Wasser Durchbruch

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Sharie Ifrey

Wasser Durchbruch

Beitrag von Sharie Ifrey »

Es war an einem schönen warmen Abend, schon zu späteren Stunde in Menek’Ur, als Sharie zusammen mir Mujaahid ein Bad bei sich im Haus nahm. Beide schwammen ausgelassen einige kleine Bahnen in dem Becken und scherzten das eine oder andere mal. Nur was die beiden nicht wussten, war das sich zu der Zeit ein riss in den Boden des Beckens bildete, und von Augenblick zu Augenblick immer größer wurde. Einiges an Wasser rann bereits die Schlafzimmerdecke herunter ,als die beiden den Sog im Wasserbecken bemerkten. Mit erschrocken Mienen starrten die beiden auf den immer größer werdenden Riss, und das Wasser wich immer mehr aus dem Becken. „Bei Eluive, was geschieht da“, brachte Sharie voller Verblüffung und Verwirrung hervor.
Schnell stiegen beide aus dem Becken, und beobachteten das Schauspiel, immer schneller lief das Wasser aus der Ritze, bis nahezu kein Wasser mehr im Becken war. “Oh nein, mein Schlafzimmer!“, keuchte sie, und stieg schnell die Leiter von Dach ein Stockwerk tiefer um sich ein Überblick, im darunter gelegenem Zimmer zu verschaffen.
Aus dem Türrahmen des Schlafzimmer sah man schon eine Wasserlache heraus quellen, und sie traute sich f ast nicht den Vorhang zur Seite zu halten und in das Zimmer zu sehn. Der halbe Boden war bereits überschwemmt, und der edle handgeknüpfte Teppich mit Wasser vollgesogen. Voller Verzweiflung fasste sie sich an den Kopf, überfordert mit der Situation. Sie wage es kaum in das Erdgeschoss runter zu gehen, und so schickte sie zu erst Muja vor, um sich mit der Situation vertraut zu machen. Doch schon als sie die patschenden Schritte von ihm hörte, als sie an der Treppe stand, wurde ihr bewusst dass das Wasser bis unten ins Wohnzimmer gedrungen sein musste. Langsam schritt sie die Treppe herunter, und schloss kurz die Augen, als sie vor dem Wohnzimmer Vorhang stand, und ein Stoßgebet zu Eluive schickte, das der Anblick und Schaden nicht zu schlimm sein möge. Doch viel anders als im Zimmer oben drüber war er nicht. Auch hier bestand der halbe Boden aus einer Wasserlache, und endete nur knapp vor den Bücherregalen. Resignierend seufzte Sharie und blickte hilflos zu Mujaahid, dem es fast auch die Sprache verschlagen hatte. „Was soll ich nur machen, mein halbes Haus ist nass?“. Beruhigend legte er die Arme um sie und schlug ihr vor, erst mal zu ihm zu gehen, und morgen weiter zu überlegen was zu tun sei, um das Haus von dem Wasser zu befreien. So gingen beide aus dem Haus und starrten fassungslos auf jenes. Von außen wirkte es fast unscheinbar, so als ob nichts gewesen sei. Lediglich der penetrante Geruch von nassen Sandstein war noch zu vernehmen, ansonsten machte das Haus einen guten Eindruck, -zumindest von außen. “Ich will fast meinen, das mir jemand nichts Gutes wollt, und einen Wasser Dschinn herauf beschworen hat, um mir zu schaden“, zeterte sie grummelig und ballte die Hand zu einer Faust für einen Moment. Kopfschüttelnd wand sie sich dann für diesen Abend von ihrem Haus ab, fest entschlossen am nächsten Tag das Haus von dem Wasser zu befreien, und das Lag im Becken zu beseitigen, und ging zusammen mit Muja zu ihm nach haus.

Und so endete, ein so schöner Abend im reinsten Fiasko ...
Sharie Ifrey

Beitrag von Sharie Ifrey »

Am nächsten Tag machte sich Sharie gleich auf den Weg zu ihrem Haus, um sich einen Überblick zu verschaffen was alles getan werden musste. Da das halbe Haus mit Wasser überschwemmt war, musste es erst mal davon befreit werden, und so ging sie zu Aalina um sie zu bitten ihr zu Helfen. Glücklicherweise traf sie die Schneiderin am Hafen und so konnte sie ihr gleich die ganze Geschichte erzählen. Ohne lang zu zögern bot Aalina ihre Hilfe an. Tim Mc’Murphy der ebenso bei den beiden Frauen stand, und die Geschichte mitverfolgte, brachte dann einen äußerst guten Vorschlag hervor, um den Riss in dem Boden des Beckens wieder zu kitten. Sein Vorschlag war, das ganze mit Lehm der Anguren abzudichten. Da dieses Volk sehr erfahren mit dem Umgang von diesem Stoff war, würde es bestimmt eine Möglichkeit geben um den Riss wieder zu schließen. Sie verabschiedeten sich dann von Tim mit der Abmachung das er sich umhören würde, was zu machen sei mit so einem Riss.
Die beiden Frauen gingen dann anschließend zu Sharie’s Haus. Angekommen legten sie erst mal viele Tücher im untersten Stockwerk aus, und wischten das Wasser grob auf. Der penetrante Geruch von nassen Stein und Holz war kaum auszuhalten, denn das Wasser floss bis an den Rand des Bücherregals, das sich ebenfalls mit Wasser voll sog, doch die beiden bissen die Zähne zusammen, und wischten so gut wie möglich alles auf. Das Erdgeschoss war nun halbwegs trocken und die beiden gingen hoch in das erste, wo sie das Schlafzimmer mit dem nassen Teppich erwartete. Aalina ließ den blick fachkundig über den Teppich schweifen, und stelle dann mit bedauern fest, das jener weg geworfen werden müsste. Der Schaden war zu groß, um das es sich noch mal Lohen würde den Teppich zu reparieren. Zu zweit rollten die beiden das gute Stück zusammen und trugen den triefenden Teppich nach draußen, wo sie ihn dann über die Brüstung vor das Haus warfen. Missmutig schaute Sharie auf die beiden Kommoden die sich mit Wasser vollgezogen hatten, und bei den Versuch beide hinaus ins Freie zu stellen, um sie von der Sonne und dem Wind trocken zulassen, zerbarst die eine dabei. Die Teile schmissen sie dann auch wieder über die Brüstung zu dem Teppich. Glücklicherweise war das Bett unversehrt geblieben, und nur das Bettzeug musste ausgewechselt werden, das bereits den modrigen Geruch angenommen hatte. Alle Fenster wurden geöffnet und der Vorhang, der vor der Tür zum Schlafzimmer hang, wurde ebenfalls abgehängt und weg geworfen. Jener hatte sich nämlich auch mit dem Wasser vollgesogen und belästigte die Nase mit einem penetranten Gestank. So sollte das Haus nun in voller Lüftung einige Tage stehen, um trocknen zu können.
Am selben Nachmittag machte sich dann Sharie noch auf den Weg, um sich neue Möbel zu beschaffen.
Aalina Yazir

Beitrag von Aalina Yazir »

Sie stand gerade am Hafen und überreichte Tim Mc'Murphy die letzten Rollen für seinen Teppich, als sie Sharie neben sich auftauchen sah. Sie schien ziemlich durch den Wind zu sein, fragte Aalina dann, ob sie ihr mit einigen Stoffen zur Hilfe eilen könnte. Aalina fragte gar nicht erst nach, sondern ging zur Bank um einige der Stofflaken zu holen. Die Stofflaken über den Arm gelegt lief sie zurück zum Hafen, wo sich Sharie noch immer mit Tim unterhielt. Sie bekam so nur noch die letzten Bruchstücke des Gespräches mit, was sich wohl um Lehm und Angurer drehte, doch passte Aalina nicht weiter auf. Schließlich wollte sie auch nicht zu neugierig sein, was die beiden miteinander sprachen.

Nachdem sie Tim verabschiedet hatten liefen die beiden Frauen durch die Wüste zu Sharie's Haus. Aalina fragte sie, was denn passiert sei und Sharie erklärte ihr, was am Vorabend geschehen war. "ohweh..!" Entgegnete Aalina, abwartend das Sharie die Türe öffnet, was sie dann auch tat. Sie traten beide hindurch. Der beissende Geruch von nassem Holz und Stein ließ die beiden schaudern, doch bissen sie ihre Zähne zusammen und gingen in den kleinen Raum im Erdgeschoß, welcher überflutet war von Wasser. Rasch machten sie sich an die Arbeit, wischten den Boden gründlich sauber, nachdem sie viele Stoffe auf den Boden gelegt hatten. Als sie das erledigt hatten, trugen sie den Schrank, welcher im Raum stand und wohl ziemlichen Schaden davongetragen hatte nach draußen, ehe sie sich das obere Stockwerk ansehen wollten.

Aalina blickte in Sharie's Schlafzimmer umher. Das Einzige, was ihr sofort auffiel: Den Teppich konnte sie vergessen. "Wenn du ihn trocknen lässt wir er nicht wieder so schön werden, wie er einmal war!" Sharie seufzte. Doch Aalina versicherte ihr, dass sie ihr einen neuen Teppich knüpfen würde und das eines der kleineren Übel war. Gemeinsam rollten sie den von Wasser durchtränkten Teppich zusammen und warfen ihn über die Brüstung ihrer kleinen Terrasse. Danach wischten sie auch den Oberen Boden fein säuberlich, den Geruch des stinkenden, nassen Steines ignorierend. Als sie zuguterletzt die beiden Kommoden vorsichtig auf die Terasse zum trocknen stellen wollten ging eine der Beiden zu Bruch und sämtliche Kleidungsstücke von Sharie verteilten sich auf dem Boden, welche sie dann wieder einsammelten. So standen sie im Raum, sahen sich um, bis ihnen der beissende Geruch der vermoderten Bettsachen in die Nase stieg. Aalina rümpfte die Nase und meinte zu Sharie, dass sie wohl auch diese wegwerfen müsse. So machte sich Sharie daran, ihre Bettlaken abzuziehen und warf auch diese zu den anderen unbrauchbaren Dinge über die Brüstung. Sie waren fast fertig, als sich dann noch ein letztes Stück Stein von der Decke löste und zu Boden krachte. Sharie sprang dann aus dem Zimmer, die beiden kletterten die Leiter nach oben und sahen sich den Riss in dem Becken an, ehe sie nach draußen traten, wo Mujaahid wohl schon auf sie wartete.
Aalina Yazir

Beitrag von Aalina Yazir »

Sie hetzte den ganzen Tag umher, gescheucht von ihrem Tatendrang und dem Erlernen neuer Schnittmuster, dass sie ganz vergessen hatte, dass sie Sharie bis zum Abend einen neuen Teppich bringen wollte.

Sharie trat durch die Tür der Schneiderei im Marktplatz, blickte zu Aalina und begrüßte sie. Aalina schien mit ihren Gedanken allerdings weit weg zu sein, so daß sie Sharie erst einige Zeit später sah und begrüßen konnte. "Ohh Salam Sharie!" Aalina legte ihre Stoffe beiseite und sah zu ihr. Sharie fragte nach ihrem Teppich, was Aalina Schamesröte ins Gesicht trieb und sie ihr dann sagte, dass sie wohl nicht dazu gekommen wäre. Doch Sharie nickte verständnisvoll, meinte dann, dass sie sich wohl schon neue Möbelstücke gekauft hätte und Aalina lächelte daraufhin zu ihr, bevor sie sich bei Sharie entschuldigte und sich eine Weile zurückziehen wollte. Sie wollte Kräfte sammeln, um Sharie morgen den Teppich zu knüpfen, damit sie ihr Haus wieder bewohnbar machen konnte.
Tim Mc´Murphy

Beitrag von Tim Mc´Murphy »

Tim war nach Menekur gekommen um Salz zukaufen, er hoffte ein wenig Sharie dort anzutreffen. Er mochte die kleine Menekanerin sehr und zwischen ihnen hatte sich inzwischen eine Freundschaft gebildet. Er wollte sie auch persönlich zur Hochzeitsfeier einladen.
Dort angekommen traf er sie zu seiner Freude auch an, doch Sharie schien ziemlich durcheinander und erwähnte öfter einen Riss im Badebecken und das alles unter Wasser stehen würde.
Tim ging mit und schaute sich den Schaden an. Auf dem Dach waren einige tiefe Risse in der Decke und so überlegte er wie der Schaden behoben werden konnte.
Lehm.. das war vieleicht eine Lösung. Er war inzwischen öfter auf Fuachtero gewesen und hatte den MacIoras geholfen einen Lehmvorrat anzulegen. Auch hatte er von dem Hausbau noch einen kleinen Vorrat an Lehmputz zu Hause. Er reiste am gleichen Tag noch nach Fuachtero arbeitete in der Miene und fragte einige Angurer darüber aus wie der Lehm verarbeitet wurde. Wieder zu hause angekommen probierte er ein wenig mit dem Lehmputz herum. Am nächsten Tag machte er sich wieder auf den Weg nach Menek'Ur. Bei Sharies Haus angekommen machte er sich an die Arbeit. Ein gab ein paar Krüge Wasser zu dem Lehmputz und vermengte ihn gut. Als er eine geschmeidige Masse daraus geformt hatte, stopfte er den Lehm in die Risse und mit einem selbst hergestelltem Werkzeug verdichtete er den Lehm und stieß diesen tiefer in die Ritze. Anschließend glättete er die Oberfläche, stellte einige Kohlepfannen auf die Stelle mit dem Riss. Die Kohle wurde angesteckt und schon bald wurde es richtig heiß. Der Lehm wurde so in kurzer Zeit steinhart und die Risse verschwanden. Zufrieden schaute er sich seine Arbeit an., aber sicherheitshalber gab er Sharie noch den Tip lieber noch ein oder zwei Tage zu warten, bevor sie wieder Wasser in das Becken ließ.
Sharie Ifrey

Beitrag von Sharie Ifrey »

als dann einige tage vergangen waren, überprüfte sharie die reparierten risse nochmals, mit eigen krügen wasser die sie drüber schüttete. als kein wasser im unteren zimmer zu sehen war, füllte sie dann das becken mit vielen gängen zu dem meer, und schleppte das wasserfass die treppen viele male rauf und runter. zu sicherheit befüllte sie aber diesmal das becken nicht ganz so voll, um nicht nochmal so einem ärgerlichen ereiniss ausgesetzt zu sein.
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