Tagebuch einer Knappin (C.v.T.S.)

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Tarnya Silberwind
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Tagebuch einer Knappin (C.v.T.S.)

Beitrag von Tarnya Silberwind »

Liebes Tagebuch,

ich bin schon eine Weile Knappin beim Pater, Paladin Farion Lefar.
Die Knappenschaft nimmt viel Zeit in Anspruch, darum schreibe ich erst jetzt mal wieder in dich hinein. Die letzten Wochen waren recht eintönig. Dich der Pater hat Recht damit wenn er sagt, dass die alltäglichen Pflichten genauso wichtig für einen Ritter sind wie die Besonderen. Und diese muss ich zuerst beherrschen bevor ich mit den Besonderen anfange. Dementsprechend sieht mein Tag so aus:

Morgens steht der erste Waffengang an. Danach direkt die Pflege. Damit ist nicht nur die Körperpflege gemeint, sondern auch die der Ausrüstung und des Pferdes. Polieren, Ölen, Striegeln, Hufe auskratzen, Stall ausmisten und füttern.

Ab dem Mittag beginnen die Lehrstunden. Bisher begabdekteb wur dabei noch die allgemeinen Schriften. Doch wenn es da was interessanteres gibt teile ich dir das mit. Ansonsten unterhalten wir uns, wobei das gerne ans Philosophieren grenzt.

Abends üben wir zumeist den Schwerkampf. Ich muss hierbei erwähnen das der Pater trotz seines Alters noch über große Stärke und Agilität verfügt. Von der überlegenen Erfahrung wollen wir da gar nicht erst sprechen.

So, das wars für heute, bis bald.
Tarnya
Tarnya Silberwind
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Tarnya Silberwind »

Liebes Tagebuch,

endlich finde ich mal wieder Zeit für dich.
Nun, der Pater sagt das ich im Kampf Fortschritte mache, doch ich selbst merke davon wenig.

Die täglichen Aufgaben erledige ich bereits im Schlaf. Und selbst Feuerschweif gewöhnt sich zunehmend an das tägliche Striegeln. Ich glaube bald ist sie sogar beleidigt wenn ich es mal nicht machen sollte...

Nun ich hatte dir geschrieben, dass ich dir bescheid gebe, wenn was Interessantes passiert:

Heute haben der Pater und ich uns in ein Thema vertieft, die Tugend Mitgefühl, Amyra.
Nun wir vertieften uns so stark darin, dass die abendlichen Übungsstunden gänzlich ausfielen.

Der Pater erklärte mir, dass Mitgefühl bedeutet, immer zu helfen in jeder Situation. Wenn jemand am Hungern, Dursten oder Frieren ist. Aber auch wenn jemand in Gefahr ist, ihm zu helfen. Das bedeute auch, die Waffen zu strecken, wenn es den Hilfebedürftigen schützt.
Im Großen und Ganzen kann ich dies bestens nachvollziehen und stimme dem Pater darin zu.
Doch die Waffen zu strecken? Manchmal denke ich mir, dass es vielleicht besser wäre einmal eine Geisel zu gefährden, wenn man damit den Täter niederstrecken kann. Doch nach einer langen Diskussion sehe ich nun ein, dass es uns kein Stück besser macht als die Diener Alatars, wenn wir über Leichen von Unschuldigen gehen.

Doch besagen die Schriften auch, dass man mit gewissen Dingen kein Mitleid haben soll, nun bei Ogern, Dämonen und Letharen verstehe ich dies. Doch bin ich der Meinung, dass man auch ein gewisses Mitleid mit dem Feind haben sollte. Sie sind fehlgeleitet, verblendet von Alatars Lügen. Gibt es denn keinen Weg sie zu retten? Ich persönlich glaube daran, dass es ihn gibt, auch wenn er blutig wird – doch wenigstens ein paar der verblendeten Seelen wird man sicher retten können, wenn vielleicht auch nur eine – werde ich die Hoffnung nicht aufgeben.

Das war es mal wieder für heute, ich hoffe bis bald!
Tarnya
Tarnya Silberwind
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Tarnya Silberwind »

Liebes Tagebuch,

Heute haben der Pater und ich erneut eine der Tugenden tiefer besprochen. Die Opferbereitschaft, Brynn.

In dieser Tugend sind der Pater und ich uns wahrlich einig. Immerhin sind wir Streiter in der Herrin Namen. Wir wurden dazu erkoren das Schwert im Sinne ihrer Lehren zu heben und zu führen. Entsprechend ist die Opferbereitschaft förmlich unser Alltag. Doch ermahnte mich der Pater, wie auch ihre Eminenz Sanyarin, dass man sein Leben trotz Edelmuts nicht ohne jeden Sinn aufgeben soll. So ist unser Leben doch auch wertvoll. Immerhin schützen wir die Unschuldigen und Wehrlosen. Ohne uns sind sie ohne jeden Schutz. Doch wird es schwer im Ernstfall abzuwägen, ob es Sinn oder keinen Sinn mehr hat... Ich denke, ich werde morgen nochmal mit dem Pater darüber sprechen.

Zu den Abendstunden fielen heute die Kampfübungen aus, stattdessen drückte mir der Pater eine Geige in die Hand, auf der ich das Spielen nun Lernen muss. Eine Geige, wieso keine Laute auf der ich wenigstens etwas Spielen kann... Das Prinzip ist zwar dasselbe, doch ist es unheimlich schwer, einen Ton aus dem Ding raus zu bringen, nun mal sehen ob ich das tatsächlich nochmal lerne.

Das war es für heute, ich hoffe bis bald
Tarnya
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