Kimroth Grünfels - Memoiren eines Schelms

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Kimroth Gruenfels
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Kimroth Grünfels - Memoiren eines Schelms

Beitrag von Kimroth Gruenfels »

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VORWORT

Sie halten hier ein Buch in Händen, das nicht nur auf hochwertigem Papier gedruckt wurde - nein, ich bin mir sogar fein genug, nur dieses Papier für meine öffentliche Latrine zu verwenden. Sie sehen also, dieses Buch ist wirklich auf hochwertigem Holzsud geschrieben worden, und obwohl Ihnen meine Klaue vermutlich nicht alles lesbar macht, so hoffe ich dennoch, dass Sie es mit soviel Vergnügen lesen, wie ich es geschrieben habe.
Ich möchte hierbei anmerken, dass bei dem Schreiben dieses Buches insgesamt 27einhalb Flaschen Rum verni.... getrunken wurden, um meinem geistigen Fluss freien Lauf zu lassen.
Ach was habe ich doch für ein bewegtes Leben hinter mir. Und ich möchte Ihnen andeuten, dass es mich keine Überwindung gekostet hat, dieses Werk zu schreiben.
Aber Pardon - sollten Sie nicht den Buchrücken lesen oder entziffern können, mein name ist Grünfels! Kimroth Grünfels! meines Zeichens Geschäftsmann!
Unser Unternehmen genießt natürlich einen völlig falschen Ruf. Unser Unternehmen erschließt lediglich einen Markt nach dem Anderen, und zwar die Nutzung seines eigenen Vorteils für sich selbst. Wahrlich ein gut gehendes und lukratives Geschäft für jeden, der sich mit uns einzulassen bereit ist. Und folglich ist auch mein leben in meinen zugegeben noch viel zu jungen siebenundzwanzig Lebensjahren entsprechend bewegt und lesenswert, das garantiere ich hier feierlich.
Beginnen wir doch am besten mit dem Anfang, ein Vorsatz, den jeder gute Autor einhalten sollte. Am Anfang beginnen und sehen, wohin es hinausläuft.
In den Folgekapiteln werden Sie mein Leben in allen Einzelheiten zu Lesen bekommen - ein Leben voller Abenteuer, Spannuung, Romantik und in jedem Kapitel auch ein Hauch von Erotik.
Viel Vergnügen!
Zuletzt geändert von Kimroth Gruenfels am Mittwoch 30. Dezember 2009, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
Kimroth Gruenfels
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Beitrag von Kimroth Gruenfels »

Kapitel Eins:
Meine Mutter, mein Vater, und was dabei rauskam


Ja, die wenigsten meiner Leser wissen, dass ich ja eigentlich adeligster Abstammung bin. Das Lehen Grünfels war zu seiner Zeit das bestimmt bedeutsamste Lehen im ganzen Reich Alumenas von Nord nach Süd.
Sein letzter Lehensher war Ignaz Horatio, Benjamin, Edwin, Georgius, Jonas, Freiherr und Gerent von Grünfels, ein wahrlich geachteter mann und in Schönheit und Starur nur von mir, seinem Sohn übertroffen.
Er verlor meines Wissens nach sein Lehen durch eine riesige Flutwelle, was für das Reich Alumenas selbstverständlich der größte Verlust war, den man sich denken kann. Seines Lehens beraubt, seines Standes entmachtet wurde er durch die grausamen Regenten des Reiches vor die Tür gesetzt, und so war er gezwungen, alleine so durch die Lande zu ziehen.
Vor meiner Geburt fand dies alles stadt, weshalb alles, was ich bedauerlicherweise von meinem Vater und meiner Mutter geerbt habe mein Aussehen ist. Aber man kann seine adeligen wurzeln ja auch nicht verleugnen. Deshalb belassen wir es also bei den spärlichen Angaben, die mir gegeben wird.
Doch als ich ein junger Spund war berichtete mir mein Vater von meiner Mutter, die bei der Geburt meines Jüngeren Bruders leider ebenso verstarb. Eine wirklich hübsche Frau, nach allem was ich weiß.

Mein Sohn, sagte er zu mir, deine Mutter war der wirklich hübscheste Fisch im Netz. Ich erinnere mich noch, als ich sie kennenlernte. '200 Taler die Stunde', sagte sie, und da wars um mich geschehen. Also kratz' ich das letzte Bisschen Geld zusammen, und was soll ich sagen, sie war das Geld wirklich wert!
Ich habe sie leider aus den Augen verloren, doch als ir uns wieder begegnet waren, da kam sie zu mir, sah mich mit ihren wunderschönen grauen Augen an und sagte: 'Du Schweinehund! Wegen dir trag' ich jetzt 'n Balg aus!'
ich antwortete - natürlich völlig überstürzt: 'Bist du sicher, 's ist von mir?' - Oh, es war die wirklich liebevollste Ohrfeige, die ich jemals einkassieren durfte! Ich hatte Arbeit in der Bajarder Wehr. Natürlich viel zu schlecht bezahlt, aber immerhin ausreichend, um über die Runden zu kommen.
Sechs Monde später also halt' ich 'n kleines sabberndes mich anpinkelndes Blag in Händen - das warst übrigens du, und so wie du an ihrem Busen gehangen bist wusste ich 'JA! DAS ist mein Sohn!'
Ich fragte ihn, wie meine Mutter denn eigentlich hieß.
"Das hab'sch vergessen. ich glaube Johanna, Joanna oder auch Josephine.... Hm, könnte aber auch Dicklinde gewesen sein. Wir hatten halt 'ne Zweckhochzeit gefeiert, da hieß sie Brynhild oder so. Aber sie hörte bei mir immer auf den Namen 'He, ich hab Geld! Leg' dich hin!'
Tja - jedenfalls kam zwei Jahre Später - ich glaube, wieder von mir, dein jüngerer Bruder Nimroth zur Welt. Aber sie war nicht nur schwanger sondern auch fett wie ein Germknödel geworden, weißt du? Und da ist sie dran gestorben. Horteras hab' sie selig, möge er sie mehr ertragen, als ich es je tat!"
So wurde ich geboren. Doch natürlich begann meine Geschichte da erst, und hier konnte ich mich auch nur auf Erzählungen stützen.
Zuletzt geändert von Kimroth Gruenfels am Mittwoch 30. Dezember 2009, 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
Kimroth Gruenfels
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Beitrag von Kimroth Gruenfels »

Doppelpost
Zuletzt geändert von Kimroth Gruenfels am Mittwoch 30. Dezember 2009, 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
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