange mit Leonore, er konnte ihre Wut und ihren bitteren Zorn verstehen….Doch er liebte sie, und er würde niemals zulassen das sie jemand verletzen würde, egal ob mit Worten oder Taten….und wenn er hierfür das Lamm verlassen musste, dann sollte es eben so sein….Gerade als er mit Leonore schlafen gehen wollte klopfte es dann an der Tür…zu Rogans Überraschung stand dort Amary…Schneller als er gucken konnte hatte Leonore auch schon geöffnet und die beiden standen sich gegenüber. Amary weigerte sich mit Leonore zu reden, und so sagte sie ihm, dass sie sich bei IHM entschuldigen wollte. Rogan erwiderte das Amary sich nicht bei ihm, sondern bei Leonore entschuldigen sollte. Zähneknirschend presste sie dann eine Entschuldigung über die Lippen in Leonores Richtung. Leonore nickte und meinte das sie eine Nacht über alles schlafen wollte, und so ging Amary wieder nach Hause und Rogan und Leonore ins Bett.
Als der neue Tag endlich anbrach stand Rogan schon früh morgens auf. Er hatte die Nacht über kaum geschlafen, zu viele Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf. Lächelnd hatte er Leonore einige Zeit beim schlafen zugesehen, doch dann stand er auf und machte sich auf den Weg zur Mine. Erst gegen Nachmittag hatte er endlich genug Erze gesammelt und machte sich auf den Heimweg. Überrascht lief ihm Linnet über den Weg. Nahezu beiläufig erwähnte Sie das auch sie sich mit Amary gestritten und das Lamm verlassen hätte. Verdutzt hob Rogan die Augenbrauen. Doch Linnet war schon wieder verschwunden, ihm zurufend das sie gerade noch dabei sei ihr Zimmer im Lamm zu räumen. Rogan seufzte und machte sich weiter auf den Heimweg. So konnte das alles nicht weitergehen. Als er das Haus betreten wollte, roch er schon das Leonore am kochen war. Wieder musste er lächeln. Er ging langsam hinein, begrüßte sie mit einem Kuss, und fragte sie wie ihr Tag bisher war.
Als sie ihm erzählte das sie heute Amary besuchte um über alles zu reden war er überrascht. Doch als sie ihm sagte was Amary alles zu Leonore sagte, konnte er nur noch verachtend brummen. Es reichte einfach! So konnte es nicht weiter gehen! Rogan erzählte Leonore von einer Idee, die ihm in der Mine kam. Sie hörte sich alles an und lange redeten Sie darüber. Als sie ihn dann in den Arm nahm und ihm zustimmte war alles perfekt. Erst einmal würden sie essen, die Kartoffelsuppe roch einfach zu verführerisch. Und dann würde Rogan seine Packpferde holen. Sie würden sie beladen und in das heute neu gekaufte Haus ziehen. Sein Haus war für zwei Personen ohnehin zu klein, und das Grundstück um das neue Haus war mindestens so traumhaft, wie das Gebäude selbst. Als, wieder einmal zufällig, Linnet um die Ecke kam, und er ihre von ihrem Plan erzählte musste sie grinsen. Sofort holte sie ihr Pferd um den beiden beim Umzug zu helfen…
Rogan holte noch einmal tief Luft, ehe er sich von den Stufen erhob. Mit einem zufriedenen Lächeln sah er sich das neue Heim an. Puh, ja, sie würden noch viel zu tun haben, aber er war sich sicher es würde alles wunderbar werden.
„Schatz, die erste Pflanze steht schon!“
Hörte er Leonore lachen rufen. Er erhob sich mit einem Grinsen, ging durch die Tür in ihr neues zu Hause und half ihr beim Einrichten. Rogan war glücklich.......
Rogan setzte sich auf die Treppenstufen. Obwohl immer noch Schnee lag, und der Atem kleine Wölkchen bildete, war ihm nicht kalt. Ganz im Gegenteil, er schwitze. Er trank erstmal einen Schluck Wasser und wischte sich mit dem Ärmel des, inzwischen total verdreckten, Mantels ein wenig Schweiss von der Stirn. Vor seinem inneren Auge lies er die Dinge, welche in den letzten 3 Tagen geschehen waren, noch einmal ablaufen:
Es war Sonntag und Rogan wusste von Amarys Plan. Er hatte natürlich versucht es ihr auszureden, und natürlich wusste er, dass es keinen Sinn hatte. Genau so wenig war er davon begeistert das Linnet sie begleiten wollte um auf sie acht zu geben. Er hoffte es würde nicht in einer Katastrophe enden. Er selbst konnte die beiden nicht begleiten, aufgrund gewisser Ereignisse in der Vergangenheit wäre er sofort erkannt worden. Als Linnet zu ihm kam um ihm zu sagen das sie nun aufbrechen würden, wünschte er ihr viel Glück und sah ihnen nach…Er hatte immer noch ein mulmiges Gefühl im Magen. Plötzlich legten sich von hinten zwei Arme um ihn, und eine wohlbekannte Stimme flüsterte ihm was ins Ohr. Er drehte lächelnd den Kopf und küsste Leonore…Bis heute konnte er sein Glück, mit ihr zusammen zu sein, nicht wirklich fassen. Da momentan sowieso keine besondere Arbeit anstand, nahm er Leonore an der Hand und führte sie ins goldene Lamm. Sie würden dort erst einmal zu Abend essen, was der Abend sonst noch bringen würde, würde sich dann zeigen…..Oh nein….wie der weitere Abend wirklich verlaufen würde hätte Rogan niemals gedacht oder erwartet.
Sie wollten gerade beginnen zu essen, als sich die Tür öffnete und Linnet und Amary herein kamen. Rogan begrüßte die beiden kurz und wollte sich gerade über den leckeren Hasenbraten hermachen….als er Amary Blick bemerkte….er kannte sie und er wusste dass dieser Blick nichts gutes bedeuten würde…Doch Amary sah nicht ihn an…..sondern Leonore….
„Lass es dir Schmecken Schatz.“
Das waren die Worte welche er zu Leonore sprach….und ab diesem Moment konnte Rogan sich nicht mehr wirklich erinnern was alles passierte, denn es passierte viel zu schnell. Amary kam zu ihren Tisch gerannt wie eine brünftige Hyäne. Sie fragte ob sie richtig gehört hätte und sie sagte das sie Leonore nicht leiden könne. Rogan kannte Amary, immerhin war er mit ihr verlobt gewesen, und er konnte mit ihren Emotionsausbrüchen umgehen. Aber auf keinen Fall konnte er zulassen das sie so mit Leonore sprach. Amary kannte Leonore immerhin gar nicht, sie hatte sie gerade eben das erste mal gesehen. Linnet hatte inzwischen, in weiser Voraussicht, das Lamm verlassen. Rogan stand auf, nahm Leonore an die Hand und ging mit ihr in Richtung des Einganges. Natürlich hatte Leonore recht das sie mit Amary diskutierte und sie fragte wieso sie solche Dinge behauptete, aber Rogan wollte nicht das alles an diesem Abend eskalierte. Gerade als er die Tür öffnete stand Amu plötzlich in dieser. Rogan blinzelt überrascht auf und bat ihn Platz zu machen. Doch dieser sture Bock weigerte sich und sagte, dass er nur Platz machen würde, wenn sich hier alle wieder vertragen hatten. Doch diese Worte brachte ihm nur ebenfalls zornige Worte von Amary ein. So kam es also zu einem lauten Streit. Plötzlich stand auch Linnet wieder bei ihnen. Sie musste den hinteren Eingang genommen haben, denn den Haupteingang blockierte immer noch Amu. Von draußen vernahm Rogan Worte von Gästen welche eigentlich ins Lamm wollten, doch auch dies scheiterte an Amus breiter Statur. Ein Wort ergab das andere:
Sowohl Rogan, als auch Linnet und Amu erklärten Amary dass sie sie nicht wieder erkannten in letzter Zeit und das sie sich total verändert hätte. Doch auch das wollte Amary nicht hören. Der Streit eskalierte, und als Amary seine Leonore dann auch noch als „Dirne“ bezeichnete, platzte Rogan der Kragen. Er warf Amary wortlos ein paar Kronen vor die Füße für das Essen, schmiss seine Arbeitskleidung auf den Boden, und verließ mit Leonore das Lamm durch den Hintereingang. Was zum Henker war nur aus Amary geworden….Bei sich zu Hause angekommen trank Rogan erstmal einen Schnaps. Sein Schädel brummte…Er sprach lange mit Leonore, er konnte ihre Wut und ihren bitteren Zorn verstehen….Doch er liebte sie, und er würde niemals zulassen das sie jemand verletzen würde, egal ob mit Worten oder Taten….und wenn er hierfür das Lamm verlassen musste, dann sollte es eben so sein….Gerade als er mit Leonore schlafen gehen wollte klopfte es dann an der Tür…zu Rogans Überraschung stand dort Amary…Schneller als er gucken konnte hatte Leonore auch schon geöffnet und die beiden standen sich gegenüber. Amary weigerte sich mit Leonore zu reden, und so sagte sie ihm, dass sie sich bei IHM entschuldigen wollte. Rogan erwiderte das Amary sich nicht bei ihm, sondern bei Leonore entschuldigen sollte. Zähneknirschend presste sie dann eine Entschuldigung über die Lippen in Leonores Richtung. Leonore nickte und meinte das sie eine Nacht über alles schlafen wollte, und so ging Amary wieder nach Hause und Rogan und Leonore ins Bett.
Als der neue Tag endlich anbrach stand Rogan schon früh morgens auf. Er hatte die Nacht über kaum geschlafen, zu viele Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf. Lächelnd hatte er Leonore einige Zeit beim schlafen zugesehen, doch dann stand er auf und machte sich auf den Weg zur Mine. Erst gegen Nachmittag hatte er endlich genug Erze gesammelt und machte sich auf den Heimweg. Überrascht lief ihm Linnet über den Weg. Nahezu beiläufig erwähnte Sie das auch sie sich mit Amary gestritten und das Lamm verlassen hätte. Verdutzt hob Rogan die Augenbrauen. Doch Linnet war schon wieder verschwunden, ihm zurufend das sie gerade noch dabei sei ihr Zimmer im Lamm zu räumen. Rogan seufzte und machte sich weiter auf den Heimweg. So konnte das alles nicht weitergehen. Als er das Haus betreten wollte, roch er schon das Leonore am kochen war. Wieder musste er lächeln. Er ging langsam hinein, begrüßte sie mit einem Kuss, und fragte sie wie ihr Tag bisher war.
Als sie ihm erzählte das sie heute Amary besuchte um über alles zu reden war er überrascht. Doch als sie ihm sagte was Amary alles zu Leonore sagte, konnte er nur noch verachtend brummen. Es reichte einfach! So konnte es nicht weiter gehen! Rogan erzählte Leonore von einer Idee, die ihm in der Mine kam. Sie hörte sich alles an und lange redeten Sie darüber. Als sie ihn dann in den Arm nahm und ihm zustimmte war alles perfekt. Erst einmal würden sie essen, die Kartoffelsuppe roch einfach zu verführerisch. Und dann würde Rogan seine Packpferde holen. Sie würden sie beladen und in das heute neu gekaufte Haus ziehen. Sein Haus war für zwei Personen ohnehin zu klein, und das Grundstück um das neue Haus war mindestens so traumhaft, wie das Gebäude selbst. Als, wieder einmal zufällig, Linnet um die Ecke kam, und er ihre von ihrem Plan erzählte musste sie grinsen. Sofort holte sie ihr Pferd um den beiden beim Umzug zu helfen…
Rogan holte noch einmal tief Luft, ehe er sich von den Stufen erhob. Mit einem zufriedenen Lächeln sah er sich das neue Heim an. Puh, ja, sie würden noch viel zu tun haben, aber er war sich sicher es würde alles wunderbar werden.
„Schatz, die erste Pflanze steht schon!“
Hörte er Leonore lachen rufen. Er erhob sich mit einem Grinsen, ging durch die Tür in ihr neues zu Hause und half ihr beim Einrichten. Rogan war glücklich.......
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Amary Ann Louisan
Die andere Seite der Medalie
Immer wieder fiel ein leises murmeln über Amarys Lippen. Sie sprach leise mit sich selbst, die Gedanken schwirrten herum und ließen ihr Herz immer wieder schmerzlich verkrampfen.
Heute Morgen erfuhr sie, das Rogan das Haus neben ihr verlasen hatte.
Und weshalb? Wegen einer Frau die er kaum kannte.
Erst an dem Selben Tag war dieser Leo zu ihr gekommen und wollte ein Gespräch mit ihr aufsuchen. Innerlich gab Amary schon selbst auf. Denn sie wollte Rogan als Freund nicht verlieren. Also hoffte sie dass alles geklärt werden würde.
Doch kaum saßen sie zusammen am Tisch. Fing die Fremde an ihr zu berichten welch einen Ruf Amary selbst hätte. Verlogen nannte sie sie und bezeichnete nicht all zu minder auch als eine Dirne. Amary saß ruhig da und wusste schon bei den ersten Sätzen dieser Frau, dass von vertragen sie weit entfernt wären. „ Misch dich nicht in unsere Beziehung ein!“ waren ihre Worte. „ Wenn du wüstes was ich einmal war, so würdest du nicht mehr leben!“.“ Du kennst Rogan überhaupt nicht“. „ Gut dass er dich nicht geheiratet hat!“. Hart fielen ihre Worte auf Amary hinab doch diese blieb ruhig und lauschte ihr. Dann versuchte sie Leo zu erklären das sie Rogan das Glück wünscht nur möchte sie nicht das er verletzt wird. Doch das traf auf taube Ohren.
Wieso tat sie sich das hier an? Wieso lauschte sie von dieser Fremden die Drohungen und lies sich so ankläffen?
„ Ja, ich hatte viele Geliebte. Es weis jeder und ich sehe darin kein Problem. Und wenn du meinst ich sei verlogen. Dann soll es deine Meinung sein Leo“ Amarys Worte waren kühl und entnervt.
„ Ich schlage dir zwei Sachen vor Leo, entweder du beweist mir auf Dauer dass du Rogan gut tust und wir bauen eine Bekanntschaft auf. Oder wir behandeln uns wie Luft. Du sagst nichts über mich und ich sehe euch nicht. Als ob wir uns nicht kennen würden.“
Leo jedoch schien gar nicht die Erste Möglichkeit in betracht zu ziehen“ du hast nicht über mich zu Urteilen“ schrie sie nur erbost auf. „ Noch etwas?“ fragte Amary sie und stand auf. Langsam wurde es ihr zu viel und sie wollte diese Frau nicht in ihrem Haus haben.
Denn sie brachte nichts als Unglück. Auch Linnet die damals eine beste Freundin von ihr war schien sich gegen sie gewand zu haben. Sie verließ sie einfach. Hinter ließ den Schlüssel zurück mit einer Begründung die sie wohl kaum selber glaubte.
„ Freunde… „ murmelte sie wieder..“ Familie...““ wie konnte ich mich so in Ihnen getäuscht haben.
Es ging alles zu schnell .. und Menschen die sie meinte eins gekannt zu haben und geliebt, wurden zu Feinden…
Heute Morgen erfuhr sie, das Rogan das Haus neben ihr verlasen hatte.
Und weshalb? Wegen einer Frau die er kaum kannte.
Erst an dem Selben Tag war dieser Leo zu ihr gekommen und wollte ein Gespräch mit ihr aufsuchen. Innerlich gab Amary schon selbst auf. Denn sie wollte Rogan als Freund nicht verlieren. Also hoffte sie dass alles geklärt werden würde.
Doch kaum saßen sie zusammen am Tisch. Fing die Fremde an ihr zu berichten welch einen Ruf Amary selbst hätte. Verlogen nannte sie sie und bezeichnete nicht all zu minder auch als eine Dirne. Amary saß ruhig da und wusste schon bei den ersten Sätzen dieser Frau, dass von vertragen sie weit entfernt wären. „ Misch dich nicht in unsere Beziehung ein!“ waren ihre Worte. „ Wenn du wüstes was ich einmal war, so würdest du nicht mehr leben!“.“ Du kennst Rogan überhaupt nicht“. „ Gut dass er dich nicht geheiratet hat!“. Hart fielen ihre Worte auf Amary hinab doch diese blieb ruhig und lauschte ihr. Dann versuchte sie Leo zu erklären das sie Rogan das Glück wünscht nur möchte sie nicht das er verletzt wird. Doch das traf auf taube Ohren.
Wieso tat sie sich das hier an? Wieso lauschte sie von dieser Fremden die Drohungen und lies sich so ankläffen?
„ Ja, ich hatte viele Geliebte. Es weis jeder und ich sehe darin kein Problem. Und wenn du meinst ich sei verlogen. Dann soll es deine Meinung sein Leo“ Amarys Worte waren kühl und entnervt.
„ Ich schlage dir zwei Sachen vor Leo, entweder du beweist mir auf Dauer dass du Rogan gut tust und wir bauen eine Bekanntschaft auf. Oder wir behandeln uns wie Luft. Du sagst nichts über mich und ich sehe euch nicht. Als ob wir uns nicht kennen würden.“
Leo jedoch schien gar nicht die Erste Möglichkeit in betracht zu ziehen“ du hast nicht über mich zu Urteilen“ schrie sie nur erbost auf. „ Noch etwas?“ fragte Amary sie und stand auf. Langsam wurde es ihr zu viel und sie wollte diese Frau nicht in ihrem Haus haben.
Denn sie brachte nichts als Unglück. Auch Linnet die damals eine beste Freundin von ihr war schien sich gegen sie gewand zu haben. Sie verließ sie einfach. Hinter ließ den Schlüssel zurück mit einer Begründung die sie wohl kaum selber glaubte.
„ Freunde… „ murmelte sie wieder..“ Familie...““ wie konnte ich mich so in Ihnen getäuscht haben.
Es ging alles zu schnell .. und Menschen die sie meinte eins gekannt zu haben und geliebt, wurden zu Feinden…
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Rogan Virr
Etappe 3: "Der ungeplante Pärchenabend"
Rogan kratzte sich an der Nase. Verlobung? Und heute Abend würde es offiziell gefeiert werden? Hatte er Linnet da gerade wirklich richtig verstanden?! Er sah noch mal zu Linnet. Diese zwinkerte ihm nur mit einem breiten Grinsen zu und schleppte ihn mit ins Handelshaus. Dort bestätigte Thancred Linnets Aussage. Komisch… Rogan murrte erst ein wenig da er nicht von Amu informiert wurde. Aber sowohl Linnet als auch Thancred sagten ihm das Amu ihn die letzten beiden Tage gesucht hatte, aber nirgends finden konnte, und das er und Leonore sehr wohl eingeladen waren. Rogan legte die Stirn in Falten…Sicher, die beiden hatten wohl recht, immerhin ging das mit seinem Auszug aus dem alten Haus so schnell, das noch niemand außer Linnet wusste, wo er und Leonore nun wohnten. Rogan machte sich auf den Nach Hause weg um seinen Schatz zu informieren. Den ganzen Weg entlang grübelte er ob man zur Verlobung eigentlich ein Geschenk machte…..
Langsam nahm er Leonores Hand und führte sie die Treppen im Handelshaus nach oben. Sie zögerte ein wenig, doch Rogan führte sie bestimmend zum großen Raum in dem die anderen schon saßen und plauderten. Er begrüßte Amu und Jaira kurz und wünschte beiden alles Gute. Rogan musste immer noch schmunzeln wenn er daran dachte wie Amu es wohl geschafft hatte sich eine Frau wie Jaira zu angeln…Amu rannte auch schon wieder in den Verkaufsraum um weitere Gäste hinein zu lassen, und Rogan nutzte die Gelegenheit Jaira die Frau an seiner Seite vorzustellen. Jaira nickte knapp und knurrte kurz leise. Doch das war dann schon alles, und Rogan machte innerlich drei Kreuze das es zu keinem Streit kam. Dann setzte er sich mit Leonore an den Tisch. Hier und da wurde ein wenig geplauscht. Beiläufig erzählte er Linnet und Leonore das Siran und Verdanias Kind zur Welt gekommen war und dass die beiden sich freuen würden über ein wenig Besuch. Er selbst war schon am Mittag bei Ihnen gewesen um den beiden seine Glückwünsche auszurichten. Er durfte den kleinen Wurm sogar kurz halten. Er musste immer noch Lächeln wenn er daran dachte wie glücklich die beiden mit ihren kleinen Sohn ausgesehen hatten.
Er hob den Kopf an und blickte sich am Tisch um. Konnte das sein ? Waren da wirklich überall Pärchen zu sehen? Ihm gegenüber saßen Thancred und Rahel….man munkelte die beiden wären ebenfalls verlobt und wollten bald heiraten…..zu seiner linken saßen Amu und Jaira…gut, dass die beiden verlobt sind und bald heiraten würden stand spätestens seit heute Abend außer Frage. Und zu seiner rechten saßen Amary und Mandred…...auch die beiden hatten sich verlobt wie er heute Abend erfahren hatte, und laut Amary würde die ihrige Hochzeit bald satt finden. Kurz schmunzelte er dann, als Linnet ihm dann sagte:
„Tja Rogan, dann wird es bei euch ja nun langsam auch Zeit!“
Er sah Linnet an und zwinkerte ihr nur schelmisch zu. Schon seltsam, wenn sie alle hier vor 5 Monaten gesessen hätten, dann hätte es nicht ein einziges Pärchen gegeben, denn da war noch keiner von ihnen vergeben. Sein Blick wandte sich wieder gen Linnet. Sie war immer noch nicht vergeben….so ziemlich die einzige in der geselligen Runde, doch das schien sie gar nicht groß zu stören, im Gegenteil.
Nachdem sie gegessen und getrunken hatten, plauderten Leonore und Rogan noch ein wenig mit den anwesenden ehe sie sich verabschiedeten. Langsam ritten sie dann nach Hause durch die dunkle und kalte Nacht. Vom Himmel fielen dicke Schneeflocken und Rogan fragte sich langsam ob der Schnee überhaupt noch irgendwann weichen würde. Zu Hause angekommen banden sie die Pferde fest und gingen in das wohlig warme Haus. Sie gingen nach oben um sich umziehen. Lächelnd sah er zu wie Leonore sich des Kleides entledigte. Er könnte sie 24 Stunden am Tag einfach nur ansehen…
„Wir könnten noch ein wenig in die Sauna gehen zur Entspannung.“
Meinte er und führte sie auch schon nach unten. Der Aufguss war bereits vorbereitet und so legten sie sich beide auf die Holzbänke. Rogan schloss die Augen und lies seine Gedanken schweifen. Sie redeten ein wenig über dies und das ehe sie sich dann im Schwimmbecken abkühlten. Als er ein wenig ihre Schultern massierte, legte sie den Kopf zurück und fragte leise:
„Werden wir für immer zusammen bleiben?“
Rogan küsste kurz ihre Stirn ehe er antwortete:
„Natürlich werden wir das mein Herz.“
Als sie dann später ins Bett gingen und Leonore an ihn gekuschelt eingeschlafen war, sah Rogan zum Baldachin hinauf und lächelte. Sie schien bis jetzt immer noch nichts gemerkt zu haben, dabei hatte er schon befürchtet bei Linnets Bemerkung im Handelshaus vor all den anderen aufzufliegen. Doch er war erleichtert als der das Thema „Verlobung“ durch ein anderes ersetzen konnte. Er hatte alles bis ins kleinste Detail geplant. Er musste nur dafür sorgen das ihm niemand einen Strich durch die Rechnung machte bevor es so weit sein würde.
Er drehte den Kopf und hauchte der schlafenden Leonore einen Kuss auf die Lippen. Dann schloss er die Augen und fragte sich wie sie wohl reagieren würde wenn es so weit war. Kurze Zeit darauf schlief er dann ein…
Rogan kratzte sich an der Nase. Verlobung? Und heute Abend würde es offiziell gefeiert werden? Hatte er Linnet da gerade wirklich richtig verstanden?! Er sah noch mal zu Linnet. Diese zwinkerte ihm nur mit einem breiten Grinsen zu und schleppte ihn mit ins Handelshaus. Dort bestätigte Thancred Linnets Aussage. Komisch… Rogan murrte erst ein wenig da er nicht von Amu informiert wurde. Aber sowohl Linnet als auch Thancred sagten ihm das Amu ihn die letzten beiden Tage gesucht hatte, aber nirgends finden konnte, und das er und Leonore sehr wohl eingeladen waren. Rogan legte die Stirn in Falten…Sicher, die beiden hatten wohl recht, immerhin ging das mit seinem Auszug aus dem alten Haus so schnell, das noch niemand außer Linnet wusste, wo er und Leonore nun wohnten. Rogan machte sich auf den Nach Hause weg um seinen Schatz zu informieren. Den ganzen Weg entlang grübelte er ob man zur Verlobung eigentlich ein Geschenk machte…..
Langsam nahm er Leonores Hand und führte sie die Treppen im Handelshaus nach oben. Sie zögerte ein wenig, doch Rogan führte sie bestimmend zum großen Raum in dem die anderen schon saßen und plauderten. Er begrüßte Amu und Jaira kurz und wünschte beiden alles Gute. Rogan musste immer noch schmunzeln wenn er daran dachte wie Amu es wohl geschafft hatte sich eine Frau wie Jaira zu angeln…Amu rannte auch schon wieder in den Verkaufsraum um weitere Gäste hinein zu lassen, und Rogan nutzte die Gelegenheit Jaira die Frau an seiner Seite vorzustellen. Jaira nickte knapp und knurrte kurz leise. Doch das war dann schon alles, und Rogan machte innerlich drei Kreuze das es zu keinem Streit kam. Dann setzte er sich mit Leonore an den Tisch. Hier und da wurde ein wenig geplauscht. Beiläufig erzählte er Linnet und Leonore das Siran und Verdanias Kind zur Welt gekommen war und dass die beiden sich freuen würden über ein wenig Besuch. Er selbst war schon am Mittag bei Ihnen gewesen um den beiden seine Glückwünsche auszurichten. Er durfte den kleinen Wurm sogar kurz halten. Er musste immer noch Lächeln wenn er daran dachte wie glücklich die beiden mit ihren kleinen Sohn ausgesehen hatten.
Er hob den Kopf an und blickte sich am Tisch um. Konnte das sein ? Waren da wirklich überall Pärchen zu sehen? Ihm gegenüber saßen Thancred und Rahel….man munkelte die beiden wären ebenfalls verlobt und wollten bald heiraten…..zu seiner linken saßen Amu und Jaira…gut, dass die beiden verlobt sind und bald heiraten würden stand spätestens seit heute Abend außer Frage. Und zu seiner rechten saßen Amary und Mandred…...auch die beiden hatten sich verlobt wie er heute Abend erfahren hatte, und laut Amary würde die ihrige Hochzeit bald satt finden. Kurz schmunzelte er dann, als Linnet ihm dann sagte:
„Tja Rogan, dann wird es bei euch ja nun langsam auch Zeit!“
Er sah Linnet an und zwinkerte ihr nur schelmisch zu. Schon seltsam, wenn sie alle hier vor 5 Monaten gesessen hätten, dann hätte es nicht ein einziges Pärchen gegeben, denn da war noch keiner von ihnen vergeben. Sein Blick wandte sich wieder gen Linnet. Sie war immer noch nicht vergeben….so ziemlich die einzige in der geselligen Runde, doch das schien sie gar nicht groß zu stören, im Gegenteil.
Nachdem sie gegessen und getrunken hatten, plauderten Leonore und Rogan noch ein wenig mit den anwesenden ehe sie sich verabschiedeten. Langsam ritten sie dann nach Hause durch die dunkle und kalte Nacht. Vom Himmel fielen dicke Schneeflocken und Rogan fragte sich langsam ob der Schnee überhaupt noch irgendwann weichen würde. Zu Hause angekommen banden sie die Pferde fest und gingen in das wohlig warme Haus. Sie gingen nach oben um sich umziehen. Lächelnd sah er zu wie Leonore sich des Kleides entledigte. Er könnte sie 24 Stunden am Tag einfach nur ansehen…
„Wir könnten noch ein wenig in die Sauna gehen zur Entspannung.“
Meinte er und führte sie auch schon nach unten. Der Aufguss war bereits vorbereitet und so legten sie sich beide auf die Holzbänke. Rogan schloss die Augen und lies seine Gedanken schweifen. Sie redeten ein wenig über dies und das ehe sie sich dann im Schwimmbecken abkühlten. Als er ein wenig ihre Schultern massierte, legte sie den Kopf zurück und fragte leise:
„Werden wir für immer zusammen bleiben?“
Rogan küsste kurz ihre Stirn ehe er antwortete:
„Natürlich werden wir das mein Herz.“
Als sie dann später ins Bett gingen und Leonore an ihn gekuschelt eingeschlafen war, sah Rogan zum Baldachin hinauf und lächelte. Sie schien bis jetzt immer noch nichts gemerkt zu haben, dabei hatte er schon befürchtet bei Linnets Bemerkung im Handelshaus vor all den anderen aufzufliegen. Doch er war erleichtert als der das Thema „Verlobung“ durch ein anderes ersetzen konnte. Er hatte alles bis ins kleinste Detail geplant. Er musste nur dafür sorgen das ihm niemand einen Strich durch die Rechnung machte bevor es so weit sein würde.
Er drehte den Kopf und hauchte der schlafenden Leonore einen Kuss auf die Lippen. Dann schloss er die Augen und fragte sich wie sie wohl reagieren würde wenn es so weit war. Kurze Zeit darauf schlief er dann ein…
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Rogan Virr
Etappe 4: "Änderungen...."
Rogan ging am Kamin vorbei und verließ das Haus. Der eiskalte Wind tobte um ihn herum und er zog den Schal enger vor das Gesicht. Langsam ging er in Richtung Berchgards, ab und zu einen Blick zurück auf das immer kleiner werdende Haus werfend. Oh, wie würde der Schnaps im Lamm ihm gleich gut tun.
So schlenderte er die schmale Straße entlang und seine Gedanken schweiften in seinem Kopf herum. Er war froh darüber das er wieder am Lamm beteiligt war....nicht zuletzt weil er es von Anfang an mit aufgebaut hatte und die Leute dort sehr mochte.
Nicht sonderlich froh war er über die Entwicklung mit Leonore....Er hatte sie seit Tagen nicht mehr wirklich gesehen. Sie schien ihn zu meiden wo immer es ging. Sie war seit Malachais verschwinden nicht mehr die selbe. Wenn er sie mal sah, und das war trotzdem sie in einem Haus lebten, immer seltener, war sie äußerst kurz angebunden, und mehr als zwei oder drei Wörter wechselte sie nicht mit ihm....
Rogan hatte weder die Lust noch die Laune auf Diskussionen, und so verbrachte er immer mehr Zeit bei seinen Freunden im goldenen Lamm. Vielleicht würde sich ja alles wieder einpendeln.....vielleicht....
Rogan öffnete die Tür der Taverne und trat ein. Linnet und Amary waren mal wieder am diskutieren, es ging wohl um irgendein Tortenrezept....
Er begrüßte beide, drückte Amary einen Kuss auf die Wange und setzte sich an die Theke. Aus der Truhe zog er die Flasche Brandy, welche er gestern angebrochen hatte, und schenkte sich erstmal ein. Während er sein erstes Glas für diesen Abend leerte, lauschte er schmunzelnd den Gegacker der beiden Hennen neben sich.....ja.....es war beinahe so wie früher....
Mit einem wohligen Seufzen schenkte er sich nach...
Rogan ging am Kamin vorbei und verließ das Haus. Der eiskalte Wind tobte um ihn herum und er zog den Schal enger vor das Gesicht. Langsam ging er in Richtung Berchgards, ab und zu einen Blick zurück auf das immer kleiner werdende Haus werfend. Oh, wie würde der Schnaps im Lamm ihm gleich gut tun.
So schlenderte er die schmale Straße entlang und seine Gedanken schweiften in seinem Kopf herum. Er war froh darüber das er wieder am Lamm beteiligt war....nicht zuletzt weil er es von Anfang an mit aufgebaut hatte und die Leute dort sehr mochte.
Nicht sonderlich froh war er über die Entwicklung mit Leonore....Er hatte sie seit Tagen nicht mehr wirklich gesehen. Sie schien ihn zu meiden wo immer es ging. Sie war seit Malachais verschwinden nicht mehr die selbe. Wenn er sie mal sah, und das war trotzdem sie in einem Haus lebten, immer seltener, war sie äußerst kurz angebunden, und mehr als zwei oder drei Wörter wechselte sie nicht mit ihm....
Rogan hatte weder die Lust noch die Laune auf Diskussionen, und so verbrachte er immer mehr Zeit bei seinen Freunden im goldenen Lamm. Vielleicht würde sich ja alles wieder einpendeln.....vielleicht....
Rogan öffnete die Tür der Taverne und trat ein. Linnet und Amary waren mal wieder am diskutieren, es ging wohl um irgendein Tortenrezept....
Er begrüßte beide, drückte Amary einen Kuss auf die Wange und setzte sich an die Theke. Aus der Truhe zog er die Flasche Brandy, welche er gestern angebrochen hatte, und schenkte sich erstmal ein. Während er sein erstes Glas für diesen Abend leerte, lauschte er schmunzelnd den Gegacker der beiden Hennen neben sich.....ja.....es war beinahe so wie früher....
Mit einem wohligen Seufzen schenkte er sich nach...
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Rogan Virr
Etappe 5: "Konsequenzen"
Endlich war das Eis aufgetaut...! Rogan zog seinen Mantel aus, legte ihn über den Baumstamm, und setzt sich dann auf eben diesen. Er war bestimmt einen Monat nicht mehr an seinem "Stammplatz" hier am See gewesen. Und als er es das letzte mal war, war das Eis noch so dick das eine ganze Armee darüber hätte maschieren können, ohne das sich auch nur ein Sprung in der Eisdecke gebildet hätte. Jetzt würde es auch nicht mehr lange dauern bis die ersten Enten wieder auf dem See schwammen. Sie würden wieder zu ihm kommen und ihn anmeckern weil er wieder kein Brot für sie dabei hatte. Während er seinen kleinen Flachmann hervor holte und öffnete lies er seinen Blick über das Ufer schweifen. Weit und breit war weder Mensch noch Tier zu sehen.Sehr gut, denn so war es ruhig. Und Ruhe war das was er jetzt nach all dem Wirbel wollte....
Er hätte nie gedacht das Leonore so sein könnte wie sie es war. Eine Trennung ist nie angenehm, das wußte er selbst nur allzu gut...Aber er hatte soviel Rücksicht auf sie genommen wie er konnte. Er wohnte bereits seit Wochen wieder in der Taverne ..... und nach und nach ging es ihm dort immer besser. Als Leonore dann vor einigen Tagen am Lamm erschien wußte Rogan das sanfte Worte nicht mehr helfen würden....er sagte es ihr nochmals in aller deutlichkeit....er sah keinen Sinn mehr die Beziehung weiter zu führen.....er wolllte, und er konnte es nicht mehr....
Der Abend ging schließlich vorbei und als Rogan dann endlich nach der Arbeit ins Bett fühlte er Erleichterung. Es dauerte nicht lange und er schlief ein...Die nächsten Tage verbrachte er dann wieder im selben Trott, der inzwischen wieder zu seinem Alltag geworden war, und er genoß es, auch wenn er Amarys Knochen mehr als einmal verfluchte, sie schien die Arbeit zu meiden wo es nur ging. Doch Rogan war nicht wirklich böse, es waren eben die Kappeleien die sie schon immer hatten, und auch diese fehlten ihm.
Doch dann kam der gestrige Abend. Rogan kam gerade aus Menekur zurück. Wenn er auch nicht viel von der Kultur dieses Volkes wusste, so wußte er auf jeden Fall das es dort viel zu heiss ist.....umso mehr freute er sich auf einen kleinen Schluck in der Taverne und auf sein Bett. Er betrat die Taverne und glaubte seinen Augen nicht zu trauen.....Neben Linnet und Rahel saß dort auch Leonore....die darauf folgenden Gespräche und Diskussionen überforderten ihn...er wollte das alles nicht mehr....er hatte es doch beendet....nicht nur einmal....wieso tat sie das jetzt schon wieder....? Am Ende kam es zu einem großen Streit und Leonore ging.....so wie sie sagte endgültig....Vielleicht erwartete sie ja das er ihr nachging....aber er wollte es einfach nicht...es sollte doch einfach nur vorbei sein.....und das schien es nun anscheinend auch....was Rogan mehr als nur erleichterte.
Den heutigen Tag verbrachte er mit Belanglosigkeiten. Er hinterlies Amary eine Nachricht das er bald Linnet kochen lassen würde wenn sie nicht bald mal die Essenvorräte auffrischt, und Amary wußte das dies dann das Ende des Lamms bedeuten würde und zu einer Anklage wegen Mordversuch durch die Gäste führen würde...dann fuhr er mit der Kutsche nach Bajard um seinen alten Freund Siran zu sehen....doch dieser war mal wieder nicht aufzufinden....Also beschloss er letztendlich mal wieder seinen alten Lieblingsplatz aufzusuchen.
Als er den kleinen Flachmann erneut zu den Lippen führte, bemerkte er das dieser leer war....und leise fluchte er.....ja, er würde sich endlich mal eine größere Version zulegen müssen....Er hob den Blick und sah noch einmal auf den See. Er hatte keine Ahnung wie lange er hier saß, aber er fühlte sich erholt.....langsam nahm er den Mantel vom Baumstamm und legte ihn um...Als er die Hände in die Taschen steckte und mit einem leisen Summen auf den Lippen begann nach zurück nach Berchgard zu laufen....und auch auf dem Weg nach Hause hatte er wieder die selben Gedanken im Kopf wie seit zwei Tagen....
Endlich war das Eis aufgetaut...! Rogan zog seinen Mantel aus, legte ihn über den Baumstamm, und setzt sich dann auf eben diesen. Er war bestimmt einen Monat nicht mehr an seinem "Stammplatz" hier am See gewesen. Und als er es das letzte mal war, war das Eis noch so dick das eine ganze Armee darüber hätte maschieren können, ohne das sich auch nur ein Sprung in der Eisdecke gebildet hätte. Jetzt würde es auch nicht mehr lange dauern bis die ersten Enten wieder auf dem See schwammen. Sie würden wieder zu ihm kommen und ihn anmeckern weil er wieder kein Brot für sie dabei hatte. Während er seinen kleinen Flachmann hervor holte und öffnete lies er seinen Blick über das Ufer schweifen. Weit und breit war weder Mensch noch Tier zu sehen.Sehr gut, denn so war es ruhig. Und Ruhe war das was er jetzt nach all dem Wirbel wollte....
Er hätte nie gedacht das Leonore so sein könnte wie sie es war. Eine Trennung ist nie angenehm, das wußte er selbst nur allzu gut...Aber er hatte soviel Rücksicht auf sie genommen wie er konnte. Er wohnte bereits seit Wochen wieder in der Taverne ..... und nach und nach ging es ihm dort immer besser. Als Leonore dann vor einigen Tagen am Lamm erschien wußte Rogan das sanfte Worte nicht mehr helfen würden....er sagte es ihr nochmals in aller deutlichkeit....er sah keinen Sinn mehr die Beziehung weiter zu führen.....er wolllte, und er konnte es nicht mehr....
Der Abend ging schließlich vorbei und als Rogan dann endlich nach der Arbeit ins Bett fühlte er Erleichterung. Es dauerte nicht lange und er schlief ein...Die nächsten Tage verbrachte er dann wieder im selben Trott, der inzwischen wieder zu seinem Alltag geworden war, und er genoß es, auch wenn er Amarys Knochen mehr als einmal verfluchte, sie schien die Arbeit zu meiden wo es nur ging. Doch Rogan war nicht wirklich böse, es waren eben die Kappeleien die sie schon immer hatten, und auch diese fehlten ihm.
Doch dann kam der gestrige Abend. Rogan kam gerade aus Menekur zurück. Wenn er auch nicht viel von der Kultur dieses Volkes wusste, so wußte er auf jeden Fall das es dort viel zu heiss ist.....umso mehr freute er sich auf einen kleinen Schluck in der Taverne und auf sein Bett. Er betrat die Taverne und glaubte seinen Augen nicht zu trauen.....Neben Linnet und Rahel saß dort auch Leonore....die darauf folgenden Gespräche und Diskussionen überforderten ihn...er wollte das alles nicht mehr....er hatte es doch beendet....nicht nur einmal....wieso tat sie das jetzt schon wieder....? Am Ende kam es zu einem großen Streit und Leonore ging.....so wie sie sagte endgültig....Vielleicht erwartete sie ja das er ihr nachging....aber er wollte es einfach nicht...es sollte doch einfach nur vorbei sein.....und das schien es nun anscheinend auch....was Rogan mehr als nur erleichterte.
Den heutigen Tag verbrachte er mit Belanglosigkeiten. Er hinterlies Amary eine Nachricht das er bald Linnet kochen lassen würde wenn sie nicht bald mal die Essenvorräte auffrischt, und Amary wußte das dies dann das Ende des Lamms bedeuten würde und zu einer Anklage wegen Mordversuch durch die Gäste führen würde...dann fuhr er mit der Kutsche nach Bajard um seinen alten Freund Siran zu sehen....doch dieser war mal wieder nicht aufzufinden....Also beschloss er letztendlich mal wieder seinen alten Lieblingsplatz aufzusuchen.
Als er den kleinen Flachmann erneut zu den Lippen führte, bemerkte er das dieser leer war....und leise fluchte er.....ja, er würde sich endlich mal eine größere Version zulegen müssen....Er hob den Blick und sah noch einmal auf den See. Er hatte keine Ahnung wie lange er hier saß, aber er fühlte sich erholt.....langsam nahm er den Mantel vom Baumstamm und legte ihn um...Als er die Hände in die Taschen steckte und mit einem leisen Summen auf den Lippen begann nach zurück nach Berchgard zu laufen....und auch auf dem Weg nach Hause hatte er wieder die selben Gedanken im Kopf wie seit zwei Tagen....
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Rogan Virr
Etappe 6: "Verwirrung"
Rogan lag auf dem Boden, der Rücken im Gras, den Kopf auf der Decke welche er als Kopfkissen zweckentfremdete. Er war froh das die Nächte nicht mehr so kalt waren, jetzt wo er sie im freien verbringen musste. Die Arme waren unter seinem Kopf verschränkt und sein Blick war gen Himmel gerichtet. Er zupfte einen Grashalm aus dem Boden und steckte das Ende in den Mund. Er betrachtete den hellen Vollmond während seine Gedanken dahin schweiften.
Das Lamm war geschlossen. Und es sollte in Berchgard nie wieder eröffnet werden...Nun gut...so war es nunmal öfter im Leben...mal ist man oben....und mal ist man unten....um das Lamm machte er sich keine Sorgen....das würde schon alles wieder werden. Die Pläne die sie hatten waren gut durchdacht und bisher hatten sie noch jede Hürde genommen. Aber er fand das er in all den anderen Dingen nun schon lang genug "unten" war...und es wurde Zeit dies endlich in die Hand zu nehmen und zu ändern. Rogan tat in den letzten Tagen das, was er schon lange nicht mehr getan hatte: Er arbeitete. Er verbrachte Stunden in der Mine und erledigte den einen oder anderen Auftrag. Es musste frisches Gold in die Tasche kommen, denn es wurde Zeit endlich wieder ein eigenes Haus zu bauen. Überraschend schnell hatte er das Gold und die Rohstoffe zusammen, doch nun stellte sich die Frage wo er es bauen sollte. Viele Plätze hatte er sich in den letzten Tagen angesehen, er könnte nicht einmal sagen wieviele genau....doch keiner mochte ihm so recht gefallen.....keiner bis auf einen. Durch Zufall hatte ihn jemand am gestrigen Abend auf die Idee gebracht. Im Grunde lag es nahe dort zu bauen, der Platz schien ideal in vielerlei Hinsicht....doch wäre er von alleine niemals auf diese Idee gekommen. Gut, diese Hürde wäre also genommen, er musste nur noch warten bis die Bauarbeiter endlich eintrafen.....
Doch war seine Liste noch um einiges länger. Das hatte mehrere Gründe...doch Rogan machte sich nicht die Mühe die Schuld bei andere zu suchen, nein....Er wußte das nur er ganz allein Schuld an seiner Situation war...
In Gedanken ging er die gesamte Liste in seinem Kopf noch einmal durch. Es gab viele "Kleinigkeiten" auf dieser Liste, und Rogan wusste das diese zwar auch Zeit verschlingen würden, aber recht leicht zu bewältigen wären. Aber da gab es auch noch einen Punkt der recht neu auf dieser Liste stand. Er stand geradezu dick und fett in der obersten Reihe. Und er konnte es drehen und wenden wie er wollte, aber er wußte: Diese Sache zu "erledigen" würde um einiges schwieriger sein als etwa das Haus zu bauen...und dies war auch der Punkt der ihn so sehr verwirrte...dabei hatte er sich vor Monaten schon geschworen durch so etwas nicht mehr verwirren zu lassen...er würde einfach eine Nacht darüber schlafen, und dann würde er entscheiden wie er vorgehen würde. Ja, das war die einzig richtige Lösung...
Rogan dreht den Kopf und sah auf das Flackern des Kerzenlichtes. Er schloss die Augen und pustete die Kerze aus. Jetzt würde er erstmal schlafen. Morgen würde ein neuer Tag beginnen, ein Tag an welchem er beginnen würde endlich all die Dinge anzugehen welche er aufgeschoben hatte...Der Tag an dem er das "Problem" welches ihn so sehr verwirrte angehen würde....es dauerte eine Weile, dann fiel er in einen unruhigen Schlaf......
Rogan lag auf dem Boden, der Rücken im Gras, den Kopf auf der Decke welche er als Kopfkissen zweckentfremdete. Er war froh das die Nächte nicht mehr so kalt waren, jetzt wo er sie im freien verbringen musste. Die Arme waren unter seinem Kopf verschränkt und sein Blick war gen Himmel gerichtet. Er zupfte einen Grashalm aus dem Boden und steckte das Ende in den Mund. Er betrachtete den hellen Vollmond während seine Gedanken dahin schweiften.
Das Lamm war geschlossen. Und es sollte in Berchgard nie wieder eröffnet werden...Nun gut...so war es nunmal öfter im Leben...mal ist man oben....und mal ist man unten....um das Lamm machte er sich keine Sorgen....das würde schon alles wieder werden. Die Pläne die sie hatten waren gut durchdacht und bisher hatten sie noch jede Hürde genommen. Aber er fand das er in all den anderen Dingen nun schon lang genug "unten" war...und es wurde Zeit dies endlich in die Hand zu nehmen und zu ändern. Rogan tat in den letzten Tagen das, was er schon lange nicht mehr getan hatte: Er arbeitete. Er verbrachte Stunden in der Mine und erledigte den einen oder anderen Auftrag. Es musste frisches Gold in die Tasche kommen, denn es wurde Zeit endlich wieder ein eigenes Haus zu bauen. Überraschend schnell hatte er das Gold und die Rohstoffe zusammen, doch nun stellte sich die Frage wo er es bauen sollte. Viele Plätze hatte er sich in den letzten Tagen angesehen, er könnte nicht einmal sagen wieviele genau....doch keiner mochte ihm so recht gefallen.....keiner bis auf einen. Durch Zufall hatte ihn jemand am gestrigen Abend auf die Idee gebracht. Im Grunde lag es nahe dort zu bauen, der Platz schien ideal in vielerlei Hinsicht....doch wäre er von alleine niemals auf diese Idee gekommen. Gut, diese Hürde wäre also genommen, er musste nur noch warten bis die Bauarbeiter endlich eintrafen.....
Doch war seine Liste noch um einiges länger. Das hatte mehrere Gründe...doch Rogan machte sich nicht die Mühe die Schuld bei andere zu suchen, nein....Er wußte das nur er ganz allein Schuld an seiner Situation war...
In Gedanken ging er die gesamte Liste in seinem Kopf noch einmal durch. Es gab viele "Kleinigkeiten" auf dieser Liste, und Rogan wusste das diese zwar auch Zeit verschlingen würden, aber recht leicht zu bewältigen wären. Aber da gab es auch noch einen Punkt der recht neu auf dieser Liste stand. Er stand geradezu dick und fett in der obersten Reihe. Und er konnte es drehen und wenden wie er wollte, aber er wußte: Diese Sache zu "erledigen" würde um einiges schwieriger sein als etwa das Haus zu bauen...und dies war auch der Punkt der ihn so sehr verwirrte...dabei hatte er sich vor Monaten schon geschworen durch so etwas nicht mehr verwirren zu lassen...er würde einfach eine Nacht darüber schlafen, und dann würde er entscheiden wie er vorgehen würde. Ja, das war die einzig richtige Lösung...
Rogan dreht den Kopf und sah auf das Flackern des Kerzenlichtes. Er schloss die Augen und pustete die Kerze aus. Jetzt würde er erstmal schlafen. Morgen würde ein neuer Tag beginnen, ein Tag an welchem er beginnen würde endlich all die Dinge anzugehen welche er aufgeschoben hatte...Der Tag an dem er das "Problem" welches ihn so sehr verwirrte angehen würde....es dauerte eine Weile, dann fiel er in einen unruhigen Schlaf......
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Rogan Virr
Etappe 7: Ehe, Erstaustattungen, Ex-Frauen und andere Grausamkeiten mit „E“
Rogan schloss müde die Tür auf und ging in das stockfinstere Haus hinein. Die Tür hinter sich schließend versuchte er im schummrigen Mondlicht, welches durch das Fenster schien, etwas zu erkennen. Langsam ging er dann in Richtung des Sclafzimmers….wobei „Schlafzimmer“ nicht das richtige Wort war…..genau genommen handelte es sich nur um ein einfaches Bett welches ihm Miranda geschenkt hatte und zur Zeit war es auch das einzige Möbelstück welches er besaß. Und das war auch der Grund warum er es einfach im erstbesten Raum aufstellte. Als er sich dann endlich zum Bett vorgetastet hatte, zog er sich aus, warf die Kleidung einfach neben das Bett, und legte sich in jenes. Er zog sich die Decke bis zum Kinn, legt die Hände unter den Kopf und blickte die Decke an. Schlafen würde er jetzt noch nicht kennen, das wusste er, dafür war der heutige Abend einfach zu…….ereignisreich….. genauso wie die letzten Wochen…..Er ging in Gedanken die Ereignisse bis zum heutigen Abend nochmal durch….
Es war knapp zwei Wochen her als an der Baustelle saß, an welcher das neue Lamm errichtet wurde…Das Haus war so gut wie fertig, aber die Arbeit die noch vor ihnen lag schien unendlich zu sein. Wenn das Haus erstmal stand, musste es komplett eingerichtet werden. Rogan wusste das es an ihm liegen würde den Teppich zu verlegen, welchen Amary in allen Räumen haben wollte, und er seufzte. Er hasste diese Art von Arbeit, aber er hasste es noch viel mehr wenn Linnet und Amary ihn so lange mit ihrem Gemecker und Sticheleien nervten, also gab er schon frühzeitig die Hoffnung auf das dieser Kelch an ihm vorüber gehen würde und fand sich innerlich damit ab. Aber die Einrichtung machte ihm weniger sorgen, viel mehr Kopfzerbrechen bereitete ihm die Frage wie sie ihre inzwischen knapp werdenden Waren aufstocken würden. Doch all diese Gedanken schob er im Moment zur Seite. Im Moment starrte er einfach nur Linnet an…..um genauer zu sein den Ring welchen sie am Ringfinger und versuchte die einfachen Worte „Ich habe geheiratet“ in seinem Kopf mit einem Sinn zu verbinden…..So, sie hatte also geheiratet….Er konnte es immer noch nicht glauben. Sie heiratete klammheimlich, ohne Feier und ohne Gäste….einen Mann den von ihren Freunden so gut wie keiner kannte…Rogan verstand es immer noch nicht wirklich, aber er wusste das er ihr nun wohl gratulieren musste, und so tat er dies auch und wünschte ihr alles Glück auf dieser Welt….somit hatte er dann ja seine Pflicht getan, verstehen musste er es ohnehin nicht, schließlich hatte ja sie und nicht er geheiratet…..So kam es das seit diesem Abend Linnets Mann regelmäßiger Gast im Lamm wurde. Ein wenig zu regelmäßig für Rogans Geschmack, aber was wusste er schon von der Ehe…
Einige Tage später stand er wieder an dem Ort, an welchem sein Haus gebaut wurde. Die ersten Mauern standen bereits und die Handwerker wuselten eifrig auf dem Grundstück herum. Rogan wusste das er hier nicht helfen konnte, aber in die Taverne wollte er auch nicht gehen, Amarys Befehlston ging im langsam aber sicher auf die Nerven, zumal sie außer rumstehen und Anweisungen geben irgendwie keinen Finger krumm machte. So ging er nach langer Zeit mal wieder ins Handwerkshaus nach Berchgard, denn er hatte schon seit 2 Tagen eine Idee, und heute würde er sie verwirklichen. Stunden war er damit beschäftigt das Metall zu schmieden, doch als er endlich die letzte Schicht der Legierung aufgetragen und seine Arbeit beendet hatte, sah er sein Ergebnis mit einem zufriedenen Lächeln an. Die Schneiden des Pflugs würden sich wie ein Messer durch warme Butter schneiden, und Rost sollte für sie auch kein Thema sein. So schleppte er dann den neuen Pflug zu Mirandas Hof, und er hatte das Gefühl diese Schlepperei war um einiges anstrengender als die Herstellung des Pflugs selbst. Miranda begrüßte ihn freundlich wie eh und je, aber sie blickte sogleich auch skeptisch auf sein „Mitbringsel“. Er erklärte ihr dass er es nicht mehr mit ansehen konnte wie sie sich mit ihrem alten Pflug abrackert und er erklärte ihr welche Veränderungen er an jenem vorgenommen hatte, welcher er nun zu ihr brachte. Die kleine Bäuerin schien sich ehrlich zu freuen, und Rogan lächelte zufrieden auf. Er betrachtete sie einen Moment lang wie sie so vor ihm stand. Ihre dunkle Kleidung, welche sie immer zum arbeiten trug, ihre Hände verschmutzt mit Erde, doch um dies zu verberge legte sie diese hinter ihrem Rücken zusammen, wie sie es immer Tat wenn er sie auf dem Feld überraschte. Und dann dieses Gesicht, welches ein sanftes Lächeln umspielte während ihre blauen Augen fröhlich strahlten. Er rüttelte sich selbst wach aus seinen Gedanken und verabschiedete sich dann von ihr. Er ging durch das Tor und sah noch einmal bei der Baustelle seines Hauses vorbei, welche nur wenige Schritte von Mirandas Hof entfernt war. Sie war es, welche ihm den Bauplatz empfohlen hatte, und er war froh dass die Suche beendet und das neue Haus bald stehen würde.
Doch wurde es auch langsam Zeit sich Gedanke über die Ausstattung der Räume zu machen. Er hatte keine Möbel, keine Teppiche, nicht einmal Truhen, in welchen er sein Hab und Gut verstauen konnte. Und so machte er sich einige Tage später auf die Suche nach Bospa, er würde ihm sicherlich bei der Sache mit den Möbeln helfen. Als er das Handwerkshaus betrat hörte er von innen laute Stimmen. Erst dachte er dass lautstark um Ware gefeilscht werden würde, doch gerade als er den Hauptraum betrat, wurde er beinahe von einer weinenden Rahel umgerannt. Rogan blinzelte irritiert als sie ihm direkt und ohne Umschweife ihr Leid klagte. Rahel deutete immer wieder in Richtung der Schreinerecke, und Rogan selbst war mehr als überrascht als er dort Leonore sah…Er wusste allerdings nicht was ihn mehr überraschte: Die Tatsache das Leonore nun anscheinend Thancreds neue Gefährtin war, oder Thancreds offensichtlicher Anfall von Tollwut....ja, es musste Tollwut sein, sonst würde er doch Leonore nie als Partnerin wählen…..Doch dann schmunzelte Rogan…Wenn es tatsächlich so war dass die beiden ein turtelndes Pärchen geworden sind, so sollte ihm das nur Recht sein, denn so würde er wohl endlich Ruhe von Leonore haben, und das war genau das was er wollte. Denn seit er sich von ihr getrennt hatte, und das war nun nicht gerade erst ein paar Tage her, schien sie zu einem Fluch zu werden. Gut, um Thancred tat es im leid, denn er mochte ihn wirklich sehr und hatte ihm eine Menge zu verdanken….Aber ein paar graue Haare mehr würden bei dem alten Zausel sicherlich gar nicht auffallen. Zog sich dezent zurück und überlies Thancred, Leonore und Rahel ihrer lauthalsen Diskussion. Vor der Tür traf er dann auch endlich auf Bospa und Rogan machte sich zufrieden auf den Weg ins Lamm nachdem dieser ihm zugesagt hatte einige Möbel für ihn zu fertigen.
So gingen auch die nächsten Tage ins Land. Inzwischen hatte das Lamm geöffnet, und auch wenn es immer wieder kleine Probleme gab, so konnte Rogan sich über mangelnde Gäste und Umsätze nicht beklagen. Zufrieden stellte er fest dass auch Miranda tapfer jeden Abend kam um mitzuhelfen. Er wusste dass sie einige Bedenken hatte, und nachdem er sie gestern Abend aufgrund dieser Bedenken einfach mit nach Adoran gezogen hatte um bei Mariella von Dornwald vorzusprechen, schien sie zumindest ein wenig erleichtert zu sein. Auch an diesem Abend war die Taverne wieder bis zum bersten voll mit Gästen. Rogan legte das Gold, welches er gerade kassiert hatte, in die Kasse und seufzte laut auf als er sah dass diese schon wieder komplett leer war. Er fragte sich was Amary eigentlich immer mit all dem Gold anstellte, und er nahm sich vor ihr die Ohren langzuziehen wenn er sie das nächste Mal sehen würde. Es konnte doch nicht sein das jeden Abend Gold eingenommen wurde, aber Rogan die Lieferanten immer mit seinem eigenen Gold bezahlen musste, weil die Kasse dennoch stets leer war. Er fragte sich ob Amary eigentlich einen Bettelritter geheiratet hatte, oder ob Mandred sie einfach an der kurzen Leine hielt. Schmunzelnd entschied er sich für die zweite Lösung und nickte kurz anerkennend bei diesem Gedanken. Er und Mandred würden wohl nie beste Freund werden, aber irgendwie begann er ihn zu mögen. Wie jeden Abend, so machte er sich dann auch an diesem mit Miranda zusammen auf den Heimweg, waren sie jetzt ja Nachbarn. Er kam noch auf einen Krug Wasser mit auf ihre Veranda und sie plauderten ein wenig. Und als Rogan sie letztendlich doch verließ, das kleine Kästchen mitsamt Inhalt bei ihr belassend, so tat er dies mit einem Lächeln auf den Lippen.
So ging Tag und Tag ins Land und sein Leben führte ihn zum heutigen Abend. Er wusste immer noch nicht genau was er von diesem Abend halten sollte. Im Grunde begann der Abend ruhig, beschlossen Linnet, Miranda und er doch die Taverne für heute geschlossen zu lassen. Doch irgendwie überschlugen sich dann, gerade als er eigentlich nach Hause wollte, doch die Ereignisse. Erst eine angetrunkene Fleure, dann Miranda´s Bitte das er Fleure nach Hause geleiten sollte damit dieser nichts passierte, der Moment in welchem er Miranda zu Seite zog, die Worte die er ihr sagte während Fleure sich davon schlich, seine Suche nach dem „entflohenen“ und angetrunkenen Mädchen, der Weg der er sie, nachdem er sie fand nach Hause geleitete, die Begegnung mit Leonore und Thancred, seine Rückreise zum Lamm wo Miranda noch immer saß und die Worte welche er mit ihr im Schein des Lagerfeuers wechselte…
Rogan knautschte das Kissen zurecht und deckte sich nochmal richtig zu. Es waren einfach zu viele Gedanken welche sich in seinem Kopf drehten, und er wusste dass bald wieder die Sonne aufgehen würde und er wenigstens die letzten Stunden Schlaf nutzen sollte. So schloss er dann die Augen und konzentrierte sich auf einen ganz bestimmten Gedanken. Vor seinem inneren Auge formte sich dann ein Bild…. Es war jene Situation die er vor nicht mal einer Stunde erlebte….Und er dachte wieder und wieder an das, was passierte als er im Flackern des warmen Lagerfeuers vor Miranda stand….und es war auch dieser Gedanke, der ihn dann in einen zufriedenen Schlaf fallen lies….
Rogan schloss müde die Tür auf und ging in das stockfinstere Haus hinein. Die Tür hinter sich schließend versuchte er im schummrigen Mondlicht, welches durch das Fenster schien, etwas zu erkennen. Langsam ging er dann in Richtung des Sclafzimmers….wobei „Schlafzimmer“ nicht das richtige Wort war…..genau genommen handelte es sich nur um ein einfaches Bett welches ihm Miranda geschenkt hatte und zur Zeit war es auch das einzige Möbelstück welches er besaß. Und das war auch der Grund warum er es einfach im erstbesten Raum aufstellte. Als er sich dann endlich zum Bett vorgetastet hatte, zog er sich aus, warf die Kleidung einfach neben das Bett, und legte sich in jenes. Er zog sich die Decke bis zum Kinn, legt die Hände unter den Kopf und blickte die Decke an. Schlafen würde er jetzt noch nicht kennen, das wusste er, dafür war der heutige Abend einfach zu…….ereignisreich….. genauso wie die letzten Wochen…..Er ging in Gedanken die Ereignisse bis zum heutigen Abend nochmal durch….
Es war knapp zwei Wochen her als an der Baustelle saß, an welcher das neue Lamm errichtet wurde…Das Haus war so gut wie fertig, aber die Arbeit die noch vor ihnen lag schien unendlich zu sein. Wenn das Haus erstmal stand, musste es komplett eingerichtet werden. Rogan wusste das es an ihm liegen würde den Teppich zu verlegen, welchen Amary in allen Räumen haben wollte, und er seufzte. Er hasste diese Art von Arbeit, aber er hasste es noch viel mehr wenn Linnet und Amary ihn so lange mit ihrem Gemecker und Sticheleien nervten, also gab er schon frühzeitig die Hoffnung auf das dieser Kelch an ihm vorüber gehen würde und fand sich innerlich damit ab. Aber die Einrichtung machte ihm weniger sorgen, viel mehr Kopfzerbrechen bereitete ihm die Frage wie sie ihre inzwischen knapp werdenden Waren aufstocken würden. Doch all diese Gedanken schob er im Moment zur Seite. Im Moment starrte er einfach nur Linnet an…..um genauer zu sein den Ring welchen sie am Ringfinger und versuchte die einfachen Worte „Ich habe geheiratet“ in seinem Kopf mit einem Sinn zu verbinden…..So, sie hatte also geheiratet….Er konnte es immer noch nicht glauben. Sie heiratete klammheimlich, ohne Feier und ohne Gäste….einen Mann den von ihren Freunden so gut wie keiner kannte…Rogan verstand es immer noch nicht wirklich, aber er wusste das er ihr nun wohl gratulieren musste, und so tat er dies auch und wünschte ihr alles Glück auf dieser Welt….somit hatte er dann ja seine Pflicht getan, verstehen musste er es ohnehin nicht, schließlich hatte ja sie und nicht er geheiratet…..So kam es das seit diesem Abend Linnets Mann regelmäßiger Gast im Lamm wurde. Ein wenig zu regelmäßig für Rogans Geschmack, aber was wusste er schon von der Ehe…
Einige Tage später stand er wieder an dem Ort, an welchem sein Haus gebaut wurde. Die ersten Mauern standen bereits und die Handwerker wuselten eifrig auf dem Grundstück herum. Rogan wusste das er hier nicht helfen konnte, aber in die Taverne wollte er auch nicht gehen, Amarys Befehlston ging im langsam aber sicher auf die Nerven, zumal sie außer rumstehen und Anweisungen geben irgendwie keinen Finger krumm machte. So ging er nach langer Zeit mal wieder ins Handwerkshaus nach Berchgard, denn er hatte schon seit 2 Tagen eine Idee, und heute würde er sie verwirklichen. Stunden war er damit beschäftigt das Metall zu schmieden, doch als er endlich die letzte Schicht der Legierung aufgetragen und seine Arbeit beendet hatte, sah er sein Ergebnis mit einem zufriedenen Lächeln an. Die Schneiden des Pflugs würden sich wie ein Messer durch warme Butter schneiden, und Rost sollte für sie auch kein Thema sein. So schleppte er dann den neuen Pflug zu Mirandas Hof, und er hatte das Gefühl diese Schlepperei war um einiges anstrengender als die Herstellung des Pflugs selbst. Miranda begrüßte ihn freundlich wie eh und je, aber sie blickte sogleich auch skeptisch auf sein „Mitbringsel“. Er erklärte ihr dass er es nicht mehr mit ansehen konnte wie sie sich mit ihrem alten Pflug abrackert und er erklärte ihr welche Veränderungen er an jenem vorgenommen hatte, welcher er nun zu ihr brachte. Die kleine Bäuerin schien sich ehrlich zu freuen, und Rogan lächelte zufrieden auf. Er betrachtete sie einen Moment lang wie sie so vor ihm stand. Ihre dunkle Kleidung, welche sie immer zum arbeiten trug, ihre Hände verschmutzt mit Erde, doch um dies zu verberge legte sie diese hinter ihrem Rücken zusammen, wie sie es immer Tat wenn er sie auf dem Feld überraschte. Und dann dieses Gesicht, welches ein sanftes Lächeln umspielte während ihre blauen Augen fröhlich strahlten. Er rüttelte sich selbst wach aus seinen Gedanken und verabschiedete sich dann von ihr. Er ging durch das Tor und sah noch einmal bei der Baustelle seines Hauses vorbei, welche nur wenige Schritte von Mirandas Hof entfernt war. Sie war es, welche ihm den Bauplatz empfohlen hatte, und er war froh dass die Suche beendet und das neue Haus bald stehen würde.
Doch wurde es auch langsam Zeit sich Gedanke über die Ausstattung der Räume zu machen. Er hatte keine Möbel, keine Teppiche, nicht einmal Truhen, in welchen er sein Hab und Gut verstauen konnte. Und so machte er sich einige Tage später auf die Suche nach Bospa, er würde ihm sicherlich bei der Sache mit den Möbeln helfen. Als er das Handwerkshaus betrat hörte er von innen laute Stimmen. Erst dachte er dass lautstark um Ware gefeilscht werden würde, doch gerade als er den Hauptraum betrat, wurde er beinahe von einer weinenden Rahel umgerannt. Rogan blinzelte irritiert als sie ihm direkt und ohne Umschweife ihr Leid klagte. Rahel deutete immer wieder in Richtung der Schreinerecke, und Rogan selbst war mehr als überrascht als er dort Leonore sah…Er wusste allerdings nicht was ihn mehr überraschte: Die Tatsache das Leonore nun anscheinend Thancreds neue Gefährtin war, oder Thancreds offensichtlicher Anfall von Tollwut....ja, es musste Tollwut sein, sonst würde er doch Leonore nie als Partnerin wählen…..Doch dann schmunzelte Rogan…Wenn es tatsächlich so war dass die beiden ein turtelndes Pärchen geworden sind, so sollte ihm das nur Recht sein, denn so würde er wohl endlich Ruhe von Leonore haben, und das war genau das was er wollte. Denn seit er sich von ihr getrennt hatte, und das war nun nicht gerade erst ein paar Tage her, schien sie zu einem Fluch zu werden. Gut, um Thancred tat es im leid, denn er mochte ihn wirklich sehr und hatte ihm eine Menge zu verdanken….Aber ein paar graue Haare mehr würden bei dem alten Zausel sicherlich gar nicht auffallen. Zog sich dezent zurück und überlies Thancred, Leonore und Rahel ihrer lauthalsen Diskussion. Vor der Tür traf er dann auch endlich auf Bospa und Rogan machte sich zufrieden auf den Weg ins Lamm nachdem dieser ihm zugesagt hatte einige Möbel für ihn zu fertigen.
So gingen auch die nächsten Tage ins Land. Inzwischen hatte das Lamm geöffnet, und auch wenn es immer wieder kleine Probleme gab, so konnte Rogan sich über mangelnde Gäste und Umsätze nicht beklagen. Zufrieden stellte er fest dass auch Miranda tapfer jeden Abend kam um mitzuhelfen. Er wusste dass sie einige Bedenken hatte, und nachdem er sie gestern Abend aufgrund dieser Bedenken einfach mit nach Adoran gezogen hatte um bei Mariella von Dornwald vorzusprechen, schien sie zumindest ein wenig erleichtert zu sein. Auch an diesem Abend war die Taverne wieder bis zum bersten voll mit Gästen. Rogan legte das Gold, welches er gerade kassiert hatte, in die Kasse und seufzte laut auf als er sah dass diese schon wieder komplett leer war. Er fragte sich was Amary eigentlich immer mit all dem Gold anstellte, und er nahm sich vor ihr die Ohren langzuziehen wenn er sie das nächste Mal sehen würde. Es konnte doch nicht sein das jeden Abend Gold eingenommen wurde, aber Rogan die Lieferanten immer mit seinem eigenen Gold bezahlen musste, weil die Kasse dennoch stets leer war. Er fragte sich ob Amary eigentlich einen Bettelritter geheiratet hatte, oder ob Mandred sie einfach an der kurzen Leine hielt. Schmunzelnd entschied er sich für die zweite Lösung und nickte kurz anerkennend bei diesem Gedanken. Er und Mandred würden wohl nie beste Freund werden, aber irgendwie begann er ihn zu mögen. Wie jeden Abend, so machte er sich dann auch an diesem mit Miranda zusammen auf den Heimweg, waren sie jetzt ja Nachbarn. Er kam noch auf einen Krug Wasser mit auf ihre Veranda und sie plauderten ein wenig. Und als Rogan sie letztendlich doch verließ, das kleine Kästchen mitsamt Inhalt bei ihr belassend, so tat er dies mit einem Lächeln auf den Lippen.
So ging Tag und Tag ins Land und sein Leben führte ihn zum heutigen Abend. Er wusste immer noch nicht genau was er von diesem Abend halten sollte. Im Grunde begann der Abend ruhig, beschlossen Linnet, Miranda und er doch die Taverne für heute geschlossen zu lassen. Doch irgendwie überschlugen sich dann, gerade als er eigentlich nach Hause wollte, doch die Ereignisse. Erst eine angetrunkene Fleure, dann Miranda´s Bitte das er Fleure nach Hause geleiten sollte damit dieser nichts passierte, der Moment in welchem er Miranda zu Seite zog, die Worte die er ihr sagte während Fleure sich davon schlich, seine Suche nach dem „entflohenen“ und angetrunkenen Mädchen, der Weg der er sie, nachdem er sie fand nach Hause geleitete, die Begegnung mit Leonore und Thancred, seine Rückreise zum Lamm wo Miranda noch immer saß und die Worte welche er mit ihr im Schein des Lagerfeuers wechselte…
Rogan knautschte das Kissen zurecht und deckte sich nochmal richtig zu. Es waren einfach zu viele Gedanken welche sich in seinem Kopf drehten, und er wusste dass bald wieder die Sonne aufgehen würde und er wenigstens die letzten Stunden Schlaf nutzen sollte. So schloss er dann die Augen und konzentrierte sich auf einen ganz bestimmten Gedanken. Vor seinem inneren Auge formte sich dann ein Bild…. Es war jene Situation die er vor nicht mal einer Stunde erlebte….Und er dachte wieder und wieder an das, was passierte als er im Flackern des warmen Lagerfeuers vor Miranda stand….und es war auch dieser Gedanke, der ihn dann in einen zufriedenen Schlaf fallen lies….
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Rogan Virr
Etappe 8: Rogan macht was richtig!
Rogan streckte den Kopf vor, bis dieser ganz nah über dem Teller schwebte. Dann zog der den „Duft“ tief in die Nase ein….und schauderte…..Wie konnte man so was überhaupt kochen, geschweige denn essen? Langsam schob er den Teller mit dem gebratenen Skorpionfleisch bei Seite und widmete sich dem kleinen, grünen Glas was daneben stand. Kaktusschnaps….! Wenigstens etwas was ihm gefiel und was auch schmeckte. Aber so ist es nun mal im Geschäftsleben : Man muss verkaufen..! Und solange andere es kaufen würden, sollte es ihm recht sein. So nahm er seinen Kaktusschnaps und schlenderte zum großen Tisch im Garten, wo bereits ein dickes Buch und ein Kohlestift auf ihn warteten. Er setzte sich langsam auf die Bank und atmete einmal die milde Abendluft ein. Endlich kühlte es mal ein kleinwenig ab. So saß er dort einige Minuten lang und anstatt seiner Arbeit, in diesem Fall die Bücher aktualisieren, nachzugehen, lies er seine Gedanken ein wenig schweifen, denn in den letzten Wochen war viel passiert, und zu seiner eigenen Überraschung nahezu nur positives….
„Nein, ich hab Miranda nicht gesehen. Und nein, wir hatten keinen Streit!“, murrte Rogan Amary und Linnet entgegen. Oh wie er diese Frage nicht mehr hören konnte. Und dieses breite Grinsen in deren Gesichtern wenn sie ihm Tag für Tag die selben Fragen stellte konnte er auch nicht mehr sehen! Und die beiden wussten genau wie sehr er sich darüber ärgerte. Aber noch mehr, auch wenn er es den beiden gegenüber niemals zugeben würde, bereitete es ihm selbst Kummer das er Miranda in der letzten Zeit so gut wie gar nicht sah…Und so war es noch an diesem Abend als er beschloss die Schürze in die Ecke zu werfen und direkt jetzt zu ihr zu gehen. Also lies er die beiden gackernden Hennen einfach stehen und machte sich auf zur Kutsche. Auf dem Weg dorthin grüßten ihn einige bekannte Gesichter, doch Rogan nahm sie gar nicht wahr, seine Gedanken kreisten um einen Entschluss den er nun endgültig gefasst hatte. Nach einer, für Rogans empfinden viel zu langsamen Fahrt, erreichte die Kutsche endlich Berchgard. Noch ehe sie richtig stand, sprang er hinaus und ging mit großen Schritten in Richtung ihres Hofes. „Rooogan, ist alles in Ordnung?“ Erst als diese Worte zu ihm Durchdrangen hielt er abrupt inne, dreht sich um, und blinzelte überrascht als er Miranda am Wegesrand erkannte. Offensichtlich hatte sie ihn schon mehrfach gerufen, denn er war schon einige Meter an ihr vorbei gelaufen als ihre Worte endliche zu ihm durch drangen. Er holte einmal tief Luft und erklärte ihr das er sie dringend sprechen müsse. Und so gingen sie gemeinsam zu ihrem Hof und ließen sich, wie so oft, auf ihrer Veranda nieder. Mirandas Blicke waren beinahe besorgt als sie ihn fragte warum er denn so den Weg entlang stapfte. Es entwickelte sich ein längeres Gespräch, und Rogan genoss es mal wieder Zeit mit ihr alleine zu Verbringen. Noch ehe er sich verabschiedete teilte er ihr den Grund mit, weshalb er sie aufsuchte: Es wurde Zeit das sie mal wieder aus dem Alltag des Hofes heraus kam, und es wurde Zeit das er und sie mal einen Abend lang in aller Ruhe alleine verbrachten. Und so sagte er ihr, dass er sie in zwei Tagen Abends abholen würde. Sie war sichtlich überrascht und es war wieder einer der Momente, in welchem Rogan sich in ihren Augen verlieren konnte......Also hauchte er ihr noch einen Kuss auf die Stirn und verabschiedete sich…denn nun musste alles vorbereitet werden….
„Komm schon Linni, ich wüsste nicht wen ich sonst Fragen könnte!“, säuselte er lieblich in Linnets Richtung. Ihr Blick sagte alles, aber er musste dennoch Grinsen. „Einen Barden hab ich auch schon, und ein Baumeister ist ebenfalls organisiert. Jetzt komm schon…!“ Er war überrascht das sie von seinem Plan direkt begeistert war, zumal die Trennung von ihrem Mann noch nicht allzu lange her war. Aber was das dekorieren betraf, so war sie alles andere als hingerissen. Aber er wollte sie dabei haben, ihren Rat haben…..Es musste doch alles perfekt werden an diesem Abend….Und das er ihr großes Herz kannte, war er auch nicht sonderlich überrascht als sie endlich zustimmte. Er verabredete sich mit ihr zur Abendzeit, schilderte ihr den Weg zum besagten Ort, und begab sich mit einem lauten seufzen in die Küche, denn hier wartete seine größte Herausforderung auf ihn: Das Kochen! Aber er wollte es unbedingt selbst machen…! Einige Stunden später wischte er sich dann die Puddingreste von seinen Händen am Hemd ab und sah sich um. Das Essen war fertig, der Korb gepackt und die Küche…..ein Schlachtfeld…..Doch um das Chaos zu beseitigen blieb jetzt keine Zeit. Er ging in den Keller, zog sich um, nahm den Korb und machte sich auf den Weg…. Als er am besagten Ort ankam waren da schon Linnet, der Barde und der Baumeister samt eines Gehilfen.
„Wie haben sie es sich denn vorgestellt Herr Virr…?“, fragte ihn der Baumeister….Rogan rieb sich das Kinn und runzelte nachdenklich die Stirn. Als die Sonne schon tiefer sank, waren sie endlich fertig. Rogan seufzte, hatte das ganze nun doch viel länger gedauert als er eingeplant hatte, Miranda würde wohl schon ungeduldig warten…Aber dafür war das Ergebnis der Arbeit durchaus sehenswert! Und so machte er sich endlich auf den Weg sie abzuholen. Miranda stand bei ihren Pflanzen vor dem Hof und als Rogan sie erblickte, musste er zweimal hinsehen…und dann lächelte er…er liebte sie, so wie sie war….aber als sie so da stand…in diesem Kleid…mit hochgestecktem Haar und diesem funkeln in ihren blauen Augen, welches Neugier, Nervosität und Aufregung ausstrahlte…war er einfach nur von ihr verzaubert….So nahm er sie an der Hand und führte sie zu dem Ort, der nach diesem Abend „ihr“ Ort werden sollte….Der Abend verlief wie geplant, sie genossen das Essen, die leise Musik des Barden und redeten viel miteinander. Und als von der Sonne nur noch ein helles Schimmern über die Bergkuppen drang, wusste Rogan das es so weit war….Sein ganzer Körper kribbelte aufgrund der Nervosität als er nun vor ihr kniete, ihre linke Hand in den seinen hielt und in ihre blauen Augen blickte…. während er sie fragte ob sie seine Frau werden möchte….
Die folgenden Tage waren zum einen bitter, zum anderen wunderschön. Miranda war zu ihren Eltern gereist und er kümmerte sich wieder mehr um die Arbeit im Lamm. Immer wieder dachte er daran wie sie vor ihm stand, wie sie ihn anblickte…..ihn zittern lies….und wie er ihr letztendlich langsam den Ring überstreifte als sie einwilligte seine Frau zu werden. Er zählte die Stunden bis zu ihrer Rückkehr, und in der Arbeit hier im Lamm fand er etwas Ablenkung. Zu tun gab es durchaus genug: Man hatte beschlossen keine Rahaler mehr zu bewirten und das stieß natürlich auf wenig Verständnis bei diesem Personenkreis. Ein Krieg stand bevor und somit war die ohnehin schon gefährdete Taverne in noch größerer Bedrohung. Nur Amary schien die ganze Arbeit nicht wirklich gut zu bekommen, faselte sie doch seit Tagen über irgendwelche Säulen und Schreine und das sie auf den Pfad der Tugend einkehren würde….doch alles in allem kam man gut voran, und endlich, so empfand es zumindest Rogan, kam neuer Schwung und neues Leben in die Taverne….
So gingen die Tage ins Land und als Miranda endlich von der Reise wiederkam, fühlte sich Rogan glücklicher als jemals zu vor in seinem Leben. Abgesehen von einem Übergriff einiger Rahaler, bei welche Ira wohl entführt wurde, war es auch überraschend ruhig in der Taverne. Doch untätig waren sie alle nicht gewesen, so war nun endlich alles fertig eingerichtet, und inzwischen boten sie sogar exotische Speisen aus Menekur an. Auch waren wieder regelmäßig Gäste zugegen und an manchen Tagen hatten sie sogar Probleme alle Leute einen Sitzplatz anbieten zu können. Trotz der Nähe zum Kloster bekam man vom Krieg an sich überhaupt nichts mit, und zu Rogans Überraschung kamen nun auch regelmäßig Patrouillen am Lamm vorbei um nach dem rechten zu sehen. Das neue Konzept schien voll und ganz aufzugehen, worüber Rogan sehr glücklich war. Und so kam es das er das erste mal im Leben wirklich glücklich war, ohne Kummer und Sorgen, und seine Unbeschwertheit, welche ihn früher stets begleitete, kam mehr und mehr zurück……
Als er Schritte hörte, wurde Rogan aus seinen Träumereien gerissen. Er blinzelte kurz und blickte zum Eingang. Dort stand Bospa. Rogan winkte ihn zu sich heran und wollte ihn auf ein Bier einladen, doch dieser schien der Sinn nach etwas ganz anderem zu stehen. „Du elender Mistkerl!“, gröhlte dieser Rogan entgegen als er auf ihn zuging. Rogan konnte sich schon denken worum es ging und versuchte auf Bospa einzureden, doch dieser schien ihn nicht einmal zu zuhören, und beschimpfte ihn nur weiter. „Du hast dich zwischen uns gestellt, du hast sogar dein Haus zwischen uns gebaut. Du hast sie mir weg genommen!“, Bospa schien gar nicht mehr über seine Worte nachzudenken, doch langsam war auch Rogans Geduld am Ende. So ergab ein Wort das andere und irgendwann wandte sich der Schreiner von ihm ab und stapfte davon. Rogan wollte sich gerade schon umdrehen und wieder setzen als er, nur aus dem Augenwinkel, eine Bewegung wahr nahm. Doch um dem Schlag, welches mitten auf seine Brust gezielt hatte, vollends auszuweichen, war es zu spät, und so traf ihn Bospas Faust am rechten Oberarm und hinterließ dort einen schmerzenden Abdruck. Doch ehe Rogan irgendwie reagieren konnte war der Holzarbeiter nun wirklich verschwunden. Und so bahnte sich nun anscheinend doch wieder ein Problem an….doch dies würde Rogan schon lösen……..
Rogan streckte den Kopf vor, bis dieser ganz nah über dem Teller schwebte. Dann zog der den „Duft“ tief in die Nase ein….und schauderte…..Wie konnte man so was überhaupt kochen, geschweige denn essen? Langsam schob er den Teller mit dem gebratenen Skorpionfleisch bei Seite und widmete sich dem kleinen, grünen Glas was daneben stand. Kaktusschnaps….! Wenigstens etwas was ihm gefiel und was auch schmeckte. Aber so ist es nun mal im Geschäftsleben : Man muss verkaufen..! Und solange andere es kaufen würden, sollte es ihm recht sein. So nahm er seinen Kaktusschnaps und schlenderte zum großen Tisch im Garten, wo bereits ein dickes Buch und ein Kohlestift auf ihn warteten. Er setzte sich langsam auf die Bank und atmete einmal die milde Abendluft ein. Endlich kühlte es mal ein kleinwenig ab. So saß er dort einige Minuten lang und anstatt seiner Arbeit, in diesem Fall die Bücher aktualisieren, nachzugehen, lies er seine Gedanken ein wenig schweifen, denn in den letzten Wochen war viel passiert, und zu seiner eigenen Überraschung nahezu nur positives….
„Nein, ich hab Miranda nicht gesehen. Und nein, wir hatten keinen Streit!“, murrte Rogan Amary und Linnet entgegen. Oh wie er diese Frage nicht mehr hören konnte. Und dieses breite Grinsen in deren Gesichtern wenn sie ihm Tag für Tag die selben Fragen stellte konnte er auch nicht mehr sehen! Und die beiden wussten genau wie sehr er sich darüber ärgerte. Aber noch mehr, auch wenn er es den beiden gegenüber niemals zugeben würde, bereitete es ihm selbst Kummer das er Miranda in der letzten Zeit so gut wie gar nicht sah…Und so war es noch an diesem Abend als er beschloss die Schürze in die Ecke zu werfen und direkt jetzt zu ihr zu gehen. Also lies er die beiden gackernden Hennen einfach stehen und machte sich auf zur Kutsche. Auf dem Weg dorthin grüßten ihn einige bekannte Gesichter, doch Rogan nahm sie gar nicht wahr, seine Gedanken kreisten um einen Entschluss den er nun endgültig gefasst hatte. Nach einer, für Rogans empfinden viel zu langsamen Fahrt, erreichte die Kutsche endlich Berchgard. Noch ehe sie richtig stand, sprang er hinaus und ging mit großen Schritten in Richtung ihres Hofes. „Rooogan, ist alles in Ordnung?“ Erst als diese Worte zu ihm Durchdrangen hielt er abrupt inne, dreht sich um, und blinzelte überrascht als er Miranda am Wegesrand erkannte. Offensichtlich hatte sie ihn schon mehrfach gerufen, denn er war schon einige Meter an ihr vorbei gelaufen als ihre Worte endliche zu ihm durch drangen. Er holte einmal tief Luft und erklärte ihr das er sie dringend sprechen müsse. Und so gingen sie gemeinsam zu ihrem Hof und ließen sich, wie so oft, auf ihrer Veranda nieder. Mirandas Blicke waren beinahe besorgt als sie ihn fragte warum er denn so den Weg entlang stapfte. Es entwickelte sich ein längeres Gespräch, und Rogan genoss es mal wieder Zeit mit ihr alleine zu Verbringen. Noch ehe er sich verabschiedete teilte er ihr den Grund mit, weshalb er sie aufsuchte: Es wurde Zeit das sie mal wieder aus dem Alltag des Hofes heraus kam, und es wurde Zeit das er und sie mal einen Abend lang in aller Ruhe alleine verbrachten. Und so sagte er ihr, dass er sie in zwei Tagen Abends abholen würde. Sie war sichtlich überrascht und es war wieder einer der Momente, in welchem Rogan sich in ihren Augen verlieren konnte......Also hauchte er ihr noch einen Kuss auf die Stirn und verabschiedete sich…denn nun musste alles vorbereitet werden….
„Komm schon Linni, ich wüsste nicht wen ich sonst Fragen könnte!“, säuselte er lieblich in Linnets Richtung. Ihr Blick sagte alles, aber er musste dennoch Grinsen. „Einen Barden hab ich auch schon, und ein Baumeister ist ebenfalls organisiert. Jetzt komm schon…!“ Er war überrascht das sie von seinem Plan direkt begeistert war, zumal die Trennung von ihrem Mann noch nicht allzu lange her war. Aber was das dekorieren betraf, so war sie alles andere als hingerissen. Aber er wollte sie dabei haben, ihren Rat haben…..Es musste doch alles perfekt werden an diesem Abend….Und das er ihr großes Herz kannte, war er auch nicht sonderlich überrascht als sie endlich zustimmte. Er verabredete sich mit ihr zur Abendzeit, schilderte ihr den Weg zum besagten Ort, und begab sich mit einem lauten seufzen in die Küche, denn hier wartete seine größte Herausforderung auf ihn: Das Kochen! Aber er wollte es unbedingt selbst machen…! Einige Stunden später wischte er sich dann die Puddingreste von seinen Händen am Hemd ab und sah sich um. Das Essen war fertig, der Korb gepackt und die Küche…..ein Schlachtfeld…..Doch um das Chaos zu beseitigen blieb jetzt keine Zeit. Er ging in den Keller, zog sich um, nahm den Korb und machte sich auf den Weg…. Als er am besagten Ort ankam waren da schon Linnet, der Barde und der Baumeister samt eines Gehilfen.
„Wie haben sie es sich denn vorgestellt Herr Virr…?“, fragte ihn der Baumeister….Rogan rieb sich das Kinn und runzelte nachdenklich die Stirn. Als die Sonne schon tiefer sank, waren sie endlich fertig. Rogan seufzte, hatte das ganze nun doch viel länger gedauert als er eingeplant hatte, Miranda würde wohl schon ungeduldig warten…Aber dafür war das Ergebnis der Arbeit durchaus sehenswert! Und so machte er sich endlich auf den Weg sie abzuholen. Miranda stand bei ihren Pflanzen vor dem Hof und als Rogan sie erblickte, musste er zweimal hinsehen…und dann lächelte er…er liebte sie, so wie sie war….aber als sie so da stand…in diesem Kleid…mit hochgestecktem Haar und diesem funkeln in ihren blauen Augen, welches Neugier, Nervosität und Aufregung ausstrahlte…war er einfach nur von ihr verzaubert….So nahm er sie an der Hand und führte sie zu dem Ort, der nach diesem Abend „ihr“ Ort werden sollte….Der Abend verlief wie geplant, sie genossen das Essen, die leise Musik des Barden und redeten viel miteinander. Und als von der Sonne nur noch ein helles Schimmern über die Bergkuppen drang, wusste Rogan das es so weit war….Sein ganzer Körper kribbelte aufgrund der Nervosität als er nun vor ihr kniete, ihre linke Hand in den seinen hielt und in ihre blauen Augen blickte…. während er sie fragte ob sie seine Frau werden möchte….
Die folgenden Tage waren zum einen bitter, zum anderen wunderschön. Miranda war zu ihren Eltern gereist und er kümmerte sich wieder mehr um die Arbeit im Lamm. Immer wieder dachte er daran wie sie vor ihm stand, wie sie ihn anblickte…..ihn zittern lies….und wie er ihr letztendlich langsam den Ring überstreifte als sie einwilligte seine Frau zu werden. Er zählte die Stunden bis zu ihrer Rückkehr, und in der Arbeit hier im Lamm fand er etwas Ablenkung. Zu tun gab es durchaus genug: Man hatte beschlossen keine Rahaler mehr zu bewirten und das stieß natürlich auf wenig Verständnis bei diesem Personenkreis. Ein Krieg stand bevor und somit war die ohnehin schon gefährdete Taverne in noch größerer Bedrohung. Nur Amary schien die ganze Arbeit nicht wirklich gut zu bekommen, faselte sie doch seit Tagen über irgendwelche Säulen und Schreine und das sie auf den Pfad der Tugend einkehren würde….doch alles in allem kam man gut voran, und endlich, so empfand es zumindest Rogan, kam neuer Schwung und neues Leben in die Taverne….
So gingen die Tage ins Land und als Miranda endlich von der Reise wiederkam, fühlte sich Rogan glücklicher als jemals zu vor in seinem Leben. Abgesehen von einem Übergriff einiger Rahaler, bei welche Ira wohl entführt wurde, war es auch überraschend ruhig in der Taverne. Doch untätig waren sie alle nicht gewesen, so war nun endlich alles fertig eingerichtet, und inzwischen boten sie sogar exotische Speisen aus Menekur an. Auch waren wieder regelmäßig Gäste zugegen und an manchen Tagen hatten sie sogar Probleme alle Leute einen Sitzplatz anbieten zu können. Trotz der Nähe zum Kloster bekam man vom Krieg an sich überhaupt nichts mit, und zu Rogans Überraschung kamen nun auch regelmäßig Patrouillen am Lamm vorbei um nach dem rechten zu sehen. Das neue Konzept schien voll und ganz aufzugehen, worüber Rogan sehr glücklich war. Und so kam es das er das erste mal im Leben wirklich glücklich war, ohne Kummer und Sorgen, und seine Unbeschwertheit, welche ihn früher stets begleitete, kam mehr und mehr zurück……
Als er Schritte hörte, wurde Rogan aus seinen Träumereien gerissen. Er blinzelte kurz und blickte zum Eingang. Dort stand Bospa. Rogan winkte ihn zu sich heran und wollte ihn auf ein Bier einladen, doch dieser schien der Sinn nach etwas ganz anderem zu stehen. „Du elender Mistkerl!“, gröhlte dieser Rogan entgegen als er auf ihn zuging. Rogan konnte sich schon denken worum es ging und versuchte auf Bospa einzureden, doch dieser schien ihn nicht einmal zu zuhören, und beschimpfte ihn nur weiter. „Du hast dich zwischen uns gestellt, du hast sogar dein Haus zwischen uns gebaut. Du hast sie mir weg genommen!“, Bospa schien gar nicht mehr über seine Worte nachzudenken, doch langsam war auch Rogans Geduld am Ende. So ergab ein Wort das andere und irgendwann wandte sich der Schreiner von ihm ab und stapfte davon. Rogan wollte sich gerade schon umdrehen und wieder setzen als er, nur aus dem Augenwinkel, eine Bewegung wahr nahm. Doch um dem Schlag, welches mitten auf seine Brust gezielt hatte, vollends auszuweichen, war es zu spät, und so traf ihn Bospas Faust am rechten Oberarm und hinterließ dort einen schmerzenden Abdruck. Doch ehe Rogan irgendwie reagieren konnte war der Holzarbeiter nun wirklich verschwunden. Und so bahnte sich nun anscheinend doch wieder ein Problem an….doch dies würde Rogan schon lösen……..
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Niel Finrias
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Miranda Yldin
Miranda saß im Gras, neben dem Gatter an den Zaun ihrer Weide gelehnt, und starrte vor sich in das Gewirr aus Kuhbeinen und Ziegenhufen. Der Geruch nach den gelben Weizenhalmen auf ihrem Acker wurde vom Wind herüber getragen. Sie atmete tief durch, und senkte mit einem kurzen Seufzer den Blick, um auf ihre linke Hand in ihrem Schoß hinab zu sehen. Sie drehte sie einige Male hin und her, und schürzte nachdenklich die Lippen.
Die Strahlen der Nachmittagssonne spiegelten sich auf einem Ring - dabei hatte sie doch nie Schmuck getragen... es war ihr Verlobungsring.
"Und ich verstehe es immer noch nicht, Rogan!", sagte sie dann leise und fassungslos zu dem Ding an ihrem Ringfinger, hellbraunes Haar flog in einigen aus dem Zopf losgerissenen, kitzelnden Strähnen um den Kopf, und sie streifte sich geistesabwesend mit der Rechten eine davon hinters Ohr.
Den Hinterkopf wieder entspannt an die Holzlatten lehnend, gaben doch die Gedanken keine Ruhe. Die blauen Augen blickten geradeaus ins Nichts, ab und zu kam eins der Tiere und stubste sie mit der Schnauze an... doch sie schien es kaum wahrzunehmen, strich versonnen über die Nüstern, versah rauhaarige Hälse mit einem abwesenden Tätscheln und hing dabei der kleinen Stimme in ihrem Kopf nach.
Was findet er nur an mir.
Warum habe ich mir überhaupt das Kleid angezogen?
Hätte ich nur gewusst, was er vor hat.
Ich hätte Nein sagen können ...
Ich bin immer noch viel zu jung.
Andere in meinem Alter sind längst verheiratet, und haben sogar Kinder.
Ich war doch glücklich und zufrieden allein.
Er war immer für mich da, hat mir zugehört und alles getan, mir meine Sorgen zu nehmen.
Er sprach so schnell von Liebe - kann das wahr sein?
Er... will mich heiraten.
Ob er wohl weiß, worauf er sich einlässt?
Ich... ich ... habe mich darauf eingelassen.
Die Strahlen der Nachmittagssonne spiegelten sich auf einem Ring - dabei hatte sie doch nie Schmuck getragen... es war ihr Verlobungsring.
"Und ich verstehe es immer noch nicht, Rogan!", sagte sie dann leise und fassungslos zu dem Ding an ihrem Ringfinger, hellbraunes Haar flog in einigen aus dem Zopf losgerissenen, kitzelnden Strähnen um den Kopf, und sie streifte sich geistesabwesend mit der Rechten eine davon hinters Ohr.
Den Hinterkopf wieder entspannt an die Holzlatten lehnend, gaben doch die Gedanken keine Ruhe. Die blauen Augen blickten geradeaus ins Nichts, ab und zu kam eins der Tiere und stubste sie mit der Schnauze an... doch sie schien es kaum wahrzunehmen, strich versonnen über die Nüstern, versah rauhaarige Hälse mit einem abwesenden Tätscheln und hing dabei der kleinen Stimme in ihrem Kopf nach.
Was findet er nur an mir.
Warum habe ich mir überhaupt das Kleid angezogen?
Hätte ich nur gewusst, was er vor hat.
Ich hätte Nein sagen können ...
Ich bin immer noch viel zu jung.
Andere in meinem Alter sind längst verheiratet, und haben sogar Kinder.
Ich war doch glücklich und zufrieden allein.
Er war immer für mich da, hat mir zugehört und alles getan, mir meine Sorgen zu nehmen.
Er sprach so schnell von Liebe - kann das wahr sein?
Er... will mich heiraten.
Ob er wohl weiß, worauf er sich einlässt?
Ich... ich ... habe mich darauf eingelassen.
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Rogan Virr
Etappe 9: Alltag einmal anders
Rogan blinzelte sich den Schlaf aus den Augen, und langsam wurde das verschwommene Bild klarer. Er gähnte einmal herzhaft und drehte sich auf die Seite und blickte auf die andere Hälfte seines Bettes…..welche natürlich leer war….normalerweise hätte er sich einfach noch einmal umgedreht, aber danach stand ihm heute nicht der Sinn. So schlüpfte er aus dem Bett, streckte sich einmal und ging langsam die Treppe hinab, direkten Weges in die Küche. Er hatte furchtbaren Durst, was zum einen an der bereits jetzt drückenden Hitze, zum anderen wahrscheinlich auch an jenem seltsamen Traum lag, welchen er nun die dritte Nacht in Folge hatte. An seinem Ziel angekommen schenkte er sich ein wenig Saft in ein Glas und nippte daran. Heute musste viel erledigt werden…es musste wieder Schwung in die Sache…..
Tag um Tag ging ins Land, und wo man eigentlich den Alltag gewohnt war und auch erwartet hätte, schlich sich Trägheit ein. Der Abend an dem zur „Lammschlacht“ eingeladen wurde, war gleichzeitig der letzte Abend an dem das Lamm geöffnet hatte. Rogan verstand bis heute nicht was für tollwütiges Eichhörnchen Raindri gebissen hatte an jenem Abend, aber er war ja leider auch nicht selbst dabei. Er kannte die Geschichte nur von Erzählungen der Anwesenden. Doch Linnet nahm die Geschichte wohl mehr mit als Rogan gedacht hätten, denn auch sie hatte er seit Tagen nicht mehr gesehen. Sie zog sich zurück und Rogan dachte zwar das ein oder andere mal darüber nach sie zu besuchen, aber er verwarf den Gedanken dann gleich wieder und schob ihn bei Seite…Er würde ihr noch ein paar Tage ihre Ruhe gönnen denn er wusste, er wäre jetzt wahrscheinlich auch lieber alleine…
Da das Lamm nun erstmal geschlossen blieb wusste Rogan nicht so recht was er mit sich anfangen sollte. Als er durch Zufall Thancred traf und dieser ihn nach seinen Fortschritten beim Schmieden fragte, erklärte er ihm beinahe ein wenig beschämt das es keine geben würde. Den Schmiedehammer hatte er seit Monaten nicht mehr in die Hand genommen, und wirklich Lust hatte er hierzu ohnehin nicht.
Irgendwie war es aber komisch das sein Leben so sehr von der Taverne und den Leuten, welche sie führten, so ausgefüllt wurde. Neben Linnet gab es da auch noch Amary. Doch auch sie sah Rogan kaum noch in letzter Zeit. Wenn er sie sah war sie nur am herum wuseln und Fluchen weil mal wieder irgendwas auf dem Feld nicht so lief wie sie es sich gewünscht hatte. Er selbst kommentierte solche Begegnungen stets mit einem wortlosen Schmunzeln. Er kannte sie nun schon eine halbe Ewigkeit, doch war es irgendwie doch erstaunlich das diese Frau, trotz der Ehe mit einem gestandenen Ritter, doch immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück fiel.
Natürlich war da dann noch Miranda, welche ohne Frage eine ganz spezielle Rolle spielte. Doch auch sie sah er nicht mehr seit jenem Abend im goldenen Lamm. Er wusste das sie viel zu tun hatte: Der Schädlingsbefall auf ihrem Acker, die Reise zu ihren Eltern und so weiter….Sie wohnten nahe beieinander, und dennoch sahen Sie sich nicht. Auch wenn seine Zeit am Abend nun nicht mehr verplant war, und er diese nun seit Tagen für lange Abendspaziergänge nutzte und natürlich bei ihrem Haus vorbei kam, so schien sie doch entweder immer schon zu schlafen oder nicht da zu sein. Wahrscheinlich hatte sie dann solche Dinge zu erledigen wie neues Saatgut zu besorgen…Rogan wusste wie wichtig für sie ihre Eigenständigkeit war, und so würde er sich auch weiterhin zurückhalten…vorerst….Achtung, Vertrauen und Zuwendung…das waren die drei goldenen Worte.
Doch gab es durchaus auch überraschende Begegnungen die aus der neuen, „aufgezwungenen“ resultierten. Er hatte Zeit sich einmal in Ruhe mit Bospa auszusprechen. Wenn er an dieses Gespräch zurück dachte, musste er sofort grinsen. Der Kerl war schon in Ordnung und Rogan war froh das die Sache geklärt wurde, und die Freundschaft auch weiterhin bestand hatte. Noch während er damals mit Bospa sprach, traf er auch auf Lelith. Dieses zusammentreffen war ebenfalls seltsam, zumindest am Anfang. Natürlich zeigte er ihr gerne den Weg zur Festung des Ordens und lauschte ihren knappen Ausführungen über ihren Bruder…Rogan würde zwar Lügen wenn er das alles verstanden hätte, aber natürlich verstand er eines: Keine Schwester würde wollen das es ihrem Bruder schlecht geht. Und so beschränkte er sich aufs zuhören und verkniff sich ihr nochmals zu sagen das er ihrem Bruder nicht traute, das hatte er bereits nach ihrer ersten Begegnung getan.
Doch auch komplett neuen Menschen begegnete er. Eine dieser Menschen war Lunet Saraid. Rogan würde sich unter normalen Umständen durchaus eine gewisse Menschenkenntnis zusprechen, aber aus dieser Frau wurde er in der Tat nicht richtig schlau. Erst gestern begegnete er ihr wieder bei seinem Spaziergang in der Nähe von Adoran. Und auch diese Unterhaltung war nett, wenn auch recht kurz, und er fragte sich was es mit dieser Frau auf sich hatte…Auf der einen Seite war sie erhaben, auf der anderen geheimnisvoll…er fragte sich wann er ihr wieder begegnen würde….
Er spritzte sich ein wenig mehr kaltes Wasser ins Gesicht, und trocknete es dann penibel und sorgfältig mit dem Handtuch ab. Der Tag war um, und draußen war es bereits Finster. Zumindest konnte er einiges was er vorhatte, auch erledigen. Er hatte eine komplette Inventar – und Bestandsliste im Lamm erstellt. Und er war schockiert: Zum einen festzustellen was alles fehlte, zum anderen, wie lange es dauerte jene Liste zu erstellen. Allein das hatte ihn schon beinahe den ganzen Tag gekostet. Doch hatte dies auch einen, wenn auch unerwarteten, Vorteil. Als er nämlich die Kisten durchstöberte, fand er so einiges, an was er nicht mehr gedacht hatte. Eine Taverne lebte von Gästen, und Gäste kamen stets dann, wenn ihnen etwas geboten wurde. Bei seinem Abendspaziergang, bei welchem er auch dieses mal niemanden antraf, lies er sich die vergangen Jahre durch den Kopf gehen und erstellte sich gedanklich eine Liste von Ideen. Diese Ideen beschäftigten ihn auch immer noch als er sich ins Bett legte. Er drehte sich auf die Seite und betrachtete die andere Hälfte des Bettes….natürlich war es leer…..Es musste wieder Schwung in die Sache……..
Rogan blinzelte sich den Schlaf aus den Augen, und langsam wurde das verschwommene Bild klarer. Er gähnte einmal herzhaft und drehte sich auf die Seite und blickte auf die andere Hälfte seines Bettes…..welche natürlich leer war….normalerweise hätte er sich einfach noch einmal umgedreht, aber danach stand ihm heute nicht der Sinn. So schlüpfte er aus dem Bett, streckte sich einmal und ging langsam die Treppe hinab, direkten Weges in die Küche. Er hatte furchtbaren Durst, was zum einen an der bereits jetzt drückenden Hitze, zum anderen wahrscheinlich auch an jenem seltsamen Traum lag, welchen er nun die dritte Nacht in Folge hatte. An seinem Ziel angekommen schenkte er sich ein wenig Saft in ein Glas und nippte daran. Heute musste viel erledigt werden…es musste wieder Schwung in die Sache…..
Tag um Tag ging ins Land, und wo man eigentlich den Alltag gewohnt war und auch erwartet hätte, schlich sich Trägheit ein. Der Abend an dem zur „Lammschlacht“ eingeladen wurde, war gleichzeitig der letzte Abend an dem das Lamm geöffnet hatte. Rogan verstand bis heute nicht was für tollwütiges Eichhörnchen Raindri gebissen hatte an jenem Abend, aber er war ja leider auch nicht selbst dabei. Er kannte die Geschichte nur von Erzählungen der Anwesenden. Doch Linnet nahm die Geschichte wohl mehr mit als Rogan gedacht hätten, denn auch sie hatte er seit Tagen nicht mehr gesehen. Sie zog sich zurück und Rogan dachte zwar das ein oder andere mal darüber nach sie zu besuchen, aber er verwarf den Gedanken dann gleich wieder und schob ihn bei Seite…Er würde ihr noch ein paar Tage ihre Ruhe gönnen denn er wusste, er wäre jetzt wahrscheinlich auch lieber alleine…
Da das Lamm nun erstmal geschlossen blieb wusste Rogan nicht so recht was er mit sich anfangen sollte. Als er durch Zufall Thancred traf und dieser ihn nach seinen Fortschritten beim Schmieden fragte, erklärte er ihm beinahe ein wenig beschämt das es keine geben würde. Den Schmiedehammer hatte er seit Monaten nicht mehr in die Hand genommen, und wirklich Lust hatte er hierzu ohnehin nicht.
Irgendwie war es aber komisch das sein Leben so sehr von der Taverne und den Leuten, welche sie führten, so ausgefüllt wurde. Neben Linnet gab es da auch noch Amary. Doch auch sie sah Rogan kaum noch in letzter Zeit. Wenn er sie sah war sie nur am herum wuseln und Fluchen weil mal wieder irgendwas auf dem Feld nicht so lief wie sie es sich gewünscht hatte. Er selbst kommentierte solche Begegnungen stets mit einem wortlosen Schmunzeln. Er kannte sie nun schon eine halbe Ewigkeit, doch war es irgendwie doch erstaunlich das diese Frau, trotz der Ehe mit einem gestandenen Ritter, doch immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück fiel.
Natürlich war da dann noch Miranda, welche ohne Frage eine ganz spezielle Rolle spielte. Doch auch sie sah er nicht mehr seit jenem Abend im goldenen Lamm. Er wusste das sie viel zu tun hatte: Der Schädlingsbefall auf ihrem Acker, die Reise zu ihren Eltern und so weiter….Sie wohnten nahe beieinander, und dennoch sahen Sie sich nicht. Auch wenn seine Zeit am Abend nun nicht mehr verplant war, und er diese nun seit Tagen für lange Abendspaziergänge nutzte und natürlich bei ihrem Haus vorbei kam, so schien sie doch entweder immer schon zu schlafen oder nicht da zu sein. Wahrscheinlich hatte sie dann solche Dinge zu erledigen wie neues Saatgut zu besorgen…Rogan wusste wie wichtig für sie ihre Eigenständigkeit war, und so würde er sich auch weiterhin zurückhalten…vorerst….Achtung, Vertrauen und Zuwendung…das waren die drei goldenen Worte.
Doch gab es durchaus auch überraschende Begegnungen die aus der neuen, „aufgezwungenen“ resultierten. Er hatte Zeit sich einmal in Ruhe mit Bospa auszusprechen. Wenn er an dieses Gespräch zurück dachte, musste er sofort grinsen. Der Kerl war schon in Ordnung und Rogan war froh das die Sache geklärt wurde, und die Freundschaft auch weiterhin bestand hatte. Noch während er damals mit Bospa sprach, traf er auch auf Lelith. Dieses zusammentreffen war ebenfalls seltsam, zumindest am Anfang. Natürlich zeigte er ihr gerne den Weg zur Festung des Ordens und lauschte ihren knappen Ausführungen über ihren Bruder…Rogan würde zwar Lügen wenn er das alles verstanden hätte, aber natürlich verstand er eines: Keine Schwester würde wollen das es ihrem Bruder schlecht geht. Und so beschränkte er sich aufs zuhören und verkniff sich ihr nochmals zu sagen das er ihrem Bruder nicht traute, das hatte er bereits nach ihrer ersten Begegnung getan.
Doch auch komplett neuen Menschen begegnete er. Eine dieser Menschen war Lunet Saraid. Rogan würde sich unter normalen Umständen durchaus eine gewisse Menschenkenntnis zusprechen, aber aus dieser Frau wurde er in der Tat nicht richtig schlau. Erst gestern begegnete er ihr wieder bei seinem Spaziergang in der Nähe von Adoran. Und auch diese Unterhaltung war nett, wenn auch recht kurz, und er fragte sich was es mit dieser Frau auf sich hatte…Auf der einen Seite war sie erhaben, auf der anderen geheimnisvoll…er fragte sich wann er ihr wieder begegnen würde….
Er spritzte sich ein wenig mehr kaltes Wasser ins Gesicht, und trocknete es dann penibel und sorgfältig mit dem Handtuch ab. Der Tag war um, und draußen war es bereits Finster. Zumindest konnte er einiges was er vorhatte, auch erledigen. Er hatte eine komplette Inventar – und Bestandsliste im Lamm erstellt. Und er war schockiert: Zum einen festzustellen was alles fehlte, zum anderen, wie lange es dauerte jene Liste zu erstellen. Allein das hatte ihn schon beinahe den ganzen Tag gekostet. Doch hatte dies auch einen, wenn auch unerwarteten, Vorteil. Als er nämlich die Kisten durchstöberte, fand er so einiges, an was er nicht mehr gedacht hatte. Eine Taverne lebte von Gästen, und Gäste kamen stets dann, wenn ihnen etwas geboten wurde. Bei seinem Abendspaziergang, bei welchem er auch dieses mal niemanden antraf, lies er sich die vergangen Jahre durch den Kopf gehen und erstellte sich gedanklich eine Liste von Ideen. Diese Ideen beschäftigten ihn auch immer noch als er sich ins Bett legte. Er drehte sich auf die Seite und betrachtete die andere Hälfte des Bettes….natürlich war es leer…..Es musste wieder Schwung in die Sache……..
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Rogan Virr
Etappe 10: Wenn der Weg das Ziel ist, wo war dann der Anfang?
Langsam stieg er aus dem Becken, nahm das erstbeste Handtuch vom Beckenrand, und begann sich abzutrocknen. Die kalten Fliesen des Kellers spiegelten matt das Licht der auf dem Boden verteilten Kerzen wieder. Nach dem er fertig war, legte er das Handtuch bei Seite und begann sich langsam wieder anzuziehen. Als er vor den großen Spiegel ging um seine Kleidung zu richten, vielen ihm seine großen Augenringe auf. Schlaf hatte er in der Nacht keinen gefunden. Also verbrachte er den Großteil der Nacht damit auf der Terasse der Herberge zu sitzen, Wein zu trinken und vor allem nachzudenken……
„Mal ist man oben, mal ist man unten“, das war eine Weisheit, an welche Rogan zwar genausowenig glaubte wie an all die anderen auch, welche ihn aber immer und immer wieder zu verfolgen schien. Viel war passiert in den letzten Wochen und Monaten. Zu seiner Verblüffung stand eines Tages seine Schwester Talana vor seiner Tür. Neben ihr standen 2 kleine Taschen und sie begrüßte ihn mit den Worten „Hallo Mistkerl, ich wohne ab jetzt bei dir!“. Damals dachte Rogan seine Sinne würden ihm einen äußerst uunangepassten Streich spielen, aber inzwischen hatte er sich mit dem Gedanken abgefunden. Und immerhin benahm sie sich im großen und ganzen, und es war nicht unwesentlich Miranda zu verdanken das er und seine Schwester sich nicht die Köpfe einschlugen.
Ja, Miranda…sie war in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Rogan hatte schon einige Beziehungen, aber so wie bei ihr, war es noch nie. Das sie die Richtige war, daran hatte er keinen Zweifel, und er gab sich alle Mühe alles richtig zu machen. Es waren ihre Art, ihre stellenweise Unsicherheit und Verlegenheit, ihre Aufrichtigkeit, ihre Warmherzigkeit und ihre Zuwendungen, welche er so sehr an ihr liebte. Ja, er war sich sicher…Umso mehr war er überrascht als seine Schwester ihm am gestrigen Tage von einem Gespräch berichtete, welches sie mit Miranda geführt hatte. Und ihm war klar, dass er mit Miranda reden musste…..Ihm war klar wie dieses Gespräch ausgehen würde….Ihm war klar, das er wieder alleine sein würde…..Zu einem solchen Spiel gehörten nunmal immer zwei Personen…
Und als Miranda mit Tränen aus den Augen aus der Herberge rannte, dabei beinahe die beiden Tiefenländer umstoßend, welche gerade herein kamen, da wurde ihm endgültig bewußt das er dieses Spiel verloren hatte….
So recht konnte er sich dann auch anfangs nicht auf diese Tiefenländer konzentrieren. Erst ihre laute Bitte nach was zum trinken schaffte es, seinen Blick von der immer noch offenen Tür auf die beiden zu lenken. Er schüttelte sich einmal und bat die beiden Platz zu nehmen. Nachdem er sie mit Getränken versorgt hatte, ging er nach drausen, wo er feststellte, dass das Ladenschild auf „geöffnet“ stand. Er hatte es beim montieren wohl aus versehen falsch herum aufgehängt. Aber was machte das schon. Wer braucht schon offizielle Eröffnungstermine mit Eröffnungsfeiern ? Und die Ablenkung, welche die beiden ihm nun bringen würden, würden ihn zumindest eine Zeit lang am Grübeln hindern. Und so kam es das nach ein oder zwei Stunden die beiden die Herberge wieder verliesen. Rogan folgte ihnen nach drausen, verabschiedete sich von ihnen und drehte das Schild um. Immerhin: Die erste Kundschaft war da. Er war gespannt wie das weitergehen würde….
Rogan ging hinab in den Keller, zog sich aus und legte sich aufs Bett. Doch als er nach kurzem bereits festgestellt hatte das er nicht wird schlafen können, warf er sich eine Robe über, nahm sich eine Flasche Wein, und begab sich auf die Terasse. Dort saß er dann nun auch bis der morgen wieder dämmerte. Erst dann erhob er sich, beinahe mechanisch, und begab sich in den Keller. Er würde ein Bad nehmen und dann den Termin, welchen er für heute vereinbart hatte, wahrnehmen.
Ein letztes mal betrachtete er sich im Spiegel. Mit einem leichten nicken beschloss er, dass die letzte Flasche Wein heute Nacht doch eine zuviel war. Als er sich mit der linken einmal über das Gesicht fuhr, viel sein Blick auf den Ring…Kurz war es so, als ob sich sein Magen zusammenziehen würde…Eine Sekunde lang blieb er so stehen, dann drehte er sich um, nahm seinen dünnen Mantel und begab sich die Treppe hinauf um sich auf den Weg zu seinem Haus zu machen. Den Ring legte er nicht ab….Es war ein lautes Wiehern, welches ihn aus seinen Gedanken riss und ihm klar machte, das er sein Ziel erreicht hatte. Rogan blickte auf, sah seine Haustür und vor dieser einen älteren Mann, welche damit beschäftigt war den letzten seiner fünf Mustangs anzubinden. Der Mann begrüßte ihn mit einem Lächeln und sagte: „Grüß dich Rogan! Tut mir leid dass das letzte Woche nicht geklappt hat. Sag mal, dein Haus ist ja immer noch nicht eingerichtet! Was treibst du denn nur?“ Rogan atmete einmal tief durch ehe er antwortete: „Kon`shantra Bernhard. Tja, und mir tut es leid das du dafür den Weg heute umsonst gemacht hast…Ich fürchte der Zuchtmustang, welchen ich dir vor Tagen abkaufen wollte, wird nicht mehr benötigt…Das Gold bekommst du natürlich dennoch von mir…Ach und Bernhard, hast du eigentlich schonmal daran gedacht die Pferdezucht aufzugeben und Priester zu werden?“ Rogan schmunzelte bei seinen Worten. Doch war dies kein amüsiertes, sondern eher ein verbittertes Schmunzeln. „Ach du Schreck…was ist denn passiert? Wollen wir reingehen und reden?“ Rogan schüttelte den Kopf „Ich fürchte das ist nicht möglich. Ich habe keine Schlüssel mehr…das Haus wird noch in dieser Woche abgerissen….ich hatte es verkauft…“ Der Pferdehändler sah ihn mit gerunzelter Stirn an. Rogan jedoch übergab ihm einfach einen mit Münzen gefüllten Beutel, drehte sich um und meinte noch im gehen: „Tut mir leid das du umsonst gekommen bist. Aber in dem Beutel ist zusätzlich für den Preis des Zuchtieres eine Entschädigung für den Weg. Aber vielleicht kommst du das nächste mal auch dann, wenn der Termin vereinbart ist, und nicht 4 Tage später……“ Und so ging er wieder seines Weges….Da gab es etwas, was unbedingt tun musste…..
Langsam stieg er aus dem Becken, nahm das erstbeste Handtuch vom Beckenrand, und begann sich abzutrocknen. Die kalten Fliesen des Kellers spiegelten matt das Licht der auf dem Boden verteilten Kerzen wieder. Nach dem er fertig war, legte er das Handtuch bei Seite und begann sich langsam wieder anzuziehen. Als er vor den großen Spiegel ging um seine Kleidung zu richten, vielen ihm seine großen Augenringe auf. Schlaf hatte er in der Nacht keinen gefunden. Also verbrachte er den Großteil der Nacht damit auf der Terasse der Herberge zu sitzen, Wein zu trinken und vor allem nachzudenken……
„Mal ist man oben, mal ist man unten“, das war eine Weisheit, an welche Rogan zwar genausowenig glaubte wie an all die anderen auch, welche ihn aber immer und immer wieder zu verfolgen schien. Viel war passiert in den letzten Wochen und Monaten. Zu seiner Verblüffung stand eines Tages seine Schwester Talana vor seiner Tür. Neben ihr standen 2 kleine Taschen und sie begrüßte ihn mit den Worten „Hallo Mistkerl, ich wohne ab jetzt bei dir!“. Damals dachte Rogan seine Sinne würden ihm einen äußerst uunangepassten Streich spielen, aber inzwischen hatte er sich mit dem Gedanken abgefunden. Und immerhin benahm sie sich im großen und ganzen, und es war nicht unwesentlich Miranda zu verdanken das er und seine Schwester sich nicht die Köpfe einschlugen.
Ja, Miranda…sie war in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Rogan hatte schon einige Beziehungen, aber so wie bei ihr, war es noch nie. Das sie die Richtige war, daran hatte er keinen Zweifel, und er gab sich alle Mühe alles richtig zu machen. Es waren ihre Art, ihre stellenweise Unsicherheit und Verlegenheit, ihre Aufrichtigkeit, ihre Warmherzigkeit und ihre Zuwendungen, welche er so sehr an ihr liebte. Ja, er war sich sicher…Umso mehr war er überrascht als seine Schwester ihm am gestrigen Tage von einem Gespräch berichtete, welches sie mit Miranda geführt hatte. Und ihm war klar, dass er mit Miranda reden musste…..Ihm war klar wie dieses Gespräch ausgehen würde….Ihm war klar, das er wieder alleine sein würde…..Zu einem solchen Spiel gehörten nunmal immer zwei Personen…
Und als Miranda mit Tränen aus den Augen aus der Herberge rannte, dabei beinahe die beiden Tiefenländer umstoßend, welche gerade herein kamen, da wurde ihm endgültig bewußt das er dieses Spiel verloren hatte….
So recht konnte er sich dann auch anfangs nicht auf diese Tiefenländer konzentrieren. Erst ihre laute Bitte nach was zum trinken schaffte es, seinen Blick von der immer noch offenen Tür auf die beiden zu lenken. Er schüttelte sich einmal und bat die beiden Platz zu nehmen. Nachdem er sie mit Getränken versorgt hatte, ging er nach drausen, wo er feststellte, dass das Ladenschild auf „geöffnet“ stand. Er hatte es beim montieren wohl aus versehen falsch herum aufgehängt. Aber was machte das schon. Wer braucht schon offizielle Eröffnungstermine mit Eröffnungsfeiern ? Und die Ablenkung, welche die beiden ihm nun bringen würden, würden ihn zumindest eine Zeit lang am Grübeln hindern. Und so kam es das nach ein oder zwei Stunden die beiden die Herberge wieder verliesen. Rogan folgte ihnen nach drausen, verabschiedete sich von ihnen und drehte das Schild um. Immerhin: Die erste Kundschaft war da. Er war gespannt wie das weitergehen würde….
Rogan ging hinab in den Keller, zog sich aus und legte sich aufs Bett. Doch als er nach kurzem bereits festgestellt hatte das er nicht wird schlafen können, warf er sich eine Robe über, nahm sich eine Flasche Wein, und begab sich auf die Terasse. Dort saß er dann nun auch bis der morgen wieder dämmerte. Erst dann erhob er sich, beinahe mechanisch, und begab sich in den Keller. Er würde ein Bad nehmen und dann den Termin, welchen er für heute vereinbart hatte, wahrnehmen.
Ein letztes mal betrachtete er sich im Spiegel. Mit einem leichten nicken beschloss er, dass die letzte Flasche Wein heute Nacht doch eine zuviel war. Als er sich mit der linken einmal über das Gesicht fuhr, viel sein Blick auf den Ring…Kurz war es so, als ob sich sein Magen zusammenziehen würde…Eine Sekunde lang blieb er so stehen, dann drehte er sich um, nahm seinen dünnen Mantel und begab sich die Treppe hinauf um sich auf den Weg zu seinem Haus zu machen. Den Ring legte er nicht ab….Es war ein lautes Wiehern, welches ihn aus seinen Gedanken riss und ihm klar machte, das er sein Ziel erreicht hatte. Rogan blickte auf, sah seine Haustür und vor dieser einen älteren Mann, welche damit beschäftigt war den letzten seiner fünf Mustangs anzubinden. Der Mann begrüßte ihn mit einem Lächeln und sagte: „Grüß dich Rogan! Tut mir leid dass das letzte Woche nicht geklappt hat. Sag mal, dein Haus ist ja immer noch nicht eingerichtet! Was treibst du denn nur?“ Rogan atmete einmal tief durch ehe er antwortete: „Kon`shantra Bernhard. Tja, und mir tut es leid das du dafür den Weg heute umsonst gemacht hast…Ich fürchte der Zuchtmustang, welchen ich dir vor Tagen abkaufen wollte, wird nicht mehr benötigt…Das Gold bekommst du natürlich dennoch von mir…Ach und Bernhard, hast du eigentlich schonmal daran gedacht die Pferdezucht aufzugeben und Priester zu werden?“ Rogan schmunzelte bei seinen Worten. Doch war dies kein amüsiertes, sondern eher ein verbittertes Schmunzeln. „Ach du Schreck…was ist denn passiert? Wollen wir reingehen und reden?“ Rogan schüttelte den Kopf „Ich fürchte das ist nicht möglich. Ich habe keine Schlüssel mehr…das Haus wird noch in dieser Woche abgerissen….ich hatte es verkauft…“ Der Pferdehändler sah ihn mit gerunzelter Stirn an. Rogan jedoch übergab ihm einfach einen mit Münzen gefüllten Beutel, drehte sich um und meinte noch im gehen: „Tut mir leid das du umsonst gekommen bist. Aber in dem Beutel ist zusätzlich für den Preis des Zuchtieres eine Entschädigung für den Weg. Aber vielleicht kommst du das nächste mal auch dann, wenn der Termin vereinbart ist, und nicht 4 Tage später……“ Und so ging er wieder seines Weges….Da gab es etwas, was unbedingt tun musste…..