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Kindertage...
Rialuna ist das 2te Kind der Familie Cyrin. Sie wuchs auf einem Bauernhof nahe dem Dorfe Rewenfels auf, das sich inmitten des Alatarischen Reiches auf dem Festland befindet. Ihre Kindheit war nicht sonderlich erwähnenswert. Ein ganz normales Leben in den schützenden Schilden der Alatarischen Garde und Armee, geschützt vor den Übergriffen der Temora-Anhänger und ihrer Vasallen. Ihr Bruder entschied sich schon in recht frühen Jahren dazu, der Alatarischen Armee beizutreten, was ihre Eltern auch unterstützen. Immerhin tat er damit einen großen Dienst für den Frieden im Volke um Alatar und schützte so die Grenzen.
Unterdess lernte Rialuna nur das was sie sowieso hätte lernen müssen. Feldarbeit, aber vor allem die Häuslichen Pflichten, denn für harte Arbeit war sie mit ihrem schmächtigen Körperbau sowieso nicht geeignet.
Ihr Interesse für den Alatarischen Glauben wurde vor allem durch ihren Vater schon in jüngeren Jahren geprägt, der ebenso überzeugt von Alatar und seinen Grundsätzen war, wie heute sie.
Hier und da gab es natürlich immer mal wieder Scharmützel über die man sich im Dorf erzählte, doch die ersten 15 Jahre ihres Lebens wuchs sie sehr ruhig und besonnen auf, schützend unter dem Mantel von Familie, Millitär und Alatarischer Kirche.
Leb Wohl, Dustin...
Als Dustin 19 wurde, Rialuna war gerade 15 Sommer alt, entbrannte an den Grenzen eine große Schlacht. Mal wieder einer jener Vormärsche den die Temories und ihre Anhängerschaft auf die Äusseren Dörfer des Alatarischen Reiches verübten. Natürlich unter dem Deckmantel die Menschen befreien zu wollen, von dem Joch in dem sie angeblich leben mussten. Rialuna wusste natürlich das das vollkommener Blödsinn war und sah in diesen Menschen nichts anderes als Bestien die Fehlgeleitet von gleißendem Licht mordeten und plünderten. Das die Alatarische Armee es ihnen gleich tat wenn sie auszogen war ihr nur recht, billig und fair. Mehr noch als das...aber auch dazu hatte ihr Vater eine deutliche Meinung, die so ziemlich der der jungen Frau glich. Immerhin hatte sie diese Meinung maßgeblich von ihm.
Dustin ging zusammen mit den anderen Truppen die an die Grenzen entsant wurden und kehrte nicht mehr zurück. Es hieß später, dass einer der Paladine ihn wohl niedergestreckt haben soll. Natürlich im Namen Temoras. Verdammt sollten sie alle sein!
Wie man im Dorf hörte lief es an den Grenzen auch nicht sonderlich gut zu jener Zeit. Einige der Dörfer die näher an den Grenzen waren als Rewenfels waren schon in Hand der Temories.
Dustin wurde von einem der dunklen Templer zusammen mit den anderen gefallenen Soldaten beerdigt und Alatar`s unendlicher Macht überstellt.
Während sich in den kommenden Wochen Truppen in Rewenfels sammelten. Darunter auch die berüchtigten Letharen, von denen Rialuna nur aus Geschichten gehört hatte. Sie waren seltsame Geschöpfe wie sie fand. Auf eine perfide Art wunderschön, doch so von Hass und Zerstörungswillen durchsetzt, dass sie sich nicht traute ihnen zunahe zu kommen. Ihre schwarze Haut und die Spitzen Ohren, wie auch die elfischen Züge gepaart mit den seltsamen Rüstungen, Roben und Waffen ließ sie deutlich Abstand halten und machten ihr bewusst, dass nur Alatar`s auserwähltes Volk so aussehen konnte und sie ganz sicher alles andere als Menschlich waren.
Der Kampf, der Anfang...
Während sich die Truppen in Rewenfels sammelten und offenbar auf eine Offensive vorbereiteten, die diese elenden Verblendeten Ketzer wieder in die hässliche Hölle zurück treiben sollte, aus der sie gekommen waren, wurde die Stimmung im Dorf schlecht. Selbst an Rialuna ging das nicht vorbei und die Menschen waren unruhig. Vielleicht war es die Masse an Soldaten, vielleicht die Präsenz der Letharen die die Menschen nervös machte. Vielleicht aber auch die Aussicht darauf, dass Rewenfels ein Schlachtfeld werden könnte, würden die Truppen der Temories schnell genug vorrücken.
Rialuna`s Vater erklärte ihr einen Abend, dass sie alles tun müssten um den Sieg der Alatarischen Truppen zu gewährleisten und sie solle besonders den Offizieren genügend Nahrung aus den Speichern mitgeben. Ihr Vater zweifelte nicht daran, dass diese Opfer nötig waren um sowohl dem Reich wie auch Alatar selbst auf ihre eigene Weise zu helfen und die Treue zu beweisen.
Es gab Gerüchte, dass die Armee in 3 Tagen in eines der nahegelegen Dörfer ziehen würde, um dort die feindlichen Truppen anzugreifen und auszumerzen. Gefangene wurden sicherlich nur gemacht wenn diese Zweckdienlich waren. Jene die man eines besseren belehren könne vermutlich der Alatarischen Gerichtsbarkeit überstellt und dann dem Tempel aufdass sie geläutert werden mögen. Der Rest...die waren für die einzig wahren Lehren Alatars eh nicht mehr empfänglich und hatten Glück wenn man ihnen einen gnadenvollen, schnellen Tod schenkte. Auch Alatar könnte gnädig sein...vielleicht...
Jedoch kam es ganz anders als die Gerüchte ausgaben.
Am Zweiten Tag zur Morgensonne zog Blitze am Horizont auf. Eilligst rannte Rialuna zurück zu ihrem Hof und erzählte ihrem Vater von dem was sie gesehen hatte. Natürlich hatten die Truppen die feindliche Armee auch längst bemerkt und nahmen Position und Stellung ein. Die Letharen sah sie an diesem Tag nicht einmal, nur dunkle Schatten die schlachteten und niedermetzelten.
Die Familie Cyrin verschanste sich daraufhin in ihrem Bauernhaus und wartete auf das was unvermeidlich kommen würde.
Sie saß mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester Siraluna im Wohnraum des Hauses, während sich ihr Vater rüstete und das Schwert vornahm, dass er lange nicht mehr angefasst hatte. Er würde selbst das Haus verteidigen gegen die Verblendeten Aggresoren, so sagte er und verschwand aus dem Leben der Frauen.
Draussen klang das Kämpfen der Armeen wie lautes Getöse. Als würde sich der Himmel über ihnen allen öffnen und sie alle verschlingen. Mutter und Töchter wagten nichtmal aus den Fenstern zu sehen, während man das Rufen und Schreien, das Sterben und Kämpfen der Männer draussen vernahm. Die Armee der Temories war zahlreich und vielleicht hatte man sich etwas verschätzt, als die ersten Linien der Alatarischen Truppen durchbrochen war und selbst die Letharen sich erstmal zurück zogen und neu formierten um einen weiteren Angriff abzuwarten.
Bis zur späten Nacht ging jene Schlacht und das Dorf erzitterte im Beben des Krieges. Häuser brannten, manche schon über Stunden und auch das Haus von Rialuna`s Familie blieb nicht verschont als einige Letharen dort einbrachen - vermutlich um erstmal Deckung zu suchen - und die Temorischen Armeen ihnen nachfolgten. Seltsame Gesänge die sich anhörten wie gesungene Schmerzen durchzogen die Ohren als die Letharen ihre Magie wirkten und große Teile der anrückenden Angreifer in Asche verwandelten.
Was danach geschah, das weiss Rialuna nicht mehr so ganz genau. Einige Dachbalken stürzten aufgrund der enormen Mächte die dort herraufbeschworen wurden ein und das letzte das sie mitbekam war wie ihre Mutter sie zur Seite warf. Dann wurde es Schwarz...
Böses Erwachen...
Langsam nur öffnete sie die Augen wieder. Begraben unter einer menge Schutt, Stroh und Balken. Ihr linker Arm tat ihr entsetzlich weh und sie konnte verbranntes Holz, Blut und Fleisch riechen was ihr in die Nase stieg. Es war dunkel und nass. Scheinbar hatte es geregnet. Sie lag in einer Pfütze von Asche, Matsch und Schutt und fühlte sich elendig. Nur mit viel Mühe gelang es ihr sich überhaupt zu befreien und konnte sich endlich umsehen. Es war früher Morgen. Am Horizont brach sich der rote Streifen der Sonne und badete das was einmal das Dorf Rewenfels gewesen war in ein blutiges Licht.
Das Haus in dem sie ihr ganzes Leben aufgewachsen war war nicht mehr als Schrott und Qualmende Balken und zerstreutes Stroh. Sie hatte wohl noch Glück gehabt, dass die Balken sie nicht erschlagen hatten, doch ihr Arm sah schlimm aus und blutete stark. Vermutlich hatte sich ein scharfer Holzsplitter hinein getrieben und eine lange klaffende Wunde in ihrem schmächtigen Unterarm gezogen.
Die Schmerzen waren schlimm und sie wusste sich nicht anders zu helfen, als ihren zerschlissenen Rock zu greifen und ab der Hüfte abzureißen und den Arm ab der Schulter abzubinden. Die Schmerzen hätten gereicht um ihren Blick von Tränen fast blind zu machen, doch der Anblick der zerschmetterten Leiber unter einem der schweren Dachbalken betäubte sie regelrecht.
Das Dorf war ruhig und keine Menschenseele mehr hier. Wo auch immer es den Kampf hingezogen hatte, er war fort und hatte nur Zerstörung übrig gelassen. Das war das Licht das Temora brachte....!
Rialuna konnte nichts anderes tun als durch das von Matsch und Blut durchtränkte Dorf zu wanken und irgendetwas - oder irgendjemanden - zu suchen der ihr helfen könnte, bevor sie an der Wunde am Arm oder einer Infektion starb.
Letzte Rettung...
Wieviel Zeit tatsächlich vergangen war, das wusste Ria schon garnicht mehr. Sie hatte sich einfach den Weg weiter geschleppt. Das Kleid zerrissen und von Asche, Blut und Dreck beschmutzt verdeckte es den Leib der jungen Frau so unzulänglich, dass sie es auch gleich hätte ausziehen können. Ihr Arm blutete immernoch etwas und wurde langsam Blau, aufgrund der Tatsache das sie diesen laienhaft abgebunden hatte. Die Wunde sah schlimm aus, aber sie hatte Glück gehabt das keine Schlagadern getroffen worden waren. Auch wenn Schwäche, Hass, Wut und Verzweiflung ebenso ihren Tribut bei dem Mädchen forderten wie die Verletzung und der daraus resultierende Blutverlust.
Irgendwann war sie einfach am Wegrand zusammen gebrochen und hatte sich schon Alatars Urteil übergeben. Es gab für sie wohl keine Rettung mehr. Genauso wenig wie für ihre Familie und alle die sie gekannt hatte. All das war Temora und ihre Brut schuld. Sie hasste sie alle...sie hasste sie abgrundtief. Der Hass in ihrem Herzen war so groß das er alleine dafür sorgte, das wieder frisches Blut aus der klaffenden Wunde ronn. Der benebelte Blick auf den Abendhimmel gerichtet fragte sie sich ob das alles war das sie tun konnte...Hassen...abgrundtief..aus tiefster Seele hassen...
Vielleicht aber war es auch genau dieser Hass der sie etwas seltsames fühlen ließ. Fühlen ließ wie die Wunde endlich aufhörte zu pulsieren und zu pochen und zumindest die Blutung sich endlich stillte. Es war fast ein Wunder was da passiert war und der Hass und Gram in ihrem Herzen ließen sie dieses Wunder nur näher an Alatar herran bringen. Vielleicht hatte der Panther tatsächlich noch etwas mit ihr vor und sie glaubte sogar in ihrem Delirium das Fauchen einer solchen Katze gehört zu haben.
Dann wurde es wieder dunkel...
Das Nächste das sie bemerkte war ein stetiges unsanftes Auf und Ab. Das Trampeln von schweren Pferdehufen und das Klappern von Rüstung und Waffen. Sie lag auf dem Rücken eines Pferdes. Einfach wie ein Sack darüber geworfen, vor ihr ein schwer gerüsteter Reiter, ganz in Schwarz mit der Pantherklaue auf dem Umhang und Schild. Alatarische Soldaten...!.. Sie war gerettet...
Der Ritter Alatar`s brachte sie in die nahegelegene Stadt und dort zu einem Heiler. Er war kurz angebunden und ihr dank schien ihn mehr zu beleidigen, alsdass sie es vermögt hätte sich erkenntlich zu zeigen. Seinen Namen hatte sie auch nicht erfahren und er hielt ihr nur vor sie solle stärker werden. Jetzt habe sie die Gelegenheit bekommen. Alatar würde kein zweites Mal solche Schwäche dulden und sie elendig wie eine Ratte in der Gosse verrecken lassen.
So unfreundlich und herrablassend die Worte auch waren, sie hatten Gewicht auf dem schwarzen Herzen der jungen Frau.
Lange Heilung...
Der Heiler war von dem Ritter bezahlt worden, wie sie Tage später erfuhr und sie hatte viel Glück gehabt überhaupt zu überleben. Die Wunde war endlich fachmännisch behandelt und genäht worden und sie war nach einer Woche auf dem Weg der Besserung.
Dadurch das Rialuna Linkshänderin war, konnte sie in der Zeit auch nicht sonderlich viel tun ausser im Bett zu liegen und sich zu erholen. Sie hatte noch deutlich mehr Blessuren davon getragen, als sie realisiert hatte. Das meiste davon waren aber nur Prellungen und Quetschungen, mal von einer gebrochenen Rippe abgesehen die glücklicherweise keine schlimmen Schäden verursacht hatte.
In der Zeit dachte Rialuna viel darüber nach was passiert war. Jeder Gedanke den sie hatte schürte nur was bereits wie ein leuchtendes Feuer in ihrem Herzen loderte. Den Hass auf alles das sich mit Temora brüstete. Niemals kam es ihr in den Sinn die Alatarischen Truppen dafür verantwortlich zu machen. Es war alles ihre Schuld - die Schuld dieser elenden Lichten Bastarden!
Sie wollte Rache..aber wie sollte sie die erlangen? Sie war ein Bauernmädchen.
Die Wochen verstrichen und sie erholte sich langsam. Der Heiler war nicht unbedingt begeistert wie lange sie brauchte um wieder auf die Beine zu kommen, aber der Ritter hatte wohl genug bezahlt um das Mädchen nicht einfach in die Gosse zu schicken.
Immer wieder und wieder dachte sie darüber nach wie sie sich Rächen könnte...aber vor allem kam ihr nach und nach der Gedanke ob es nicht tatsächlich Alatar`s Wille war das sie noch lebte. Und das warf ihre Situation in ein ganz neues Licht...
Nach drei Monaten ging es ihrem Arm wieder soweit gut, dass sie anfangen konnte diesen wieder zu belasten und auch die gebrochene Rippe tat nicht mehr so weh, alsdass sie das Bett hätte hüten müssen. Der Heiler war durchaus zufrieden darüber und hatte während ihrer langen Genesungszeit auch kaum ein Wort mit ihr gesprochen, allerdings war sie sich sicher das ihm der verbitterte, hassende Blick der jungen Frau aufgefallen war.
Allerdings wurde auch Ria langsam ruhiger. Sie lernte den Hass in ihrem Herzen zu akzeptieren und aus ihm sogar Kraft zu ziehen. Und sie hatte eine Entscheidung getroffen wie sie Alatar danken konnte, ihm dienen und dabei helfen das was sie so sehr hasste zu vernichten...
Die Entscheidung...
Rialuna`s Entscheidung war recht eindeutig nach all den Gedanken die sie sich gemacht hatte:
Wenn Alatar tatsächlich ihr Leben verschont hatte und ihr diese zweite Chance gegeben, dann würde sie ihr zukünftiges Leben auch ihm witmen wollen. Sie hatte vor sich dem Tempel als Priesterin anzubieten. Natürlich musste sie gut überlegen wie sie das bewerkstelligen konnte und so tat sie erstmal was notwendig gewesen war.
Sie verrichte einfache Arbeiten und sorgte dafür das sie etwas Gold verdiente. Auch konnte sie nicht ewig unter Brücken und ähnlichem hausen, wenn sie tatsächlich von den Priestern und Templern angehört werden wollte und sie musste sich endlich etwas besser kleiden und vernünftig waschen. Dafür musste sie nun sparen und arbeiten. Der Tempel würde sie erst anhören wenn all diese Vorbereitung abgeschlossen war, soviel war ihr bewusst.
Es dauerte beinah 1 1/2 Jahre bis Rialuna sich endlich wieder so sehr gefestigt hatte, das man sie soetwas wie eine Bürgerin nennen konnte. Sie hatte in der Zeit vor allem in Haushalten ausgeholfen und in Tavernen bedient. Hübsch war sie immernoch, aber ihr ungepflegter Zustand hatte lange Zeit dafür gesorgt nur in den schlimmsten Kaschemmen irgendwelche Anstellung zu bekommen. Mittlerweile hatte sie ein winziges Haus, es war mehr ein Raum mit einem Dach und genügend Gold um sich ein vernünftiges Gewand schneidern zu lassen und sich einen Tag im Badehaus zu gönnen.
Es war alles vorbereitet und es hatte lange genug gedauert. Ihr linker Arm hatte mit der Arbeit auch wieder an Kraft gewonnen und die übrigen Blessuren waren längst verheilt.
Es wurde Zeit Alatar demütig um seinen Segen zu bitten...ja das wurde es...
Ich diene also bin ich!
Die letzte Vorbereitung die sie traf war eine Schmerzhafte. Aber Alatar war der personifizierte Schmerz und der Hass. Und sie hatte weit mehr ertragen als das bisschen das jetzt noch vor ihr lag. Mit einer Rasierklinge begann sie sich den Knöchel aufzuschlitzen. Die scharfe Klinge sorgte dafür das die Wunde vor allem danach sehr brannte und sehr empflich war. Doch sie wollte mit dem Gefühl von unbändigem Hass und Schmerz vor den Tempel treten. Eine Pantherklaue hatte sie sich tief in die Haut geritzt, welche noch blutete als sie ihren Weg in dem feinsten Gewand das sie besaß antrat. Mit nackten Füssen stieg sie die Stufen des Tempels hinauf und verhaarte dort auf dem Absatz, kniend, sich beinah zuboden werfend und wartete.
Das Blut ronn ihr den Knöchel hinab in winzigen kleinen Tropfen während sie dort verharrte und die Stunden verronnen...
Erst zum Abend hin kam endlich einer der Templer auf sie zu und fragte sie sehr streng was sie da tue und was sie wolle.
Woraufhin Rialuna endlich dazu kam ihre Geschichte zu erzählen. Was ihr wiederfahren war, wie stark der Hass in ihrem Herzen schwelte und wie sie glaubte von Alatar verschont worden zu sein um ihm zu dienen. Sie bat den Templer im Tempel helfen zu dürfen, irgendwelche Arbeiten zu verrichten um sich zu beweisen, aufdass er sehen möge, dass sie ihr Ansinnen mit vollstem Wissen und Eifer durchführen würde.
Vermutlich sah der Templer endlich nicht mehr das zerschlissene Mädchen in Rialuna das sie nun lange zeit gewesen war, dank frischem, feinen Kleid und gutem Bad oder aber er sah die Saat Alatars in ihr, sie wusste es nicht. Jedenfalls willigte er ein sie erstmal als Tempeldienerin einzuführen. Der Tempel in dieser Stadt war nicht der größte und es fanden sich nicht viele die solche Arbeit mit der nötigen Überzeugung durchführten.
So verbrachte sie die nächsten 3 Monate damit einfache Arbeiten im Tempel zu verrichten. Meist beinhaltete dies die Pflege der Tempelräume, Katalogisierung von Büchern und Schriften die sie zu ordnen hatte, wobei sie auch hier schon viel davon mitnahm was es wohl irgendwann mal heissen würde eine Templerin zu sein. Egal wie schlecht man sie behandelte, ob man sie schlug oder demütigte, sie machte einfach ihre Arbeit und nahm alles willentlich hin. Ihr Ziel lag klar vor ihren Augen und ihr Glaube war ungebrochen das es wirklich SEIN Wille war der sie hierher geführt hatte.
Ihr 18tes Lebensjahr brach bereits an und der Sommer verging in dem sie in dem Tempel diente und sich jeden Tag aufs Neue zu beweisen hatte. Mittlerweile war sie soweit dass die Templer ihr Lesen und Schreiben beigebracht hatten und ihr sogar eine Waffe in die Hand gaben mit der sie üben hätte. Man würde sie wohl zur Catulus Alataris bestimmen wenn die Zeit dafür reif sei. Endlich..endlich kam sie ihrem Ziel näher.
Eine Anwärterin des Tempels würde sie sein, damit hatte sie endlich die Chance zu beweisen das sie sich nicht geirrt hatte und Alatar ihr Leben nicht umsonst verschont.
Die Große Stadt - Rahal:
Einige Wochen nachdem sie gehört hatte, dass sie endlich eine Anwärterin werden sollte - eine Catulus Alataris - kam der Templer wieder auf sie zu und erklärte ihr, dass sie sich nun tatsächlich beweisen müsse. Sie solle zum großen Tempel Alatars reisen, in der Stadt Rahal und dort um Weisung bitten. Würden jene sich ihrer annehmen währe tatsächlich bewiesen, dass sie es würdig sei solch ein Amt in der Zukunft zu bekleiden und sie würde den nötigen Unterricht erfahren eine wahre Templerin Alatars zu werden.
So packte sie was sie noch besaß - es war nicht viel - und nahm den beschwerlichen Weg auf sich um die Stadt Rahal zu erreichen. Dort würde sie vor dem Tempel sprechen müssen. Die lange Reise war anstrengend gewesen, die Überfahrt mit dem Schiff der reinste Horror und die Männer die sie begafften ekelerregend.
Doch nach all der langen Zeit stand sie endlich vor dem klaffenden Panthermaul der gewaltigen Stadtmauern von Rahal. Sie hatte ihr Ziel erreicht..nun fehlte nurnoch die Zustimmung des Tempels. Ob sie einen Tetarchen sehen würde?..
Ich diene und empfange...
-
Rialuna Cyrin
Rahal in den ersten Tagen
Die ersten Tage in Rahal waren interessant. Rialuna hatte einige Persönlichkeiten kennenlernen können und es schien beinah so, als währe der Zufall permanent und zu jeder Zeit auf ihrer Seite. Stets traf sie genau dann die richtigen Leute wenn ihr dies dienlich sein konnte.
Zuerst den Trabanten Xontor.
Ein gradliniger Soldat, wie Rialuna fand. Er sah gut aus, das wusste er vermutlich sogar selbst und sie mochte die dunkle Haut und das ausdrucksstarke Gesicht des Soldaten.
Mehr aber noch als das, wusste er genau was es hieß zu dienen. Stets zuvorkommend zu der jungen Frau und sich gewahr darüber was sie eines Tages sein könnte, hatte sich Ria niemals bislang über den Trabant beschweren können. Im Gegenteil schien er sich zu einer ihrer wichtigsten Kontakte in der großen Stadt zu entwickeln. Auch war er leicht aufzufinden und stets darum bemüht ihr bestmöglich zu helfen, egal ob sie danach fragte oder nicht.
Dann den Statthalter.
Jenen Mann traf sie zuerst in der Apotheke in Rahal. Eigendlich wollte sie nur ein wenig Medizin für den Notfall kaufen, doch es stellte sich mal wieder herraus, dass genau dieses Treffen wieder zu ihren Gunsten geschehen war. So war der Statthalter gleich auf ihr Gesuch aufmerksam geworden, dass sie einen Bürgerbrief ausgehändigt bekommen wollte.
Das Treffen im Rathaus war nicht sonderlich spektakulär und der Statthalter schien ein sehr stiller Mann zu sein, der wirklich nur das sprach was unbedingt nötig zu sein schien.
Allerdings hatte ihr dieser Kontakt bereits am gleichen Tag schon dazu verholfen nicht inhaftiert zu werden, da sie sich vor der Schwarzen Armee und dessen Offizieren nicht ausweisen konnte.
Die Erhabene Ahad Sharay Lassard.
Warum genau die Ahad Rialuna und den Trabanten zu diesem Moment beobachtet hatte, das verschloss sich ihr noch immer. Allerdings war es nicht verkehrt eben jener Auserwählten des Herrn aufgefallen zu sein. Zumindest kannte die Ahad nun ihren Namen und wusste was sie anstrebte.
Sie hatte auch gesehen wie die Ahad mit jenen umging die sich anmaßten mit frecher Zunge zu sprechen und zu glauben damit ungeschoren davon zu kommen. Kein angenehmes Erlebniss für den Wurm, aber ein sehr angenehmes für Rialuna.
Vermutlich würde sie die Ahad noch öfters treffen, allerdings glaubte sie nicht daran jemals eine starke Verbündete oder gar Freundin in der Ahad zu finden. Sie schien in ihrer eigenen Liga zu spielen, unerreichbar für eine Rialuna wie sie heute war.
Die Hauptfrau und Ritterin Anastasia Sywnedd.
Jene Frau hatte Ria eigendlich nur sehr flüchtig kennen gelernt und sie war auch eine sehr ernste, ruhige und gradlinige Persönlichkeit die wohl kaum zu den Menschen gehören würde, die sich mit Rialuna länger als nötig beschäftigten. Vielleicht aber war auch die Anspannung ob des bevorstehenden Krieges etwas das die Ritterin still werden ließ.
Die Treffen mit jener Frau schienen Ria immer etwas gedrückt. Der Blick der Ritterin war stets stoisch und schwer zu deuten und das obwohl ihre Aufmerksamkeit sicherlich sehr scharf war.
Allerdings vermutete Rialuna das die Ritterin in irgendeiner seltsamen Art gefallen an ihrem "Gönner" Tamael gefunden hatte.
Der Arkorither "Tamael"
Jener Mann war der Erste der sich überhaupt mit Ria beschäftigte, seid sie die Provinz verlassen hatte um nach Rahal zu gehen. Ein Magus wie er angab und Ria hatte keinen Zweifel daran, dass er große Mächte zu gebieten verstand.
Auf eine seltsame Art hatten sie beide eine Art Abkommen getroffen.
Tamael würde Rialuna helfen bei was auch immer sie brauchte, im Gegenzug erwartete er von ihr in der Zukunft irgendetwas. Sie vermutete, dass der Arkorither darauf hoffte das Ria baldig und schnell in den Rängen der Templer aufstieg und er so nach ihrem Einfluss greifen könne.
Ria war das egal. Ob und wie sie ihm dann helfen würde, würde sich erweisen. Jetzt war er eine sehr willkommene Hilfe und die Arkorither waren immerhin wertvolle Verbündete Rahals.
Talira und Selene..
Zwei...Schwestern.. wie sie angaben. Allerdings hatte Ria eine Unterhaltung mitgehört, dass die beiden Schwestern angebliche Hexen seien. Darüber hinaus gehörten sie irgendeiner Schwesternschaft an und waren dumm genug sich mit der Bande von Kimroth anzulegen und dabei beinah ihr Leben zu lassen.
Sie gaben an dem Herrn zu dienen, doch einige Auswüchse der Beiden liessen Ria daran doch arg zweifeln.
Jedem Menschen helfen? Jedes Leben beschützen? So ein unfug! Nur die Starken würden überleben, die Schwachen waren dazu da niederzuknien oder zu vergehen in der gleißenden Macht Alatars.
Sie vermutete eher das ihr Glaube geheuchelt war und traute ihnen wenig über den Weg.
Die Clerica Aliyahna
Ein sehr günstiges Treffen war dies allerdings, als sie die Clerica kennenlernte. Diese lud sie gleich in den Tempel ein, kaum das Rialuna erklärt hatte warum sie überhaupt in Rahal weilte.
Auch begann sie nun Aufträge von der Clerica zu erhalten und diese Auszuführen. Das war ein wichtiger Stein der gelegt werden musste, würde Ria überhaupt in die Ränge der Templer aufgenommen werden wollen.
Die Clerica schien auf Ria recht herzlich in einer erhabenen Art und Weise. Sie war sich sicher, mit der Zeit konnte man sich mit der Clerica anfreunden und gewisse Ansichten teilen. Eine sehr wertvolle Verbündete und vielleicht bald schon eine innige Schwester im Glauben.
Der Clericus Auron Devertare
Noch so eine schicksalshafte Fügung. Gerade als Rialuna im Inbegriff war die zumindest körperlich schwerste Aufgabe der Clerica zu erledigen, traf sie den alten Templer. Er war ruhig, besonnen und von allem überzeugt was er tat. Durch und durch ein Templer, wie Ria fand. Mächtig durchaus auch und er brauchte nichts großes zu tun um das auch deutlich zu machen. Seine stoische Ruhe und das Alter waren ihm scheinbar genug. Allerdings würde er ein vorzüglicher Lehrer sein, dessen war sich Ria sicher.
Arkorither "Cetus"
Ein seltsamer Mann. Sie wusste sogut wie nichts über diesen Mann.
Eigendlich hatte sie ihn nur kurz gesehen als die beiden Mädchen von den Vogelfreien angegriffen worden waren. Aber er war sicher ein mächtiger Magier, so schnell wie das Lumpenpack plötzlich auf und davon waren.
Auch schien er Tamael zu kennen, was aber wenig verwunderlich gewesen war.
Vielleicht würden sich die Wege wieder kreuzen. Eigendlich aber hatte Ria daran kaum interesse. Er schien gefährlich.
Ja, es waren seltsame Tage gewesen. Aber sie waren für Rialuna mehr als hilfreich gewesen und nun hatte sie viel erreicht. Dank ihrer Kontakte und dank ihrem Vermögen irgendwie immer am richtigen Ort zur rechten Zeit zu sein.
Bürgerin Rahals war sie schon.
Alles weitere würde folgen...
Die ersten Tage in Rahal waren interessant. Rialuna hatte einige Persönlichkeiten kennenlernen können und es schien beinah so, als währe der Zufall permanent und zu jeder Zeit auf ihrer Seite. Stets traf sie genau dann die richtigen Leute wenn ihr dies dienlich sein konnte.
Zuerst den Trabanten Xontor.
Ein gradliniger Soldat, wie Rialuna fand. Er sah gut aus, das wusste er vermutlich sogar selbst und sie mochte die dunkle Haut und das ausdrucksstarke Gesicht des Soldaten.
Mehr aber noch als das, wusste er genau was es hieß zu dienen. Stets zuvorkommend zu der jungen Frau und sich gewahr darüber was sie eines Tages sein könnte, hatte sich Ria niemals bislang über den Trabant beschweren können. Im Gegenteil schien er sich zu einer ihrer wichtigsten Kontakte in der großen Stadt zu entwickeln. Auch war er leicht aufzufinden und stets darum bemüht ihr bestmöglich zu helfen, egal ob sie danach fragte oder nicht.
Dann den Statthalter.
Jenen Mann traf sie zuerst in der Apotheke in Rahal. Eigendlich wollte sie nur ein wenig Medizin für den Notfall kaufen, doch es stellte sich mal wieder herraus, dass genau dieses Treffen wieder zu ihren Gunsten geschehen war. So war der Statthalter gleich auf ihr Gesuch aufmerksam geworden, dass sie einen Bürgerbrief ausgehändigt bekommen wollte.
Das Treffen im Rathaus war nicht sonderlich spektakulär und der Statthalter schien ein sehr stiller Mann zu sein, der wirklich nur das sprach was unbedingt nötig zu sein schien.
Allerdings hatte ihr dieser Kontakt bereits am gleichen Tag schon dazu verholfen nicht inhaftiert zu werden, da sie sich vor der Schwarzen Armee und dessen Offizieren nicht ausweisen konnte.
Die Erhabene Ahad Sharay Lassard.
Warum genau die Ahad Rialuna und den Trabanten zu diesem Moment beobachtet hatte, das verschloss sich ihr noch immer. Allerdings war es nicht verkehrt eben jener Auserwählten des Herrn aufgefallen zu sein. Zumindest kannte die Ahad nun ihren Namen und wusste was sie anstrebte.
Sie hatte auch gesehen wie die Ahad mit jenen umging die sich anmaßten mit frecher Zunge zu sprechen und zu glauben damit ungeschoren davon zu kommen. Kein angenehmes Erlebniss für den Wurm, aber ein sehr angenehmes für Rialuna.
Vermutlich würde sie die Ahad noch öfters treffen, allerdings glaubte sie nicht daran jemals eine starke Verbündete oder gar Freundin in der Ahad zu finden. Sie schien in ihrer eigenen Liga zu spielen, unerreichbar für eine Rialuna wie sie heute war.
Die Hauptfrau und Ritterin Anastasia Sywnedd.
Jene Frau hatte Ria eigendlich nur sehr flüchtig kennen gelernt und sie war auch eine sehr ernste, ruhige und gradlinige Persönlichkeit die wohl kaum zu den Menschen gehören würde, die sich mit Rialuna länger als nötig beschäftigten. Vielleicht aber war auch die Anspannung ob des bevorstehenden Krieges etwas das die Ritterin still werden ließ.
Die Treffen mit jener Frau schienen Ria immer etwas gedrückt. Der Blick der Ritterin war stets stoisch und schwer zu deuten und das obwohl ihre Aufmerksamkeit sicherlich sehr scharf war.
Allerdings vermutete Rialuna das die Ritterin in irgendeiner seltsamen Art gefallen an ihrem "Gönner" Tamael gefunden hatte.
Der Arkorither "Tamael"
Jener Mann war der Erste der sich überhaupt mit Ria beschäftigte, seid sie die Provinz verlassen hatte um nach Rahal zu gehen. Ein Magus wie er angab und Ria hatte keinen Zweifel daran, dass er große Mächte zu gebieten verstand.
Auf eine seltsame Art hatten sie beide eine Art Abkommen getroffen.
Tamael würde Rialuna helfen bei was auch immer sie brauchte, im Gegenzug erwartete er von ihr in der Zukunft irgendetwas. Sie vermutete, dass der Arkorither darauf hoffte das Ria baldig und schnell in den Rängen der Templer aufstieg und er so nach ihrem Einfluss greifen könne.
Ria war das egal. Ob und wie sie ihm dann helfen würde, würde sich erweisen. Jetzt war er eine sehr willkommene Hilfe und die Arkorither waren immerhin wertvolle Verbündete Rahals.
Talira und Selene..
Zwei...Schwestern.. wie sie angaben. Allerdings hatte Ria eine Unterhaltung mitgehört, dass die beiden Schwestern angebliche Hexen seien. Darüber hinaus gehörten sie irgendeiner Schwesternschaft an und waren dumm genug sich mit der Bande von Kimroth anzulegen und dabei beinah ihr Leben zu lassen.
Sie gaben an dem Herrn zu dienen, doch einige Auswüchse der Beiden liessen Ria daran doch arg zweifeln.
Jedem Menschen helfen? Jedes Leben beschützen? So ein unfug! Nur die Starken würden überleben, die Schwachen waren dazu da niederzuknien oder zu vergehen in der gleißenden Macht Alatars.
Sie vermutete eher das ihr Glaube geheuchelt war und traute ihnen wenig über den Weg.
Die Clerica Aliyahna
Ein sehr günstiges Treffen war dies allerdings, als sie die Clerica kennenlernte. Diese lud sie gleich in den Tempel ein, kaum das Rialuna erklärt hatte warum sie überhaupt in Rahal weilte.
Auch begann sie nun Aufträge von der Clerica zu erhalten und diese Auszuführen. Das war ein wichtiger Stein der gelegt werden musste, würde Ria überhaupt in die Ränge der Templer aufgenommen werden wollen.
Die Clerica schien auf Ria recht herzlich in einer erhabenen Art und Weise. Sie war sich sicher, mit der Zeit konnte man sich mit der Clerica anfreunden und gewisse Ansichten teilen. Eine sehr wertvolle Verbündete und vielleicht bald schon eine innige Schwester im Glauben.
Der Clericus Auron Devertare
Noch so eine schicksalshafte Fügung. Gerade als Rialuna im Inbegriff war die zumindest körperlich schwerste Aufgabe der Clerica zu erledigen, traf sie den alten Templer. Er war ruhig, besonnen und von allem überzeugt was er tat. Durch und durch ein Templer, wie Ria fand. Mächtig durchaus auch und er brauchte nichts großes zu tun um das auch deutlich zu machen. Seine stoische Ruhe und das Alter waren ihm scheinbar genug. Allerdings würde er ein vorzüglicher Lehrer sein, dessen war sich Ria sicher.
Arkorither "Cetus"
Ein seltsamer Mann. Sie wusste sogut wie nichts über diesen Mann.
Eigendlich hatte sie ihn nur kurz gesehen als die beiden Mädchen von den Vogelfreien angegriffen worden waren. Aber er war sicher ein mächtiger Magier, so schnell wie das Lumpenpack plötzlich auf und davon waren.
Auch schien er Tamael zu kennen, was aber wenig verwunderlich gewesen war.
Vielleicht würden sich die Wege wieder kreuzen. Eigendlich aber hatte Ria daran kaum interesse. Er schien gefährlich.
Ja, es waren seltsame Tage gewesen. Aber sie waren für Rialuna mehr als hilfreich gewesen und nun hatte sie viel erreicht. Dank ihrer Kontakte und dank ihrem Vermögen irgendwie immer am richtigen Ort zur rechten Zeit zu sein.
Bürgerin Rahals war sie schon.
Alles weitere würde folgen...
-
Rialuna Cyrin
Initiation
Tage waren verronnen und Rialuna machte sich bereit darauf was am Anfang der neuen Woche auf sie zukommen würde. Die Clerica Aliyahna hatte ihr aufgetragen zur zwanzigsten Stunde im Tempel zu erscheinen und bis dahin hatte sie einige Aufträge zu erfüllen.
Der Erste Auftrag den das Hafenviertel betraf, hatte sie schnell und wie sie fand effizient abgehandelt. Sie hatte einige interessante Dinge herraus gefunden und was sie von ihren Kontakten noch zusätzlich hörte, war durchaus ein wenig an Information wert.
Besonders als sie von der unterirdischen "Stadt" unter dem Hafen erfahren hatte. Es schien das nichtmal die Clerica selbst darüber etwas gewusst hatte. Vielleicht sollte sie diese Information noch gewinnbringend an andere Ohren geben...?
Der zweite Einsatz den sie für die Clerica zu erledigen hatte, war erstaunlich schnell bewältigt. Allerdings nicht ohne die lehrreichen Schmerzen. Die Gegner denen sie gegenüber stand waren für sie zumindest noch sehr ernst zu nehmen und sie hatte teils ihre liebe Mühe überhaupt siegreich aus den Kämpfen hervor zu gehen.
Allerdings zeigte ihr das auch, wie sehr sie noch an ihrer Kampfkraft arbeiten musste. Denn auch das gehörte dazu eine Templerin zu sein.
Der Tag andem sie geprüft werden sollte allerdings..das war ein Besonderer..
Ein uralter verlassener Tempel. Das war der Ort wo sie hingeführt worden war. Die Mauern die dieses Areal umrundeten sahen alt aus. Sehr alt sogar, wenn man bedachte wie zerfallen sie bereits waren.
Eine innere Eingebung führte sie aber dorthin wo sie hingelangen sollte.
In eine dunkle, versteckte Höhle. Auron stand bereits vor einem Altar und überall auf dem Boden sah man dunkle Flecken längst getrocknetem Blutes. Der alte Templer sah sie einfach nur ruhig an, diese stoische, erhabene Ruhe die er verströmte.
Dann kam Aliyahna hinzu die Ria in ihrem feinen Kleid einmal von oben bis unten musterte.
Die erste Entwürdigung die die beiden Templer für Ria bereit hatten war diese das sie sich an Ort und Stelle splitternackt auszuziehen hatte. Kleid und Gewänder fielen zuboden und liessen sie nackt und barfüssig auf den kalten, alten Fliesen stehen. Während der Blick des Templers einmal über den mädchenhaften Leib hinweg glitt.
Aliyahna begutachtete sie etwas genauer, aber es machte Rialuna nicht viel aus. Sie hatte vor diesen beiden nichts zu verbergen, immerhin waren sie genau das, was sie einmal werden wollte.
So bereits gedemütigt durfte Ria den beiden Templern dann nun endlich Rede und Antwort stehen. Wobei sie es sich verkniff ihre Blöße irgendwie zu bedecken. Hier durfte sie keinerlei Schwäche zeigen, sondern musste beweisen, dass sie von dem Überzeugt war was sie wollte.
Das Gespräch lief wohl ganz gut für Ria und sie konnte auch die drückende Düsterniss des EINEN beinah körperlich spühren.
Aliyahna beschwor einen Panther der sie wohl prüfen solle. Das große Tier schlich um sie herrum, nackt und wehrlos wie sie war. Jederzeit bereit sie anzufallen und zu fressen. Doch das passierte nicht. Einfach anbietend behielt sie die Arme von sich weggestreckt und erwartete was immer passieren würde. Sie war sich sicher:
Hätte der Herr ihren Tod gewollt, würde sie nicht hier stehen!
Und genau so war es auch passiert, denn obwohl der Panther sicherlich gefallen an dem jungen Fleisch der Frau gefunden hatte, berührte er sie nichtmal.
Dann sollte sie sich umdrehen. Ria wusste nicht ganz genau was als nächstes passieren würde, aber das Aliyahna zur Peitsche griff, gab ihr zumindest eine vage Vorstellung.
Die Arme wieder ausbreitend hörte sie Auron die Lehrsätze des Einen donnern, während die Peitsche bei jedem dieser Absätze auf den schmalen Leib der jungen Frau knallte. Die Schmerzen waren überwältigend und die Striemen die die Peitsche in ihrem Rücken hinterliess tief. Sie konnte spühren wie pulsierend Blut aus den Wunden ronn und ihr langsam den Po und die Beine hinab floss.
Erst als wirklich alle Vier Striemen - Das Zeichen der Pantherklaue - auf ihrem Rücken verewigt waren, schien zumindest dieses Martyrium vorbei.
Ria fühlte sich schwach, gedehmütigt und die Schmerzen schossen durch ihren Körper und liessen sie nicht nur wütend auf ihre "Peiniger" werden, sondern auch auf sich selbst. Sie hatte stärker sein wollen, aber die Peitsche war ein grauenvoll schmerzhaftes Instrument.
Nachdem all das schon über sie ergangen war hatte sie wieder vorzutreten...was dann kam das hatte sogar sie schockiert und ihr auf eine grausame Weise gezeigt wieviele Schwächen sie in sich selbst noch auszumerzen hatte.
Auron hatte zu einer Schere gegriffen, während Aliyahna die Peitsche zusammen rollte und ihr eine Robe und Sandalen gab die sie anzuziehen hatte. Die Robe war schlicht, schwarz und schmucklos. Auch ein gutes Stück zu groß für den schmächtigen Leib der jungen Frau. Immerhin passten die Sandalen wenn sie fest geschnürt wurden.
Auron griff dann Ria unbarmherzig am Schopf und begann damit ihr Haar abzuschneiden. Er hörte auch erst auf als ihr Schädel völlig kahl war.
Der Schrecken den sie dabei empfand war beinah schlimmer als die Peitschenhiebe die immernoch fürchterlich schmerzten.
Doch nun endlich war sie ihrem Ziel einen großen Schritt näher.
Aliyahna nannte sie eine Catulua. Eine Anwärterin des Tempels und damit wurde Ria`s Verbindung zum Herrn endlich anerkannt. Jetzt würde ihr eigendlicher Weg beginnen.
Doch die Schmach ihrer Eitelkeit zehrte noch Stunden, Tage danach an ihr. Jedesmal wenn sie wieder auf ihren Kopf sehen musste und daran erinnert wie sehr man sie gedehmütigt hatte. Doch die Zeiten würden sich ändern und irgendwann würde SIE an deren Stelle stehen, oder sogar noch mehr.
Ihr war es verboten etwas anderes zu tragen als die Robe und die Sandalen. Die Rüstung durfte sie im Kampf tragen und ansonsten hatte sie sich in extremer Bescheidenheit und Demut zu üben. Ihre neuen Kleider hatte sie daraufhin gleich eingelagert. Ihre Zeit würde kommen.
Nicht in den nächsten Wochen, aber sie würde und dann bekäme sie auch ihre menschliche Würde zurück, die Auron und Aliyahna aus ihr für diesen Moment getilgt hatten.
Tage waren verronnen und Rialuna machte sich bereit darauf was am Anfang der neuen Woche auf sie zukommen würde. Die Clerica Aliyahna hatte ihr aufgetragen zur zwanzigsten Stunde im Tempel zu erscheinen und bis dahin hatte sie einige Aufträge zu erfüllen.
Der Erste Auftrag den das Hafenviertel betraf, hatte sie schnell und wie sie fand effizient abgehandelt. Sie hatte einige interessante Dinge herraus gefunden und was sie von ihren Kontakten noch zusätzlich hörte, war durchaus ein wenig an Information wert.
Besonders als sie von der unterirdischen "Stadt" unter dem Hafen erfahren hatte. Es schien das nichtmal die Clerica selbst darüber etwas gewusst hatte. Vielleicht sollte sie diese Information noch gewinnbringend an andere Ohren geben...?
Der zweite Einsatz den sie für die Clerica zu erledigen hatte, war erstaunlich schnell bewältigt. Allerdings nicht ohne die lehrreichen Schmerzen. Die Gegner denen sie gegenüber stand waren für sie zumindest noch sehr ernst zu nehmen und sie hatte teils ihre liebe Mühe überhaupt siegreich aus den Kämpfen hervor zu gehen.
Allerdings zeigte ihr das auch, wie sehr sie noch an ihrer Kampfkraft arbeiten musste. Denn auch das gehörte dazu eine Templerin zu sein.
Der Tag andem sie geprüft werden sollte allerdings..das war ein Besonderer..
Ein uralter verlassener Tempel. Das war der Ort wo sie hingeführt worden war. Die Mauern die dieses Areal umrundeten sahen alt aus. Sehr alt sogar, wenn man bedachte wie zerfallen sie bereits waren.
Eine innere Eingebung führte sie aber dorthin wo sie hingelangen sollte.
In eine dunkle, versteckte Höhle. Auron stand bereits vor einem Altar und überall auf dem Boden sah man dunkle Flecken längst getrocknetem Blutes. Der alte Templer sah sie einfach nur ruhig an, diese stoische, erhabene Ruhe die er verströmte.
Dann kam Aliyahna hinzu die Ria in ihrem feinen Kleid einmal von oben bis unten musterte.
Die erste Entwürdigung die die beiden Templer für Ria bereit hatten war diese das sie sich an Ort und Stelle splitternackt auszuziehen hatte. Kleid und Gewänder fielen zuboden und liessen sie nackt und barfüssig auf den kalten, alten Fliesen stehen. Während der Blick des Templers einmal über den mädchenhaften Leib hinweg glitt.
Aliyahna begutachtete sie etwas genauer, aber es machte Rialuna nicht viel aus. Sie hatte vor diesen beiden nichts zu verbergen, immerhin waren sie genau das, was sie einmal werden wollte.
So bereits gedemütigt durfte Ria den beiden Templern dann nun endlich Rede und Antwort stehen. Wobei sie es sich verkniff ihre Blöße irgendwie zu bedecken. Hier durfte sie keinerlei Schwäche zeigen, sondern musste beweisen, dass sie von dem Überzeugt war was sie wollte.
Das Gespräch lief wohl ganz gut für Ria und sie konnte auch die drückende Düsterniss des EINEN beinah körperlich spühren.
Aliyahna beschwor einen Panther der sie wohl prüfen solle. Das große Tier schlich um sie herrum, nackt und wehrlos wie sie war. Jederzeit bereit sie anzufallen und zu fressen. Doch das passierte nicht. Einfach anbietend behielt sie die Arme von sich weggestreckt und erwartete was immer passieren würde. Sie war sich sicher:
Hätte der Herr ihren Tod gewollt, würde sie nicht hier stehen!
Und genau so war es auch passiert, denn obwohl der Panther sicherlich gefallen an dem jungen Fleisch der Frau gefunden hatte, berührte er sie nichtmal.
Dann sollte sie sich umdrehen. Ria wusste nicht ganz genau was als nächstes passieren würde, aber das Aliyahna zur Peitsche griff, gab ihr zumindest eine vage Vorstellung.
Die Arme wieder ausbreitend hörte sie Auron die Lehrsätze des Einen donnern, während die Peitsche bei jedem dieser Absätze auf den schmalen Leib der jungen Frau knallte. Die Schmerzen waren überwältigend und die Striemen die die Peitsche in ihrem Rücken hinterliess tief. Sie konnte spühren wie pulsierend Blut aus den Wunden ronn und ihr langsam den Po und die Beine hinab floss.
Erst als wirklich alle Vier Striemen - Das Zeichen der Pantherklaue - auf ihrem Rücken verewigt waren, schien zumindest dieses Martyrium vorbei.
Ria fühlte sich schwach, gedehmütigt und die Schmerzen schossen durch ihren Körper und liessen sie nicht nur wütend auf ihre "Peiniger" werden, sondern auch auf sich selbst. Sie hatte stärker sein wollen, aber die Peitsche war ein grauenvoll schmerzhaftes Instrument.
Nachdem all das schon über sie ergangen war hatte sie wieder vorzutreten...was dann kam das hatte sogar sie schockiert und ihr auf eine grausame Weise gezeigt wieviele Schwächen sie in sich selbst noch auszumerzen hatte.
Auron hatte zu einer Schere gegriffen, während Aliyahna die Peitsche zusammen rollte und ihr eine Robe und Sandalen gab die sie anzuziehen hatte. Die Robe war schlicht, schwarz und schmucklos. Auch ein gutes Stück zu groß für den schmächtigen Leib der jungen Frau. Immerhin passten die Sandalen wenn sie fest geschnürt wurden.
Auron griff dann Ria unbarmherzig am Schopf und begann damit ihr Haar abzuschneiden. Er hörte auch erst auf als ihr Schädel völlig kahl war.
Der Schrecken den sie dabei empfand war beinah schlimmer als die Peitschenhiebe die immernoch fürchterlich schmerzten.
Doch nun endlich war sie ihrem Ziel einen großen Schritt näher.
Aliyahna nannte sie eine Catulua. Eine Anwärterin des Tempels und damit wurde Ria`s Verbindung zum Herrn endlich anerkannt. Jetzt würde ihr eigendlicher Weg beginnen.
Doch die Schmach ihrer Eitelkeit zehrte noch Stunden, Tage danach an ihr. Jedesmal wenn sie wieder auf ihren Kopf sehen musste und daran erinnert wie sehr man sie gedehmütigt hatte. Doch die Zeiten würden sich ändern und irgendwann würde SIE an deren Stelle stehen, oder sogar noch mehr.
Ihr war es verboten etwas anderes zu tragen als die Robe und die Sandalen. Die Rüstung durfte sie im Kampf tragen und ansonsten hatte sie sich in extremer Bescheidenheit und Demut zu üben. Ihre neuen Kleider hatte sie daraufhin gleich eingelagert. Ihre Zeit würde kommen.
Nicht in den nächsten Wochen, aber sie würde und dann bekäme sie auch ihre menschliche Würde zurück, die Auron und Aliyahna aus ihr für diesen Moment getilgt hatten.
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Rialuna Cyrin
Lehrstunden...
Glaubensgrundsätze des Panthers:
Wie befohlen war Ria zurück in den Tempel gegangen und dort in die unterirdischen Katakomben zu denen nur die Templer zutritt hatten. Der Unterrichtsraum selbst hatte etwas von einer schäbigen Höhle in die man ein paar Tische und Bänke gestellt hatte.
Immernoch grämte sie das ein oder andere, aber damit konnte sie sich jetzt nicht weiter aufhalten. Sie hatte im Unterricht schnell zu lernen und vorran zu kommen, wollte sie diese elendige, würdelose Zeit hinter sich bringen.
Aliyahna war zuerst da und eigendlich hatte Rialuna ihr noch etwas von dem Ungläubigen der sich Viridian nannte erzählen wollen, doch sie kam nicht dazu.
Der Alte Templer Auron schlürfte schon durch die Gänge und kam mit einem lauten Poltern des Stabes im Unterrichtsraum an.
Die Begrüssungen waren so wie immer, Ria hatte schnell gelernt wie sie die Templer anzusprechen hatte, schon im Tempel aus dem sie eigendlich kam.
Was sie dann jedoch tat, war nicht Trotz...es war wohl einfach genug und sie hatte es satt ständig rumgeschubst zu werden. Als der Templer sie dann auch noch so abwertend "Kind" nannte reichte es ihr dann gänzlich.
Eigendlich hatte sie einen Sturm erwartet, als sie den alten Templer darüber belehrte wie er sie laut Tempelregeln zu nennen hatte, aber genau dieser Sturm blieb aus. Sie fragte sich ob das noch nachwehen haben würde.
Auron begann dann die Stunde auch ohne weitere umschweife.
Als erstes würden die Leitsätze des Herrn durchgenommen werden. Jene Leitsätze die man ihr mit der Peitsche in den Leib geprügelt hatte. Jedesmal wenn sie diese aufzählte schmerzten die Wunden erneut die nur langsam verheilten, trotz der Tatsache dass Ria sie jeden Tag mit Gebet und Göttlicher Macht behandelte.
Hass, Rachsucht, Zorn
Das war der erste Leitsatz Alatars. Es war ihre, der Templer, Aufgabe den Hass in der Welt zu schüren und fest zu verankern. Hass gab dem Herrn kraft und erhöhte seinen Möglichkeiten auf der Welt etwas zu tun. Dementsprechend war dies das oberste Ziel der Templer überhaupt.
Hass in die Herzen der Menschen zu sääen. Wie man das tat war dabei völlig egal. Jedes Mittel eignete sich solange es den Zweck erfüllte.
Selbst die Ungläubigen, Ketzer und Diener der Hure konnten dem Alleinen dienlich sein wenn sie nur genug Zorn und Hass empfanden und auch das war eine wichtige Erkenntnis für Rialuna. Es machte ihr in gewisser Weise, dass Erreichen ihrer eigenen Wünsche leichter und liess sie sehr nah neben dem Strom der Aufgaben schwimmen.
Und vermutlich war das sogar gut so , das sich ihre Wünsche mit ihren Aufgaben deckten. So würde sie dem Herrn gefallen können und gleichzeitig eine gute Dienerin sein.
Rachsucht bedeutete niemals zu vergessen, niemals zu verzeihen. Niemals vergab ein Templer und er vergaß auch nicht. Er entschuldigte auch nichts und zu keiner Zeit.
Einzig der Wille zur Besserung und die Taten die nach einem Fehltritt folgten konnten Versagen oder schlechtes Verhalten wieder relativieren.
Demnach war Rialuna auch klar, dass sie selbst den Gläubigen des Herrn niemals verzeihen und niemals vergeben durfte. Ganz im Gegenteil hatte sie die Fehler der Anderen zu suchen, aufdass sie ihre Schwächen erkennen und sie ausmerzen würden um bessere Diener zu werden.
Zorn war der dritte und letzte Punkt in diesem Leitsatz und Ria kannte Zorn sehr gut. Genauso wie sie den Hass kannte. Allerdings hatte ihr Aliyahna schmächlich begreiflich machen müssen, dass sie weder ihren Hass noch ihren Zorn im rechten Moment unter kontrolle hatte. Und nur wenn sie dies beherrschte, beherrschte ihren Zorn, ihre Wut und ihren Hass zu fokussieren und abrufbar hervor zu holen, würde sie ein adequates Gefäss für die Macht die Alatar versprach.
Sie hatte noch viel zu lernen...
Ehrfurcht, Macht und Stärke
Ehrfurcht hatte sie vor allem vor dem Herrn selbst zu haben. Niemals dürfte sie vergessen, dass er das oberste Gericht ist. Etwas das Rialuna nicht gesagt werden musste. Sie wusste es längst und kniete demütig vor Alatar nieder, wannimmer er es wünschen würde und selbst wenn er das nicht tat würde sie es tun.
Sie waren seine Werkzeuge in der Welt um seine Mission zu erfüllen und ihm zu diensten zu sein. Sein Wort war Befehl, sein Wunsch ihrer.
Egal wie mächtig sie einmal werden würde, er war Richter und Henker. Gebieter und Gönner. Er war ALLES. Nichts würde das jemals ändern.
Ebenso erwartete Alatar sogar das sie mächtig wurden. Um so mächtiger ein Templer wurde um so besser konnte er seine Aufträge ausführen. Nach Macht zu streben und nach Stärke war etwas, dass sie jederzeit zu tun hatte. Sie hatte stetig an sich zu arbeiten, sich zu verbessern und zu wachsen. Denn der Herr hasste den Stillstand, der nur etwas für faule und schwache war.
Aus dieser Macht würde dann auch die Stärke erwachsen die sie brauchte um ihre Ziele - die gleich denen des Herrn waren - zu erreichen und ihre Aufgaben zu erfüllen. Daher musste sie stetig besser werden, niemals zufrieden sein und immer gieren nach mehr!
Die nächsten zwei Lehrsätze würde sie wohl nächstes Mal im Detail erklärt bekommen. Danach würde dann Glaubenstraining anstehen. Sie hatte irgendwie die Vermutung, dass das ein eher Praktischer Teil ihrer Ausbildung würde..
In jedem Fall zog sich Ria danach zurück und verließ den Tempel um wieder zurück nachhause zu gehen. Ihr Haus direkt am Eingang des Tempels war zwar immernoch spärlich eingerichtet, aber gemütlicher als die Massenquartiere im Tempel. Hier hatte sie ihre Ruhe und konnte so herrumlaufen wie sie wollte. Wobei sie aus ermangelung an Kleidern, meist nackt im Haus rumlief und auch so schlief.
Allerdings machte sie noch einen Umweg zum Alchimisten. Sie hatte genug davon das man ihr jede Weiblichkeit genommen hatte und würde Alatar das nicht gerne sehen, würde er sie das schon wissen lassen!
Von dem ansässigen Alchimisten liess sie sich eine Phiole aushändigen und gab ihm eine horrende Summe Gold, damit er die Klappe darüber hielt was sie da gekauft hatte. Der kühle Blick der jungen Frau tat sein übliches um dem Alchimisten zu vermitteln besser schnell zu vergessen das sie überhaupt da gewesen war.
Mit dem Fläschchen zuhause angekommen machte sie sich daran ihren langsam etwas stopeligen Schädel einzureiben. Das Mittel würde helfen. Vor allem würde es dafür sorgen, dass ihr Haar schneller wuchs als normal. Aber nicht zu schnell sodass es zu merkwürdig aussah.
Wenn die Clericus sie demütigen wollten, sollten sie das tun. Aber niemals wieder würde sie ihre Oberen an ihr Haar lassen! Soviel stand fest!
Glaubensgrundsätze des Panthers:
Wie befohlen war Ria zurück in den Tempel gegangen und dort in die unterirdischen Katakomben zu denen nur die Templer zutritt hatten. Der Unterrichtsraum selbst hatte etwas von einer schäbigen Höhle in die man ein paar Tische und Bänke gestellt hatte.
Immernoch grämte sie das ein oder andere, aber damit konnte sie sich jetzt nicht weiter aufhalten. Sie hatte im Unterricht schnell zu lernen und vorran zu kommen, wollte sie diese elendige, würdelose Zeit hinter sich bringen.
Aliyahna war zuerst da und eigendlich hatte Rialuna ihr noch etwas von dem Ungläubigen der sich Viridian nannte erzählen wollen, doch sie kam nicht dazu.
Der Alte Templer Auron schlürfte schon durch die Gänge und kam mit einem lauten Poltern des Stabes im Unterrichtsraum an.
Die Begrüssungen waren so wie immer, Ria hatte schnell gelernt wie sie die Templer anzusprechen hatte, schon im Tempel aus dem sie eigendlich kam.
Was sie dann jedoch tat, war nicht Trotz...es war wohl einfach genug und sie hatte es satt ständig rumgeschubst zu werden. Als der Templer sie dann auch noch so abwertend "Kind" nannte reichte es ihr dann gänzlich.
Eigendlich hatte sie einen Sturm erwartet, als sie den alten Templer darüber belehrte wie er sie laut Tempelregeln zu nennen hatte, aber genau dieser Sturm blieb aus. Sie fragte sich ob das noch nachwehen haben würde.
Auron begann dann die Stunde auch ohne weitere umschweife.
Als erstes würden die Leitsätze des Herrn durchgenommen werden. Jene Leitsätze die man ihr mit der Peitsche in den Leib geprügelt hatte. Jedesmal wenn sie diese aufzählte schmerzten die Wunden erneut die nur langsam verheilten, trotz der Tatsache dass Ria sie jeden Tag mit Gebet und Göttlicher Macht behandelte.
Hass, Rachsucht, Zorn
Das war der erste Leitsatz Alatars. Es war ihre, der Templer, Aufgabe den Hass in der Welt zu schüren und fest zu verankern. Hass gab dem Herrn kraft und erhöhte seinen Möglichkeiten auf der Welt etwas zu tun. Dementsprechend war dies das oberste Ziel der Templer überhaupt.
Hass in die Herzen der Menschen zu sääen. Wie man das tat war dabei völlig egal. Jedes Mittel eignete sich solange es den Zweck erfüllte.
Selbst die Ungläubigen, Ketzer und Diener der Hure konnten dem Alleinen dienlich sein wenn sie nur genug Zorn und Hass empfanden und auch das war eine wichtige Erkenntnis für Rialuna. Es machte ihr in gewisser Weise, dass Erreichen ihrer eigenen Wünsche leichter und liess sie sehr nah neben dem Strom der Aufgaben schwimmen.
Und vermutlich war das sogar gut so , das sich ihre Wünsche mit ihren Aufgaben deckten. So würde sie dem Herrn gefallen können und gleichzeitig eine gute Dienerin sein.
Rachsucht bedeutete niemals zu vergessen, niemals zu verzeihen. Niemals vergab ein Templer und er vergaß auch nicht. Er entschuldigte auch nichts und zu keiner Zeit.
Einzig der Wille zur Besserung und die Taten die nach einem Fehltritt folgten konnten Versagen oder schlechtes Verhalten wieder relativieren.
Demnach war Rialuna auch klar, dass sie selbst den Gläubigen des Herrn niemals verzeihen und niemals vergeben durfte. Ganz im Gegenteil hatte sie die Fehler der Anderen zu suchen, aufdass sie ihre Schwächen erkennen und sie ausmerzen würden um bessere Diener zu werden.
Zorn war der dritte und letzte Punkt in diesem Leitsatz und Ria kannte Zorn sehr gut. Genauso wie sie den Hass kannte. Allerdings hatte ihr Aliyahna schmächlich begreiflich machen müssen, dass sie weder ihren Hass noch ihren Zorn im rechten Moment unter kontrolle hatte. Und nur wenn sie dies beherrschte, beherrschte ihren Zorn, ihre Wut und ihren Hass zu fokussieren und abrufbar hervor zu holen, würde sie ein adequates Gefäss für die Macht die Alatar versprach.
Sie hatte noch viel zu lernen...
Ehrfurcht, Macht und Stärke
Ehrfurcht hatte sie vor allem vor dem Herrn selbst zu haben. Niemals dürfte sie vergessen, dass er das oberste Gericht ist. Etwas das Rialuna nicht gesagt werden musste. Sie wusste es längst und kniete demütig vor Alatar nieder, wannimmer er es wünschen würde und selbst wenn er das nicht tat würde sie es tun.
Sie waren seine Werkzeuge in der Welt um seine Mission zu erfüllen und ihm zu diensten zu sein. Sein Wort war Befehl, sein Wunsch ihrer.
Egal wie mächtig sie einmal werden würde, er war Richter und Henker. Gebieter und Gönner. Er war ALLES. Nichts würde das jemals ändern.
Ebenso erwartete Alatar sogar das sie mächtig wurden. Um so mächtiger ein Templer wurde um so besser konnte er seine Aufträge ausführen. Nach Macht zu streben und nach Stärke war etwas, dass sie jederzeit zu tun hatte. Sie hatte stetig an sich zu arbeiten, sich zu verbessern und zu wachsen. Denn der Herr hasste den Stillstand, der nur etwas für faule und schwache war.
Aus dieser Macht würde dann auch die Stärke erwachsen die sie brauchte um ihre Ziele - die gleich denen des Herrn waren - zu erreichen und ihre Aufgaben zu erfüllen. Daher musste sie stetig besser werden, niemals zufrieden sein und immer gieren nach mehr!
Die nächsten zwei Lehrsätze würde sie wohl nächstes Mal im Detail erklärt bekommen. Danach würde dann Glaubenstraining anstehen. Sie hatte irgendwie die Vermutung, dass das ein eher Praktischer Teil ihrer Ausbildung würde..
In jedem Fall zog sich Ria danach zurück und verließ den Tempel um wieder zurück nachhause zu gehen. Ihr Haus direkt am Eingang des Tempels war zwar immernoch spärlich eingerichtet, aber gemütlicher als die Massenquartiere im Tempel. Hier hatte sie ihre Ruhe und konnte so herrumlaufen wie sie wollte. Wobei sie aus ermangelung an Kleidern, meist nackt im Haus rumlief und auch so schlief.
Allerdings machte sie noch einen Umweg zum Alchimisten. Sie hatte genug davon das man ihr jede Weiblichkeit genommen hatte und würde Alatar das nicht gerne sehen, würde er sie das schon wissen lassen!
Von dem ansässigen Alchimisten liess sie sich eine Phiole aushändigen und gab ihm eine horrende Summe Gold, damit er die Klappe darüber hielt was sie da gekauft hatte. Der kühle Blick der jungen Frau tat sein übliches um dem Alchimisten zu vermitteln besser schnell zu vergessen das sie überhaupt da gewesen war.
Mit dem Fläschchen zuhause angekommen machte sie sich daran ihren langsam etwas stopeligen Schädel einzureiben. Das Mittel würde helfen. Vor allem würde es dafür sorgen, dass ihr Haar schneller wuchs als normal. Aber nicht zu schnell sodass es zu merkwürdig aussah.
Wenn die Clericus sie demütigen wollten, sollten sie das tun. Aber niemals wieder würde sie ihre Oberen an ihr Haar lassen! Soviel stand fest!