2 Hochzeiten und KEIN Todesfall

Antworten
Benutzeravatar
Malachai Schwarzmourne
Beiträge: 1606
Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04

2 Hochzeiten und KEIN Todesfall

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Langsam legt sich sein Arm auf die Schulter jener schlafenden Schönheit neben sich. Leise, keinen mucks machend, nur ihrem leisen Atem zuhören, ihren Schlaf beobachten, während das strahlen nicht aus seinem Gesicht wich.
Sie waren verheiratet, entlich, nach so langer Zeit, sovielen Hürden und den sicherlich anstrengendsten letzten 2 Tagen ihres Leben, haben Sie den Bund der Ehe betreten und waren nun Mann und Frau.
Er beugt sich leicht rüber zu ihr, küsst sanft ihren Hals. Sie lächelt im Schlafe, dreht sich wie von selber um und legt ihren Arm um seine Taille.
So schön, eine Haarsträhne liegt ihr im gesicht, ihre Augen geschlossen, auch ihr war sicherlich das Glück im Gesicht geschrieben.
Langsam legt er seinen Kopf nahe bei ihren und schliesst die Augen.
Zwei Hochzeiten...wenn man es genau nimmt, waren Sie nun drei mal schon verheiratet worden. Doch unter all jenen, war nur eine die wahre. Jene im Zeichen des Schattens. Arsen bestand seine Prüfung ohne Probleme mit fast gänzlichst vollen Punkten. Ein herausragendes Ergebnis und seine Trauung war wundervoll. Er wählte gezielt die Worte und wusste, wie er in jene die Gefühle des Paares darlegen konnte. Ja, er war durch und durch sein Vater und ihm das Erbe weiter zu reichen, war definitiv keine falsche Entscheidung.
Und sie waren alle da, eine Trauung im Zeichen des Schatten...so traditionel gab es seit fast einer Generation nicht mehr. Wieder ein Zeichen für den Neubegin, für die neue Generation.
Doch ebenso neu war auch, dass Nichtschatten daran teilnahmen. Cyrion, Malachais Blutsbruder hatte die Ehre, der Trauzeuge dieser Tradition beizuwohnen und auch Leah, seine Verlobte, war geladen, erschien aber nicht, was Malachai, selbst wenn er es nicht zeigte, sicherlich die Sorge in den Kopf trug.
Wieder ging dieser Abend ihm durch den Kopf...Selina und Elira...Sarah, seine Schwester...und MArick..sein Sohn.
Ja, dies war seine erste Schattentradition, der er beiwohnte und sicherlich hatte er viele Fragen. Er war Malachais ganzer Stolz und die Zeit wird zeigen, welchen Weg sein Sohn gehen würde. Doch egal, wofür er sich entscheidet, er kann immer damit rechnen, dass sein Vater zu ihm hält und ihn auf das Leben vorbereiten wird.
Es tat gut, ihn bei sich im Hause zu haben, er so sah niedlich aus in seiner Festtracht, die der des Vaters sehr ähnlich war.
Und dann Sienara....sie war atemberaubend wunderschön, in jenem weißen, samtenen Hochzeitskleid mit dem Schleier. Ihm fehlten die Worte, beide male...er könne sich nie an dieser wundervollen Frau satt sehen, könnte sich daran gewöhnen und das wollte er auch nicht.
Es war ein wunder, dass er noch fähig war zu sprechen, so sehr war er auf Sie fixiert....Sie...seiner Frau.
Und dann die zweite Hochzeit am Gelände der Akademie. Alleine die Gästeliste hat schon für viel Wirbel gesorgt. Verfeindete Parteien an einem Tisch? Undenkbar hiess es. Und dennoch...wie schön alles hergerichtet war. Der Ring wurde zum Traualtar, die Tribühnen als Gästeplätze hergerichtet. Ja, die Mühen waren überall zu erkennen und steckten in den Details. Es war einfach perfekt.
Der Priester selber tat auch seinen Teil dazu. Er machte die Hochzeit originell, er gestaltete Sie witzig....es war richtig, so empfand Malachai, für diese Hochzeit seinen alten Freund zu kontaktieren und ihn darum zu bitten, als Priester ohne das Wort eines Gottes diese Hochzeit für all die vielen Freunde, die nicht um die Identität des Schattens wussten.
Er schaffte es auch, mit seinem Wortwitz, die Gäste zu überzeugen und dennoch, es nicht ins lächerliche zu ziehen, sondern wirklich die Empfindungen hervorzuholen, die gerade durch die Reihen gingen.
Und dann, diese riesige Schlangen aus Freunden und Bekannten, alle mit Geschenken, jeder so lieb, so freundlich, so herzzerreissend und so originell. Das Schwein von Deidrui...ja Malachai lernte, an gewissen Tagen doch den Mund zu halten. Oder die feinen Waffen, ein Mustang, Schmuck und eine Parfumschale und Goldmitgiften für einen guten Start ins Eheleben. Ja selbst Pferdeladungen voller Steine von Kemail waren dabei. Die meiste Zeit des Abends waren Sie mit glückwünsche beschäftigt und Dankesreden. Selbst konnten Sie die feiernden nur hinter der Schlange sehen, doch es sollte reichen, es war, was Sie wollten: Ihre engsten bekannten und Verwandten feierten jenen schönen Tag. Und trotz aller Schwarzseherei, trotz aller Warnungen, erkannte jeder, um was es ging: Um den wichtigsten Tag eines Freundes und keiner kam auch nur auf den Gedanken, eine Klinge zu zücken und jemanden ein Leid anzutun. Und selbst Inara war da, sprach ihr Segen für die beiden aus und gratulierte. Es tat Malachai gut, an jenen glücklichen Tage Sie zu sehen, ihm all die Gewissensbisse zu nehmen..sie einfach auch wieder lächeln zu sehen.
Malachai kuschelt sich nah an Sienara, gibt ihr einen sanften kuss auf ihre weichen Lippen und schliesst wieder die Augen.
Es waren die schönsten Tage seit langem für ihn...alles war perfekt...und er würde jeden noch tausend mal danken, dafür, dass Er oder Sie den Tag mit ihnen feierten.
Ja...nun war Sienara Schwarzmourne neben ihn...seine Ehefrau...und egal, was man ihm sagte: Bis zur Hochzeitsnacht zu warten, um ihr die Tugenden wegzunehmen, war das beste, was er tun konnte.
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Donnerstag 30. April 2009, 05:55, insgesamt 1-mal geändert.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
Marick Schwarzmourne

Beitrag von Marick Schwarzmourne »

Viel verstand er nicht von dem, was in diesen Tagen vor sich ging. Es war nicht zu übersehen, dass Papa und Tante Sienara gut gelaunt waren. Fast als würden sie ein Schaukelpferd oder ein anderes neues Spielzeug bekommen. Zumindestens war er dann immer derartig unruhig und fröhlich. Aber diesmal ging es doch ums Hochzeiten. Was sollte daran denn so spannend sein? Er würde ganz sicher nie hochzeiten, und die Wette mit Papa war da völlig ernst gemeint. Immerhin ging es ja um etwas. Er konnte doch nicht einfach sein Holzschwert wieder hergeben, weil Papa doch recht hätte. Ausserdem sei das ja eine Ehrenschuld.. was immer das hiess.

Nachdenklich hatte er an diesem Tag mit dem tollen Holz-Schattenhuf gespielt und über die andere Hochzeit vom Vortag nachgedacht. Auch das verstand er nicht recht, warum man zweimal hochzeitet. Und dann hatte Papa sich da auch noch weh getan, aber keiner hatte das seltsam gefunden.. Ausser ihm vielleicht. Das schien sogar irgendwie dazu zu gehören. Auch ein Grund mehr, nicht zu hochzeiten. Reichte schon das Mädchen irgendwie doof waren, und sich dann auch noch schneiden müssen? Kam ja garnicht in Frage.

Beinah hatte er die Zeit vergessen und schaute schließlich wenig begeistert zu der viel zu guten Kleidung. Hoffentlich musste er das wirklich nur zur Hochzeit anziehen, war viel zu unbequem. Aber bevor Papa schimpfte und drängelte, doch lieber gleich anziehen. Gleich danach schlich er sich aus dem Haus und kuschelte doch lieber ein wenig mit dem großen Schattenhuf. Aber so gut war er wohl nicht geschlichen. Papa stand ja schon wenige Augenblicke hinter ihm und wollte los, sie wären viel zu spät dran. Wenigstens war die Schiffreise wieder lustig und die Neugierfische mit ihnen unterwegs.

Dann die vielen Leute die alle zum Hochzeiten gekommen waren. Gestern waren das nicht so viele. War die von gestern nicht so wichtig? Ach nein, Papa hatte doch was von geheim gesagt und dass er nicht darüber reden solle. Bestimmt lag das daran. Was geheimes war immer spannend, aber trotzdem war es nicht gut dass Papa sich dabei weh getan hatte.

Aufmerksam blickte er sich überall um und beobachtete die vielen Gäste. Aber wohin er auch lief, er vermisste ein Gesicht. Mama hatte doch versprochen zu kommen, was ja auch geheim war und er hatte artig die ganze Zeit niemandem davon verraten, wie versprochen. Nochmal lief er alles ab. Nein, Mama war nicht da. Also auf zum Tor und schauen, aber sie kam und kam nicht.. und dann war das hochzeiten schon angefangen und er hatte sich zu Papa und Onkel Cyrion gestellt.

Dem Mann den alle Priester nannten hörte er kaum zu, auch wenn das was er sagte allen wohl lustig vorkam. Stattdessen schaute er sich weiter um und dann war Mama plötzlich doch da, hatte sie garnicht kommen sehen. Durfte er ihr fröhlich zuwinken? Er wollte ja auch niemanden stören. Aber er war doch froh, als er endlich zu ihr durfte, hatte in den letzten Minuten kaum noch ruhig herumstehen mögen.

Dann kam er garnicht mehr an Papa heran, nachdem er sich um Mama und auch ein wenig um Felicitas gekümmert hatte, damit sie irgendwo bleiben durfte. Er wurde selbst immer müder und als er endlich wieder zu Papa vorgedrungen war und sich an ihn gelehnt hatte, machte der einfach einen Schritt nach vorn und er hatte sich fast auf die Nase gelegt.. Schimpfen hätte er mögen aber irgendwo war er doch zu müde.. also auf Papas Arm, als er doch noch bemerkt wurde einfach einschlafen.. Nur nicht mehr ans hochzeiten denken, das war irgendwie alles komisch und er verstand immer noch nicht warum deshalb alle so fröhlich waren. Hochzeiten war doch genauso dumm, wie Mädchen!
Benutzeravatar
Selina Talmar
Beiträge: 457
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Selina Talmar »

Leise raschelte das Laub unter ihren Füßen, als sie sich im Schatten der Bäume dem Haus ihrer Schwägerin näherte. Sie blieb an einem der Fenster stehen und vorsichtig versuchte sie es zu öffnen. Nein sie waren zu misstrauisch, fest verschlossen, aber nicht nur das eine, nein alle.
Sie musste dringend mit Malachai darüber reden, so ging das einfach nicht. Jetzt musste sie tatsächlich arbeiten um einzubrechen. Das war ihr schon lange nicht mehr passiert und das obwohl sie nur in das Haus ihrer Schwägerin wollte.
Nun ja so musste sie eben warten. Sie suchte sich einen bequemen Platz unter den Bäumen und wartete. Denn solange Sienara und Malachai im Haus waren konnte sie nicht hinein.
Was war das für eine Welt?
Nun musste sie schon einbrechen um den Beiden noch die letzte Überraschung geben zu können. Für die Hochzeit. Selina ging in Gedanken noch einmal durch, was sie vorhatte, denn sie fürchtete sie musste sich beeilen, so sie erst ins Haus konnte.
Und sie hatte Recht.
Lange brauchten die Beiden eh sie sich auf den Weg nach Lameriast machten. Zu lange fast. Selina hatte nun wirklich kaum noch Zeit alles herzurichten und dann noch Pünktlich zur Hochzeit zu erscheinen. Sicher Elisande stand in Bajard im Stall und wartete ebenfalls. In ihrer Satteltasche lag sorgfältig zusammengelegt das Seidenkleid für die Hochzeit, sie würde sich im Schiff umziehen müssen, wie sie es hasste. Aber im Seidenkleid um ein Haus zu schleichen und einzubrechen, war einfach den Aufwand nicht wert. Sie würde das Kleid nur ruinieren und den Farbton der Seide gab es hier nicht zu Lande. Also musste es so gehen. Hoffentlich bekam sie wenigstens eine Kabine, ansonsten würde es das Umziehen auch noch erschweren.
Aber was trödelte sie. Malachai und Sienara waren bereits außer sicht und ihre Schritte verklungen und sie stand immer noch draußen. Sienara würde es ihr nie verzeihen, wenn sie nicht pünktlich wäre.
Sie schlich mit dem Beutel, der neben ihr lag zur Tür und ließ ihn dort fallen. Nun musste sie sehen, dass sie das Schloss nicht zerstörte. Vorsichtig drehte sie den Dietrich im Schloss. Zum Glück war dies eine Kleinigkeit für ihre Finger und das Schloss knackte schnell und die Tür schwang leise auf. Nicht einmal ein Quietschen war zu hören. Bei den Fenstern waren sie so misstrauisch, aber die Tür war leise, wie sonst was, also wirklich. Ihr sollte es egal sein, schnell huschte sie ins Haus.
Sie grinste und eilte zur Treppe hin, welche nach oben führte. Dann nach oben. Dort verteilte sie Bunte Kissen auf den Boden und Rosen und Rosenblätter im ganzen Raum, selbst das Bett verschonte sie nicht. Erst als der Raum ihren Vorstellungen entsprach eilte sie wieder runter auf der Treppe dabei die letzten Rosen verteilend.
Die Tür fiel ins Schloss und in dem großen Haus herrschte wieder ruhe.
Selina selbst eilte zum Hafen unterwegs holte sie Elisande. Aufm dem Schiff gab es natürlich keine Kabine zum umziehen, aber sie fand eine dunkle Ecke und verschmolz dort mit dem Schatten um das Kleid anzulegen und sich die Haare zurichten. Und dennoch musste sie sich beeilen um pünktlich zu sein.
Außeratem kam sie dann endlich an und nahm ihren Platz neben Sienara ein
Antworten