Weiche, Kryndlagor!

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Lamentinu Celebren
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Weiche, Kryndlagor!

Beitrag von Lamentinu Celebren »

Kryndlagor - massive Dissonanz, die den Schlaf raubt und den Frieden bedroht. Rot wie das Blut, dass du vergießt. Dein Hass glüht so heiß wie der feurige Atem, den du ausspeist. Und doch ist dein Herz kälter als das Eis Fuachteros und ohne Leben. Weiche!

Lamentinus Gedanken waren düster, als sie ihrem Volke vorschlug, ihre Kräfte mit den Edain zu bündeln. Sie hatten zugestimmt und Vertreter an den Nebelwald geladen. Es wurde eine lange Beratung. Ihre Erkenntnisse daraus: Die Magier der Edain denken grob und kompliziert, aber durchaus vernünftig. Die Kirche der Edain jedoch schien mehr damit beschäftigt sich zu profilieren als konstruktiv mitzuarbeiten. Und einer der Eluive-Priester verstand nicht einmal die simpelsten Formen von Anstand und Kooperation. Sie würde sich ernsthaft überlegen, ob sie jene noch einmal laden würde - trat er doch die Gastfreundschaft der Elfen mit Füßen und war taub für ihre Warnungen und seine Kollegen schienen dies hinzunehmen und zu tolerieren.

Doch es nahm seinen Weg. Ein Plan war gefasst - nun galt es zu warten, bis sich die Liedwirker gesammelt und beraten hatten und die Liedwirker der Eledhrim zu sich riefen. Untätig war ihr Volk in der Zeit sicher nicht. Ihre Liedwirker hatten sich noch am selben Abend abgestimmt und nun galt es, eine Kopie von Gelirs Klinge anzufertigen. Selbst ohne die Verwirblung von Temoras und Alatars Kraft ein aufwändiges Unterfangen.

Am Vorabend hatten sie gemeinschaftlich den Plan gezeichnet, der Falculon bei seiner Arbeit helfen sollte. Zunächst zog sie mit der Feder die Umrisse auf das Pergament. Das Loch für den Saphir folgte - ebenso sein Schliff. Nun wurde es schon schwerer mit der Erinnerung. Lu'araiel verfeinerte etwas die Klinge, Shalaryl korrigierte ein wenig die Parierstange mit Hilfe des Liedes. Für die Ornamente schließlich musste Lamentinus Bogen Modell stehen. Sie kopierte die naturnahen Verziehrungen - waren sie doch den Handwerken bei jenen besonderen Waffen gemein, entsprechend auf die Form angepasst und durch ihre blasse Erinnerung ein wenig korrigiert. Einmal mehr stockten sie an der Position, wo die Symbolik des Seelentieres einfloss. Welches Seelentier hatte Gelir gehabt? Sie stöhnte leise und massierte sich die Schläfen. Nach dem Ausschlussprinzip und dem, was sie noch wussten, waren sie sich jedoch ziemlich sicher, dass es der Wolf gewesen sein musste. Und wieder wurde Lamentinus Gedächtnis gefoltert. Die Symbolik des Wolfes für hochelfische Meisterwaffen bei besonderer Bindung und Macht. Es dauerte eine ganze Weile, bis der Groschen fiel. Und so zog sie eine geschwungene Linie, zwei geschwungene, kleinere führten wieder zurück zum Ausgangspunkt. Hinein zwei leicht elipsenförmige Kreise. "Der wachende Kopf, dessen Augen im Wald sind." murmelte sie leise. Und geistig machte sie die Notiz: Tiersymbolik aus der Versenkung holen und in der zentralen Bibliothek übersichtlich zusammenfassen - wenn das nächste Mal wieder Zeit und keine Hektik herrscht.
Sie führte das Rankenmuster zu Ende und fügte nunmehr die Schriftzeichen seines Namens ein. Shalaryl war es, der der Schwertname wieder einfiel und daran dachte, dass jener des Rätsels Lösung war, was an die Leerstellen der Ornamente noch gehörte.
Einzig die Losung der Klinge fehlte noch - doch dafür musste sie in der entsprechenden Legende nachlesen. Den Schwur der Klingentänzer wusste sie nun wirklich nicht mehr. Shalaryl wollte sich unterdessen um die Verwirbelung im Schwert kümmern - bzw die Planung und Vorbereitung, wie man sie hineinfließen lassen könnte. Lu'araiel wollte nach einem passenden Saphir suchen.
In der nächsten Woche würden sie sich sammeln - denn ein Klingentänzerschwert wurde schon immer vom ganzen Volke gemeinschaftlich geschmiedet, indem jeder seine Kraft mit einfließen ließ. So sollte es auch an jenem Tage sein. Sonst würde die Kopie im Klang um Meilen abweichen.
Was zu Lamentinus nächster Aufgabe für den neuen Morgen führte: Das Volk für jeden Tag einmal mehr zusammenzurufen.
Zuletzt geändert von Lamentinu Celebren am Freitag 12. Juni 2009, 13:44, insgesamt 1-mal geändert.
Isdaniel Nifar

Beitrag von Isdaniel Nifar »

Das Treffen am Rande des Nebelwaldes verfolgte Isdaniel zunächst ruhig, lauschte den vielen Stimmen. Die Menschen sprachen in vielen Klängen und doch schien es, als gäbe es noch kein gesamtes Bild. Teile von einem Plan gab es, doch er beinhalte, wie der Plan der Menschenmagier das Schwert selbst. Das Schwert, aus der Hand von Gelir, berührt von der Tochter und mit dem Blut des verlorenen Sohnes versehen. Das Schwert war kein Lockvogel. Sollte es notwendig sein, würde es sich einen Tänzer erwählen - aber es wurde aus gutem Grund versteckt und als Geheimnis gehütet. Es gehört in die Hand der Tochter, nicht in die Hand eines Edhil oder Menschen. So erhob er seine Stimme und brachte den Vorschlag ein - nicht das Original - sondern eine Kopie zu verwenden. Eine Kopie - gut genug um Kryndlagor an einen Ort ihrer Wahl zu locken.

Auch wenn die Diskussion sich um viele andere Dinge dreht, so blieb dieser Kern hängen und man einigte sich diesen Weg zu gehen. Noch am selben Tag hinterließ er Falculon eine Nachricht mit der Bitte sich der Fertigung der Kopie anzunehmen, wohl wissen das die äußere Hülle komplex - und dennoch der einfachere Teil sein wird. Das Aussehen des Schwertes war bekannt, aber sein Klang - dieser Klang war einzigartig. Er zog sich am Abend, als die Sonne schon lange hinter den Bäumen verschwunden war, an den See zurück - eine Ort den er liebte um seinen Gedanken folgen zu können. Still lauschte er dem Klang der Melodie und rief sich die Erinnungen des Schwertes in sein Gedächtnis. Zunächst erschien das Schwert selbst vor seinem inneren Augen, dann folgte - erst leise dann lauter - der Klang des Liedes. Harmonisch, leichtfüssig wie das Lied einer Bardin der Edhil das durch das Tal klingt, schwer und klangvoll wie eine Orgel in der Kirche der Tochter und doch war da ein weiterer Klang - schräg und seltsam und für ihn noch immer schwer zu erfassen. Sein harmonsiches Liedverständnis erlaubte nicht diesen Klang wirklich zu bilden. Es ist, als würde man Feuer mit Wasser erklären wollen.
Es gab noch eine weitere Komponente: Der Stein - dieser würde bald noch schwieriger werden als das Schwert. Sein Klang war ihm unbekannt. Er war zu klein gewesen um das Original zu sehen, zudem gab es einen Zusammenhang mit dem Klang von Kryndlagor selbst. Er würde mit Lu und Shalaryl reden, wie man den Klang des Schwertes und des Steins am Besten abbilden könnte. Er hoffte das einige Teile reichen würden, schließlich musste sowohl das Schwert als auch der Stein eine schlechte Kopie bleiben und durfte nicht ein zweites Original werden. Vielleicht sollte man noch einem Priester der Tochter den ihren Klang vermitteln lassen. Das jedoch müßte dann genügen. Ja die Gefahr durfte nicht verkannt - eine Kopie - kein Original - es war ein schmaler Grad. Kopie genug - aber nicht genauso gefährlich.

Über diesen Punkt kreisten seine Gedanken noch eine Weile. Eine Sicherung wurde benötigt. Zwei Bänder. Ein Band das den Ort verriet und ein Band das es speiste. Fehlt die Quelle würde es verfallen - wie eine Blume, welche Wasser benötigte. Ohne Wasser würde die Blüte verwelken. Es lag viel Arbeit vor ihm. Damit erhob er sich von seinem Platz.
Zuletzt geändert von Isdaniel Nifar am Sonntag 14. Juni 2009, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
Rafael von Arganta

Beitrag von Rafael von Arganta »

Rafael konnte das Gefühl der Hoffnung kaum unterdrücken als er am Nebelwald ankam.
Alleine der Anblick der Elfen, alte Kampfgefährten so wie Isdaniel,
der immer Weise und mit Ruhe an die Dinge heran zugehen verstand.
Wenn nicht die Elfen mit ihrem uralten Wissen, wer sonst würde vielleicht eine wirksame Lösung gegen Kryndlagor finden.
Die von den Elfen ausgesuchte Gemeinschaft hätte Qualitativ kaum besser sein können.
Einmal Arenvir van Tilianas als Vertretung der Magier.
Seine Eminenzen Sandroval und Sanyarin die den Einfluss von Temora und Eluive einzuschätzen vermochten, Lady Darna als Paladina, und schließlich er selber, als Vertreter der Ritterschaft und der kämpfenden Truppen des Reiches.
Viele waren sie nicht, aber das musste auch nicht sein.

Natürlich wäre ihm selber eine sofortige Lösung des Problems am liebsten gewesen.
Warum auch hatte er eigentlich das Gefühl gehabt her zu reiten und sofort eine Patentlösung präsentiert zu bekommen.
Zu schön wäre es gewesen, aber man kam doch lange nicht überein.
Stunden dauerte die Diskussion, in dem er selber sich immer weniger einbrachte.
Er hörte einfach nur noch zu, um die besten Vorschläge zu sondieren.
Schließlich einigte man sich auf einen gewagten Plan.
Weitere Treffen jedoch würden von Nöten sein ...

Aber einer Gemeinschaft aus Magiern, Elfen, Priestern, Rittern und für das Reich streitende Kämpfer... das konnte nur Göttergefällig sein.
Dem Lichten Göttern des Pantheon jedenfalls!
Das dies Alatar nicht zu Pass käme war voraus zu sehen.
„Kryndlagor, pack deine Koffer es geht dir ans Leder!“ wisperte Rafael leise zu sich selber bevor er mit neu erstarkter Zuversicht von dem Treffen aus Heim ritt.
Zuletzt geändert von Rafael von Arganta am Samstag 13. Juni 2009, 18:59, insgesamt 2-mal geändert.
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Lamentinu Celebren
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Beitrag von Lamentinu Celebren »

Die Schaffung der Schwertkopie

Ein weiterer Schritt war vollzogen. Keine Mühen hatten sie gescheut, die edle Waffe möglichst detailgenau zu kopieren.

Zunächst stellten sie das Klingentänzerschwert her, wie es die alte Legende beschrieb, welche Lamentinu vortrug zur Orientierung aller.


Wenn erhoben wird ein Krieger auf zum Tänzer einer Klinge,
dann ein Schwerte wird geschaffen von dem Volk gemeinschaftlich.
Doch, damit nicht nur ein Kämpfer, sondern mit ihm das Volk singe
in den Schlägen seiner Waffe, bringt es ein auf ewiglich
alle Gaben unsres Volkes, und im Atem dann vereint
eines Drachen, wird das edelste Metall entsteh'n.
Was auf erstem Blick nur künstlerisch erscheint
später scheidet wandeln und vergeh'n.



Um von Seline entzündete Glut hatte sie sich bereits im Vorfeld selbst gekümmert. So schritten die versammelten Elfen gleich zur Tat. Zunächst war es Falculon, der begann, den Rohling nach der alten Anleitung zu formen. Behutsam halfen hier und dort die Liedweber, die Form des Schwertes zu perfektionieren.

Erst der Schmied die Hand anlegt,
um den Rohling Form zu geben.
Indem er, wenn er es schlägt,
wird ein S hineinverweben,
weit geschwungen, wie ein Adler seine schöne Schwinge hebt.
Auf dass es an seinem Arm später durch die Lüfte schwebt.
Ganz harmonisch, ohne Kanten, dass nichts seine Wege stört,
wenn man kaum das leise Sausen jener kämpfend' Klinge hört.

Ist die Klinge erst geschmiedet, soll der Griff gefüget werden.
Dazu wird das Holz genommen, welches Baumwärter uns gaben,
und die Holzarbeiter formen, ganz natürlich, dunkel, erden,
eh vom Tier das Leder glatt unsre Schneider gewebt haben
einen Band, der, gut gewickelt, jenes griffig dann umschlingt,
gleich der Schlange, welche sorgsam seine Opfer mit dem eignen Leib umringt.

Da weder Thar noch Eamane noch Ant'inrodon an jenem Abend Gelegenheit hatten, an der Schaffung teilzunehmen, hatte sie jene schon im Vorfeld gebeten, die erforderlichen Komponenten zu erstellen. So blieb Falculon nur, die Einzelteile zusammenzusetzen.


Nun wir eingefügt der Stein, der das Lied bald fließen lässt.
Eingefügt an seinem Knaufe, glatt der Stein, doch bergend fest
er vom Schmied gesetztet wird, auf dass mit der Melodie
nunmehr nach und nach auch fließt des Volkes Harmonie
in das edle Schwert mit ein.


Lu'araiel hatte sorgsam gewählt bei seiner Suche nach dem passenden Stein. Behutsam fügte sich nunmehr unter der Hand des Schmiedes jener Saphir ein - unter den wachsamen Augen aller Anwesenden.


Ist das Schwert soweit geschmiedet, soll der Krieger es umfassen.
Auf dass nunmehr wir den Klang auf den seinen nun abpassen.
Ranc en lilthameigol soll der Schmied hineingravieren und den Namen dann anbinden,
auf dass fortan jene Klänge sich durch Schwert und Maethor winden.


Jener Part gestaltete sich als schwierig. War der eigentliche Besitzer doch schon lange in das Lied gegangen und die Kämpfer bei der Grenzsicherung zu jener Stunde unabkömmlich. Daher sprang Isdaniel als Ersatz ein - während sich alle darauf konzentrierten, möglichst genau den Klang von Gelir sich ins Gedächtnis zu rufen und die Verbindung möglichst korrekt zu weben, ehe Falculon mit seiner Gravur jenen Arbeitsschritt besiegelte.


Nunmehr soll der Liedweber Segen sich in jene Klinge weben.
Auf dass Stärke, Geschick und Mut jenen stetig dann begleiten,
wenn er jene Waffe alsbald wird zum Kampf erheben,
auf dass sie ihn sicher auf der seinen Wacht geleiten.
Tirnen an heb - bewacht um zu bewahren.

Zumindest in jenem Punkt war der Schaffung leicht zu bewerkstelligen - mit Isdaniel, Shalaryl und Lu'araiel waren gleich drei mächtige Liedwirker versammelt, und so war jene Note schnell eingesponnen und mit der Gravur der Losung gefestigt.


Doch des Schwertes eignes Wesen gleichfalls einen Namen braucht.
Denn, wenn man seine Melodie im Kampfe leise haucht
stets der Wind ein Raunen birgt, welches Schwert und Träger ehrt.
Auf dass beider Schicksalsband ewig und erfolgreich wehrt.


Auch jener Arbeitsschritt ging schnell vonstatten. Der Name des alten Schwertes war bekannt - Nastad-e-goth. Und genau jene Worte sprach sie, während Falculon sie gravierte.


Doch, das Auge würde weinen, würde Zier dem Schwerte fehlen.
Und so soll der Barden Kunst das Schwert beseelen.
Süßer Klang soll es geleiten, und der Ornamente reich
auf dass, wenn im Tanze er sich wiegt, präzise und doch weich
er auf ewig jenen Takt in dem Geiste dann vernimmt
und den Schlag, den Stich, den Schritt stets damit in Einklang stimmt.


Dieses Mal war es an Lamentinu, dem Schwert eine weitere besondere Note zu verleihen. Sie versuchte sich, so genau wie möglich an den Klang des alten Schwertes zu erinnern, an die Kampfesmelodie Gelirs, und virtuos trug sie ihren Teil zur Schaffung des Schwertes bei. In den Worten wiederholte sie dabei dreimal die Losung jenes besonderen Schwertes: Nastad-e-goth, ranc en Gelir Ancelliûl, tirnen an heb. - Nastad-e-goth, Arm des Gelir Ancelliûl, bewacht um zu bewahren. Die Ornamente hatte sie bereits nach dem Muster des alten Schwertes nachgezeichnet auf den Plänen - so brauchte Falculon in seiner Gravur nur jenem zu folgen.


Ist das Werk nunmehr vollbracht, sind die Fäden ganz verbunden.
Niemals wird das edle Schwert seinen Träger selbst verwunden.
Doch gemeinsam werden sie halten übers Volke Wacht.
Werden schützen, ewiglich, Jahr und Tag, Tag und Nacht.


Als ihre letzten Worte verklungen waren und auch ihre Harfe schwieg, trat einige Momente lang eine geradezu unwirkliche Stille über das Tal. Doch dann lief ein Schimmern durch die Waffe, ließ Ornamente und Schrift gleichsam aufleuchten, und wie in einer Reprise klangen all die Melodien der verschiedenen Schaffungsschritte noch einmal wieder und vereinten sich zu einem großen Gesamtklang. Es war vollbracht - ein zweites Schwert erschaffen. Ehrfürchtig lauschte sie der Melodie der besonderen Waffe. Eigentlich war es viel zu schade, nunmehr wieder zu stören, was so rein vor ihnen lag - doch für eine gute Kopie musste auch der Wandel der Zeit berücksichtigt werden.


Lamentinu stimmte eine ruhige Melodie an, gleichförmig, sich wiederholend, die geistige Konzentration zusammenführend und den Liedwirkern die nötige Stärke schenkend für die nunmehr weniger schönen Änderungen.
Isdaniel war es, der den Part übernahm, mit der Macht von Feuer und Wind auf das Schwert einzuwirken und den Saphir wieder herauszubrechen.
Shalaryl webte etwas von dem Klange Kryndlagors in den Edelstein.
Der einstige Kampf und Sieg über den Drachen war nunmehr auch in jene Klinge geschrieben. Nun galt es, dem Götterkrieg seinen Tribut zu zollen.

Shalaryl hatte im Vorfeld Erde vom Schauplatz des Kampfes zwischen Temora und Alatar besorgt. Die Verwirbelung der beiden Melodien war dort immer noch präsent - und nunmehr übertrugen sie jene von der Erde auf das Schwert.


Ein langer Abend war vergangen, ehe sie sich erschöpft in ihr Bett wenden konnte. Doch zwei mächtige Artefakte waren nunmehr geschaffen- Schwert und Stein. Alle hatten sie ihr Möglichstes gegeben, um jene Kopie authentisch zu gestalten. Sie konnten nur hoffen, dass jenes den gewünschten Nutzen bringen würde.
Zuletzt geändert von Lamentinu Celebren am Montag 6. Juli 2009, 12:15, insgesamt 1-mal geändert.
Isdaniel Nifar

Beitrag von Isdaniel Nifar »

Das Schwert eines wahren Klingentänzers. Beinahe war er der Meinung gewesen, sein Volk hätte die alte Kunst vergessen. Zu lange war es her, dass ein Klingentänzer geboren wurde - und mit ihm die alte Tradition der Schwerterschaffung vergessen. Doch beinahe könnte man meinen, alle spürten die notwendigen Taten in ihrem Blut. Routiniert, als würde Falculon ein gewöhnliches Schwert schmieden, schwang er den Hammer und doch war es etwas besonderes.

Ein jedes hohe Schwert besaß einen Namen und eine Verbindung zu seinem Träger. So wurde dieses Erschaffen in Verbindung zu Gelir. Eine Kopie für einen einzigen Zweck. Noch lange saß Isdaniel auf der Bank unter dem alten Baum und blickte den Weg entlang Richtung Schmiede. Zu Schade dass das Schwert keinen Träger mehr besaß. Beeindruckend war der Klang und damit gefährlich schmal der Weg. Gut mußte die Kopie sein, um überhaupt ihren Zweck erfüllen zu können. War die Kopie zu gut, bedeute auch die Kopie zuviel Macht und würde eine Waffe ohne Träger gefährlich machen. Das Ergebnis ihres Werkes zu beurteilen viel Isdaniel schwer - am Ende würden der Einsatz zeigen ob das Werkzeug seinen Zweck erfüllt. Der Weg war noch lang.
Isdaniel Nifar

Beitrag von Isdaniel Nifar »

Viele Nächte verbrachte Isdaniel in den Hallen der Schriften, wälzte die alten Unterlage. Manche waren auf altem Pergament geschrieben und schienen der Zeit zu trotzen. Geschmeidig konnte man das Pergament ausrollen, ohne bedenken an das Licht halten und noch immer deutlich zu lesen war die Schrift. Andere Pergamente - vorallem jene aus den Anfängen der Elfen - schienen jedoch dem Verfall nahe. Obwohl er viel Zeit mit den Pergamenten zubrachte - die Ideen - die kamen ihm Abends. Abends wenn er unter dem alten Baum saß. Schon als Kind hatte er unter jenem Baum gesessen, jedoch spendete sein Blätterwerk damals kaum Schatten zu jung war der Baum noch gewesen. Noch immer war im das Gespräch mit Deomar, einer der Gelehrten der Menschen in Adoran, im Gedächtnis. Was die Menschen auch immer unter Bannen verstanden - in seiner Welt - in senem Verständnis vielen ihm zwei Wege ein, Kryndlagor von dieser Welt zu vertreiben. Nocheinmal rief er sich beide Varianten in sein Gedächtnis:

Die eine wäre sein Lied zu verändern - ihn in eine andere Form zu zwingen wie z.B. einen Stein. Er selbst hatte ein Teil seines Wesens in einen Stein transferiert - diesen mit sich verbunden, so sollte man auch den Rest seines Seins in einen Stein binden können. Wenn der Stein zudem zu klein gewählt wäre - würde auch ein großer Teil seiner Kraft verloren gehen. Komplexe Dinge passen nicht in einfache Steine.

Die zweite Variante wäre in wirklich in eine andere Welt zu senden. Ihn durch ein Tor in eine Zwischenwelt stoßen auf dessen anderer Seite es kein Ziel gibt. Es wäre ein ewiger Irrgarten in der Dunkelheit zwischen den Tönen des Liedes. Diese Methode dürfte wohl dem des Bannens entsprechend wie es die Magier der Menschen verstehen.

Beide Varianten waren schwierig - beide hatten jeweils ihre eigenen Risiken. Die Wandlung würde bedingen, das man das Seelenlied Kryndlagors erfassen könnte um es dann in die entsprechende Form zu zwingen. Für Gegenstände war dies einfach, schon bei einfachen Lebewesen jedoch im höchsten Maße komplex und bei einem Wesen wie Kryndlagor - noch immer hörten seine Gedanken an dieser Stelle auf. Eine klare Lösung besaß er nicht.

Die zweite Variante war ohnezweifel einfacher. Ein Tor, einen Stoßen, man müßte ihm jedoch die Rückkehr verweigern. Einen Käfig im Nirgendwo errichten. Er würde jedoch weiter über all seine Fähigkeiten verfügen - die Gefahr bliebe damit, dass er eines Tages einen Weg zurück fände.

Eine Abwägung konnte er noch immer nicht treffen. Es würde Zeit sich mit den anderen zu beraten. Ideen erzeugen neue Ideen. Vielleicht würde sich damit ein Weg ergeben. Damit löste er sich aus seinen Gedanken und erhob sich wieder von einem Sitzplatz
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