Ein unerwünschter Gast....

Valterian de Valshess

Ein unerwünschter Gast....

Beitrag von Valterian de Valshess »

Auf der Suche nach Antworten

Es
begann alles mit einem Treffen zwischen Arkorithern und den Letharen, daraus entwickelte sich die Aufgabe des Maestros, dessen Anweisungen klar und unmissverständlich waren. Valterian würde seinen Anweisungen folge leisten. Aus einem Ihm nicht näher bekannten Grund, schätzte er den Maestro sogar etwas. Was im Leben von Valterian nicht sonderlich oft vorkommt. Bannkreise, Bannflüche, Schutzzauber. Es galt sich erneut damit auseinander zu setzen. So begann er sorgsam mit seinem Studien alter Notizen aus dem Unterricht. Er suchte wie selten zuvor die Bibliothek auf. Isabelle war schon sehr überrascht darüber den Magus an einem Tag länger zu Gesichts zu bekommen, in der Bibliothek, als in dessen ganzer Ausbildungszeit vom Studiosi zum Adepten und darüber hinaus.

Ein paar Tage vergingen ehe Valterian ein paar Antworten auf ein paar der Fragen fand die er suchte. Später folgte noch ein Gespräch mit der Anführerin der Letharen, welche so theatralisch schön den Titel der Erhabenen trägt. Im Verlauf dieses Gespräches erlangte der Magus neue Erkenntnisse, Erkenntnisse die es galt zu Ergründen. Die es galt Verstehen zu Lernen. Was er wohl finden würde auf seiner Suche? Wie konnte Jemand von außen den Schutzzauber dieser Insel durchdringen? Woraus bezieht er seine Kraft. Wie stark ist er? Was verankert Ihn damit er nicht wie alles im Lied zurück zu seinem Ursprung sucht. Alles was im Lied verändert und manipuliert wird hat die Eigenschaft auf kurze oder längere Dauer je nach Stärke des Zaubers zurückzukehren in seine reine ursprungsform. Doch wenn man einen Zauber an etwas koppelt, dann haben besonders Schutzzauber langen bestand. Doch war die Aussage des Maestros die Wirklichkeit gewesen oder Täuschte er mit seiner Antwort nur unsere „Freunde“ und somit auch uns? Kannte er die Antwort überhaupt? Welche Geheimnisse der Maestro wohl hinter der verschlossenen Türe, des Zimmers der ehemaligen Maestra hat finden können? Doch sicher ist mit dem Tot des Maestra und Ihres Stellvertreters ist dem Orden auch viel Wissen verloren gegangen.

Irgendetwas in Valterians Kopf sagte Ihm, das der Schutzzauber welcher die Burg vor der Außenwelt Schützt einige Risse hat. Entstanden durch die vielen Jahren ohne das Jemand Ihm neue Kraft hat zukommen lassen. Oder vielleicht durch den zurückliegenden Kampf mit der Maestra und dem Elegido. Irgendwo musste eine Lücke sein. Dieser Fremde hatte den Schützendenzauber dieser Insel durchbrochen. War er so mächtig? Oder wir nachlässig?

In dem großen Raum angekommen, begann Valterian mit seinen Vorbereitungen das Pentagramm welches noch aus einem zurückliegenden Ritual vorhanden war erneut zu Weihen. Doch um sicher zu gehen das es Ihm die gewünschte Stärke verleiht welche der Magus benötigt auf seiner Suche, erneuerte er die Linien des Pentagrammes, stets darauf achtend das er keine Lücke hinterließ, da sonst der eigentliche nutzen des Pentagrammes verloren gehen würde. Der Magische Fluss wäre nicht Gewährleistet. Unter seinen Bewegungen konnten andere Magier innerhalb der Burg klar die Präsenz des Magus im Lied der Eluive vernehmen. Nach der Weihe und dem Taufen folgt nun noch das Trocknen. Er nutzte für diese Vorgänge Drachenblut sowie Knochenmehl. Es vergingen allein durch diese Prozedur schon ganze Stunden ins Land. Nun war es erst einmal Zeit um etwas zur Ruhe zu Finden. Denn die Symbole mussten sich nun erstmal am Lied der Eluive stärken. Dies bedarf seiner Zeit.

Nach einigen Stunden der Ruhe kehrte Valterian zurück an den Ort welchen er Vorbereitet hatte. Er überprüfte ob sein Werk zu dem in Stande ist was er vorhatte. Weiterhin suchte er insbesondere nach Fehler im Pentagramm, welche durch Ihm oder andere Personen hätten eingebaut hätte können während seiner Abwesenheit. Anschließend begann er damit um das Pentagramm einen Schutzkreis aufzubaun. Während seiner Prozedur wollte Valterian nicht gestört werden. Ein zu leichtes Opfer wäre er in dem Augenblick, in dem er seine ganzen Sinne sich nur auf das Lied selbst konzentrieren und sein Körper somit wehrlos ist. Valterian hatte also die Absicht, im Kreis zu stehen. Entsprechend wurde der Schutzkreis dafür ausgelegt Magische und Pysische Angriffe von außen Abwehren zu können. Sicher würde der Schutzkreis nicht Ewig halten, doch lange genug um seine Suche beenden zu können. Doch Valterian wollte nichts dem Zufall überlassen. Der Fremde welcher in das Heiligste der Arkorither Burg schier so einfach hat eindringen können war ein Grund zur Besorgnis. Sein wirken muss Studiert werden. Es gilt immer der Vorsatz, kenne deinen Feind. Letztendlich verankerte er noch den Schutzkreis mit dem Pentagramm selbst, ehe Valterian erschöpft durch die lange körperliche als auch Geistige Arbeit seinen Weg ins Bett suchte.

Es vergingen sicher Stunden während der Magus sich damit beschäftigte das Wirken des Schutzzaubers um die Arkorither Burg zu beobachten, er wollte es Verstehen lernen. Um seine Stärke einschätzen zu können. Um feststellen zu können, ob der Schutzzauber in seinem Endlosen Netz der Töne vielleicht einige Lücken aufgetan haben. Sicher wäre Valterian alleine nicht mächtig genug um diese Lücken zu Stopfen, doch die Erkenntnis das Sie überhaupt vorhanden sind, wäre ein Anfang. Denn dann könnte man mit den Vorbereitungen anfangen, mit den anderen Mächtigen des Ordens, den Schutzzauber der Arkorither Burg neu zu Weben. Als Valterian langsam damit begann einige Grundzüge des derzeit herrschenden Schutzzaubers zu verstehen, versuchte er mit Hilfe des Ihm stärkenden Pentagramms und dem erlangten Wissen das wirken und Manipulieren des Liedes von anderen innerhalb der Burg zu beobachten. Insbesondere falls Jemand versuchte von außen Einzudringen. Sicher würde dieser Fremde erneut versuchen sich einzuschleusen um uns beobachten zu können. Also galt es sein wirken verstehen zu Lernen, so er erneut kommen sollte.... den unser Gast war ein Feind unserer Freunde, es galt Ihn also zu Ergründen.
Zuletzt geändert von Valterian de Valshess am Sonntag 2. August 2009, 14:42, insgesamt 3-mal geändert.
Lys´Xaera

Beitrag von Lys´Xaera »


...labe dich an deinem Hass, so lange noch...



So lange... was? Sie noch konnte?
Sollte man dies als Drohung verstehen, oder als gut gemeinten Rat? Eher ersteres. Was erdreistete sich dieser Elende?
Nicht genug damit, dass er einen ihrer Schüler in Grund und Boden geblitzt hatte, nein, er musste auch noch mitten in ihrem Schlafgemach auftauchen.
Zwar dieses Mal nur als Illusion - aber selbst das war zu viel!
Welch Unverfrorenheit!
Und doch gelang es ihr nach einem kurzen Wortgefecht, ihn zu bannen, letztendlich war nicht einmal mehr seine Stimme vernehmbar.


Jedoch gab es einige Ungereimtheiten... was wollte er - was sie anscheinend nicht hatten, sie nicht, und der Orden der Arkorither auch nicht? .... noch nicht?
Die Information, die er bieten wollte, hatte er nicht. Dessen war die Meisterin sich sicher.
Die einzige Information, die sie im Moment interessierte war, was dieser fremde und viel zu mächtige Magier vor hatte mit seinen faulen Tricks.
Eines zeichnete sich deutlich ab: seine Macht überstieg seinen Verstand um Welten!


Ominöse Ankündigungen würden sie nicht länger interessieren. Es galt, sich zu wappnen.
Was am Abend mit dem Orden ausgehandelt worden war, war .. interessant. Und brisant zugleich.
Ein Täuschungsmanöver, das gelingen musste!
Vorerst jedoch wurden sämtliche Verhandlungen auf Eis gelegt.
Von heute an sollte ein kalter Krieg zwischen dem heiligen Volk und dem Orden herrschen.
Ja, die Erhabene musste es hämisch kichernd eingestehen.... sie hatten schließlich diesen unheilvollen Magier zu den Arkorithern gelockt...



Pavel Istor

Beitrag von Pavel Istor »

Die Dunkelheit lag wie ein schwerer, schwarzer Nebel im Raum, so dicht und drückend, dass sie regelreich greifbar schien. Nur ein kleines, loderndes Feuer in einer Kohlenpfanne kämpfte tapfer gegen die Schwärze an und erleuchtete schwach die Konturen der quadratischen, leeren Tischplatte, in deren Mitte es brannte. An einer Seite verbarg sich die düstere Gestalt des Meisters, den Körper in die dunkle Gewandung seines Ordens gehüllt, das Gesicht jedoch unbedeckt, auch wenn die Kapuze tief in die Stirn gezogen vieles verbarg. Der Lichtschein des Feuers spiegelte sich tanzend in seinen Augen wider und die Schatten verliehen seinem sachten Lächeln einen gefährlichen Glanz.

Mit weiten, ausladenden Schritte ging der Meister um den Tisch herum, während er mit einem schwarzen Stück Kreide einen gleichmäßigen, vollkommenen Kreis auf die Holzplatte zeichnete. Vielleicht war es Einbildung oder der Eindruck des Moments, der es so scheinen ließ, als ob die Schatten selbst über die frischen Linien hinwegzogen und sie mit ihrer ganz eigenen Macht erfüllten. Und als der Magier sein Werk vollbracht und die frischen Linien im Lied verankert hatte, schien der Kreis wie aus metallischer Farbe, undurchdringlich, für die Ewigkeit gemacht.

Stumm starrte er in das flammende Feuer inmitten des Kreises. Was er dort sah, war der Weg, den der Orden zu gehen hatte, ein Weg zu neuer Macht und neuer Stärke. Von den Letharen angelockt, von einem Glauben in übermenschliche Macht in Sicherheit gewiegt würde der fremde Besucher bereuen, die alten, mächtigen Schutzzauber des Ordens durchdrungen zu haben. Unwillkürlich ballte sich eine Hand des Meisters zur Faust, so dass die Fingernägel tief in seine Haut drückten. Er hatte sich mächtige Feinde gemacht. Doch waren die Feinde der eigenen Feinde nicht zugleich Freunde?

Ein Ruck ging durch den Körper des Arkorithers, sein Blick huschte ziellos und ohne erkennbares Muster durch die Dunkelheit, fast so, als folge er einer schnellen, unsichtbaren Figur, einem Wesen, das nicht war. Das Lächeln auf seinen Zügen wurde breiter, tiefer. Er hob die Kreide erneut an und begann, in einem endlosen Zug ein kompliziertes Muster aus magischen Runen auf den Tisch zu zeichnen, ohne abzusetzen, bis der ganze Kreis von einem asymmetrischen, komplexen Liniengewirr durchzogen war, das auf sonderliche Weise - vollkommen wirkte.

Er sah das Bild der Letharin vor dem geistigen Auge, als seine Hand die längst Routine gewordenen Muster zeichnete. Um Hilfe hatte man den Orden angefleht, hatte einen Feind in die Mauern der Burg gelockt, selbst zu schwach, sich seiner zu entledigen. Er kämpfte mit Lug und Trug, ohne die Kunst der Hinterlist zu beherrschen, er hatte in seinem Spiel versagt. Doch war das Spiel zuende? Wo begann die Realität, wo die Illusion? Nichts, was ihre Sinne wahrnahmen, konnte unwiderlegt stehen gelassen werden, keine Theorie, keine Möglichkeit, keine Annahme. Es blieb ein düsteres, bedrohliches Rätsel.

Sanft, fast zärtlich sponn der Meister die Linien des Kreises im Lied nach - ungewohnt feinfühlig für die sonst so brutale und grausame Herangehensweise der Arkorither. Und doch mochte für jenen dieser Umgang grobschlächtig und rau wirken, für jemanden, der so fein und diffizil das Lied zu manipulieren wusste, dass er die Noten einzeln veränderte. Wie von Angst zerfressen vor dem, was geschehen würde, begann das Feuer immer mehr zu schrumpfen und der Dunkelheit nachzugeben, bis nur noch ein Flämmchen mutig entgegen stand.

Kommt Zeit, kommt Rat... Kommt Attentat.

Er ließ sich längst nicht mehr von unsteten Gefühlen zu unbedachten Aktionen hinreißen, doch die geheimnisvollen Worte des Fremden erfüllten sein Inneres mit Zorn. Den Preis für Informationen würde nur einer zahlen, und das würde er sein. Erneut ballte sich die Hand des Meisters zur Faust, als er an den vergangenen Abend zurückdachte. Ein Fremder und das blauhäutige Volk - der Orden hatte sich nun einige Feinde mehr gemacht. Doch dieses Spiel würden sie gewinnen. Mussten sie gewinnen. Ein leises, raues Lachen entrang er sich, das im leisen Nachhall bis auf die Gänge der Burg tönte. Ein Lachen, das den Klang des siegessicheren Wissens in sich barg.

Der Kreis war vollendet, die Runen gezeichnet, das Muster benetzt, geweiht und verankert. Es konnte beginnen. Und das Lied schrie und ächzte unter den grausamen Rissen, mit denen der Meister den Kreis zu zerstören begann.
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Aron'deryl
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Beitrag von Aron'deryl »

Immer wieder hatte er die Bilder der letzten Tage vor Augen.
Stets kam dieser arrogante Magier welcher mit seinen Mächten nicht gerade geizig war und Aron stets zeigte das Aron im Vergleich zu ihm ein Niemand war, was das Wirken anbelangte darin vor.
Aron war sich selbst im Klaren, dass er in keinster Weise diesem Magier in irgendeiner Art gewachsen war. Vielleicht könnte er ihn für wenige Sekunden aufhalten, aber ihn aus eigener Kraft zu verwunden dies schien selbst Aron nicht möglich .

Mehr und immer mehr zerbracht sich Aron den Kopf darüber, wie man gegen diesen Mistkerl eines Menschen vorgehen könnte. Die Wut und der Hass kochte schon seit Tagen in seinem Inneren und bald war es wieder soweit das das Fass überlaufen würde. Aron verweilte diese Nacht wieder im Tempel um Vaters Stimme zu lauschen und seine geistigen Kräfte zu stärken. Dieser Ort gab ihm Kraft, beflügelte ihn sogar und die Gedanken und Überlegungen schossen ihm nur so durch den Kopf.

Bald würde er sich gewiss wieder zeigen und Aron würde darauf vorbereitet sein, er würde versuchen jenes zu Verhindern was der Magier laut der Befürchtungen der Erhabenen vorhabe.
Aron hatte schon viele Überlegungen angestellt und den Magier indirekt getestet zu was er fähig war, doch konnte auch er nur warten bis dieser Kerl offenbarte was er eigentlich will.

Alles was er bis jetzt raus gefunden hatte, war das jener Magier Mächte besaß welche der Erhabenen durchaus ähnlich waren, wenn nicht sogar sie übertreffen würden.
Sein Wirken war anders, als das was die Erhabene je von Menschenmagiern gewohnt war.
Aron wollte einfach nicht locker lassen, immer wieder musste er über den Stab des Magiers nachdenken. Er erinnerte sich an jene Zeitpunkte zurück wo Aron des Magiers können zu spüren bekam. Immer war dieser Stab ein Teil seines Wirkens, vielleicht eine schlechte Angewohnheit des Magiers vielleicht auch nur eine Täuschung aber vielleicht war dieser Stab der Ursprung der Macht über welche dieser Magier verfügte. Seine Tests sprachen durchaus dafür das etwas an diesem Stab nicht in Ordnung war. Weitere Tests würden folgen bis der Magier offenbaren würde was er überhaupt will.
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Xrafstrar
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Beitrag von Xrafstrar »

Ein Eindringling also,..in den ureigensten Hallen, das war ein Problem!
Einer der vorgab etwas zu haben,,... und doch nichts zeigen konnte,
dennoch Macht... erhebliche sogar besaß.

Ominöse Andeutungen waren alles, was der weißschimmernde von sich gab, nun gut der Stab ward wie ein Focus genutzt,.. zumindest dies mal.
Doch viel mehr als er am Nachmittage schon erfahren hatte brachte auch der Abend nicht, ausser dass selbst eine Projektion scheinbar energien des Netzes wirken , veränden konnte,.. dies erstaunte ihn einigermaßen,..
liess es doch zwei Schlüsse zu, und beide waren nicht sehr beruhigend.

Wieder und wieder sann er über die Worte des Magirs,.. wenn es denn einer war, denn dran hatte er mittlerweile seine Zweifel, nach.
Vielleicht war es eine Entität die aus den rauchenden Trümmern Tirells oder dem Tor in Varunas verkohltem Leib gekrochen kam,..oder woher auch immer sonst.
er sondierte
er beobachtete,.. ab und an im roten Mantel der Pein, dann wieder im Gewand der Bedeutungslosigkeit. Es war nicht leicht sich ein Bild zu machen.
Denn nur spärlich und zäh wie gerinnendes Blut vom getränkten Leder der Peitsche tropften die Hinweise, in seine Sicht und genauer Nachzufragen barg gewisse Risiken ...
nun nennen wirs so,.. der Blitz der Erkenntnis kann auch ein Kind des Einen mitunter recht hart im Kreuz treffen, besonders wenn die Erhabene etwas neben sich war. Jenen Preis aber zahlte er ohne grosses Murren, solange dieser Leib es überstand konnte er weiter helfen des Vaters Stimme zu mehren, wenn nicht mussten Ándre dies übernmehmen.

Er Wartete ab

doch bislang war es zu früh, noch zu viele Möglichkeiten, zu viele Wege waren im Bereich des denkbaren.

So Stand er auf der Brücke im Gespräch mit jenem Wesen und wieder wirkte der Fremde im Netz, abermals genau beobachtet von amethystfarbenen Augen, schwenkte er den Stab, und wieder floss die Energie durch Jenen auch wenn der Ursprung im Wirkenden lag

und alsbald Knarrten die Bohlen der Brücke unter dem Gewicht der Vorderkrallen Jener Bestie zu der sich der magus wandelte.
Wenn auch er schon grössere und Mächtigere erblickt hatte, kostete es ihn doch einiges an Beherrschung jener Kreatur das Gesicht ruhig und möglichst ohne Zeichen der Schwäche zuzuwenden...Selbst im Schatten der schwarzen feinhäutigen Flügel nicht.

"Furcht ist der kleine Tod--"

So versuchte er möglichst kühl zu wirken und ein wenig provokant dem Fremden auf den Zahn zu fühlen, oder derZähne denn davon hatte er jetzt ja genug.

"--Und Prahlerei ein Zeichen der Narren und Kinder"

Die Erneuten Worte der Kreatur brachten Enttäuschung zu Tage in den Gedanken des Schülers. Der wahrhaft mächtige handelt, er prahlt nicht!
Doch es war an der Zeit der Erhabenen von den neuen Wendungen umgehend Nachricht zu geben, so kratzte die Feder einige Zeichen aufs Pergament welches er auf dem Tisch unter den Stab schob, als er Sie nicht selbst antraf, sodann weiter eilend vielleicht war sie im Turm zu finden.....
Zuletzt geändert von Xrafstrar am Sonntag 2. August 2009, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.
Yaamal

Beitrag von Yaamal »

Schwer schnaufend ließ sich Yaamal von Ameena aufhelfen. Der Eindringling der zuvor in das Haus von Jumana und Ameena eingedrungen war hatte ihn schwer getroffen. Als er seinen schwarzen Pfeil abschoss, der wie sein Bogen aus purer Magie zu bestehen schien und außerordentlich kunstvoll ins Lied verwebt zu sein schien, hatte sich zwar kurz bevor er traf aufgelöst, doch trafen ihn viele magische Geschosse wie kleine Blitzen gleichzeitig.

Nicht im geringsten hatte er dies aufzuhalten vermocht, die Macht dieses geheimnisvollen Fremden war ausserordentlich stark. Irgendetwas indess schien er zu suchen. Denn er tötete ihn nicht, was durchaus leicht möglich gewesen wäre. Er würde wiederkommen versprach er noch, bevor er in einem weiteren Sandwirbel verschwand... Und was sollte dieses Gerede von den Schäfchen bloß?
Fragen über Fragen aber zunächst mußten die Stadtwachen und auch die Akademie verständigt werden. So setzte er sich an Ameenas Tisch, auch sie verfasste sogleich einige Schreiben. Eine Beschreibung des Fremden wurde hinzugefügt.

Das Wesen hatte eine tiefe Stimme und einen männlichen Körper und es schien sowohl in der Bogenkunst als auch in der mächtigen Magie sehr begabt zu sein. Es trug seltsame Kleidung, daß den nur den Unterkörper ganz bedeckte, der Oberkörper war zum größten Teil frei.
Zuletzt geändert von Yaamal am Sonntag 2. August 2009, 20:34, insgesamt 1-mal geändert.
Janus Aethra

Beitrag von Janus Aethra »

Langsam lehnte sich Janus in den weichen Sessel zurück und umschloss mit seinen Fingern das Weinglas auf dem Schränkchen neben ihm. Doch auch, wenn der Sessel, das warme Kaminfeuer und der liebliche Wein ihn für gewöhnlich auch nach den anstrengensten Tagen entspannen ließen, war es in diesem Augenblick für ihn kaum möglich.
Fürchtete er sich? Nein ... nicht die Furcht war es, die ihm an diesem Abend keine Ruhe ließ. Etwas zwang ihn außerordentlicher Vorsicht, sodass es ihm kaum möglich war, das alamierende Gefühl abzulegen.

Es war das Unbekannte, Ungewohnte und zu aller Überfluss auch noch überaus Mächtige, dem er vor wenigen Augenblicken gegenüber stand. Er hatte das Bild dieses Mannes noch lebhaft vor Augen: Er war in eine dunkle Rüstung gehüllt, das Gesicht zur Gänze von dem finsternen Stahl verborgen, den Schild an den Leib gezogen und die Waffe drohend auf ihn gerichtet. Doch war es weniger das Äußere, das Janus in diesen Augenblicken beunruhigte; hatte er doch schwarzen Stahl, bedrohliche Klingen und kühne Worte schon so häufig gehört und gesehen, dass er ihnen längst überdrüssig war. Nein, es war das, was er spüren konnte. Es war die Präsenz dieses Mannes im Lied, intensiv und chaotisch, umhüllt von einer machtvollen Aura, die ihn zu eindrucksvollen und beängstigenden Manipulationen zugleich befähigte.

Doch was war es, was dieser Fremde suchte? Seine Worte verrieten ihn, doch hinterließen sie im Geiste Janus' nur noch mehr Fragen.
"Nutze sie.. die Macht"
Er wollte Janus dazu bewegen, seine Magie gegen ihn einzusetzen, und es war nur diese Tatsache, ein unangenehmes Gefühl, die ihn zu größerer Vorsicht einkehren ließ. Warum wollte dieser Mann, dieses Wesen, Janus' Magie spüren? War es sich derart selbstsicher, seinen Kräften standhalten zu können? War es nur naiv.... oder wirklich so unglaublich mächtig, dass selbst ein kampferfahrener Arcomagus wie Janus es war, machtlos ihm gegenüber erschien?

Janus war sich sicher, richtig gehandelt zu haben. Dieser Fremde bedeutete nichts Gutes, und was auch immer er suchte, Janus musste dafür sorgen, dass er es nicht bekam, und an diesem Abend hatte dies bedeutet, diesen Mann nicht mit destruktiven Applikationen anzugreifen. Er wollte seine Magie... doch warum?

Der Fremde hatte sich mit Hilfe seiner chaotischen Kräfte in ein Drachenwesen gewandelt - allein dies bedeutete bereits eine enorme Macht - und von Janus abgelassen, als der Schrei eines Weiteren Drachens ertönte... aus den Ruinen Varunas? War es möglich, dass ein Zusammenhang zwischen diesem dunklen Ritter und dem Drachen Kryndlagor bestand?

Es waren Fragen.. viele Fragen.. deren Antwort Janus an diesem Abend vergeblich suchen würde. Doch zweifelte er nicht an den letzten Worten des Fremden, die ein Wiedersehen versprachen.
Liam Hjelm
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Liam Hjelm »

Noch eine schnelle Patrouillie vor dem Mittagessen durch Bajard und dann kann er endlich seinen grummelnden Magen wieder anfüllen, das hofft Liam zumindest. Doch wie kann es anders sein, kurz vor dem Ende des Rundgangs muss natürlich etwas dazwischenkommen.

Ein in dunklem Harnisch gehüllter, mit Schwert und Schild gerüsteter Mann ist gerade dabei das um diese Tageszeit friedliche Bajard zu betreten. In Liam macht sich neben dem Hunger noch ein weiteres unangenehmes Kribbeln im Magen breit.

Liam beobachtet wie sich der Krieger langsam umsieht und mit einer alten zaudrigen Stimme ein "Hier ist nichts...." von sich gibt. Langsam nähert er sich dem Unbekannten und grüsst ihn vorsichtig. Dieser mustert ihn dann mit seinen hellen Augen, die hinter der dunklen Maske hervorstechen. Erneut ertönt seine Stimme: "Leer...mehr nicht..." Etwas verwundert zieht der Legionsschütze seine Augenbrauen zusammen, meint dann aber mit versucht freundlichem Ton: Kann ich etwas für euch tun?"

Scheinbar als Antwort hebt der Mann sein Schwert an, deutete zu Liam und spricht: "Belästigt mich nicht mit euren Worten....". Mit großen Augen wich Liam vorsichtig einige Schritte zurück, beobachtete den Herrn aber weiterhin. Dieser macht dann ein paar Schritte vorwärts, hält aber sofort wieder Inne und streckt langsam sein Schwert gen Himmel. Kleine Blitze beginnen um die Klinge herum zu zucken und sie werden von Moment zu Moment intensiver. Dann steckt er die Waffe in einer schnellen Bewegung vor sich tief in die Erde, woraufhin die Ladung des Schwerts in den Boden übergeht und das laute Surren erlischt.

Als er das Schauspiel mit geweitetem Blick verfolgt, braut sich über Liam unbemerkt ein Blitzgewitter zusammen, welches sich kurzer Hand in ihm mit einem gewaltigem Blitz entladet. Auf einmal sieht er nur noch grelles weiß und es entfährt ihm ein lauter Schmerzensschrei. Sein Körper zuckt unkontrolliert und scheinbar von weit weg, hört er ein grausames Lachen einer alten Stimme. Dann er spürt wie ihm langsam dass Blut aus der Nase zu rinnen beginnt und sein grell erhelltes Sichtfeld, beginnt sich wieder abzudunkeln, so dass er wieder einige Details erkennen mag.

Mit einem gewaltigem Dröhnen im Kopf, sieht er noch wie sich die Gestalt vor ihm in schwarzen Nebel aufzulösen beginnt und vom Wind davongetragen wird. Dann merkt er wie sich plötzlich der Boden seinem Gesicht nähert und mit einem Mal ist alles nur noch schwarz.
Jana Layani Thyrmon

Beitrag von Jana Layani Thyrmon »

Es war schon merkwürdig. Dieser unbekannte Magier durchdrang den Schutz unserer Mauern. Hetzte uns fast förmlich gegen die Letharen auf. Was uns nun ein interessantes Spiel lieferte. Ein Spiel das sehr schnell außer Kontrolle geraten könnte, wenn man nicht genau darauf bedacht war, was man wie tut. Aber vielleicht wollte er genau das … selbst die Kontrolle behalten, während die anderen sie nicht mehr hatten. Janas Mundwinkel schoben sich einwenig nach oben, ihr höhnischer Gesichtsausdruck spiegelte sich in ihren Augen, während sie in ihrem Zimmer, am Schreibtisch über den schwarzen Büchern saß. So leicht wird er es nicht haben. Die Stille in ihren Räumen hüllte sie förmlich ein, nur das leise Knistern, der kleinen Flamme, einer Kerze war zu hören.

Ausgerechnet jetzt... wo der Orden dabei war, einen neuen Weg zu beschreiten. Ein Weg der neue Macht und Stärke aufzeigen sollte. Und dann, eine undichte Stelle in unserem Schutzkreis. Nun galt es raus zu finden, wie sich der Schutz, der die Mauern unserer dunklen Burg zu einem magisch geschützten Ort machte, zusammenstellt, wo er herkommt, welche ‘alten’ Mächte ihn zusammenhalten. Jana blätterte sorgsam in alten, magischen Büchern. Sie werden einen Weg find, ein Ritual aufbauen um jene Mauern wieder sicher zu machen. Und der fremde Besucher wird es durchaus bereuen, die Burg ungefragt betreten zu haben. In ihrem inneren brodelte Zorn, aufkeimend bezüglich der letzten Geschehnisse. Aber nicht nur Zorn war es, der sie vorantrieb, sondern auch die Neugierde.

‘Was war das für ein Magier, der allein solche Macht mit sich trug, dass er hohe Schutzkreise brechen konnte? Was wollte er bewirken ….?’

Kommt Zeit, kommt Rat... Kommt Attentat.


Die Worte hallten in Janas Kopf, immer und immer wieder. Ein Rätsel, welches eine Lösung verlangte. Eine Bedrohung, die es zu bekämpfen galt. Vielleicht aber sollte es nur den Geist verwirren, die Sinne verhexen, um uns schlussendlich nur mit diesen magischen Waffen in die Knie zu zwingen. Vielleicht existiert er wirklich nicht. Vielleicht ist es nur eine Illusion. Wir können uns hier noch nicht in Sicherheit wiegen. Es verlangte genauerer Beobachtungen. Ein unerwünschtes Forschungsobjekt, doch hat es sicher auch seinen Nutzen.

Janas Blick richtete sich wieder auf die züngelnde Flamme der Kerze, die vor ihr stand. Die Flamme spiegelte sich leuchtend in ihren Augen wider, während sie zuerst sanft nach den Klängen der Feuerelemente griff. Doch dann, ruckartig manipulierte sie das Lied auf grobe, schmerzliche Weise um jener Flamme die Luft zum atmen zu nehmen. Kläglich erlosch die Kerze und Jana wurde wieder von kalter Dunkelheit eingehüllt. Mit fließenden Bewegungen schritt sie aus ihrem Zimmer, hinunter in die Bibliothek, um nach weiteren Lösungen zu suchen. Das Wissen zu stärken und festigen.
Esgaron
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Esgaron »

Er stand vor der Kutsche von Bajard und unterhielt sich mit einem Reiter der Legion Gerimors als ein kalter Wind von Norden aufkam... unnatürlich, beängstigend und - falsch. Er war einfach fehl am Platze und zerriss das Lied in sich, es fühlte sich grässlich an, suchend blickte Esgaron sich um, versuchte die Quelle der Dissonanz zu finden bis er sie plötzlich spürte, als sich hinter ihm etwas oder jemand aus einem Schneeschauer manifestierte.

Vor ihm stand ein Mann, gekleidet in eine schwarze Rüstung von ihm ging ein derartiger Missklang aus das Esgaron sich anstrengen musste nicht angewidert das Gesicht zu verziehen. Statt dessen schuf er einen Schutz um sich und den Reiter, welcher offenbar verunsichert seine Hand zur Armbrust gleiten lies. Diesen Eingriff ins Lied offenbar wahrnehmend raunte der Mann, dessen Alter undeutbar war voller Zorn und abgrundtiefem Hass etwas...

Nochmal...

Nur dieses eine Wort... Nochmal, es kam befehlsgewohnt und keinen Widerspruch duldend, als daraufhin Esgaron seine Schutzmaßnahmen fortsetzte und einen Ruf durch das Lied sandte verzerrte sich das Gesicht des Mannes voller Zorn und er hob den Fuß um kraftvoll auf den Boden zu stampfen, einmal... und noch einmal und jedesmal bilden sich stärkere Blitzentladungen zwischen Fuß und Erdboden welche sodann bei einem letzten machtvollen Aufstampfen vorschnellen, auf Esgaron und den Fremden zu. Esgarons Versuch den Mann beiseite zu stoßen und sich selbst auf die andere Seite des Weges zu werfen misslangen, die Blitze trafen sie und ein höllischer Schmerz durchfuhr ihn, er zitterte noch einen kurzen Moment ehe er wieder aufsah und soeben noch sah, wie der fremde Magier sich wieder in Schneeflocken auflöste und die Dissonanz langsam abklang...
Liam Hjelm
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Liam Hjelm »

Während Liam sich langsam vom Boden aufraffte und er noch den Schmerz des Blitzes in sich brennen spürte, sah er ungläubig zu dem sich auflösenden Mann empor. Draufhin stöhnte er laut und klopfte sich den Dreck von der neuen Uniform runter. Sein Schädel brummte wie ein Dampfkessel und er machte einen völlig desorientierten Eindruck.
Als dann sein Gegenüber, der Magier, mit seinen kleinen tierischen Gefährten zu sprechen begann, lüftete sich der neblige Schleier über Liams Gedanken und die Welt erschien ihm wieder etwas klarer. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Herrn, der scheinbar erpicht darauf war der Sache auf den Grund zu gehen, schleppte sich Liam langsam zurück nach Bajard, und raunte zu sich selbst: "Einmal vom Blitz getroffen werden ist ein riesiges Unglück, aber dann gleich noch ein 2.Mal? Womit hab ich das verdient.."
Jedoch vernahm er kurz darauf schallendes Gelächter und aneinanderklirrende Gläser aus der Taverne und seine Miene hellte sich langsam wieder etwas auf..
Simon
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Simon »

Simon war unterwegs die Wälder von Unrat und Monstern zu befreien. Wilde Tiere waren ihm nicht über den Weg gelaufen. Als er in Bajard ankam entledigte er sich in der Bank einiger Sachen die er für die Jagd nicht brauchte.

Danach machte er sich zu den Sümpfen hinter Tirell auf. Er wollte einige Echsen erlegen da ihm die Idee einer neuen Rüste gekommen war. Ruhig näherte er sich diesen, lockte sie einzeln weg und erlegte eine nach der Anderen. Voll bepackt machte er sich an der Uferkante auf den Weg nach Bajard.

Als er aus dem dichten Wald mit dem Affen ans Licht trat, sah er die Frau und den unbekannten. Hinter einem dicken Baum versteckte er sich, da sie ihn noch nicht gesehen hatten. Von diesem Platz aus beobachtete er das Geschehen. Der Fremde, in einer Rüste, ähnlich der der Tiefländer, aber seine Art war anders.

Er hörte wie die Frau einen Namen reif „Vinleif?“ Doch er sagte nur, „Hier riecht es wie bei der anderen“. Sonst kam keine Reaktion von ihm. Simon hörte ihn mehrmals mit einer jugendlichen Stimme sagen „Ich muss es wissen“ und „Zeig es“. Er sprach immer zu der Frau, doch diese schien nicht zu wissen was er von ihr wolle.

Simon schlich, sich immer in Deckung haltend, in den Schutz des hohen Grases. Von dort verfolgte er, gut verborgen, das weitere Geschehen. Mit entsetzen beobachtet Simon wie der Fremde mit Lichtblitzen nach der Frau schleuderte. Diese taumelt rückwärts. Der Fremde in seiner Dunklen fast schwarzen Rüste schwingt mit schierer Leichtigkeit das Schwert über den Kopf. Verschüchtert wiederholt die Frau immer wieder, „Was wollt ihr denn wissen, sagt es bitte“.

Simon entschließt sich zu Handeln. Den Bogen fest gefasst, legt er einen Pfeil ein und lässt ihn singend von der Sehne schnellen. Er geht knapp am Gesicht des Fremden vorbei, so wie er es gewollt hatte.

Sofort hebt der Fremde sein Schwert und lässt es auf den Boden hernieder sausen. Die Erde ringsum bebt. Felsnadeln schieben sich nach oben, die kurze Zeit später wieder verschwinden. „Komm hervor“ ruft der fremde Ritter. Kurz zögert Simon doch dann tritt er aus seiner Deckung hervor. Den Bogen auf der Schulter die Hände nach vorn gestreckt tritt er mit folgenden Worten hervor. „Haltet ein, ich will euch nichts Böses aber lasst die Frau in Ruhe“. Er weiß, dass er alleine gegen diesen Mann keine Chance hat, trotzdem stellt er sich ihm in den Weg. Feuer züngelt unter ihm aus dem Erdreich und benebelt seinen verstand. Kurz bevor er ohnmächtig wird lässt der Fremde von ihm ab.

In diesem Moment kommt ein kalter Sturm auf und entmaterialisiert die Gestalt, sie verschwindet in abertausenden Schneeflocken mit den Worten „Ich komme wieder“. Simon und die Frau wischen sich über die Augen und schauen sich verwirrt an.

Nach diesem Erlebnis geht Simon mit der jungen Frau zu ihrem Haus wo sie sich um seine Wunden kümmert. Danach macht er sich auf den weiten Weg nach Hause.
Pavel Istor

Beitrag von Pavel Istor »

Mit fast schon glasigen Augen sah der Meister des Arkoritherordens auf die Zeilen und Lettern eines alten, großformatigen Buches in rotem Ledereinband, das bestimmt schon einmal bessere Tage gesehen hatte. Eines der wenigen, etwas bedeutenderen Bücher, die Isabella - die Bibliothekarin des Ordens - nicht jedem zu lesen oder gar auszuleihen gab. Und eine der wenigen Schriften, die der Orden besaß, in denen sich hohe Magier zur Kanalisation magischer Energie in - magisch gesehen - unscheinbaren Objekten äußerten. Ganze Kapitel befassten sich alleine mit der Strukturbeschaffenheit von Objekten im Lied ganz generell oder auch mit ganz spezifischen Gegenständen, deren Handhabung wohl einfacher oder wenigstens effektiver zu gestalten war. Im Kern - nicht viel mehr als Spekulationen, wilde Theorien und Aussagen, die sich im Kreise drehten. Er hatte sich nun schon Stunden allein mit diesem Text auseinander gesetzt und jedes einzelne Detail im Geiste gedreht, gewendet und versucht, auf jenen Fremden anzuwenden und ihm so sein Geheimnis zu entreißen.

Nun ließ die Konzentration nach und er achtete eigentlich gar nicht mehr auf die Worte, die unter seinem Blick dahinschwommen, sondern hing schon längst ganz anderen Gedanken nach. Zweimal war die Elegida nun schon in der Pantherstadt eingekehrt und hatte nach einer Botschaft von den Letharen gesucht. Erfolglos. Was mochte das Ausbleiben von Kunde bedeuten? Vielleicht hatte der fremde Magier ihre geheime Abkunft durchschaut, die sich unter einem Mantel der Feindseligkeit zu verstecken suchte, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, die man ergriffen hatte. Diese Möglichkeit erschien unwahrscheinlich und trotz aller Ungewissheit gestand der Meister diesem Mann keine Omnipräsenz im Lied wie in der Seinsebene zu. Aber auszuschließen war sie, wie die meisten anderen Theorien, eben auch nicht.

Vielleicht jedoch waren die Letharen in ihren Bemühungen, sich einen Reim auf die Worte und das Wesen des Fremden zu machen, bis dahin aber auch genauso wenig erfolgreich gewesen wie der Orden. Die Erhabene hatte auf ihn nicht den Eindruck gemacht, als würde sie nutz- und sinnlos Worte verschwenden wollen. Beiderseits würde man wohl warten müssen, bis sich etwas Entscheidendes ergab - und bis dahin Geduld beweisen müssen. Geduld. Langsam, ganz langsam verließ ihn die Kaltblütigkeit und die innere Ruhe, die er sich in den Jahren seiner magischen Ausbildung antrainiert hatte und machte einem Gefühl der Ungeduld Platz. War dem Fremden offenbar doch nicht so wichtig, wonach er gesucht hatte? Welche Rolle war den Arkorithern in seinem Spiel zugedacht, das er nach seinen Regeln auszudenken schien? Wonach suchte er überhaupt? Suchte er - oder war er vielmehr damit beschäftigt, lediglich seine frisch erlangte Macht zu demonstrieren?

Aber auch das eine Idee unter vielen. Woher konnte man wissen, wie lange dieser Mensch... dieses Unding über seine Macht verfügte? War es nicht ebenso möglich, dass er oder es bereits seit vielen Jahren beobachtete, suchte? Mit jedem weiteren gedankenvollen Abend über den Bücherstapeln, mit jedem weiteren Gespräch mit einem der Ordensmagier wurden alte Ansätze über Bord geworfen und noch kuriosere, unglaubwürdigere geboren. Es schien wie die Crux des Gelehrten, sich immer tiefer einzugraben in ein Gedankenbild, bis man nur noch mit Gewalt wieder hinausfindet. Oder bis ein kleiner Stein das ganze Gerüst zum Einsturz bringt.

Ein kleiner Stein. Vorsichtig und dem Alter des Buches angemessen, aber dennoch eine Spur zu schnell und zu laut schlug der Meister das Kompendium zu. All die Studien, die alten Schriften und ihre Gespräche, sie würden keine Antworten mehr erbringen können, die nicht schon angedacht waren. Nun würden sie warten auf ein neues Zeichen, darauf, dass er sich erneut zeigte, einen Fehler beginge oder mehr von sich preisgab. Ganz so, als würde er einen kleinen Stein gegen die gläserne Wand werfen und so den Blick freimachen für die Wirklichkeit. Auch Arkorither konnten warten. Doch sie würden vorbereitet sein.
Akeem Mu´awiya Masari

Beitrag von Akeem Mu´awiya Masari »

Verlorene Gaben.

Er hatte Ameena versprochen an dem Abend zur Besprechung zu erscheinen. Eine Besprechung über ein Wesen, das die Insel Menekur schon seit einigen Tagen heimsuchte. Selbst hatte er noch nicht viel darüber erfahren, nur das was ihm Yaamal und Ameena berichtet hatten. Akeem war erst vor wenigen Tagen zurück in die Wüstenstadt gekommen und hatte sein erstes eigenes Haus bezogen. Ameena war so freundlich gewesen ihm dabei zu helfen und am gestrigen Abend wollte er nun ihr helfen, an dem Gespräch teilnehmen und erfahren worum es genau ging.

Seine Neugierde und der angebotene Schutz Yaamal und Ameena zu helfen trieb ihn schon früher als geplant zum Treffen. Eine halbe Stunde vor dem geplanten Treffen macht er sich auf den Weg zum singenden Kaktus, doch bevor er die Taverne betreten konnte, spürte er die chaotische Präsenz im Lied und sah den nahenden Sandsturm direkt auf ihn zukommen.

Die chaotische Veränderung im Lied und das Geräusch von tausenden surrenden Pfeilen die durch Wind und Sand sich Akeem immer weiter näherten, setzte sich schon nach wenigen Augenblicken zu einer Gestalt eines blassen magischen Bogenschützen zusammen.

Eine Frau näherte sich gerade der Taverne als der Schütze mit seinem Bogen und schwarzen Pfeilen auf Akeem zielte. Der Magieschütze hatte die Frau sofort bemerkt und handelte rasch. Er verschoss Pfeile ringsum Akeem herum und aus jedem seiner Pfeile enstanden hohe Feuerwände. Akeem war in den Flammen gefangen, hatte nicht einen Augenblick zur Flucht nutzen können und der Magieschütze stand unmittelbar vor ihm. Die anderen herannahenden Menekaner versuchten Akeem zu helfen, holten die Wachen, warfen Speere und Dolche, nichts half - nur der Zorn des Magieschützen wurde weiter entfacht. Er hatte es weiterhin auf Akeem, dem jungen Tranam der Akademie Leviathan, abgesehen.

Kein Wort und keine Tat brachte den Magieschützen von seinem Vorhaben ab und er sprach kühl und gelassen Worte für alle Umstehenden..

"Die Zeit ist gekommen...der Rat ist gesetzt...das Attentat folgt..."
.. bevor er mit einem weiteren schwarzen Pfeil auf Akeem zielte.

Akeem versuchte ihn erst mit Worten aufzuhalten und als er sah, das jener einfach nur seinen Tod forderte, ihn Worte nicht interessierten, begann auch er sich auf das Lied zu konzentrieren. Er würde nicht ungeschlagen aufgeben, sich einfach töten lassen und er hatte Angst um die Frauen um ihn herum, die vielleicht als nächstes dran waren. Er brauchte einen Moment sich richtig konzentrieren zu können, sich auf das Lied weiter und weiter zu fokussieren. Dann begann er die Klänge des Feuers aus der Umgebung abzuziehen und unmittelbar vor sich zusammen zu fügen, um dann im Anschluss das geballte Feuer auf den Magieschützen zu schleudern.

Der Schütze war vorbereitet und das Feuer das auf ihn zuraste, wurde von seinem Bogen in einem schwarzen Sog rasch absorbiert ohne auch nur einen geringsten Schaden anzurichten. Akeem ballte bereits weitere Klänge des Feuers als der Magieschütze nur mit rauchiger und alter Stimme "Nun hab ich Dich.." sprach. Erst da erkannte Akeem, das es dem Schützen an diesem Abend nur um seine Person ging. Er fordete Akeem's Tod und er würde alles daran setzen. Die Klänge des Feuers bündelten sich immer weiter über Akeem's Hände, und er schleuderte auch jene direkt auf den Magieschützen, in der Hoffnung sich irgendwie erwehren zu können. Wieder wurde das Feuer vom Bogen des Schützen absorbiert, ohne einen geringsten Schaden anzurichten.
Die Flammen schlängelten sich regelrecht um den schwarzen Bogen, stiegen bis in den Himmel empor und waren nicht mehr sichtbar in dem Moment, dafür aber umso präsenter im Lied zu vernehmen.

Der Himmel über der Taverne begann sich zu verdunkeln, schwarze Wolken schwebten direkt über den Köpfen der Menekaner und schossen vereinzelte Blitze von einem Punkt zum nächsten. Gleichsam näherten sich die Flammenwände um Akeem herum, kesselten ihn immer weiter ein und für jeden in der Umgebung war ersichtlich, was der Schütze forderte. Wieder versuchten die anderen Menekaner den Schützen von seinem Vorhaben, Akeem zu töten, abzubringen. ihn abzulenken. Dann ging alles sehr schnell.

Riesige Feuerkugeln schossen vom Himmel auf den Tavernenplatz herab, trafen alle die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit brachten. Akeem hatte kein Möglichkeit auszuweichen, die Flammen hatten ihn schon lange umzingelt und als auch er von dem Feuerregen getroffen wurde, dessen hauptsächliches Ziel seine Person war, verlor er das Bewusstsein.

Alle Menekaner hatten versucht sich rasch in Deckung zu bringen, die Gelegenheit blieb vom Magieschützen nicht ungenutzt und er näherte sich dem Bewusstlosen und wehrlosen Magier Akeem in wenigen langsamen Schritten, als wüsste er, dass ihn nun nichts mehr aufhalten konnte.

Zwischen der Bogensehne und der Hand des Schützen entstand ein neuer schwarzer Pfeil, zielgerichtet auf Akeem. Alle Angriffe aus der Umgebung von den anderen Menekanern, prallten an der Feuerwand ab - es gab kein Durchdringen. Akeem lag reglos am Boden, der Schütze stand unmittelbar vor ihm und schoss den schwarzen Pfeil aus der recht kurzen Distanz direkt auf den jungen Magier.

Akeem's Körper begann zu zucken. Eine leuchtend blaue Kugel bahnte sich aus dem Körper des jungen Magier's direkt auf den Magieschützen zu. Jeder Liedkundige in der Nähe vernahm die Schönheit die von ihr Ausging, und rasch und gierig griff der Schütze danach der laut sprach:

"SIE GEHÖRT MIRRRRR..!"

Gleichsam als Akeem seine Gabe verliess, und der Schütze seine Magie in sich aufnahm, lösten sich auch die Verbrennungen an seinem Körper zu großen Teilen. Der Schütze hatte noch weiteres mit ihm vor, doch wieder versuchten ihn die anderen Menekaner aufzuhalten, um nur danach wieder von einem weiteren Feuerregen attackiert zu werden. Doch die Ablenkungen der inzwischen zahlreichen Menekaner reichten aus, um Akeem in die Taverne und von dem Schützen fort zu bringen. Der Schütze war nicht mehr sichtbar und auch die dunklen Wolken über der Taverne verschwanden langsam, liessen den Schein der Abendsonne wieder hindurch, als wäre nichts geschehen.

Rasch wurde sich um die Verletzten gekümmert, Heiler und Wachen informiert und auch Akeem erlangte sein Bewusstsein wieder. Er hatte einige Verletzungen davon getragen, doch war er mit dem Leben davon gekommen.

Er fühlte sich unendlich müde, und Elend und er spürte das etwas nicht stimmte, doch die Sorgen um seine Mitmenschen trugen im Moment mehr Gewicht und er versuchte sie davon zu überzeugen, das er in den Tempel musste. Sie wollten erst seine Wunden versorgen, ihn nicht zum Tempel bringen und erneut der Gefahr aussetzen. Der Schütze konnte immer noch da draussen auf ihn warten. Man reichte ihm Schnaps, um den Schock ein stückweit zu überwinden, kühlte seine leichten Verbrennungen an Gesicht und Händen mit Wasser. Seine Robe die er von der Akademie einst bekommen hatte hang nur noch wie ein schwarzer Fetzen an seinem Leib und die Rüstung darunter wurde ersichtlich.

Akeem bemerkte das noch andere verletzt waren. Vor ihm in der Nähe saß Wahid der versorgt wurde und er begann sich zu fragen, ob es ein Fehler war, den Schützen anzugreifen, und alle in Gefahr zu bringen. Er wollte lediglich seinen Tod und doch waren nun auch andere Verletzt. Als die Heilerin kam und ihn versorgen wollte, versuchte er ihr verständlich zu machen, das es ihm gut ginge und um dies zu beweisen, begann er sich langsam und schwankend wieder aufzurichten. Er wollte in den Tempel. Ameena und die Heilerin versuchten ihn mit Worten aufzuhalten, doch er begab sich bereits zur Tür.

Er spürte die Präsenz des Schützen noch immer und er wollte keinen weiteren seiner Mitmenschen in Gefahr bringen, doch hatte er nicht mit den Tücken und Tinkturen der Heilerin gerechnet, die ihm eine Tinktur vor's Gesicht hielt die sofort seine Sinne benebelten. Seine Beine knickten ein und er wurde langsam von den anderen wieder auf die Kissen gebettet. Er war machtlos sich gegen all dies zu wehren, und auch die Präsenz des Magieschützen schien ihn mehr und mehr zu schwächen. Ein Gejaule war vom Wind draussen deutlich zu vernehmen, Worte hallten verständlich in den Köpfen der Menekaner wieder:

"Kommt Zeit...kommt Rat...kommt Attentat...."

Während Akeem von der Heilerin und Ameena versorgt wurde, vernahmen sie weitere Worte durch den Wind an sie heran getragen.

"Genommen hab ich es ihm....zurück wird er es nie bekommen.."

Im Inneren spürte er, das die Worte ihm galten und doch fragte er die anderen, ob er wirklich von ihm sprach, oder ob er einfach zu geschwächt war, alles genau zu verstehen. Die Heilerin nähte seine Wunde am Kopf und Ameena versorgte die zahlreichen leichten Brandwunden mit Salbe. Er liess sie ihn versorgen, in der Hoffnung dann wieder aufstehen zu können, um in den Tempel zu gehen.

Panik machte sich kurze Zeit darauf erneut im Inneren der Taverne breit, als sich der Schütze den wenigen Menekanern die noch draussen waren wieder zeigte. Akeem fühlte sich noch elender, als hätte er eine Verbindung mit ihm, die ihm nicht klar erschien, und doch wusste er, warum der Schütze zurück gekehrt war. Schwach konnten nur die Frauen die Akeem versorgten seine fast flüsternde Stimme vernehmen:

"Er will mich .. - ihr seid alle in Gefahr.. in meiner Nähe.." und wieder wollte er sich aufrichten, sich der Gefahr stellen, oder versuchen in den Tempel zu flüchten, um die anderen zu schützen. Doch er hatte die Macht des Magieschützen erneut unterschätzt und umso näher er Akeem war, desto schwerer fiel es ihm zu atmen. Er wusste nicht was da draussen vor sich ging, doch ab und an, so schien es, war der Magieschütze abgelenkt, und auch das Atmen fiel ihm wieder leichter. In den Momenten versuchte er Jumanah und seinen Freund Yaamal davon zu überzeugen, ihm aufzuhelfen, doch nichts half - sie wollten ihn nicht wieder der Gefahr aussetzen, ihn nicht gehen lassen.

Verstanden sie denn nicht? Sie waren alle in Gefahr, so sie bei ihm waren. Der Schütze wollte ihn, und ihn würde nichts aufhalten! - so oder so ähnliche Gedanken gingen Akeem durch den Kopf, doch allein hatte er nicht mehr die Kraft sich aufzurichten und allein in den Tempel zu gehen. Er schaffte es gerade mal sich ein wenig aufzusetzten, in die Kissen und an den Tisch gelehnt, bis eine dröhnende Stimme - die dröhnende und ihm bekannte Stimme des Schützen, seinen Namen lauthals rief.

"Akeeeeem" - der Ruf und die Aufmerksamkeit die wieder auf ihn gerichtet war, schnürte ihm die Kehle zu, er japste und keuchte - bekam kaum noch Luft und sank erneut bewusstlos in die Kissen zurück. Erst als die Männer die noch draussen waren, es schafften, den Schützen wieder soweit abzulenken, das er sich mehr ihnen als Akeem widmen musste, fiel ihm das Atmen wieder leichter. Akeem bekam nicht mehr mit, was draussen vor sich ging, und auch nicht wie sie ihn in den Keller der Kaserne trugen.

Erst einige Zeit später kam er wieder zu sich und sah Ameena in seiner Nähe sitzen, die ihn weiterhin versorgte - ihm kühlen Wind zufächerte um seine Brandwunden zu kühlen. Yaamal und Jumanah waren ebenfalls bei ihm und sie wollten auch bei ihm bleiben. All die Worte die Akeem zu ihnen sprach, das sie in Gefahr waren, so sie in seiner Nähe blieben und das er dringend in den Tempel musste, wurden noch immer nicht erhört. Sie begannen gemeinsam Gebete zu sprechen, bis Kemail dazu kam.

Akeem richtete seine Bitte, die Frauen fortzuschicken an Kemail und erneut bedurfte es einiger Worte bis die Frauen sich dem Wunsch von Akeem und dem Befehl von Kemail fügten. Yamaal begleitete die Frauen zum Schutz und so war Akeem mit Kemail im Kasernenkeller allein. Akeem fühlte sich noch immer elendig und hatte kaum die Kraft, die Augen offen zu halten, dennoch suchte er den Blick Kemail's der auch gleich ernste Worte an ihn richtete.

"Akeem.. Was auch immer du getan hast, das ER hinter dir her ist...
Wenn du etwas weißt, egal gegen wieviele Sachen du verstoßen haben könntest..
Dann sag es, es würde unter uns bleiben."


Akeem dachte einen Moment über diese Worte nach - erst zog er es in Erwägung ihm irgendetwas zu erzählen, etwas das nicht der Wahrheit entsprach, doch er war kein Mann der sich in seinen letzten Stunden noch die Bürde der Lügerei aufhalsen wollte - er war immer ehrlich gewesen und so wollte er auch in diesen Stunden bei der Wahrheit bleiben.

"Ich gelobe bei meinem Leben, das meines Radeh und bei Eluive..
das ich nichts getan habe, weder auf magischer Ebene,
noch auf irgendeiner anderen Art und Weise..

...aber sollte mein Tod helfen,
dass hier niemand mehr in Gefahr ist,
so bitte ich Dich dies zu tun.."


Entschlossen richtete Akeem seinen Blick auf Kemail und auch jener antwortete gleich direkt auf die vernommenen Worte:

"Das wäre eine Erwägung gewesen, das du als Held deiner Familie zu Eluive gehst...
Aber... er sagte deutlich es würden andere folgen."
- dann ging wieder alles recht schnell. Kemail blickte sich suchend in der Umgebung um, etwas hatte er in seinem Geiste vernommen und er fragte laut in den Raum hinein: "Wer will mir das Befehlen?" und Akeem verstand erst nicht, was und mit wem Kemail da sprach, bis er erneut die Präsenz des Magieschützen spürte, die ihm langsam begann wieder die Kehle zuzuschnüren.

"Wer war das?!
Das war nicht Saajids Stimme!
Sayid! Bist du das?!"


Knurrend und aufgebracht warf Kemail die Worte in den Raum und Akeem sprach letzte Worte: "Er ist hier .." ehe ihm das Atmen wieder zunehmen schwerer fiel und er nur noch keuchend und nach Luft ringend die nächsten Minuten überleben konnte. Kemail zog seinen Säbel, um ihn anschliessend mit der Spitze auf Akeem's Brust zu setzen. Akeem wehrte sich nicht, rang noch immer nach Luft und als Yaamal, Ameena und Jumanah in diesem Moment zurück in den Kasernenkeller kamen, sah es für sie so aus, als würde Kemail gerade versuchen Akeem zu töten.

Die Frauen rissen Akeem vom Bett auf den Boden und die Säbelspitze von Kemail hinterliess eine blutige Linie auf seiner Brust. Ein Wortgefecht entfachte zwischen allen Beteiligten, es kam zum Streit und auch die Präsenz des Magieschützen nahm wieder ab. Akeem fiel das Atmen wieder leichter, doch der entfachte Streit nahm kein Ende. Die Frauen brachten Akeem auf die Beine und sein Gewicht lag schwer auf ihnen, immer wieder sackten ihm die Beine weg und er konnte keinen einzigen Moment alleine stehen.

Eine Wache, die den Lärm aus dem Keller vernommen hatte, trat hinzu und nahm Akeem mit sich um ihn in den Tempel zu tragen. Akeem war recht benommen, bekam wieder nicht alles mit, doch würde er endlich in den Tempel gelangen. Dort angekommen, wurde er gleich wieder in die Kissen gebettet und die anderen Menekaner, allen voran Ameena versorgten ihn weiterhin. Der Streit jedoch ging weiter und wurde am späteren Abend auch im Tempel fortgesetzt.

Jeder wollte die Verantwortung für Akeems Leben übernehmen, über ihn wachen, war doch nicht nur das Wesen sondern auch Kemail nun eine Gefahr für ihn. Es bedurfte noch vieler Worte bis klar wurde, das Kemail ihm nichts böses wollte. Die beiden Bashirfrauen sollten den Tempel dennoch verlassen, um nicht weitere Gefahr ausgesetzt und in Sicherheit zu sein. Ameena, verzweifelt über diese Tatsache, weinte und versprach sich zu töten, sollte jemand Akeem etwas tun oder ihm etwas geschehen. Er wollte ihr noch etwas sagen, sie aufhalten und von ihren Gedanken abbringen, doch sie verschwand rasch und er hatte keine Kraft mehr.

Raniya, Saajid und Yaamal setzten sich zu ihm, und sie sprachen ein wenig. Auch Razim kam hinzu und wollte mehr über all die Geschehnisse erfahren. Doch zunächst richtete Saajid seine Worte an Akeem:

"Akeem, du bist einer der unseren.. ein Menekaner.. und unser Volk kann nur das stärkste sein, solange jedes einzelne Glied sicher ist.
Du repräsentierst momentan.. so hart das auch klingt... unsere Macht.
Wenn du nicht überlebst, dann könnte es für jeden von uns das gleiche bedeuten."


Raniya brachte ihm zuvor eine Robe in den Farben der Akademie Leviathan. Eine Robe die nur jene bekamen, die die Gabe in sich trugen, und die die Ehre erhielten an dieser Akademie aufgenommen zu werden. Und während Akeem die Worte Saajid's vernahm, besah er sie sich die Robe aufmerksam.

"Ich hab keine Macht mehr..
er hat sie mir genommen.. meine Gabe..
ich sagte noch, er könne mir nicht das was Eluive gab nehmen,
...doch da ist nichts mehr, oder Saajid?"


Die Worte der Ahnung auszusprechen, die er den ganzen Abend in sich trug, liess Akeem einen Augenblick verzweifeln, doch Saajid schaffte es ihn wieder ein stückweit zu beruhigen.

"Du wirst neue erlangen.
Was geschieht.. und geschehen ist.. ist Eluives Wille.. nicht ihre Willkür..
und ob deine Gabe genommen wurde... oder eine andere geschenkt.. kannst du nicht sagen..
nichteinmal ich vermag dies festzustellen."


Die Männer sprachen noch eine ganze Weile über die Geschehnisse des gestrigen Abends und Akeem fand langsam wieder zur Ruhe, schloss die Augen und versuchte sich einige Stunden von den ganzen Strapazen zu erholen. Er trug die Hoffnung in sich das Saajid mit seinen Worten Recht hatte, das Eluive ihnen beistand und sie gemeinsam der lauernden Gefahr entgegenwirken können.
Zuletzt geändert von Akeem Mu´awiya Masari am Mittwoch 5. August 2009, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
Nuria Mondin
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Beitrag von Nuria Mondin »

Herrje, was für ein Chaos.

Mit ihrer Faktensammlung war sie schon recht weit gekommen - aber immer noch nicht ganz klug. Letharen, Arkorither, Janus, die Schwestern, Eliza - die Gespräche sammelten sich, brachten eine Information zur Nächsten. Sie hatte schon eine kleine Liste mit Stärken und Schwächen zusammengestellt- ihre Schwestern hatten ein paar Anweisungen bekommen, wie sie sich schützen sollten - zumindest, was sie wusste. Und nun - ihr Treffen mit Valterian hatte dann doch eine ungeahnte Wendung genommen.

Eigentlich war es ein mehr oder fruchtbarer Informationsaustausch gewesen - sie hatte ein weiteres Detail der Kategorie "Schwächen" hinzufügen können und würde daher wohl einige weitere Besuche bei gewissen Kontaktpersonen tätigen müssen.

Doch dann - eine unerwartete Wendung. Oder besser eine, die sie befürchtet hatte- es wurde finster. Dicke Wolken zogen auf, beschatteten den beschaulichen Platz im Grünen, den sie sich nahe Rahals ausgepickt hatten. Das Wasser des nahen Sees schlug unnatürliche Wellen, Blitze zuckten - doch angegriffen wurden sie nicht. Stattdessen diese Stimmen - viele Stimmen.

Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Attentat!

Hatte sie diesen Satz nicht schonmal von irgendwem gehört? Sie war sich nicht sicher. Der Arkorither und sie blieben dicht beieinander, bereit, sich zu verteidigen. Die Präsenz gleich Mehrer von ihnen war ihnen ganz und gar nicht geheuer. Doch - es blieb bei dem Stimmengewirr.

Sie beschlossen den Ort zu wechseln. Über die andere Sphäre gelangten sie nach Bajard - eigentlich wollten sie sich gen Tirell wenden, doch sie kamen nicht weit. Auf dem Weg begegnete ihnen einer von diesen Irren, die ihre Schwesternschaft bedroht, die Arkorither gedehmütigt und die Letharen aufs höchste verärgert hatten.

Sie zögerte nicht lange. Fast sogleich flog dem riechenden, suchenden Kämpfer mit der Klinge ein Wurftrank um die Ohren. Und er bekam eine Tirade von ihr zu hören, was ihnen eigentlich einfiele, ihre Schwestern zu bedrohen. Die Reaktion - fiel allerdings äußerst überraschend aus.
Schwester? Sie war noch viel zu sehr im brass, als ruhig und freundlich zu reagieren. Jawohl, eine Schwester war sie! Und wer ihre Mädchen angriff, der gehörte mindestens gevierteilt. Wütend näherte sie sich dem Wesen weiter, warf einen verätzenden Trank nach seiner Hand. Keine Wirkung. Stattdessen ein vorwurfsvoller Blick. Warum greifst du mich an? Nun war es an ihr, verwirrt innezuhalten. "IHR habt doch UNS angegriffen!" "Was treibst du mit diesem Pack? VERRAT!" Empörung, Enttäuschung - vieles war aus der Stimme ihres Gegenübers zu lesen, als sein Blick von ihr zu dem Arkorither im Hintergrund wanderte. "Natürlich spreche ich mit anderen von euren Opfern. Was ist daran verkehrt?" Ihre Verwirrung wuchs.
"VERRAT! Heulte er erneut auf. Nun muss ich dich verletzen! Auch dich muss ich nun töten!" Sinngemäß die seinen Worte. Sie machte sich bereit, mobilisierte ihre geistigen Kräfte zur Abwehr. Sie spürte, wie der Arkorither offensichtlich die gleiche Idee auf andere Weise umsetzte und um sie einen Schutz wob, eine Kraft zurückzuwerfen. Es kam, was kommen musste - nach einigem Zögern einten sich Himmel und Erde- geradewegs durch sie hindurch. Ihr Schutz war wirkungsvoll - der Blitz hinterließ nichtmal einen Kratzer an ihr.
VERRAT! Tönte es erneut. Das Wesen zog sich zurück - ein Gewitter begann sich zu entladen und herniederzuprasseln. Gewitter! Sturm, Blitz und Donner, das war ganz Nurias Element. Mehr und mehr verschob sie ihre Klänge zum Wind, jenes Spektakel genießend. "Warte! Geh nicht weg! Ich glaube hier liegen ein paar Missverständnisse vor. Lass und reden. Ich lade dich auf einen Tee ein!" Ihre Rufe, bittend, freundlich, drangen ungehört durch das tobende Gewitter. "Tee trinken?" Echote der Arkorither ungläubig, die nach wie vor kerngesunde Frau mitten in dem unnatürlichen Unwetter beobachtend. Sie wendete sich um und nickte. "Ja doch. Diplomatische Probleme löst man am besten bei einem Krug guten Tees."

Nichts regte sich mehr, das Gewitter klang ab. Eine Weile tauschten die beiden noch Theorien aus. Dann verabschiedeten sich. Wie konnte sie erklären, konnte mit dem Herren Kontakt aufnehmen? Es waren mehrere, und sie hatten verschiedene Ziele und Feindbilder, das schien ihr nun Gewissheit.

Sie fragte sich, ob sie den Verstand verloren hatte, jeder, der sie gesehen hätte, hätte sie sicherlich für ein wenig verwirrt gehalten. Sie beschrieb ein großes Pergament - aus der Luft sicherlich leicht sichtbar. Kletterte auf das Dach des Hexenhauses und brachte es dort an. Ohne Flügel war es dem Blick verwehrt - doch die magischen Gäste schienen ja selten zu Fuß zu kommen.

"Bruder... verzeih meine Unhöflichkeit bei unserer letzten Begegnung. Sei mein Gast. Ich bin keine Verräterin - nicht immer ist alles, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Lass uns miteinander reden. Ich halte stets einen Tee für dich bereit. Deine Schwester"

Sie machte sich Vorwürfe. Vertrauensbildende Maßnahmen - tja, die hatte sie dieses Mal gehörig versemmelt. Aber wer konnte auch ahnen, dass ausgerechnet dieser Magier wohlgesonnen war? Sie nagte auf ihrer Unterlippe herum, wieder und wieder glitten ihre Gedanken ab zur morgendlichen Begegnung. Schließlich gab sie sich einen Ruck. Das brachte sie nicht weiter - sie musste nach vorne denken. Es gab noch so viel zu tun.

Sie schrieb eine kleine To-do-list:
Schwesternchronik lesen
Menekaner, Tiefländer, Elfen kontaktieren
Impfstoff suchen
Tharon um einen Gefallen bitten


und machte sich gleich im Anschluss daran, sie abzuarbeiten. Zunächst nahm sie sich mit einem leichten Seufzen der Bücher im Raum des alten Wissens an.
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