Gerimor-Kurier Ausgabe 10

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Ira Lisarias
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Gerimor-Kurier Ausgabe 10

Beitrag von Ira Lisarias »

Die 3 Aushänge sind diesmal scheinbar etwas versteckt, einer hängt leicht verborgen in der Taverne zu Berchgard, der zweite ist in Bajard an der freien Herberge befestigt und der letzte fand seinen Weg in das Hinterzimmer der Schenke zu Adoran.


Gerimor-Kurier Ausgabe 10

200 Tote – das ist das vorläufige Endergebnis des letzten heimtückischen Angriffs. Die niedere Brut des Cirmias hat gewütet. Jene entstellten verbuckelten, widerlichen Gestalten. die vor Haaren, Klauen und anderen unästhetischen Unebenheiten nur so strotzen, haben erbarmungslos zugeschlagen. Die Mine in Adoran wurde Opfer und mit ihr zahlreiche hart arbeitende Menschen. Bisher weiß man noch nichts über die Motivation dieser grauenhaften Kreaturen, welche dem fauligen Atem einer furunkelträchtigen Hexe entstammen könnten. Das Regiment hüllt sich in Schweigen, ließ aber dem Kurier gegenüber verlauten: „Zwerge sind so abstoßend dämlich, wir schließen eine politisch motivierte Tat aus!“

Was bleibt ist die pure Spekulation. Einige Bergarbeiter berichten von Zwergen die mit Beilen auf die Stützpfeiler los gingen und lallend verkündeten: „Stirb Baum! Du Elfenschwein!“- eben jenes Verhalten passt sehr gut zu den Taten der Zwerge in der jüngsten Vergangenheit. So betrachtete man sie zu oft wie sie ganze Waldflächen kahl schlugen, und ganze Tierrudel zusammen trieben um sie auszurotten. - Bald werden wir einen Beobachter in die unterirdische Zwergengrotte, die sie so fehlgeleitet „Stadt“ nennen, entsenden.



Wein? Schnaps? Bier? Alles zusammen im Eimer? Kein Problem, wir erfüllen auch die edelsten Wünsche unserer Kundschaft. Das goldene Lamm zu Berchgard lädt sie herzlichst ein zum großen Spätsommergelage. Da wir aber unseren Kunden es nicht zumuten wollen sich Termine zu merken veranstalten wir es jeden Tag, den ganzen Tag!



Alexyos Rachus, jener Vollzeitpsychopath, welcher einmal im Blutrausch nur durch eine Frontalsalve von einem Kriegsschiff zu stoppen schien, ist tot. Das letzte mal wurde er in Bajard gesichtet als ein Pulk düsterer Kuttenträger Rahals ihn stellten und entführten. Da Rahal weder in Flammen steht und aus den tiefen Kerkern nicht die Todesschreie der Wachen gellend an die Oberfläche dringen, muss der unwahrscheinliche Fall eingetreten sein: Er ist tot. Die Welt ist von einem armen Irren mehr befreit, kann aber nicht aufatmen da noch immer Gerard de Fouquet am Leben ist.



Rauschkraut ist ab sofort im Reich verboten. Konrad C.D. vom Greifenhain erklärte am frühen Abend in Adoran vor einer überschaubaren Schar Adliger: „Wenn ich mir nichtmal Personal leisten kann, so sollen alle anderen auch keine Freude mehr im Leben haben!“ - Direkt danach gab der gebeutelte 92-jährige die Verlobung seiner Tochter mit dem im Pöbel beliebten Rafael von Arganta bekannt. Er endete mit den Worten: „Möge diese Ehe fruchtbar sein und mögen sie mir wertvolle Erben schenken!“

Sofort wurde in den Reihen der Soldaten die Hoffnung laut, dass das Lotterleben des Sire ein Ende habe und die Peitschen schwingende Furie (die Tochter des Grafen, Josephine Isolde von Liliensee) zur Raison gebracht werden könnte, wenn sie nicht im Kindbett sterbe wie schon die 13 vorherigen Frauen des Sire.



Für den Kurier: Nicolas

PS.: ein besonderen Dank ergeht diesmal an die Dame in Rot, welche uns so freigiebig mit Papier versorgte.
Zuletzt geändert von Ira Lisarias am Sonntag 4. Oktober 2009, 21:27, insgesamt 2-mal geändert.
Rafael von Arganta

Beitrag von Rafael von Arganta »

Seine erste Reaktion war ....
Erheiterung ... Lachen.
Zur Verblüffung der Umstehenden die eher gedacht hätten er würde aus der Haut fahren.
Wer würde schon glauben was in diesem Blatt stand.
92 jährige Herzog.
Das er heiraten würde, noch dazu diese Gräfin.
13 Frauen ... alleine die Vorstellung war grausig gewesen.
So viele hatte er noch nicht einmal in seinem Bett gehabt
Kopfschüttelnd hatte er den Kurier gefaltet und in seine Tasche gesteckt.
Es wurde nichts so heiss gegessen wie es gekocht wurde.
Diesen Kurier las zwar jeder gerne, aber wirklich glauben was darin stand würde wohl kaum jemand ...
Hatte er gedacht.
Als am nächsten Morgen ihm ein „Glückwunsch zur Verlobung“ entgegenschlug zuckte er zusammen.
Der Soldat der dabei zackig salutierend an ihm vorüberschritt verzog keine Miene dabei, und schien die Sache sehr ernst zu meinen.

Auch in Berchgard empfing man ihn mit deutlicher Schadenfreude, die Glückwünsche und Fragen nach dem Hochzeitstermin rissen kaum ab, wobei er sich nicht einmal sicher war, ob es nicht doch einige der „Gratulanten“ wahrlich ernst damit meinten.
„13 Frauen ist aber auch eine Unglückzahl, da muss wahrlich eine 14te her.“ Hörte er wen sagen und starrte nun doch sichtlich konsterniert auf die Gruppe der Freunde aus der jene Bemerkung fallen gelassen worden war.
Das meinten sie doch wohl nicht wirklich ernst?!
Gab es tatsächlich Leute die glaubten was darin stand?
Er schüttelte sich unwillkürlich.
Die Anfängliche Erheiterung für den Artikel war verflogen.
Langsam begann er sich wirklich dafür zu interessieren WER jene Zeitung schrieb.
Auf jeden Fall bewahrheitete sich wieder einmal eines ...
Wer den Schaden hatte, brauchte wahrlich nicht für den Spott zu sorgen.
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