Das letzte Gebet [Chartod: Titus und Sardok]

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Tithus Hemmel

Das letzte Gebet [Chartod: Titus und Sardok]

Beitrag von Tithus Hemmel »

Titus fühlte schon den ganzen Morgen über einen stechenden Schmerz im linken Oberarm - wohl verspannt, so dachte er.
Die letzten Tage waren eine Tortur für den alten Mann. Eine Anklage wegen Verrats an das Pantheon - Er! Ein Hohepriester, der sein Leben dem glauben widmete. Jeder hatte an sich eine Chance verdient, doch innerhalb der lichten Gemeinschaft säte die Bruderschaft der Streiter Temoras immer wieder Unfrieden und rückte den Glauben und das Wohlwollen in ein schlechtes Licht. Etwas, das Titus nicht mehr länger ertrug.
An diesem Morgen nun kniete er vor dem Altar in der Kirche des Horteras

Sternvater im Himmel!
Die Welt, die wir erträumten scheitert am Zerwürfnis des Lichts. Schenke mir die Kraft, die ich brauche und lass mich ein Zeichen setzen für die Zukunft. Du bist mein Hirte. Du weidest mich auf himmlischen Wiesen. Du bist mein Leitstern und mein Wegweiser in guten und schlechten Tagen.
Leihe mir deine Zuversicht und führe mich ins Licht der Freiheit.
Sei mein Trost, sei mein Vater!


Das Denken fiel ihm immer schwerer, als er jäh bemerken musste, dass der Schmerz selbst sein Herz ergriff. Er musste schwer keuchen und - ja, die Ironie spielte Titus einen jähen Streich - er sah erst Sterne, und dann umfing seinen Geist Schwärze.

Niemand war dabei als er vorn überfiel und zu Boden ging. Titus starb alleine in seiner Kirche, im Angesicht des Sternenvaters verging der Lebensschimmer. Sein Herz spielte nicht mehr mit und hörte auf zu schlagen. Und er ging dahin, in den Schoß des Sternvaters...
Ad Astra...
Zu den Sternen...

Und so starb Titus Hemmel - und vielleicht dachte er noch, dass er es bedauerte, sich nicht von seinem Sohn, seinen Liebsten zu verabschieden.
Zuletzt geändert von Tithus Hemmel am Samstag 19. September 2009, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
Sardok Telkontar

Beitrag von Sardok Telkontar »

Die Sonne erwachte und nahm den kleinen Wald langsam ein, der sich vor Sardoks Haustuere befand. Es war ein Schoener morgen, doch schon lange war der alte nicht mehr in der lage, lange zu wandern, oder gar zu kaempfen. Das tragen seiner Kettenrueste wurde ihm jeden Tag aufs neue zum Verhaengniss. Lange war er alleine gewesen und hatte meditiert. Sein Leben hatte er revoue passieren lassen.

Nicht immer war er ein guter Mensch gewesen, und vieles haette er anders machen koennen. Doch mit Ankunft auf Gerimor, wurde gespuert was von ihm erschaffen und gepraegt wurde. Nichtzuletzt mit Hilfe seiner Eminenz Tithus Hemmel, welcher sich entschied Sardok den Weg des Sternvaters zu Lehren. Doch er hatte etwas bewirken koennen, und seine Anwesenheit war rar geworden.

Niemand wusste mehr wo Sardok sich aufhielt.. niemandem oeffnete er die Tuere und niemandem schrieb er, um zu erfahren was sich in der Welt bewegt.

Und ein letztes mal, kniete er sich vor den Ankh und betete zu seinem Herren Horteras.



Ein dunkles gefuehl gibt mich Herr... Ich vermag es nicht zu deuten. Bitte erhoere mich.. um mich zu weisen, und mir rat zu geben.
Meine Knochen sind Alt und meine Erfahrungen vollbracht. Mein Leben ist an einem Punkt angekommen...Wo nicht mehr viel getan werden kann. Jede Bewegung ist ein Schmerz, und jeder Atemzug schwierig.
Bitte Herr.. Entscheide ueber mich, und handle wie du es fuer richtig haellst.


Er erhob sich, und fasste seinen Stab um sich zu stuetzen. Doch dazu kam es nicht mehr. Dem Alten Priester wurde es schwarz vor Augen und von dort an wurde kein Atemzug mehr von ihm gemacht.
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Serad Mordaran
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Registriert: Freitag 1. Mai 2009, 04:39

Beitrag von Serad Mordaran »

Durch die Strassen Bajards Schlendernt näherte er sich seinem Ziel. Der Kirche dieses Horteras oder wie der Gott heissen solle. 3 Tage lang hatte er den Ort aus baldovert alles war offen und heute wollte er zuschlagen!. Er hofte auf auf reiche Beute und reichlich Objekte welche er verkaufen konnte. Für Gold und Reichtum tat er wirklich alles also warum nicht die Kirchen Spendenkiste plündern!

Die Türe öffnend trat er ein und schaute sich um... Aber was war das.. der Dicke Priester!.. blos weg hier. Nun das wo er doch gerade afangen wollte sich an Kirchen Eigentum zu bereichern! Verdammt soll der Alte sein was machte er blos hier um die Zeit... Schon im drehen begriff hielt er inne und sah genauer hin. Vorn über gebeugt lag der Grosse Mann auf dem Altar und... bewegte sich nicht. Bei Alatar! hatte er wirklich so viel Glück? Sich räuspernd trat er näher heran "entschuldigen sie bitte ich würde gerne Beichten.."... Keine Reaktion. Näher heran gehend untersuchte er mutiger werdend den dicken Leib.. Ja... der war hin soviel konnte er sagen nur wodurch.. wer wuste das schon. Aber was solls immerhin er hatte Glück! wirklich grosses Glück. Noch wärend der Priester mit gebrochenen Augen da lag begann der Gauner sein Meisterstück und schafte heraus was heraus zu schaffen war. Alles was nützlich schien wurde mitgenommen selbst die Kerzen auf dem Altar.. ab und an brauchte auch er mal Licht und was er selbst nicht brauchte.. würde er sicherlich versetzen können um an Gold zu kommen!.... Doch was war jenes... MOMENT!

Die Robe des Dicken anhebend entdeckte er eine Rüstung und bekamm grosse Augen. Fast fing er an zu Sabbern vor Gier die sich in ihm breit machte als er laut aus rief...

"DIAMANT"

Hände reibend und Lachend vor Glück schnapte er sich eine Stange.. eines seiner Einbruch Werkzeuge und hiefte den Dicken unter keuchen vom Altar herunter. Ächzend und schwitzend begann er ihn zu entkleiden und das Rüststück auszuzerre. Keine leichte Aufgabe wie man sich vorstellen konnte. Besonders die Hose schien Bomben fest zu sitzen und dieser Geruch... Wie lange war der Dicke blos schon Tod? Tage? Unter schwersten Ansträngungen arbeitete er sich vorran an dem schlaffen toten Leib und wo keine Kraft reichte muste Dolch und rohe Gewalt Einzug halten. Am Ende nach einer längeren Zeit des Astens und unter Hilfe der stärksten Alchemie die ihn für diese Arbeit kräftigte, und Lasten erleichtern sollten hatte er Hose und Hemd aus dem edelen Metall an sich gerissen. Zwar leicht beschädigt und auch der dicke Körper hatte einiges abbekommen wo er mit einem Dolch hatte nachhelfen müssen aber immer hin er hatte was er wollte!

Sodann schafte er alles fort und kerte zurück nach einer Weile des glücklichen taumelns.. zurück zu seinem Tatort um sein Meisterwerk zu vollenden. Dem geschundenen Leib ein Seil umbindend lies er unter schnauben seines Pferdes jenen Körper herausziehen aus der nun Blut beflekten Kirche. Heraus auf die Strasse und richtung Kutsche. Blutig auf der Brust eingeritzt das Symbol von Panter und Rabe. Langsam schleifte der Alte die Strasse herunter wärend eine Dunkele gestalt kichernd sich die Hände rieb. Eines noch war zu tun es war eine Fackel zu werfen und das Werk zu vollenden! Hoch loderten die Flammen und das Feuer griff alsbald um sich.. wenn keiner Löschen kam wer weis was dann noch passieren würde.
Therben Masard

Beitrag von Therben Masard »

Zurück von der langen Reise und ehe er seiner Auserwählten unter die Augen treten wollte, sollten die Haare gekürzt und der Bart abrasiert sein.
Beides hatte er sich beim Barbier gegönnt, nun sollte frische Kleidung ihn wieder ansehnlich erscheinen lassen.
Ein Blick in den Spiegel, ein prüfender Handstreich um das Kinn herum, ob auch die feinsten Stoppeln nicht dem Messer des Barbiers gestrotzt hatten und er atmete tief durch.
Ein angespanntes Einatmen… würde sie ihn noch mit offenen Armen empfangen nach all der vergangen Zeit und den Kriegswirren, wo er nur wenig zum Schreiben kam?
Oder würde sie ihr Herz an jemand anderen verschenkt haben?
Kurz wallte sein Blut auf, kochte vor noch unbegründeter Eifersucht, ein letzter ordnender Bürstenstrich durch sein nun wieder kurzes Haar.. wenn er sie nicht haben konnte, so sollte sie auch kein anderer haben.
Kurzer, aber fester Entschluss, ein letzter tiefer Atemzug und.. . Luft anhalten… ausatmen… und gleich wieder einatmen… dieses Mal aber prüfend, lauernd… es lag etwas in der Luft… rauchiges… verbranntes Holz… Feuer… Feuer!!!

Die Bürste flog in die nächste Ecke und mit langen Sätzen stürmte er aus dem Haus, der Blick gehetzt, suchend, den hellen Feuerschein zunächst mehr ahnend, als sehend, bis er um die Ecke bog.
Das Nachbarhaus, das Haus der Gemeinde des Horteras, stand in Flammen… Flammen, die sich bereits hungrig nach den trockenen Hecken seines Gartens streckten.
Der Garten… die Schwanenburg… sein Traum… ihr Traum?
Er brüllte so laut er konnte, um die Nachbarn aus den Häusern zu treiben… alle Häuser in dieser Gegend aus Holz, keine Steinmauern, die Sicherheit boten…

„Feuer!“ „Bewegt Eure Hintern!“ „Bringt Wasser!“
Er stürzte ins Haus zurück, sämtliche Gefäße, die eine angemessene Menge an Wasser fassen konnten, aus dem Fenster nach draußen in den Garten werfend, wieder hinausstürmend, sie in dem kleinen angelegten Schwanenteich vollschöpfend…

Schon bald stand ihm der Schweiß auf der Stirn, lief ihm übers Gesicht, tränkte seine Kleidung, während die heißen Flammen ihn ebenso schnell wieder trockneten, seine Gesichtszüge verzerrt…
Eimer um Eimer tränkte er die Hecke seines Grundstückes, die seiner Nachbarn, brachte die Pferde in Sicherheit, kämpfte gegen die Flammen an, die gierig nach mehr lechzten…
vorbei der Traum, oder gab es noch Hoffnung… die Flammen zu bändigen, die Angebetete in dieses Heim zu führen… oder war dies ein Zeichen, dass auch die so hoch gepriesene göttliche Freiheit sich irdischen Zwängen fügen musste…?
Zuletzt geändert von Therben Masard am Sonntag 20. September 2009, 00:21, insgesamt 1-mal geändert.
Zoljana Steinbeis

Beitrag von Zoljana Steinbeis »

Wir müss'n uns was einfall'n lass'n, hier iss's einfach zu leer Jepp schaute sich im leeren Gastraum um und blickte dann zu ihrem Mann wir brauch'n unbedingt mehr...

Irritiert stoppte sie und schnupperte die Luft. Schon seit ein paar Minuten störte sie irgendwas, jetzt war es deutlicher. Riech ma Cedric, da brennts irjendwo Ein kurzer Rundblick zeigte, dass der Gestank nicht aus der Herberge kam. Jepp sprang auf und lief raus zur Straße. Rauchschwaden sah man am Horizont. Lass uns hin, vielleicht könn wa ja helfn

Auf dem Weg Richtung Rauchschwaden kam den beiden ein Pferd mit wild rollenden Augen entgegen gesprungen, schlagend und steigend versuchte es die Last, die es hinterher schliff, loszuwerden. Jepp sprang von ihrem Pony und versuchte die Zügel des verängstigten Pferdes zu ergreifen. Cedric war aber schneller, und auch stärker und konnte das bäumende Pferd kurz halten, bevor er umgestoßen wurde. Jeeps Arbeitsmesser war schnell gezückt und das Seil der Last durchtrennt, es war...

Jepp schluckte und Tränen traten ihr in die Augen. Was da voller Schmutz stinkend vor ihr lag war mal ein Mensch gewesen. Sie kniete neben seine Kopf nieder und drehte diesen vorsichtig. Der Atem blieb ihr im Hals stecken. Tithus! Es war Tithus!

Nackt und zerschmettert lag der massige Körper vor ihnen, irgendetwas war in seine Brust gebrannt oder geritzt. Jepp nahm die Decke von Kleenas Rücken und bedeckte den Priester.

Wir müssen erst nach dem Feuer schauen, ob da noch jemand in Gefahr ist mahnte Cedric und rannte auch schon los. Jepp ließ die Fremde, die dazu gestoßen war, bei Tithus zurück und eilte hinterher zur nahen Kirche. Dunkle Rauchwolken kamen aus dem Gebäude, Flammen züngelten am Strohdach. Cedric stieß die Tür auf und stürzte in das Haus, Jepp zwei Schritte hinter ihm. Hustend blieb sie an der Tür stehen, während Cedric so gut wie möglich den Raum nach Überlebenden durchsuchte. Das Feuer war mehr Rauch als Flamme, und machen konnten sie doch nichts mehr.

Zusammen mit den paar herumstehenden Leuten wuchteten sie den kalten Körper auf ein Pferd. Langsam ging es nach Bajard, um ihn dort aufzubahren. Jepp huschte kurz in die Herberge um ein paar Tücher und Schwämme zu holen.

Später beim Waschen des Körpers fielen ihr ein paar Ungereimtheiten auf. Der Geruch und die Kälte des Leichnams sagten ihr, dass Tithus schon länger tot sei. Nur.. wer hatte ihn dann an das Pferd gebunden? Und warum die Panthertatze und das andre Zeichen auf der Brust....
Melakur Vidori

Beitrag von Melakur Vidori »

Eigentlich wollte er nur eine Bestellung in Adoran abholen und sich danach vielleicht noch in eine Wirtsstube gesellen, aber man kann ja nicht alles haben.
Er war schon auf dem Rückweg als er an der Taverne im Zentrum Adorans einen Mann erblickte. Man nickte ihm freundlich zu, grüßte mit einem 'Temoras Segen mit Euch' und ritt dan auch schon wieder weiter bis er kurz vor der Brücke eine lautes Gebrüll hinter sich vernahm, welches ihm hieß doch bitte wieder zurück zu kommen. Leicht irrtiert, er kannte den Mann ja gar nicht, wendete er das Pferd, wenn jemand zu so später Stunde in der Stadt herumbrüllt ging man doch schon davon aus, dass es sich um etwas Wichtiges handeln würde. Wieder zurück bei der Ecke der Taverne stand da nun auch Sire von Arganta bei dem Mann. Jetzt noch verwirrter, als zuvor, beäugter er die beiden, wobei in seinem Kopf imemrnoch die Frage herumspuckte was die beiden Kerle denn nun von ihm wollte. Als ihm Rafael eröffnete, dass Tithus tot aufgefunden worde sei, fühlte es sich so an, als hätte ihn ein Amboss am Hinterkopf getroffen und die Kinnlade fiel zu Boden. Als der Kronnritter ihn dann weiter fargte, ob er ihnen dabei helfen würde, die Leiche des Verstorbenen zum Kloster zu schaffen, musste erst noch einmal stammelnd nachfragen ob der Hoterasanbeter denn wirklich tot sei. Auf die Bestätigung seiner Frage hin, willigte Melakur dann auch ein den beiden behilflich zu sein. Doch tat er dis nicht aus Respekt für den Toten, nein, er wollte sich schlicht und ergreifend einfach mit seinen eigenen Augen vergewissern, dass Tithus auch wirklich tot ist. Die Vögtin, die mit dem fremden Mann noch einen kleinen Disput austrug und die Fragen die der mann an ihn richtete, nahm er wenn dann nur noch unterbewusst war und beantwortet diese auch so, viel zu sehr beschäftigte die Frage um das tatsächliche Befinden des lässtigen Dickwanztes, der noch Tags zuvor putzmunter wirkte, oder wie man das bei diesen Körpermassen und der geistigen Einstellung eben nennen mag.
In der Kapelle Bajards dann, blickdicht hinter einem Vorhang, aufgebahrt auf dem Altar lag der geschändete nackte Leib des toten Hohepriesters, aber er war eindeutig tot! Dem Gespräch der Anwesenden wurde wieder kaum gefolgt. Wie der Griff einer Dirne um den Goldbeutel eines ihrer Kunden, genauso fest hatte die Freude über den Tod des verhassten Widersachers den Verstand ihm Griff und lies einfach nicht locker.
Erst als es darum ging die drei Zentner hinaus aufs Pferd zu befördern, lies die Befangenheit nach.
Am Kloster dann fast das gleiche Spiel, runter vom Pferd und in eines der Zimemr schleppen. Selbst zu viert war das keine leichte Arbeit und sein Rücken meldete sich danach zu Wort. Naja immerhin war er nun endlich angekommen. Sire von Arganta verabschiedet sich dann alsbald auch schon wieder und lies ihn und den toten und Tezsell, einen Akoluthen Eluives, der sich dazu bereit erklärt hatte die Leiche zu reinigen, zurück.
Es war wahrlich kein schöner Anblick, sowohl beschmutz als auch gereinigt, wobei er den beschmutzen Körper wohl doch noch dem gereinigtem vorgezogen hätte, da sah man einfach weniger von Tithus. Aber gesäubert zeigten sich zumindest die Spuren der Schädung sehr viel deutlicher. Der eingeritzte Rabe sowie der Panther, die kleinen Schittwunden, die hier und da zu finden waren, die aufkommenden Totenflecken und die Kratzer und Abschürfungen, die entstanden als der Leichnam vom Pferd durch den Dreck gezogen wurde.
Doch wie kam Tithus um? Hatten die Raben- und Pantherdiener wirklich etwas damit zu tun? Oder wählte Tithus den Freitod druch Gift, nachdem er nun langsam in die Ecke gedrängt wurde? Vielleicht nahm sich auch die Herrin selbst seiner an, um den Zwist zwischen ihm und der Bruderscht endlich zu löschen und ein Urteil zu fällen?
Wie dem auch sei es galt noch einige Briefe und Berichte zu schreiben. Selbst als Toter schafftes es Tithus ihm nichts als Ärger und Scherereien zu beschehren...und Rückenschmerzen!
Rafael von Arganta

Beitrag von Rafael von Arganta »

Lange saß er noch am Strand, blickte den Wellen zu wie sie immer wieder heranrollten und zurück liefen.
Das Rauschen beruhigte ihn irgendwie wenn auch er sich innerlich zerwühlt und aufgefressen fühlte.
Nicht nur von dem Tode Tithus, dennoch beschäftigte ihn der Tod des Priesters schon.
Als er am Abend davon erfahren hatte, wollte er es lange nicht glauben.
Ein Missverständnis... Verwechslung, obwohl... wer würde Tithus mit wem verwechseln können.
Man hat ihn in Bajard auf dem Althar aufgebahrt hieß es, und Rafael wusste das man ihn dort nicht lassen konnte.
Freiheitsliebend wie er war, war er doch ein Priester und ein Grab das seiner würdig war sollte ihm schon gegönnt werden.
Sollte seine Eminenz Sandroval entscheiden was mit der Leiche geschehen sollte.
Sandroval war für ihn eh der Ansprechpartner für alles Kirchliche geworden, und so reagierte er.
Er sprach jenen Mann an der ihm die Nachricht noch einmal überbracht hatte, dann Melakur ihm zu helfen die Leiche ins Kloster zu bringen.

In Bajard angekommen, senkte er den Blick für einige Momente als er die Leiche erblickte.
Es tat ihm schon leid um den etwas... schrulligem wenn auch Herzensguten Menschen, der ihm einmal das Leben gerettet hatte, und der auch in vielen Schlachten für das Reich in den Reihen gestanden hatte um dieses zu verteidigen.
Aber viele sahen dieses nicht. Viele hatten nur sein äußeres, bewertet und kannten den Menschen gar nicht. Verurteilten ihn dennoch.
Nun jetzt war es auch zu spät für jene ihn kennen zu lernen.
Man hatte die Leiche mit Mühen zum Kloster gebracht und Rafael mochte gar sein Pferd etwas bemitleiden, doch war es ihn in Rüstung auf langen Strecken gewöhnt, es würde also schon gehen.
Am Kloster angegkommen überließ er die Leiche dem Schoße der Kirche.
Sie würden wissen was weiter zu tun war.

Einen Stein ins Wasser werfend murmelte er ein
"Tithus, wir werden dich hier schon vermissen. Machs gut mein Alterchen."
Mit diesen Worten drehte er sich herum und ging.
Die Nacht war Frisch geworden vielleicht würde er doch noch etwas Schlaf finden können.
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Liliana van Drachenfels
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Liliana reiste als sie die Nachricht vom Tod Tithus erfuhr auf Bitten Rafaels zum Kloster, nachdem man ihn dort aufgebahrt hatte. Sie begann den Leichnam zu untersuchen, so wie sie es sollte. Der Körper des Priesters surde entkleidet, kein sehr apetitlicher Anblick, aber da mußte sie nun durch. Sehr wenig Blut für die Anzahl der Verletzungen bemerkte sie sogleich. Auch waren die Verletzungen an sich nicht tödlich. Sehr merkwürdig war das ganze irgendwie und so musterte sie den Körper misstrauisch. Anzeichen einer Vergiftung waren nicht zu erkennen und viel mehr konnte sie so nicht machen. Ob es Sire Rafael und den Priestern wohl überhaupt klar war, was sie tuen müßte um wirklich festzustellen was geschah?
Sie ging heraus zu ihm und den wartenden Priestern und erklärte ihnen daß er nicht an den Verletzungen gestorben sei und auch kein Anzeichen einer Vergiftung vorlag. Um genaueres sagen zu können, müßte sie ihn genauer untersuchen. Schonungslos erklärte sie den Anwesenden daß sie den Leichnam aufschneiden müsse, den Mageninhalt analysieren und seinen Körper auf mögliche Todesursachen untersuchen müsse. Einige der Anwesenden wurden aufgrund ihrer Schilderung recht blass, bei anderen verfärbte sich die Haut leicht grünlich und einige hielten sich bereits die Hand vor den Mund.

Sie schaute nun abwartend und fragend in die Runde.
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Sandroval Ar´states

Beitrag von Sandroval Ar´states »

Eine Überraschte Miene zeigte sich auf den Zügen des Hohepriesters, als ihm die Bitte der Heilerin überbracht wurde. Das die Verletzungen die an Bruder Titus festgestellt wurden nicht tödlich waren, hätte ihm wohl auch ein Laie sagen können, doch wenn es keine Anzeichen von Gift gab, warum sollte man sich dann die Mühe machen den Leichnahm zu schänden nur um festzustellen, durch welche üble Zauberei, den nur jene könnte es sinvoll gewesen sein so man Verletzungen und Gift ausschloß, ihn nun zu tode befördert hätte ? Die Zeichen bezifferten doch klar den Täter und es war normal für den Phanter und seinen Knecht in ihrer Arroganz auch noch zeichen zu hinterlassen.
So ließ den der Hohepriester der Heilerin übermitteln, das so sie keinen Konkreten Verdacht im Vorfalle hätte, woran es liegen könnte, der Leichnahm unberührt bleiben würde, um ihn würdig beerdigen zu können.
Syrion Salakaz

Beitrag von Syrion Salakaz »

Syrion war erneut in Bajard auf Patrouille und kehrte in die Wehr zurück. Dort angekommen, hing ein Schreiben für Syrion und Kiara, welcher neue Instruktionen von Beldan an sie beide inne hielt. Er laß das Schreiben und wurde blass, der Hohepriester Tithus war tot? Wie konnte das geschehen? Er fand keine Antwort auf seine Fragen, doch hatte er nur den Auftrag Beldans und einen Abschrieb der Informationen, die sie hatten.

Er entsinnte sich an die wenigen Treffen, die er mit Tithus hatte. Eines vor dem Dorfeingang Bajards, einmal in der Taverne zum Falken, damals vor dem Bier und einmal so, vor der Wehr. Er hatte nicht viel mit ihm zu tun gehabt, doch gönnte er keinem Menschen einen solchen Tod.

Er dachte über die Informationen nach, die Beldan ihnen da gelassen hatte. Es schien, als sei er entweder durch Magie umgekommen zu sein, oder etwas anderes steckte dahinter. Auch wusste er durch die Abschrift, dass Rahal oder die Diener des Raben dahinter stecken mussten. Er entschloss sich, nach Rahal zu reisen, sobald er sich seine Gedanken durch eine Jagd wieder soweit frei sagen konnte, dass er mit den Ermittlungen beginnen konnte.

Einige Stundenläufe später, beschloss er nach Rahal zu reisen und sich dort einmal umzuhören. Leider hatte Syrion dort niemanden angetroffen oder Informationen aufschnappen können, die über den Tod Tithus' handelten. Er reiste sodann voller Enttäuschung zurück nach Bajard. Als er das Schiff verließ, entschloss er sich einmal die Kirche aufzusuchen. Er lief also voller Entschlossenheit aus bajard hinaus, in Richtung Tirell. An dem Gebäude angekommen, stiegen, trotz der Weile die seid dem Tod und dem Brand vergangen war, Rauch von den Trümmern auf. Er betrat dann das Haus und begutachtete die verkohlte Inneneinrichtung und suchte nach möglichen Hinweisen auf den Täter, oder was dort geschehen war. Zu allererst viel ihm auf, dass es in beiden Räumen, und auch im Garten, keinerlei Schatztümer oder wertvolle Gegenstände gab, wie es in Kirchen normalerweise üblich war. Nach einer langen Suche fand er nicht einmal Asche oder verrußte, als auch vielleicht verbrannte Überreste von wertvollen Gegenständen, was ihm eigenartig vorkam. Er überlegte ein wenig und sah durch die verbrannten Räume. Da viel es ihm wie Schuppen von den Augen.

Wäre Tithus noch am Leben gewesen, als die Kirche von ihren Werttümern entledigt wurde, hätte er es niemals zugelassen. Niemandem außer der Kirche selbst hätte diese Heiligtümer und Schätze besitzen dürfen, dafür hätte Tithus gesorgt.

Syrion war sich nun sicher, dass irgendjemand in der Kirche war, nachdem Tithus verstorben war, ohne es jemanden gemeldet zu haben. Auch hatte er dann die Besitztümer an sich genommen, vielleicht auch die Kleider Tithus' selbst, wenn sie nur wertvoll genug waren. Erneut hatte Syrion einen Gedankenblitz.

Tithus trug keinerlei Kleider mehr, das heißt, dass wohl auch die Kleider Tithus' kostbar gewesen waren, als er verstarb. In dem Bericht stand, dass die Wunden, die Tithus trug, niemals tötlich gewesen wären, demnach kann man davon ausgehen, dass diese Person, die die Kirche beraubte, eventuell einen Groll gegen Horteras und somit auch Tithus hegte, vielleicht war auch dieser derjenige, der Tithus die Schnitte zugefügt hatte und die Leiche geschendet hatte.

Syrion nickte dann einige Male, als er sich erneut umgesehen hatte und verließ das Gebäude. Er wandte sich um, dieses genau betrachtend und überlegte erneut, was geschehen sein könnte. Er setzte sich auf den Boden und überlegte fast zwei Stundenläufe vor dem Gebäude, tief in Gedanken versunken, als ihm eine Idee kam.

Das Haus brannte, als Tithus schon Tod gewesen war. Auch hatte Tithus schon die Schnitte auf dem Körper. Das läge den Verdacht nahe, dass der Schänder, derjenige war, der Tithus an das Pferd gebunden hatte und das Haus in Brannt steckte, um die Beweise zu vernichten, dass er alle Werttümer gestohlen hatte. Dank der Hilfe und Löscharbeiten der Anwohner, konnte das Haus aber dennoch rasch gelöscht werden, was der völligen Zerstörung, so wie es der Täter gewollt hätte, entkommen war. Den Göttern sei Dank, dass das Haus, in dem das Leid Tithus ermannte, noch, auch wenn es beschädigt war, intakt war.

Er erhob sich dann wieder und wendete sich wieder gen Bajard, seine Schritte beschleunigend. Er blickte noch einmal zurück und ging in Richtung dem Dorfeingang Bajards. In der Höhe des Kutschenplatzes erblickte er einen Mann, der Bajard gerade verlassen hatte. Syrion dachte für sich, dass er sich als Zivilist ausgeben sollte und nahm seinen Ring, welcher ihn als Mitglied der Wehr erkennbar machte ab und verwickelte den Mann in ein Gespräch, sich als unwissender ausgebend.

Der Mann gab sich als Anhänger Rahals aus, Syrion war erfreut über diese Information und verstellte sich, sodass er nun, für diesen Mann, ein an Rahal interessierter Krieger wäre. Der Mann, welcher wohl vorerst kritisch zu Syrion blickte und seine Zweifel an der Identität Syrions hatte, als er ihn auf Tithus ansprach, wurde geselliger und forderte Syrion zu einem Duell heraus. Syrion stimmte dem zu und kämpfte gegen den Mann, mit Erfolg. Der Sieg über den Mann ließ in Syrion ein wenig das Gefühl von Überlegenheit und Freude über den Sieg aufsteigen, ehe er dann mit ihm ins Gespräch kam. Der Mann meinte dann überzeugt, dass es hieße, dass Tithus wohl an seinem eigenen Fett erstickt war. Dieser Gedanke ließ in Syrion das Gefühl von Übelkeit aufkommen. Als der Mann nach einem neuen Duell fragte und Syrion dem zu einem anderen Zeitpunkt zustimmte, ging der Mann davon, Syrion begann dankend über die informationen zu lächeln. Trotz der Dankbarkeit über die Informationen, kam in Syrion wieder Gedanken auf. Er ging in seine Taverne und dachte über die Worte nach.

Der Mann meinte, dass Tithus an seinem Fett erstickt ist. Wäre dieses möglich? Gut Tithus war nicht wirklich von geringer Statur und war auch nicht mehr der jüngste. Zumindest würde dieses den mysteriösen Tod Tithus' erklären. Hätte das Herz Tithus' durch sein Alter und seine "Fettleibigkeit" aufgegeben zu schlagen? Vielleicht ist dies ein wichtiges Indiz, doch werde ich dem noch einmal genauer nachgehen. Vielleicht finde ich noch irgendwo eine Bestätigung dieser These...dachte er sich und nahm ein Wasser zu sich, welches er in einem Zug leerte, ehe er dann weiter anchdachte und sich für den Abend vornahm nach Rahal zu reisen, um mehr über diese These herauszufinden. Auch verfasste er ein Schreiben an Beldan, welches er mit einem Boten zu seinem Haus bringen ließ. Auch setzte er ein Schreiben an Lilien auf, welches sie zu einem wichtigen Gespräch einlud.
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