Vom Flickenteppich zur Rüstung

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Tajara Nair
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Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57

Vom Flickenteppich zur Rüstung

Beitrag von Tajara Nair »

Während andere Schwangere herumsitzen und ihre Söckchen stricken - die Haseneltern vor der Geburt ihrer Jungen beginnen ein Nest zu bauen.... tja, da scheiterte Tajara kläglich im Versuch ihrem ungeborenen Welpen ein nest zu bauen. Sie hatte ja bereits alles. Eine Holzwiege, ein Fellbett und ein warmes trockenes Zuhause für ihr Kleines. Eldir würde wohl oder übel noch etwas an der Höhle richten müssen, dmit der Durchzug nicht so grausam für das Kind wurde, aber weitestgehend war dies eine Sache von Tagen, wenn dieser Faulpelz endlich was machen würde!

Als sie die Höhle ausmistete und die alten getragenen ledersachen so anstarrte, die alte Dämonenknochenrüstung aushob, die sie wie einen Schatz gehütet hatte, da kam ihr der Gedanke "Was wäre, wenn ich aus dem Besten aller Rüstungen DIe Rüstung fertigen würde?" Ein Gedanke der sie in ihrer Unterbeschäftigung nicht losließ.

Nähen und flicken konnte sie ja inzwischen, und so behandelte sie die Dämonenknochenrüstung als Skelett. Als Skelett zum Bau einer Rüstung darüber. Würde sie fertig sein hätte sie die wohl interessanteste Rüstung, die man sich vorstellen konnte zusammen. Dann hätte sie nicht nur den perfekten Bogen sondern auch die perfekte Rüstung...
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Tajara Nair
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Beitrag von Tajara Nair »

Sie breitete die abgetrennten Lederlagen vor sich auf dem Bode aus und betrachtete sie nachdenklich. Das Beste von jeder Rüstung vereint zu einer - ein interessanter Ansichtspunkt und sicherlich nicht verkehrt. Die Schneider der Städter leisteten ganze Arbeit in Punkto Haltbarkeit - und ihr Vorteil war, dass man die Nähte ziehen konnte ohne dass das Rüstwerk beschädigt war.
Modisch würde dieser Zanken nicht aussehen, aber er würde etwas her machen. Ein Schutz wäre gegeben, der viele vor Neid erblassen würde.
Dämonenknochen waren ellastisch und leicht, ein guter Grund sie zu tragen. Sie als "Skelett" für die eigentliche Rüstung zu verwenden war aber genial, denn so würde sie nicht nir bequem Platz liefern, sie würde auch vor magis chen Angriffen schützen und stand halten.
Am Abend darauf jedenfalls war der boden von Tajaras Waldhöhle ausgelegt mit verschiedensten Lagen Leder. Die Knochen der Rüstung waren abgetrennt und lagen vor einer grob gemalten Skizze auf die Höhlenwände ausgebreitet.
Der Schwierige Teil würde beginnen.

So manche Schwester würde Tajara zwischen ihrem zuhause und Neu-Sturmwipfel umherreiten sehen und immer wieder die seltsamsten Dinge hervorsuchen sehen. Ein Becher, einige krüge, Pergament, Kohlestift, Baumharz, Birkenpech...

Besonders dürfte wohl ins auge fallen, dass sie mit Metallbarren hantelte, sie wog sie in Händen ab und betrachtete sowohl die Pyrian, als auch die Coelliumbarren kritisch, immer wieder den kopf schüttelnd und "Mhm" "Nein bloß nicht" oder "Ach scheiße" murren.

Was auch immer in den kopf von Schwangeren vorgeht. Vielleicht ist sie nun völlig durchgedreht. Oder aber sie brütet nur wieder irgendein Ei aus.
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Tajara Nair
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Beitrag von Tajara Nair »

Nein, die Wollsocken hatte sie nicht vergessen, aber so wie sie aussahen taugten sie für die Öfentlichkeit nicht viel, gerade mal um die Füße des noch Ungeborenen zu wärmen, aber um mehr ging es da auch nicht, vorerst jedenfalls.
Nichts desto Trotz lag ein Flickenteppich rum, gefertigt aus verschiedensten lederteilen, beschlagen mit allen Metallen, die nur denkbar gut waren. Die Ringe ihrer alten Kettenrüstung lieferten das Diamant - und mit den Beschlagbarren konnte sie weitgehend etwas anfangen. mehr schlecht als Recht vielleicht, aber praktikabel.
Um ihren Bauch zu schützen beschloss sie vorerst nur einen Schurz zu fertigen, welcher diesen abdeckte. Dickes Leder würde zumindest ungezielte Schläge abwehren, man von der Tatsache abgesehen, dass Tajara zum ersten mal in ihrem Leben NICHT daran dachte sich auf eine Schlägerei einzulassen, so wollte sie sich zumindest einigermaßen sicher fühlen, wenn sie aufs Festland reiste um ihre Gefährten von den Waldgeistern zu besuchen.
Der Schwierige Teil kam jetzt. Nämlich als sie das Rüstwerk über das Knochenskelett spannte und begann wie wild darauf einzuschlagen. Ein Hammer musste her und das bisschen Bewegung tat ihr sogar gut. Morgen würde sie mit dem Kram wohl fertig sein, und dann hatte sie - passend zu ihrem Bogen wohlgemerkt - eine ganz annehmbare Rüstung. Und das zählte vor allen Dingen.

Eines konnte Tajara keinesfalls; das Heimchen am Herd spielen. Und so war sie ganz ffroh, wenigstens etwas tun zu können.
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