Ein unerwünschter Gast....
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Gwain
Die Augenlieder öffneten sich am frühen Morgen. Die ersten Sonnenstrahlen drangen durch die roten Vorhänge seines Hauses. Gähnend erhob sich die junge Gestalt, als er plötzlich um sich herum eine chaotische Präsenz im Lied wahr nahm. Vor seinem Bett keinen Meter weit entfernt, stand eine Frau. Schwarzes langes Haar, in einem Zopf geflochten viel ihr über die Schulter. Ihr Züge waren furchtbar blass, wie seine eigenen, doch auch ihre Augen wirkten fahl, blass und leer. Seine Augen weitet sich ob ihr Erscheinen hier im Hain. Nur Systra Bunjam war es möglich den Hain z u besuchen, doch jene Frau. Mutter musste ihr den Weg gezeigt und gewehrt haben.
Doch die Aura um sie herum wirkte so seltsam einnehmend und bedrohlich. Sie Schritt langsam um das Bett von Gwain herum, welcher sich sodann weiter an die Lehne zurück zog. Immer mehr näherte sie sich ihm.
Was wolle sie von ihm fragte er sich. "Wer seid ihr?" Doch er erhielt keine Antwort. Einerseits wirkte ihre Melodie bedrohlich, doch ihr Äußeres wirkte anziehend auf ihn und auf gewisse Art und Weise vertraulich.
Sie war vollends bei ihm angekommen und beugte sich nun langsam zu ihm hinab. Sie breitete ihre Arme und umarmte sodann seinen nackten Oberkörper, er fühlte ihren kalten Atem auf seinen Nacken. "Bruder!", sprach sie sodann und Gwain runzelte die Stirn aufgrund ihrer Worte. Er wollte einige Worte erwiedern, doch als er den Mund öffnete löste sie die Umarmung und legte einen Finger auf seine roten Lippen. Sie lächelte gen ihm und sogleich wie sie vor ihm stand war sie wieder verschwunden.
Irritiert durchsuchte er den Raum mit den Augen und ebenso im Lied nach ihrer Präsenz, doch fand er nichts ausser die Brise welche den Vorhang wehen ließ. "Seltsam", gab er verwundert hervor und stieg aus dem Bett.
Doch die Aura um sie herum wirkte so seltsam einnehmend und bedrohlich. Sie Schritt langsam um das Bett von Gwain herum, welcher sich sodann weiter an die Lehne zurück zog. Immer mehr näherte sie sich ihm.
Was wolle sie von ihm fragte er sich. "Wer seid ihr?" Doch er erhielt keine Antwort. Einerseits wirkte ihre Melodie bedrohlich, doch ihr Äußeres wirkte anziehend auf ihn und auf gewisse Art und Weise vertraulich.
Sie war vollends bei ihm angekommen und beugte sich nun langsam zu ihm hinab. Sie breitete ihre Arme und umarmte sodann seinen nackten Oberkörper, er fühlte ihren kalten Atem auf seinen Nacken. "Bruder!", sprach sie sodann und Gwain runzelte die Stirn aufgrund ihrer Worte. Er wollte einige Worte erwiedern, doch als er den Mund öffnete löste sie die Umarmung und legte einen Finger auf seine roten Lippen. Sie lächelte gen ihm und sogleich wie sie vor ihm stand war sie wieder verschwunden.
Irritiert durchsuchte er den Raum mit den Augen und ebenso im Lied nach ihrer Präsenz, doch fand er nichts ausser die Brise welche den Vorhang wehen ließ. "Seltsam", gab er verwundert hervor und stieg aus dem Bett.
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Pavel Istor
Als der Meister des Arkoritherordens spät in dieser Nacht wie ein dunkler Schatten in die mächtige magische Wehrburg zurückkehrte, die fern jeder Wirklichkeit zu liegen schien, hatte er nicht einmal mehr die Kraft, sich dem Zornesausbruch hinzugeben, den er schon seit Stunden ungezähmt mit sich herum trug. Das Lied ächzte richtiggehend unter dem magischen Eingriff, mit dem er die Klangstrukturen zu verändern begann, und dunkle Schatten zogen sich um ihn herum, hüllten ihn in Dunkelheit und stoben dann ebenso rasch, wie sie gekommen waren, wieder in alle Ecken des Raumes davon. Zurück blieb der Meister in einfachen Kleidern, befreit von den schwarzen Gewändern seines Ordens – und sah nun fast wieder so aus, wie die Person, die er irgendwann einmal gewesen war, die er vielleicht hätte sein können. Der Schmerz und die Anstrengungen des vergangenen Abends standen offen in sein Gesicht geschrieben und an manchen Stellen hatte sein Körper Brandwunden zurückbehalten, für deren magische Heilung er noch immer keine Zeit gefunden hatte. Es würde warten müssen, dieses Mal brauchte er zunächst etwas Ruhe. Noch einen ganzen Moment verharrte Pavel auf dem Balkon seines Zimmers und stierte in die Nacht hinaus, dann wandte er sich um und begab sich zu Bett.
Er brauchte die Augen nicht zu schließen, denn kaum hatte er sich hingelegt und seinen Körper der Entspannung übergeben, fingen seine Gedanken an zu kreisen. In raschen, übergangslosen Fetzen spielte sich das Geschehen dieses Abends noch einmal vor seinem geistigen Auge ab, teilweise aus Blickwinkeln, die er nicht erlebt hatte. Herrlich, durchfuhr ihn die Erkenntnis, Misserfolg und Fantasie, welch wundervolle Paarung..
Der erste Gedankenfetzen führte ihn in die Ordensburg, in das große, dunkle Lehrzimmer, in denen er selbst die Grundkenntnisse der Magie erlernt hatte, in dem nunmehr die meisten wichtigen Gespräche in jenen Stunden stattfanden, in denen man dringend nach Antworten zu suchen hatte. Hier hatte er diesen Fremden, diesen Magiern zum ersten Mal gesehen und seine Macht kennen gelernt – und sie offenbar doch nicht richtig einzuschätzen gewusst. Doch dieses Mal war es nur die Statthalterin Rahals gewesen, die dem Orden ihre Aufwartung machte. Er selbst hatte sie zusammen mit der Elegida aus Rahal in die Burg geholt – verkleidet und getarnt als Studiosus des Ordens, um vorab ein Bild von dieser Frau gewinnen zu können. Sie schien vertrauensselig gegenüber der Arkoritherin und ließ sich widerstandslos mitziehen in die leere Ebene, jenen Raum zwischen den Sphären, der den Magiern erst erlaubte, sich so rasch von einem Ort zum anderen zu begeben. Doch was sich dort tat… Magier aller Ausrichtung hielten dort scheinbar Rat, selbst ein Bruder des Arkoritherordens war zugegen. Unwillkürlich und unbewusst verzog Pavel bei dieser unnatürlichen Vorstellung und Erinnerung das Gesicht. Wieder etwas, um das er sich kümmern musste.
Das Bild verflog ebenso rasch, wie es gekommen war und machte einem kleinen Kellerraum Platz. Die Statthalterin stand dort, zusammen mit vier schwarzen Gestalten – er selbst und seine Ordensgeschwister, die hierher in ein Haus der Oberstadt Rahals gekommen waren, um in diesem Keller zusammen mit den Letharen eine Zuflucht zu schaffen. Es verging nicht viel Zeit, ehe im Südwesten des Raumes schreckliche, disharmonische Klänge ertönten und kurz darauf die Kellerwand barst, um den Blick auf einen kleinen, länglichen Gang freizugeben, durch den die Letharen – allen voran die Erhabene selbst – den Kellerraum betraten. Sie sei es leid, länger auf Entfernung zu kommunizieren und habe vor, in gemeinschaftlichem Werke einen – nein: diesen Ort zu schaffen, an den der fremde Magier nicht vordringen können sollte, an dem sie ungestört sein würden. Den Arkorithern, denen man mehr Erfahrung im Umgang mit Schutzzaubern und Bannflüchen zugestand, vertraute man die Führung dieses magischen Rituals an – doch schien niemand von ihnen von der Aussicht begeistert, dass ein ordentliches und den Regelnd er Magie entsprechendes Schutzpentagramm mehrere Tage der aufwändigen Vorbereitung und magischen Stärkung bedurfte, um überhaupt erst seine Kraft erhalten und entfalten zu können. Sie hatten diese Zeit nicht, keiner von ihnen. Und jeder Moment, den dieses Pentagramm schutzlos vor ihnen läge, gab dem Magier eine Chance, sie zurückzuschlagen.
Das Bild wurde undeutlich, schwammig, als hätte jemand einen Stein in den See geworfen und so die Reflexion zum Wanken gebracht. Doch einen Moment später wurde der Blick auf die Szenerie wieder deutlich. Die Magier standen alle um ein merkwürdiges Symbol herum, in dessen Mitte einer der Arkorither, er selbst, kauerte. Mit langsamen, sauberen Kreidestrichen, die bleiern auf dem Holzboden glänzten, hatte er das mächtige magische Symbol gezeichnet, ohne auch nur eine Lücke zu lassen, geradlinig und exakt, vollkommen. Angehaucht hatte er es und in den Klängen des Liedes verankert, um es zu weihen und den Aufladungsprozess zu beginnen. Dann erfolgte die Taufe: jeder Einzelne von ihnen gab sein Blut auf die magischen Linien, die den Lebenssaft wie kostbaren Nektar aufsogen und über ihre ganze Breite verteilten. Auch das Blut der Letharen fand Eingang in dieses Gemisch und obwohl es dunkler und zähflüssiger war als das der Menschen, verband es sich widerstandslos mit dem Blute der Arkorither. Zuletzt wurde das Symbol getrocknet, indem sie fein gemahlenes Mehl hergestellt aus Dämonenknochen auf die blutigen Linien gaben. Nur noch ein weiterer schützender Kreis um das Zeichen und alles wäre vorbereitet…
Plötzlich hatte sich alles in diesem Bild verändert, und doch dauerte es viel länger, bis Pavel die Veränderung eigentlich und wahrhaftig bemerkte. Er stand nun an der Spitze des Pentagrammes, jener Spitze, die den Geist der Magier und das Lied selbst darstellte. Zwei Letharen und zwei Arkorither hatten an den anderen Spitzen des magischen Symbols Stellung bezogen, ohne dabei eine Linie zu berühren oder zu überschreiten. Längst hatte das riskante Ritual begonnen, mit dem sie versuchten, Schutz zu finden. Sie alle füllten das Pentagramm mit elementarer Kraft und luden so auf, was eigentlich Tage, bei einem Raum dieser Größe vielleicht sogar einer Woche bedurfte. Der Meister verankerte und verband die magischen Energien mit dem Lied und dehnte und zog an dem schützenden Kreis, um damit den ganzen Kellerraum auszufüllen. Die Liedstränge zitterten richtiggehend, so überdehnt und überzogen wurden die Töne, und doch hielt dieser magische Schild. Doch im gleichen Moment begann ein chaotischer Klang, aus dem oberen Stockwerk drangen Geräusche von fallenden und zerberstenden Gegenständen und etwas prallte gegen den neuen Schild, versuchte ihn zu durchdringen. Und scheiterte. Vorerst.
Durch das Lied ging eine gewaltige, chaotische Schockwelle, als urplötzlich und ohne Vorwarnung der eben geschaffene Schutz durchbrochen und zerstört wurde. Pavel erinnerte sich, wie er einige Mühe hatte, in dieser Klanggewalt nicht den Verstand und alle Konzentration zu verlieren, so mächtig war der Druck und das Chaos in den Klängen, und unwillkürlich taumelte er zurück. Es war riskant gewesen, mit aller Konzentration den Aufbau dieses Schildes zu wagen, und er hatte viel seiner Energie darauf verwenden müssen, so dass ihn dieser Angriff noch um ein Vielfaches mehr traf. Und als er den Blick wieder anhob, stand inmitten des Pentagrammes – der Magier. Jener Fremde mit den jugendlichen Zügen in einer weiten, alt wirkenden Magierrobe und ein unterarmlanges magisches Zepter in der Hand. Er wurde von einem mächtigen Schutzschild umgeben, dessen Beschaffenheit im Klangbild der Schöpfung so chaotisch, so unwirklich war, dass weder Pavel noch irgendein anderer Magier seine Beschaffenheit, seine Ursachen oder seine Wirkungsart zu bestimmten vermochte. Er schaffte, was gar nicht möglich war – der Ankerpunkt dieses seines Schutzes wechselte von einem Atemzug zum nächsten, so rasch, dass man sich nicht darauf fixieren konnte. Ein undurchdringbarer Schild.
Ein magischer, wutentbrannter Angriff der Erhabenen des Letharenvolkes zeigte keine Wirkung, im Gegenteil – er wurde vielmehr absorbiert. Und er strafte sie alle, indem er mitten in diesem Kellerraum aus heiterem Himmel Unmengen an zischenden, energiegeladenen Blitzen entlud, die Magier um Magier jeden Einzelnen von ihnen versengten, bis sich ihm keiner mehr in den Weg zu stellen vermochte. Ihr Versuch, in einem Bündnis zweier Völker und zweier unterschiedlicher Arten des Magiewirkens einen Vorteil zu erringen, war gescheitert.
“Was sucht ihr denn eigentlich?“ Eine berechtigte Frage, die irgendjemandem der Gruppe über die Lippen kam, als sie wieder halbwegs bei Kräften waren, um wenigstens sprechen zu können. “Wie kann man etwas suchen, wenn man es schon längst gefunden hat?“ Der Satz blieb Pavel wie ein dunkles Echo im Kopfe verhaftet. War es wieder eine List, eine Lüge, um sich selbst zu erhöhen und sie in Unsicherheit zu stürzen? Oder hatte er wirklich längst gefunden, wonach er eigentlich gesucht hatte? Wonach suchte er überhaupt? Er verriet es nicht und ließ sich nicht auf Spiele ein.
Ein letztes Mal wandelte das Bild seine Form und aus dem kleinen Kellerraum wurde eine dunkle, höhlenartige Gegend – offenbar ein Gang der Letharenhöhlen, durch die der fremde Magier sie zurückgedrängt hatte. Doch es war seltsam – als er ihnen folgen wollte… konnte er es nicht. Es schien selbst ihn zu verwundern, eine Frage, die er nicht auf Anhieb zu beantworten wusste, eine Variable, die er nicht mit eingerechnet hatte, ein Rätsel, auf das er nicht vorbereitet war. Nicht einmal die rohe Gewalt seiner Magie schien auszureichen, sich Zugang zu verschaffen. Er versprach, wiederzukehren – und es wäre töricht gewesen, diese Drohung auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch für den Augenblick war es eine Floskel, ebenso bedrohlich wie unglaubwürdig. Mutmaßungen wurden ausgesprochen über den Schutz dieses Ortes – der gar keinen Schutz besaß, sondern sich lediglich dadurch auszeichnete, direkt unter dem heiligen Tempel Alatars zu liegen. Göttlicher Schutz? War die Kraft eines Gottes ein Mittel, diese… Wesenheit aufzuhalten?
Entnervt schlug Pavel die Bettdecke beiseite und erhob sich wieder. Er würde für den Augenblick keinen Schlaf finden, so sehr er ihn brauchte. Er musste seine Gedanken ordnen und aufschreiben, was ihnen an Ideen gekommen war. Vier dieser Kreaturen waren also schon aufgetaucht, in den meisten Fällen bei Begabten, die das Lied manipulieren konnten. Waren es vier verschiedene Wesenheiten, von denen jede diese unglaubliche, unkontrollierbare Macht besaß? Oder war es vielleicht eine Figur, die sich in unterschiedlichen Körpern zeigte? Wie konnte man ihm – oder ihnen – entgegen treten? Der Tempel musste um Rat gefragt werden und auch der Drache Kryndlagor wurde als potentieller Ratgeber ins Auge gefasst. Unzählige Fragen und unzählige Aufgaben – aber wenigstens hatten sie nun einen sicheren Ort gefunden. Für den Augenblick.
Er brauchte die Augen nicht zu schließen, denn kaum hatte er sich hingelegt und seinen Körper der Entspannung übergeben, fingen seine Gedanken an zu kreisen. In raschen, übergangslosen Fetzen spielte sich das Geschehen dieses Abends noch einmal vor seinem geistigen Auge ab, teilweise aus Blickwinkeln, die er nicht erlebt hatte. Herrlich, durchfuhr ihn die Erkenntnis, Misserfolg und Fantasie, welch wundervolle Paarung..
Der erste Gedankenfetzen führte ihn in die Ordensburg, in das große, dunkle Lehrzimmer, in denen er selbst die Grundkenntnisse der Magie erlernt hatte, in dem nunmehr die meisten wichtigen Gespräche in jenen Stunden stattfanden, in denen man dringend nach Antworten zu suchen hatte. Hier hatte er diesen Fremden, diesen Magiern zum ersten Mal gesehen und seine Macht kennen gelernt – und sie offenbar doch nicht richtig einzuschätzen gewusst. Doch dieses Mal war es nur die Statthalterin Rahals gewesen, die dem Orden ihre Aufwartung machte. Er selbst hatte sie zusammen mit der Elegida aus Rahal in die Burg geholt – verkleidet und getarnt als Studiosus des Ordens, um vorab ein Bild von dieser Frau gewinnen zu können. Sie schien vertrauensselig gegenüber der Arkoritherin und ließ sich widerstandslos mitziehen in die leere Ebene, jenen Raum zwischen den Sphären, der den Magiern erst erlaubte, sich so rasch von einem Ort zum anderen zu begeben. Doch was sich dort tat… Magier aller Ausrichtung hielten dort scheinbar Rat, selbst ein Bruder des Arkoritherordens war zugegen. Unwillkürlich und unbewusst verzog Pavel bei dieser unnatürlichen Vorstellung und Erinnerung das Gesicht. Wieder etwas, um das er sich kümmern musste.
Das Bild verflog ebenso rasch, wie es gekommen war und machte einem kleinen Kellerraum Platz. Die Statthalterin stand dort, zusammen mit vier schwarzen Gestalten – er selbst und seine Ordensgeschwister, die hierher in ein Haus der Oberstadt Rahals gekommen waren, um in diesem Keller zusammen mit den Letharen eine Zuflucht zu schaffen. Es verging nicht viel Zeit, ehe im Südwesten des Raumes schreckliche, disharmonische Klänge ertönten und kurz darauf die Kellerwand barst, um den Blick auf einen kleinen, länglichen Gang freizugeben, durch den die Letharen – allen voran die Erhabene selbst – den Kellerraum betraten. Sie sei es leid, länger auf Entfernung zu kommunizieren und habe vor, in gemeinschaftlichem Werke einen – nein: diesen Ort zu schaffen, an den der fremde Magier nicht vordringen können sollte, an dem sie ungestört sein würden. Den Arkorithern, denen man mehr Erfahrung im Umgang mit Schutzzaubern und Bannflüchen zugestand, vertraute man die Führung dieses magischen Rituals an – doch schien niemand von ihnen von der Aussicht begeistert, dass ein ordentliches und den Regelnd er Magie entsprechendes Schutzpentagramm mehrere Tage der aufwändigen Vorbereitung und magischen Stärkung bedurfte, um überhaupt erst seine Kraft erhalten und entfalten zu können. Sie hatten diese Zeit nicht, keiner von ihnen. Und jeder Moment, den dieses Pentagramm schutzlos vor ihnen läge, gab dem Magier eine Chance, sie zurückzuschlagen.
Das Bild wurde undeutlich, schwammig, als hätte jemand einen Stein in den See geworfen und so die Reflexion zum Wanken gebracht. Doch einen Moment später wurde der Blick auf die Szenerie wieder deutlich. Die Magier standen alle um ein merkwürdiges Symbol herum, in dessen Mitte einer der Arkorither, er selbst, kauerte. Mit langsamen, sauberen Kreidestrichen, die bleiern auf dem Holzboden glänzten, hatte er das mächtige magische Symbol gezeichnet, ohne auch nur eine Lücke zu lassen, geradlinig und exakt, vollkommen. Angehaucht hatte er es und in den Klängen des Liedes verankert, um es zu weihen und den Aufladungsprozess zu beginnen. Dann erfolgte die Taufe: jeder Einzelne von ihnen gab sein Blut auf die magischen Linien, die den Lebenssaft wie kostbaren Nektar aufsogen und über ihre ganze Breite verteilten. Auch das Blut der Letharen fand Eingang in dieses Gemisch und obwohl es dunkler und zähflüssiger war als das der Menschen, verband es sich widerstandslos mit dem Blute der Arkorither. Zuletzt wurde das Symbol getrocknet, indem sie fein gemahlenes Mehl hergestellt aus Dämonenknochen auf die blutigen Linien gaben. Nur noch ein weiterer schützender Kreis um das Zeichen und alles wäre vorbereitet…
Plötzlich hatte sich alles in diesem Bild verändert, und doch dauerte es viel länger, bis Pavel die Veränderung eigentlich und wahrhaftig bemerkte. Er stand nun an der Spitze des Pentagrammes, jener Spitze, die den Geist der Magier und das Lied selbst darstellte. Zwei Letharen und zwei Arkorither hatten an den anderen Spitzen des magischen Symbols Stellung bezogen, ohne dabei eine Linie zu berühren oder zu überschreiten. Längst hatte das riskante Ritual begonnen, mit dem sie versuchten, Schutz zu finden. Sie alle füllten das Pentagramm mit elementarer Kraft und luden so auf, was eigentlich Tage, bei einem Raum dieser Größe vielleicht sogar einer Woche bedurfte. Der Meister verankerte und verband die magischen Energien mit dem Lied und dehnte und zog an dem schützenden Kreis, um damit den ganzen Kellerraum auszufüllen. Die Liedstränge zitterten richtiggehend, so überdehnt und überzogen wurden die Töne, und doch hielt dieser magische Schild. Doch im gleichen Moment begann ein chaotischer Klang, aus dem oberen Stockwerk drangen Geräusche von fallenden und zerberstenden Gegenständen und etwas prallte gegen den neuen Schild, versuchte ihn zu durchdringen. Und scheiterte. Vorerst.
Durch das Lied ging eine gewaltige, chaotische Schockwelle, als urplötzlich und ohne Vorwarnung der eben geschaffene Schutz durchbrochen und zerstört wurde. Pavel erinnerte sich, wie er einige Mühe hatte, in dieser Klanggewalt nicht den Verstand und alle Konzentration zu verlieren, so mächtig war der Druck und das Chaos in den Klängen, und unwillkürlich taumelte er zurück. Es war riskant gewesen, mit aller Konzentration den Aufbau dieses Schildes zu wagen, und er hatte viel seiner Energie darauf verwenden müssen, so dass ihn dieser Angriff noch um ein Vielfaches mehr traf. Und als er den Blick wieder anhob, stand inmitten des Pentagrammes – der Magier. Jener Fremde mit den jugendlichen Zügen in einer weiten, alt wirkenden Magierrobe und ein unterarmlanges magisches Zepter in der Hand. Er wurde von einem mächtigen Schutzschild umgeben, dessen Beschaffenheit im Klangbild der Schöpfung so chaotisch, so unwirklich war, dass weder Pavel noch irgendein anderer Magier seine Beschaffenheit, seine Ursachen oder seine Wirkungsart zu bestimmten vermochte. Er schaffte, was gar nicht möglich war – der Ankerpunkt dieses seines Schutzes wechselte von einem Atemzug zum nächsten, so rasch, dass man sich nicht darauf fixieren konnte. Ein undurchdringbarer Schild.
Ein magischer, wutentbrannter Angriff der Erhabenen des Letharenvolkes zeigte keine Wirkung, im Gegenteil – er wurde vielmehr absorbiert. Und er strafte sie alle, indem er mitten in diesem Kellerraum aus heiterem Himmel Unmengen an zischenden, energiegeladenen Blitzen entlud, die Magier um Magier jeden Einzelnen von ihnen versengten, bis sich ihm keiner mehr in den Weg zu stellen vermochte. Ihr Versuch, in einem Bündnis zweier Völker und zweier unterschiedlicher Arten des Magiewirkens einen Vorteil zu erringen, war gescheitert.
“Was sucht ihr denn eigentlich?“ Eine berechtigte Frage, die irgendjemandem der Gruppe über die Lippen kam, als sie wieder halbwegs bei Kräften waren, um wenigstens sprechen zu können. “Wie kann man etwas suchen, wenn man es schon längst gefunden hat?“ Der Satz blieb Pavel wie ein dunkles Echo im Kopfe verhaftet. War es wieder eine List, eine Lüge, um sich selbst zu erhöhen und sie in Unsicherheit zu stürzen? Oder hatte er wirklich längst gefunden, wonach er eigentlich gesucht hatte? Wonach suchte er überhaupt? Er verriet es nicht und ließ sich nicht auf Spiele ein.
Ein letztes Mal wandelte das Bild seine Form und aus dem kleinen Kellerraum wurde eine dunkle, höhlenartige Gegend – offenbar ein Gang der Letharenhöhlen, durch die der fremde Magier sie zurückgedrängt hatte. Doch es war seltsam – als er ihnen folgen wollte… konnte er es nicht. Es schien selbst ihn zu verwundern, eine Frage, die er nicht auf Anhieb zu beantworten wusste, eine Variable, die er nicht mit eingerechnet hatte, ein Rätsel, auf das er nicht vorbereitet war. Nicht einmal die rohe Gewalt seiner Magie schien auszureichen, sich Zugang zu verschaffen. Er versprach, wiederzukehren – und es wäre töricht gewesen, diese Drohung auf die leichte Schulter zu nehmen. Doch für den Augenblick war es eine Floskel, ebenso bedrohlich wie unglaubwürdig. Mutmaßungen wurden ausgesprochen über den Schutz dieses Ortes – der gar keinen Schutz besaß, sondern sich lediglich dadurch auszeichnete, direkt unter dem heiligen Tempel Alatars zu liegen. Göttlicher Schutz? War die Kraft eines Gottes ein Mittel, diese… Wesenheit aufzuhalten?
Entnervt schlug Pavel die Bettdecke beiseite und erhob sich wieder. Er würde für den Augenblick keinen Schlaf finden, so sehr er ihn brauchte. Er musste seine Gedanken ordnen und aufschreiben, was ihnen an Ideen gekommen war. Vier dieser Kreaturen waren also schon aufgetaucht, in den meisten Fällen bei Begabten, die das Lied manipulieren konnten. Waren es vier verschiedene Wesenheiten, von denen jede diese unglaubliche, unkontrollierbare Macht besaß? Oder war es vielleicht eine Figur, die sich in unterschiedlichen Körpern zeigte? Wie konnte man ihm – oder ihnen – entgegen treten? Der Tempel musste um Rat gefragt werden und auch der Drache Kryndlagor wurde als potentieller Ratgeber ins Auge gefasst. Unzählige Fragen und unzählige Aufgaben – aber wenigstens hatten sie nun einen sicheren Ort gefunden. Für den Augenblick.
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Nuria Mondin
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- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Enttäuschung. Das war wohl die einfachste Umschreibung für das, was sie empfand, wenn sie an den Fremden und ihre Begegnung bei Varuna dachte. Zu dritt waren sie aufgebrochen, um den Schlafplatz jener Gäste zu finden und sich mit ihnen zu unterhalten. Nuria war zwar der Ansicht, Janus hätte besser etwas zurückbleiben sollen, da jene es so offensichtlich auf Magier abgesehen hatten - aber damit war sie auch allein. So folgte sie sich der Mehrheitsentscheidung.
Nach einer kurzen Weile des Suchens stellte sich tatsächlich eine Begegnung ein. Ein dunkler Herr - gerüstet, maskiert, aber ohne Waffe. Mit Engelszungen versuchten sie ihn davon zu überzeugen, dass er doch mit ihnen sich an einen Tisch setzen sollte. Einen Tee trinken, die Gemeinsamkeiten pflegen und ein neues Miteinander finden. An alte Zeiten anknüpfen - denn die Worte des Ritters bestätigten, dass die alte Traditon, über die sie in der Chronik der Schwesternschaft gestoßen war und die wohl gleichsam aus Brüdern und Schwestern bestand, aber damals fortgezogen war - nunmehr wieder zurückgekehrt war.
Über ihre Ziele konnte sie nur mutmaßen. Eine extreme Ansicht dessen, was dem Gleichgewicht im Liede schaden würde und daher die Ausrottung derer, die unverantwortungsvoll mit dem Liede umgingen? Oder waren sie von einer fremden Macht korrumpiert worden, folgten sie einem anderen Ziel?
Sie hatten eine Anführerin. So viel ließ sich aus den Gespräch ableiten. Doch ihr Gesprächspartner erwies sich als stur. Nur, weil er die beiden Frauen jeweils mit einem Magier gesehen hatte, bezüchtigte er sie des Verrates. Er war taub für alle Versuche zu erklären, zu beschwichtigen, ihm ihre Perspektive dazulegen. Und er wollte scheinbar nicht verstehen, dass sie ganz sicher keine Handlanger der Magier waren, sondern ganz eigenen Wegen folgten.
Ihre zweistündigen Versuche, mit ihm eine Ebene in Worten zu finden gipfelte darin, dass sich jener in einen Drachen verwandelte. In dem Lied ging eine seltsame Veränderung vor sich - ein chaotischer, ihrem Wirken ganz fremder Strang zeigte sich darin neben der ihr wohl bekannten Verschiebung der Elementklänge. Dies bedeutete, dass sie Kraft aus einer anderen Sphäre bekommen haben mussten - denn jegliche Veränderung, und sei sie noch so pervertiert, die auf Alathair stattfand, konnte durch die neutralisierenden Kräfte der beiden Erzschwestern sowie des Erzmagiers aufgehoben werden.
Als sich die Kraft am Himmel zusammenzog, war da noch was - sie spürte, dass die Kraft, aus der er sich bediente, über ihn allein hinaus ging. Eine Art dauerhaftes Ritual? Eine Verbindung der Magier, die ihre Kräfte quasi in einem Pool einten und sich jeder daraus bediente, wenn er sie bräuchte und damit derart mächtig erschien? Es lag im Bereich des Möglichen, auch wenn sie nicht genau wusste, wie jene das bewirken konnten. Ihre Blutsverbindung zu Taralea war eine schwache Form genau solch eines Zusammenschlusses - nur viel Schwächer. Für die große Vereinigung brauchten sie stets ein Ritual. Aber vielleicht hatten jene da eine ganz eigene Strategie entwickelt. Vielleicht waren ihre Waffen der Schlüssel zu jenem Pool - oder ihre chaotische Aura, die sie umgab? Doch darüber konnte sie nur spekulieren.
Ihre Versuche, an einen Tisch zu gelangen, wurden je damit unterbrochen, dass ein Meteoritenschauer auf sie herniederging. Während sie noch versuchten, sich vor dem herabprasselnden Feuer zu schützen, verschwand der Bruder und überließ sie ihrem Schicksal.
Das war also Geschwisterliebe. Sie hatte sich mehr erwartet. Aber vielleicht- war das auch nur der Starrsinn eines sehr alten Mannes. Die Herren waren ja noch nie für Einfühlsamkeit und diplomatisches Geschick bekannt. Sie rümpfte die Nase, wenn sie daran dachte. Sie wollte mit einer Frau von ihnen reden. Bislang war ihr nur eine vom Hören -Sagen bekannt - jene, die Gwain im Druidenhain besucht hatte. Ob sie zugleich die Anführerin war, konnte sie nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber von ihr erhoffte sie sich mehr Verständnis - und einen fruchtbareren Austausch.
In der Heilerstube angekommen, stürzte sie sich in Arbeit. Sie konnte noch nicht schlafen - die Geschehnisse geisterten ihr durch den Kopf. So machte sie sich daran, in mühseeliger Kleinarbeit nach dem richtigen Mischverhältnis für einen Impfstoff gegen diese Krankheit im Hafenviertel zu suchen. Ihr Medikament hatte bei dem Vogel angeschlagen - zumindest bei dem Problem war ein Fortschritt in Sicht.
Nicht lange, als ein wohlbekannter Arkorither die Stube betrat. Eine vertraute Männerschulter zum Anlehnen - nunja, es gab da durchaus unangenehmere Gäste. Sie nutzte die Gelegenheit, ein wenig zu entspannen. Auch in dieser harten Schale schlummerte ein weicher Kern. Und es tat ganz gut, dass sich auch mal jemand um sie Sorgen machte - auch wenn sie momentan wohl eher auf ihn achtgeben konnte als andersherum. Sie tauschten Informationen aus, ehe er das Gespräch auf andere Bahnen lenkte. Immerhin - er schaffte es, sie wieder aufzuheitern und sie genoss die unbeschwerten Momente ausgiebig, würzte sie noch mit ein wenig Feuer, ehe sie dieses Mal wirklich spät erst zur Nachtruhe kam.
Nach einer kurzen Weile des Suchens stellte sich tatsächlich eine Begegnung ein. Ein dunkler Herr - gerüstet, maskiert, aber ohne Waffe. Mit Engelszungen versuchten sie ihn davon zu überzeugen, dass er doch mit ihnen sich an einen Tisch setzen sollte. Einen Tee trinken, die Gemeinsamkeiten pflegen und ein neues Miteinander finden. An alte Zeiten anknüpfen - denn die Worte des Ritters bestätigten, dass die alte Traditon, über die sie in der Chronik der Schwesternschaft gestoßen war und die wohl gleichsam aus Brüdern und Schwestern bestand, aber damals fortgezogen war - nunmehr wieder zurückgekehrt war.
Über ihre Ziele konnte sie nur mutmaßen. Eine extreme Ansicht dessen, was dem Gleichgewicht im Liede schaden würde und daher die Ausrottung derer, die unverantwortungsvoll mit dem Liede umgingen? Oder waren sie von einer fremden Macht korrumpiert worden, folgten sie einem anderen Ziel?
Sie hatten eine Anführerin. So viel ließ sich aus den Gespräch ableiten. Doch ihr Gesprächspartner erwies sich als stur. Nur, weil er die beiden Frauen jeweils mit einem Magier gesehen hatte, bezüchtigte er sie des Verrates. Er war taub für alle Versuche zu erklären, zu beschwichtigen, ihm ihre Perspektive dazulegen. Und er wollte scheinbar nicht verstehen, dass sie ganz sicher keine Handlanger der Magier waren, sondern ganz eigenen Wegen folgten.
Ihre zweistündigen Versuche, mit ihm eine Ebene in Worten zu finden gipfelte darin, dass sich jener in einen Drachen verwandelte. In dem Lied ging eine seltsame Veränderung vor sich - ein chaotischer, ihrem Wirken ganz fremder Strang zeigte sich darin neben der ihr wohl bekannten Verschiebung der Elementklänge. Dies bedeutete, dass sie Kraft aus einer anderen Sphäre bekommen haben mussten - denn jegliche Veränderung, und sei sie noch so pervertiert, die auf Alathair stattfand, konnte durch die neutralisierenden Kräfte der beiden Erzschwestern sowie des Erzmagiers aufgehoben werden.
Als sich die Kraft am Himmel zusammenzog, war da noch was - sie spürte, dass die Kraft, aus der er sich bediente, über ihn allein hinaus ging. Eine Art dauerhaftes Ritual? Eine Verbindung der Magier, die ihre Kräfte quasi in einem Pool einten und sich jeder daraus bediente, wenn er sie bräuchte und damit derart mächtig erschien? Es lag im Bereich des Möglichen, auch wenn sie nicht genau wusste, wie jene das bewirken konnten. Ihre Blutsverbindung zu Taralea war eine schwache Form genau solch eines Zusammenschlusses - nur viel Schwächer. Für die große Vereinigung brauchten sie stets ein Ritual. Aber vielleicht hatten jene da eine ganz eigene Strategie entwickelt. Vielleicht waren ihre Waffen der Schlüssel zu jenem Pool - oder ihre chaotische Aura, die sie umgab? Doch darüber konnte sie nur spekulieren.
Ihre Versuche, an einen Tisch zu gelangen, wurden je damit unterbrochen, dass ein Meteoritenschauer auf sie herniederging. Während sie noch versuchten, sich vor dem herabprasselnden Feuer zu schützen, verschwand der Bruder und überließ sie ihrem Schicksal.
Das war also Geschwisterliebe. Sie hatte sich mehr erwartet. Aber vielleicht- war das auch nur der Starrsinn eines sehr alten Mannes. Die Herren waren ja noch nie für Einfühlsamkeit und diplomatisches Geschick bekannt. Sie rümpfte die Nase, wenn sie daran dachte. Sie wollte mit einer Frau von ihnen reden. Bislang war ihr nur eine vom Hören -Sagen bekannt - jene, die Gwain im Druidenhain besucht hatte. Ob sie zugleich die Anführerin war, konnte sie nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber von ihr erhoffte sie sich mehr Verständnis - und einen fruchtbareren Austausch.
In der Heilerstube angekommen, stürzte sie sich in Arbeit. Sie konnte noch nicht schlafen - die Geschehnisse geisterten ihr durch den Kopf. So machte sie sich daran, in mühseeliger Kleinarbeit nach dem richtigen Mischverhältnis für einen Impfstoff gegen diese Krankheit im Hafenviertel zu suchen. Ihr Medikament hatte bei dem Vogel angeschlagen - zumindest bei dem Problem war ein Fortschritt in Sicht.
Nicht lange, als ein wohlbekannter Arkorither die Stube betrat. Eine vertraute Männerschulter zum Anlehnen - nunja, es gab da durchaus unangenehmere Gäste. Sie nutzte die Gelegenheit, ein wenig zu entspannen. Auch in dieser harten Schale schlummerte ein weicher Kern. Und es tat ganz gut, dass sich auch mal jemand um sie Sorgen machte - auch wenn sie momentan wohl eher auf ihn achtgeben konnte als andersherum. Sie tauschten Informationen aus, ehe er das Gespräch auf andere Bahnen lenkte. Immerhin - er schaffte es, sie wieder aufzuheitern und sie genoss die unbeschwerten Momente ausgiebig, würzte sie noch mit ein wenig Feuer, ehe sie dieses Mal wirklich spät erst zur Nachtruhe kam.
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Jana Layani Thyrmon
Da war es wieder, dieses Pochen in meinem Kopf. Still und leise tastete es sich hervor und dann diese leise, eisige Stimme „Die Letharen haben mich zu euch geführt!“
Durchaus, die Letharen waren wohl daran schuld, dass wir uns jetzt mit diesem nervtötendem Magier herumschlagen müssen. Wutentbrannt schleuderte ich den Feuerball gegen die Wand, der sich eben aus magischem Gefüge in meinen Händen bildete. Ja, mittlerweile beherrschte ich es perfekt, ich musste nicht mal mehr darüber nachdenken, welche Klänge ich gewaltsam an mich reißen musste, um dann diese kleine, magische Applikation zu wirken.
Er wollte einen Keil, in das bereits angehende Abkommen zwischen Letharen, Rahal auch uns treiben. Das war uns allen recht schnell klar, also sollte er dieses Spiel bekommen. Leider stellte sich schnell heraus, dass dieser Magier unsere Machenschaft durchschaute. Eigentlich nicht weiter verwunderlich.
Wir strebten das Bündnis an, davon wusste er sicherlich. Verhindern wollte er es, jedenfalls sah es fast danach aus. Die Bilder der vergangenen Tage spiegelten sich in meinem Gedächtnis wieder. Die Statthalterin Rahals war es gewesen, die ich zu uns in die Burg holte, um die besagten Gespräche zu führen. Bedingungen, Rechte und Pflichten zu erläutern, auseinander zu nehmen und zu festigen. Aber auch dieses Mal kam es wieder nicht dazu. Mit Neuigkeiten über den Magier kam sie an, weitere Berichte, die uns Arkorither eventuell weiterhelfen konnten. Und ja, es war wieder ein Sprung weiter …
Es war nicht nur einer, es waren vier. Vier die in den letzten Tagen immer wieder, irgendwo auftauchten, geheimnisvoll und mysteriös überbrachte einer davon irgendeine Botschaft, die es wohl zu entschlüsseln galt. Einer zeichnete sich mit einem Schwert aus, der andere mit einer Harfe, wiederum gab es einen mit Pfeil und Bogen und zu guter letzt noch einer. Dieser brannte sich in unser Gedächtnis wie Dreck, Dreck der an einem klebte und nicht weichen wollte und dieser Eine trug einen machtvollen Stab, gefüllt von Magie.
Lange hielt es uns nicht in der Burg. Es gab nun wichtigeres zu tun, als einem Bündnis nachzuhängen, das eigentlich schon längst überfällig war. Aber vielleicht war es genau das, was uns einen guten Grund lieferte, das Zusammenspiel zwischen Letharen, Arkorither und Rahal zu ebnen.
In einem kleinen Kellerraum, unter einem Haus in der Oberstadt Rahals, fanden wir uns ein. Die Statthalterin zusammen mit vier dunklen Gestalten, darunter war ich selbst. Dieser Keller sollte ein Zufluchtsort werden, für Letharen und Arkorither, um ungestört Pläne zu schmieden oder eben unvollendete zu vervollständigen. Kaum angekommen ertönten im hintersten Eck des Raumes abscheuliche, disharmonische Klänge im Lied, welche kurz darauf die Kellerwand brachen. Mein Blick festigte sich unwillkürlich dort. Nicht nur mein Blick, mein Gehör, meine Sinne … alles lenkte sich in jene Richtung. Ich wusste bereits was hier geschah, es dauerte nicht lange, als letztendlich die Letharen, allen voran die Erhabene selbst, in den Raum unten im Keller traten. Wenn man einen Blick wagte, konnte man einen schmalen, länglichen Gang erspähen, der direkt zu den unterirdischen Höhlen führte.
Letztendlich waren wir Arkorither es, die Erfahrung im Umgang mit Schutzzaubern, Ritualen und Verbannungen hatten. Wir waren uns alle einig, das wir Arkorither jenes Ritual vollzogen, auch wenn die wenigsten begeistert davon waren. Ich sah in so manchen Gesichtszügen wie unwohl sich der ein oder andere dabei fühlte. Innerlich legte sich ein Lächeln auf meine Gesichtszüge, da es mir zeigte, dass keiner dem anderen über den Weg traute. Gesundes Misstrauen war in jeder einzelnen Figur, die hier verweilte und vielleicht hoffte der Plan würde aufgehen, vorhanden.
Jedoch war dieses Misstrauen ohnehin fehl am Platz, ein jeder musste sich eingestehen, dass man nichts unversucht lassen konnte, um etwaigen Schutz aufzubauen. Es galt einen Ort zu schaffen, der undurchdringbar für andere Magier war, außer für jene, die die Anwesenheit –jetzt- an diesem Ort teilten.
Ein ordentliches und den Regeln entsprechendes Schutzpentagramm bedarf mehrere Tage aufwändiger Vorbereitungen und magischer Stärkung. Erst dann konnte es seine Kraft überhaupt entfalten. Diesmal musste es schneller gehen, denn diese Zeit blieb uns nicht. Daher mussten wir ein Pentagramm erschaffen, das sich anders gestaltete, in der Hoffnung es würde den Schutz bieten, den wir brauchten.
Der Meister selbst war es, der das magische Symbol mit dunkler Kreide lückenlos aufzeichnete. Mein Blick war auf ihn gerichtet, beobachtend, aufmerksam fast schon prüfend. Er durfte sich keine Fehler erlauben. Keinen einzigen. Mit seinem Atem behauchte er die Linien, welches sich daraufhin in den Klängen des Liedes verankert ...kurz darauf erfolgte die Taufe. Jeder einzelne gab sein Blut auf die Linien des Pentagramms. Es sog das Blut förmlich an und die Linien wie das Blut verschmolzen geisterhaft miteinander. Sogar das Blut der Letharen fand seinen Weg in dieses Gemenge, es war dunkler und dickflüssiger als das der Menschen, aber es verband sich ohne Problem mit dem unsrigen, fast so, als würden wir zusammengehören. Für einen flüchtigen Moment widerstrebte mir dieser Gedanke. Aber im Moment zählten andere Dinge, was ihre Konzentration benötigte. Feingemahlenes Mehl aus Dämonenknochen tat seinen Rest um die blutigen Linien auszutrocknen.
Der Schutzkreis war erhoben, ich erinnere mich noch daran, wie viel zehrende Kräfte es gekostet hat, dieses magische Konstrukt aufzubauen. Ich ließ mir nichts anmerken, ich versuchte standhaft zu bleiben, doch ging es nicht mehr als plötzlich durch das Lied eine monströse, chaotische Strömung ging und der eben noch geschaffene Schutz durchbrochen und vernichtet wurde. Es brachte mich ins Taumeln bis es mich letztendlich zu Boden drückte.
Ehe ich wusste was geschah, stand auch schon der Magier inmitten des Kellers.
Immer und immer wieder wurden wir diesen chaotischen Klängen im Lied ausgesetzt. Der Magier hat sich unsere Schwäche zu nutzen gemacht. Er wusste sicher, dass wir eine Menge Energie aufwendeten, um diesen Schutzkreis aufzubauen und deswegen traf uns sein Angriff um einiges mehr als es wohl für gewöhnlich gewesen wäre.
Eine Weile lang starrte ich den fremden Magier nur an. Seine jugendliche Züge verliehen ihm ein Maß an Attraktivität, dennoch sah man ihm deutlich die Jahre, vielleicht Jahrhunderte an, die er mutmaßlich mit sich trug, dazu eine alt wirkende Robe und sein magischer Stab, der ihn über uns herrschen ließ als wären wir Marionetten. Ein mächtiger Schutz umgab ihn, aufgebaut wie ein Schild an dem alles abprallte und zurückflog. So ein chaotisches, irreales Klangbild habe ich noch nie erlebt, es war mir nicht möglich dessen Wirkung zu erörtern oder gar zu durchdringen. Keinem von uns.
Wieder kam die Frage auf, was er denn eigentlich suchte und die Antwort hallte wie ein Echo in meinem Kopf wieder…
Wie kann man etwas suchen, wenn man es schon längst gefunden hat?
Er hatte es also gefunden. Doch wonach suchte er, was hat er gefunden? Waren es wir, wie wir uns zusammenrauften um gemeinschaftlich gegen ihn vorzugehen? Oder war es nur eine Lüge, um uns von Dingen abzulenken, die uns bereits schon gewahr wurden? Weiterhin blieben wir unschlüssig, in der Welle von chaotischen Klängen zurück, die uns immer mehr von ihm entfernte und zurückweichen lies. Zurückgedrängt in den langen, schmalen, höhlenartigen Gang, den die Letharen vor geraumer Zeit noch geschaffen haben. Und merkwürdigerweise konnte der fremde Magier uns dorthin nicht folgen. Es war selbst recht überrascht darüber, damit hatte er wohl nicht gerechnet, dass es etwas gab, was ihm den Weg versperrte, einen Ort der unzugänglich für ihn war. Ein Rätsel für ihn, das ihn zum Rückzug veranlasste, jedoch nicht ohne die Worte, dass er wiederkehren würde. Eine Drohung, der man wahrscheinlich nicht entkam. Allerdings waren im Moment wohl alle froh, diesen Magier losgeworden zu sein und keiner dachte daran diesen ‚sicheren’ Ort zu verlassen. So langsam zeigte sich deutlich, wie sehr dieses Aufeinandertreffen, den einzelnen geschwächt hatte. Ich glaubte fast, dass ich am Ende meiner Kräfte war. So schwach und hilflos hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Vielleicht war es jetzt an der Zeit, mich und meinen Körper wieder zu schützen. Eine Barriere aufzubauen, die undurchdringbar war, selbst für den Meister. Ich musste lernen meine Gedanken zu verschließen, das machte ich mir zum Ziel.
Einen Moment der Ruhe … ich dachte nicht, dass ich mich irgendwann so sehr nach Ruhe sehnte, wie in diesem Augenblick. Einfach nur, um Gedanken zu sammeln und aufzuwiegen.
Es stellte sich heraus, das über dem unterirdischen Weg der Tempel lag … War es die göttliche Kraft, die dem Magier, den Weg verschloss? War es möglich, dass göttliche Kräfte ihm entgegenwirken könnten? Diese Fragen mussten geklärt werden. Bald. Er würde wieder kommen, das hat er uns förmlich versprochen und bis dahin werden wir Erkundungen in allen Belangen einholen uns beratschlagen und miteinander neues planen.
Durchaus, die Letharen waren wohl daran schuld, dass wir uns jetzt mit diesem nervtötendem Magier herumschlagen müssen. Wutentbrannt schleuderte ich den Feuerball gegen die Wand, der sich eben aus magischem Gefüge in meinen Händen bildete. Ja, mittlerweile beherrschte ich es perfekt, ich musste nicht mal mehr darüber nachdenken, welche Klänge ich gewaltsam an mich reißen musste, um dann diese kleine, magische Applikation zu wirken.
Er wollte einen Keil, in das bereits angehende Abkommen zwischen Letharen, Rahal auch uns treiben. Das war uns allen recht schnell klar, also sollte er dieses Spiel bekommen. Leider stellte sich schnell heraus, dass dieser Magier unsere Machenschaft durchschaute. Eigentlich nicht weiter verwunderlich.
Wir strebten das Bündnis an, davon wusste er sicherlich. Verhindern wollte er es, jedenfalls sah es fast danach aus. Die Bilder der vergangenen Tage spiegelten sich in meinem Gedächtnis wieder. Die Statthalterin Rahals war es gewesen, die ich zu uns in die Burg holte, um die besagten Gespräche zu führen. Bedingungen, Rechte und Pflichten zu erläutern, auseinander zu nehmen und zu festigen. Aber auch dieses Mal kam es wieder nicht dazu. Mit Neuigkeiten über den Magier kam sie an, weitere Berichte, die uns Arkorither eventuell weiterhelfen konnten. Und ja, es war wieder ein Sprung weiter …
Es war nicht nur einer, es waren vier. Vier die in den letzten Tagen immer wieder, irgendwo auftauchten, geheimnisvoll und mysteriös überbrachte einer davon irgendeine Botschaft, die es wohl zu entschlüsseln galt. Einer zeichnete sich mit einem Schwert aus, der andere mit einer Harfe, wiederum gab es einen mit Pfeil und Bogen und zu guter letzt noch einer. Dieser brannte sich in unser Gedächtnis wie Dreck, Dreck der an einem klebte und nicht weichen wollte und dieser Eine trug einen machtvollen Stab, gefüllt von Magie.
Lange hielt es uns nicht in der Burg. Es gab nun wichtigeres zu tun, als einem Bündnis nachzuhängen, das eigentlich schon längst überfällig war. Aber vielleicht war es genau das, was uns einen guten Grund lieferte, das Zusammenspiel zwischen Letharen, Arkorither und Rahal zu ebnen.
In einem kleinen Kellerraum, unter einem Haus in der Oberstadt Rahals, fanden wir uns ein. Die Statthalterin zusammen mit vier dunklen Gestalten, darunter war ich selbst. Dieser Keller sollte ein Zufluchtsort werden, für Letharen und Arkorither, um ungestört Pläne zu schmieden oder eben unvollendete zu vervollständigen. Kaum angekommen ertönten im hintersten Eck des Raumes abscheuliche, disharmonische Klänge im Lied, welche kurz darauf die Kellerwand brachen. Mein Blick festigte sich unwillkürlich dort. Nicht nur mein Blick, mein Gehör, meine Sinne … alles lenkte sich in jene Richtung. Ich wusste bereits was hier geschah, es dauerte nicht lange, als letztendlich die Letharen, allen voran die Erhabene selbst, in den Raum unten im Keller traten. Wenn man einen Blick wagte, konnte man einen schmalen, länglichen Gang erspähen, der direkt zu den unterirdischen Höhlen führte.
Letztendlich waren wir Arkorither es, die Erfahrung im Umgang mit Schutzzaubern, Ritualen und Verbannungen hatten. Wir waren uns alle einig, das wir Arkorither jenes Ritual vollzogen, auch wenn die wenigsten begeistert davon waren. Ich sah in so manchen Gesichtszügen wie unwohl sich der ein oder andere dabei fühlte. Innerlich legte sich ein Lächeln auf meine Gesichtszüge, da es mir zeigte, dass keiner dem anderen über den Weg traute. Gesundes Misstrauen war in jeder einzelnen Figur, die hier verweilte und vielleicht hoffte der Plan würde aufgehen, vorhanden.
Jedoch war dieses Misstrauen ohnehin fehl am Platz, ein jeder musste sich eingestehen, dass man nichts unversucht lassen konnte, um etwaigen Schutz aufzubauen. Es galt einen Ort zu schaffen, der undurchdringbar für andere Magier war, außer für jene, die die Anwesenheit –jetzt- an diesem Ort teilten.
Ein ordentliches und den Regeln entsprechendes Schutzpentagramm bedarf mehrere Tage aufwändiger Vorbereitungen und magischer Stärkung. Erst dann konnte es seine Kraft überhaupt entfalten. Diesmal musste es schneller gehen, denn diese Zeit blieb uns nicht. Daher mussten wir ein Pentagramm erschaffen, das sich anders gestaltete, in der Hoffnung es würde den Schutz bieten, den wir brauchten.
Der Meister selbst war es, der das magische Symbol mit dunkler Kreide lückenlos aufzeichnete. Mein Blick war auf ihn gerichtet, beobachtend, aufmerksam fast schon prüfend. Er durfte sich keine Fehler erlauben. Keinen einzigen. Mit seinem Atem behauchte er die Linien, welches sich daraufhin in den Klängen des Liedes verankert ...kurz darauf erfolgte die Taufe. Jeder einzelne gab sein Blut auf die Linien des Pentagramms. Es sog das Blut förmlich an und die Linien wie das Blut verschmolzen geisterhaft miteinander. Sogar das Blut der Letharen fand seinen Weg in dieses Gemenge, es war dunkler und dickflüssiger als das der Menschen, aber es verband sich ohne Problem mit dem unsrigen, fast so, als würden wir zusammengehören. Für einen flüchtigen Moment widerstrebte mir dieser Gedanke. Aber im Moment zählten andere Dinge, was ihre Konzentration benötigte. Feingemahlenes Mehl aus Dämonenknochen tat seinen Rest um die blutigen Linien auszutrocknen.
Der Schutzkreis war erhoben, ich erinnere mich noch daran, wie viel zehrende Kräfte es gekostet hat, dieses magische Konstrukt aufzubauen. Ich ließ mir nichts anmerken, ich versuchte standhaft zu bleiben, doch ging es nicht mehr als plötzlich durch das Lied eine monströse, chaotische Strömung ging und der eben noch geschaffene Schutz durchbrochen und vernichtet wurde. Es brachte mich ins Taumeln bis es mich letztendlich zu Boden drückte.
Ehe ich wusste was geschah, stand auch schon der Magier inmitten des Kellers.
Immer und immer wieder wurden wir diesen chaotischen Klängen im Lied ausgesetzt. Der Magier hat sich unsere Schwäche zu nutzen gemacht. Er wusste sicher, dass wir eine Menge Energie aufwendeten, um diesen Schutzkreis aufzubauen und deswegen traf uns sein Angriff um einiges mehr als es wohl für gewöhnlich gewesen wäre.
Eine Weile lang starrte ich den fremden Magier nur an. Seine jugendliche Züge verliehen ihm ein Maß an Attraktivität, dennoch sah man ihm deutlich die Jahre, vielleicht Jahrhunderte an, die er mutmaßlich mit sich trug, dazu eine alt wirkende Robe und sein magischer Stab, der ihn über uns herrschen ließ als wären wir Marionetten. Ein mächtiger Schutz umgab ihn, aufgebaut wie ein Schild an dem alles abprallte und zurückflog. So ein chaotisches, irreales Klangbild habe ich noch nie erlebt, es war mir nicht möglich dessen Wirkung zu erörtern oder gar zu durchdringen. Keinem von uns.
Wieder kam die Frage auf, was er denn eigentlich suchte und die Antwort hallte wie ein Echo in meinem Kopf wieder…
Wie kann man etwas suchen, wenn man es schon längst gefunden hat?
Er hatte es also gefunden. Doch wonach suchte er, was hat er gefunden? Waren es wir, wie wir uns zusammenrauften um gemeinschaftlich gegen ihn vorzugehen? Oder war es nur eine Lüge, um uns von Dingen abzulenken, die uns bereits schon gewahr wurden? Weiterhin blieben wir unschlüssig, in der Welle von chaotischen Klängen zurück, die uns immer mehr von ihm entfernte und zurückweichen lies. Zurückgedrängt in den langen, schmalen, höhlenartigen Gang, den die Letharen vor geraumer Zeit noch geschaffen haben. Und merkwürdigerweise konnte der fremde Magier uns dorthin nicht folgen. Es war selbst recht überrascht darüber, damit hatte er wohl nicht gerechnet, dass es etwas gab, was ihm den Weg versperrte, einen Ort der unzugänglich für ihn war. Ein Rätsel für ihn, das ihn zum Rückzug veranlasste, jedoch nicht ohne die Worte, dass er wiederkehren würde. Eine Drohung, der man wahrscheinlich nicht entkam. Allerdings waren im Moment wohl alle froh, diesen Magier losgeworden zu sein und keiner dachte daran diesen ‚sicheren’ Ort zu verlassen. So langsam zeigte sich deutlich, wie sehr dieses Aufeinandertreffen, den einzelnen geschwächt hatte. Ich glaubte fast, dass ich am Ende meiner Kräfte war. So schwach und hilflos hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Vielleicht war es jetzt an der Zeit, mich und meinen Körper wieder zu schützen. Eine Barriere aufzubauen, die undurchdringbar war, selbst für den Meister. Ich musste lernen meine Gedanken zu verschließen, das machte ich mir zum Ziel.
Einen Moment der Ruhe … ich dachte nicht, dass ich mich irgendwann so sehr nach Ruhe sehnte, wie in diesem Augenblick. Einfach nur, um Gedanken zu sammeln und aufzuwiegen.
Es stellte sich heraus, das über dem unterirdischen Weg der Tempel lag … War es die göttliche Kraft, die dem Magier, den Weg verschloss? War es möglich, dass göttliche Kräfte ihm entgegenwirken könnten? Diese Fragen mussten geklärt werden. Bald. Er würde wieder kommen, das hat er uns förmlich versprochen und bis dahin werden wir Erkundungen in allen Belangen einholen uns beratschlagen und miteinander neues planen.
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Lys´Xaera
...und so maifestiert sich Vaters Kraft glühend-grün in kaltem Stein...
Oh nein. Es war keine Niederlage. Niemals! Oder wollte man sich dies nur nicht eingestehen?
Wie dem auch sei, neue Erkenntnisse wurden gewonnen, denn der Gang, der seit sich langem unvollendet unter Rahal erstreckte, wurde durchbrochen.
Ein Ritual, das so vollkommen, so machtvoll war, bot doch nciht genügend Schutz gegen... IHN!
Aber Vaters Macht, SEINE Stimme, SEINE Kraft... eine Grenze für diesen Bastard, wie er sie wohl noch nie zuvor erlebte. Nur zu deutlich war ihm seine Verwunderung anzusehen, als er dem Trupp der Arkorither und Letharen nachblickte. Ungläubig die Augen weit aufgerissen.
Und nun galt es, mit diesem Wissen etwas zu erreichen, es zu verwenden, umzusetzen.
Der Templer Nilas jedoch hielt nicht das, was man sich von ihm versprach. Er hatte keine Idee, keine Vermutung, keinen Ansatzpunkt. Nichts.
Oder etwa doch? Gab es da etwas, eine geringe Chance?
Er zog aus dem weit geöffneten Schlund der Pantherstatue den Ritualdolch hervor. Von blutigroten Schlieren überzogen glänzte seine scharfe Klinge im düsteren Licht des Tempels.
Ein Geschrei, ein Kreischen.. oh, so lieblich in den Ohren der Lethry.. all die Opfer der Schneide, deren Blut sie über Dekaden hinweg genährt hatte, verschafften sich wieder einmal Gehör.
Und düsteres Grollen erschütterte die Harmonie, ließ das Lied vor Entsetzen erbeben, als das Blut des Templers sich hinzu gesellte.
Die Farben des Hasses, des Schmerzes, der Macht, ein Tanz aus Farben, Nebel und Klang, in Rot, Grün und Schwarz...
Unvorstellbar mächtig gar, als das zähe Blut der Lethry sich mit all diesem Uralten paarte.
Ein Stöhnen unter Schmerzen, ein Aufbäumen der Macht, oh lieblich, labend, in tiefe Taumel stürzend. Abwärts immer schneller, unaufhaltsam strömend... tosende Schreie, hallende Donner, Vergewaltigung allen Einklanges, Liebkosung der Widernatur - oh Vater, VATER...
...und so maifestiert sich Vaters Kraft glühend-grün in kaltem Stein...
Geschaffen war, was niemals zuvor vollbracht.
Die Statue, nicht länger leblos kalter Stein, beseelt von Vaters Macht, genährt von des Templers Kraft, gestärkt von der Lethry Hass -
Der Panther, so grün glühend waren seine Augen mit einem Male, nicht mehr länger toter Kristall.
Ein Bindeglied war geschaffen, zwischen Vaters Stimme, der Lethry und dem Templer. Es würde sie weiterbringen auf ihrem Kampf gegen den Bastard, den Unheilbringer.
Jedoch... würde diese Kraft genügen?
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Nilas von Weidenheim
Die Lethry lies sich sehr bitten, bis sie alle Informationen über dieses wohl sehr mächtige Wesen Preis gab. Aber warum kamen sie ausgerechnet zu ihm?
Eine Lösung, wie konnte er sich diese schnell aus dem Robenärmel schütteln, oder erwartete die Lethry gar etwas anderes.
Er führte sie wieder hinauf in das Tempelschiff, vor die große schwarze Panterstatur. Bedächtig glitt seine Hand in das Maul des Tieres, den Ritualdolch Laraanjis daraus lösend. Die schwarze Klinge mit dem roten schimmern von dem Blut der tausend Opfer eröffnete ihren Gesang, als sie aus ihrer Scheide gezogen wurde.
Die kalte Klinge durchdrang seine Haut, Wut kochte in ihm auf, und Hass durchschoss wie reinstes Gift seine Adern. Die Venen Pulsierten, und aus seinen Augen trat ein schummriges Leuchten. Sein Blut tropfte in den Rachen der Panterstatur, und das Gebet rannte nur so von seinen Lippen. Begleitet von den Nebelschwaden in dem schwarz des Hasses, dem Rot der Macht und dem Giftigen Grün des Schmerzes zog es in die Statur ein.
Wie ein Blitz durchzuckte es seinen Körper als sich ein teil vom ihm Löste und die Panterstatur auf ihn zu Sprang. Die Bilder schoßen in seinem Kopf durcheinander, einmal sah er sich selbst dann wieder den Panter.
Schmerz, Hass, Wut und Zorn kochten in ihm über, brachten seinen Körper fast zur Explosion.
Fast von alleine glitt der Dolch in die Hände der Lethry.
„Verbinde dich mit ihm“…
Er Schmeckte förmlich das bitter-süße Blut der Lethry als der Panter es von ihrer Hand schleckte. Und genoss in seiner Trance, die erneute Welle welche durch seine Adern zuckte.
Es war vollbracht, eine Statur mit der Kraft des Herrn zum Leben erweckt, stellte nun die Verbindung zwischen den beiden da.
Sein Körper Schmerzte, war ausgelaucht und Kraftlos. Durch seinen Kopf schossen immer noch die Wahrnehmung des Panters gepaart und durcheinander zu seinen eigenen.
Er zog sich zurück, ruhte sich aus. Es würde sich zeigen ob es ein Schritt in die richtige Richtung gewesen ist, da war er sich sicher.
Eine Lösung, wie konnte er sich diese schnell aus dem Robenärmel schütteln, oder erwartete die Lethry gar etwas anderes.
Er führte sie wieder hinauf in das Tempelschiff, vor die große schwarze Panterstatur. Bedächtig glitt seine Hand in das Maul des Tieres, den Ritualdolch Laraanjis daraus lösend. Die schwarze Klinge mit dem roten schimmern von dem Blut der tausend Opfer eröffnete ihren Gesang, als sie aus ihrer Scheide gezogen wurde.
Die kalte Klinge durchdrang seine Haut, Wut kochte in ihm auf, und Hass durchschoss wie reinstes Gift seine Adern. Die Venen Pulsierten, und aus seinen Augen trat ein schummriges Leuchten. Sein Blut tropfte in den Rachen der Panterstatur, und das Gebet rannte nur so von seinen Lippen. Begleitet von den Nebelschwaden in dem schwarz des Hasses, dem Rot der Macht und dem Giftigen Grün des Schmerzes zog es in die Statur ein.
Wie ein Blitz durchzuckte es seinen Körper als sich ein teil vom ihm Löste und die Panterstatur auf ihn zu Sprang. Die Bilder schoßen in seinem Kopf durcheinander, einmal sah er sich selbst dann wieder den Panter.
Schmerz, Hass, Wut und Zorn kochten in ihm über, brachten seinen Körper fast zur Explosion.
Fast von alleine glitt der Dolch in die Hände der Lethry.
„Verbinde dich mit ihm“…
Er Schmeckte förmlich das bitter-süße Blut der Lethry als der Panter es von ihrer Hand schleckte. Und genoss in seiner Trance, die erneute Welle welche durch seine Adern zuckte.
Es war vollbracht, eine Statur mit der Kraft des Herrn zum Leben erweckt, stellte nun die Verbindung zwischen den beiden da.
Sein Körper Schmerzte, war ausgelaucht und Kraftlos. Durch seinen Kopf schossen immer noch die Wahrnehmung des Panters gepaart und durcheinander zu seinen eigenen.
Er zog sich zurück, ruhte sich aus. Es würde sich zeigen ob es ein Schritt in die richtige Richtung gewesen ist, da war er sich sicher.
-
Pavel Istor
Lächelnd saß der Arkorithermeister in einem bequemen, fast thronartigen Stuhl, die Ellbogen auf die Armlehnen gestützt und die Finger seiner Hände ein wenig ineinander verschränkt. Obwohl es hellichter Tag war und die Sonne draußen das Land und die Menschen erwärmte, drang kein Licht in die hohe Kammer dort oben in der dunklen Burg. Stattdessen blickte der Meister in ein wild loderndes Feuer, das in einem Kohlebecken vor sich hin prasselte. Das unstete Licht warf tiefe Schatten auf die Züge des Arkorithers und gaben seinem Lächeln fast gespenstische Züge. Doch er starrte nur stumm in das Feuer - und hing seinen Gedanken nach.
Ein Treffen wollte diese kleine Statthalterin also arrangieren. Ein Treffen mit allen Magiern, Gottesdienern und wer sich sonst noch selbst die Fertigkeit zusprach, das Lied zu begreifen. Was für ein nutzloses, unbrauchbares Unterfangen! Genau richtig für ein Pack, das nicht einmal wagte, seine volle Macht auch einzusetzen. Sie hatten alles, was sie brauchten - Macht und einen Ansatz, dem Feind entgegen zu treten. Doch statt sich den Forschungen und Experimenten zu widmen, die nun vonnöten waren, rannte sie zu ihren eigenen Feinden und klärte sie über die vermeintliche Schwäche auf. Ein riskanter Schachzug, ein unnötiger Zug.
Der Meister lehnte sich ein wenig vor und nahm ein Schreiben von seinem Tisch, in dem Eliza die Modalitäten des Treffens an seine Elegida geschrieben hatte. Eine unnötige Geste, längst kannte er den Wortlaut des Schreibens auswendig. Nur ein Einzelner jeder Gemeinschaft sollte kommen. Verhüllt in nicht mehr als eine weiße Robe, vermummt durch eine wildlederne Maske und dazu verdammt, sich einer eluivegläubigen Gottesdienerin zu offenbaren. Ein Treffen unter dem Vorsitz jener selbsternannten Heiligen, die ohne die Kraft ihrer göttlichen Beschützer nicht einmal Ahnung von den Strukturen des Liedes gehabt hätten. Jede einzelne der Bedingungen war ein Affront, unerfüllbar.
Das Schreiben wurde zerknüllt und fand seinen Weg in einem hohen Bogen mitten in die Feuerschale, wo es knisternd und aufbäumend zu einem schwarzen Klumpen verbrannte. Seine Elegida hatte geantwortet, es gab nicht mehr hinzuzufügen. Das Lächeln auf seinen Lippen wurde noch eine Spur breiter. Und vielleicht hatten sie sogar Glück und die vier Wesenheiten würden das Treffen nicht dulden. Einer jeder Gruppierung, ausgelöscht durch eine unübertroffene Macht. Wäre dies nicht - ein erquickendes Schauspiel?
Ein Treffen wollte diese kleine Statthalterin also arrangieren. Ein Treffen mit allen Magiern, Gottesdienern und wer sich sonst noch selbst die Fertigkeit zusprach, das Lied zu begreifen. Was für ein nutzloses, unbrauchbares Unterfangen! Genau richtig für ein Pack, das nicht einmal wagte, seine volle Macht auch einzusetzen. Sie hatten alles, was sie brauchten - Macht und einen Ansatz, dem Feind entgegen zu treten. Doch statt sich den Forschungen und Experimenten zu widmen, die nun vonnöten waren, rannte sie zu ihren eigenen Feinden und klärte sie über die vermeintliche Schwäche auf. Ein riskanter Schachzug, ein unnötiger Zug.
Der Meister lehnte sich ein wenig vor und nahm ein Schreiben von seinem Tisch, in dem Eliza die Modalitäten des Treffens an seine Elegida geschrieben hatte. Eine unnötige Geste, längst kannte er den Wortlaut des Schreibens auswendig. Nur ein Einzelner jeder Gemeinschaft sollte kommen. Verhüllt in nicht mehr als eine weiße Robe, vermummt durch eine wildlederne Maske und dazu verdammt, sich einer eluivegläubigen Gottesdienerin zu offenbaren. Ein Treffen unter dem Vorsitz jener selbsternannten Heiligen, die ohne die Kraft ihrer göttlichen Beschützer nicht einmal Ahnung von den Strukturen des Liedes gehabt hätten. Jede einzelne der Bedingungen war ein Affront, unerfüllbar.
Das Schreiben wurde zerknüllt und fand seinen Weg in einem hohen Bogen mitten in die Feuerschale, wo es knisternd und aufbäumend zu einem schwarzen Klumpen verbrannte. Seine Elegida hatte geantwortet, es gab nicht mehr hinzuzufügen. Das Lächeln auf seinen Lippen wurde noch eine Spur breiter. Und vielleicht hatten sie sogar Glück und die vier Wesenheiten würden das Treffen nicht dulden. Einer jeder Gruppierung, ausgelöscht durch eine unübertroffene Macht. Wäre dies nicht - ein erquickendes Schauspiel?
- Shai'naira
- Beiträge: 148
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Da war es wieder, dieses seltsame Gefühl, das Chaos. Blitze zuckten vom Himmel, Donner grollte...
Vorsichtig und wachsam war sie aus Rahal heraus getreten, in dem Versuch, er ergründen, was die Ursache für jene Dinge war. Stimmen waren an ihr Ohr gedrungen, doch schien es, als wären die Wachen nicht in der Lage, jene zu hören. Menschen... nicht einmal dafür waren sie zu gebrauchen. Und dennoch. Irgendetwas war anders. Als sie noch überlegte, was sie tun konnte, differenzierte sich eine eine der Stimmen ganz deutlich:
"Ihr werdet das zweite Opfer sein!"
Erneut schaut sie sich um, doch konnte sie nichts entdecken, bis ein Blitz direkt vor ihr einschlug und sich danach eine Gestalt manifestierte. Es schien ein Ritter zu sein, er trug eine alte Rüstung, Schild und Schwert. Doch war es kein normales.. nein... die Aura, welche jenes umgab und sich auf den Ritter auszuweiten schien, war eben jene, welche sie zuvor wahrgenommen hatte.
Ein Gespräch folgte, oder etwas ähnliches, denn wirklich kommunikativ war er nicht. Innerlich hatte sie gekocht. Wenn schon der Fehler passierte, daß ein Mensch Macht bekam, dann doch bitte einer, welcher auch mehr Informationen heraus rückte. Doch war jener informativer als der Magier zuvor. Nach und nach schlossen sich kleine Lücken in ihrem mühsam zusammen gelegtem Puzzel, was jedoch nichts an den großen Lücken änderte, welche noch dort klafften. Aber immerhin, sie war schlauer als zuvor. Doch schien ihm dies nicht zu gefallen, so wob sich diese seltsame Aura um sie, schien sich auszuweiten, sie einzuschließen. Unwillkürlich rief sie des Vaters Macht zu Hilfe, was diesem Ritter jedoch nicht zu gefallen schien.
Er stach mit seinem Schwerte zu und es fuhr ihr durch den Körper. Doch... es kam anders, als sie erwartet hatte. Anstatt mit einer großen Wunde in der Bauchgegend blutend zusammen zu sacken, stand sie reglos da. Sie war wie gelähmt, konnte sich nicht mhr bewegen, keinen klaren Gedanken fassen. Sie hatte das gefühl, als würde manches aus jener Aura des Schwertes auf die über ging, in sie hinein, etwas, was zu ihr gehörte, ein Teil von ihr war, einschließen.
Und noch schlimmer. Einer dunklen Kugel gleich schwebte etwas aus ihr heraus. Sie konnte sich erst bewegen, als er das Schwert lachend aus ihrem Körper zog.
"Dies ist erst der Anfang."
Was auch immer dies bedeuten mochte. Wütend blikte sie dieses Wesen an, machte sich daran des Vaters Macht zu beschören um jenes Subjekt in der Mitte zu zerteilen und die Hälften auf kleiner Flamme zu rösten... aber... nichts geschah. Da war nichts. Das Gefühl der Leere.
Entsetzt hatte sie ihn angeblickt und nichts als ein Lachen geerntet. Intuitiv ging ihre Hand zu ihrem Gürtel, zog den Dolch, doch als sie zustieß, war er weg. Hinfort. In Luft aufgelöst... wie ihre Fähigkeit die Disharmonie des Vaters zu ergreifen und zu nutzen.
Kurzzeitig stieg eine Art Panik in ihr auf, welche dann jedoch von der ihr stetig eingeprügelten Rationalität verdrängt wurde. Sie musste funktionieren. Sie musste handeln. Sie musste Vorkehrungen treffen. Was auch immer dieses... Ding... mit ihr getan hatte, sie war noch immer eine Lethry, Dienerin des Vaters. Und so hatte sie zu handeln.
Das würde dieses Sujekt büßen. Zu viel hatte es verraten. Die Rache würde ihre sein...
Vorsichtig und wachsam war sie aus Rahal heraus getreten, in dem Versuch, er ergründen, was die Ursache für jene Dinge war. Stimmen waren an ihr Ohr gedrungen, doch schien es, als wären die Wachen nicht in der Lage, jene zu hören. Menschen... nicht einmal dafür waren sie zu gebrauchen. Und dennoch. Irgendetwas war anders. Als sie noch überlegte, was sie tun konnte, differenzierte sich eine eine der Stimmen ganz deutlich:
"Ihr werdet das zweite Opfer sein!"
Erneut schaut sie sich um, doch konnte sie nichts entdecken, bis ein Blitz direkt vor ihr einschlug und sich danach eine Gestalt manifestierte. Es schien ein Ritter zu sein, er trug eine alte Rüstung, Schild und Schwert. Doch war es kein normales.. nein... die Aura, welche jenes umgab und sich auf den Ritter auszuweiten schien, war eben jene, welche sie zuvor wahrgenommen hatte.
Ein Gespräch folgte, oder etwas ähnliches, denn wirklich kommunikativ war er nicht. Innerlich hatte sie gekocht. Wenn schon der Fehler passierte, daß ein Mensch Macht bekam, dann doch bitte einer, welcher auch mehr Informationen heraus rückte. Doch war jener informativer als der Magier zuvor. Nach und nach schlossen sich kleine Lücken in ihrem mühsam zusammen gelegtem Puzzel, was jedoch nichts an den großen Lücken änderte, welche noch dort klafften. Aber immerhin, sie war schlauer als zuvor. Doch schien ihm dies nicht zu gefallen, so wob sich diese seltsame Aura um sie, schien sich auszuweiten, sie einzuschließen. Unwillkürlich rief sie des Vaters Macht zu Hilfe, was diesem Ritter jedoch nicht zu gefallen schien.
Er stach mit seinem Schwerte zu und es fuhr ihr durch den Körper. Doch... es kam anders, als sie erwartet hatte. Anstatt mit einer großen Wunde in der Bauchgegend blutend zusammen zu sacken, stand sie reglos da. Sie war wie gelähmt, konnte sich nicht mhr bewegen, keinen klaren Gedanken fassen. Sie hatte das gefühl, als würde manches aus jener Aura des Schwertes auf die über ging, in sie hinein, etwas, was zu ihr gehörte, ein Teil von ihr war, einschließen.
Und noch schlimmer. Einer dunklen Kugel gleich schwebte etwas aus ihr heraus. Sie konnte sich erst bewegen, als er das Schwert lachend aus ihrem Körper zog.
"Dies ist erst der Anfang."
Was auch immer dies bedeuten mochte. Wütend blikte sie dieses Wesen an, machte sich daran des Vaters Macht zu beschören um jenes Subjekt in der Mitte zu zerteilen und die Hälften auf kleiner Flamme zu rösten... aber... nichts geschah. Da war nichts. Das Gefühl der Leere.
Entsetzt hatte sie ihn angeblickt und nichts als ein Lachen geerntet. Intuitiv ging ihre Hand zu ihrem Gürtel, zog den Dolch, doch als sie zustieß, war er weg. Hinfort. In Luft aufgelöst... wie ihre Fähigkeit die Disharmonie des Vaters zu ergreifen und zu nutzen.
Kurzzeitig stieg eine Art Panik in ihr auf, welche dann jedoch von der ihr stetig eingeprügelten Rationalität verdrängt wurde. Sie musste funktionieren. Sie musste handeln. Sie musste Vorkehrungen treffen. Was auch immer dieses... Ding... mit ihr getan hatte, sie war noch immer eine Lethry, Dienerin des Vaters. Und so hatte sie zu handeln.
Das würde dieses Sujekt büßen. Zu viel hatte es verraten. Die Rache würde ihre sein...
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Sarya Lenia Vhelvet
Es schien sich in ihrem Kopf immer wieder zu wiederholen. Sie versuchte zu überlegen was sie hätte machen können um dies zu verhindern was nun geschehen war.
Sie war wie jeder andere Mensch, ohne Gabe.
Ein paar Stunden eher:
Mit ruhigen Schritten betrat das Skelett die Steinernen Katakomben der Arkorither um sich an diesen dunklen Ort, bevölkert von so manchem grausigen Wesen ein wenig abzulenken und die eigenen arkanen Künste etwas zu üben.
Durch einen Letharen aufgehalten musste sie sich in ihrer wahren Gestalt zeigen, damit sie sich nicht als Knochenhaufen auf dem Boden wiederfand.
Ein paar Floskeln wurden hin und hergeworfen, bis man sich entschied wieder die eigenen Wege zu gehen.
Die plötzliche chaotische Veränderung im Lied war spührbar und das Kratzen an den Wänden ließ so manchen einen kalten Schauer über den Rücken aufen.
Tief in ihrem Innern kannte sie die Strukturen, diese ähnlichen Strukturen, das chaotische Eingreifen im Lied und die Blitzeinschläge spührte sie noch jetzt manchmal auf ihrem Körper.
Dann stand die Todesfee mit ihrer Harfe vor ihr und als sie selbst den eigenen Magiespiegel ohne Mühe überging und ihre Gelenke erstarren ließ, wusste Sarya das es zu spät war.
Der Klang der von der Harfe ausging war unheilverkündend und als die Harfe ihre Finger berührte schien es als würde sie einen kleinen Ausblick auf das Reich der Toten gewinnen.
Die chaotische Macht die von ihr Ausging, das ganze Gebilde schien sich um etwas in ihrem Innern zu sammeln.
Schließlich fand alles ein Ende als eine kleine silbrige Kugel aus ihrem Leib gezogen wurd.
Sie war weg und der chaotische Klang im Lied ebenfalls. Sie war weiterhin in den Katakomben und der Lethar stand hinter ihr und hatte keinerlei Schimmer was passierte.
Doch schon der kleinste Versuch in das Lied einzugreifen, es selbst zu ertasten scheiterte klagvoll und erst da wurde ihr bewusst wie schwer diese Begegnung sie traf.
Sie war wie jeder andere Mensch, ohne Gabe.
Jegliches Erfühlen des Lieds wurde ihr genommen und erst recht das Manipulieren der Elemente.
Was sollte sie tun, was würden die Obersten des Ordens sagen?
War sie die Einzige?
Sie war wie jeder andere Mensch, ohne Gabe.
Ein paar Stunden eher:
Mit ruhigen Schritten betrat das Skelett die Steinernen Katakomben der Arkorither um sich an diesen dunklen Ort, bevölkert von so manchem grausigen Wesen ein wenig abzulenken und die eigenen arkanen Künste etwas zu üben.
Durch einen Letharen aufgehalten musste sie sich in ihrer wahren Gestalt zeigen, damit sie sich nicht als Knochenhaufen auf dem Boden wiederfand.
Ein paar Floskeln wurden hin und hergeworfen, bis man sich entschied wieder die eigenen Wege zu gehen.
Die plötzliche chaotische Veränderung im Lied war spührbar und das Kratzen an den Wänden ließ so manchen einen kalten Schauer über den Rücken aufen.
Tief in ihrem Innern kannte sie die Strukturen, diese ähnlichen Strukturen, das chaotische Eingreifen im Lied und die Blitzeinschläge spührte sie noch jetzt manchmal auf ihrem Körper.
Dann stand die Todesfee mit ihrer Harfe vor ihr und als sie selbst den eigenen Magiespiegel ohne Mühe überging und ihre Gelenke erstarren ließ, wusste Sarya das es zu spät war.
Der Klang der von der Harfe ausging war unheilverkündend und als die Harfe ihre Finger berührte schien es als würde sie einen kleinen Ausblick auf das Reich der Toten gewinnen.
Die chaotische Macht die von ihr Ausging, das ganze Gebilde schien sich um etwas in ihrem Innern zu sammeln.
Schließlich fand alles ein Ende als eine kleine silbrige Kugel aus ihrem Leib gezogen wurd.
Sie war weg und der chaotische Klang im Lied ebenfalls. Sie war weiterhin in den Katakomben und der Lethar stand hinter ihr und hatte keinerlei Schimmer was passierte.
Doch schon der kleinste Versuch in das Lied einzugreifen, es selbst zu ertasten scheiterte klagvoll und erst da wurde ihr bewusst wie schwer diese Begegnung sie traf.
Sie war wie jeder andere Mensch, ohne Gabe.
Jegliches Erfühlen des Lieds wurde ihr genommen und erst recht das Manipulieren der Elemente.
Was sollte sie tun, was würden die Obersten des Ordens sagen?
War sie die Einzige?
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Nuria Mondin
- Beiträge: 0
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Ihre Gedanken überschlugen sich geradezu, als sie über das nachdachte, was sie da mit Temoras Hilfe am gestrigen Abend in der Kugel gesehen hatten. Das Hellsichtritual war geglückt- doch wie viel mehr wussten sie nun, was konnten sie mit ihren Fortschritten anfangen?
Temora hatte ihnen ein Blick auf ein Treffen gewährt. Sechs Mitglieder jener Tradition waren es, ein Schütze, ein Magier, ein angurischer Streiter, ein letharischer Krieger, ein Ritter und eine Harfnerin. Sie hatten sich an einem ihr unbekannten Ort voller Kraft versammelt, in ihrer Mitte ein chaotisches Wabern von dieser seltsamen Magie, die sie alle umgab. Jung waren sie alle, nicht so alt, wie sie einstmals wirkten.
Sie hatten etwas von gemeinsamen Wegen gesprochen, von genauem Beobachten ihrer Traditionen. Sie schienen die Schwesternschaft und die Druiden zu meinen. Doch - wo waren sie, die Gemeinsamkeiten? Sicher, es gab Berührungspunkte. Aber ihr war nicht bekannt, dass ihre Tradition jemals über einen längeren Zeitraum hinweg die Dinge gemeinsam mit anderen Kundigen angepackt hätte.
Mit ihrer Vermutung, jene hätten ein zu extremistisches Bild vom Gleichgewicht, hatte sie richtig gelegen. Ganz offensichtlich war es tatsächlich ihr Ziel, allen Magiern ihre Macht zu nehmen - wenn auch mit einer Illusion. Keine wahre Beraubung. Das bedeutete aber auch, dass sie massiv die Macht ihrer selbst erhöhten - ein Punkt, der ihr ganz und gar nicht schmeckte. Eine Fraktion ohne ernsthafte Gegenwehr, ganz egal welche und mit welcher Absicht- das war nie gut.
Tatsächlich schienen sie Eluive auf ihre Weise zu folgen. Sie wunderte, dass jene ihnen die Macht nicht entzogen hatte bei den Irrwegen, die sie da gingen.
Mit ihren Waffen speisten sie diesen Machtquell, der sie schließlich alle umhüllte. Ihr war vollkommen schleierhaft, wie das genau funktionieren konnte. Eine Verbindung, nicht nur für kurz, für ein Ritual, sondern auf Dauer? Das war doch eigentlich nicht möglich. Sie hatte es sich versucht mit Artefaktmagie zu erklären - doch bei ihrer letzten Begegnung hatte die Frau nicht einmal ihre Harfe mit sich geführt und die Aura hatte sie trotzdem umgeben. Das konnte es also nicht sein. Überhaupt war ihr noch vollkommen unklar, was genau das für eine Macht war und woher sie stammte.
Sie überlegte, was diese Erkenntnisse für die Zukunft bedeuteten. Eine Illusion konnte man bannen. Es musste also möglich sein, jene wieder von den Opfern herunterzunehmen. Aber - selbst wenn sie mit Phanodains Hilfe ein entsprechendes Ritual durchführten, so es ihre natürlichen Kräfte überstieg - das war nur ein Herumdoktorn an den Symptomen. Sie wären nur damit beschäftigt, wieder geradezubiegen, was gerade verschoben worden war - und es war nur eine Frage der Zeit, bis sie damit den geballten Zorn der Tradition auf sich zogen.
Sie schüttelte mit dem Kopf. Nein, das brachte sie nicht weiter. Aber wie könnte man dann gegen jene vorgehen? Da kam ihr ein Gedanke und sie begann schallend zu lachen. Dass sie da nicht früher drauf gekommen war! Sie würden die Wesen mit ihren eigenen Waffen schlagen. Nicht nur sie konnten mächtige Illusionen schaffen. Ganz im Gegenteil - Phanodain- Rituale waren doch eine ihrer Spezialitäten. Und mit einem Schuss Alatar darin - wunderbar. Sie rieb sich die Hände. Wenn sie glaubten, Eluive wäre zornig und würde ihnen ihre Macht nehmen - und sie die Erkenntnis im richtigen Moment traf - waren sie leichte Opfer. Und sie müssten sich nichtmal die Hände schmutzig machen, das würden die Magier schon übernehmen wenn sie ihren Feind als entwaffnet sahen.
Jene Illusion zu weben - es würde nicht ganz einfach werden. Und es würde alle Schwestern brauchen, damit ihre Macht groß genug war, um diesen Effekt herbeizuführen.
Aber - waren sie wirklich aus Fleisch und Blut? Schließlich lösten sie sich regelmäßig auf, und als sie die Frau hatte umarmen wollen, hatte sie ins Leere gefasst - konnte man sie auf herkömmlichem Wege verletzten? Sie schlug sich an die Stirn. Natürlich, sie vermieden geweihte Orte. Es gab nur eine logische Erklärung - sie waren untot. Geister vermutlich. Und ihre tiefe Trauer, die sie in der Erinnerung der Frau gespürt hatte - vermutlich der Tod von ihr und ihren Liebsten gewesen. Vermutlich sogar durch Magierhand, dass sie dies nun rächten. Und jenem konnte man bekanntlich mit geweihten Waffen oder schlicht Weihwasser beikommen. Die Lösung war eigentlich so einfach. Sie würde einige Gespräche führen und Briefe versenden müssen.
Sie lief aufgeregt auf den Dielen des Wohnhauses hin und her. Es gab an der ganze Sache nur einen Haken - die Leitung zu den Empfängern. Selbst wenn sie ihre Gräber fand - ihre Überreste wären schon lange verrottet. Es bräuchte eine neuartige Übermittlung. Krathor. Schoss es ihr durch den Kopf. Aber das würde kompliziert werden - sehr kompliziert. Sie würde sich etwas einfallen lassen müssen. In Gedanken taperte sie noch eine ganze Weile aufgeregt hin und her, ehe sie sich wieder an ihren Brauauftrag setzte und versuchte langsam zur Ruhe zu kommen.
Temora hatte ihnen ein Blick auf ein Treffen gewährt. Sechs Mitglieder jener Tradition waren es, ein Schütze, ein Magier, ein angurischer Streiter, ein letharischer Krieger, ein Ritter und eine Harfnerin. Sie hatten sich an einem ihr unbekannten Ort voller Kraft versammelt, in ihrer Mitte ein chaotisches Wabern von dieser seltsamen Magie, die sie alle umgab. Jung waren sie alle, nicht so alt, wie sie einstmals wirkten.
Sie hatten etwas von gemeinsamen Wegen gesprochen, von genauem Beobachten ihrer Traditionen. Sie schienen die Schwesternschaft und die Druiden zu meinen. Doch - wo waren sie, die Gemeinsamkeiten? Sicher, es gab Berührungspunkte. Aber ihr war nicht bekannt, dass ihre Tradition jemals über einen längeren Zeitraum hinweg die Dinge gemeinsam mit anderen Kundigen angepackt hätte.
Mit ihrer Vermutung, jene hätten ein zu extremistisches Bild vom Gleichgewicht, hatte sie richtig gelegen. Ganz offensichtlich war es tatsächlich ihr Ziel, allen Magiern ihre Macht zu nehmen - wenn auch mit einer Illusion. Keine wahre Beraubung. Das bedeutete aber auch, dass sie massiv die Macht ihrer selbst erhöhten - ein Punkt, der ihr ganz und gar nicht schmeckte. Eine Fraktion ohne ernsthafte Gegenwehr, ganz egal welche und mit welcher Absicht- das war nie gut.
Tatsächlich schienen sie Eluive auf ihre Weise zu folgen. Sie wunderte, dass jene ihnen die Macht nicht entzogen hatte bei den Irrwegen, die sie da gingen.
Mit ihren Waffen speisten sie diesen Machtquell, der sie schließlich alle umhüllte. Ihr war vollkommen schleierhaft, wie das genau funktionieren konnte. Eine Verbindung, nicht nur für kurz, für ein Ritual, sondern auf Dauer? Das war doch eigentlich nicht möglich. Sie hatte es sich versucht mit Artefaktmagie zu erklären - doch bei ihrer letzten Begegnung hatte die Frau nicht einmal ihre Harfe mit sich geführt und die Aura hatte sie trotzdem umgeben. Das konnte es also nicht sein. Überhaupt war ihr noch vollkommen unklar, was genau das für eine Macht war und woher sie stammte.
Sie überlegte, was diese Erkenntnisse für die Zukunft bedeuteten. Eine Illusion konnte man bannen. Es musste also möglich sein, jene wieder von den Opfern herunterzunehmen. Aber - selbst wenn sie mit Phanodains Hilfe ein entsprechendes Ritual durchführten, so es ihre natürlichen Kräfte überstieg - das war nur ein Herumdoktorn an den Symptomen. Sie wären nur damit beschäftigt, wieder geradezubiegen, was gerade verschoben worden war - und es war nur eine Frage der Zeit, bis sie damit den geballten Zorn der Tradition auf sich zogen.
Sie schüttelte mit dem Kopf. Nein, das brachte sie nicht weiter. Aber wie könnte man dann gegen jene vorgehen? Da kam ihr ein Gedanke und sie begann schallend zu lachen. Dass sie da nicht früher drauf gekommen war! Sie würden die Wesen mit ihren eigenen Waffen schlagen. Nicht nur sie konnten mächtige Illusionen schaffen. Ganz im Gegenteil - Phanodain- Rituale waren doch eine ihrer Spezialitäten. Und mit einem Schuss Alatar darin - wunderbar. Sie rieb sich die Hände. Wenn sie glaubten, Eluive wäre zornig und würde ihnen ihre Macht nehmen - und sie die Erkenntnis im richtigen Moment traf - waren sie leichte Opfer. Und sie müssten sich nichtmal die Hände schmutzig machen, das würden die Magier schon übernehmen wenn sie ihren Feind als entwaffnet sahen.
Jene Illusion zu weben - es würde nicht ganz einfach werden. Und es würde alle Schwestern brauchen, damit ihre Macht groß genug war, um diesen Effekt herbeizuführen.
Aber - waren sie wirklich aus Fleisch und Blut? Schließlich lösten sie sich regelmäßig auf, und als sie die Frau hatte umarmen wollen, hatte sie ins Leere gefasst - konnte man sie auf herkömmlichem Wege verletzten? Sie schlug sich an die Stirn. Natürlich, sie vermieden geweihte Orte. Es gab nur eine logische Erklärung - sie waren untot. Geister vermutlich. Und ihre tiefe Trauer, die sie in der Erinnerung der Frau gespürt hatte - vermutlich der Tod von ihr und ihren Liebsten gewesen. Vermutlich sogar durch Magierhand, dass sie dies nun rächten. Und jenem konnte man bekanntlich mit geweihten Waffen oder schlicht Weihwasser beikommen. Die Lösung war eigentlich so einfach. Sie würde einige Gespräche führen und Briefe versenden müssen.
Sie lief aufgeregt auf den Dielen des Wohnhauses hin und her. Es gab an der ganze Sache nur einen Haken - die Leitung zu den Empfängern. Selbst wenn sie ihre Gräber fand - ihre Überreste wären schon lange verrottet. Es bräuchte eine neuartige Übermittlung. Krathor. Schoss es ihr durch den Kopf. Aber das würde kompliziert werden - sehr kompliziert. Sie würde sich etwas einfallen lassen müssen. In Gedanken taperte sie noch eine ganze Weile aufgeregt hin und her, ehe sie sich wieder an ihren Brauauftrag setzte und versuchte langsam zur Ruhe zu kommen.
Zuletzt geändert von Nuria Mondin am Freitag 28. August 2009, 10:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Der Erzähler
Die Zeit verstrich und Ruhe kehrte um die Gemeinschaft der Magiejaeger ein. Etwas muss geschehen sein was ihr Erscheinen nun verhindert. Ihre Kräfte sind mit einander verbunden, doch ein Teil dessen ist geschwunden und so muss einer von ihnen dahin geschieden sein. Langsam greifen die Finger der Zeit nach ihnen und mit jeder Jaeger der sein Leben nicht mehr verlängern kann, verlieren sie ein Teil ihrer Macht und so werden langsam all jene welche bereits vorerst der Macht dieser Wesen begegneten spühren wie der Zauber, welcher auf ihnen lag verblasst und sie wieder befähig sind ihre einstigen Kräfte zu nutzen. Doch etwas verbirgt sich weiterhin in einem dunklen Schatten, auch wenn es nun geschwächt ist und sich zurück zog.
[OOC Randbemerkung: Die Quest ist noch nicht zu Ende ;), da ich momentan etwas zeitlich eingespannt bin schaff ich es nicht sie zu beenden, aber es geht weiter ^^. Also lehnt euch nicht zu weit zurück in eure Sessel, die Jaeger kommen wieder.^^ Seer Apollon]
[OOC Randbemerkung: Die Quest ist noch nicht zu Ende ;), da ich momentan etwas zeitlich eingespannt bin schaff ich es nicht sie zu beenden, aber es geht weiter ^^. Also lehnt euch nicht zu weit zurück in eure Sessel, die Jaeger kommen wieder.^^ Seer Apollon]
Zuletzt geändert von Der Erzähler am Freitag 11. September 2009, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.