Sie stand an ihrem Lieblingsplatz, in der Mitte der Brücke die Bajards Ufer verband. Es begann bereits die Morgendämmerung, keine Ahnung wie lange sie dort schon stand. Die schwarzen Strähnen fielen ihr lose ins Gesicht und die leichte Brise die vom Meer her wehte, strich sie ihr sanft über das Gesicht. Einen kleinen Schlüssel hielt sie zwischen Daumen und Zeigefinger und drehte ihn hin und her. Äußerlich den gewohnt ruhigen Eindruck machend, tobte in ihr ein kleiner Kampf. Sie steckte den Schlüssel in die Tasche und sah auf die Palisaden gestützt aufs Meer hinaus. Darion hatte ihr diesen Schlüssel gegeben… Den Schlüssel zu seinem kleinen Haus in Bajard. Sie drehte sich um, lehnte sich an die Palisaden und konnte nun auf die Häuser Bajards blicken.
Hier oben hatte Darion ihr vor ein paar Stunden seine Gefühle gestanden. Doch was war mit ihr? Noch vor ein paar Wochen wäre nichts schöner gewesen, als diese Worte aus seinem Mund zu hören, doch die Gefangenschaft in dem Lager der Rahaler vor Varuna hatte einiges verändert. Sie hatte gefehlt. Bei der Flucht gemeinsam mit Aura lief sie einfach mit. Darion war an den Pranger gekettet. Als sie im Lauf sah, daß die Rahaler nur Aura hinterher zu laufen schienen, rannte sie zurück zu ihm. Doch er schrie sie an sie solle Laufen… Und das tat sie… Seit dem war etwas anders. Sie konnte ihn nicht ansehen, ohne daran zu denken, daß sie ihn im Stich gelassen hatte. Ihn in dem Lager zurückgelassen hatte, nicht wissend was sie alles mit ihm anstellen würden, wo er doch ohnehin schon so geschwächt war, daß er sich kaum in den Ketten aufrecht halten konnte.
Als er ihr nun sagte wie er empfand, versuchte sie ihm zu erklären wie sie sich fühlte, doch Darion sagte, daß für ihn das wichtigste gewesen wäre, daß Kay fliehen und er sie in Sicherheit wissen konnte. Aber als sie ihn fragte, ob er gegangen wäre an ihrer Stelle, verneinte er. Lange sah sie ihn an. Sie empfand viel für ihn, fühlte sich ihm sehr verbunden, doch diese Schuld ließ nicht mehr Gefühle zu. Wenn er erst erfuhr, was sie noch getan hatte… Als ihr die ersten Tränen in die Augenwinkel schossen, nahm er sie in den Arm, hielt sie fest umschlossen und versuchte sie zu beruhigen. Eine ganze Weile standen sie so da und sie genoß die Nähe zu ihm.
Doch hatte das eine Zukunft? Wenn sie jetzt schon der Ansicht war, daß sie ihm nie alles erzählen könnte? Was wenn er es durch einen dummen Zufall erfuhr? Oder sie direkt nach ihrer Verganghenheit fragte? Sie würde ihn nicht anlügen können…
Warum musste das alles so schwer sein. Wieso konnte sie sich nicht einfach darauf einlassen… Sie hatte Angst…
Dann war da noch dieser … Mann … **Den sie kennenlernte, als sie nachts vor Bajard fast von ihm über den Haufen gerannt wurde ... und seit dem immer mal wieder, sei es an ihrem Lieblingsplatz auf der Brücke oder vor der Taverne, zuletzt an der Kutsche vor Bajard.
Sie schüttelte sacht den Kopf und versuchte den Gedanken an ihn aus ihrem Kopf zu verdrängen, doch immer wieder musste sie an die sich immer mehr häufenden, seltsamen Begegnungen mit ihm denken…
Steine auf dem Weg ins Glück?
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Kayleigh Reingond
Steine auf dem Weg ins Glück?
Zuletzt geändert von Kayleigh Reingond am Dienstag 3. Januar 2006, 11:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Ian Vondran
Er war wohl einer dieser Steine, und dies war ihm auch bewusst. Kayleigh hatte ihn mit ihren Augen verzaubert, schon bei ihrem ersten Treffen. Doch schmerzte es , als er die Gefuehle Darion's erfuhr, einer, den er alleine aus Sympathie schon zum Freunde erkohren hatte. Es plagte sein Gewissen dass er es wagte, Kayleigh ausführen zu wollen und somit die Gefühle beider erweckte. Er freute sich für die beiden, das stand wohl außer Frage. Doch konnte er, trotz der Recht kurzen Bekanntschaft mit Kayleigh, kaum einen Gedanken fassen der nicht mit ihr zu tun hatte. Wahrlich waren dies keine leichten Zeiten für ihn. Eine Frau mit solch bezaubernden Augen, bildhübsch und dazu noch, plumb ausgedrückt, für was zu gebrauchen. Nie hatte er ein Weibsbild kennen gelernt, dass sich so gut mit dem Umgang von Pfeil und Bogen verstand. Und das achtete er sehr.
Einige Fragen jedoch taten sich steht's auf. Hegte nur er Gefühle für Sie, oder ward es gar möglich dass auch sie etwas für ihn empfand? Die ganze Nacht tat er kein Auge zu, geplagt von etlichen Fragen, Vermutungen und Selbstvorwürfen. Der nächste Tag würde wohl Klarheit schaffen... hoffentlich.
Einige Fragen jedoch taten sich steht's auf. Hegte nur er Gefühle für Sie, oder ward es gar möglich dass auch sie etwas für ihn empfand? Die ganze Nacht tat er kein Auge zu, geplagt von etlichen Fragen, Vermutungen und Selbstvorwürfen. Der nächste Tag würde wohl Klarheit schaffen... hoffentlich.
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Anyaro le´Veron
„Verdammte Nacht, man is’ das dunkel hier, den Weg sieht man auch nich’ und sowieso alles mist“, waren wohl die Gedankenzüge des Anyaro als er Bajard verließ und dem Weg Richtung Norden folgte. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn er auf den Pfad geachtet hätte, anstatt innerlich zu fluchen, denn dann hätte er zumindest nicht diese junge Frau fast über den Haufen gerannt. Zuerst reagierte er noch patzig auf sie. „Was steht die auch noch so doof im Weg herum, is’ ja nich wahr“, geisterte es in seinem Kopf umher, dabei nicht einmal den Gedanken fassend aufzuschauen, wer die Unbekannte denn nun ist! Auch noch geschwollen redete sie daher, wahrscheinlich von höherem Stande oder sonstiges. Das hatte dem jungen Mann gerade noch gefehlt. Immerhin war es schon lange her, das er unter solchen Menschen weilte. Ganz unhöflich sein, und sie stehen lassen wollte er dann doch nicht, also blickt er ihr entgegen und erstarrte förmlich. Das konnte doch nicht wahr sein, das diese Frau auch noch hübsch ist. Auf jedenfall verflog die patzige Art recht schnell und ein spitzbübisches grinsen überzog die Gesichtszüge. „Naja..süß isse ja schon irgendwie..“!
Es entbrannte ein recht amüsierendes Wortgefecht, wobei die junge Frau namens Kayleigh ihren Spitznamen „Hochwohlgeboren“ weg hatte. Jedoch verwunderte es Anyaro das auch sie, und wenn es nur für kurze Momente, ihre niveauvolle Sprache ablegen konnte. Irgendetwas faszinierte ihn an dieser Person und er wusste nicht was. Vielleicht war es gerade dieser Gegensatz, denn irgendetwas war hinter dieser Fassade. Natürlich musste er dies ergründen, auch wenn er seine Neugier nicht offen zeigte. Er gab sich eigentlich wie immer. frech, ungezogen, fast schon bäuerrisch doch im Gegensatz gab er ebenso seine verbale Stärke die ihm damals gelehrt wurde zum besten. Vielleicht war sie sogar ein wenig verwirrt aufgrund des Wechsels zwischen der Gossensprache und der niveauvollen Artikulation.
Wie dem auch sei. Seit diesem Abend liefen sich die beiden recht häufig über den Weg. Die Gesprächsthemen besaßen eine große Bandbreite. Von Ansatzweise, tiefgründigen Worten, zu fast kindlichen Neckereien. Oftmals überzog einfach nur ein grinsen seine Lippen als er an sie denken musste. Irgendetwas würde ihm schon einfallen um sie wider einmal sprachlos zu machen....irgendwas würde es wohl immer geben....
Doch was, wenn sich der Spieß auf einmal umdrehen sollte..........
Es entbrannte ein recht amüsierendes Wortgefecht, wobei die junge Frau namens Kayleigh ihren Spitznamen „Hochwohlgeboren“ weg hatte. Jedoch verwunderte es Anyaro das auch sie, und wenn es nur für kurze Momente, ihre niveauvolle Sprache ablegen konnte. Irgendetwas faszinierte ihn an dieser Person und er wusste nicht was. Vielleicht war es gerade dieser Gegensatz, denn irgendetwas war hinter dieser Fassade. Natürlich musste er dies ergründen, auch wenn er seine Neugier nicht offen zeigte. Er gab sich eigentlich wie immer. frech, ungezogen, fast schon bäuerrisch doch im Gegensatz gab er ebenso seine verbale Stärke die ihm damals gelehrt wurde zum besten. Vielleicht war sie sogar ein wenig verwirrt aufgrund des Wechsels zwischen der Gossensprache und der niveauvollen Artikulation.
Wie dem auch sei. Seit diesem Abend liefen sich die beiden recht häufig über den Weg. Die Gesprächsthemen besaßen eine große Bandbreite. Von Ansatzweise, tiefgründigen Worten, zu fast kindlichen Neckereien. Oftmals überzog einfach nur ein grinsen seine Lippen als er an sie denken musste. Irgendetwas würde ihm schon einfallen um sie wider einmal sprachlos zu machen....irgendwas würde es wohl immer geben....
Doch was, wenn sich der Spieß auf einmal umdrehen sollte..........