Wenn sich zwei Pfade vereinen

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Sandroval Ar´states

Wenn sich zwei Pfade vereinen

Beitrag von Sandroval Ar´states »

Es war eine klare Nacht gewesen, der Mond leuchtete Hell fern am Himmel und tauchte die Welt in ein bleiches Licht... während in zwei verschiedenen Kammern sich zwei Menschen auf einen wichtigen Tag in ihrem Leben vorbereiteten. Runen bestickte Roben aus schwerem Stoff wurden abgestreift und über die jeweiligen Kommoden gelegt, sorgsam und mit Achtung vor der Macht, welches jene Roben Symbolisierten, zwei Runen geschnitzte Stäbe fanden den Weg neben die Roben, sorgsam an die Wand gelehnt oder auf einem Bette nieder gelegt, an diesem Tage und zu dieser Stunde hatte man keine Verwendung für jene Artefakte, welche sonst doch so selten aus der Hand gelegt wurden. Anstelle des schweren Stoffes wurden einfache weiße Roben angelegt, aus dünnem Stoff nur zusammen gehalten durch eine schmucklose weiße Schärpe und bedeutend wirkend und doch aus feinem Stoff. Schwere Stiefel und ein paar Sandalen fanden ihren Weg von den Füßen und beide Personen zuckten leicht zusammen ob des eiskalten Steinbodens, war doch vor den Toren noch dunkler Winter und dennoch war dies ein Symbol, für das sie sich entschiedenen hatten, ein Zeichen der Verbundenheit. Wie seltsam das an zwei unterschiedlichen Orten der Ablauf so identisch sein konnte, doch wenn zwei Seelen mit einander Verbunden wahren, so mochte es sich wohl ergeben, dort wo wahre Liebe erblühte ist nichts unmöglich und dies kaum mehr so außergewöhnlich.

Dann versank der Mond langsam im Meer statt dessen leuchtete das Licht der aufgehenden Sonne am Horizont, sanfte rote Strahlen ergossen sich über den Himmel und vertrieben die Nacht mit ihren glänzenden Strahlen, so wie die Liebe die Einsamkeit einer Seele zu vertreiben mochte und jenes ward auch das Signal, jene beiden, die sich Vorbereitet hatten erhoben sich langsam und schritten die jeweilige Treppe hinab, jeweils einen Raum einer im Norden und einer im Süden der Kapelle des heiligen Klosters gelegen, ein jeder Schritt ward schwerer als jener zuvor, nicht von Kummer oder Sorge belastet, sondern von sanfteren Gefühlen, Liebe und Ungewissheit, einer Zukunft entgegen in der nur wenig Gewiss war, nur der Dienst an den Göttern und die Verbundenheit zweier Seelen. Einen Moment verharrte ein jeder vor der letzten Pforte zwischen sich und die letzte Möglichkeit der Wahl. Beide Versanken noch einmal in ihr Herz und suchten diese wärmende Flamme erneut hervor... das sanfte Licht das sich in einer jeden Seele erstrahlte, die ihren anderen Teil auf Erden gefunden hatte, jene die ohne den anderen nicht mehr Existieren konnte so sie sich einst Gefunden. Und so mag auch jene Wahl wohl nicht zu schwer gefallen sein und beide traten durch die Pforte nur um sich Schluss endlich gegenüber zu stehen.

Der Hohepriester und die Hohepriesterinn sahen einander in die Augen ein glückliches, leicht ungewisses lächeln zeigte sich auf den Zügen ehe sie sich gemeinsam umwendeten und die Pforte der Kapelle durch Schritten... jeder Schritt erzeugte ein leises Echo in der Kapelle, in der sich zu dieser frühen Stunde noch kein Ordensbruder und keine Ordenschwester eingefunden hatte... lediglich am Altar bestrahlt vom Lichte der aufgehenden Sonne, verharrte der Pater des heiligen Ordens und Paladin der Lichtbringerin auf die zwei, welche nun langsamen Schrittes den Gang entlang liefen neben einander, kaum weit von einander entfernt, die Hände schwebten dicht bei einander ohne sich jedoch zu berühren. Angekommen knieten sie sich langsam nieder die Köpfe nieder, die weißen Roben schlotterten auf dem Boden, die Symbole der Götter wurden geschlagen, der Adler Temoras und die Sonne Eluives ehe sich wieder erhoben, der Blick noch demütig nieder geschlagen. Noch eine weile sollten sie so verharren, dann erhob der Pater seine Stimme, hell wie der Klang der morgendlichen Glocke erstrahlte sie durch den Raum der Kapelle und Sprachen die zeremoniellen Worte, welche seit vielen Generationen über lieferten wahren. Wahre und Wertvolle Worte gesprochen seit Generationen, gedacht um zu verbinden was ewig zusammen gehören sollte, Worte der Liebe und Gemeinschaft, Worte des Glücks und des Segens. Bekräftigt von den aufrechten Schwüren zweier Herzen, gesprochen und verbunden auf ewig. Die Worte, welche nun an jenem Morgen vor dem aufgehenden Lichte, dem Symbol allen was wieder kehrt, den Hohe Priester und die Hohepriesterin zu Gattin und Gatte sprachen, und als die Worte endeten streckte der Hohepriester, der in diesem Moment nur ein Ehegatte sein sollte, zögerlich seine Hand aus und streifte Vorsichtig ein paar Haare aus den Zügen seiner Gemahlin, seine Lippen streiften behutsam und sachte ihre Stirn und den Rücken ihrer Nase, ehe sich die Augen der zwei Liebenden treffen sollten, noch einige Momente verharrten sie so, unter dem Lächelnden Antlitze des Paladines, einen Herzschlag,zwei drei... wer konnte in so einem Moment schon ans Zählen denken? Die Augen beider zeigten Liebevolle Sorge und Zuneigung, und über das Gesicht der Hohepriesterin glitt eine sanfte Röte, ehe sich die Lippen zum ersten Male je trafen, den Schwur zu besiegeln und aus zweien eines zu machen und sie ewig in Gelübte, Treue und Pflicht zu verbinden...

in der Ehe....
Zuletzt geändert von Sandroval Ar´states am Donnerstag 14. Januar 2010, 21:47, insgesamt 4-mal geändert.
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