Gerimor-Kurier Ausgabe 12

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Ira Lisarias
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Gerimor-Kurier Ausgabe 12

Beitrag von Ira Lisarias »

Ihr war schlecht. Sie lag dort, angekleidet, auf dem Bett, versuchte irgendwie das sie nicht ausspuckte was sie nicht ausspucken wollte und kniff die Augen zusammen, das Licht was nur gedämpft durch den morgendlichen Nebel durch das Fenster drang schmerzte in ihren Augen, also hielt sie diese geschlossen, tastete etwas um sich. Jede Bewegung schmerzte, jeder Atemzug war eine Qual und mit einem Blick den sie zwischen zwei kaum geöffneten Augen heraus quer durch das Zimmer wagte versuchte sie sich einen Überblick zu verschaffen. Dort auf dem Tisch lag sie - fertig. Etwas mehr öffnete sie ein Augen, den Schmerz mit einem Griff zur Schläfe kaschierend und im Nebensatz heiser keifend die Sonne verfluchend.

Gerimor-Kurier Ausgabe 12 ....

Sie hatte ihn fertig. Sie wusste nicht wie, sie wusste nicht wann, aber er war fertig. Verdammtes Rauschkraut, warum konnte sie nicht einfach auf Viola hören? Leicht linste sie nochmal auf den Zettel den ihr der vermummte gegeben hatte und verglich die Zeilen mit dem Artikel. Ja, das passte. In der Hoffnung es würde seinem Wunsch entsprechen lies sie sich zurückfallen aufs Bett. Sie brauchte noch Ruhe, bevor sie den Aushang vervielfältigen und austragen würde. Ihr war einfach nur schlecht ...
Ira Lisarias
Beiträge: 5
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Beitrag von Ira Lisarias »

Der Kurier ist diesmal gar nicht in Bajard zu finden, stattdessen ist eine Ausgabe am Wegekreuz, am Gasthaus. Eine weitere Ausgabe findet sich in der oberen Etage des Rahaler Rathauses, die letzte Ausgabe fand ihren gewohnten Platz in Adoran, im Hinterzimmer der lokalen Taverne



Gerimor Kurier Ausgabe 12

Aus dem Schlamm:

Rahal – die Stadt der Ratten, überall tummeln sich die kleinen braunen felligen Viecher, zerfressen alles was nicht niet- und nagelfest ist. Sie bevölkern die Straßen und die Gassen, nirgends, wo man nicht acht geben muss auf einen der kleinen Nager zu treten. Doch was macht die Stadt? Wir haben mit einem Priester geredet und er offenbarte uns einen Maßnahmenkatalog:

„Wir haben die alten Alka-Statuen wieder ausgegraben und nutzen sie so als Rattenscheuchen!“ - brüstet sich der glatzköpfige, kleine Viscarius stolz. Auf die Frage hin wie den die Wirkung sei, druckst der Mann erst etwas herum bevor er dann seufzend eingesteht, dass seit dieser Verschandlung des Stadtbildes eine Plage mehr eingefallen sei. „Ja, die Ratten scheuen die Statuen etwas, aber kaum hatten wir sie aufgestellt, kam ein dämlicher Lethare des Weges, warf sich zitternd vor die Statue auf den Boden und nuschelte in den Dreck: „Er lebt!“ - seither rennen uns die Schlammbrüter die Stadt ein. Es ist widerlich!“

Und wahrlich, überall wo keine Ratten sind, sind sie, die Letharen, hässlich und entstellt von 300 Jahren Inzest. Erst kürzlich auf einem Treffer der höchsten Diener der Stadt grübelte man um einen Verwendungszweck der grauen Viecher. Als Bolzenfänger haben sie bereits versagt, als sie im Angesicht des Feindes das Atmen vergaßen und der Kavallerie beim Ansturm im Weg lagen, nun erwägen die Taktiker einen Einsatz als Ersatzkatapultmunition.


Kreatives:

Sie wollen ihren Kleinen eine Freude machen und zugleich etwas für eine saubere und bessere Umwelt tun? Dann haben wir das ultimative Geschenk für sie: Elfenvoodoopuppen, handgearbeitet in den Kellerverliesen der Dame Drachenfels in Adoran, überzeugen sie sich selbst wenn sie wohlgefällige Schreie aus der Ferne hören, während sie der Puppe die arme verknoten. Ein Spaß für die ganze Familie.


Mitleid ist eine Tugend:

In der eigenen Bedeutungslosigkeit zu ersaufen ist kein leichtes Schicksal. Dem entgegen zu Wirken ist nicht sonderlich schwer, man ziehe sich eine Maske über, renne so verhüllt durch die Gegend und erspare eventuellen Passanten sogar noch die eigenen Eskarpaden der Visage. Um sich nun aber so richtig wichtig zu fühlen muss man immer dann auftauchen wenn es niemand erwartet, mit abfälligen Selbstgefälligkeiten um sich werfen und mehr als ein dutzend Frauen je Monat beglücken. Eine solche, traurige Existenz fristet Malachai, stets trägt er das Tuch um seine selbsterzeugten Ekelpickel zu kaschieren und wir zollen ihm das, was er im tiefen seines gequälten Herzens wirklich will: Mitleid und Aufmerksamkeit. Habt ein Herz für Malachai.


Information der Handwerkerinnung:

Thranced schuldet uns noch 20.000 Münzen! Der Sack! - kaufen sie lieber bei ehrbaren Handwerkern, die ihre Schulden bezahlen und noch für Qualität einstehen! Der Felshammerclan bietet jedem Käufer eines hochwertigen Schmiedeerzeugnisses ein Fass Zwergenbier gratis – nur bis gestern.


Politik:

Damit sich die Raubrittersdame des Alatar, Anastasya Swynedd (42 und zurecht alleinstehend!) zur Tilgung ihrer exzessiven Spielschulden nicht zu prostituieren braucht, wendete sie sich bettelnd an uns. Wir trafen uns in lauschiger Runde nahe der heiligen Stadt und sie erklärte uns für einen angemessenen Betrag was für Interessen Rahal derzeit verfolgt.

Kurier: Werte Frau Swynedd, haben sie keine moralischen Hemmungen bezüglich ihres Verrats?

Swynedd: Interessant, dass gerade sie diese Frage stellen. Ich bin über jegliche moralischen Vorwürfe von Ihnen erhaben.


Kurier: Gut, gut, aber was hat Rahal nun vor?

Swynedd: Nun, die Plage in Bajard war ein Segen für das Oberste Herreskommando unter Ahad Blutfaust. So können wir ungestört unter der heuchlerischen Fratze humanitärer Hilfeleistungen dort einfallen und das Fischerpack klopft begeistert die Hände aneinander.

Kurier: Was ist ihre Aufgabe bei dem Unterfangen?

Swynedd: Ich seh gut aus in meiner Edelrüstung.

Kurier: Warum Bajard? Da stinkt es doch nur. Werden sie wenigstens die unfähige Bürgermeisterin absetzen?

Swynedd: Nein, sie bleibt im Amt, sie ist eine willigere Marionette als ich es je sein könnte. Als Brückenkopf jedoch ist Bajard unverzichtbar! Von dort stoßen wir durch die gesicherte Flanke des Berges nach Berchgard vor und nehmen die Stadt!

Kurier: Aber das werden die Zwerge nicht mögen.

Swynedd: Wirklich? Sie sind ja ein ganz schlauer, aber um die geht es ja, er will Nilzidan, nie ging es um das oberirdische Kaff. Er will die Zwerge und ihre Minen, auf das sie die Kriegsproduktion des Alatar anfeuern damit wir dem Ketzerabschaum den Todesstoß versetzen.

Für unsere interessierten Leser: Anastasia mag Mondspatziergänge, große Kriegskeulen, Erdbeeren und hat Geldprobleme. - Wir danken K.C.D.v.G. Für die Informationen.

Unwichtiges:

Der legendäre Khazkal Deslon, bekannt für leere Drohungen und hohle Phrasen, wurde in Rahal beim Scheißeschippen gesehen, scheinbar verrichtet der egozentrische Spinner, welcher glaubt Burgherr zu sein, nun seinen Dienst als Knappe bei einer Rittersdame, die ob ihrer chronischen Abwesenheit mehr als Einbildung, denn als existente Person gilt.

Für den Kurier:
Nicolas

PS: Der Kurier benötigt dringender den je Spenden zum Fortbestand!
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Malachai Schwarzmourne
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Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Langsam liesst Malachai die Ausgabe des Kuriers, ehe er sie einfach bedeutungslos wieder zurück steckt und weiter reitet.
"Na wenigstens einer, der an mich denkt.", vernimmt man in dem dichter werdenden Schatten der Nacht, welcher ihn förmlich aufsaugt.
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Anastasia Swynedd

Beitrag von Anastasia Swynedd »

Eingeschüchtert lässt ein Soldat seine gepanzerte Faust gegen das Holz der Arbeitszimmerstüre des Hauptmannes schlagen: "Äh, Frau Hauptmann? Ich glaube ich habe hier etwas entdeckt, was Euch interessieren könnte.", keine Reaktion, als er auch schon ein weiteres Mal seine brüchige Stimme anhob: "Der Gerimor Kurier, dieses Schundblatt. Es lag im Rathaus und - ", er wurde nun recht schroff von der Stimme unterbrochen, die durch die geschlossene Türe drang: "Kommt herein.".

Widerwillig schob der junge Bursche die Türe nun auf und beschränkte sich in seiner Aufregung lediglich auf floskelhafte, militärische Begrüßungen: "Seht selber.", waren seine Worte, als er Ihr die Ausgabe schließlich auf dem Schreibtisch ausbreitete. Einen Moment herrschte Stille, erdrückende Stille, die er damit verbrachte mit seinem Eisenschuh kleine Kreise auf dem Boden zu zeichnen.

"Gut gemacht, Landsknecht Furthen. Abtreten.", brachte sie ungewohnt gelassen hervor, um Ihm mit einem wegscheuchenden Handwink schließlich schon zu entlassen. Sie strich mit der rechten Hand beinahe liebevoll über die Gerimor-Kurier Ausgabe, um dann unterkühlt einen Mundwinkel in die Höhe wandern zu lassen. Darauf konnte sie aufbauen. In Ihrer pechschwarzen Rüstung lehnte sie sich nun zurück und legte die Fingerspitzen voller Genugtuung gegeneinander, um das Ebenbild des puren Wahnsinns darzustellen. Ja, mit dieser Ausgabe lässt sich arbeiten.
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Liliana van Drachenfels
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Empört und erbost las sie das Pampleth. Wer konnte nur so etwas wiederwärtiges über sie schreiben! Sie zerfetzte wütend den Kurier zu kleinen Schnippseln. Sollte sie den Urheber je in die Finger bekommen, würde sie sich wirklich etwas für ihn einfallen lassen, das schwor sie sich noch rachsüchtig, dann rauschte sie aus der Taverne.
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