Als das Schwert aus dem Ungeheuer des Berges gezogen wurde, begann es zu Regnen. Die Tropfen perlten an der Ruestung des Mannes ab, welcher sich auf eine Reise begab um sein wahres inneres zu finden.
Er schwor auf Temora, vor den Augen eines Paladin´s. Doch diese entscheidung zweifelte er keinen moment an. Das einzigste was ihn stoerte war der Gedanke daran nicht auserwaehlt zu sein.
Unbedingt wollte Thoros ein Ritter des Adlers werden und somit ein vollwertiges Mitglied der Kirche Temoras. Die Bruderschaft hat ihm die Augen geoeffnet und ihm gezeigt was zusammenhalt und Freundschaft bedeutet. Doch er war sich im inneren nicht sicher, ob er reif genug war um den Weg zu einem Ritter einzuschlagen. Vielleicht war er auch einfach nicht auserwaehlt und begabt um diesen Weg einzuschlagen.
Der Regen jedoch war sich ziemlich sicher in seiner sache. Immer mehr und immer groeßere Tropfen vielen vom Himmel hinab auf die Erde. Immer wieder perlten die Tropfen an der Ruestung ab, und langsam fasste Thoros einen klaren Gedanken. Er sah sich um, und war sich bewusst das zu diesem Zeitpunkt seine letzte Stunde geschlagen haben koennte. Er sah sich um und wurde von ungeheuern aus dem Erdloch umzingelt. Echsen-Menschen und Orcs sahen ihn grunzent an, und schrien. Thoros packte sein Schwert fester. Dann begann er die Gegner durchzuzaehlen.
1..2..3..15...
Es machte keinen sinn. Es waren einfach zu viele. Mit einer Hand voller Ehrgeiz und Mut, und einer Hand voller Angst und Demut rannte er los. Die Monster jedoch taten es ihm gleich, und so ging der erste Orc zu Boden. Das Schwert gelang sauber durch seinen Hals.
Thoros riss das Schwert aus dem Hals des Orcs und hob das Schild um eine weitere Orcaxt zu blocken, und parrierte wieder eine weitere mit dem Schwert. Doch dann kam der Schlag der ihn zu Boden wetzte. Einer der Echsen-Menschen hatte ihm von hinten mit der Keule eins auf den Hinterkopf verpasst. Doch mit Thoros vielen auch einige der Kreaturen.
Als Thoros wieder zu sich kam, sah er Schwarz. Ettliche Kreaturen lagen ueber ihm, und hinderten Thoros daran sich zu bewegen. Jeder einzelne Kadaver war von Pfeilen durchbohrt. Die Hand des Kriegers packte einen Kadaver, und sodann zog Thoros sich aus den Leichnahmen heraus. Er brauchte jedoch einige momente bevor er zur vollen verfassung kam.
Er sah sich sofort um, doch konnte er weit und breit nichts entdecken. Die brennenden Fackel im Berg waren geloescht, und ueberall lagen Kadaver.
" Ich Lebe...aber wie?"
fluesterte Thoros vor sich hin. Dann sah er sich die Leichen an. Ein wahrer Pfeilhagel muss jene Kreaturen niedergeschlagen haben. Doch er konnte weit und breit niemanden sehen. Doch das war fuer ihn vorerst nebensache. Die Hauptsache war, dass er ueberlebt hat und zurueck kehren konnte. Als Thoros voller entschlossenheit in den Kampf ging, schossen ihm tausende Gedanken durch den Kopf. Alle selbstzweifel hat er abgelegt, denn in diesem Moment ging es einzig und allein um das Ueberleben.
Seine bestimmung war klar. Schon als Kind hoerte er die Geschichten von Rittern und Paladinen, doch auf Gerimor wurde ihm bewusst das sein Traum in erfuellung ging. Genau das waren die Gedanken vor seinem Niederschlag der Orcs und Echsen-Menschen.
So zog Thoros los, um wieder nach Gerimor zu gelangen. Niemandem hatte er bescheit gegeben. Niemand wusste wo er war, und deswegen musste er sich etwas einfallen lassen.
Doch haetten die Waldlaeufer ihn nicht mit Praezisen schuessen gerettet.. Waere er sicherlich nun tot.