Ein neues altes Leben? (RP Geschichte)

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Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Von Tag zu Tag wurde sie mit mehr Informationen bombabiert. Es waren ein paar schöne dabei, aber sie erfuhr auch sehr viel negatives über den Clan. Sie hatte Viola nach ihrer Bestrafung gesehen und jene tat ihr einfach nur leid. Viola war um die 18 Sommer, aber wurde bestraft wie ein Kind. Stockschläge, Haare ab, das wurde ihr berichtet und die Haltung von Viola bewies es ihr.

Mochte Falk noch so alt sein, aber andere erwachsene zu schlagen, dass stand ihm einfach nicht zu, so fand Erinna es. Familie hin oder her, aber das man gleichberechtigte vom Alter her, schlug und mit dem abrasieren von Haaren demütigte das gefiehl Erinna nicht.

Langsam packte sie ihre Sachen. Sie hatte keine Lust mehr gesagt zu bekommen, dass sie die Ehre, welche auch immer, verletzt hatte und aber ihr niemand sagte wieso. Wegen Trunkenheit wurde ihr gesagt. Ja und? Es gab so viele im Clan die viel tranken. Falk selber, Argos, Grim, denen wurden auch nicht die Haare abgeschoren. Was war an betrunkenheit ehrverletztend? Sie verstand es nicht.

Fjorleif gestern hatte die fehlenden Haare gesehen und gleich gesagt das sie die Ehre verletzt hatte. Ein Mann den sie gestern das erstemal im Leben sah, der gerade erst mit dem Schiff gekommen war, erklärte ihr im Grunde warum die Haare weg waren, wegen ehrverlust. Wie lachhaft fand Erinna. Sie hatte festgestellt das keine Hemden mehr im Clan waren, aber die Schneiderin des Clans die viel da war, war lieber jagen. War das nicht auch ehrverlust? Die Claner hatten nichts warmes obenrum zum anziehen, aber die Schneiderin vergnügte sich lieber als sich darum zu kümmern.

Ronya hatte ihr gesagt das sie Erinna sehr viel für den Clan getan hatte. Erinna konnte sich daran nicht mehr erinnern, aber sie glaubte nicht das Ronya sie anlügen würde, warum auch? Ein Mann hatte viel schlechtes über den Clan berichtet, Dinge die Erinna nicht kannte, sie hatte sich bedrängt und eingeengt gefühlt. Als sie ihre Sachen, die nicht zum Clan gehörten, nach Berchgard gebracht hatte, zog sie sich doch recht langsam den Ring ab.

Familie, es war ihr fremd geworden. Familie die sich von einem bestrafen lies, war das noch Familie? Wortlos verschwand sie, nachdem sie Kahor gesagt hatte dass sie Seymour bald abholen würde, wenn sie genug zusammen hatte um ein Haus zu kaufen. Aber ob sie das überhaupt schaffen würde?
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Innerlich aufgewühlt preschte sie mitten in der Nacht kurz vor der Morgengraue in die Festung ein. Sie hatte mit Luzciella gesprochen, über Ciesa. Wissen wollte sie wie der Mensch war den sie, laut Caillean, geliebt hatte. Den Vorwurf hatte sie gut herausgehört. Luzcilla sagte zwar, sie würde Erinna dafür lieben dass Ciesa nach Langem glücklich war aber im Endeffekt wusste Erinna das Luzcilla in ihr die Schuld sah das Ciesa gestorben war.

Aber wütender als das, machte es Erinna als Luzcilla sagte ein Kind würde den Weg den Ciesa gegangen war, weitergehen. Ein Kind noch war sie, Luzcilla hatte gesagt so 8 oder 9 Sommer alt. Wut war in Erinna hochgekrochen. Ein Kind in dem Alter sollte schon lernen den Tot ewig im Nacken zu haben? Ohne jemals geliebt zu haben, gespielt zu haben, ohne das Gefühl der völligen Geborgenheit gefühlt zu haben? Das war barbarisch, das war unwürdig und vor allem unehrenhaft.

Sollte Seymour jemals daran auch nur denken in dem Alter eine Waffe tragen zu wollen, sie würde ihm den Hosenboden strammziehen das er nicht mehr sitzen konnte. Nichts fruchtete bei Luzcilla, Erinna konnte nur noch sagen dass sie nicht mehr wiederkommen würde, sobald jenes Kind da wäre. Sie wollte nicht mitansehen wie ein unschuldiges Kind für die Ziele eines Toten missbraucht wurde. Genauso missbraucht wie es Ciesa wurde, für einen Weg, für einen Weg der unweigerlich den Tot bedeutete.

Ciesas Tot war für sie der Beweis. Luzcilla hatte gesagt Ciesa wäre unbesiegbar gewesen, das war niemand und würde auch niemals jemand sein. Nichtmal einer der Götter war unbesiegbar. Temora hatte es bewiesen, sie hatte Krator besiegt gehabt. Zornig griff sie sich einen ganzen Haufen Pfeile und Tränke. Dann stapfte sie los und lies die Pfeile nur so schwirren. Sie wusste innerlich das Falk das gleiche auch mit seinem Sohn machen würde. Ihn zum Jarl erziehen. So früh es ging an der Waffe lehren. Auch sein Sohn würde lernen den Tot auf ewig im Nacken zu haben. Innerlich verachtete sie beide im tiefen Herzen. Kinder sollten spielen lernen, lachen, Gefühle, und nicht den Kampf an einer Waffe.

Nicht bevor sie eigendlich begreifen was so eine Waffe machen kann. Ein Kind von 8 oder 9 Sommern kann das nicht wissen. Es sei denn so ein Kind würde durch Schmerz lernen. Knurrend zerrte sie einen Pfeil aus dem Hals eines Ogers und trat solange gegen den Körper bis ihr Bein schmerzte. Ihre Wut wollte einfach nicht verrauschen. Denjenigen der sich jemals wagte eines ihrer Kinder durch Wut und Zorn und Hass eine Waffe zu lehren, den würde sie umbringen. Eiskalt ermorden, es war ihr egal und wenn es ihr eigener Mann wäre. Sie würde ihre Kinder nie - niemals - für einen Weg missbrauchen lassen.

Erst am anderen abend kam sie Heim. voellig erschöpft, verschwitzt mit kaltem Blick, aber geröteten Augen, die als einziges darauf hinwiesen, dass sie geweint hatte.
Zuletzt geändert von Erinna Hinrah am Montag 23. Januar 2006, 03:08, insgesamt 1-mal geändert.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Kerzengerade sass sie in den Fellen. Verwirrt blickte sie sich um und bemerkte sofort was sie geweckt hatte. Der Platz neben Seymour war leer. Das ihr anvertraute Kind war weg. Wie von einer Wespe gestochen sprang sie aus den Fellen hoch, griff sich irgendwas anzuziehen und suchte die ganze Festung ab.

Als sie Sari nicht fand, packte sie hastig Winterkleidung in Kindergrösse ein und schwang sie sich trotz der eisigen Kälte auf ihre Stute.

Wenn der Kleinen auch nur ein Haar gekrümmt ist, bringt Luzcilla mich um

dachte sie bei sich und lenkte ihr Pferd durch den ganzen Nebelwald. Ruhig versuchte sie nachzudenken wo das Kind sein könnte. Erst nach einer ganzen Weile kam sie auf die Idee das die Kleine zum Grab ihrer Mutter gelaufen sein musste.

Im gestreckten Gallop, das dünne Kleid wehte um ihre Beine und der dünne Seidenumhang flatterte hinter ihr her, preschte sie Richtung Berchgard. Die Wachen am Paladinskloster stoben erschrocken auseinander, als sie ohne anzuhalten durch die Tore gallopierte. Kurz vor dem Laden der Hinrahs fand sie Sari bei Sharay. Innerlich atmete sie auf, das Kind schien bei bester Gesundheit, wenn auch durchgefroren, da es nur Pantoffeln und ein Nachtgewand trug.

Langsam kletterte sie von ihrem Pferd, sich vorher bemerkbar gemach hatte, stellte die Tasche mit der Kinderkleidung auf den Boden, kniete sich dazu und packte die Kleidung aus, ohne ein einziges Wort zu sagen. Dann winkte sie sari zu sich, jene kam nur langsam auf sie zu, als fürchte sie Ärger, den Blick gen Boden gerichtet. Erinna hob Saris Kinn mit einem Finger an, damit jene sie anschaute und sagte deutlich, langsam, aber ohne bedrohend zu wirken

Mach.
Das.
Nie.
Wieder.
wenn dir auch nur ein Haar fehlt, bringt deine Tante Luzcilla mich um.


Fest nickte Sari und zog sich die warme Winterkleidung an. Leise stammelte sie ein leises

Tschuldigung Eri...

Erinna konnte einfach nicht anders, als die Kleine in den Arm zu nehmen, dabei zitterte sie wie jemand dem eine grosse Anspannung abfiehl. Ein langer Blick, den nur eine Mutter haben konnte, ruhte auf Sharay, er drückte einen Dank aus, dass Sari wohlbehalten war und ihr nichts zugestossen war. Dann richtete sich Erinna auf.

Soo und jetzt gehen wir zu deiner Mama und zu deiner Tante Luzcilla.

Mehr sagte sie nicht und hob Sari auf ihre Stute, setzte sich hinter sie, einen Arm um sie haltend legend, und trieb ihre Stute nur mit den Beinen an, nachdem man sich von Sharay verabschiedet hatte. Innerlich machte sich Erinna Vorwürfe, sie wusste nicht warum und sie wusste auch das sie nichts dafür konnte, aber trotzdem, dass Kind war ihr anvertraut worden, es durfte einfach nicht passieren, das jenes weglaufen konnte.

Am Grab lies sie die Kleine hinunter und lehnte sich an die Mauer von Luzcillas Haus. Jene kam zu ihr und legte ihr einen warmen Umhang um die Schultern und strich wärmend über Erinnas nackte Arme. Falk kam noch hinzu und Erinna atmete erleichtert auf, einen Moment lang konnte sie somit die Sorge um die Kleine abgeben, einen Moment lang einfach nur wieder sie selber sein. Kurz und knapp erzählte sie Falk das Sari weggelaufen war, als jener sie fragte warum sie so dürftig gekleidet war.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Seymour war tot, das begriff sie langsam, sie weinte zwar immer noch viel, aber langsam stahl sich ein alter bekannter schlemisch heiterer Ausdruck in ihre bernsteinfarbenden Augen. Am ersten Tag an jenem an dem sie den Kleinen tot im Wald gefunden hatte, trug sie ihn wie eine Puppe überall mit sich herum

Am zweiten Tag, trug sie den kleinen hellblauen Pullover den sie mit Mühe für den Kleinen gestrickt und genäht hatte mit sich Herum, aber es stahl sich immer wieder ein kleines Lächeln auf ihre blass rosanen und doch sinnliche Lippen und man hörte sie auch mal glockenhell leise lachen.

Leif, Fjorleif und Argos waren die Gründe weswegen sie wieder etwas lächeln konnte. Falk und Cailly und Viola, waren jene wo sie sich sicher fühlte, wo sie wusste "hier darf ich mich gehen lassen"

Nachdenklich stand sie Nachts am Gestell. Was sie wenige Zeit vorher erlebt hatte, erleben durfte, beflügelte sie. Sie wollte Grimwould für ein paar Stunden verlassen, das zimmer, das Gestell, nicht nachdenken. Fjorleif führte sie an einen Teich wo ein Ankh auf einem Dach stand und sie sassen auf der Bank.

Schweigend hatte sie ihm zugehört, über die Ahnen. Sie wollte nicht über gerade jene reden, denen sie mitschuld daran gab das ihr Sohn sie verlassen hatte. Auf einmal fragte sie ihn woran er denke bevor er schlafen ginge. Er Antwortete das er an den Frieden für alle denken würde, auch wenn es jenen nicht immer gab. Ihre Antwort war knapp aber ehrlich.

ich denke vor dem schlafen an dich und den kleinen

Lange schwiegen sie und sie sprach leise weiter.

ich habe dir gesagt das ich dich liebe, du hast gesagt das du zeit brauchst, zeit die ich dir geben will, egal ob meine seele, mein körper und mein geist liebe brauchen, liebe von einem Mann an meiner seite, einem mann um den ich mich kümmern kann, der einfach da ist.

Langsam war er aufgestanden und hatte sich hinter sie gekniet und ihr gesagt sie solle die Augen schliessen, was sie verwundert auch tat. Dann fühlte sie seine Fingerspitzen ihre nackten Arme entlanglaufen, sie genoss es, sie genoss den einfachen körperkontakt. Sie wollte nicht mehr, einfach nur den Körperkontakt zu dem Menschen den sie neben Seymour im Herzen liebte.

Sicher sie liebte Falk und cailly auch und die claner, aber es war eine Liebe von Tochter zu den Eltern und Liebe von der Nichte zu den Onkeln und Tanten und Liebe einer Freundin zu den anderen Freunden.

Irgendwann hatte sie sich umgedreht, und ihn einfach vorsichtig sanft geküsst, sie konnte nicht anders, sie sehnte sich danach in einem Kuss Stärke, Liebe, Geborgenheit und vor allem Vertrauen zu fühlen. Mit zitternden Fingern hatte sie ihm dabei über den Brustkorb gestreichelt, bis er den Kuss löste. Ihre tränenbehangenen Augen strahlten neben der Trauer, Glück und Zufriedenheit aus und sie lehnte sich still an ihn, den Duft seiner Haut einatmend.

Ich weis das wir beide noch viel Zeit brauchen aber dennoch möchte ich Dich etwas fragen

Hatte sie geflüstert und an seiner Regung gemerkt das er ihr zuhörte.

Möchtest du zu mir in mein Zimmer ziehen?

Es ging ihr nicht darum, wenn er bei ihr wohnte durch die Felle zu rutschen, sie wollte diesen einfachen wunderbaren Körperkontakt nicht unterbrechen, sich im Schlaf an ihn lehnen können, seine starken Arme um sich fühlen können und zufrieden schlafen können, mehr wollte sie gar nicht, noch nicht.

Jetzt stand sie nachdenklich am Gestell, innerlich dankte sie Seymour für die eine wunderbare Woche, die er ihr geschenkt hatte nach ihrem Unfall, langsam, sehr langsam lies sie ihn los, ebenso langsam rannen ihr Abschiedstränen über die vom Kuss noch geröteten Wangen. Leise stahl sie die Leiter und kletterte auf das Gestell, dort nahm sie Seymours kalte steife Hand in die ihre und gab ihm einen Kuss auf die Stirn, so einen den sie ihm immer gab bevor er einschlief. Irgendwie befreit kletterte sie danach die Leiter herunter und ging in ihr Zimmer.

Wer sie beobachtet hatte konnte diese Befreihung an ihrer Körperhaltung erkennen, sanft wiegend war ihr Schritt, nicht mehr tapsend und trottend, in ihrem Zimmer legte sie vorsichtig Seymours Felle ordendlich aus und seinen kleinen Pullover nochmal an ihr Herz druckend, legte sie jenen zusammen und auf das Kopffell von Seymours Fellen. Sie wusste den Pullover würde ihr neimals jemand wegnehmen können, er war ihre einzige Erinnerung im Grunde an den Kleinen und auch wenn sie Abschied genommen hatte, so wollte sie ihn im Geist immer wieder in jenem Pullover sehen.



http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=6446 [ooc: der Tot von Erinnas Herzsohn]
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Langsam kam sie wieder zu sich selber. Nur schwer konnte sie sich damit abfinden das ihre Felle kalt und leer waren, wenn sie nach Hause kam. Sie spürte die Vorwürfe im Clan, auch wenn sie keiner Aussprach. Hatte sie jemals den anderen Vorwürfe gemacht? Hatte sie nicht genauso gut Erik, Lu und Alli fragen können wo sie waren? Wieso sie nicht gemerkt haben das der Kleine weg war? Luciana hat mal gesagt sie wäre immer sehr früh Morgends unterwegs im Clan, warum hatte sie nichts gemerkt?

Erinna war die Ziehmutter gewesen, aber Falk hatte doch gesagt der gesamte Clan kümmere sich immer um ein Kind und nicht die Eltern alleine. Immer wenn die Sprache auf Seymour kam, immer wenn sie Abends in die Felle kroch, begann sie einfach zu weinen. Sie vermisste den Kleinen so unglaublich schrecklich.

Letzte Nacht war sie mit einem Schrei wachgeworden.

Im traum hatten ihr Kinderaugen entgegen gestarrt, so ohne Leben, Kinderaugen die keine Augen mehr waren, ausgehackt von Raben. Blaue gefrorene Hände hatten sich ihr entgegengestreckt und die blauen Lippen zu einer Fratze verzogen. Züngelnde Flammen griffen nach dem Körper ohne Augen und blauer Haut, es rief nach Ihr, Mah wo bist du?!.

Schreiend war sie wachgeworden und zitternd Seymours Fell an sich gepresst, so fest das es ihr wehtat. Nachdem sie sich beruhigt hatte war sie gegangen, Jagen, sich ablenken. Doch verlor sie schnell die Lust. Sie wusste nicht wohin, wo immer sie hinging verfolgten in ihrem Geist leere Augenhöhlen sie. Für die anderen mochte der Alltag wieder begonnen haben, nach der Verbrennung, für sie fing der Horror gerade erst an, für sie gab es noch keinen Alltag, keine Routine. Sie versuchte nach Aussen hin ruhig und fröhlich zu wirken, doch brach sie fast zusammen, wenn sie in ihr Zimmer trat. Wenn sie den kleinen Hund sah der winselnd nach seinem kleinen Herren suchte, wenn sie die Hühner nah wo Seymour immer war und fragte

gug gug hun, daf eia nem un fedan?

Krampfhaft sammelte sie die Federn ein, mit beherschter Ruhe. Sie erinnerte sich wenn sie die Obstbäume ansah wie Seymour sie mal gebeten hatte sie doch hochzuheben weil er einen besonders schönen roten Apfel gesehen hatte. Sein Strahlen in den blauen Augen war einfach das wunderbarste für sie. Jeden Wunsch wollte sie ihm erfüllen, ihm alles geben was sie besass, alle Gefühle und alle Liebe. Sie dachte darüber nach wie sie irgendwann ihm gezeigt hätte wie man einen toten Ast so abhackte das der Baum keine Wunden davon trug.

Sie hatte sich vorgestellt wie sie ihn irgendwann mitnehmen würde zur Jagt und ihm vielleicht auch die Nutzung des Bogens nahegebracht hätte. Zu sehen wie er gross würde, wie er sich entwickelte, war ihr Ziel gewesen. Wieder verschwand ein Ziel in ihrem Leben, eines wofür sie gelebt hatte.

Sie hatte zu Gunnar gesagt

Ich wäre lieber bei ihm


Er hatte versucht ihr deutlich zu machen das Falk und Caillean sie brauchten, sie wusste innen drin das er Recht hatte. Sie hatte nur den Kopf gesenkt und sachte genickt. Resigniert und willenlos.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Der Abend an sich war wunderschön gewesen. Alle gingen irgendwann in die Felle und sie sass wieder alleine mit ihren Gedanken da. Sie wagte sich nicht nach oben zu gehen und ihre leeren Felle zu sehen. Langsam fasste sie einen Entschluss. Ronya hatte gesagt sie solle ein wenig Abstand von all der Trauer gewinnen, irgendwohin gehen wo nicht alles sie an Seymour erinnerte.

Genau wo sie hinsollte wusste sie noch nicht, aber sie folgte wie so oft in solchen Situationen ihren Füssen einfach. sie wollte einfach eine Zeit weg von Grimwould, weg von den Erinnerungen an Seymour, weglaufen, sich nicht stellen, Kraft tanken.

Wann sie wiederkommen würde stand in den Sternen, aber sie wusste, wenn sie nicht selber kaputt gehen wollte musste sie diesen Schritt tun. Wärend sie wanderte dachte sie über Argos und Fjorleif nach, sie mochte beide sehr sehr gerne. Vielleicht fand Argos ja die Ruhe wenn sie nicht da war mit Falk zu reden. Und vielleicht würde auch Fjorleif nochmal mit Falk reden, sie wusste es nicht, aber sie würde es wissen, wenn sie wiederkam.
Argos Hinrah

Beitrag von Argos Hinrah »

Argos wartete eine halbe ewigkeit in Griwould auf Erinna,
er wollte ihr eine kleine überraschung machen.
Es war nicht viel aber er konne Tami, den Hund von Seymour, nach Tagen der furcht wieder zur ruhe bringen.
mann konnte sehen das Tami nach Eri wollte.

Argos sahs mit Leif in der Taverne und zischte sich nach alter Tiefländer art gerade ein Met, als Eri zur Tür rein kamm.
Argos sprang natürlich sofort auf um sie nach Tami zu führen.

Hier Eri, ich habe Tami ein wenig zur ruhe gebracht.
Er ist in den letzten Tagen ein wenig zu kurtz gekommen.
Bei dir werd er es sicher gut haben.


Argos setzte Tami in Eris Armen, er hoffte nur das sie sich freuen würde.
Und das tat sie sicher, sie drückte ihn einen leichten Kuss auf die Wange und nahm in dann mit in die Taverne, wo Leif immer noch sahs.

Geschwind legte Argos seinen Umhang um Eri um sie zu Wärmen und er drückte sie enger an sich heran.
Was war das für ein gefühl was er fülte er kannte es noch nicht.

Als Eri ihn dann noch fragte:

Du Argos?
Hast du mich eingendlich gern,
also nicht nur als Freund?
Eine Frau spürt sowas nämlich.


Argos schräkte ein wenig zusammen und antwortete promt darauf:

aye...! Wenn du das schon märkst.


Er legte seinen Kopf auf Erinnas und seinen Hand öffen auf seinen Schoss.
Doch Eri wollte es nicht sie meinte nur das Argos mit Falk reden solle.
Denn man kann das Herz einen Frau nicht nur durch Geschänke gewinnen, sondern auch durch Taten. Und das wollte er Eris Herz gewinnen.
Argos verprach ihr mit Falk zu reden, dies würde er tut sobald er ihn das nächste mal sehen würde.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Wärend sie durch den Wald streifte, den Himmel genoss der zwischen Sonne und Trübheit wechselte, die Kälte um sich herum spürte, sehnte sie sich nach Argos's warmen Umhang. Die Zeit wollte sie aber durchstehen, es war für sie eher eine Prüfung.

Einmal schon hatte sie lange in einem Wald überlebt, dann würde sie einige wenige Tage auch schaffen. Als die Winterliche Dämmerung einsetzte schoss sie sich ein Reh, häutete es sorgsam und briet an einem Feuer so gut es ging was übrig geblieben war.

Die Knochen sammelte sie erstmal, daraus konnte man sicher etwas basteln. Mit harter Erde schliff sie die Knochen im Feuerschein sauber und glatt. Aus den Sehnen die sie vorher sauberlutschte flocht sie dünne Schnüre. Ohne nachzudenken was sie da bastelte band sie Knochen und Schnüre vorsichtig zusammen. Einige Knochen durchstach sie mit Mühe und einem kleinen Messer. Was an Sehnen und biegsamen Knochen übrigblieb steckte sie sich in ihren Rucksack.

Manchmal tapsten irgendwelche Tiere um sie herum, sahen in ihr aber keine Gefahr und verzogen sich wieder. Die Arme fest um ihren schmalen Körper geschlungen, so nahe sie sich traute am Feuer hockend dachte sie über sich, Argos und den Clan nach. Auch dachte sie über den Kuss mit Fjorleif nach. Ihr fehlte in dem Kuss die Innigkeit, es hatte sich viel mehr wie ein Freundschaftskuss angefühlt.

Leise seufzte sie und rollte sich leicht auf das Leder das sie mit Steinen gegerbt hatte, von einem Reh. Es war eine harte Arbeit gewesen, in der eisigen Kälte das Leder mit einem scharfen Stein zu gerben und weich zu bekommen, doch jetzt schuetzte es sie vor der Feuchtigkeit des Bodens.

Sie legte sich auf den Rücken und schaute lange Zeit in die Sterne, dann baute sie noch einen Wall aus Steinen um das Feuer, damit es nicht sie und den Wald anzündete wärend sie schlief. Lange danach blickte sie in die kleinen Flammen. Jeh müder sie wurde um so eher glaubte sie in den Flammen etwas zu erkennen. Übergangslos schlief sie ein, die Flammen folgten ihr in den Schlaf und in ihren Traum.

Wieder sah sie diese ausgehackten leeren kleinen Augenhöhlen, die kleinen ausgestreckten blaufarbigen Ärmchen, ein kleiner Mund mit blauen Lippen der sich bewegte und nach ihr rief, umgeben von Flammen.

Mit einem Aufschrei wurde sie wach und lautlos vor sich hinweinend brach sie ihr Lager ab. Es fing gerade an hell zu werden und so wanderte sie weiter, nachdem sie sorgsam die Glut gelöscht hatte und den Platz ordendlich verlassen hatte. Sie zog nach Norden von Grimwould aus. Von Norden aus wanderte sie am Wasser entlang durch die Wälder nach Westen. Nur ihre Fussspuren im Schnee verrieten ihren Weg.
Argos Hinrah

Beitrag von Argos Hinrah »

Erinna suchent Tappste Argos durch Grimwould, doch Grimwould war ruhig alle waren noch am Schlafen oder auf Reisen.
Er suchte und suchte fand sie aber nicht.
UNd nach knapp einer Stunde des Suchens verlies ihn doch die Lust,
So dass er sich auf sein Pferd schwang um die nächste Hölle aufzusuchen.
Er vermisste Erinnas nähe das sah man ihm an.
So hoffe er zu mindist das die Jagt einigermassen Erfolgreich wird
und er danach mit Falk reden kann.
Argos Hinrah

Beitrag von Argos Hinrah »

Als er von der Jagt kamm, die recht gut ausgefallen ist, ritt er nach Grimwould doch traff er da keinen an.
Bis ihm das Fest des Grafen in Varuna einfiel.
Er legte seine Rüstung in die Truhe, stiegt wieder auf sein Pferd und ritt geschwind gen Varuna. Als er den dichten Wald durchritt waren seine Gedanken wie so oft bei Erinna, er wuste nicht wie aber er mochte sie mehr alls alles andere, sie zu verlieren, wie seine Familie, würde ihm entgültig das Herz brechen.
In Varuna angekommen traff er wie erwartet Falk und die anderen Claner, Doch von Erinna keine spur.
Er fragte Falk wo sie ist doch er wuste es auch nicht.
Er war den ganzen Tag nervös doch versuchte er diees mit guter Laune und seinem Spass am Met zu überspielen.

Auf dem Heimweg ritt er nochmal durch jedem Wald da er sich schon große sorgen mahcht. Das Eri sich zwei Tage im Clan nicht blicken läst kannte man von iht überhaupt nicht.
Er suchte und suchte, wie er heute morgen auch schon Grimwould des üfteren auf den Jopf gestallt hat, doch er fand sie nicht er fand nichts keine spur kein Zeichen.

Sichtlich geknickt und in sorge ritt er zurück zum Clan mit der letzten kleinen hoffnung das sie doch schon da ist.
Aber nichts im ganzen Cla war sie mal wieder nicht auf zu finden.

Aber er nahm sich von sein versprechen an Eri einzulösen und mit Falk zu reden, er nahm all seinen Mut zusammen vor Angst das Falk ihm den Segen nicht gibt. Es wäre Argos ende zuerst seine ganze Familie, doch zum glück fand er im Clan eine neue, und dann auch noch Eri das wäre zu hart für ihn gewesen.
So ging er in die Taverne und bittete Falk ihm alleine zu Sprechen.
Das gespräch ging einfacher vo stadten als er dadachte. Argos liebte Eri keinen Zweifel und das musste Falk schon längst gemerkt haben so wie er sachte. Falk gab den beiden seinen segen und Argos war schon lange nicht mehr so glücklich gewesen wie in diesem Moment.

Würde er Eri wieder finden würde er sie mit offenen Armen entfangen und sie liebevoll drücken, da er ihre nähe scon sichtlich vermisste.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Langsam wanderte sie, ruhig und frei von bedrückenden Gedanken. Sicher der traum geisterte in ihrem Kopf herum, aber sie liess es nicht zu sehr an sich heran. Sie begann eher aus gewohnheit ihre Geschicklichkeit zu üben. An den glatten Stämmen der Bäume kletterte sie hinauf und übte das Sichere abrollen wenn sie runtersprang. Vielleiht tat sie es auch, weil es im Wald sonst nichts zu tun gab.

Es hatte bisher noch nicht neu geschneit und ihre Spur zog sich weiter nach Westen, vorbei an Ronya's Zelt, an deren Feuer sie sich einen Moment lang aufwärmte und dann weiterzog. Richtung Rahal. Sie trug keine clanskleidung und den Ring auch nicht. Dicke Kleidung und eine Robe, die ihr Gesicht verbarg mit der Kaputze. Sie folgte den Spuren des Wildes. Rast gönnte sie sich kaum, auch wenn sie nicht wirklich geschlafen hatte die Nacht.

Ihr Atem hinterlies kleine sanfte Wölkchen, denen sie ruhig nachlächelte. Sie beobachtete die Vögel und freute sich daran das es sie gab, lauschte derem Gesang. Manchmal schlang sie im Gehen ihre Arme um ihren schmalen Körper und sann den letzten Abend in Grimwould nach. Argos hatte neben ihr gesessen, sehr eng an sie dran, sein warmer Umhang war um sie gelegt und ihr war warm ums Herz geworden. Als er seine Hand auf ihren Schoss legte, hatte sie jene sanft weggeschoben.

Sie wusste das Falk sowas nicht gerne sah, ohne das er seinen Segen vorher gegeben hatte. Sie sagte zu Argos, wenn er wirklich mehr für sie empfand als die reine Freundschaft, das er mit Falk reden müsse. Als sie gegangen war, hatte sie einen kleinen Zettel in Argos's Kiste gelegt, mit der Bitte sich um die Tiere zu kümmern.

Dabei hatte sie daran gedacht, wie er ihr den Hund von Seymour in die Arme gelegt hatte. Wie er dabei ihre Arme berührt hatte, wie wohlig ihr da auf einmal war, ohne daran zu denken ihm näher zu kommen. Ihr Blick in seine augen, der sanfte Kuss auf die Wangen, war Dank genug, anders konnte sie es nicht ausdrücken. Sie hätte sonst nur wieder geweint. Dieser freche Kerl ging ihr einfach nicht aus dem Kopf, sosehr sie sich auch bemühte. Er und Leif hatten es geschafft innerhalb weniger Minuten ein Lächeln in ihr zartes Gesicht zu zaubern und auch in ihre von Trauer getrübten Augen.

Sie hatte da wirklich gemerkt was Familie war. Alle im Clan waren da gewesen, haben ihr Stütze und Halt gegeben und sie hatte es ganz versäumt es zurückzugeben. Sie wusste das Falk, Cailly, Erik, Lu, Alli, freia und alle anderen genauso litten wie sie und sie hatte nur genommen, sie hatte nicht den Halt zurückgegeben wie sie es eigendlich gemusst hätte. Aber sie war nicht fähig gewesen dazu. Gegen Mittag war sie an Rahal vorbei gewandert, immer am Wasser entlang ohne gesehen zu werden, nur ihre Fussspuren verrieten ihren Weg.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Wieder brach der Abend heran und sie musste einen Platz finden an dem sie ruhen konnte. Mit einigen Steinen und Holz schaffte sie es nach einiger Zeit ein Feuer für sich zu zünden und baute wieder einen Wall aus Steinen drumherum. Sie war kurz vor Bajardaber noch weit genug entfernt um nicht gesehen zu werden. Als die letzten Sonnenstrahlen den Himmel verliessen schoss sie sich wieder etwas essbares, diesmal war es nur ein kleiner Hase, aber besser als nichts. Mit den Sehnen vom Vortag und einem Dünnen spitzen Knochen nähte sie aus dem Hasenfell so etwas wie eine Mütze, nachdem sie das Fell ordendlich gereinigt hatte mit den Mitteln die ihr zu verfügung standen.

Wenigstens würden diese Nacht ihr nicht die Ohren abfrieren. Das Leder des Rehs vom Vortag wickelte sie sich um die Schultern und blickte still in die Flammen des nur kleinen Feuers. Die Hasenknochen liess sie diesmal liegen, doch weit genug vom Lager entfernt um Nachts nicht von Wölfen überrascht zu werden und das Restliche Fleisch packte sie sich weg. Eigendlich hätte sie richtig Hunger haben müssen, aber ihr war nicht nach essen. Ihre Gedanken hingen bei Grimwould und Argos.

Irgendwann schlief sie ein

Nur kurz waren diese Augen wieder im Traum da, aber das Bild wechselte zu einem Gesicht das ihr so vertraut war und bei dessen Anblick sie im Traum Geborgenheit empfand. Ein sanftes Lächeln huschte über ihre Lippen, wärend sie schlief. Das Gesicht nahm immer mehr Gestalt an und irgendwas trug ER im Arm. Geschlossen waren die Augen dessen was er im Arm trug und es sah aus als schliefe es, dann hatte es den Anschein als flöge es davon und ihr war klar das es Seymour war. Verabschiedete sie sich gerade im Traum von ihrem Sohn? Noch ehe sie darüber nachdenken konnte, kam das Gesicht, das so sehr nach Argos aussah, dem ihrem näher und noch bevor es zu einem Kuss hätte kommen können.....

Wachte sie auf und blickte sich verwirrt um. Irgendetwas hatte sie geweckt, sie wusste nur nicht was. Unruhig stand sie auf, löschte das Feuer und sammelte ihre Sachen ein. Der Mond schien hoch am Himmel, also war es noch mitten in der Nacht. Nach einer Weile wusste sie was sie geweckt hatte, Hufgeklapper auf gefrorenem Boden. Nahe der noch heissen und schwelgenden Glutstelle versteckte sie sich und wartete ab wer da kommen würde. Es kam aus der Richtung aus der sie gekommen war. Den Bogen im Anschlag wartete sie fast atemlos....
Argos Hinrah

Beitrag von Argos Hinrah »

Heute war Handfasting in Grimwould,
Erik und Luciana gaben sich endlich das 'JA' Wort.
Es sollte eigendlich ein schöner, frölicher Tag werden an dem ein jeder Spass haben sollte.
Doch hatte den jeder, nein sicher nicht, Argos der Eri jetzt schon seid Tagen nicht mehr gesehen hatte machte sich mehr sorgen als je zuvor.

Das Fest an sich war wunderbar, Laila gab sich mit der Zeremoni sehr viel mühe und ein jeder halt bis auf Argos hatte seinen Spass. Wie immer versuchte er dies zu überspielen indem er einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nachging Das 'Met' Trinken.
Villeicht mag es ihm geglückt sein das die anderen nichts märken, obwohl sein blick fast immer auf das freie Stück Bank neben ihm gerichtet war. Das stück Bank wo er vor zwei Tagen noch mit Eri sas seinen Umhang um sie liegen hatte und sie ang an ihm ran drückte.
Argos wurde fast wild vor im gedanken das sie villeicht nie mehr wider Kehren würde.
So schaute er nochmal auf die Bank rannte plötzlich nach drausen, schwang sich auf sein Pferd nud ritt durch ganz Gerimor um sie zu finden.
Sein Pferd, Harcon, ritt so schnell es kann.
Die Hufen klapperten Argos's Harre flogen im Wind.
Er lies keine Stelle umgesehen und wen er bis pät in die Nacht reiten würde, er würde erst wieder Heim nach Grimwould reiten wen er sie gefunden hat.
Nach Stunden das Suchens und noch keiner spur sah er lötzlich auf der weiten ferne ein kleines Feuer brennen.
Er band sich ,noch auf dem Pferd sitfend, seine mächtige Nordmannsklinge vom rücken.
Das Pferd wurde immer langsamer, die Huffen klackerten über die kleine Eisfläche vor der Büschung.
Er hörte ein gereusch es war jemand da, doch wer.
Sein Schwert schützend vor sich haltend drückte er den letzten Ast bei seite und im nächsten moment spürte er ein Pfeil an seinen Rücken.
Und beeindruckt davon drechte er sich um und stöste die Armbrust weg.
Es war Eri, endlich hatte er sie gefunden endlich konnte es wieder ihr nähe spüren sie wärmen wen ihr kalt was, sie erkannte Argos wohl nicht da es dunkel war und er eine Maske auf hatte.
Doch Argos war einfach nur glücklich sie wieder zu sehen und drückte ihr gleich einen Kuss auf die Stirn, Eri zog zurück und fragte sofort:

Was soll das, du must erst mit Falk reden!

Doch das hat Argos ja schon längst getan und dies sagte er ihr auch.
Es machte Argos überglücklich zu sehen wie froh Eri war das sie den sagen Falks hatten und das sah man ihr an.
Da Eri schon sichtlich müde und erschöpft ist ging Argos auf die Pirsch um einigen Rehen die Warmen Felle abzu ziehen.
Er legte die gejagten Felle vor dem neugemachten Feuer wo Eri und Argos sich rein legen konnten, den warmen Fellumhang den Eri so liebte hat er zusätzlich oben drauf gelagt.
Heute würde er bei ihr im Wald schlafen doch morgen würden sie in alles frische wieder von den Toren Grimwould stehen um sagen zu können:

Wie schön ist es doch zu Hause zu sein!
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Völlig überrascht schaute sie zu Argos. Dann blickte sie zurück zu ihren Fussspuren und seufzte. Langsam hob sie ihren Kopf zu ihm hoch.

Falk hat wirklich den Segen gegeben?

Sie war darüber überrascht aber vielleicht hatte sie es auch irgendwie geahnt. Dicht an ihn gelehnt schlief sie nach Tagen endlich völlig ruhig wieder ein, nachdem beide das Feuer nochmal in Gang gebracht hatten, etwas gegessen hatten und die Felle der Tiere gemeinsam so gereinigt hatten, dass sie ohne im Gestank einzugehen darauf schlafen konnten.

Nur wenig war sie bereit gewesen zu reden, sie wollte nur einfach seine Nähe, ohne grosse Worte. Mit dem Rücken an seinem Brustkorb, seinen Arm um sich herum schlief sie recht schnell wieder ein, seinen Umhang nutzten sie als Decke. Ihr Kopf ruhte auf seinem anderen Arm und sie war einfach nur erschöpft gewesen.

Das sanfte Schnauben seines Pferdes war Trost genug zu wissen das es sie warnen würde, wenn etwas gefährliches sich näherte. Seit Seymours Tot war das wohl die ruhigste Nacht die sie seitdem hatte. Traumlos schlief sie tief und fest. Wie damals bei Falk und Cailly reichte Argos's blosse Nähe, seine Körperwärme, aus um das sie traumlos schlief.

Ihre schmale zierliche Hand ruhte ruhig auf seiner, die vor ihr auf einem der Felle lag, ihre langen, durch Seymours tot, dumpf wirkenden Haare gringelten sich in natürlichen Wellen über ihren Rücken und seiner Nase entlang.

Als sie morgends oder war es schon Mittags wach wurde, war Argos weg, aber sein Pferd stand noch da, das Feuer war neu geschürt und ein Holznapf mit frischem Wasser stand darauf. Vorsichtig tauchte sie ein Stück ihres Hemdes hinein und wusch sich erstmal verschlafen das Gesicht. Dann räumte sie langsam das Lager soweit auf, dass man nach dem Frühstück aufbrechen konnte.

Als Argos wiederkam hatte er zwei Enten geschossen und begrüsste sie mit einem Kuss. Noch immer nicht recht glauben könnend, das Falk den Segen gegeben hatte, erwiederte sie erst ,noch nicht ganz wach ,den Kuss, ehe sie schnell den Kopf zurückzog. Schweigend frühstückten sie zusammen und löschten dann das Feuer sorgsam. Danach hob Argos sie auf sein Pferd und führte es langsam den Weg zurück. Hin und wieder döste sie auf dem Hengst ein und spürte wie Argos sie an einem Bein festhielt, damit sie nicht herunterfiehl.

Langsam ging es am Wasser entlang, zurück nach Grimwould und sie würden, wenn er zwischendurch mit auf dem Hengst ritt am späteren Abend wieder zu Hause sein.
Erinna Hinrah

Beitrag von Erinna Hinrah »

Als sie wachwurde fiehl ihr Blick im Schein der Feuerschale auf Argos neben sich. Dem grossen Tiefländer. Er schlief noch tief und fest und langsam löste sie ihre Hand von seinem Rücken unter den Fellen. Er wohnte jezt bei ihr und sie war glücklich. Sie dachte an den Tag zuvor, wie sie ihn geneckt hatte und er darauf eingegangen war. Wie er sie gejagt hatte und sie flink wie ein Wiesel auf das Dach gehuscht war. Sich gespielt in eine Ecke treiben lies und dann einen Ausbruch machte. Sie liess es mit Absicht zu das ihr Kleid sie hinterde nach dem Abrollen wieder aufzuspringen und blieb auf dem Rücken liegen.

Die warme Flut die über sie kam, als Argos sich über sie legte und innig küsste, genoss sie nur kurz. Es verwirrte sie so sehr das sie sich wieder in Neckereien flüchtete. Sie quetschte sich an Cailly und Falk vorbei, lachen und innerlich jauchzend, versteckte sich und sprang dann wie ein Wolf im Angriff mit Wucht in Argos Arme. Sie war glücklich, sie konnte Seymours Tot in dem Moment vergessen. Seymour selber würde sie niemals vergessen.

Zwischendurch gab es einen Schockmoment als Cailly meinte wenn Argos bei ihr lebe, dann würde sie in 30 Sonnenwenden handfasten müssen. Aufatmend blickte sie zu Falk der andere Vorschläge machte. Sie war zwar in allem recht schnell, ungeduldig, aber sooooo eilig hatte sie es nun auch nicht zu handfasten. Ja sie war glücklich, jeder Kuss von Argos, jede sanfte Berührung und sei es nur das er seinen Umhang um sie legte um sie zu wärmen, durchzuckten sie wie sanfte Blitze.

Als er in die Felle schlüpfte sagte sie sie würde gleich nachkommen. Das Gespräch mit Falk, Leif und Fjorleif dauerte länger als sie dachte und so kam sie erst tief in der Nacht zu Argos in die Felle. Sanft lächelte sie, als sie ihn schlafend vorfand. Sein Gesicht so weich wie ein Baby, die langen Haare wirr um den Kopf liegend. Vorsichtig war sie an Seymours Schlafseite gekrochen und hatte ihren im Nachthemd gehuellten warmen Körper an Argos gelehnt, sich fest angekuschelt und eine Hand an seinen Rücken gelegt.

Tief und fest hatte sie geschlafen, mit einem leichten glücklichen Lächeln.
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