Der Weg des sicheren Verderbens, oder: giftgrünes Blut.

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Zur'Xeyl
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Der Weg des sicheren Verderbens, oder: giftgrünes Blut.

Beitrag von Zur'Xeyl »

Wachen und offenen Geistes lauschte der Lethrixor den Worten, die der geweihte Ala'thraxor Tluth'Xarlor an ihn richtete, das Geheimnis um die Existenz Mael'Rayaths lüftete, die Existenz dieses einen Splitters eines uralten Relikts, dessen Macht gar das pervertierte Vorstellungsvermögen des erfahrenen Kämpfers übersteigen soll.

Vorsichtig hatte ihn der Ala'thraxor bereits über einige Tage hin an das Ganze herangeführt, das erstaunte den Lethrixor, denn üblich war es nicht, die Wünsche der obersten Letharen an einen untergebenen auf schonende Weise zu erläutern und ihn gar darauf vorzubereiten. Und der Wunsch der erhabenen Lys'Xaera und des Ala'Thraxors war es einzig und allein, der Zur keine andere Wahl liess, als zuzuhören, was der ältere ihm zu sagen hatte, auf erstaunlich schonende Art, alleine das Erstaunen darüber war es, das den Lethrixoren beinahe mehr beschäftigte als die Tatsache selbst, dass er als erfahren und fähig erachtet wurde, selbst die Weihe Alatars zu empfangen, wohlgemerkt in den Augen Lys'Xaeras und Tluth'Xarlors.

Nun war es soweit, dass sich der weisshaarige Ala'Thraxor die Zeit nahm, dem Lethrixoren die Existenz des Bruchstücks des von Alatar geschaffenen Mael'Rayath-Relikts zu erläutern, die Legende des Relikts, auf dessen insgesamt Sieben Pfaden die mächtigsten und höchsten Diener Alatars zu mehr Macht gelangten.
Zur's Augenmerk und Aufmerksamkeit galt einzig und allein den Worten des Ala'thraxors, denn früh wurde ihm klar, dass die Macht alleine schon dieses Bruchstücks ausreichte, um gar die Seele eines mächtigen Lethyren wie Syr'rael zu verschlingen.

So vorbereitet, ging es auf den anfänglich unsichtbaren Weg zum Tempel Mael'Rayaths

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der nach der ersten Hürde, ganz offensichtlich dazu gemacht, dass kein unwissender und unvorbereiteter Lethar diesen Weg finden wird, in einen Höhlenweg führte, durch grelles Grüngelbes Licht, das an sich schon Gift, Seuche und Tod ausstrahlte, der Pfad eng und seitlich von einer ebensolchen Flüssigkeit bedeckt, an deren Grund Schädel und Leichenteile zu sehen waren.

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Schliesslich galt es, sich in einen scheinbaren Abgrund fallen zu lassen, um jedoch nur wenig tiefer auf einer Treppe zu landen. Spätestens nun spürte der Lethrixor die Präsenz dieser unheimlichen und gierigen Macht, die förmlich an ihm Zerrte, er begann sich wie von Tluth'Xarlor vorbereitet, darauf zu Konzentrieren, seinen Geist vor dem gierigen Zerren nach seiner Seele zu verschliessen, was ihn viel Kraft kostete.

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Schlussendlich stand er also vor dem Bruchstück, ein scheinbar kleiner abgespalteter Teil eines Steins oder Kristalls, jedoch erschien es ihm lebendig und überaus mächtig. Diese Macht galt es zu nutzen, um seine eigene Macht zu erweitern, es war ein Instrument Alatars, wenngleich es seinen eigenen Willen besass - eine abstruse Vorstellung beim Anblick eines Kristalls.

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All diese Gedanken schossen durch seinen Kopf, während er krampfhaft versuchte, seinen Geist weiterhin unter Kontrolle zu halten, die Anstrengung zehrte langsam an ihm, forderte ihren Tribut, er konnte jedoch nicht einmal tief durchatmen ob der giftigen Dämpfe, die gar dem beinahe immunen Volk der Letharen zusetzte - da geschah es, er hustete auf, nach Luft ringend, womit die Konzentration für den Bruchteil eines Augenblicks vorbei war. Wie ein Blitz schlug es in ihn ein, die pure Macht des Relikts, die Arme nach ihm ausstreckend, als ob ihn eine Flamme aus Gift verschlingen wollte.

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Mitunter fing er sich wieder und erholte sich kläglich von diesem Eindruck, als Tluth ihm erklärte, was es hiess, die Prüfung Mael'Rayaths zu begehen. Versagen, wohl kein Fremdwort, dann doch eines, dessen Bedeutung sich nicht auf einen Letharen oder gar Lethrixoren anwenden lassen darf, war hier gefährlicher denn je, bedeutete es nicht unbedingt den Tod, sondern unvorstellbare, weitaus schlimmere Qualen.


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Zur'Xeyl
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Beitrag von Zur'Xeyl »

Es waren ereignisreiche Tage, die Gründung des Ordens, die täglich fordernde Ausbildung der angehenden Lethrixoren, derer sich Zur annahm und schliesslich die tägliche Meditation zum Training seines Geistes.

Regelmässig begab er sich in den Tempel Leth'axorns, den einzigen Ort, an dem er mit Gewissheit ungestört bleiben würde, und übte sich darin, seinen Geist gänzlich zu verschliessen und damit eine Art geistige Mauer aufzubauen. Anfänglich tat er sich schwer damit, es kostete ihn bereits grosse Mühe und Kraft, alleine die Konzentration dazu aufzubringen, ohne dass seine Meditation gestört wurde.

Von Tag zu Tag jedoch tat er sich leichter damit und hielt seinen Geist für längere Zeit verschlossen, auch erste kleine Prüfungen wie die Präsenz eines Letharen, der den Tempel betrat, unterbrachen die Kraft seines Geistes nicht.

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