Immer wieder diese Stimme im Kopf. So lieblich fein, so schön, so anmutend...so missend und vertraut.
"Urschatten....der Fünfte....Urschatten....der Fünfte....", pochte es immer und immer wieder durch seine Gedanken, egal wie er sich bemühte, er konnte es nicht unterdrücken...diese Quälende Fragen, diese Zukunft, die unbestimmt zu sein scheint, selbst wenn vieles als Richter des Todes gegen ihn sprechen mag.
Was sollte man auch tun, wenn einem dieses Gift gegeben wurde, als Essenz des Lebens vom eigenen Vater...seit Äonen von Generationen und man erwartete, besser zu sein als alle vor ihnen...alle, die dann doch versagt haben.
Und noch schlimmer....hat er diesen Fluch weitergegeben...unwissend, jene Bürde dem aufgelegt, welchen er immer davor schützen mag.
Er ist so alt, ein Kind, ja, aber das er sich dahingehend noch nicht entwickelt hat, ist beunruhigend. Die ersten Anzeichen sind in den ersten Jahren, nur eine kleine Essenz reicht schon...denn schliesslich vermögen die Kinder es nicht, es zu kontrollieren...doch be ihm, bei seinem Sohne, ist es anders.
Er wirkt, wie ein ganz normales Kind...doch umso schlimmer kann der Ausbruch werden...nicht nur für die Menschen, die um ihn sind, nein auch für ihn selber....dieser Schrecken, das Gefühl, etwas schlimmes zu sein, eine Art Missgestalt...selbst wenn er ihn daraufhin erzieht, auf das er verstehen kann....ist es doch alles so ungewiss.
Er seufzt, die Kerze ist beinahe hinabgebrannt. Er liesst, doch er verliert oft die Konzentration.
"Urschatten...der Fünfte....Urschatten....der Fünfte...."
Immer wieder und es wollte nicht aufhören.
Es musste etwas geschehen, er musste ihn trainieren...anders, auf seine Art, so wie er es lernte. Fern ab von dem sicheren Heim...fern ab von jenen geliebten Menschen. Einfach fort.
Und er sollte die Welt sehen, die schönen Seiten ebenso wie die Schrecklichen und Schändlichen und er lernt daraus und würde an ihr wachsen.
Ja.
Es musste Enden, das Kindesalter, er musste die Schritte gehen, die ein Mann gehen muss....mehr, die ein Schatten gehen muss und wenn er Glück hat, wenn er es richtig anstellt, so mögen sich auch seine Kräfte entfalten, auf dass Er beginnt Sie zu akzeptieren und lernt, sie zu beherschen....vorallem versteht...ihnen nicht zu verfallen.
Er schlug das Buch zu und ging in die Küche.
Ein Blick auf die Treppe zum dunklen Keller, ein leises Seufzen. Wieder war Sie diese Nacht entschwunden, wohl in ihrer Academia....wieder wich Sie ihm aus und wieder nur kann er es verstehen.
Er sollte keine langen Abschiedsreden halten, einfach von dannen gehen, auf das jeder seine Ruhe bekommen möge.
Vorsichtig stieg er die Treppen hinauf, öffnete die Türe und trat neben das kleine Bett.
Ein leises Flüstern seines Namens, liess den Jungen sich bewegend im Bette und vorsichtig, sehr verschlafen die Augen öffnend.
"Pack deine Sachen, nur das wichtigste, einiges an Kleidung und dein Holzschwert. Pack es dir in einen Rucksack und mache ihn dir nicht zu schwer, wir beide werden für längere Zeit verreisen."
Der kleine Mann nickte, ehe er antworten konnte, ging sein Vater hinaus aus der Tür und wieder die Treppe hinab, selber eine Tasche mit Essen und einigen Sachen vorbereitend.
Als sein Sohn die Treppe hinab kommt, steht Malachai schon an der Türe, am Fenster hebt und senkt sich der bullige, schwarze Kopf Schattenhufs. Ein kleines Pergament wird am Küchentische hinterlegt, draussen wartet bereits ein ebenso verschlafener Bote, der einige andere Pergamente entgegen nimmt und Sie mit einem Kopfnicken zu den Empfängern bringen mag.
Dann hievt Malachai seinen Sohn auf Schattenhuf und greift die Zügel, nur wenige Meter vom Hause entfernt, in der Dunkelheit und im Schatten der Nacht verschwindend.
Auf und Davon....
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Auf und Davon....
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Marick Schwarzmourne
Mitten in den Träumen.. wilde schwarze Pferde stürmten um ihn herum und er versuchte sich eines zu fangen.. ein schönes wie Schattenhuf. Schon saß er auf einem und stürmte mit den Worten "Ich werde nie hochzeiten.. äh heiraten" gezogenen Holzschwertes über eine Wiese. Von irgendwo her erklang das Wispern seines Namens.... Papa? Papa! Verwundert schlug er die Augen auf und blinzelte ihm verschlafen entgegen.
Umso wacher wurde er ob der Worte. Verreisen.. ein Abenteuer, zusammen mit Papa! Hastig sprang er auf, wusch sich nur soweit wie es eben nötig war damit Papa ihn nicht noch 20 mal ins Haus schickte. Er sollte das wichtige packen. Nachdenklich durchwühlte er seinen Schrank. Was war denn wichtig? Dieser doofe äh nein.. gute Anzug? Nee, obwohl für Papa vielleicht ja doch.. egal! Er verzog unwillig das Gesicht. Im Leben nicht! Flink packter er wenige Sätze Lieblingskleidung ein, das womit man ruhig auch in Matsch fallen durfte. Natürlich musste auch sein Schattenhuf und dessen Stute mit. War ja doch wichtig die beiden immer dabei zu haben. Natürlich das Holzschwert nicht vergessen. Stolz schob er es in den Gürtel. "Vielleicht werd ich auch mal ein großer Ritter... aber ich glaub das mag Papa garnicht!" sinnierte er leise vor sich hin.
Nicht trödeln, nochmal blickte er sich um. Bett, Schaukelpferd.. hmm wäre doch auch wichtig aber wahrscheinlich meinte Papa das mal wieder nicht, hatte manchmal komische Ansichten von wichtig. Noch schnell die Bücher zum Schreiben üben. Dass er dafür besser dann auch Tinte und Feder eingesteckt hätte versäumte er gänzlich. Bestimmt würde Papa nur wieder zur Eile treiben, wenn er jetzt noch viel länger bräuchte. Hoffentlich hatte er alles mit was wirklich wichtig war. Sonst müsste man eben wiederkommen.
Natürlich wartete Papa schon auf dem Pferd vor dem Haus, hatte es immer so eilig. Andererseits, ein Abenteuer war ja auch was tolles. Mit einem fröhlichen Grinsen liess er sich auf Schattenhuf heben. Er liebte es auf dem Pferd zu reiten, leider durfte er das ja nie allein. Die Reise begann unter stürmischen Geplapper. "Papa wohin reiten wir denn? Wie weit ist es denn? Kommt Mama noch dazu? Wann sind wir daa?"
Umso wacher wurde er ob der Worte. Verreisen.. ein Abenteuer, zusammen mit Papa! Hastig sprang er auf, wusch sich nur soweit wie es eben nötig war damit Papa ihn nicht noch 20 mal ins Haus schickte. Er sollte das wichtige packen. Nachdenklich durchwühlte er seinen Schrank. Was war denn wichtig? Dieser doofe äh nein.. gute Anzug? Nee, obwohl für Papa vielleicht ja doch.. egal! Er verzog unwillig das Gesicht. Im Leben nicht! Flink packter er wenige Sätze Lieblingskleidung ein, das womit man ruhig auch in Matsch fallen durfte. Natürlich musste auch sein Schattenhuf und dessen Stute mit. War ja doch wichtig die beiden immer dabei zu haben. Natürlich das Holzschwert nicht vergessen. Stolz schob er es in den Gürtel. "Vielleicht werd ich auch mal ein großer Ritter... aber ich glaub das mag Papa garnicht!" sinnierte er leise vor sich hin.
Nicht trödeln, nochmal blickte er sich um. Bett, Schaukelpferd.. hmm wäre doch auch wichtig aber wahrscheinlich meinte Papa das mal wieder nicht, hatte manchmal komische Ansichten von wichtig. Noch schnell die Bücher zum Schreiben üben. Dass er dafür besser dann auch Tinte und Feder eingesteckt hätte versäumte er gänzlich. Bestimmt würde Papa nur wieder zur Eile treiben, wenn er jetzt noch viel länger bräuchte. Hoffentlich hatte er alles mit was wirklich wichtig war. Sonst müsste man eben wiederkommen.
Natürlich wartete Papa schon auf dem Pferd vor dem Haus, hatte es immer so eilig. Andererseits, ein Abenteuer war ja auch was tolles. Mit einem fröhlichen Grinsen liess er sich auf Schattenhuf heben. Er liebte es auf dem Pferd zu reiten, leider durfte er das ja nie allein. Die Reise begann unter stürmischen Geplapper. "Papa wohin reiten wir denn? Wie weit ist es denn? Kommt Mama noch dazu? Wann sind wir daa?"
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Vielleicht war es doch zu hart, was er seinem Sohne zugemutet hatte. Doch es musste schnell gehen. Er musste sich an diese Wildnis gewöhnen, erst dann konnte er ordentlich trainiert werden.
Er sparte sich die Worte, weshalb das alles geschehen sollte, er wollte ihn nicht erklären, welch Gefahren für ihn auf dieser Welt lauern konnten. Welch Schrecken nach den Leben eines Schattens trachtet.
Er war kühl zu ihm, er war bedacht darauf, nicht sein Vater zu dieser Zeit zu sein, nein, denn dann könne er selber nicht diese Reise wagen, die er seinem Sohne auferlegt hatte....er musste ein Lehrmeister sein.
Die erste Nacht war sehr kühl, nur spärlich war Marick mit dem Zugedeckt, was Sie besassen, die letzte Glut des Lagerfeuers erlischte, während Sie am Stamme der riesigen Eiche lagen. Er zitterte, der Frosthauch schimmerte im Mondlicht. Er wimmerte leise, dass er frieren würde, wollte sich in die Arme seines Vaters kuscheln, doch jener verschmähte ihn, drückte ihn von sich weg.
Es war ein höllischer Schmerz, so seinen Sohne zu behandeln, er wusste, dass er es nicht verstand, doch es ging nicht anders. Er musste sich so schnell es geht, an diese Umgebung gewöhnen. Wie sehr er damit schadete, war selbst Malachai nicht bewusst.
Wieder träumte er, diesen Alptraum, wieder sah er etwas....etwas, was man ihm berichtet hatte, etwas, was er vielleicht falsch deutete.
Eine riesige Gestalt bot sich auf, in Schwarz gekleidet, Tentakel, die um sich peitschten, aus dem Rücken hinaus, wie Pfeile nach vorne schnellten und die Körper jener Schatten durchbohrten, die sich versuchten, ihm in den Weg zu stellen. Ein lachen, dämonisch klingend, durchdrang seine Ohren, höllisch aus einer anderen Welt, Messerscharf liess es jene bluten.
Doch war es er, den er vor sich sah?
Nein...es war das, wovor er sich am meisten fürchtete, der Verfall in eine andere Macht, eine böse Macht. Die des Fünften...des Ursprunges...er widerstand...ja er....aber nicht sein Sohn.
Hektisch sprang er auf, sein Körper war nassgeschwitzt, trotz der eises Kälte an diesem Morgen.
Die Sonne ging gerade auf, die ersten Lichtstrahlen fielen hinab auf den Körper seines schlafenden Sohnes. Er wischte sich über die Stirn, ehe er die Sachen zusammen räumte.
Es würde nun beginnen, das eiserne Training seines Sohnes. Viel stand auf den Plan, darunter die Übung mit dem Schwerte.
Aber auch geistiges Training, Weltenkunde, Schattenkunde, Heilerkunde, Lesen, Schreiben und Rechnen sollten nicht vernachlässigt werden.
Vielleicht würde Marick beginnen, seinen Vater zu hassen...vielleicht würde aber auch Malachai diese Sache falsch angehen....so oder so....es musste getan werden und ob Marick es als Hölle ertragen würde....für seinen Vater war die Tatsache, sich so zu geben, viel schlimmer.
Er sparte sich die Worte, weshalb das alles geschehen sollte, er wollte ihn nicht erklären, welch Gefahren für ihn auf dieser Welt lauern konnten. Welch Schrecken nach den Leben eines Schattens trachtet.
Er war kühl zu ihm, er war bedacht darauf, nicht sein Vater zu dieser Zeit zu sein, nein, denn dann könne er selber nicht diese Reise wagen, die er seinem Sohne auferlegt hatte....er musste ein Lehrmeister sein.
Die erste Nacht war sehr kühl, nur spärlich war Marick mit dem Zugedeckt, was Sie besassen, die letzte Glut des Lagerfeuers erlischte, während Sie am Stamme der riesigen Eiche lagen. Er zitterte, der Frosthauch schimmerte im Mondlicht. Er wimmerte leise, dass er frieren würde, wollte sich in die Arme seines Vaters kuscheln, doch jener verschmähte ihn, drückte ihn von sich weg.
Es war ein höllischer Schmerz, so seinen Sohne zu behandeln, er wusste, dass er es nicht verstand, doch es ging nicht anders. Er musste sich so schnell es geht, an diese Umgebung gewöhnen. Wie sehr er damit schadete, war selbst Malachai nicht bewusst.
Wieder träumte er, diesen Alptraum, wieder sah er etwas....etwas, was man ihm berichtet hatte, etwas, was er vielleicht falsch deutete.
Eine riesige Gestalt bot sich auf, in Schwarz gekleidet, Tentakel, die um sich peitschten, aus dem Rücken hinaus, wie Pfeile nach vorne schnellten und die Körper jener Schatten durchbohrten, die sich versuchten, ihm in den Weg zu stellen. Ein lachen, dämonisch klingend, durchdrang seine Ohren, höllisch aus einer anderen Welt, Messerscharf liess es jene bluten.
Doch war es er, den er vor sich sah?
Nein...es war das, wovor er sich am meisten fürchtete, der Verfall in eine andere Macht, eine böse Macht. Die des Fünften...des Ursprunges...er widerstand...ja er....aber nicht sein Sohn.
Hektisch sprang er auf, sein Körper war nassgeschwitzt, trotz der eises Kälte an diesem Morgen.
Die Sonne ging gerade auf, die ersten Lichtstrahlen fielen hinab auf den Körper seines schlafenden Sohnes. Er wischte sich über die Stirn, ehe er die Sachen zusammen räumte.
Es würde nun beginnen, das eiserne Training seines Sohnes. Viel stand auf den Plan, darunter die Übung mit dem Schwerte.
Aber auch geistiges Training, Weltenkunde, Schattenkunde, Heilerkunde, Lesen, Schreiben und Rechnen sollten nicht vernachlässigt werden.
Vielleicht würde Marick beginnen, seinen Vater zu hassen...vielleicht würde aber auch Malachai diese Sache falsch angehen....so oder so....es musste getan werden und ob Marick es als Hölle ertragen würde....für seinen Vater war die Tatsache, sich so zu geben, viel schlimmer.
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Marick Schwarzmourne
Seine Augen waren am ersten Tag ihres Rittes noch überall hin gehuscht. Papa war komisch, plapperte er zu viel? Gleich was er fragte, Papa antworte nur knapp und schien alles in allem eher schlecht gestimmt. Warum eigentlich? Mochte Papa keine Abenteuer? Es war doch alles so spannend, die vielen Geräusche, die er sonst nur aus der Ferne kannte, waren jetzt rund um sie herum.
Als der erste Abend kam war ihm garnicht mehr so wohl. Papa hatte weiter nicht viel gesprochen, und wenn er doch sprach war es irgendwie nur Unterricht oder dass er dies und jenes noch tun solle. Irgendwann wurde es dunkel und langsam wurde es unheimlich.. aber auch kalt. Er wurde müde, ein wenig vermisste er ja doch sein Bett, aber da war ja kein Abenteuer.
Es wurde ständig kühler, dann war auch noch das Feuer aus. Wie selbstverständlich wollte er sich an Papa kuscheln.. und wurde energisch fortgeschoben. Verwundert hatte er Papa angeblinzelt, war das nur ein Spaß? Nein er wollte ihn weg haben! Zitternd hatte er sich weggedreht und bemüht die Tränen zu verbergen. Er wusste nicht was mit Papa los war, aber die folgenden Tage machten es nicht besser. Nur stetiges strenges Training und Unterricht. Er hatte sich mit Eifer bemüht, aber das half auch nicht. Papa wurde nicht freundlicher. Er musste scheinbar in Papas Augen alles falsch machen.
Stetig hatte er sich mehr bemüht und doch nichts bewirkt.... Gut er fror inzwischen weniger, gewöhnte sich an die nächtliche Kälte, aber nicht an die Kälte die Papa offenbar nur noch für ihn über hatte. Von Abenteuerlust war nicht mehr viel über, in der Erkenntnis dass er irgendetwas sehr falsch gemacht haben musste und Papa ihn nicht mehr liebte und für sein Fehlen eben bestrafen wollte. Er strengte sich im Unterricht nun nur noch mehr an, ebenso im Training, aber offenbar gereichte nichts um was er sich bemühte. Es war vermutlich immer noch alles falsch.
Als sie nach Tagen.. oder waren es Wochen... Onkel Cyrion besuchten hatte er an nichts wirklich Freude. Eher lehnte er alles ab, aus Sorge er könnte Papa damit verärgern. Das neue, echte Schwert, dass er bekommen hatte, als er im Keller baden war, gefiel ihm zwar, aber was nutzte das schönste Schwert wenn man nicht einmal mehr wirklich geliebt wurde..?
Trotzdem konnte er nicht umhin sich an Selina zu kuscheln, Wärme.. wenigstens hatte Selina ihn wohl noch gern.. Cyrion sicher auch, aber als ihm dann alles zuviel wurde, war er ins Haus gelaufen um allein zu sein.. den Tränen freien Lauf zu lassen, nur Papa nicht sehen lassen, dann würde er sicher noch böser mit ihm als ohnehin schon, wo er doch offenbar alles falsch machte.
Er war zusammengezuckt als Papa kurz darauf ins Haus kam und nach ihm rief. Schnell die Tränen wegwischen und hoffen, er sah es nicht. Gesenkten Blickes war er vor ihn geschlichen, traute sich nicht ihn anzusehen. Er solle es sagen, wenn er nach Hause wollte. Wurde dabei sogar über den Kopf gestreichelt. Er wagte dennoch nicht aufzublicken. Was wenn er jetzt ja sagte? Dann war Papa doch erst recht enttäuscht und würde ihn sicher noch weniger lieb haben. Allmählich sehnte er sich nach Hause, aber er wagte nicht es auszudrücken. Wenigstens ein warmes Bett, wenn auch sonst alles verloren war. Kurz war er drauf und dran zu schluchzen, dass er zu Mama zurückwollte aber irgendwo hätte er dann doch wohl zu sehr gezeigt dass er zu schwach für alles war und sicher wäre sogar Rehya tapferer gewesen als er, wenn er so etwas gesagt hätte. Trotz kam in ihm auf, schwächer und weniger tapfer als ein Mädchen? Kam ja garnicht in Frage!
Er war doch verwundert und versteifte sich merklich als Papa ihn jetzt sogar in den Arm nahm. Nur zögerlich kuschelte er sich an, verstand diese Wandlung nun auch nicht wirklich. Etwas rumdrucksend hatte er schließlich gefragt, ob Papa böse mit ihm wäre wenn er sagte er wolle heim und fragte nach einigem Nachbohren auch gleich, warum Papa ihn nun nicht mehr lieb habe. Die Überraschung über die tröstende Nähe kam nun doch in ihm auf, während er den weiteren Worten lauschte:
"Oh Marick.-....mein Sohn. Ich habe dich lieb....und ich werde dich immer lieb haben. Nichts kann das ändern. Ich war hart zu dir, ich weiß...aber ich wollte dir klar machen, dass es kein Ausflug ist, der Spaß machen wird...es tut mir leid, wenn du dachtest, ich würde dich nicht mehr lieb haben...es tut mir so sehr leid mein Sohn...das wollte ich nicht. Ich bin sehr stolz auf das, was du bisher geleistet hast...wirklich sehr. Wenn wir weiter reisen sollten, wird sich meine Art nicht ändern...ich bin in der Zeit der Übungen dein Lehrer und Meister, nicht dein Vater....aber ich werde bei den anderen, nicht Übungen dein Vater wieder sein."
Er hatte einige Minuten nachgedacht, als Papa ihn wieder fragte ob er weiterreisen wolle oder aber wieder Heim. Allmählich schlich sich ihm der Gedanke ein, dass all dies Papa vielleicht wichtig war, weil es etwas war, dass er eben lernen musste, auch weil Papa Sorge um ihn hatte. Er wollte in jedem Fall nun da er ein wenig verstand, weiter lernen. Und weit tapferer und auch endlich wieder mit einem Lächeln hatte er sich von Onkel Cyrion verabschiedet, willig nun weiter zu lernen. Auch wenn es eben wohl doch kein Abenteuer war.
Als der erste Abend kam war ihm garnicht mehr so wohl. Papa hatte weiter nicht viel gesprochen, und wenn er doch sprach war es irgendwie nur Unterricht oder dass er dies und jenes noch tun solle. Irgendwann wurde es dunkel und langsam wurde es unheimlich.. aber auch kalt. Er wurde müde, ein wenig vermisste er ja doch sein Bett, aber da war ja kein Abenteuer.
Es wurde ständig kühler, dann war auch noch das Feuer aus. Wie selbstverständlich wollte er sich an Papa kuscheln.. und wurde energisch fortgeschoben. Verwundert hatte er Papa angeblinzelt, war das nur ein Spaß? Nein er wollte ihn weg haben! Zitternd hatte er sich weggedreht und bemüht die Tränen zu verbergen. Er wusste nicht was mit Papa los war, aber die folgenden Tage machten es nicht besser. Nur stetiges strenges Training und Unterricht. Er hatte sich mit Eifer bemüht, aber das half auch nicht. Papa wurde nicht freundlicher. Er musste scheinbar in Papas Augen alles falsch machen.
Stetig hatte er sich mehr bemüht und doch nichts bewirkt.... Gut er fror inzwischen weniger, gewöhnte sich an die nächtliche Kälte, aber nicht an die Kälte die Papa offenbar nur noch für ihn über hatte. Von Abenteuerlust war nicht mehr viel über, in der Erkenntnis dass er irgendetwas sehr falsch gemacht haben musste und Papa ihn nicht mehr liebte und für sein Fehlen eben bestrafen wollte. Er strengte sich im Unterricht nun nur noch mehr an, ebenso im Training, aber offenbar gereichte nichts um was er sich bemühte. Es war vermutlich immer noch alles falsch.
Als sie nach Tagen.. oder waren es Wochen... Onkel Cyrion besuchten hatte er an nichts wirklich Freude. Eher lehnte er alles ab, aus Sorge er könnte Papa damit verärgern. Das neue, echte Schwert, dass er bekommen hatte, als er im Keller baden war, gefiel ihm zwar, aber was nutzte das schönste Schwert wenn man nicht einmal mehr wirklich geliebt wurde..?
Trotzdem konnte er nicht umhin sich an Selina zu kuscheln, Wärme.. wenigstens hatte Selina ihn wohl noch gern.. Cyrion sicher auch, aber als ihm dann alles zuviel wurde, war er ins Haus gelaufen um allein zu sein.. den Tränen freien Lauf zu lassen, nur Papa nicht sehen lassen, dann würde er sicher noch böser mit ihm als ohnehin schon, wo er doch offenbar alles falsch machte.
Er war zusammengezuckt als Papa kurz darauf ins Haus kam und nach ihm rief. Schnell die Tränen wegwischen und hoffen, er sah es nicht. Gesenkten Blickes war er vor ihn geschlichen, traute sich nicht ihn anzusehen. Er solle es sagen, wenn er nach Hause wollte. Wurde dabei sogar über den Kopf gestreichelt. Er wagte dennoch nicht aufzublicken. Was wenn er jetzt ja sagte? Dann war Papa doch erst recht enttäuscht und würde ihn sicher noch weniger lieb haben. Allmählich sehnte er sich nach Hause, aber er wagte nicht es auszudrücken. Wenigstens ein warmes Bett, wenn auch sonst alles verloren war. Kurz war er drauf und dran zu schluchzen, dass er zu Mama zurückwollte aber irgendwo hätte er dann doch wohl zu sehr gezeigt dass er zu schwach für alles war und sicher wäre sogar Rehya tapferer gewesen als er, wenn er so etwas gesagt hätte. Trotz kam in ihm auf, schwächer und weniger tapfer als ein Mädchen? Kam ja garnicht in Frage!
Er war doch verwundert und versteifte sich merklich als Papa ihn jetzt sogar in den Arm nahm. Nur zögerlich kuschelte er sich an, verstand diese Wandlung nun auch nicht wirklich. Etwas rumdrucksend hatte er schließlich gefragt, ob Papa böse mit ihm wäre wenn er sagte er wolle heim und fragte nach einigem Nachbohren auch gleich, warum Papa ihn nun nicht mehr lieb habe. Die Überraschung über die tröstende Nähe kam nun doch in ihm auf, während er den weiteren Worten lauschte:
"Oh Marick.-....mein Sohn. Ich habe dich lieb....und ich werde dich immer lieb haben. Nichts kann das ändern. Ich war hart zu dir, ich weiß...aber ich wollte dir klar machen, dass es kein Ausflug ist, der Spaß machen wird...es tut mir leid, wenn du dachtest, ich würde dich nicht mehr lieb haben...es tut mir so sehr leid mein Sohn...das wollte ich nicht. Ich bin sehr stolz auf das, was du bisher geleistet hast...wirklich sehr. Wenn wir weiter reisen sollten, wird sich meine Art nicht ändern...ich bin in der Zeit der Übungen dein Lehrer und Meister, nicht dein Vater....aber ich werde bei den anderen, nicht Übungen dein Vater wieder sein."
Er hatte einige Minuten nachgedacht, als Papa ihn wieder fragte ob er weiterreisen wolle oder aber wieder Heim. Allmählich schlich sich ihm der Gedanke ein, dass all dies Papa vielleicht wichtig war, weil es etwas war, dass er eben lernen musste, auch weil Papa Sorge um ihn hatte. Er wollte in jedem Fall nun da er ein wenig verstand, weiter lernen. Und weit tapferer und auch endlich wieder mit einem Lächeln hatte er sich von Onkel Cyrion verabschiedet, willig nun weiter zu lernen. Auch wenn es eben wohl doch kein Abenteuer war.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Die weitere Reise war lang und nicht einfacher.
Ab und an wurden Sie aufgehalten, zuletzt von einer Bande Räuber, die einen sorgenden Vater und dessen kleinen Sohn für eine leichte Beute hielten. Welch Narren.
Marick zog sofort seine, auf ihn angepasste Klinge, doch sein Vater packte ihn und drückte ihn zurück. Er sah den Kampfesgeist in seinen Augen, die Lust, das Erprobte und lang erlernte nun entlicht nutzen zu können. Doch es war noch lange nicht soweit. Nein, nicht die Furcht vor den Schaden, den er annehmen konnte, liess Malachai so handeln, sondern die Tatsache, dass er töten könnte, dass er wirklich einen Räuber mit seinem Schwerte durchbohrte und der Tag, andem sein Sohn ein Mörder wird, sollte solange es ging fern gehalten werden.
Der Kampf gegen die Dreien dauerte nicht lange, jeweils einmal Kontern bei jedem und schon tränkte ihr Blut den Boden. Doch die stetige Vorsicht zu seinem Sohne, das kurze hinüberblinzeln zum Baume, liess auch ihn unvorsichtig werden und so schaffte einer der Räuber es, ihn in den Arm zu stechen.
Es war keine tiefe Wunde, vielleicht einen Finger tief, doch Marick kam gleich mit den Bandagen und einigen Essenzen und began, es zu verbinden. Ja, er lernte viel, der jüngste Schwarzmourne.
Die Schiffsfahrt hingegen nach Lameriast war sehr ruhig, ebenso auch der Ritt ins tiefe Land der Tiefländer, ihrem nächsten Halt.
Neutralität ist das Geheimnis eines jeden Schattens und um jene zu bewahren, muss man sich von Einflüssen jener Gottesgläubiger schützen...und dies geht nur durch Wissen.
Marick musste alle Stämme und alle Völker kennen lernen, von ihnen lernen und sich selbst sein Urteil bilden.
Eine grobe Schulung über Verhaltensregeln sollte reichen, den Rest müsse er beobachten, ihre Eigenheiten herausfiltern und sich ein Bild von einem wahren Tiefländer machen. Nicht nur ihr Handeln, sondern auch ihre Lebensweisheiten und ihre Art des Glaubens verstehen.
Trystharn hiess Malachai mit seinem Sohne willkommen, wie erwartet, hatte Malachai doch nicht minder beim stolzen Clane der Bunjams bewiesen, dass er ein ehrbarer Mensch ist, der nicht vor hätte, irgendjemanden mit Absicht zu schaden, noch den Frieden zu stören.
So nutzten Sie nun die vom Jarl gegebene Zeit bei den Thyren, um zu lernen. Malachai hielt sich dabei dezent zurück, half bei bevorstehenden Arbeiten und Jagden mit und überliess Marick alleine sein Handeln.
Nur des Nachtes sahen Sie sich, wenn Sie Müde in die Felle sankten. Man konnte seinem Sohne ansehen, wie angenehm es für ihn war, richtig gutes Essen, feines Trinken und warme Betten. Er hatte es sich verdient und Malachai hielt an dem, was er sagte, als er seinen Arm ausbreitete und seinen Sohne in dessen einnahm, welcher sich dicht an seinen Vater kuschelte.
Er war etwas besonderes, das war ihm seit seiner Geburt klar...doch wie besonders, würde er noch herausfinden müssen.
Ab und an wurden Sie aufgehalten, zuletzt von einer Bande Räuber, die einen sorgenden Vater und dessen kleinen Sohn für eine leichte Beute hielten. Welch Narren.
Marick zog sofort seine, auf ihn angepasste Klinge, doch sein Vater packte ihn und drückte ihn zurück. Er sah den Kampfesgeist in seinen Augen, die Lust, das Erprobte und lang erlernte nun entlicht nutzen zu können. Doch es war noch lange nicht soweit. Nein, nicht die Furcht vor den Schaden, den er annehmen konnte, liess Malachai so handeln, sondern die Tatsache, dass er töten könnte, dass er wirklich einen Räuber mit seinem Schwerte durchbohrte und der Tag, andem sein Sohn ein Mörder wird, sollte solange es ging fern gehalten werden.
Der Kampf gegen die Dreien dauerte nicht lange, jeweils einmal Kontern bei jedem und schon tränkte ihr Blut den Boden. Doch die stetige Vorsicht zu seinem Sohne, das kurze hinüberblinzeln zum Baume, liess auch ihn unvorsichtig werden und so schaffte einer der Räuber es, ihn in den Arm zu stechen.
Es war keine tiefe Wunde, vielleicht einen Finger tief, doch Marick kam gleich mit den Bandagen und einigen Essenzen und began, es zu verbinden. Ja, er lernte viel, der jüngste Schwarzmourne.
Die Schiffsfahrt hingegen nach Lameriast war sehr ruhig, ebenso auch der Ritt ins tiefe Land der Tiefländer, ihrem nächsten Halt.
Neutralität ist das Geheimnis eines jeden Schattens und um jene zu bewahren, muss man sich von Einflüssen jener Gottesgläubiger schützen...und dies geht nur durch Wissen.
Marick musste alle Stämme und alle Völker kennen lernen, von ihnen lernen und sich selbst sein Urteil bilden.
Eine grobe Schulung über Verhaltensregeln sollte reichen, den Rest müsse er beobachten, ihre Eigenheiten herausfiltern und sich ein Bild von einem wahren Tiefländer machen. Nicht nur ihr Handeln, sondern auch ihre Lebensweisheiten und ihre Art des Glaubens verstehen.
Trystharn hiess Malachai mit seinem Sohne willkommen, wie erwartet, hatte Malachai doch nicht minder beim stolzen Clane der Bunjams bewiesen, dass er ein ehrbarer Mensch ist, der nicht vor hätte, irgendjemanden mit Absicht zu schaden, noch den Frieden zu stören.
So nutzten Sie nun die vom Jarl gegebene Zeit bei den Thyren, um zu lernen. Malachai hielt sich dabei dezent zurück, half bei bevorstehenden Arbeiten und Jagden mit und überliess Marick alleine sein Handeln.
Nur des Nachtes sahen Sie sich, wenn Sie Müde in die Felle sankten. Man konnte seinem Sohne ansehen, wie angenehm es für ihn war, richtig gutes Essen, feines Trinken und warme Betten. Er hatte es sich verdient und Malachai hielt an dem, was er sagte, als er seinen Arm ausbreitete und seinen Sohne in dessen einnahm, welcher sich dicht an seinen Vater kuschelte.
Er war etwas besonderes, das war ihm seit seiner Geburt klar...doch wie besonders, würde er noch herausfinden müssen.
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