Gerimor-Kurier Ausgabe 8
Weltpolitik:
Aus Mangel an Lust zum Genozid hat das Seuchen geplagte Hafenviertel in Rahal unter der Leitung des Grüni alle Alten, Schwachen und Kranken mit Tritten und Schwerthieben auf Schiffe verfrachtet. Sogleich traten die Schiffe, in dessen Bauch sich die ärmsten des Volkes sammelten, den Weg nach Adoran und Bajard an. Auf die Frage an den Grüni, wie solche Handlungen moralisch zu bewerten sind und ob es nicht einen anderen Weg zum Wohle der Menschen gegeben hätte, beantwortete der eloquente Mann gewohnt charmant:
'Halts Maul oder ich schieße dich per Katapult hinter dem Schiff her!'
Jedoch tut sich noch anderes in Rahal; wieder einmal erlebte die Stadt einen Führungswechsel. Nun steht die junge Giftmischerin Eliza Tautropf an der Spitze der Führungsriege. Die örtliche Letharenbrut war kurz zuvor Schaum spuckend durch die Gassen der düsteren Stadt gerannt um unter Zuckungen zusammenzubrechen. Gerade 'der Irre' de Fouquet sagte zu den laufenden Ermittlungen: „Wir gehen derzeit von einem internen Generationswechsel aus, das geht uns nichts an.“
In Adoran sieht man schon die freudige Liliana von Drachenfels am Kai hocken, in froher Erwartung der drohenden Patientenladung. Man munkelt sie bedürfe neuer Testobjekte für ihre Serie von Giften, Faltencremes und Fleisch fressenden Pflanzen.
Unbekannt ist was aus der Schiffsladung wird, welche das traurige Schicksal ereilt Bajard zuteil zu werden. Der Versuch die Bürgermeisterin zu sprechen endete mit gewohnt gedämpften Rufen aus dem Innenraum ihrer Hütte: 'Ich bin nicht da'
Information in eigener Sache:
Freuen sie sich auf die nächste Ausgabe, den Koporal Alindra Feruin hat sich mit uns getroffen und erklärte sich bereit die Pracht ihres Körpers offen zu zeigen. Unsere Zeichner werkeln noch fleißig so das wir ihnen in der nächsten Ausgabe nicht ganz ohne Stolz das Ergebnis zeigen können.
Verrat im Regiment:
Arenvir; früher war das noch ein einäugiger Zwerg mit Minderwertigkeitskomplex, Menschenhass und Hang zum Größenwahn, der mit Vorliebe Lebewesen aller Art zu Ehren Kra’thors opferte, aber mehr und mehr verkommt dieses Wort zu einem Schimpfwort ohne gleichen. Grund dafür sind die ausartenden Säuberungsaktionen. Der Oberst vermutet in seinen Reihen einen Verräter und schon die Ritter haben Wetten darauf abgeschlossen wer es den nun sei, führend ist bislang Alexia Raid, direkt gefolgt von Arenvir selbst. Dieser allerdings schlachtete sich in blustigster Manier durch die Mannen des Regiments um seine endlose Loyalität unter Beweis zu stellen. Einen ganzen Kasernenkomplex soll er schon entvölkert haben und selbst die Inquisitoren der Bruderschaft nicken dem kleinem Mann inzwischen respektvoll zu, hatten sie doch bisher die meisten
Unschuldigen auf den Scheiterhaufen getrieben.
Aber Adoran hat mehr zu bieten als wahnsinnige Magier. Da ist noch die prunksüchtige Ritterschar. Ein Haufen selbstgefälliger, mit etwas zu viel Altmetall auf dem Leib, möchte man meinen. Gestern jedoch zeigten sie ihren Wert und stießen, Wochen nach der verlorenen Schlacht, endlich auf die jämmerlichen Reste von Varuna vor. Dort trafen sie dann auf die lagernden Truppen der dunklen Stadt. Mit der taktischen Finesse eines Wildschweins stürmten beide Seiten frontal aufeinander. Tugor Crain, genannt „Der Ahnungslose“, muss jedoch vergessen haben seinen Lanzenträgern mitzuteilen, dass es sich bei ihrer Bewaffnung nicht um Wurfspieße handle. So zierten die Wurfgeschosse den Boden als die Ritterschaft des Reiches ungebremst bis ins Kommandozelt durchpreschen konnte.
Information:
Metalle sind Ihr Leben und sie wollen nicht selbst im Dreck der Mine buddeln? Sie sind allergisch gegen Farben auf Naturalbasis oder haben einfach nur zu viel Geld und beschmeißen gern die Deppen mit Goldbarren um ihrer Verachtung die richtige Würde zu verleihen? Kommen sie heute noch zu Thancred in Berchgard. Die ersten 2 Käufer dieser Woche erhalten einen Eisenbarren gratis.
Anmerkung der Redaktion:
Eliza, bettle beim dunklen Kneipenfürst um Vergebung oder wir veröffentlichen deine düsteren Geheimnisse!