Von Flüchen und dem zweiten Gesicht

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Sayid Ifrey

Von Flüchen und dem zweiten Gesicht

Beitrag von Sayid Ifrey »

„Auuuuuuutschn“

Zischte es Reflexartig aus den Lippen des von dem Fluch der Eluive geplagten Magier, als ihn sein eigener Windstoß mitsamt Nazeeya zu Boden warf.
Ihr tritt, welcher die Situation heraufbeschworen hatte tat nicht sonderlich Schmerzen, doch schwill der Knöchel am Rechten Bein doch deutlich hastig an, und erlaubte dem Fuß seltene Freiheiten. Sah es gar recht Amüsant aus, so man den Schmerz für einen Augenblick ignorieren konnte, wie der Fuß gegen alle Anatomischen Richtlinien verstieß.
„Der ist gebrochen“
Bekam er von Nazeeya in einer Kurz Diagnose zu hören, auf welche er wohl auch hätte verzichten können.
Diese neunmal Kluge Heilerin, naja Kochen konnte sie das musste man ihr lassen, und Obendrein war sie auch noch sehr Schick anzusehen. Aber diese Führsorglichkeit, so sehr sie auch von Herzen kam, war für den Verfluchten Kampfmagus nur Gift in der Seele.
Eingesperrt hatte sie ihn, verboten weiterhin in der Wüste zu Leben, zu Alt sei er…Von wegen, er war nicht alt, Eluive hatte seinen Körper stark altern lassen, und seinen Geist verwirrt, doch einiges konnte er noch klar fassen und er war sich sicher, das er eines Tages einen Weg, aus dieser Misere finden würde.
„Das ist nicht weiter Schlimm. Ich wusste mal wie das geht…Man Entsinnt sich auf den Alten Zustand des Klangbildes und findet so die Fehlerstelle…dann…hmm…Verstärkte man die Melodie…nee…man schwächte sie ab…tauschte sie aus….VERDAMMT!!!“
Der kurze Wutausbruch endete seine Brabbelei, welche Nazeeya auch schon geschickt genutzt hatte um ihm eine Bandage um den Fuß zu Wickeln und diese mit einigen kleinen Holzschienen zu versteifen.
„Siehst du alter Zausel, das kommt davon wenn man immer Staubwedeln muss. Und du Wedelst da nun nimmer rum. Machst das nur viel Schlimmer als es eh schon ist.“
Hastig, ließ sie den alten immer noch brummenden Magier auf dem Boden zurück, welcher immer noch versuchte in seinen Erinnerungen, den Weg zum Knochenheilen zu finden. Doch bevor Eluive auch nur Ansatzweise zuließ auf etwas zu Stoßen, ratterte Nazeeya auch schon mit einem Trank die Kellertreppen hinunter.
„Hier den Trinkst du jetzt. Da ist Diamantstaub und Drachenherz drin. Das Hilft zumindest bei den Katzen und Ratten“
Katzen!!? Und Ratten!? Musste er nun auch noch als Testperson für ihre Tränkekunst herhalten? Er verstand es eh nicht wie viel Zeit man mit Tinkturen für Wundbrand, Blutstillung und etliche andere Krankheiten aufbringen konnte. Aber das er nun noch als Testperson dastehen sollte, nein das konnte nicht sein.
„Trink jetzt, das wird dir Sicher Helfen und dann leg ich dich ins Bett“
Ein seufzen entrann seiner Kehle, er ward Gefangen, Bezwungen und seiner Freiheit beraubt worden. Musste sich von einer Frau sagen lassen was er zu tun hatte, welche sein Widerwort taub zerschellen ließ. Wie ein alte dem Ende nahen Hyäne. So trank er widerwillig ihren Trank, welcher widerlich bitter die Kehle herab glitt, und humpelte mit ihrer Hilfe in das kleine Bett im Keller Eck.
Geknickt, Gedemütigt und Gepeinigt fand der Verfluchte Wüsten Sohn wieder einmal in den Schlaf, doch jedem tief sollte irgendwann ein Hoch folgen, was er beim erwachen feststellen würde.
Nazeeya Rafa Masari

Beitrag von Nazeeya Rafa Masari »

Diese alte Zausel, immer musste er in ihrem Haus herrumwedeln und gar immer ging etwas zu bruch oder jemand tat sich weh.
Erst reist er ihr ihren Rock kaput und nun liegen sie gemeinsam auf dem Boden und das Knacken was sie beim Fallen vernommen hat, bedeutet nichts gutes.
Ihr tat nichts weh... also war er es wohl, dass sich irgendetwas gebrochen haben muss.
Und so war es auch. Der Knöchel, ausgerechnet der Knöchel, was bei jenem Bewegungsliebenden alten Mann auch so wunderbar heilen würde.
Aber sie wäre nicht Nazeeya, wenn sie nicht nun ein Mittelchen zur Hand hätte.
Und nun war der perfekte Moment um es einmal zu testen, denn bisher konnte sie die Wirkung nur bei Ratten und Katzen verfolgen, aber im allgemeinen, war das doch das gleiche. Ob Mensch oder Tier, alles geschöpfte der Eluive, also würde es sicher auch genauso wirken.
Diamantstaub verdünnt mit Drachenblut und dazu eine Messerspitze des heiligen Salzes. Ein Trank der sicher seines gleichen suchte und der Knochen heilen lassen sollte wie als wären sie wieder zusammen geleimt.
Die hälfte des Trankes war auf den Boden getropft, sicherlich war es keine Delikatesse, aber er brauchte sich auch nicht so anstellen. Nun nurnoch die Bandage darum die mit den Stäbchen den helfenden Halt geben sollten und sie könnte ihn ins Bett schicken.
Hoffentlich würde ihn das abhalten, daran selbst herumzuwedeln.


Nachdem sie Sayid ins Bett verfrachtet hatte stöhnte sie leise auf. Wie konnte ein so alter Mann nur so wiederspänstig sein und vorallem nicht wissen, was gut für ihn ist.
Vor sich hinbrummen schlüpfte sie in die Sandalen an der Tür. Nurnoch das Wasser holen für den kommenden Tag, dann konnte auch sie sich danieder legen.
Sayid Ifrey

Ich Back dir einen Mann

Beitrag von Sayid Ifrey »

Ein Schlag donnerte durch seinen Geist, und ein unangenehmes druck Gefühl begleitete das Aufschlagen seiner Lider. Er lag nun neben dem Bett, konnte keinen Gedanken mehr fassen so wirr und zebröselt sausten die Klänge des Liedes um ihn herum, wie ein einem Wirbel in welchen Mitte er sich befand. Taumelnd und mit Hilfe das kleinen Nachtschrankes richtete er sich auf, sein Kopf fühlte sich an als würde er gleich Platzen, aber Moment er Stand?? Ohne Schmerzen ohne Probleme?? Es muss erst einige Momente her gewesen sein, als er den Trank von Nazeeya einnahm, dieser konnte doch nicht Wirklich so schnell seine Knochen heilen?
Geplagt von diesen Wirklich üblen Kopfschmerzen und dem für den Magier kaum aushaltbaren Gewirr und Ungleichgewicht im Lied der Eluive schleppte er sich an sein Wachbrett, Schöpfte sich mit den Händen etwas Wasser ins Gesicht und Blickte in den Spiegel.
Der Mund blieb offen stehen, das Chaos des Liedes wurde für Sekunden aus dem Geist verbannt, während die Hände über das Gesicht tasteten. Der Spiegel zeigte einen stattlichen Mann, etwa in dem alter in welchem sich Sayid eigentlich befinden sollte.
Seine Hände, markelos und mit weicher faltenfreien Haut besetzt, sein Gelenk Stark und Gespannt wie von einem jungen Krieger. Er brauchte nun noch einige Momente um sich zu Fangen, die lehre Flasche mit der angeblichen Arznei dabei in den Händen hin und her wiegend. Und sich auch langsam mehr und mehr, an das Chaos und den Sturm im Lied der Eluive zu gewöhnen. Er deutete es als ihren Zorn, über den Bruch ihres Fluches, oder zumindest den momentanen.
Doch wollte er sich erkenntlich zeigen, erkenntlich dafür dass sie Unwissentlich doch großes Vollbracht hatte. Seine Kleidung viel von seinem Leib und wurde Ordentlich zusammengelegt, ehe eine kleine Kiste unter dem Bett hervorgezogen wurde, und deren Inhalt auf den Kissen verteilt wird.
Ein altes Jackett, der edle und feine Umhang seines Meisters und dessen Prunksäbel wurden langsam angelegt. Nun noch ein alter Turban wessen leicht durchscheinender Stoff noch seine Gesichtszüge grob verdeckte.
Er hatte einmal ein Gespräch von ihr aufgeschnappt, ein Frauen Gespräch über die Wünsche an die Männerwelt und ein Satz blieb ihm bis heute im Gedächtnis:
„Ich werd mir wohl einen backen müssen“
Bei dem letzten Blick in den Spiegel griff er noch kurz in das Melodienchaos ein, und sein linkes gelbes Auge verfärbte sich wie das rechte in ein sachtes hell grün, mehr war nicht mehr nötig um ihn unerkenntlich zu machen. Eiligst und Leise schlich er sich aus dem Haus, er wusste dass sie noch einmal zum Wasserholen ausgehen wird, und genau dort wollte er ihr zeigen was sie sich gebraut hatte.
Zufrieden pflückte er eine Seerosenblüte und ließ sich auf der kleinen Bank nieder. Er war sich sicher, dass es nicht mehr allzu lange dauern würde, bis sie hier auftauchte.
Nazeeya Rafa Masari

Beitrag von Nazeeya Rafa Masari »

Als wäre der Tag nicht schon schlimm genug gewesen, erblickt sie auch noch jenen roten Umhang als sie um die Ecke zum Brunnen hin biegt.
Nicht mal nach jenem schrecklichen Tag wollte ihr die Bevölkerung der Stadt ihre Ruhe gönnen. Keinen Moment des durchatmes, immer von neuem die steife hoch erhobene Haltung und doch die Unterwürfigkeit einer Frau, die sie an den Tag legen musste. Nur in ihren einsamen Stunden konnte sie sich einmal fallen lassen, das Leben geniesen.
Und nun saß da wirklich jemand an ihrem Brunnen... an ihrem Rückzugsort und stahl ihr die Zeit für sich alleine.
Eigentlich wollte sie wieder umdrehen, den Weg zu einem weiteren weg gelegenen Brunnen aufsuchen, aber zu spät er hatte sie schon wahrgenommen.
Dieses ganz verschleierte Gesicht, dessen moosgrüne Augen sie anglitzerten wie Edelsteine im Sonnenlicht. Für einen Moment konnte sie sich nicht bewegen, wie festgeeist am Boden kam sie sich vor und auch die grüßenden Worte kamen nur schleppend über ihre Lippen.
Er machte sich wohl einen Spaß aus ihrer Verdutzheit, denn so legte er ihr eine Seerose in die Hände hinein und schmuckte seine Tat noch zusätzlich mit Komplimenten und vergliech sie mit der Seerose.
Immer gar lagen jene grünen Augen dabei auf ihr, sie sprachen förmlich zu ihr und erzählten von umgarnung, von süßen Worten und der lauen Wüstennacht.

Nur schwerlich konnte Nazeeya sich den Honig von ihren Ohren wischen um ernst zu bleiben. Jene Männer... sie wussten es wie man den Frauen den Geist verdrehte wie man sie ausnutze und dann wegwarf, dass würde ihr nicht nochmal passieren.
Und doch setzte sie sich ihm gegenüber und verfolge seine Wortspiele doch mit einem gewissen Interesse. Rein Wissenschaftlich gesehen natürlich redete sie sich ein, darüber hinaus schien er viel über das Festland zu wissen, wenn er dort stationiert war bis vor kurzem. Und das kam ihr gelegen, sie war immerhin auf der Suche nach jemanden, der ihr die geläufigen Wörter für die Krankheiten der Festländer beibringen könnte.

So schleppten sich die Stunden dahin... nein sie rannten eher. Bis er es war, der ihr Anbot die Krüge mit Wasser zu füllen und nachhause zu tragen. Eigentlich wiedersprach sie ihm, aber war er gar nicht aufzuhalten ihr jenes Wasser bis vor die Tür des nahen Hauses zu tragen.
Nicht weiter ging er nur bis an die Haustüre heran, die Krüge abstellen und dann wieder zurück.
Und bevor sie sich bedanken konnte, da war er schon mit einem letzten süßen Wort in der Nacht verschwunden.

Noch lange kochte ein Teil der Heilerin und der andere Teil machte sich gedanken darüber aus welchem Haus er wohl sei und wie er wohl hies.

Eines war sicher, Charm hatte er und Witz auch und darüber hinaus war er überaus höflich ohne ihr dabei zu nahe zu tretten.
Beinahe ein Mann wie gebacken... doch jeder Mann hatte seine Schattenseite und dieser würde auch eine haben, so sollte sie ihn ja nicht zu nah an sich heranlassen.
Aber im Notfall würde dafür Sayid sorgen, er hatte eine wunderbare Gabe alle Männer in ihrer Umgebung zu verkraulen.
Sayid Ifrey

Beitrag von Sayid Ifrey »

Sein Plan ging auf, es dauerte nicht lange bis sie kam und von ihrer Neugierde und der Weiblichen Neigung von Komplimenten niemals genug sammeln zu können getrieben blieb sie auch. Unterhaltsam war es allemal, für ihn nur ein Spiel, welches er schon lange Zeit nicht mehr gespielt hat, ein Spiel mit einer guten Führsorgenden Freundin.
Ein Stechen hielt auf einmal wieder einlass in den Knöchel, der Trank kündigte das Verfliegen seiner Wirkung an. Schnelle Handlung ward nun gefragt, und so wurden kurzerhand die Krüge gefüllt, und hinter ihr her zum Haus getragen. Noch einige nette Worte welche ihr die Nachtruhe versüßen sollten, und dann eilte er auch schon nach den letzten Ordentlichen Schritten in der Dunkelheit um eine Ecke.
Sie hatte nichts bemerkt, das Schleiertuch des Turbans hatte sein Schmerzverzerrtes Gesicht verdeckt, sein Stolz und sein Wille den Schmerz bis eben, weitest gehend unterdrückt. So stand er nun vor Schmerzen Keuchend, hinter einer der Sandstein Mauern wieder in dem Kleid des alten Mannes. Das Lied um ihn herum legte sich wieder, nahm wieder Gewohnte Melodien an und beruhigte sich auch mit seinem Gemüht. Die Stunde des Schwanes ward vorbei. Die feinen Kleider wurden zusammengelegt und Ordentlich Versteckt, ehe er in das Lied eingriff, einige Töne, hastig Verschob, andere vollkommen ersetze um sich in eine völlig neue Struktur zu stricken.

Einige Zeit später saß eine alte Schwalbe auf dem Fensterbrett von Nazeeyas Schlafzimmer und beobachtete die Junge Frau. Ehe sie immer mal wieder mit den Flügel schlagend, auf einem Bein in den Keller hüpfte.


Im Traum wo alle Magier nachdenken, suchte er schon die Favoriten der Tränkeverstecke für morgen zusammen, es musste noch etwas von dem Trank geben, welcher ihm sein altes Leben zumindest für einige Stunden zurückschenkte.
Und er wusste nun dass es möglich war, den Fluch der Eluive zumindest Zeitweise abzulegen. Eines Tages, so war er sich sicher, würde er über die Verbitterte und Zornige Mutter wie er manchesmal über die Schimpfte siegen.
Sayid Ifrey

Beitrag von Sayid Ifrey »

Als er am nächsten Morgen wach wurde, war Nazeeya schon aus dem Haus. Und so humpelte der alte Mann mit Hilfe seines Stockes durch das Haus, von einer Ecke in die andere hier eine Beschriftung des Fasses lesend, dort eine Tränke Viole umdrehend. Das konnte doch nicht so schwierig sein, mehr von diesen Tränken zu finden. Sie hatte sicher einige gemacht, nachdem sie bei den Ratten und Katzen solchen erfolg hatte. Nur wo hatte sie jene versteckt.
Ihr Kleiderschrank?? Ney, meinte er laut als sein Blick auf diesem alten Rustikalen Möbelstück hängen blieb, welches das letzte Darstellte in welches er seine Nase noch nicht gesteckt hat. Wenn sie mich dabei erwischt, murmelte er zu sich selbst und öffnete langsam die Türen, begleitet von einem Mulmigen Bauchgefühl.
Puh, wer hätte das gedacht, fein Säuberlich nebeneinander gereiht standen dort auf dem Schrankboden einige besondere Tränke. Schönstes Duftöl, ein Liebestrank? Er sah sich die Flasche genauer an und stellte sie Kopfschüttelnd wieder zurück und einige von den Violen welche sie ihm Gestern verabreichte. Aus der hintersten Ecke, wo er hoffe das es nicht ganz so auffallen würde, nahm er sich einen der Tränke heraus, und versteckte ihn Vorsichtig in seinen Taschen.
Das Spiel konnte weiter gehen, nur wo?
Der Magier humpelte hinaus, auf den Balkon, den Blick gen Himmel richtend. Es war schon Mittag, und Nazeeya normalerweise um diese Zeit auf den Weg in die Oase.
Eiligst wurde der Trank zu sich genommen, die Kleidung gewechselt und alles Ordentlich hinterlassen. Noch der kurze Zauber für die Augenfarbe und schon konnte er in die Oase eilen.
Erster…Puh…was ein Glück.. mal sehen wann sie hier auftauchen würde und wie das Spiel weiter gehen wird.
Er legte sich in den Sand, hielt die Füße in das Wasser und lehnte den Kopf auf eine große Stauden Wurzel, entspannt wartete er auf den Spielbeginn.
Nazeeya Rafa Masari

Beitrag von Nazeeya Rafa Masari »

Die Sonne stand heis am Himmel und die meisten Bewohner der Stadt trafen sich in den Teehäusern und unter den Baldachinen um einen Moment der Ruhe zu geniesen.
Nun wo auch in der Alchemistenküche im Kontor einmal Ruhe eingekehrt ist und nicht ständig einer kam um etwas abzuholen oder zu fragen konnte auch Nazeeya sich auf den Weg machen.
Jedoch wurde ihr Mittag nicht so ruhig und besinnlich.
Sie machte sich auf zur Oase um dort eigentlich ein paar Kakteen zu schneiden.
Doch schon auf dem Weg sah sie hier und da Fußtritte im noch nicht wieder verwehten Sand. Sie beschlich das Gefühl, dass sie nicht allein sein würde an der Oase.

Nachdem sie durch den Bogen aus Kakteen in die grüne des Grases getretten war entledigte sie sich ihrer Schuhe.
Bisher hörte und sah sie niemanden, was ihr nur ein heiseres aufatmen entlockte.
Nun noch einen kurzen Moment ans Wasser, mit den Füßen die Kühlung erfahren, dann würde sie beginnen.
Doch so weit sollte es nicht kommen, am Ufer sah sie ihn.
Der Umhang und der Turban der gleiche wie am gestrigen Abend. Und auch ohne, dass sie seine grünen Augen sah, wusste sie, dass er es war.

Nun störte er sogar ihre Ruhe in der Oase...
Sie straffte ihre Haltung etwas und tratt noch einen Schritt näher bevor seine Augen sich schlagartig öffneten und sie wie gestern für einen Hauch des Momentes in ihren Bann zogen.
Sayid Ifrey

Beitrag von Sayid Ifrey »

Sie war gekommen, wie er es erwartet hatte stand sie vor ihm. Etwas abweisend und doch neugierig Wirkte sie, als sie sich in seiner nähe nieder ließ und mit ihrer warmen Stimme in das Gespräch einstieg.
Er bemühte sich mit ihr steht’s auch mal freundlich zweideutig über die Schönheit der Wüste vor allem der Oase zu sinnieren, und dabei noch das ein oder andre Kompliment für sie übrig zu haben. Er mochte es, wenn sie ihren Kopf leicht neigte um ihre rot schimmernden Bäckchen, welche durch den Schleier blitzten, zu verdecken.
Doch selbst ihm gingen irgendwann die Worte aus, und so kam ihm das knurren seines Magens entgegen. So rutschte es ihm förmlich aus Gewohnheit heraus, ob sie denn was zu essen mit sich führte? Ob Glück oder Unglück seine anfrage wurde verneint und so konnte er erneut dank eines Gedanken Blitzes weiter Spielen. Er würde ihr etwas zu essen zubereiten. Wusste er doch wie schwer sie es oft hatte ihren Süßen speisen zu widerstehen und wie arg geknickt sie war, wenn er ihre Mühen mit einem Schlag vernichtete ohne ihr etwas über zu lassen.
Fehler und Gemeinheiten, welche er aus Faulheit und Leichtigkeit begann. An sich wurde er durch die Bemutterungen und die Sorgfalt welche er in seinem Verfluchten doppelt so alten Körper erfuhr sowieso Faul und zum Teil unausstehlich. Seine Arroganz ergab mit der Sorge um ihn eine tödliche Mischung.
Es störte ihn die ganze Zeit recht wenig, doch je länger er nun mehr oder weniger wieder er selbst sein konnte, vielen ihm diese Fehler auf. Schlugen auf sein Gewissen und trieben ihn zu taten, wie eben dieser an.
Die Wurfmesser glitten durch die Luft in einem Unbemerkten Moment von einem Magischen Luftkissen noch auf den richtigen Weg gebracht trafen sie ab und zu sogar ihr Ziel.
Zwei Kokosnüsse, einige Bananen und noch mehr Datteln, damit sollte sich was machen lassen.
Unter den Strängen Augen einer seiner Meinung nach Meisterköchin quälte er sich nun zu einem Improvisorium. Eine Hälfte der Kokosnuss in welcher noch der meiste Saft zu finden war, schenkte er ihr, die andere trank er selbst und benutzte sie nunmehr als Schüssel für seine Speise. Zwei Bananen schälte er und warf sie Zerkleinert in die Schale, darauf folgten einige entkernte Datteln. Mit dem Knauf eines kleinen Dolches wurde daraus dann eine zähe klebrige Masse püriert, welche er noch mit etwas Kokosmilch aus der zweiten Nuss auffüllte.
Sicherlich nicht Wahnsinnig Lecker aber wohl selten. Unter diesen, wohl einzigen Aufmunternden Gedanken reichte er das Gefäß an sie weiter.
„Gar nicht mal so schlecht“
Die Worte versteinerten ihn Beinah, als sie nach einigen Momenten Honigsüß aus ihrer Kehle sprangen. Und mit einer guten Tat mehr am Tag ein heiteres dauer lächeln auf seinen Lippen hinterließen.
Doch wusste er dass seine Zeit gekommen war, konnte er am Gestrigen Abend ja schon einmal abschätzen wie schnell der Trank seine Wirkung hielt, beziehungsweise sie auch wieder Verlor. Es würde noch reichen, um sie wie es sich Gehört durch die Wüste zu geleiten und sich dann Ordentlich zu Verabschieden.
Es würde nicht das letzte Mal bleiben, und doch musste er sich erstmal Überlegen wie er von Nazeeya weitere Tränke bekommen würde, damit sein kleiner Diebstahl nicht weiter auffällt.
Nazeeya Rafa Masari

Beitrag von Nazeeya Rafa Masari »

Mit einem Kistchen von Tränken kam sie die Treppe hinunter. Scheinbar waren die Tränke viel zu gering dosiert, sie war davon ausgegangen, dass es menschliche Knochen sehr rasch wieder zusammen heilen lassen würde.
Nunja wie auch immer es war, Sayid meinte, es würde helfen aber er bräuchte eben etwas mehr.
So würde er etwas mehr bekommen. Ihr Tränkevorrat von jenen Tränken war zwar somit beinahe ausgeschöpft. Aber dann würde sie wohl nun bald einen Versuch starten indem sie die Dosen von Diamantpulver und Drachenblut etwas erhöht.
Ihm die Tränke in sein Zimmer tragen wunderte sie sich einen Moment über die schiere Ordnung die dort herrschte. Eigentlich war er weniger der Ordentliche Mensch, aber nunja sie freute sich darüber und machte sich dann wieder auf auf den Weg hinauf zu ihm.

Sie wollten noch einen Moment das Treiben auf dem Basar geniesen.

Ein paar Stunden später...

Sie war gerade dabei die Tür wieder hinter sich zu schließen. Nurnoch rasch Wasser holen, dann wäre sie endlich bereit für das Traumland. Doch wo waren die Krüge die sonst immer im Treppenaufgang standen.
Gähnende Leere herrschte nun dort, nurnoch der Abdruck der schweren Tonkrüge war zu sehen.
Sich noch verwundert umsehen ob jemand sich einen Schabernackt erlaubt hat. Tratt er um die Ecke, beladen mit den zwei Krügen die er wie als wären sie Federn lings und rechts jeweils in einer Hand trug.
Seine Grußworte waren wie immer die selben und auch seine Augen strahlten sie an, wie als würde er den größten Schatz auf Erden ansehen.
Diese leichte Gier und doch diese zurückhaltende Art war bestechend.

Von ihrem Essen wollte er kosten nun so spät in der Nacht. Nun was wäre sie für eine schlechte Gastgeberin wenn sie nun es ablehnen würde nun wo er schon die Krüge für sie getragen hat.
Sayid Ifrey

Beitrag von Sayid Ifrey »

Har! Er hatte wieder einige Tränke, wie leichtgläubig sie ihre Hilfsbereitschaft doch machte. Seinem Knöchel ging es immer noch Bescheiden und er nahm sich auch sicherlich fest vor ihr Irgendwann zu sagen, dass ihre Tinktur so gar nicht zum Knochen Heilen geeignet ist. Aber das hatte ja noch Zeit. Apropo Zeit, lang war sie nun schon Weg, aber die herein brechende Dunkelheit versicherte ihn, dass sie bald Heimkehren würde.
Eine Viole würde geöffnet und ihr Inhalt die Kehle hinab gestürzt. Wie ein Donnerschlag zerriss dieser Trank wieder das Lied in der Umgebung des Magiers, schrill und wirr tanzten die Noten außerhalb ihrer Tonlagen.
„Schimpf du nur Eluive…Schimpf du nur“
Murrte er zu sich selbst, während er den Stock auf sein Bett warf und sich Umkleidete. Es hatte schon etwas Befreiendes, die Jugend wieder in den Adern zu spüren, die Stärke in den Händen wenn er etwas anpackte. Er genoss jede Sekunde welchen ihm diese Tränke schenkten, und so wurde der Schmerz immer schlimmer, wenn die Wirkung wieder einmal Nachließ.
Ein junger Khal’Sem welcher wohl durch das Chaos in dem Lied angezogen wurde schlüpfte um ihn herum, und übernahm sogar für ihn die Umfärbung seiner Augen. Es war überhaupt ein Witziger Dschin, welcher nun schon ein paar mal auftauchte, wenn er so ein Chaos verursachte. Vielleicht wurde er ihm ja eines Tages etwas nützen. Aber nun, nun galt es erstmal Nazeeya, für die Tränke zu danken.
Eilig schlüpfte er aus dem Haus und schnappte sich ihre Tonkrüge und eilte von dannen.

Es Funktionierte, gar Perfekt. Sie öffnete gerade die Tür, als er mit den zwei Krügen zurückkam. Und sie in den verzweifelt nach ihnen Suchenden Blick stellte. Er bildete sich ein ihren Stolz beinah spüren zu können. Und ward auch nicht verlegen, nach einem Essen zu Fragen, als sie ihn nach einer Entschädigung Fragte.
Er würde heute eh nichts mehr von ihr bekommen, nahm sie sehr Wahrscheinlich an dass er mit schmerzen im Bette lag. Warum also die Change nicht nutzen.
Sie überschlug sich fast in Hecktick und Tischte in binnen von wenigen Lidschlägen auf. Sein Herz schlug nun langsam immer schneller und die Gedanken überschlagen sich. Sollte er seine Züge noch mals mit der Magie verschleiern? Oder sollte er es Wagen den Schleier einfach so abzulegen? Sie kannte ihn nur in seiner alten Haut, und im vergleich dazu, war er doch ein andrer Mensch.
Ein Ruck ging kurz durch seinen Körper ehe er langsam die Fibel am Hinterkopf öffnete und das halb Durchscheinende Schleiertuch von seinem Gesicht nahm.
Sayid Ifrey

Beitrag von Sayid Ifrey »

Die letzten Tage rasten, wie der Wüstenwind an ihm vorbei. Das Familientreffen, war eine Katastrophe. Doch ob es nun an seiner Familie oder seiner Wut und Enttäuschung lag dass er sich frühzeitig, um genau zu sein nach der Begrüßung verabschiedete wusste wohl er selbst nicht mehr so genau.
Die gefangen schafft in diesem alten Körper machte ihn immer mehr zu schaffen, immerhin ging es seinem Fuß wieder besser. Aber dennoch kramte es ihn. Um ihn herum egal wo er hin sah, die Truppen Übungen, Frauen und Kinder welche zu den Soldaten aufsahen und mit ihnen die letzten Wochen verbrachten.
Es war wieder Krieg und er durfte nicht hin.
Zu alt zu verwirrt,
„Opachen, sei doch nicht so verbissen. Du verwundest vielleicht noch die eigenen Soldaten.“
Er schluckte, den Glühendheißen Wutklumpen bei Nazeeyas Worten wieder hinunter.
Er zog sich immer mehr zurück, blieb in seinem Keller, und Experimentierte, verließ ihn aber auch nun wieder öfters. Immerhin hatte Nazeeya ihm das Zaubern in ihrem Haus verboten, und er hatte sich ja fest Vorgenommen mehr auf sie acht zu geben. So war er wieder öfter in der Wüste, und des Abends allein. Dachte über sein Leben nach, erinnerte sich an die höhen und die tiefen.
Er würde einen Weg finden, um den Fluch der Eluive zu brechen, er bereitete sich vor, einen letzten Kampf wohl gegen sich selbst und gegen die Göttin zu bestreiten. Zu verlieren hatte er nicht mehr viel. Sein Leben hatte ihn Eluive schon genommen, entweder er gewann jenes wieder zurück, oder er würde von dieser Welt wohl wieder Scheiden.
Zornig und Wütend donnerten die Hände in den Wüstensand und einige Verzweifelten Tränen mischten sich mit den warmen Körnern.
Egal wie aber so sollte es nicht mehr weiter gehen.
Nazeeya Rafa Masari

Beitrag von Nazeeya Rafa Masari »

Seit Tagen hatte sie ihn nicht mehr gesehen, jenen Mann mit dem hauchdünnen Schleier der seine Gesichtszüge erahnen liesen.

Es war nun vier Tage her wo sie jeden Abend vor dem Fenster gewartet hatte, sogar das ein oder anderemal war sie eingeschlafen dabei und erst mitten in der Nacht hochgeschreckt und festgestellt, dass ihre Krüge immer noch leer vor der Tür standen.
Er war nicht mehr da...
Wieso war er nicht mehr da, eine Frage, die sie besonders beschäftigte wenn sie gerade nicht abgelenkt war.
Und die Männer der Stadt gaben sich besonderes Mühe sie von allem abzulenken. Aber wohl weniger aus Absicht, sondern mehr aus purem Eigennutz.
Sayid machte ständig unordnung im Keller und sie war sich sicher er Staubwedelte dort heimlich, wenn sie nicht da war.
Fuad hatte ihr eine lange Liste mit Tränken gegeben die für das Kontor gefertigt werden sollten.
Und Raakin kam mit einem Gespräch mit Raseeda.
All das was ihr noch gerade fehlte zu ihrem 'Glück'.

Der einzigste Lichtblick war wohl, dass Razim wieder in der Stadt war und die Wüste ihn nicht gefressen hatte. Aber er hatte das Wüstenfieber sich eingeschnappt und dies wiederrum versetzte sie in reges Treiben.
Dort nach ihm sehen, ihm hier etwas zu Essen vorbeibringen und dafür sorgen, dass er sich etwas ausruht.
Ihm darüber hinaus bei seinen wirren Träumen zuhören um zu sehen, wie das Fieber vorranschritt oder zurückging.

Aber dennoch, dachte sie in jeder freien Minute daran, wo er wohl war, jener andere Mann. Was sein verschwinden zu bedeuten hatte.
War es jener Abend wo er Juma die Muscheln abkaufte.

Sie schaute einen Moment auf die Muscheln die auf dem kleinen Tischchen in ihrem Schlafzimmer lagen.

Oder war es eher die Tatsache, dass er dachte, sie wäre hinter das Geheimnis seines Namens gekommen.

Nun vielleicht war sie das auch, seine Geschichte die er erst preis gab als Yaamal nach seinem Namen fragte und sie nachbohrte als sie wieder alleine waren.
Denn der Name und seine Geschichte sie deutete auf so vieles hin und dennoch drehten sich ihre Gedanken immer nur um den einen Weg.

Said.... Said Omar
Konnte dies sein?
War dies überhaupt möglich?
Sayid Ifrey

Beitrag von Sayid Ifrey »

Vertieft in Vorbereitungen und Versuchen schaltete er die Welt um sich herum fast gänzlich aus. Zog sich zurück und Konzentrierte sich auf das Lied Gefüge, welches er immer noch wie durch eine Glaswand gedämpft und verzerrt wahrnahm.
Die meisten Versuche gegen diese Störung oder den Filter, welchen man über ihn legte anzukämpfen scheiterten kläglich. Doch der ein oder andere ließ immerhin kurzfristig, einen hauch, des reinen Liedes zu ihm durchsickern.
Nur selten ging er noch in die Stadt oder wandelte auf den Dächern, wo ihm Nazeeya hinterher eilte und ihn wieder einfing.
Ihr Gesicht war zu trollig, als sie ihn unter Jumas Pavillon gefunden hat, als sie ihre Blumen goss. Als ob es so ein drama wäre, wenn er sich dort auf den Kissen nun einmal zur Ruhe legte. Aber ihre Sorge so schien ihm zumindest wurde zunehmest stärker. Irgendetwas beschäftige sie am Abend, und ließ sie warten. Und irgendetwas gab ihr jeden Morgen neue Hoffnung, ehe sie enttäuscht ihm erneut unter die Augen trat.
Sie hatte bisher nie von den Erlebnissen mit seinem zweiten Gesicht erzählt, und die Arbeit welche sie ansammelte, war sie bisher auch gewohnt. Kam es ihm sogar so vor, als wäre sie ohne jene Arbeit auch meist Unglücklich.

Der Trank wanderte von einer Hand zur anderen, sein Fuß war langsam wieder in Ordnung, somit würde er nicht mehr allzu viele von diesen Tränken bekommen und er wusste bislang auch noch nicht ob sie ihm bei seinen Bemühungen gegen Eluive anzukommen helfen würden.
Dennoch auf einen mehr oder weniger kam es nicht an, und er konnte es kaum mehr ertragen Nazeeya so Trübsal blasend durch die Küche wandern zu sehen. So schlich er sich Vorsichtig aus dem Haus, wechselte seine Kleidung, und nahm mit etwas zittriger Hand den Trank zu sich.
Es dauert nicht sonderlich lange, bis der Wirbelsturm im Lied der Eluive um ihn herum tobte. Donnern, Schrille gequätsche Töne, surren nun Hecktisch um ihn herum und betäuben die Sinne des Magiers. Ehe er etwas benommen, sich wieder in seinem eigentlichen Körper wieder findet. Eiligst kam er zurück und füllte wie in einem Ritual ihre Krüge, ehe er gegen die Tür klopfte.
Viel brachte der Abend nicht mehr, er konnte wieder einige von den Leckeren Kokostörtchen ergattern, welche sieh ihm normal Verweigerte. Und er genoss es schlichtweg, sie wieder einmal Glücklich und Ruhig auf einem Kissen zu sehen. An sich war es erstaunlich angenehm einfach nur zusammen in dem Raum zu sein.
Nazeeya Rafa Masari

Beitrag von Nazeeya Rafa Masari »

Sie wusste nicht mehr wie sie nachhause gekommen war. Das Salzwasser hatte eine weise kruste an ihrem Kleid wie auch ihren Beinen gebildet.
Und Stumm flossen Tränen über ihre Augen.

Sie hatte den Tod noch nie so nah an sich gehabt.
Und nun hatte sie ihn beobachtet... beobachtet wie der Tod einen so lieben Menschen geholt hatte.
Zwar war er nicht wirklich tod, aber ein Teil von ihm und dies wurde ihr nun so schmerzlich zugetragen.

Sayid war nicht jener alte Opa für den sie ihn immer darstellte.
Er war einmal ein junger hübscher starker Mann gewesen welcher gegen Rahal gezogen war.
Und nun war er alt und verbittert, wie grausam der Tod doch war und wie wenig Gedanken sie sich bisher über Sayid aus jenem Blickwinkel gemacht hatte.

Langsam ging sie die Stufen zu seinem Zimmer hinab, sie sollte noch einmal nach ihm sehen.
Nachdem sie die Vorhänge zur Seite geschoben hatte flackerten ihre Augen.
Was lag dort auf dem Bett.
Ein leicht nasser weiter Umhang, bestickt mit purem Gold. Ein weißes Schleierkopftuch, leicht durchsichtig und benetz mit Meerwasser.
Nein... nein nein...
das dürfte nicht wahr sein.
Sie griff nach jenen Dingen auf dem Bett des 'alten' Magiers und als sie das Kopftuch an ihre verschleierten Lippen drückte, wurde es schwarz um sie herum...
Sayid Ifrey

Beitrag von Sayid Ifrey »

Der letzte Trank..
Er schob in vor sich auf dem Tisch von einer Hand in die andere. Sollte es Wirklich das letzte mal sein? Das er sich gegen Eluive aufbäumen könnte? Sollte sein Spiel ein Ende haben, und eine gewisse Akzeptanz einkehren? Würde er sich Geschlagen geben?
NEIN!!
Es wäre nicht der erste Kampf welchen er voll entschlossen bis zum letzten Blut kämpfen würde und so hoffte er nicht der letzte. Und so floss das bitter süßte Getränk seinen Rachen hinunter. Sichtlich genoss, der Magier die klänge im Lied der Eluive welche er mehr und mehr wahrnehmen konnte, je weiter der Trank sich in seinen Adern verteilte. Selbst wenn es für einen Lieb „Benutzer“ wohl grausame Töne und Wirrungen waren, welche bei ihm früher die Alarmglocken schlagen ließen. Sorgte die Tatsache, dass der Trank ihm dabei half überhaupt mal wieder etwas Wahrzunehmen für eine tiefe Befriedigung. Ein letztes mal wechselte er die Kleidung, warf sich den Edlen Umhang seines alten Meisters über und behang sich mit seinem Prunksäbel.
Er würde wieder einmal fort gehen, alleine mit sich selbst, ohne die anderen zu Gefährden sich seiner selbst stellen. Aber vorher musste er sein Spiel mit Nazeeya beenden.

Sie reagierte recht Gefasst als er in seiner Jungen und eigentlichen Gestallt vor sich trat, und seinen Abschied verkündete, und doch merkte er ihren Unmut. In Kindlicher Sturheit stellte sie sich gegen seine Worte und ließ jene an sich abprallen.
Und wo das Wort gegen Taube Mauern rennt, mussten taten her.
Sie gingen aus der Stadt, über ein paar Dünen zum Meer. Er würde ihr die Dinge zeigen, welche sie in Worten nicht verstand. Bis über die Knie standen sie im Wasser, welches begleitet durch einen kurzen Lufthauch und einem eingriff in das Lied, glatt wie ein Spiegel um die beiden lag, und den Abendhimmel widerspiegelte. Ihre Finger durchbrachen kurz die Oberfläche ehe er seine Bilder, auf den sich bildenden Strudel Projizierte.

Steinerne Schwarze Mauern bilden den Hintergrund, aus welchem schwer Gerüstete Krieger eilig, begleitet von einem Pfeilhagel auf sie zu Stürmen. Vor ihr ein junger Magier, ein Menekaner etwa ende der Zwanzig. Welcher wie in einem Tanz das Feuer um sich bündelte. Ein Wirbel aus Feuer und Wind zieht sich um diesen Menekaner in die Luft fast so hoch, wie einer der Türme im Hintergrund. Sie sieht die Pfeile in dem Feuerwirbel verbrennen, erste Krieger in den Flammenwänden zusammen sacken. Ein spiel der Extase, welches sich vor ihren Augen in dem Wasserstrudel abspielt.
Die Finger und Hände des Magiers werden schwammig, scheinen zu verschwinden, und sein Blick gleiten über die Schulter, ihr direkt in die Augen blicken. Ein grünes und ein gelbes Auge sehen sie, Verzweiflung, Angst und Enttäuschung schreit förmlich aus ihnen, während sich die Gestallt langsam auflöst und das Spiel im Wasser wieder verebbt.


Er hatte ihr seine Vergangenheit gezeigt, seinen Tod. Zumindest bezeichnete er ihn als solchen, während er den Magischen Schleier ablegte und den Turban ins Wasser gleiten ließ.
Stumm, verstört und wie Gefesselt stand sie vor ihm, sah in dasselbe Gesicht welches sie soeben in dem Feuersturm sah. Sah dieselbe Verzweiflung, dieselbe Angst bis auch er seine Gestallt entfernte.

Die Konturen seines kleinen Keller Zimmerchens bildeten sich langsam um ihn herum, sein Kopf dröhnte und die Wirkung des Trankes verlor sich langsam. Niedergeschlagen, legte er seine Kleidung auf sein Bett, warf sich seinen alten Mantel über, packte sich die immer noch nötige Gehhilfe, und schlenderte langsam ein die Wüste. Ein Gang welcher er nicht das erste mal Beschritt, und dennoch mehr hasste als alles andere.
Er wusste nicht was er erwarten konnte, war er selbst sein Gegner, oder galt es sich gegen die Mutter zu beweisen?
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