Frauen und andere Probleme

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Thorgan Rysk
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Frauen und andere Probleme

Beitrag von Thorgan Rysk »

Thorgan saß in seinem Sessel und dachte über Vergangenes nach,
Hatte er voreilige Schlüsse gezogen?
wer war dieser Mann mit dem er seine geliebte Neliel sah?
und vor allem was wollte jener von ihr?
wohl möglich ein Nebenbuhler, denn Neliel ist ja wirklich eine bezaubernde und hübsche Frau.
Viele Gedanken schossen ihm durch den Kopf.
Er ballte seine linke Hand zu einer Faust und schlug auf den kalten und harten Steintisch.
Kann ich ihr vertrauen? sie sagte ja es läuft nichts zwischen ihnen.

JA ich traue ihr, wieso sollte sie mich anlügen? ich hab ja nichts Falsches gemacht oder getan.
er nickte kräftig, vielleicht machte er sich auch nur unnötig Gedanken über rein gar nichts.

Dann auf einmal...

etwas schoss ihm durch den Kopf

Kennst du den Mann Liebes?

ihm durchfuhr diese Wortphrase wie ein Pfeil der durch sein Opfer schlägt

NEIN sie ist genau so wie all die Weiber, nur aufs Gold aus und kaum kommt einer mit mehr daher lassen sie dich stehen wie einen Köter im Wald.
VERDAMMT!!!

Erneut schlug er auf den Tisch, diesmal so fest, dass er das Gesicht schmerzhaft verzog,seine Zähne zusammenbiss und laut knirschte. Er konnte es nicht glauben dass sie ihn betrügt.
Warum auch er war Stark, gut aussehend und hatte auch Gold im Überfluss.
Achja und liebenswert.
Was konnte der andere schon haben so wie der aussah?
Doch jene Worte gingen ihm nicht mehr aus dem Kopf
Kennst du den Mann Liebes?
immer und immer wieder dachte er an jene Worte.
Er erhob sich und ging richtung Thresen um erst mal ein BIER aus dem Schrank zu nehmen.
JA Alkohol schien ihm im Moment die beste Lösung zu sein, er öffnete die Flasche und nahm einen grossen Schluck daraus.

so in etwa 10 Flaschen später....

Am Boden liegend dachte er noch immer über die Situation nach, scheinbar wirkte hier der Alkohol nicht.
Also was tun?
Am besten dachte er wäre es genau JETZT in dem Augenblick ein Schiff nach Lameriast zu nehmen, damit er bei IHR sein kann.
und so zog er sich seine warme Winterrobe an, hüllte sich in seinen Umhang und verlies das Haus in Richtung Lameriast.
Dort angekommen, stapfte er durch den Schnee zu Neliels Haus und schrie lallend mal wie blöd herum.
Neliel, Nelilel ich liebe dich!!! bist du Zuhaus? WACH AUF!!! ich bins deine ENTEEEEEEEE!!!

Die nächste "sinnvolle" Idee schien ihm zu sein über das Gartentürchen zu SPRINGEN.

Versuch Eins....

Kläglich gescheitert da er wohl das Wichtigste vergessen hatte. SPRINGEN!!
mit einem lauten Knall rannte er gegen das Türchen, fiel zurück und landete erst mal mit dem Arsch im Schnee.

Versuch Zwei..."Der Erfolg"

Er nahm anlauf sprang in die Höhe und vergaß das Zweitwichtigste. Richtig!!! BEINE ANZIEHEN!!

und so kam es das er zwar drüben war, doch mit seinen Beinen am Türchen hängenblieb und erst mal eine Fuhre Schnee fressen musste ,da er mit dem Gesicht im Schnee lag.
und so lag er in paar Augenblicke herum .
Der Kopf tat ihm weh, ebenso seine Beine und ihm war Kalt. Er spuckte erst mal Erde und Schnee zur Seite aus.
auf allen Vieren krabbelte er dann Richtung Eingangstüre um anzuklopfen.
Doch dazu kam es nicht mehr, denn er schlief auf halber strecke ein.
Neliel Lelyn

Beitrag von Neliel Lelyn »

Die Nacht, in der Thorgan vor ihrer Tür einen solchen Lärm veranstaltete, hatte sie tief und fest geschlafen. Das kleine Fläschchen hatte seine Versprechen eingehalten.

Vielleicht wollte sie auch schlicht und ergreifend von all dem nichts mitbekommen, denn die eigene Ruhe im Schlaf war etwas kostbares und sollte von niemandem - schon gar nicht von einem misstrauischen Saufbold - gestört werden.

Sie hatte sehr wohl mitbekommen, dass er nicht überzeugt davon gewesen war, dass sie die Wahrheit sprach, als sie mit Xervath am Hafen stand. Sie hatte seinen Blick gesehen, seine Zweifel in seinen Worten gehört. Wo sollte das hinführen, wenn man ihr nicht glaubte?

Sie hatte selbst schon als kleines Mädchen gelernt, alleine leben zu können. Sie hatte ihre Tiere, ihren Bruder und hier und da noch viel mehr Besuch. Hatte sie sich einem Hirngespinst hingegeben?

Als sie aufstand seufzte sie, weil sie von jenen Gedanken gleich am Morgen wieder aufgesucht wurde. Das komische Gefühl in ihrer Magengegend zeigte ihr, dass es ihr alles andere als egal war. Aber sie würde so handeln, sie war ein freier Mensch und sie wollte sich durch nichts deresgleichen unterdrücken oder einschränken lassen. So war sie nicht. Nein, so war sie nie.

Zweifel gehörten nicht in ihr Leben. Nein, Zweifel gehörten da garantiert nicht hinein. Misstrauen, Angst, Zweifel - sie schüttelte den Kopf. Sie würde nun ein dickes Fell benötigen, aber das hatte sie. Auch, wenn es ihr schwer fallen würde, aber sie würde es schaffen. Sie wollte ihre Freiheit wieder haben.
Neliel Lelyn

Beitrag von Neliel Lelyn »

Als er am Tor stand seufzte sie innerlich und wollte ihn dafür verfluchen. Sie wollte sich nicht anhören, was er zu sagen hatte, aber vermutlich würde er eh nicht vorher gehen. Also verschränkte sie die Arme vor der Brust und hörte ihm zu. Sie hatte Hoffnung.

Er sprach mit ihr, er schimpfte mit ihr, er schrie sie an, warum sie nichts gesagt habe, als der Kerl sie "Liebes" nannte. Er fragte sie, wie sie reagiert hätte, wenn sie ihn mit einer anderen Frau gesehen hätte.

Wie sollte sie schon reagieren? Auf jeden Fall hätte sie ihm nicht unterstellt, etwas mit dieser zu haben. So wie er es ihr offensichtlich unterstellt hatte.

Allein dieser Satz machte sie innerlich wieder so wütend und traurig. Das er es wagte zu sagen: "Ich vertraue dir ja, aber.."
'Wenn er mir doch so sehr vertraut, warum glaubt er dann nicht?'
Der Satz hallte immer und immer wieder in ihren Gedanken.

Sie wollte sich so nicht behandeln lassen und schon gar nicht anschreien lassen. Menschen, die herumbrüllten, hatten es nicht verdient, von ihr überhaupt Beachtung zu bekommen. Und sie war froh, dass sie recht schnell eine sehr gute Ausrede gefunden hatte, als Besuch um die Ecke kam.

"Soll wegen so einer Kleinigkeit nun alles vorbei sein?"
Sie schwieg. Denn eine Kleinigkeit war es für sie schon lange nicht mehr. Er misstraute ihr, er schrie sie an, er gab ihr die Schuld für sein Verhalten. Eine Kleinigkeit? Schon eine verdammt lange Zeit nicht mehr.
"Dann deute ich das Schweigen mal als JA!" und sie gab ihm nur ein kühles: "Tu das." zurück. Als er ging hinterließ er ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, Wut, Hass, Angst und all das, womit sich eine junge Frau sonst noch so herumschlagen musste.
Zuletzt geändert von Neliel Lelyn am Sonntag 14. Februar 2010, 11:53, insgesamt 1-mal geändert.
Neliel Lelyn

Beitrag von Neliel Lelyn »

Sie saß eine ganze Weile über dem Brief und seufzte, immer wieder suchte sie ein neues Pergament und begann von vorn. Es war schwer für sie, die richtigen Worte zu finden, dennoch gab sie sich Mühe.

Lieber Thorgan,

vermutlich verwundern dich diese Zeilen, aber ich möchte dir noch einige Worte mitteilen.

In den letzten Tagen hat sich bei uns etwas eingeschlichen, was ich für mich nicht dulden kann. Misstrauen. Du hast mir zwar in unserem letzten Gespräch versucht zu erklären, dass du mir vertraust, aber wenn du mir wirklich vertraut hättest, dann hättest du nie so von mir gedacht.

Ich war selbst perplex, dass du am Hafen standest, als ich zurückkam. Weil ich nicht mit dir gerechnet hatte. Ich war überrascht und erfreut zugleich und dein Misstrauen hat mich zum nachdenken gebracht.

Auch die Tatsache, dass du mir die Schuld daran gegeben hast. Das ich dir hätte erklären müssen, was der Kerl da neben mir macht. (Der im Übrigen zu meiner Kundschaft zählt) Und warum er mich "Liebes" nennt. Ich hatte Hoffnung, dass bei diesem Gespräch noch was zu retten ist, aber ich habe gemerkt, dass ich für mich selbst etwas anderes haben möchte.
Ich habe dich gesehen, wie du betrunken umher gewandert bist. Gegen den Baum gelaufen bist und nicht mehr Herr deiner Lage warst. Glaubst du, ich möchte meinen Kindern mal erzählen, dass ihr Vater ein Saufbold ist? Nein, Thorgan. Das habe ich mir immer schon anders ausgemalt.
Ich hoffe für dich, dass du glücklich wirst. Ich versuche es auf meine Art und Weise, glücklich zu werden. Du bist ein toller Mensch und das ist keine Lüge.

Deine Neliel

P. S. Ich hoffe, wir sehen uns hier und da nochmal. Meine Tore stehen dir jederzeit offen.


Sie seufzte nochmals, als sie das Pergament mit einem Boten auf die Reise schickte. Nichts desto trotz hatte sie ein Gefühl des "Verlierens", dieses beklemmende Gefühl, wenn einem etwas liebes genommen wurde, in der Magengegend. Aber es gab keine andere Wahl für sie. Sie würde und sie musste so handeln. Sie hoffte nur, dass er das gut verkraften würde.
Thorgan Rysk
Beiträge: 3
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Thorgan Rysk »

Als der Bote Thorgan das Pergament üeberreichte drücke er jenem etwas Gold in die Hand und deutete ihm zu warten.
Kurz daraufhin verschwand er im Haus.
Er lies sich erstmal gemächlich auf seinem Sessel nieder,rollte das Pergament aus und begann dann langsam zu lesen.
Ein flaues Gefühl breitete sich in seiner Magengegend aus und wurde von Zeile zu Zeile stärker.

Zweifel machten sich breit.
hatte er überregaiert?
hatte er das Schönste in seinem Leben wegen deines dummen Fehlers weggeworfen?

Es fiel ihm wahrlich nicht leicht diese Zeilen zu Lesen.
Am ende des Briefes angelangt, atmete er erstmal tief durch.
und murmelte ein paar mal vor sich hin...
Was hab ich bloß getan?
Schweren herzens griff er nach seiner Feder und einem Stück Pergament, setzte an und verfasste ein Antwortschreiben.
Prüfend überflog er das Geschriebene und schüttelte den Kopf,
zerknüllte das Pergament und warf es in seinen Mülleimer.

also begann er wieder von vorn...
und erneut...
bis er dann nach einiger Zeit die richtigen Worte gefunden hatte.

Liebste Neliel

Die letzen Tage waren für mich die Hölle auf Erden, ohne meine Freunde würd ich sicher irgendwo in der Gosse liegen oder schlimmeres.
Ich schreibe dies nicht weil ich auf Mittleid aus bin, sondern um dir verständlich zu machen, dass ich einen Fehler gemacht habe, mich falsch verhalten und dass es mir von ganzem Herzen leid tut.
Ja ich habe getrunken bis ich nicht mehr Herr meiner Lage war, ABER nur um den Schmerz zu ertragen,
ihn sozusagen im Alkohol zu ersäufen.
Nein, stolz bin ich nicht darauf, aber es zeigt auch das ich ein Mensch bin und ab und an einen Fehler mache.
Ich weis nun ist es zu spät, denn deine Reaktion gestern gab mir deutlich zu spüren das es kein zurück mehr gibt.

Doch zum Abschluss möchte ich noch etwas los werden.

Du schreibst in deinem Brief das ich ein toller Mensch bin.
Nun frag ich mich, wenn ich doch so toll bin wieso lässt du mich allein?
wieso kannst du mir meine(n) Fehler nicht verzeihen?

Dein Thorgan



Das Pergament wurde zusammengrollt,mit einem Bändchen zusammengebunden und dem Boten in die Hand gedrückt.
Dann ging er wieder zurück ins Haus.
Neliel Lelyn

Beitrag von Neliel Lelyn »

Sie murmelte etwas von "Verfluchte Nichtsnutze, wer stört mich denn jetzt schon wieder?" und ging zur Türe, ließ ihr Essen einfach stehen. Schließlich war sie eine Frau und eine Frau war von Natur aus neugierig.

Als sie die Türe öffnete und zum Hoftor ging sah sie den Boten und zögerte. Sollte sie wirklich das Schreiben an sich nehmen? Wollte sie wissen, was darin stand? Letztendlich nahm sie das Schreiben dennoch entgegen und entlohnte den Boten. Erst, nachdem sie das Schreiben mehrmals in ihren Händen hin und her gedreht hatte, ging sie in das Haus zurück und setzte sich wieder auf ihren Platz. Auf einmal kam sie sich wieder so furchtbar klein und verlassen vor. Warum dachte sie in diesem Moment an Existenz und an Scherben? Sie schüttelte den Kopf, senkte die Augenlider einen Augenblick und öffnete dann das Pergament.

Ihre Augen folgten jedem einzelnen Wort, jedem Buchstaben. Vom Anfang der Zeile bis zum Ende und dann wieder von vorn. Solange, bis sie mit dem kompletten Text fertig war. Sie hielt das Pergament eine Weile in ihren Händen und ihr Blick richtete sich stur gerade aus auf die Tür. Ja, warum das alles?

Sie schob ihre verschlossenen Lippen übereinander und dachte nach. In ihrem Kopf kreiste alles immer wieder um das Gleiche. Dann nahm sie einen Zettel zur Hand und schrieb.

Weil Misstrauen alles im Keim erstickt, erst recht, wenn die Blüte noch nicht einmal ausgeprägt war.

Sie rollte das Zettelchen zusammen und wickelte ein Lederbändchen darum, verschloss es mit einer Schleife. Dann legte sie es auf dem Tisch nieder und ging zum Fenster, um hinaus zu blicken. Der Schnee sammelte sich auf dem Gestüt, die Pferde hatten ohne Skrupel ihren Spaß daran, sich in dem kalten und nassen Schnee zu wälzen. Sie stand in einem Haus, in dem sie alleine war. Nichts um sie herum. Das Kerzenlicht flackerte armseelig und unterstrich ihre melancholische Stimmung. Sie überlegte, aber sie fand keinen Ausweg. Nicht jetzt, nicht hier. Vielleicht irgendwann. Aber nicht im Moment. Und so ging sie auf den Tisch zu und gab dem Boten das Zettelchen. Für einen Moment zögerte sie, doch dann ließ sie es los und ging schweigend zurück ins Haus. Für den heutigen Tag wollte sie nichts mehr von dem Leben dort draußen mitbekommen.
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