Schmerzen die nicht vergehen...

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Quarius Lore
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Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Schmerzen die nicht vergehen...

Beitrag von Quarius Lore »

Er stand in der Kirche und hatte sein Abendliches Gebet durchgeführt, als er auf dem Weg in Richtung des Anwesens der von Gryffenhorsts unterwegs war. Mit schnellen Zügen wollte er seine neue Entschlossenheit zeigen und dem Freiherrn seinen Entschluss mitteilen. Immerhin hatte er die Familie der von Gryffenhorsts lange nicht mehr gesehen inklusive Rika. Sie hatte sich bei ihm seit längerem ebenso nicht mehr gemeldet und er wollte wissen wie es ihr erginge in dieser Zeit. Er hoffte das der Freiherr nicht von den Liebschaften Bescheid wusste. Es wäre schlimm etwas zu verschleiern, was nun eigentlich nicht mehr nötig sein sollte. Er würde ihn von seinen Gefühlen in Kenntnis setzen.

Er erreichte das Anwesen der Residenz und klopfte so es von ihm gewohnt war ein zweimal an die Türe und beobachtend schaute er sich auf der grünen wiese des vorplatzes des Freiherrn um, als plötzlich die tür aufglitt und Rika aus der Türe trat und ihn förmlich begrüßte…zu seinem erstaunen, aber es könnten immerhin noch andere Ohren zuhören, so ließ er es auf sich beruhen und sprach ebenso Formell zu ihr und das er mit Calor, dem Freiherrn und Acromagus der Elemente, sprechen wolle. Etwas zermürbt und heiser blickte ihn die Frau an, in die er sich verliebt hatte und dennoch schien es ihm asl würde sie etwas auf dem herzen haben und nicht sprechen können. Als ob etwas anderes an ihr nagte und ihre Gefühle beeinträchtigte.
Nach kurzem Aufschieben gelang es ihm endlich Rika zu überreden mit Calor zu sprechen, so lud sie ihn herein in das Haus und blieb im Vorraum stehen.
Ja sie hatte etwas auf dem Herzen und sie sagte es auch leise zu ihm „ich werde heute sterben..!“ sagte sie schwach und die worte die sie sprach hallten in seinen ohren wieder, nur die stirn legte er in falten, wusste er doch, das sie es nicht so meinen würde, nur die Umgangssprache zeigte ihm, dass sie leidet. Es war bewunderndswert das sie ihn dennoch zu Calor brachte, er schritt die Treppen des hauses hinauf, und blieb seltsamerweise vor einem Zimmer stehen und als jenes sich öffnete, gestaltete sich in seinen augen das dieses nicht der Empfangsraum ist, sondern ein Gemach…zu seinem Erstaunen, war es ein Gemach einer Frau, und da Rika die einzige Frau in dem Anwesen war, verwunderte er sich umso mehr, was in aller Welt Calor im Zimmer seiner Schwester getan hatte. Plötzlich erhörte er auch eine weitere Stimme, seine Stirn legte sich immer mehr in Falten und wie ein Blitz schien es ihn zu ershclagen, als er immer mehr nachdachte, <jemand hatte sie gesehen und nun hatte der ehemalige Richter auf den Worten hin des mannes ihr zimmer auf mögliche Tatbestände aufgesucht, vielleicht den Brief finden würde, welchen er ihr einst zuschickte>
Doch er trat ein und nichts geschah, der Freiherr saß auf einem Stuhl und unterhielt sich mit einem Manne im ernsten Ton, als Quarius´s Name fiel verstummten beide und de Lore schaute zum Freiherrn hinüber, welcher scheinbar ein zaghaftes lächeln auf die Lippen brachte. Ihre Blicke fanden sich, Rika im hintergrund und der unbekannte standen in den Gemächern von Rika. Alle vier scheinen für einen momen über etwas zu sinnen, als Quarius sprach:“ Ich würde gerne mit euch sprechen werter Freiherr….“
Der Mann machte eine kleine Bewegung, welchen Quarius aus den Augenwinkel beobachtet hatte, einen Ring zu verstecken welcher aus versehen hervorgekommen war. Er konnte jedoch den Siegelring nicht zuordnen, aber er hatte sich sein äußeres merken können.

Ein Zimmer nebenan setzten sich die beiden Männer, Quarius und Calor zu einem Gespräch zusammen.
„Ich würde euch gerne als Abgesanden Tirells zu unserer Zusammenkunft einladen am morgigen Tag des 10. Hartung zur neunten Abendstunde…!“Erfreut über des Angebots des Ritters stimmte ihm Calor zu und entgegnete mit Freundlicher Miene das er anwesend sein würde. Calor schien aber mehr auf etwas anderes fixiert sein, sein Anblick war seit jeher wie damals im Krieg gegen die Untoten Krathors…was ihn etwas zermürbt hatte. Doch diesmal wollte Quarius ihn durch seine Worte nicht sonderlich kränken sondern mit seinen Gefühlen ins reine Kommen. „War das alles was ihr von mir verlangt habt?“ fragte sein gegenüber, dennoch sammelte sich Quarius und entgegenete sichtlich angespannt „Eure Schwester werter Freiherr, ich möchte um ihre Hand anhalten…“ sprach er dann deutlich aber immer noch angespannt zu ihm. „Ihr müsst das mit meinem Vater ausmachen und nicht mit mir…!“ entgegenete er ihm dann dennoch lächelnt. „Dennoch trete ich mit meinem Wunsch an euch um eventuell auch eure Meinung zu erhören..!“ sagte er und Calor stimmte ihm zu in seiner derartigen Situation würde es scheinbar begrüßen. Dann standen beide auf nach ihrem Gespräch und gingen zur Tür, dabei wendete sich Calor direkt zum Ausgang und wollte Quarius gleich zum Ausgang begleiten. „Werter Freiherr ich würde mich gerne von Rika verabschieden…!“ sagte er und bestand gar ein zweites mal. Auf diese Worte hin schob sich Calor an ihm vorbei und klopfte dann gen der Tür, rfagend schien er zu ihm zu schauen…klopfen?...Warum hatte er geklopft wenn doch ein ihm unbekannter Mann innerhalb des Gemaches, zusammen mit der Schwester des Freiherrn verweilte? Nachdenklich und Stirnrunzelnt blickte er auf den Rücken des Magiers und schaute demnach die Robe intressiert dem Farbenwunder nach. Die Tür glitt einen Sekundenherzschlag später auf und beide traten hinein, Calor gefolgt von Quarius. Der Mann der sich später als Raphael zu erkennen vermochte stand seitlich hinter Rika. Als würde er hinter ihrer Obhut sich schützen wollen. Nachdenklich schaute Quarius daraufhin zu Rika und lächelte, als plötzlich sein Lächeln in ein erschütterndes Erdbeben von Gefühlen ins Leere ging und er ausdrucklos dastand, wie die Hand des Mannes an die Hüfte Rikas ging. Seine Augen verengten sich zusammen, ein anschein von Wut übermannte ihn, und dabei widmete er Rika einen bohrenden Blick zu, welchen sie ebenso erkennen konnte. Mit einem seitlichen Blick zu Calor schaute er jenen ebenso an und schnaufte. Als ob seine Seele aus dem schnaufen heraus zu entweichen glitt. Schmerz durchlief ihn einen Bruchteil später und er wendete sich von dem Freiherrn den Manne und Rika ab...um den Weg nach draußen alleine zu finden. Es gab nichts mehr zu sagen, er hatte bereits alles gesagt, hatte mit Calor über das gesprochen was er wollte, doch nun war es zu spät seinen zweiten ansinnen zu anulieren. Schnellen Schrittes wendete er sich herum, wobei sein umhang kurz durch den Raum flatterte, dabei seinen eigenen längenradius nicht entwichen konnte. Er hörte hinter sich nur ein „Sire!“ welches er ignorierte…und weitertrat, der Hausdiener begleitete ihn nach draussen, er war sichtlich der irritierteste von allen. Ohne große Worte des Abschieds zu sprechen, ohne weiter auf das eben gesehene einzugehen durchschritt er die tür, als er aus Rikas Munde seinen Namen hörte und sich herum wendete und diesen Mann vor sich sah. „Sire!“ sprach jener auf ihn ein. Er widmete ihm keinen Blick, fixierte nur Rika für mehrere Momente und als sie nicht sprach schaute er dann zum manne…“ich habe bereits von euch gehört wer ihr seit…“ diesen Satz hatte er die Tage nicht das erste mal gehört und es lastete schwer auf seinen Schultern das man ihm gebühren zollte, nur weil er seinen Arm für ein Mädchen geopfert hatte und jenen wieder fand. Sein Glaube hatte ihn niemals fehlgeleitet und so setzte er dieses mal ein Lächeln auf und betrachtete seine Worte. „Rika hat zu mir gesagt ihr wäret ein Ritter, der der Tugenhafteste von allen den sie je begegnet ist..!Sie spricht viel von euch und ich habe euch nichts entgegnzusetzen…!“ er wusste nicht...sollte er über die Aussage sich freuen oder darüber zweifeln und der Wut die Kontrolle über sein Handeln lassen. Doch er fasste sich einmal zusammen und dachte nach, was würde die Heiligkeit sagen und sein ehemaliger Mentor

„Quarius du darfst wütend sein, aber das Gefühl darf nicht über dein Urteilsvermögen handeln und dich von ihm beweltigen lassen. Lächle und sei Stolz…denn alles andere führt dich zu Alatars Seite…!“ so hatte er einst zu ihm gesprochen

Sein Aufgesetztes Lächeln lag noch immer auf „ Scheinbar kennt ihr mcih nicht wirklich gut was ich über eure Aussage entnehmen kann!“ sprach er dann deutlich aus und widmete rika einen Blick zu, während er Calors getsalt im schatten näher kommen sah. „Doch wenn ihr den Weg ins Kloster finden würdet, dann könntet ihr verstehen was ich meine…!“
„Eure Tugend wird euch aber nicht bringen wenn es um den Sinne der Liebe geht..!“ er hat scheinbar keine Ahnung, dachte sich Quarius. Aber wie auch, er meinte eh zuvor, das er an keinen Gott glauben darf. Es wäre eine verletzung einer seiner Befehle. So konnte er nicht wissen, dass der Temorianische Glauben und die Tugend zusammengeführt ein Band der Liebe darstellte. Denn jedes der Tugenden endet mit Liebe seines nächsten oder in diesem Falle, die Liebe zu einer Frau.
Er ging von dem Anwesen, gerade weil er sie liebte, er wollte sie nicht weiter verletzen und hauptsächlich sich selbst ins Reine kommen. Hatte er sich schon genug damit wehgetan sie so gesehen zu haben. Doch der Mann sprach weiter, es kümmerte ihn scheinbar wenig um die Gefühle anderer. „ Sie liebt euch!“ , und ihr habt soeben diese Liebe zerstört funkelte er in seinem inneren und das ist eigentlich schon unehrbar genug. Zu wissen das jemand geliebt wird und trotzdem jenen Pakt zerstört den sich ein Mann wie er, aufgebaut hatte. „vielleicht bis zu dem Zeitpunkt als ich zum Krüppel wurde…!“ gab er dann weiter matt lächelnd an, welches Rika genauso hörte und wie ein schlag ins Gesicht verinnerlicht hat.
Kurz knirschten seine Zähne, mehr mit sich, das er so naiv war und nicht wusste weshalb sich die Freiin nicht gemeldet hatte. Jetzt wusste er es…und die Erkenntnis bedrückte ihn zutiefst. Sogar der Freiherr begrüßte die Vermehlung und hatte ihn an diesem Abend hinter das Licht geführt. Er hatte sicherlich bescheid gewusst. Schon alleine das klopfen der Tür zuvor, verriet es ihm das er sicherlich bescheid wusste.

Mit einem deutlichen „Guten Abend“ und einem schweren Kopfschütteln wendete er sich gen Kirche um dort wo der Abend in seinen Gedanken angefangen hatte auch zu Ende ging.. In einem stillen Gebet, nur das ihn diesmal der Schmerz nicht mehr verging, als damals…

Damals als er den Arm verloren hatte….
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
Rika von Gryffenhorst

Beitrag von Rika von Gryffenhorst »

Rika stand auf dem Marktplatz in Varuna und sah zu der Tribune hinauf, um die sich schon eine jolende Menge versammelt hatte. Übermächtig ragte der kahle Stamm auf, von dem statt geschmeidiger Äste und grüner Blätter die klirrenden, kalten Ketten hingen, die sich nun um die Handgelenke eines Mannes schlossen. Wie eine stürmische, gefährliche Flut wogte die Menge auf, als der Henker Varunas die neunschwänzige Katze hervorzog und sie fast liebevoll für ihren Einsatz bereit machte. Dann plötzlich sah sie sich selbst der Menge gegenüber, fühlte den gnadenlosen kalten Griff der Fesseln um ihre Handgelenke und als sie den entsetzten Blick hob, starrte sie in das hämisch grinsende Gesicht Ritter de Argantas, neben ihm stand Ritter de Lore mit haßerfülltem Gesicht und dahinter die Hohe Priesterin Temoras, den Stab drohend erhoben. In namenlosem Grauen senkte sie den Blick zu Raphael, der tot vor ihren Füßen lag. Dann hob der Henker die Peitsche, die Riemen zogen zischend durch die Luft und zerschnitten ihre bloße Haut......

Mit einem erschrockenen Keuchen fuhr Rika im Bett auf. Das Haar klebte ihr schweißnaß an der Stirn, doch ihre Hände waren der Göttin sei Dank ungefesselt. Ein Traum.... nur ein böser Traum......
Zitternd zog sie die Knie an, drückte sich die Decke vor die Brust und legte die Stirn auf die Knie. Langsam und vorsichtig holte sie Atem und wartete darauf, daß das Beben ihrer Glieder nachließ.
Nach einer Weile hob sie den Kopf und sah zum Fenster hin, durch das der Mond sein kühles Licht warf. Blaß und durchscheinend wirkte sie, als der Mond ihre Gestalt beleuchtete, wie sie zum Fenster hinüber ging, die Decke achtlos hinter sich herziehend. Und dann tat sie etwas, daß in dieser Form schon lange nicht mehr geschehen war. Sie kniete sich vor das Fenster und umgeben von Mondlicht betete Rika von Gryffenhorst zur großen Muttergöttin Eluive, betete um den Mann Raphael, um den Ritter Quarius und ihren geliebten Bruder Calor - und um sich selbst, die Heilerin, die wieder einmal kein Heilmittel finden konnte.
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