Michonne zog den Robensaum enger an als sie das Festland verließ und auf eines dieser schrecklichen Schiffe aufstieg, das den Weg richtung Adoran nehmen sollte. Sie hasste das Meer - und sie hasste das Wellengeschaukel. Jedesmal zählte sie die Wellen im Glauben, sie würde von der nächsten erwischt, ginge über Bord, oder, was Eluive verhindern möge, das Schiff gar zum kentern brachte.
Sie zählte die Stufen der Leiter, die hoch zum Schiff führen sollte. 11, 12, 12(!!!)Vierzehn (oh welch ein Glück).
Doch dann stünde sie vor einer Misere. Lässt sie die dreizehnte Stufe aus, und wechselte gleich auf die vierzehnte über, wären es trotz allem dreizehn Stufen. Ein Fluch der schwarzen Katze. Das war es! Es war ein Fluch, und dem konnte sie nicht entweichen. Sie musste schnellstmöglich nach Adoran kommen, um den Untergang der Insel Vesteheyden zu verkünden! Die Zeichen waren so eindeutig - und sie allein sah sie, so als wolle Eluive ihr damit gar sagen, dass sie die Anhänger ihrer Tochter vor diesem furchtbaren Unglück warnen müsse.
Es war vor genau vier Tagen passiert, da erledigte sie für ihren Vater einen kleinen Botengang im Dorf Hammelbrunn - da erblickte sie eine hölzerne Leiter vor der Metzgerei. Michonne wusste ganz genau, dass der Ladenbesitzer viele Katzen hatte - ein ständiges Problem mit Mäusen und Ratten war in den letzten zwölf Jahren zu einer Plage ausgeartet. Die ersten Vorzeichen des baldigen Untergangs. Um sich davor zu schützen bemühte sich Michonne, ja nie ein Glas zu zerbrechen, ja nie etwas zu tun, was sie für die nächsten sieben Jahre zum Opfer dessen machte. Diverse Amulette aus Hühnerknochen hatte sie sich angefertigt und umgehangen, nur um nicht diesem fürchterlichen Ansturm an Grauen in die Arme zu laufen.
"VERSCHWINDET IHR GIERIGEN VIECHER!" Der Metzger Brion war heute ausgesprochen wütend. Sie sah gerade noch, wie er aus dem Haus ein Gewusel schwarzer Katzen jagde - genau zu ihrer Linken wohlgemerkt! Und ihr gefror das Blut als sie, mehr nebensächlich aus Angst die Katzen zählte. Es waren dreizehn! Dreizehn Katzen rannten unter de Leiter hindurch und flohen irgendwohin in die Ferne! Dreizehn schwarze Katzen hasteten unter der Leiter durch!
Es klimperte, als Michonne ihre Amulette so fest umfasste, dass ihre Fingerknöchel weiß wurden! Das war es! Das Zeichen eines baldigen schlimmen Ereignisses! Vielleicht blieben gar nur noch dreizehn Tage Zeit! Sie musste etwas tun, um dieses Unglück zu verhindern!
Da stand sie also nun, vor dem Schiff, auf der zwölften Stufe und war in die Falle getappt. Sie konnte nicht mehr zurück! nicht um das Leben ihrer Eltern, ihrer zwei Brüder und zwei Schwestern zu retten! Sie war die Älteste Tochter des Hauses Tyuleth, und sie wollte ihre geliebte Heimat beschützen!
"Hilfe!" rief sie aus, den Blick nach oben gewandt, in der Hoffnung, jemand käme zur Hilfe.
Ein matrose reichte ihr zum Glück die Hand und hievte sie über die verfluchten Stufen hinweg. Warum konnte man nicht einfach fünfzehn Stufen bauen? Sie ließ sich lange darüber aus, während sie inständig hoffte, ihr Schiff nach Adoran würde nicht kentern und auch sonst würde kein weiteres Unglück passieren. die Sterne standen ja sowieso schon so schlecht, da brauchte Michonne nicht auch noch irgendein anderes Unglück.
...als dreizehn schwarze Katzen unter eine Leiter rannten!
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Michonne Tyuleth
...als dreizehn schwarze Katzen unter eine Leiter rannten!
Zuletzt geändert von Michonne Tyuleth am Samstag 2. Januar 2010, 16:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Michonne Tyuleth
Wachsam sah sie sich um. Hier in Adoran war es viel zu kalt, viel zu frostig.
Die Sterne standen wirklich nicht gerade gut hier. Wenn man es recht bedachte, war Adoran ein Ort kommenden Unglücks. Sie sah nirgendo Hufeisen oder Hasenpfoten an den Haustürknäufen. Das war schon fast ein vorapokalyptisches Zeichen! Wie wollten sie denn überleben, wenn sie die schlechten Omen förmlich einluden, hier einzukehren. War ihnen nicht klar, dass der Panther nicht ohne Grund schwarz war?
Am Ende hielten sich die Bewohner hier alle noch scharze Katzen!
Entsetzt wie sie war, hoffte sie, einen Hufschmied in Adoran zu finden. Denn die erste Taverne, die sie aufsuchen würde, sollte auf keinem Fall ein Hort ihres Unglücks sein. Und Temora und Eluive gleicheermaßen mögen bewahren - die Treppen sollten mehr als dreizehn Stufen besitzen!
Die Sterne standen wirklich nicht gerade gut hier. Wenn man es recht bedachte, war Adoran ein Ort kommenden Unglücks. Sie sah nirgendo Hufeisen oder Hasenpfoten an den Haustürknäufen. Das war schon fast ein vorapokalyptisches Zeichen! Wie wollten sie denn überleben, wenn sie die schlechten Omen förmlich einluden, hier einzukehren. War ihnen nicht klar, dass der Panther nicht ohne Grund schwarz war?
Am Ende hielten sich die Bewohner hier alle noch scharze Katzen!
Entsetzt wie sie war, hoffte sie, einen Hufschmied in Adoran zu finden. Denn die erste Taverne, die sie aufsuchen würde, sollte auf keinem Fall ein Hort ihres Unglücks sein. Und Temora und Eluive gleicheermaßen mögen bewahren - die Treppen sollten mehr als dreizehn Stufen besitzen!
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Michonne Tyuleth
Eine Sache fasste Michonne in den nächsten Tagen mit Bestürzung auf, seh man davon ab, dass man nur Gardisten auf den Straßen traf bei diesem kalten Wetter, so kam es ihr dennoch so vor, als redeten die Leute hier in der großen Stadt nicht wirklich miteinander.
Es war so, als würde jeder etwas auf eine schiefertafel schreiben, es ablesen, und der nächste erwiederte es, indem er etwas auf seine Tafel kritzelte und vorlas. Dieses persönliche Band, das sie in ihrer kleinen Siedlung vor der Veste Heyden nunmal hatten zeigte hier keine Wirkung mehr. Hier war jeder allein für sich. Schwermut überkam die junge Frau, und so beschloss sie, zunächst einmal etwas Geld zu verdienen. Die weite Überfahrt nach Süd-Südost - zurück in ihre Heimat, konnte sie sich niicht leisten.
Bajard
Klein - verschlafen - ruhig lag es da, als sie spät in der Nacht aus der Kutsche stieg und völlig perplex voranging. Die Karten, die sie in der Kutsche für sich gelegt hatten warnten sie eindeutig vor diesem Dorf. Tretsteine - oder was auch immer - sie könnte heute über etwas stolpern - und das war für gewöhnlich kein gutes Zeichen, denn man konnte sich schnell etwas brechen!
Das erste, was es zu tun galt war, Geld zu verdienen. Die dünnen Sandalen, die sie dummerweise eingepackt hatte schützten gegen diese schneidende Kälte kein bisschen. Und so musste sie sehen, ehe sie nach Adoran zurückkehren würde, dass sie Arbeit fand.
Ehrliche Arbeit belohnten die Götter sofort, und so, das war ihr ganz eindeutig klar, musste sie sich selbst das beste Vorbild sein.
Es war so, als würde jeder etwas auf eine schiefertafel schreiben, es ablesen, und der nächste erwiederte es, indem er etwas auf seine Tafel kritzelte und vorlas. Dieses persönliche Band, das sie in ihrer kleinen Siedlung vor der Veste Heyden nunmal hatten zeigte hier keine Wirkung mehr. Hier war jeder allein für sich. Schwermut überkam die junge Frau, und so beschloss sie, zunächst einmal etwas Geld zu verdienen. Die weite Überfahrt nach Süd-Südost - zurück in ihre Heimat, konnte sie sich niicht leisten.
Bajard
Klein - verschlafen - ruhig lag es da, als sie spät in der Nacht aus der Kutsche stieg und völlig perplex voranging. Die Karten, die sie in der Kutsche für sich gelegt hatten warnten sie eindeutig vor diesem Dorf. Tretsteine - oder was auch immer - sie könnte heute über etwas stolpern - und das war für gewöhnlich kein gutes Zeichen, denn man konnte sich schnell etwas brechen!
Das erste, was es zu tun galt war, Geld zu verdienen. Die dünnen Sandalen, die sie dummerweise eingepackt hatte schützten gegen diese schneidende Kälte kein bisschen. Und so musste sie sehen, ehe sie nach Adoran zurückkehren würde, dass sie Arbeit fand.
Ehrliche Arbeit belohnten die Götter sofort, und so, das war ihr ganz eindeutig klar, musste sie sich selbst das beste Vorbild sein.
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Michonne Tyuleth
Michonne fröstelte.
So kalte Winter war sie nicht gewohnt. Woher denn auch? In Suederheyden war es fast immer eisfrei. Nur ganz selten fiel Schnee, und noch seltener blieb die weiße Pracht auch dort liegen. Hier jedoch häuften sich die Schneemassen.
Die Frage nun war, wie sie zurückkommen sollte? Sie hatte ihr ganzes Geld in die weite Fahrt nach Adoran investiert, und das bisschen Holzhacken machte Michonne allerhöchstens satt - es musste also Arbeit gefunden werden, und die Karten prophezeihten ihr lediglich, dass sie nicht aufgeben sollte, dann würde sich das Richtige schon finden.
Und dann kam der Abend.
Eine Reiterin in überaus auffällig kurzer Kleidung hielt vor Michonne und sprach sie an. Die Beiden verstanden sich interessanterweise sofort. Derya war eine ausgesprochen offenherzige und liebenswürdige Frau - ganz offensichtlich gezeichnet von vergangenen Missständen. Doch wie es so schön heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Dann kamen sie! Gestalten - maskiert und eigenartig sprechend. Sie trugen hornhelme - Orks! Orks in Bajard, dem Dorf, welches, laut Derya, eindeutig verflucht ist. Ein spitzer Aufschrei nach den Wachen half nichts, denn sie spürte bereits eine Waffe im Rücken. Michonne erstarrte förmlich und war starr vor angst. So blieb ihr nur eines.
Sie umklammerte ihre Glücksbringerkette, behangen mit Hufeisen, Hasenpfoten, geschnitzten und geweihten Fliegenpilzen und betete inständig zu Temora um Rettung.
Mit einem Mal ergriffen sie die Flucht, als einige gerüstete Gestalten antanzten, um den berittenen Fremden und die beiden Frauen, die zusammengetrieben wurden, zu retten. Der Glücksstern erstrahlte förmlich - und Michonne war davon überzeugt, dass ihre Glücksbringer sie tatsächlich vor dem Bösen dieser Welt retteten.
So überzeugt war sie, dass sie jede Angst auf Anhieb verloren hatte.
Derya lud Michonne schließlich zu sich ein - auf eine fremde Insel Namens Lameriast. Der Abend wurde noch spät, denn sie sagte Derya die Zukunft voraus - und die Karten sprachen für sie. Zum ersten mal seit ihrer Ankunft fühlte Michonne sich wirklich sicher.
So kalte Winter war sie nicht gewohnt. Woher denn auch? In Suederheyden war es fast immer eisfrei. Nur ganz selten fiel Schnee, und noch seltener blieb die weiße Pracht auch dort liegen. Hier jedoch häuften sich die Schneemassen.
Die Frage nun war, wie sie zurückkommen sollte? Sie hatte ihr ganzes Geld in die weite Fahrt nach Adoran investiert, und das bisschen Holzhacken machte Michonne allerhöchstens satt - es musste also Arbeit gefunden werden, und die Karten prophezeihten ihr lediglich, dass sie nicht aufgeben sollte, dann würde sich das Richtige schon finden.
Und dann kam der Abend.
Eine Reiterin in überaus auffällig kurzer Kleidung hielt vor Michonne und sprach sie an. Die Beiden verstanden sich interessanterweise sofort. Derya war eine ausgesprochen offenherzige und liebenswürdige Frau - ganz offensichtlich gezeichnet von vergangenen Missständen. Doch wie es so schön heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Dann kamen sie! Gestalten - maskiert und eigenartig sprechend. Sie trugen hornhelme - Orks! Orks in Bajard, dem Dorf, welches, laut Derya, eindeutig verflucht ist. Ein spitzer Aufschrei nach den Wachen half nichts, denn sie spürte bereits eine Waffe im Rücken. Michonne erstarrte förmlich und war starr vor angst. So blieb ihr nur eines.
Sie umklammerte ihre Glücksbringerkette, behangen mit Hufeisen, Hasenpfoten, geschnitzten und geweihten Fliegenpilzen und betete inständig zu Temora um Rettung.
Mit einem Mal ergriffen sie die Flucht, als einige gerüstete Gestalten antanzten, um den berittenen Fremden und die beiden Frauen, die zusammengetrieben wurden, zu retten. Der Glücksstern erstrahlte förmlich - und Michonne war davon überzeugt, dass ihre Glücksbringer sie tatsächlich vor dem Bösen dieser Welt retteten.
So überzeugt war sie, dass sie jede Angst auf Anhieb verloren hatte.
Derya lud Michonne schließlich zu sich ein - auf eine fremde Insel Namens Lameriast. Der Abend wurde noch spät, denn sie sagte Derya die Zukunft voraus - und die Karten sprachen für sie. Zum ersten mal seit ihrer Ankunft fühlte Michonne sich wirklich sicher.