Briska im Schlaraffenland?

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Else

Briska im Schlaraffenland?

Beitrag von Else »

Endlich näherte sich das Ende dieser Seereise. Das Schiff lief in einen Hafen ein. Ein Bergmannsdorf hatte man ihr gesagt. Briska hatte ihr Leben gerettet und ihren überaus wichtigen Utensilienkoffer, den sie gleich nach ihrer Ankunft zur Bank brachte udn dort sicher deponierte. Er enthielt alles was sie brauchte um ihr Aussehen beliebig zu verändern.

Für ihren ersten Auftritt wählte sie unauffällige, etwas abgetragene Kleidung und trug ihr Haar halblang mit zwei Zöpfen. Sie lief durch Berchgard und angelockt von köstlichem Düften und lauter Musik landete sie bei einem Fest. Sogleich kam eine Frau herbei, bat darum daß sie sich doch setzen möge. "Gern doch sitze ich nicht allein" erwiederte sie und wurde zu einem Tisch geführt an dem noch einige andere Personen saßen.
Freundlich grüßte sie diese und musterte jeden sogleich. Einer stach besonders hervor, hatte er doch eine recht pralle Geldkatze am Gürtel hängen. Doch widmete sie sich zunächst dem köstlichen Essen und als eine der Frauen die bedienten vorbeikamen fragte sie diese wo sie sich frisch machen könne.. da diese nicht ganz verstand was sie meinte, fügte sie nachdrücklich aber leise hinzu "ich muß mal..." Woraufhin ihr die Frau riet doch die Büsche aufzusuchen.
Sie nickte leicht, erhob sich dann und bat die Anwesenden um Verzeihung. Sie würde gleich wiederkommen. Als sie in Höhe des Herren mit der Geldkatze war, tat sie so als würde sie straucheln und fiel ihm regelrecht in die Arme. Sogleich begann sie sich wortreich zu entschuldigen und mit einem raschen Schnitt ihres Dolches schnitt sie ihm die Geldkatze ab und verbarg sie indem sie sich umständlich aufrappelte hinter ihrem Rücken, den sie dem Haus zuwandte. Nach weiteren Entschuldigungen setzte sie ihren Weg fort, doch eine liegen gelassene Harke wäre ihr fast zum Verhängnis geworden, sie stolperte und legte sich lang hin dabei. Die Geldkatze flog in einem hohen Bogen in ein Gebüsch vor ihr, doch anscheinend hatte niemand etwas gemerkt davon und so konnte sie ihren Weg ungehindert fortsetzen. Sie machte daß sie davon kam und bei der Bank angekommen holte sie ihr Köfferchen. In einem nahegelegen Kistenlager inspizierte sie erst ein mal die Geldkatze und grinste breit. Das hatte sich ja wirklich mal gelohnt, so konnte es weiter gehen. Sie zog sie sich im Schutze der Dunkelheit um, frisierte ihr Haar anders und färbte es. Anschließend machte sie sich auf die Suche nach einer Unterkunft. Spät am Abend kehrte sie noch ein mal zu dem Fest, das immer noch im vollen Gange war zurück. Niemand schien sie zu erkennen, keiner hielt sie auf aber es bot sich auch keine Gelegenheit ein zweites mal zuzuschlagen.
Thancred

Beitrag von Thancred »

Murrend und griesgrämig nestelte er die leere Lederkordel vom Guertel
hatte dieses hinterhältige Biest ihn doch tatsächlich beklaut,.. und er treudoof wie er war, hatte sie noch aufgefangen in den A.... llerwertesten könnt er sich beissen wenn er daran dachte,...erst vertieft in Gespräche dann abgelenkt durch die bekanntgabe der Verlobung von
Alliestra mit Amu Kanok
hatte er die Blicke wohl nicht recht bemerkt, und auch als er sie auffing bemerkte er nichts ungewöhnliches,.. in den vermaledeiten Hundshaufen hätt er sie fallen lassen solln....
* knurrend und grummelnd tauchte er wieder und wieder die Federins fass und rammte sie aufs pergament den Vorfall dem Regimente zu berichten*
Else

Beitrag von Else »

Lange schlief sie am nächsten Tag erst ein mal. Erst am frühen Abend wurde sie wieder munter. In Berchgard war kaum etwas los und so fuhr sie mit der Kutsche nach Adoran. Was für eine tolle Stadt! Hier würde sie gerne ein mal wohnen mit einem schönen großen Haus und einem Garten.. Sie lief durch die Strassen der Stadt, traf dann vor einem hochherschaftlichen Haus auf einen Jungen namens Luca, mit dem sie sich unterhielt. Er zeigte ihr das Haus von außen und sie schaute durch die Fenster. Sie sah wertvolle Teppich, Bilder und Kunstgegenstände aber auch jede Menge Wachen. Hier einzudringen und etwas zu entwenden würde sehr schwer werden. Doch wollte Luca sich bei der Lady, wie er sagte, erkundigen ob er ihr ein mal das Haus von innen zeigen dürfte. Abends dann wieder kehrte sie in der Taverne ein. Ihr Äußeres hatte sie soweit verändert daß sie kaum wieder zu erkennen war. So ließ auch die Wirtin, deren Name Amary war kein Zeichen des Misstrauens erkennen. Sie speiste ganz vorzüglich und unterhielt sich ganz nett mit den Leuten. Doch ihre Blicke schweiften immer wieder zu einer prall gefüllten Gürteltasche eines Herrn, der sich Merigo nannte. Ob es zu riskant wäre den gleichen Trick erneut zu versuchen?

Ach sie mußte es einfach tuen und so stand sie auf, brachte Amarye die gerade ins Bett wollte ihren gebrauchten Teller. Dann wandte sie sich ab und sagte daß sie langsam auch heimwolle. Wie schon am Abend zuvor strauchelte sie am Tisch, so daß sie in die Arme Merigo's fiel. Dieser fing sie auf und sogleich entschuldigte sie sich wieder wortreich. Währenddessen glitt ihre Hand in seine Gürteltasche und sie nahm das erste was ihr in die Hand kam. Viel Zeit um nach etwas wertvollen zu suchen blieb nicht und so zog sie ihre Hand heraus und entschuldigte sich noch ein mal bei Herrn Merigo. Dann machte sie daß sie davon kam. In sicherer Entfernung betrachtete sie ihre Beute. Na das war doch gar nicht mal so schlecht. Einige Edelsteine, darunter sogar 6 Diamanten. Das Abendessen hatte sie damit sicher locker wieder heraus. Grinsend suchte sie nach einer Unterkunft für die Nacht, wo sie dann rasch einschlief.
Briska

Beitrag von Briska »

Einige Tage später, wiederum in Berchgard.. das ein recht gutes Pflaster für sie zu sein schien, traf sie auf zwei Herren, eine Frau die ihr irgendwie bekannt vor kamen und ein Kind. Es ergab sich eine kleine Unterhaltung. Das Kind hieß Mio, die Herren Jonas Elling und sogar ein Adeliger war dabei. Rafael von Arganta so stellte er sich vor. Edle Kleidung und eine recht prall gefüllte Geldkatze, die ihm offen vom Gürtel herabhing. Ihr Blick schweifte gierig dorthin. Ein Adeliger.. riskante Sache, aber sicherlich lohnend. Sie mußte das Risiko einfach eingehen. Als dieser sich verabschieden wollte, tat sie nun ebenfalls sehr eilig.. wiederum stolperte sie rein zufällig und prallte gegen ihn. Wiederum entschuldigte sie sich rasch wort und gestenreich, was nur verbergen sollte wie sie mit ihrem Dolch mit einem raschen Schnitt seine Geldkatze vom Gürtel trennte und unter ihrem Rock verbarg. Erneut entschuldigte sie sich und machte daß sie weg kam. Kurz schaute sie noch hinter her doch sie wurde nicht verfolgt. So nahm sie die Kutsche nach Bajard. Dort ließ sie sich von einem Schneider neue Kleider anfertigen. Zu holen gabs dort nichts, alles war in Truhen verschlossen doch der Schneider, Berthold Arken war sein Name ließ sich wenigstens erweichen ihr zwei Kleider zum Preis von einem zu geben. Zufrieden machte sie sich auf den Weg ins Gasthaus wo sie zunächst ein Mittagsschläfchen machte.
Briska

Beitrag von Briska »

Am Abend lief es dann nicht so gut. In Berchgard war nichts los, in Adoran auch nicht und so begab sie sich nach Bajard. Dort in der Taverne hatte sie rasch ein Opfer ausgemacht. Ein Zerg in einer blauen Robe, der einen prallen Beutel am Gürtel führte. Eine Betrunkene half ihr bei der Ausführung, sie stützte sie und als diese strauchelte, stolperte sie natürlich in die Arme des Zwerges. Dieser Trick hatte bisher immer funktioniert, doch der Zwerg umklammerte sogleich seinen Beutel und funkelte sie an. Briska entschuldigte sich sogleich wort und gestenreich und machte daß sie davon kam.

Auch an den nächsten Tagen war sie weniger erfolgreich, irgendwie bot sich nie eine rechte Gelegenheit. Aber die würde schon noch kommen!


ooc: bin da mit den chars durcheinander gekommen, alle Posts natürlich von Briska, nicht von Else *g*
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