Das Leid der Liebe

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Anveena Midame

Das Leid der Liebe

Beitrag von Anveena Midame »

Schnellen Schrittes ging sie den alten Flut der Herberge entlang, Wut in ihrem Gesicht. Ein Handwink und ihre Tür flog auf, ebenso schnell, wie sie jene zuknallen liess und drückte sich an die Wand und liess sich langsam hinab.
Ihr Gesicht vergrub sie in ihre Hände und ein leiser Schluchzer ist zu vernehmen.
So schmerzhaft waren jene Worte, zu stark die Erinnerungen.
Sie verliess Simoen, sie hasste sich...sie war schwach, sie offenbarte sich, sie konnte sich nicht beherschen. Geschickt flogen die Worte aus dem Mund ihrer Schwester, liessen Sie erzittern, sie unvorsichtig und unsicher werden, als Sie dann die Worte sprach, die Sie verraten haben.
Ja, Anveena hatte einst einen Geliebten...einen Mann, an ihrer Seite...und sie hasste es...diese Gedanken, an etwas schönes, an glückliche Momente.
Sie erhob sich, ging auf das alte Bett zu und liess sich darauf fallen. Ein handgriff unter jenes und eine kleine, schwarze Schatulle kam zum Vorschein, auf welchen fein eingerizt "A&S" stehen. Langsam gleiten ihre Finger über jene Verzierung, ein kurzes lächeln huscht über ihr Gesicht und sie wischt sich die Tränen aus den Augen.
Vorsichtig öffnete sie die Schachtel, ein Sammelsurium aus verschiedenen Dingen, viele Pergamente waren zwischen den Sachen, alt und ausgeblichen. Sie ergriff eines, entfaltete es vorsichtig und ihre Augen huschten über die Zeilen.

"Meine über alles geliebte Anveena,
so schön war der Tag mit dir, zu schwer, sich von dir lösen zu müssen und dich wieder zu verlassen, während meine Gedanken sehnlichst den Tag erwarten, indem du wieder bei mir bist, an welchen ich dich in die Arme schliesse, deine zärtlichen Lippen küsse, dein lachen sehe und deine strahlenden Augen mich anfunkeln.
Ich schreie jeden Tag das Glück, dass ich empfinde, aus meinem Körper hinaus, möchte es der ganzen Welt mitteilen, dass ich Liebe...und zwar die schönste, sinnlichste, lustigste, klügste und verführerischte Frau auf allen Kontinenten.
Lass mich bitte nicht zulange warten, bis wir uns wieder sehen, die Qual der Ferne zerfrisst mich förmlichst und jeder neue Tag mit dir, ist immer schöner als der vorherige, obwohl ich fest der Überzeugung bin, es ginge nicht.
So sehne ich, während mein inneres vor Glück beginnt zu platzen...auf bald meine Schönheit.
In ewiger Liebe für immer und ewig

S. "

Sie lächelt weiter, auf den Schrieb starrend. Wer weiß wielange Sie da saß, doch irgendwann, an irgendeinen Punkt, entweicht ihr lächeln, sie hebt die Hand, der brennende Schädel erscheint und Anveena zielt auf die Kiste. Sie starrt, die Wut macht sich in ihr breit, wiegt den Kopf ab, während die Flammen auflodern, nur begierig darauf wartend, etwas vernichten zu können. Doch dann senkt sie den Arm, der Schädel verschwindet, ebenso wie die Kiste verschlossen unter ihrem Bette.
"Liebe...pah...ein Übel dieser Welt...ich brauchte Sie damals nicht...ich brauche Sie heute nicht."
Anveena Midame

Beitrag von Anveena Midame »

Mit einem lauten knall liess Sie die Tür hinter sich zufallen.
Sie schaute sich um, nahm irgendeinen Gegenstand in die Hand und warf ihn an die Wand, ehe sie sich an der Tür hinagleiten liess.
"Du bist erbärmlich."
Anveena schaute hoch, blickte sich im Zimmer um.
"Preist dich selber als die Unantastbare, als diese Gefühlsarme Frau, die ohne Liebe leben kann und nun kriegst du wieder einen Anfall."
Sie blickt zu den Spiegel. Da sah Sie Sie...ihr hämisches lächeln, ihre Arroganz, zu wissen, sie hätte Recht. Herabfällig, wie Sie sich sah, sie anblickte.
"Was weißt du schon?"
"Oh genug meine Liebe...schliesslich, lebe ich in dir, sehe, was du siehst...mehr, fühle, was du fühlst und weiß was du denkst."
"Ausgemachter Blödsinn."
"Blödsinn? Du bist verliebt und diese Liebe brach dir das Herz. Küsst mit dieser Ordensdirne rum. Betrogen wurdest du....dazu spottet jeder über dich. Die Tavernendame reisst Witze auf deine Kosten und du? Sieh dich an...wie erbärmlich, wie jämmerlich du doch bist."
"Pah...sie sind mir egal...alle...sollen sie spotten, lachen oder sonst was machen...ich lasse mich nicht beirren in meinem Ziel."
"Ach nein? Welches Ziel denn? Vor lauter Gefühlsduselei hast du das schon lange aus den Augen verloren. Du bist nicht besser als Simoen...mit rosa Herzen vor den Augen."
"HALT DIE KLAPPE."
"Gib es doch zu, du bist verliebt...du kannst Lieben, du kannst Fühlen...du konntest es schon immer, aber du hast es nur abgestritten...du warst schonmal verliebt...wie glücklich ihr beide doch wart...wie glücklich wir damals mit ihm waren. Alle sagten, wir wären füreinander geschaffen...aber du musstest es ja zerstören...sein Blut klebt an deiner Hand und anstatt ihn zu ehren, verleugnest du es auch noch."
"Schweig...halt die klappe...halt die klappe...."
"Du vernichtest alles um dich herum, wie die PEst...wie ein schlimmer Fluch...du bist nicht mehr als einer dieser wertlosen Zombies...und jeder hasst dich...jeder will dich leiden sehen."
"NEIN."

Anveena machte eine schnelle Handbewegung, der Spiegel zerbrach wie von etwas starkem gebrochen und die Scherben klirrten und surrten auf den Boden. Sie blickte hinab. eine Scherbe, die nur ihre Lippen zeigten...doch weiter jenes hämmische, geniesserische Gewinnergrinsen, das langsam wieder began, Worte zu formen.
"Du weißt, ich habe recht...ich bin du...und du kannst nichts dagegen tun."
Sie lehnte sich zurück..sie weinte...sie wusste nicht, wann sie angefangen hatte, doch sie weinte. Warum nur, schmerzte es sie so sehr? Warum...
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