Gerimor-Kurier Ausgabe Nummer 4
Das Grauen hat einen Namen
Es sollen Plagen übers Land kommen, fünf an der Zahl! Verwesung, Gestank, Krankheit und Tod waren schon dort. Gestern Abend zeigte sich noch die letzte und finale Plage, der Fürst der Finsternis, der brutal entstellte Kettenhund des Oberst:
Arenvir van Tilianas!
Jenes Subjekt, das ein Auge bei der Wurmkur verloren hat und seither ein hassgetränktes Leben führt fand sich gestern Abend auch in Bajard ein, direkt nachdem Rilas Avaryn Opfer eines feigen Anschlags geworden war. Er ergötzte sich am allgemeinen Leid und verkündete nach Abschluss seiner Beobachtungen: 'Ich bin soweit Glücklich'. Kristallkugelschwinger und Hobbyprophet Janus Aethra sah in dem erscheinen des Oberstleutnant's seine These bestätigt: 'ES IST EINE PLAGE DER TEMORA!' - so hörte man ihn noch panisch schreien bevor er mit seinem Mantel Staub aufwirbelte und sich ungesehen glaubte hinter dem nächsten Baum versteckte.
Aber was wissen wir über die fünfte Plage, den Oberstleutnant? Durch seine Hand fiel Varuna, er verkauft seine Untergebenen im Dutzend billiger und ist ein debiles Wrack. Erst vor wenigen Tagen auf der Tauffeier des Sohnes von Darna zu Hohenfels und Andargar Adamas platzte ihm der Kragen. Den Aussagen der Wachen zufolge soll der Berufscholeriker einen Kräuterschnippsel in seiner asketischen Mehlsuppe gefunden haben woraufhin er die Gräfin als inkompetente Sumpfkuh titulierte. Während der Graf als einzige Regung seine glucksende Belustigung zeigte schritt Luca ein. Der charismatische Bursche von 18 Jahren und avancierende Volksheld stellte sich aufrecht mit geschwellter Brust vor die verbal angegriffene und schleuderte als Zeichen seiner Verachtung dem gehässigen seinen Kettenhandschuh ins Gesicht.
Wir wünschen ihm beim anstehenden Duell alles gute und werden über den Ausgang berichten.
Information:
Kalasch-Kalef – so heißt eine der zahlreichen exotischen Köstlichkeiten aus fein gedünstetem Rattenfleisch die es nur in den ausgefallensten Ecken dieser Welt gibt. Eine davon ist die edle Nische im Hafen von Rahal wo man noch schlemmen kann wie ein Mann! Gehaltvolle Unterhaltung mit hübschen Frauen, viel Fleisch und Bier garantiert!
Kulturbeitrag vom Barden Eulenfeder: Kann man
Kann man nicht auch friedlich sein,
selbst wenn das Lachen noch so schwierig,
und das Blute heiß vom Wein,
die Menschen keiner Stimme hörig
und die Furcht steckt im Gebein?
Keinem soll verboten werden,
was ihm schmeckt und mundet wohl,
Will er reiten auf den Pferden sag nicht, dass er's lassen soll
und erspar ihm die Gebärden.
Gesten voller Wut und Neid sind natürlich, ganz im Wesen
von uns Menschen – Zorn war Leid und zwar immer schon gewesen..
übt euch nun in Friedlichkeit!
Was nutzt es, wenn Natur sich bäumt, und 'Ihr' kämpfet unentwegt,
wenn Wasser – dunkel, riesig – schäumt,
'Ihr' jeden Feind im Nu erlegt
und von Rum und Ehre träumt.
Ich will nicht tadeln Euren Glauben, Euer Leben, Euren Sinn,
doch set am Himmel weiße Tauben und wendet Euch der 'FreiheitÄ hin.
Freiheit soll Frieden heißen und heben, wenn Menschen nur blieben bei diesem Bestreben!
Möge der brave Bürger der Erden leben vom Eggen, vom Sammeln und Fischen, warum müssen alle Kämpfer nur werden, und tote Gegner zum Essen auftischen..?
Desweiteren wünschen wir Andargar Adamas bei seiner Liebschaft mit Rabeiina alles Gute und Rilas Avaryn im Kreise seiner wärmsten Brüder gute Besserung.