Brände, Feuer und ein Neuanfang

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Falco Pendri
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Brände, Feuer und ein Neuanfang

Beitrag von Falco Pendri »

Schon vor einigen Tagen war der Hof von Emma durch einen Drachen verwüstet worden und Emma musste durch einen Heiler gepflegt werden. Der Schaden am Hof war emmens und er war es nicht mehr Wert, wieder aufgebaut zu werden. Feuer und schon verkohlte Hölzer, Zäune, Wände und Dachüberreste liegen auf dem Boden. Ein Wunder das Emma noch überlebt hatte, bei der Verwüstung die dort vorzufinden ist.

Einige Tage später, saß Falco alleine im Kontor und arbeitete an Aufträgen. Bis in den Abend hinein saß er in seiner Schreinerei und konnte einige Aufträge vollenden, als er viel Hufgetrappel und Stimmen draußen war nahm. Er erhob sich als jemand Alarm! schrie. Er eilte zum Fenster und blickte hinaus, als eine Menge Personen beritten und in Rüstungen vor dem Eingang des Kontors standen und Fackeln gegen den Zaun des Obstgartens warfen, als dieser zu brennen begann.

Falco führte seine Hand auf den Mund, er war Fassungslos, schockiert, empört und auch voller Angst, nun seine letzten Minuten seines Lebens zu verbringen, ohne seine Schwester Shedora, ohne Silvana. Auch Emma und Lauri, als auch alle anderen waren nicht da. Sie waren in Sicherheit, das war Falco wichtig, doch hatte er dennoch Angst. Nun erblickte er, als er weiterhin aus dem Fenster blickte, dass die Mannen und Frauen in ihren Rüsten Öl verschütteten und jenes anzündeten. Plötzlich setzte einer der Mannen zum Wurf einer brennenden Ölflasche an, welcher Falco nur knapp entkommen konnte, als sie durch das Fenster geworfen wurde. Falco dachte sich, dass er irgendwie fliehen müsste, hier war er nicht mehr sicher, er verließ die Schreinerei zum Kontoreingang, wo die Personen sich gesammelt hatten und schon begannen die Tür aufzubrechen. Falco ging langsam unter Schock zur Tür, doch viel er rückwärts auf den Boden, als ihn nur knapp eine Keule, die durch die Tür gebrochen war, am Kopf verfehlte. Falco fühlte sich leer, er war regungs- und gedankenlos. Er schaffte es nur unter großer Mühe und einigen Momenten sich zur Bar, welche hinter ihm war zu drücken, dabei immernoch auf dem Boden liegend. Plötzlich sprang die Tür auf, einige der Mannen, welche an ihren Rüsten das Wappen der Burg Eisenwart trugen, traten rennend und schreiend ein und warfen auch schon Fackeln und brennende Ölflaschen, als auch Explosionstränke durch die Luft auf die Auslagen, welche schon, genau wie Vorhänge und die Wandverkleidungen, zu brennen begannen. Falco blickte mit einer ängtlichen leere in den Augen zu den Mannen, von welchen einer vor ihn trat und zu ihm Schrie: "Lauf, ehe du hier mit verbrennst!". Falco ließ sich dieses nicht zweimal sagen und schaffte es aufzustehen, während er die Alarmglocken Varunas schlagen hörte. Falco begann zu rennen, er drängte sich an den einströmenden Personen vorbei, gelang an die frische Luft, wo noch mehr Personen waren. Er hörte hinter sich nur den Mann rufen der ihn aufforderte zu gehen: "Lasst den Pendri laufen!". Falco blickte noch einmal zurück, der Kontor in Flammen stehend betrachtend, wandte er sich schließlich um, als einer der Reiter vor dem Kontor hinter ihm her ritt, mit gezogener Waffe. Falco lief ohne zu atmen, er musste entkommen, den Kontor dabei in Gedanken beistehend. Vor der Feste des Ordens viel Falco dann schließlich auf den Weg, wo er dann regungslos liegen blieb, tief- ein und ausatmend.

Falco wurde rasch hinaufgeholfen und in die Ordensfeste gebracht, wo man sich rührend um ihn kümmerte. Er war in Gedanken, durchlebte die Situation erneut und hörte nur wieder viele Menschen rufen und in Richtung des Kontors ritten. Ihm wurde ein Getränk gebracht, er war leichenblass und zitterte stark, die Angst und der Schock weiterhin in den Knochen und Gliedern sitzend. Er dachte lange nach, ehe er sich den freundlichen Mitgliedern des Ordens zuwandte.

Später am Abend, kehrte er mit einigen Ordensmitgliedern zum lodernden Kontor zurück, er betrachtete das Feuer nur schockiert und erschüttert. Nur kurze Zeit später kamen viele Helfer, die bei den Löscharbeiten des Kontors mithalfen, doch Falco wurde es zu viel. Er schwor, dass die Eisenwartler durch die Richter des Reiches und Temora gestraft werden würden und verließ dann Ruhe suchend den Kontor, während die Helfer versuchten, den Kontor zu löschen.
Kaim
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Beitrag von Kaim »

Und wieder begann ein Wachdienst. Und wieder würde er so ereignislos und langweilig sein wie schon so viele zuvor. Aber es half nichts. Jeder musste seinen Dienst auf den Mauern verrichten und so auch Kaim. So lehnte Kaim schon seit etwa einer Stunde an einer Zinne auf dem Ostturm der Burg als plötzlich Gebrüll vom Burghof her erschallte.
"Die gesamte Legion SOFORT im großen Saal antreten! Nur eine Minimalbesetzung bleibt als Wache zurück!"
Mit einem Ruck stand Kaim aufrecht und blickte zu dem Kameraden der seinen Dienst mit ihm auf dem Turm versah. Ein kurzes nicken seinerseits deutete an dass er allein hier bleiben würde und so an Kaim war unten anzutreten. Er war auch froh darüber, eine willkommene Abwechslung.

Als Kaim den Saal betrat war der größte Teil der Legion bereits angetreten, und selbst die Handwerker waren da. So stellte sich Kaim in die Reihe und nahm Haltung an. Während er noch nicht mal wusste warum er überhaupt hier war wurde ihm eine dunkle Robe und eine Maske gereicht. Sie sollten sich alle verkleiden? Jetzt war er wirklich gespannt was sie vor hatten. Als dann noch Fackeln und Öl verteilt wurden zogen sich unaufhaltsam beide Mundwinkel nach oben. Irgendjemand hatte es wohl wieder geschafft den Burgherrn zu verärgern.

So saßen sie alle in der Fähre nach Bajard. Unter den dunklen Roben ihre Waffen und Rüstungen versteckt und die Taschen voll mit Öl und Fackeln. Der Handelskontor von Varuna sollte es also sein. Zum wiederholten Male hatten sich die Handwerker geweigert Waren an die Eisenwart zu verkaufen, und das wohl völlig grundlos. Seit der Reichsbann aufgehoben wurde hatte sich schließlich kein einziges Mitglied der Burg etwas zu Schulden kommen lassen. Aber das war sowieso egal. Sie würden sehen was sie als "Lohn" dafür bekommen würden. Zuvor waren sie in Gruppen eingeteilt worden und ritten auf verschiedenen Wegen zum Handelskontor. Kaims Gruppe war die erste die dort ankam, und wie sollte es auch anders sein, genau jetzt musste ein verfluchter Gardist des Weges kommen und sie misstrauisch betrachten. Sie musste Zeit gewinnen bis die anderen da waren und so übernahm Kaim das Wort:" Temora und dem Reich zur Ehr!" Der Gardist grüßte ebenso und wollte gerade zu einer Frage ansetzen als die anderen Legionäre, ebenfalls in Verkleidung, eintrafen. Der Gardist schien noch gar nicht zu wissen wie ihm geschah als es plötzlich ertönte:
ZU DEN WAFFEN
Roben flogen davon, die Farben der Eisenwart wurden sichtbar und schon stürmten einige Legionäre auf den Unglücksraben los während der Rest die Fackeln entzündete und begann das Öl zu vergießen.
Leider schien der Gardist gut zu Fuß zu sein und schaffte es zu fliehen. Nun wurde es höchste Zeit. Kaim zerschlug einen Krug mit Öl an der Hauswand und zündete es an. Er wollte sich gerade daran machen die Tür aufzubrechen als 3 voll gerüstete Reiter aufmarschierten um sie aufzuhalten.
3 Reiter? Wie lächerlich. Glaubten diese Verrückten sie hätten tatsächlich die Macht sich der Eisenwart entgegenzustellen? In wenigen Sekunden waren sie von den Legionären umzingelt und Kaim befahl mit fester Stimme sie sollen die Waffen zu Boden legen oder sterben. Schließlich erkannten die 3 doch noch ihre ausweglose Situation, gaben ihren Pferden die Sporen und preschten panisch in verschiedene Richtungen davon. Anscheinend waren nicht nur die Gardisten gut im Laufen sondern auch ihre Anführer. Vielleicht sollten sie mehr Zeit ins Training mit der Waffe investieren und weniger laufen.
Innerlich musste Kaim bei solcher zur Schau Stellung von Feigheit lachen, aber dennoch hatten diese Reiter es geschafft ihren Auftrag zumindest zu verzögern. Mittlerweile war die Tür des Kontors aufgebrochen und einige Legionäre waren schon dabei auch drinnen Öl zu vergießen. Alles stand schon in Flammen als plötzlich irgendein Kerl aus dem Haus sprang und davonlief.
Egal, es war nicht ihre Aufgabe Leute gefangen zu nehmen. Einzig und allein dieses Haus musste brennen. Und es brannte auch. Der Schein der Flammen spiegelte sich auf den Rüstungen der Legion wieder, es mochte ein herrlicher Anblick für einen Betrachter sein. Der Kontor war wahrscheinlich nicht mehr zu retten, und sie vollendeten ihre Aufgabe auch keinen Moment zu früh, denn man konnte schon lautes Geschepper von Rüstungen und das Trampeln vieler Stiefel hören. Die Garde war fast da und so wurde ein schneller Rückzug befohlen. Ohne umschweife schwang sich die Legion in den Sattel und ritt gen Süden. Die Garde versuchte schon sich ihnen in den Weg zu stellen, aber sie mussten vor den starken Mustangs aus Eisenwarter Zucht zurückweichen.
Als sie in sicherer Entfernung waren mussten sie leider feststellen dass zwei Legionäre fehlten. Bedauerlich, aber dennoch nicht traurig. Jeder wusste dass es gefährlich war, und man konnte nie sicher sein wieder heil nach Hause zu kommen.
Falco Pendri
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Beitrag von Falco Pendri »

Es waren nur wenige Tage vergangen, dass Falco seine Trauer um den Kontor teilweise verloren hatte. Er war wieder voller Tatendrang einen neuen Kontor zu errichten, welcher prunkvoller und geordneter sein sollte, als der letzte. Er hatte schon leichte Skizzen vorgefertigt, als er dann beschloss, Holz für den Aufbau des Kontors zu beschaffen.

Gesagt, getan. Schon am vierten Tag, nach dem Kontorbrand fand sich Falco in den nahen Wäldern seines Anwesens wieder, das Beil in seiner Hand dabei kräftig gegen die Bäume schlagend, damit verletzte oder gar tote Stämme hinab fielen. Er war voller Drang schnell das Holz zu schlagen, welches dann für den Hausbau gebraucht werden sollte.

Nach gut einem halben Tag, hatte er den ersten Wald durchgrast und alle Stämme mitgenommen, die er finden konnte. Er beschloss sich dann in den südlicheren Wald bei Bajard zu gehen und dort weiter zu machen, wo er im nahen Wald bei seinem Anwesen aufgehört hatte. Wieder führte er sein treues Beil gegen die kranken Äste, welche er dann aufsammelte und in seinem Rucksack verstaute. Er arbeitete so nur wenige Augenblicke, als er hinter sich Hufgetrappel hörte. Er blickte sich um und erkannte zwei der Rösser, welche am Kontor standen als dieser angegriffen wurde. Falco erschrak, als er die Männer als Eisenwartler identifizieren konnte und ihm entgegnete ein nicht zu überhörendes "Ohhjee!". Die Eisenwartler, die es gehört hatten, blickten sich um, da sie Falco nur schwer sehen konnten, doch fanden sie ihn. Falco begann wegzulaufen, die Eisenwartler auf den Pferden hinter ihm her. Die Verfolgungsjagd, dauerte nicht lange, da Falco im Wald über eine versteckte Wurzel fiel und somit liegen blieb. Die Reiter stiegen von ihren Rössern herunter, kamen auf Falco zu und schlugen ihn bewusstlos, als er erneut versuchen wollte zu fliehen.

Falco erwachte dann in Neuhafen. Er war benommen, kraftlos und konnte sich nicht an die ungewohnte Umgebung erinnern, geschweigeden denken, wo er war. Die Reiter brachten ihn gefesselt zur Burg Eisenwart, bis zu welcher er so tat, als sei er noch ohnmächtig. Im Hofe der Eisenwart öffnete er dann die Augen und wurde unsanft vom Pferd geschubst und viel unsanft auf den harten Boden. Sie rissen Falco hoch, zogen ihn mit sich und brachten ihn in den Kerker der Eisenwart, wo Falco auch Finn und Rilas Avaryn erkannte, als auch eine schlafende nackte Frau. Falco wurde zu Finn und der nackten Frau in die Zelle gesteckt, nachdem er von den Eisenwartlern durchsucht wurde, welche ihm sein Beil abnahmen. Gemeinsam in der Zelle mit Finn und der Unbekannten hoffte Falco nun, dass es seinen Freunden und Silvana, sowie Shedora gut erging, als auch zu hoffen, dass Temora und das Reich, Finn und ihn bald aus dem Verließ der Eisenwart holen würden. Nach einem kurzen Gespräch mit Finn, legte sich Falco schlafen und blieb zurück mit seinen Hoffnungen um Finn und ihn.
Falco Pendri
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Beitrag von Falco Pendri »

Falco wachte, genau wie die nächsten Tage, völlig entkräftet und sehr unausgeschlafen im Kerker der Eisenwart auf. Nicht nur, dass die Heubetten unbequem waren, wenn man sie sich zu dritt teilen musste, sondern auch das tägliche Essen viel nur spärlich für die drei Insassen aus. Durch den Hunger und Durst geschwächt, gelang es ihnen nicht, auch nur Gedanken zu entwickeln, wie sie aus den Zellen entfliehen konnten, es sei denn, sie würden niemals wieder die frische Luft riechen, welche über ihnen an der Oberfläche vorhanden war.

Die Mitglieder der Eisenwart kamen nur für die Essensausgabe an die Gefangenen in den Kerker, zumindest kam es Falco so vor. Sie waren weder gesprächig, noch machten sie Anzeichen von Freundlichkeit und Mitleid, was Falco sehr missfiel. Lange dauerte der Tag, welchen sie in der Zelle verbrachten, sie wussten nur anhand des Essens, wann es morgens war, den Rest der Zeit, waren sie völlig zeitlos. Die Fackeln an den Wänden, welche nicht in den Zellen hingen, warfen nur wenig Licht in die Zellen, was einem nicht nur vermehrt Angstgefühle entwickeln ließ, sondern auch keinerlei Hoffnung bildete.

So verging nun eine Woche, Falcos Kleidung zerrissen und sehr schmutzig hing über dem wohl abgemagerten Körper. Seine Haare und sein Bart waren unaufhörlich gewachsen und verknotet, sodass es nur unter Schmerzen wieder zu entknoten war. Falcos Haut war inzwischen kreideweiß und ihr fehlte jegliches Leben, welches wohl eine mangelnde Durchblutung der Haut zeigte. An diesem Tag war der Tagesablauf dennoch anders, wohl gegen Abend wurden er und Finn aus der Zelle geholt, wohl eher gezogen als freiwillig gehend, da kaum noch Kräfte vorhanden waren. Finn und er wurden in Fuß und Handgelenkfesseln gelegt und dann von einem Eisenwartler, es war wohl Alexyos, in die Haupthalle hinauf geführt. Sie sollten vor Khazkal geführt werden, welcher sich dann ihrer annehmen sollte. Als sie in der Haupthalle ankamen, mussten sie erneut einen Stundenlauf warten, ehe Alexyos zu ihnen kam und sie für frei erklärte, ohne, dass Khazkal sich ihrer annahm. Alexyos geleitete sie vor das Burgtor, wo ihnen dann die Fesseln abgenommen, und ein für ihre Verhältnisse nun vorkommenes Festmahl gereicht wurden. Danach brachte Alexyos die beiden durch den Hof bis vor das Osttor der Feste, von wo aus Finn und Falco in Richtung Neuhafen laufen konnte, sowahr ihre Kräfte dies zuließen. Sie wollten bloß weg von Lameriast, bloß weg von der Burg und aus ihrer Reichweite heraus.

Als sie am Hafen in Neuhafen ankamen, stiegen sie auf ein Schiff und wurden freundlicherweise kostenlos vom Kapitän nach Gerimor befördert. Beide waren überglücklich, dass sie lebend der Burg entkommen waren, doch schürten sie Hass gegenüber dem Reich, weil man ihnen weiß gemacht hatte, dass die Grafschaft keinerlei Verhandlungen geführt hätte um Finn und Falco aus den Kerkern der Eisenwart in die Freiheit zu führen. Sie schritten gleich, voller Zorn und Eile nach Adoran, wo sie dann Mariella aufsuchten, welche zusammen mit Antarian in ihrem Büro weilte. Beide waren überrascht Finn und Falco zu sehen und froh, dass ihnen nichts geschehen sei. Doch Finn und Falco machten ihnen Vorwürfe und kritisierten sie scharf und wollten die Wahrheit wissen, ob wirklich keine Verhandlungen geführt wurden. Nach einem langen unproduktiven Gespräch, verließen die beiden immernoch zornig das Regierungsgebäude. Finn verabschiedete sich von Falco und brach zu Talina und seiner Tochter auf, während Falco nur seine Schwester finden wollte, welche wohl, laut aussagen Mariellas und Antarians bei der BST verweilte.

Falco brach sodann in Richtung der Bruderschaft auf, doch ritt er nur wenige Meter, als er seine Schwester am Teich hinter dem Regierungsgebäude erblickte. Beide vielen sich um den Hals und konnten ihr neu gewonnenes Glück kaum fassen. Shedora erklärte Falco dann, nachdem er über das Reich wetterte, dass Mariella es ihr versprochen hatte, dass sie alles in ihrer Macht stehende tun wolle, um Finn und Falco lebend aus den Kerkern der Eisenwart befreien wollte. Falco erkannte sofort, dass die Worte Shedoras wahr waren und bekam ein schlechtes Gewissen gegenüber Antarian und Mariella. Nach kurzen überlegen, machten sich die beiden auf, erneut Mariella aufzusuchen, bei welcher sich Falco dann entschuldigte. Sie hielten dann noch ungefähr einen Stundenlauf lang eine Unterhaltung ab, ehe sich die Gruppe auflöste. Shedora und Falco kehrten dann nach Hause zurück, wo Falco gleich nachdem er seiner Schwester eine gute Nacht gewünscht hatte, ins Bett viel und sofort einschlief.
Kaim
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Beitrag von Kaim »

Das Reich hatte also zwei Legionäre gefangen, und bedauerlicher Weise war der Schreiber der Burg dumm genug allein nach Adoran zu gehen um über eine Freilassung zu verhandeln. Natürlich wurde auch er von den ehrlosen feigen Truppen gefangen genommen und das obwohl nur einen Tag zuvor die Eisenwart einem Diplomaten des Ordens freien Zutritt zur Burg und danach wieder zu gehen gewährte. Man konnte den ganzen reichstreuen Gesindel einfach nicht über den Weg trauen.
Jetzt war es an ihnen etwas zu tun. Der Zenturio Alexyos war schon voller Tatendrang und so ritten Kaim und er bewaffnet nach Bajard um nach Bürgern ausschau zu halten die sie fangen konnten um sie später gegen die eigenen Leute auszutauschen. Lange war die die Suche erfolglos bis sie im Wald direkt vor Bajard hörten wie eine Axt in einen Baumstamm geschlagen wird. Sie folgten dem Geräusch und entdeckten tatsächlich ein Mitglied des Kontors! Es handelte sich um Finn Wessels, einen der Schreiner. Ein kurzer Blick zu Alexyos, ein beidseitiges knappes Nicken und beide preschten so gut es ging durch den Wald und schlugen den Mann mit einem Hieb nieder.
Eilig wurde er gefesselt und auf Kaims Pferd gepackt. Guter Dinge machten sie sich auf den Weg zum Hafen und brachten Finn in den Kerker der Burg.
Einen hatten sie, fehlten noch 2.
Und schon nach kurzer Zeit, als Kaim gerade altes Brot und abgestandenes Wasser in den Kerker trug erblickte er zu seinem großen erstaunen Rilas von Avaryn in der Zelle. Es waren also schon zwei, und dieser Rilas würde bestimmt mehr Wert sein als ein gewöhnlicher Mann. Da Kaim jedoch keine Lust hatte noch eine weitere Portion Essen zu holen mussten sich die Gefangenen die eine die sie bekamen teilen.
Einer fehlte noch, und wieder waren der Zenturio und der Legionär auf der Pirsch in Bajard und dessen Umgebung. Und als sie an dem Waldstück vorbeikamen in dem sie wenige Tage zuvor bereits Finn gefangen hatten hörten sie wieder das bekannte Geräusch von einer Axt die auf Holz trifft. Sie ritten gerade zu den Bäumen als sie ein OJEEE! vernahmen. Sie wurden leider entdeckt bevor sie den Mann erreichen konnten und dieser nahm seine Beine in die Hand und versuchte davonzulaufen. Natürlich hatte er nicht die geringste Chance den starken Mustangs aus Eisenwarter Zucht zu entkommen und so holten sie ihn bereits nach wenigen Schritten ein. Der Mann wurde auch niedergeschlagen und zu ihrer großer Freude erkannten sie Falco Pendri in dem Mann den sie gerade auf Kaims Pferd luden.
Finn würde sich bestimmt über Gesellschaft freuen und so wurde Falco ebenso in den Kerker zu den anderen geworfen.


Nun hatten sie endlich genügend Gefangene um die eigenen Leute frei zu bekommen. So wurde ein Schreiben verfasst und zum Reich geschickt. Merkwürdigerweise schien es dort keinen zu interessieren was mit ihren Recken geschah und so erreichte das Reich nach einigen Tagen ein zweites Schreiben. Auf dieses wurde lediglich geantwortet dass die Eisenwart es bereuen würde den Gefangenen etwas anzutun. Was dachten die sich eigentlich? Die Eisenwart hat noch nie grundlos Menschen gefoltert, anders als es die kleingeistigen verkommenen Hundesöhne in Adoran taten.
Irgendwann erreichte Sanja de Coste die Eisenwart, ein riesiges Brandmal mitten im Gesicht, und Tage später wurde auch Torben frei gelassen. Beide wurden schlimm gefoltert. Als schließlich auch Aegon frei gelassen wurde ohne dass sich nochmal jemand bei der Burg meldete beschloss der Burgherr in seiner unermesslichen Weisheit und Güte die Gefangenen zu begnadigen und ohne Folter frei zu lassen. Sie sollten nicht für die Verfehlungen ihrer Herren büßen, und vielleicht würden sie ja die Wahrheit erkennen.
Die Wahrheit dass die Eisenwart einzig und allein gut und gerecht war und all die Scheinheiligen sich nur hinter ihren Göttern versteckten und so taten als wären wir es die Böses tun und nicht sie selbst.

Eines Tages würden sie alle es erkennen
Falco Pendri
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Beitrag von Falco Pendri »

Als Falco in der Nacht, in der er zurückgekehrt war sich zu Bett gelegt hatte, schlief er ganze drei Tage lang, in seinem warmen, selbstgebautem Doppelbett, welches in seinem Haus stand. Er genoss den Schlaf, welcher seine Kräfte, zumindest ein wenig regenerierte und erwachte nach den drei Tagen des Schlafes immernoch recht erschöpft. Er zog sich eher abwesend von der Realität an, machte sich ein üppiges Frühstück, welches er kaum anrührte, doch genoss er auch dieses Essen, genau wie das Wasser, welches wie der teuerste Wein die Kehle hinab floss.

Als er gefrühstückt hatte und den Rest des Essens für Shedora zurücklegte, machte er sich auf dem Weg zum Kontor, welcher sich vor ihm, als er ihn erreichte, in schwarzer ruinierten Aussehen. Inzwischen waren weitere instabile Wände eingestürzt und würden die Decke wohl kaum noch lange halten können. Falco war in Gedanken, als er die bloßen Ruinen betrachtete, wohlwollend, dass sie einen neuen Kontor aufbauen mussten, der ihnen nicht nur ein neues zu Hause, sondern auch eine blühende und für sie angemessene Werkstätte werden würde, bei welcher die Kunden zufrieden sein konnten und hochwertige Waren erstehen konnten. Den Bauplatz hatte Falco schon im Auge, direkt vor den Toren Adorans, nördlich des Tiefenbach Hofes, auch Mariella hatte schon die Erlaubnis gegeben, dass der Kontor dort gebaut werden durfte.

Nun hieß es Rohstoffe für den Bau des Kontors zu sammeln. Alle Mitglieder sollten ihm dabei helfen, doch erst einmal, musste er alle ausfindig machen, denn nach dem Brand verlor er einige Mitglieder aus den Augen, er hoffte, dass er seine Freunde bald finden würde, damit sie mit dem Bau beginnen konnten.

Doch bevor er sich auf die Suche nach seinen Freunden machte, stellte er Gerüste auf dem Grundstück auf, welches nun ihnen gehörte, welches die Zukunft des Handelskontors werden sollte. Das Grundstück, was sie wieder vereinte und ihre gemeinsame Zukunft sichern sollte.
Falco Pendri
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Beitrag von Falco Pendri »

Schon drei Tage später hatte Falco, mithilfe einiger Handwerker Adorans, ein großes Gelände vor dem Westtor Varunas umzäunt, als auch drei Zelte dort aufgestellt. Von weitem mag es wie ein Zirkus aussehen, doch wird man beim näher kommen an das Gelände erkennen können, dass es einer Baustelle gleicht. Die Baustelle umfasst ein großes Areal, welches Falco für den Bau eines neuen Kontors benötigte. Es sollte nicht nur das Haus umspannen, sondern auch Platz für Handwerker und die nötigen Materialien bieten. Dies tat es in der Tat.

Vor wenigen Tagen saß Falco in der Taverne Adorans, abgeschottet von den anderen Menschen. Einsam im Hinterzimmer sitzend, fertigte er genaue Skizzen des Geländes, so wie er es sich vorstellte. Die anderen, so dachte Falco, würden seine Skizzen gefallen und Freude auf das neue Gelände vermitteln. Aber um ihnen diese zeigen zu können, musste er einige von ihnen finden und sie wieder zurück zum Kontor bringen.

Zurück auf der Baustelle, stellte Falco einige Gerüste auf und verteilte teilweise wenige Materialien, die er gefunden hatte. Er wusste, dass viele Materialien benötigt wurden, damit der neue Kontor erbaut werden könnte. Doch nun wollte er dringend die restlichen Mitglieder finden, die dem Kontor treu geblieben waren. Zum einen war da Emma, die nach dem Angriff auf ihren Hof schwer verletzt wurde und nun bei Liliana van Drachenfels in der Heilerstube wohnte. Dann waren da noch Lauri und Silvana, die seit dem Angriff auf den Kontor verschwunden waren. Falco war sich bewusst, dass es ihnen gut ging und das sie gut auf sich aufpassen konnten, doch sorgte er sich dennoch. Lauri und Silvana waren die beiden einzigen die Falco nicht mehr gesehen hatte, seitdem der Kontor der BEW zum Opfer viel, da er wusste, wo sich Emma, Finn, Katherine und Shedora befanden.

Als Falco dann die letzten Gerüste aufgestellt hatte, als auch das nördlichste Zelt eingerichtet hatte, mit den Überresten die er im ehemaligen Kontor finden konnte, machte er sich nun auf die Suche nach Silvana und Lauri. Er hoffte, dass er sie hoffentlich bald finden würde...
Falco Pendri
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Beitrag von Falco Pendri »

Falco hatte sich nun auf die Suche nach seinen Freunden und Kameraden gemacht, doch vergebens. Er wusste, dass es ihnen gut ging, aber nicht, wo sie steckten. Letzten Endes beschloss er, einfach mit seiner Arbeit fortzufahren und zu hoffen, dass Silvana und Lauri bals wieder zu ihnen stießen.

Das Gelände des neuen Kontors, war immernoch nicht begonnen worden. Die Gerüste standen immernoch allein an den Umrissen des neuen Gebäudes, kein einziger Stein war bisher gesetzt worden. Falco dachte sich, dass es endlich an der Zeit wäre den Kontor endlich aufzubauen. So begann er vorerst die harte Arbeit allein, zusammen mit einigen Arbeitern aus Adoran, welche ihm ihre Hilfe angeboten hatten. Sie brachten Steine und Holz zu den dafür vorgesehenen Stellen und konnten nun endlich beginnen. Mit den wichtigen Werkzeugen der Steinmetze und Maurer, sowie die des Schreiners, welche Falco führte, begann der Bau am neuen Kontor.

Den ganzen Tag über schleppten die Hilfsarbeiter Steine und Holz heran, sodass die Materialberge immer größer wurden. Als sie schließlich dachten, dass genug Steine zur Baustelle gebracht worden waren, begannen sie unter Falcos Anleitung, welcher ihnen trotzdem mit all seiner Kraft helfen wollte, den Bau des Fundamentes. Falco hatte den Arbeitern vor dem Beginn des Baus erläutert, dass das Gelände wohl recht groß werden sollte und das sie dafür mehr Steine als bisher angenommen benötigten. Dieses erkannten die Handwerker auf der Baustelle nun auch, die Menge der Steine, welche sie zur Baustelle gebracht hatten, war zu gering gewesen und formte nur die Ecken des Fundamentes, welches bald das neue Gelände fest auf dem Boden tragen sollte. Ziemlich überrascht und völlig erschrocken über die Ausmaße des Fundamentes, begannen sich die Handwerker bei Falco abzumelden, mit der Begründung, dass sie neue Steine schlagen müssten, damit sie weiter arbeiten konnten. Falco gab ihnen ihre Zeit und blieb dann nach kurzer Zeit, in der sich alle abmeldeten, alleine auf der Baustelle zurück. Mitlerweile war es erst Mittag und Falco drehte das Ladenschild um, in der Hoffnung das Kunden kommen würden und ihm die Zeit versüßten.
Mariella von Dornwald

Beitrag von Mariella von Dornwald »

Die Sonne hatte bereits ihre Bahn gezogen und die Nacht hüllte Gerimor in ruhige Dunkelheit. Mariella genoss diese Stunden, war es doch die Zeit, in der nicht ständig unzählige Personen mit noch unzähligeren Anliegen um sie herumschwirrten. Sie mochte ihre Arbeit, erfüllte ihre Aufgabe mit viel Herzblut, aber irgendwann waren einfach auch ihre Reserven aufgebraucht.
Dann waren es kleine Spaziergänge, die ihr neue Ruhe und Kraft gaben. Ein Streifzug durch die Straßen vorbei an den Häusern, in denen die Bürger mittlerweile wieder etwas ruhiger schlafen konnten. Gemächlich ließ sie sich von ihren Schritten führen, steuerte die Brücke an, welche zum Stadttor führte.

Auch hier zeigte sich die positive Entwicklung. Die Menschen zog es immer mehr in die Nähe dieser wunderbaren Stadt. Ihrer Stadt, wie sie Adoran insgeheim nannte. Der Anblick der Höfe und Häuser ließ ihr immer wieder das Herz aufgehen, zeigte es doch nur, dass sie irgendwas richtig gemacht haben musste, in den Bestreben Adoran lebenswert zu machen. Mariella schlenderte zwischen den Grundstücken hindurch, immer unter den wachsamen Blicken der Gardisten auf der Stadtmauer. Schließlich hielt sie vor einer neuen Baustelle inne. Ein kurzes Durchforsten ihrer Hirnwindungen brachte die Erkenntnis, dass dies die neue Wirkungsstätte von Meister Pendri werden würde.

Falco Pendri, ein fähiger Handwerker, der sich auch vor großen Aufgaben nicht scheute. Sein Einsatz um die Palisade damals war durchaus beachtlich gewesen. Umso tiefer betrübte es Mariella, dass ausgerechnet er zum Spielball zweier Fronten geworden war. Unweigerlich glitten ihre Gedanken zurück zu jenen noch nicht allzu lang zurück liegenden Tagen...

Es war ein Arbeitstag wie jeder andere gewesen. Hektisch, vollgepackt mit Dingen, die es zu erledigen galt und Besprechungen, die unbedingt geführt werden mussten. Doch als sie die blasse, ernste Miene Adrians gesehen hatte, war ihr klar, der Tag würde unangenehm werden. Zu diesem Zeitpunkt ahnte sie nicht, wie untertrieben dieser Begriff sein würde. Feuer vor Varuna war die erste Nachricht, die in ihr Hirn sickerte. Der Kontor brannte. Die Eisenwart hatte es gewagt, Reichsbürger direkt vor den Mauern der Stadt um ihr Hab und Gut zu bringen, gar ihr Leben zu gefährden. Alleine der Gedanke daran ließ sie spüren, aus welchem Blute sie stammte. Nur mit größter Mühe gelang es ihr, einen impulsiven Wutausbruch in Gegenwart all der hohen Herren zu verhindern.
Doch Adrian hatte das Zaubermittel, ihr Gemüt zu beruhigen. Ihr tiefe, befriedigende Gelassenheit zu geben: Es war gelungen, zwei der Brandstifter dingfest zu machen. Zwar war dieser Möchtegernfürst nicht persönlich darunter, auch keiner seiner vertrauten Handlanger, aber immerhin... zwei Anhänger, besser als nichts.
Nach allem, was sie von diesem Burgherren gehört hatte, würde es sein Ego sehr ankratzen. Oh, und hier in Adoran wusste man diese beiden Maden durchaus zu bewirten.

Doch die Freude darüber hatte nicht lange gewährt. Etwa zwei Tage später ereilte sie die Nachricht, Reichsbürger seien in die Hände der Eisenwart geraten. In ihrem Magen hatte sich ein mulmiges Gefühl ausgebreitet, das sich bestätigte, als sie Falcos jüngere Schwester verunsichert und verzweifelt vor ihrem Büro hatte sitzen sehen. Was nur hatte Pendri diesem Pack getan, dass sie es immer wieder auf ihn absahen? Nun war er in einer denkbar ungüstigen Lage, denn eines war klar: Das Reich würde sich nicht erpressen lassen. Durfte es nicht. Konnte es nicht. Die Folgen wären unabsehbar gewesen. Niemand war in der Lage zu verantworten, dass künftig alle paar Tage ein Bürger entführt werden würde, um so das Reich zu schröpfen.

Aber... das konnte sie wohl schlecht dem armen, verängstigten blinden Geschöpf hier sagen, das vor Sorge um den Bruder fast verging. Also sorgte sie dafür, dass Sheodra gut und sicher untergebracht war und beruhigte sie, so gut es eben ging. Wenigstens das konnte sie für ihren Bruder tun. Innerlich fasste sie den Entschluss, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den Mann aus seiner Lage zu befreien. So drängte sie dann in der Ratssitzung auch zu einer Lösung, die zwar der Eisenwart ein deutliches Signal geben würde, aber eben auch Anreiz war, die Reichsbürger möglichst unbeschadet gehen zu lassen.

Die folgenden Tage waren für alle Beteiligten eine Zerreißprobe. Neben dieser lästigen Fliege Eisenwart galt es sich noch mit einem Drachen zu befassen, sich um Rahal zu kümmern und die Befindlichkeiten gewisser höherrangiger Adeligen zu bedienen, die sich mal wieder schmollend nicht ernst genommen fühlten. So allmählich zehrten die Zeiten an ihren Kräften. Vermutlich war sie deshalb nicht mehr in der Lage, ruhig, besonnen und verständnisvoll zu reagieren, als schließlich ein ausgezehrter Falco in ihr Büro stürmte und ihr Untätigkeit vorwarf.
Es war einfach zuviel. Noch heute konnte sie die Welle der Gefühle spüren, die in diesem Moment über ihrem Kopf zusammenschlug: Erleichterung, Bestürzung, Unglaube und eine leichte Prise Wut sorgten dafür, dass sie bissiger reagierte, als es ihre Art war... als es ihr Wille war. Antarian, der zufällig zugegen war, rettete die Situation.

Als sie schließlich endlich alleine war, sich einen Moment der Schwäche gestatten wollte, klopfte es erneut an der Türe. Wieder Falco, diesmal mit seiner Schwester. Voller Erleichterung nahm sie die Entschuldigung entgegen. Offenbar hatte Sheodra ihrem Bruder die Augen geöffnet. Es war immer wieder beachtlich, wie scharf ein Mensch ohne Augenlicht die Geschehnisse um sich herum beobachten konnte.

Selbstverständlich hatte sie wenige Tage später dem Baugesuch stattgegeben. Es war die einzige Möglichkeit, Falco für das Erlebte zu entschädigen. Niemand sollte zwischen die Fronten geraten, schon gar keiner, der im Grunde nichts damit zu tun hatte.

Nun stand sie hier, konnte mit eigenen Augen sehen, dass dieser Mann sich wieder aufrappelte und darum kämpfte, seinen Lebenstraum ein zweites Mal zu verwirklichen. Er hatte alles verloren und gab dennoch nicht auf. Mariella wusste mit absoluter Sicherheit, dass er es ein zweites Mal schaffen würde, aus dem Nichts etwas aufzubauen und sie würde ihn mit Freuden dabei beobachten.

"Freiin..?" Mariella zuckte förmlich zusammen, als die respektvolle Stimme leise hinter ihr ertönte. Ruckartig wirbelte sie herum und blickte in das Gesicht eines verunsicherten Rekruten. "Verzeiht, Hochgeboren, aber wir haben gleich Wachwechsel und der Wachtmeister möchte Euch nicht ungeschützt hier draußen wissen..."
Sie musterte den jungen Mann kurz etwas eingehender. Er war erst seit wenigen Tagen im Regiment und hatte offenbar kein gutes Gefühl dabei, einfach mal so eine Adelige zu belästigen. Mit einem dezenten Lächeln versuchte sie, ihm ein bisschen der Unsicherheit zu nehmen und nickte. Es war spät und der nächste Tag würde in wenigen Stunden mit neuer Arbeit auf sie warten. Ein klein wenig Schlaf wäre vielleicht gar nicht so falsch.

Einen letzten Blick warf sie noch auf die Baustelle hinter sich, ehe sie den Umhang fester um die schmalen Schultern zog und sich wieder in die sichere Stadt begab. Ihre Stadt.
Falco Pendri
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Beitrag von Falco Pendri »

Schon am nächsten Tag, nachdem Falco den restlichen Tag nichts mehr von den Handwerkern gehört hatte, kamen die Handwerker schon früh morgens mit enormen Mengen an Meterialien wieder. Es schien fast so, als wollten sie verhindern, dass ihnen noch einmal die Steine oder das Holz ausgingen. Falco war auch früh morgens auf der Baustelle angekommen, obwohl er bis tief in die Nacht an neuen Aufträgen, unteranderem den von Tivia Nefizca und Verdania, gesessen hatte. Gemeinsam begannen sie früh morgens weiter an dem neuen Handelskontor zu bauen.

Im Laufe des Vormittages konnte das Fundament endlich vollendet werden, doch sahen die Handwerker schon jetzt erschöpft aus. Falco bot ihnen eine Pause von zwei Stundenläufen an, so sie diese wollten, welche sie dann dankend annahmen. Langsam leerte sich die Baustelle, zumindest für zwei Stundenläufe und war letzten Endes einsam geworden. Nur noch Falco saß auf dem Fundament und verschnaufte kurz, ehe er alle Ecken des Erdgeschosses und möglichen Raumteilungen mit Holzbalken markierte. Auch schaffte es Falco schon die Stufen zu den Eingängen des Kontors, der dazugehörigen Taverne und dem Lager aufzuschichten. Schließlich waren die zwei Stundenläufe wieder verstrichen und die Handwerker kehrten zurück auf die Baustelle, wo sie nun damit begannen die Wände der untersten Etage aufzuziehen.

Während der Arbeiten am Nachmittag kamen einige misslungene Steinstapel, welche zu einer Mauer werden sollten, vor, doch konnten diese dann rechtzeitig und schnell wieder behoben werden, man konnte fast meinen, dass die Arbeiten reibungslos und recht zügig verliefen.

Am Abend, als Falco dann den Handwerkern dankte und sie der Arbeit entließ, standen schon einige äußere Mauern des neuen Gebäudes, als auch einige Innenwände. Das Fundament sah mit den angefangenen Wänden aus wie eine Ruine und vermittelte, wenn man wusste das es nur eine Baustelle war, dass die Handwerker wohl mit wenig System arbeiteten. Doch letzten Endes war an diesem Tag viel erreicht worden und auch Falco begab sich dann recht früh zu Bette, um Erholung für den nächsten Tag zu bekommen.

Am nächsten Morgen waren wieder alle Handwerker, auch Falco war unter ihnen, auf der Baustelle. Wieder kamen Handwerker mit Materialien, die sie scheinbar noch auf Lager hatten und wohl am gestrigen Tage nicht mehr zur Baustelle bringen konnten, auf die Baustelle, die nun fast von Materialien überflutet wurde. Falco schmunzelte nur, als er einige Steine vom Eingangstor wegsortieren musste, damit man wieder eintreten konnte. Dennoch war er erleichtert, dass die Handwerker so fleißig und gut in ihrer Arbeit waren, dass sie nur wenig Fehler machten, die die Bauarbeiten zurückwerfen könnten.

Während des Vormittages gelang es den Handwerkern, sämtliche äußeren Mauern hochzuziehen, auch konnten die Fenster nun eingesetzt werden. Die Balken, die an den Türbögen verwendet wurden, wurden teilweise hübsch verziert und sollten den Kontor in späteren Zeiten viel Ausstrahlung geben. Die Handwerker waren nun weiter damit beschäftigt, die inneren Wände aufzuschichten, auch begannen Handwerker damit, eine Treppe zu bauen und einen Keller auszuheben.

Am Abend, als die Handwerker schon erschöpft zu Boden sanken, waren alle Wände im Erdgeschoss aufgeschichtet worden und mit Holzbalken abgedeckt worden. Die Treppe schien fast vollendet zu sein und auch die Kellerbauer hatten schon einige Meter tief gegraben. Falco war mit den Fortschritten mehr als zufrieden und entließ die Handwerker dann in ihren Feierabend, welchen sie laut gröhlend einläuteten. Falco verblieb dann noch einige Stunden auf der Baustelle und bearbeitete den Auftrag von Myrtha, bis er auch, lächelnd und glücklich, gen seinem Anwesen aufbrach. Er freute sich schon auf die neuen Fortschritte am nächsten Tag.
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