Lange stand sie die Tage vor den Ruinen das einst eine wunderschöne Stadt gewesen war. Oft ging sie dorthin, in ein leerstehendes Haus suchte sie Ruhe um ihre Gedanken neu zu Ordnen. Es war einst ein versteck das sie sich mit ihrem damaligen liebsten teilte, doch nun ist es genau so zerstört wie ihre große liebe. Ein sanftes lächeln huschte über ihre Lippen wenn sie an die schöne Zeit mit ihm dachte. Doch gab es auch harte Zeiten die sie überstanden. Ihre naivität wenn sie sich stritten und sie sofort ungerüstet in den heiligen Berg zum Zyklopen wollte. Leise fing sie bei jenem Gedanken an zu lachen.
Doch wo stand sie jetzt? Er war weg und sie war mit Skelem zusammen. War sie das denn wirklich? Er war doch eh nur auf der Jagd und sie allein. Gesehen haben sie sich auch nur selten. Und liebte sie ihn wirklich? Den glauben an die wahre liebe hatte sie schon lange verloren.
Nein, sie liebte ihn nicht. Vielleicht hatte es sich am Anfang so angefühlt, doch sie tat es nicht.
Oft dachte sie auch an ihre Gefangenschaft bei den Letharen und Rahal. Jene schürten den Hass in Sahira doch versuchte sie jenen zu verdrängen. Sie hatte wahres Glück gehabt das sie noch lebend Heim kehren konnte, oder war es Temora's hilfe?
Noch immer fühlt sie sich einsam genau wie bei der Gefangenschaft als niemand bei ihr war um ihr zu helfen.
Auch jetzt lodert viel Zorn in ihr und sie weiss nicht wo sie jenen einordnen soll.
Manchmal weiss sie auch im Krieg nicht für welche Seite sie kämpfen sollte. Rahal, weil die Lichte Seite ihr nicht geholfen hat? Oder für die Lichte Seite, weil Rahal ihr schmerzen zugefügt hatte?
Sie fragte es sich immer wieder und doch findet sie keine Antwort.
Oft verweilt sie auch am See und blickt verträumt übers Wasser. Sie stellt sich häufig vor wie sich die wahre Liebe anfühlt hat sie das Gefühl von Liebe und Geborgenheit schon fast vergessen.
Vielleicht gibt es auch keinen Mann der für sie bestimmt zu sein scheint.
Mit diesen Gedanken stieg sie wieder in den Sattel und trabte langsam Heim.