Blut um Blut

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Sarya Lenia Vhelvet

Blut um Blut

Beitrag von Sarya Lenia Vhelvet »

Lange beobachtete sie aus einem Versteck die gegenüberliegende Hafenschenke, malte sich in ihren Gedanken immer wieder aus wie sie vorgehen würde um endlich die Aufgabe ihrer Meisterin zu erfüllen.
Zulange hatte sie beinahe gewartet um es diesen dummen Schenkenleuten am Hinterteil Rahals, im Hafenviertel heimzuzahlen, für ihren lächerlichen Angriff an diesem gewissen Abend.

Ihre Sinne waren durch einen einfachen Eingriff ins Lied bis aufs Äußerste geschärft und sie spührte das Leben in der Taverne, doch auch diese würden sich sicher zu einer Stunde zu Bett begeben und dann war die Stunde der Schatten gekommen.
Wahrlich Schatten nannten sich viele auf den Landen Gerimors, meistens nur weil sie sich gerne möglichst schwarz kleideten, aber niemand, wirklich niemand ausser den Schwarzmagiern war in der Lage die Schatten zu kontrollieren, sie für ihr Tun zu benutzen, ganz gleich ob Sie nun gutes oder schlechtes im Sinn hatten.

Aber die Finsterniss war nie gut in den Kinderohren weggekommen, sie war das wo das unbegreifliche hauste, eine Mischung aus Wahnsinn und Furcht ergreift die Leute wenn es dunkel wird und sie versuchen durch Feuer jedes Stück Dunkelheit zu vertreiben.
Aber niemand sprach von denjenigen die die Dunkelheit für ihre Zwecke nutzten, die selber der Schrecken der Finsterniss waren.

Und so stand sie statuenmäßig am Fenster der kleinen Schabracke, nicht besser, aber auch nicht schlechter als die Hafentaverne selber und die in der Finsterniss dunkelbraunen Augen wirkten fast schwarz als sie fest die Taverne betrachteten.
Ein paar Stunden noch dann würde sie beginnen.

Das Opfer saß hinter ihr geknebelt auf einem Stuhl, ihn jetzt schon zu töten würde den Plan nicht unbedingt durcheinanderbringen, aber die schönste Pointe von diesem Lied würde er bringen- Ein Nichtsnutz, ein Niemand. Keine Menschenseele würde den jungen Burschen vermissen, der mittellos und zukunftslos war.

Ein paar Stunden noch, dann würde es beginnen.
Zuletzt geändert von Sarya Lenia Vhelvet am Mittwoch 30. Dezember 2009, 22:26, insgesamt 2-mal geändert.
Sarya Lenia Vhelvet

Beitrag von Sarya Lenia Vhelvet »

Langsam bewegte sich die schattenhafte Silhouette auf die Taverne zu, mit einem kurzen Eingriff ins Lied wurde der Umgebung Energie nach und nach entzogen und um sie herum entstanden dann die Schatten, welche noch tiefer und schwärzer waren als die Nacht an sich.

Kein Licht, kein Blick würde durch diese Schatten durchkommen, die sich durch die winzigen Spalten ihren Weg in das Innere des Hauses machen. Die Seelen die hier nächtigen würden keinen Laut vernehmen können, sondern noch tiefer in ihren Schlaf versinken und schwarze Träume werden sie des Nachts heimsuchen.

Die der Umgebung entzogene Energie, wurde auf das Holz der Türe geleitet, immer mehr Energie sammelte sich in dem Material an, bis es gar zu bersten begann und die Türe vor ihr in Trümmer lag.
Zu einfach ward dieses Spiel für die junge Arkoritherin, die trotz ihres Alters, ein gewisses Maß an Macht besitzt.

Der Stab berührte mit einem 'Klonk' den Boden und sie sah sich einmal in der Taverne um. Welch schönes friedliches Bild sie abgab, aber welch chaotisches Bild sie schon vor ihren Augen sah.
Die Ärmel wurden etwas zurückgeschoben und eine Woge von Energie entlud sich als sich die Konzentration der Energie nun auf das Umfeld wie ein Tornado ausbreitete, dabei wurden die Bänke und Stühle umgerissen und wurden durch die Energie zerbrochen.
Das Aquarium zerplatzte und das Wasser sprudelte über den vorderen Boden der Schenke.


Es war wahrlich schon ein Bild für die Götter, was ein gewisses Maß an entladener Energie so alles anrichten kann.
Doch es fehlte noch die Krone auf diesem Bild des Chaos und der Zerstörung. Was war denn ein bisschen Unordnung schon ohne Blut und Tod.

Der leblose Körper wurde hereingeschliffen und mit einem Ruck verschwand der Stab in ihrer Hand und zum Vorschein kam ein zweischneidiger Dolch, so scharf das man sich fast beim Hinsehen schneiden konnte.
Mit diesem wurde der Arm des bewusstlosen Burschen abgetrennt und mit dem Körperteil aus dem das Blut nur so sprudelte stand sie dann in der Mitte der Taverne und begann mit Blut den Fußboden zu reinigen.

Doch war es nicht einfach nur eine Blutlache welche sich auf dem Boden wiederfand, sondern man konnte nach genauerem hinsehen erkennen wie sich in dem roten Blut Wörter bildeten.
Nachdem der Arm sein Blut vergossen hatte, warf sie ihn einfach achtlos weg und nahm sich nun die beide Beine vor, mit denen sie den Rest des blutigen Schriftzuges vervollständigte.


Legt euch nicht mit überlegenen Mächten an. Blut um Blut.

Beide Beine warf sie ins Feuer, sie würden ein angenehmes Aroma in der Schenke verbreiten und wandte sich dem nun toten Körper zu, der durch die Schmerzen und die Blutarmut den letzten Atemzug getätigt hat. Mit dem Dolch wurden die Eingeweide herausgeschnitten und diese grob im Raum verteilt.
Zum Schluss wurde der Torso noch geköpft und der abgetrennte Kopf als Zierde auf den Thresen abgestellt, neben den ausgetrockneten Fischen die einzeln in Schnapsgläsern ihr letztes Dasein fristeten.

Mit einer Kette und ein wenig Magie wurde der restliche Torso über die Türe gehängt und dann verschwand die Maga auch schon zufrieden in der Dunkelheit.
Es versprach ein erfolgreicher Abend zu werden und so fand die Meisterin einen Zettel auf ihrem Tisch: Es ist getan. gez. Y.

Dann sann sie in ihren Gemächern über die vergangenen Stunden nach und versank in einen angenehm leichten Schlaf.
Kimroth Gruenfels
Beiträge: 951
Registriert: Freitag 11. Januar 2008, 21:57

Beitrag von Kimroth Gruenfels »

Böses Karma für Kim

Es war wirklich ein sehr schöner Abend, so gut hatte er begonnen. Ja - Kimroth konnte sich nicht erinnern, einen so entspannten Abend erlebt zu haben wie diesen - jedenfalls seit Ewigkeiten nicht mehr. Alleine sein monatelanger Aufenthalt in einer Gefängniszelle in irgendeiner fremden Hafenstadt, gemeinsam mit Lubbo in einer Zelle - das war wirklich nicht lustig (und obendrei auch nicht gerade platzträchtig) - aber dieser Abend machte alles wieder wett.
Er sah sprichwörtlich alles durch eine rosa Augenklappe - alles war in gewisser Weise rosa - oder in dem Fall auch rot, wenn man dies an den Haaren der beiden Verliebten betrachtete. Ja - ein Poet, der er schonmal war, hätte vermutlich gesagt "der Frühling beginnt schon im Alatnar".
Was solls? Es war in jedem Fall wirklich ein perfekter Abend, auf seine morbide Art, wohliges Frösteln, Schweißausbrüche, viel Schnee, ein klarer Sternenhimmel und perfekte absolute Ruhe. Es war kein Trunk mehr notwendig.

Tja - man kehrte um und betrat die vertrauten Gefilde des Rahaler Hafenviertels. Abgesehen davon, dass in seinem inneren die Grippeerreger gerade auf alles Böse in der Welt anstießen, nachdem er doch auf ziemlich unkonventionellem Wege angesteckt wurde, war alles in allem perfekt. Es konnte ja eigentlich nur noch schlimmer kommen.
Ein Karamelhumbug jedoch war die böse Konsequenz seiner Taten - denn als sie die zertrümmerte Tür der Hafenschenke erblickten, da war alles rosa und rot.
Rosa vom Fleisch der rumliegenden leichenteile hinter der zertrümmerten Tür - und rot vom Blut. nDer widerliche Leichengeruch drang nach außen, und Kim wusste, dass während seiner Abwesenheit hier etwas wirklich Grausames passiert sein musste.
Geschockt waren sie beide - und in diesem punkt war Kim klar, dass, wenn ihm was Gutes widerfuhr auch immer etwas Schlechtes im Anschluss folgte. Das Karma schlug auf wirklich grausamste Art und Weise zu - und hier ar es mehr als deutlich. Das schicksal lachte den Hauptmann der Vogelfreien auf zynische Art und Weise aus.

Noch in derselben Nacht verriegelte und schloss er vorerst die Taverne und würde am nächsten Tag mit seinen Leuten beginnen, den Saustall aufzuräumen.

Rabendiener?
Arkorither?
vermutlich sogar in dieser Reihenfolge. Er hatte sich ja mit Fuchtlern angelegt.

Aber damit hatten sie Kimroth den Krieg erklärt - und dieser Krieg würde folgen. Sie wollten Zoff? Sie konnten ihn haben. Und damit würde Kimroth nun auch schweres Geschütz ausfahren.
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