Tairneach fühlte sich nicht gut. Ihm war schlecht, und er mußte dauernd husten. Zudem hegte der Riese den Verdacht, daß er wirklich Fieber hatte. Das war ihm schon seit seiner frühen Kindheit nicht mehr passiert.
Dabei hatte der Tag nicht schlecht angefangen. Er hatte auf der Jagd die Spur eines recht großen Hirsches verfolgt, der anscheinend allein herumtrabte, und war recht zuversichtlich gewesen selbigen noch einzuholen - leider war ihm anscheinend ein Rudel Wölfe zuvorgekommen, und es lagen lediglich unbrauchbare Reste eines alten Hirsches auf der kleinen Lichtung.
Von dieser kleinen Schlappe jedoch nicht entmutigt - die Fleischreserven Iths waren gut gefüllt - hatte er sich an seine Übungen begeben.
Zuerst Beruhigen und konzentrieren üben, wie ihm die Mimir das gezeigt hatte, dann eine Seite in dem alten Buch Lesen üben. Das ging langsam immer leichter und war, zugegebenerweise, sogar ein wenig interessant.
Danach hatte er sich einen Panzer angezogen und Monster gejagt, irgendwann müssten sich diese ekelhaften Untoten aus ihrem Drecksloch vertreiben lassen, wenn man es nur hartnäckig genug versuchte - und dabei hatte er festgestellt, daß er sich matt und erschöpft fühlte.
"Gah, das kommt davon, wenn man zuviel rumsitzt und ständig Bücherseiten umdreht !" Er hatte ausgespuckt und war mit seiner Axt auf den nächsten Knochenmann losgegangen.
Nach einem relativ ermüdenden Kampf war er jedoch keuchend und hustend zu Boden gegangen, nachdem der Schädel des widerwärtigen Gezüchtes sich ordnungsgemäß in Knochensplitter aufgelöst hatte. Das war dann der Zeitpunkt gewesen, an dem er feststellte, daß etwas mit ihm nicht stimmte.
Der Weg nach zurück war die Hölle gewesen. Er fühlte sich nicht nur matt, sondern ihm wurde abwechselnd heiß und kalt, egal wie dick er seinen Mantel um sich wickelte. Er überlegte eine Weile und folgerte, daß er unter Umständen eine ansteckende Krankeheit hatte, wickelte sich einen nassen Verband um den Mund und besorgte sich in Andraste so schnell wie möglich eine gute Menge Bier, bevor er den Weg nach Ith antrat.
Dort angekommen stellte er fest, daß genug Holz vor der Schwitzhütte gestapelt lag. Mühsam begann er, eine kleine Mauer aus gepressten Schneestücken zu errichten, während das Kohlebecken im Inneren aufheizte. Dann nahm er seinen Kohlestift zur Hand und schrieb in großen, noch recht ungeübten Lettern :
"Bin wirchlich grang. Stellet das Biehr vor die Tühre. - Tairneach."
Er schloß die Türe hinter sich, und von da an hörte man nur das gelegentliche Zischen, wenn er Wasser (oder vielleicht Bier?) auf die glühenden Steine goß, sowie gelegentlich lautstarkes Rülpsen, einiges Husten, und ab und an ein paar deftige angurische Flüche.
Ein schlechter Tag für einen Angurer
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Thomas MacFarlainn
Geräusche drangen an sein Ohr, unbestimmte Geräusche. Sie kamen von Süden, vom Schwitzhaus des kleinen Ortes im ewigen Eis. Gerad eben war Thomas noch im Bergwerk, doch nun war der Feierabend am kleinen Feuer der Kneipe nah. Doch nun das ...
Vermag sich ein Südländer hierher verirrt haben und jemand hat ihn in die Sauna gesperrt, oder ist es nur ein Tier, welches versehentlich eingesperrt wurde. Gespenstig jedenfalls klang es. Doch dann baute sich Erleichterung in ihm auf, als er ein familiäres Fluchen vernahm. Thomas trat an das kleine Haus mit dem Schornstein heran, ging herum und betrachtete die verrammelte Tür. Mit einem Lächeln las er die großen Lettern, doch schon bald verschwand es wieder aus seinem Gesicht. Denn das erneute Husten Tairneachs mahnte ihn zur Ernsthaftigkeit der Lage.
"Heda Bub, alles gut bei Dir da drinne?"
Ein Gemisch aus Röcheln, Husten und angurischen Flüchen war die Antwort. Es stand nicht gut um Tairneach. Die Lebenskräfte waren schwach in ihm, und scheinbar war es ihm kaum möglich aufzustehen. Doch ein Heiler, der sich mit solch schweren Erkrankungen auskannte war nicht nah. Thomas musste wohl oder übel die Südlande bereisen, um einen geeigneten Kräuterkundigen zu finden.
"Bub, ich bin bald wied'r da, aye? Ich hol wen d'r dir helfn kann, aye!"
Mit diesen Worten brach er auf, eilte sich zum Andraster Hafen, um nach Gerimor überzusetzen.
Vermag sich ein Südländer hierher verirrt haben und jemand hat ihn in die Sauna gesperrt, oder ist es nur ein Tier, welches versehentlich eingesperrt wurde. Gespenstig jedenfalls klang es. Doch dann baute sich Erleichterung in ihm auf, als er ein familiäres Fluchen vernahm. Thomas trat an das kleine Haus mit dem Schornstein heran, ging herum und betrachtete die verrammelte Tür. Mit einem Lächeln las er die großen Lettern, doch schon bald verschwand es wieder aus seinem Gesicht. Denn das erneute Husten Tairneachs mahnte ihn zur Ernsthaftigkeit der Lage.
"Heda Bub, alles gut bei Dir da drinne?"
Ein Gemisch aus Röcheln, Husten und angurischen Flüchen war die Antwort. Es stand nicht gut um Tairneach. Die Lebenskräfte waren schwach in ihm, und scheinbar war es ihm kaum möglich aufzustehen. Doch ein Heiler, der sich mit solch schweren Erkrankungen auskannte war nicht nah. Thomas musste wohl oder übel die Südlande bereisen, um einen geeigneten Kräuterkundigen zu finden.
"Bub, ich bin bald wied'r da, aye? Ich hol wen d'r dir helfn kann, aye!"
Mit diesen Worten brach er auf, eilte sich zum Andraster Hafen, um nach Gerimor überzusetzen.
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Tairneach MacFarlainn
Tairneach hustete und fluchte, spuckte das eklige Zeug in das Stück weißen Stoff. Ihm ging es gar nicht gut, und er trank einen ordentlichen Schluck Bier hinterher. Anscheinend war es schwieriger, diese Krankheit auszuschwitzen, als er vermutet hatte.
"Aber bring nich son Südländer ! Die machend es nurnoch..." *worauf er wieder ordentlich hustete. Mehr Dampf. Er brauchte einfach mehr Dampf.
Er schleppte sich zum Steinbecken, warfHolz nach, und goß zwei Kellen Wasser über die heißen Steine. Es zischte.
"Aber bring nich son Südländer ! Die machend es nurnoch..." *worauf er wieder ordentlich hustete. Mehr Dampf. Er brauchte einfach mehr Dampf.
Er schleppte sich zum Steinbecken, warfHolz nach, und goß zwei Kellen Wasser über die heißen Steine. Es zischte.
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Tairneach MacFarlainn
Die Heilerin hatte einen wirklich ekelhaften Tee gebraut, das Zeug war so wirklich das Widerlichste, was er in seinem ganzen Leben getrunken hatte. Es bestand nämlich hauptsächlich aus Wasser. Und zwar ohne daß auch nur der geringste Gärprozeß daran beteiligt gewesen war.
Da hatte es auch nicht geholfen, daß er kurz vor Einnahme dieser widerlichen Substanz fast bewußtlos gewesen war. Nunja, es war eine Heilerin vom Kontinent, die Thomas irgendwie kontaktiert hate, was für Beziehungen er auch immer dafür hatte spielen lassen. Tairneach war das völlig egal, Hauptsache es half dabei, dieses blöde Gefühl loszuwerden, daß sich seine Lunge in den kleinen roten Stückchen davonmachte, die er inzwischen regelmäßig in Tücher hustete.
Angenehm überrascht war er dann, als sie ihm eine Art Kräuterschnaps verabreichte, welchen sie zuvor selbst hergestellt hatte, indem sie zerriebene Kräuter und andere Ingridenzien in Schnaps aufgelöst hatte. Es war einfach herrlich - zu spüren, wie dieses Gebräu brennend die Kehle herunterrannte, irgendwo in seiner Brust zu explodieren schien, um dann die widerlichen Schmerzen in seiner Brust ein für allemal auszulöschen.
Daß sie hinterher selbst einen ordentlichen Schluck davon trank, war zweifelsohne klar. Er fand es lediglich ein wenig befremdlich, daß sie statt "Schnaps" "Tinktur" dazu sagte. Nun, auch Festländer mit guten Manieren und respektablem Beruf schienen die eine oder andere Seltsamkeit aufzuweisen.
Als es ihm kurz darauf merklich besser ging, sah er zu, den Schweiß im Schnee abzuwaschen und sich umzuziehen um danach noch ein wenig in der Taverne zu trinken. Er war sowieso durstig und war es den Ahnen schuldig, für seine Genesung zu danken.
Durch das tagelange wenige Essen und die dazugehörige Krankheit jedoch geschwächt, brachte er es kaum zu Stande, fünf oder sechs Gläser von irgendwas zu trinken. Er begab sich seiner Meinung nach ziemlich früh auf sein Schlaflager.
Da hatte es auch nicht geholfen, daß er kurz vor Einnahme dieser widerlichen Substanz fast bewußtlos gewesen war. Nunja, es war eine Heilerin vom Kontinent, die Thomas irgendwie kontaktiert hate, was für Beziehungen er auch immer dafür hatte spielen lassen. Tairneach war das völlig egal, Hauptsache es half dabei, dieses blöde Gefühl loszuwerden, daß sich seine Lunge in den kleinen roten Stückchen davonmachte, die er inzwischen regelmäßig in Tücher hustete.
Angenehm überrascht war er dann, als sie ihm eine Art Kräuterschnaps verabreichte, welchen sie zuvor selbst hergestellt hatte, indem sie zerriebene Kräuter und andere Ingridenzien in Schnaps aufgelöst hatte. Es war einfach herrlich - zu spüren, wie dieses Gebräu brennend die Kehle herunterrannte, irgendwo in seiner Brust zu explodieren schien, um dann die widerlichen Schmerzen in seiner Brust ein für allemal auszulöschen.
Daß sie hinterher selbst einen ordentlichen Schluck davon trank, war zweifelsohne klar. Er fand es lediglich ein wenig befremdlich, daß sie statt "Schnaps" "Tinktur" dazu sagte. Nun, auch Festländer mit guten Manieren und respektablem Beruf schienen die eine oder andere Seltsamkeit aufzuweisen.
Als es ihm kurz darauf merklich besser ging, sah er zu, den Schweiß im Schnee abzuwaschen und sich umzuziehen um danach noch ein wenig in der Taverne zu trinken. Er war sowieso durstig und war es den Ahnen schuldig, für seine Genesung zu danken.
Durch das tagelange wenige Essen und die dazugehörige Krankheit jedoch geschwächt, brachte er es kaum zu Stande, fünf oder sechs Gläser von irgendwas zu trinken. Er begab sich seiner Meinung nach ziemlich früh auf sein Schlaflager.