Wiederaufbau von Varuna und die Aufgabe der Zwerge

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Anggosch Hammergrund

Wiederaufbau von Varuna und die Aufgabe der Zwerge

Beitrag von Anggosch Hammergrund »

Es fing alles damit an, das Anggosch im heiligen Berg vom Kriege auf der Oberwelt hörte: Rahaler Langbeiner und Orks griffen die Langbeiner in Varuna an. Einige der Schlachtenwühler hielt es nicht zurück und sie halfen bei der letztendlich erfolglosen Verteidigung Varunas. Als Anggosch hörte, dass die Varuner Langbeine die Stadt aufgeben mussten, entschloss er sich damals die überlebenden Truppen mit 200 Kupfer- und 200 Eisenbarren zu unterstützen. Er schickte einen Boten zum "Chef" der überlebenden mit dem Angebot der Metalle. Dieses war nur an eine Bedingung geknüpft: Dem Ehrenwort, dass kein Splitter dieser Spende jemals einen Zwergen verletzen dürfe.

Der Graf Adrian von Hohenfels höchstpersönlich beantwortete das Angebot. Der Forderung nach dem Ehrenwort wurde entsprochen und weiterhin enthielt die Antwort eine Bitte für ein Gespräch.

Bis zum vereinbarten Gespräch überschlugen sich nun die Ereignisse. Die Varuner Truppen konnten Varuna wieder zurückerobern. Damit hatte Anggosch in der Kürze der Zeit nicht gerechnet. Aber dieses sollte ihm nun gleichgültig sein, so ging er am vereinbarten Termin zum Paladinkloster um mit dem Grafen zu sprechen.

Der Graf höchspersönlich stand vor dem Klostereingang um Anggosch zu empfangen. Sie gingen in einen Saal des Klosters um sich zu besprechen. Anggosch wählte einen Platz mit dem Rücken zur Wand, wo er alle 3 Türen des Saales sehen konnte. Der Graf setzte sich so, dass er nicht zu weit entfernt saß und Anggosch ins Gesicht sehen konnte. Nun kamen die beiden ins Gespräch. Die Barren sollten letztendlich beim Wiederaufbau von Varuna Verwendung finden, für den Bau von Werkzeugen, Türen und Schlössern. Dann jedoch unterbreitete der Graf dem Zwerg eine ganz andere Aufgabe, die die Zwerge übernehmen sollten: Den Neubau der Stadtmauer von Varuna in zwergischer Qualität.

Der Graf zeigte Anggosch eine neue Karte von Varuna mit dem Verlauf der neuen Stadtmauer und den neuen Verteidigungseinrichtungen. Zweifellos waren die Erfahrungen des Krieges in diese neuen Planungen mit eingeflossen. Anggosch stellte noch einige Fragen bevor er den Plan mit der Erlaubnis des Grafen einsteckte. Er alleine wollte und konnte nun noch nicht entscheiden, ob die Zwerge diese Aufgabe übernehmen wollten. Gegen Ende der Besprechung stellte Anggosch noch eine Forderung: Für die Zwerge durfte das Verbot des tragens von Rüstungen in Varuna nicht mehr gelten, da man beim Bau der Mauer schutzlos dastünde und die eigene Heimat auch weit weg wäre. Der Graf akzeptierte diese Forderung, hatte er wohl ein Einsehen mit dem Schutzbedürnis der Zwerge.

Vieles war nun zu tun. Einiges hatte Anggosch schon mit dem Grafen besprochen, aber noch viele Dinge und Aufgaben gingen ihm auf dem Weg nach Nilzadan durch den Kopf. Nur die Wichtigsten sollen hier aufgezählt werden:
- Eine Sitzung aller zwergischen Baumeister mußte her
- Den Weg der neuen Mauer begutachten
- Änderungen mit dem Grafen besprechen
- Baumaterial für die Mauer
- Würde sich die Arbeit lohnen?
- Gibt es in Varuna noch Bier?

In Nilzadan angekommen verkündete Anggosch sofort die Nachricht von der neuen Aufgabe und die Sitzung der Baumeister wurde angesetzt.
Clarissa Ilvess

Beitrag von Clarissa Ilvess »

Erschöpft leerte Clarissa einen weiteren Sack voller Gesteinstrümmer und verkohlter Bretter und Bohlen ins Meer aus, wo jene alsbald von den Gezeiten davon getragen wurden. Von den Aufgaben der Zwerge wußte sie nichts. Woher auch?
Wichtig war jetzt erst einmal nur, daß erst einmal der Schutt von den Straßen kam. Die Häuser, die baufällig waren, würde man abreißen müssen. Und wer weiß, vielleicht waren in der Stadt noch Überlebende in ihren zerstörten Häusern oder den Kellern eingeschlossen.
Dennoch, die paar Mann, die sich heute daran gemacht hatten, sich durch den Schutt in die Stadt hinein zu kämpfen waren einfach zu wenige. Es mochte ein Anfang sein, aber diesem mußte noch vieles folgen.
In ihrem Kopf arbeitete es.
Anggosch Hammergrund

Ortsbesichtigung

Beitrag von Anggosch Hammergrund »

Bereits einen Tag nach dem Gespräch mit dem Grafen machte sich eine Gruppe Zwerge auf den Weg nach Varuna um den Verlauf der neuen Stadtmauer zu begutachten. Hier und da blieb man stehen und diskutierte die Pläne des Grafen. Nachdem man Varuna umrundet hatte, gingen sie zurück nach Nilzadan und besprachen nochmal alles bei einem guten Zwergenbier.

Am Ende der Besprechung war die Entscheidung getroffen: Die Zwerge würden die Aufgabe des Grafen annehmen und die neue Stadtmauer bauen, wenn der Graf die Forderungen der Zwerge nach Entlohnung und Unterstützung erfüllen würde.

Sogleich nach dieser Entscheidung begannen bereits einige hundert Zwerge damit, die benötigten Steine in den weitläufigen Minen aus dem Berg zu schlagen. Man begann bereits damit, denn entweder würde der Graf die Forderungen erfüllen und die Zwerge würden die Mauer bauen und wenn nicht würde man die Steine einfach einlagern, die Steine würden in ihrer Qualität ja nicht verfallen.
Cyrion Sha´Ar

Beitrag von Cyrion Sha´Ar »

Die Stadt war ein einziger grosser Trümmerhaufen. Viele Wege waren nicht begehbar für Pferdekarren, welche die Aufräumarbeiten erleichtert hätten und manche waren so mit Trümmern übersäht, das man aufpassen musste, nicht zu stürzen und sich gar ein Bein zu brechen oder auch nur mit der Last an Schutt, die man trug, umzuknicken.
Hoffnungslosigkeit breitete sich in einem aus, wenn man einen weiten Blick in die Strassen wagte.

Und dennoch musste irgendwo begonnen werden. Jene, die Häuser in dieser Stadt hatten, begannen damit, die zufahrtswege zu diesen Orten frei zu legen oder auch, in die traurigen Reste ihrer Häuser zu steigen, um zu retten, was noch zu retten war. Etwas, wofür Cyrion Verständnis hatte, war dies doch auch sein Vorgehen.

Der Zufahrtsweg zu seinem Haus war völlig verschüttet... die Häuser drum herum waren schwer beschädigt, Teile davon lagen auf der Strasse und auch von der Mauer waren Steine herabgebrochen und hatten tiefe Kerben in die Strasse gegraben. Seufzend blickte er hin und her, das Gesicht staub- und russverschmiert. Manche Teile hatte er einfach zur Seite bewegt, machte es in seinen Augen doch mehr Sinn, erst Platz für einen Karren zu schaffen, welcher beladen werden konnte.

Diesen zu beschaffen war nicht einfach gewesen. Aus einem anderen Ort hatte er einen heranschaffen müssen... einen Handkarren, waren doch Pferde rund um Varuna nicht mehr leicht aufzutreiben. Doch es war ein Anfang. Dieser half ihm sehr, den Schutt von dem Weg zu seinem Haus aus der Stadt zu bringen und er stellte fest, das die Anwohner der übrigen Häuser in ebend diesem Häusereck ihm halfen, den Karren zu beladen und diese sich auch mit ihm abwechselten, den Wagen fort zu fahren und den Schutt zu entsorgen.

Hoffnung kehrte in ihm ein... stundenlange Arbeit, und sie konnten den Karren schon ein Stück in zu den Häusern fahren. Schon bald begannen die Leute, anzufragen, ob sie den Wagen dazu benutzen konnten, einiges von ihrem Hab und Gut zu bergen, was vielleicht noch brauchbar war. Etwas, was er ohne zu zögern bejahte, wusste er doch, das die Häuser jederzeit einstürzen konnten und er sowieso noch nicht die Möglichkeiten hatte, sein Haus zu räumen. Pferde wurden, so sie jemand hatte, herbeigeführt und ihre Taschen mit Schutt oder Besitz gefüllt... Stunde um Stunde ging die Arbeit unermüdlich von dannen und nur am Stand der Sonne, wenn man mal aufblickte wie auch an geringen Verletzungen, aufgeschürften Händen und blutigen abgebrochenen Nägeln wie auch der nach und nach freien Strasse konnte man erkennen, das sich was Tat...

Der Himmel färbte sich Rötlich... ein klarer Sonnenuntergang. Es war noch früh, in etwa 4 - 5 uhr abends. Manche machten Schluss, aber für Cyrion war die Arbeit erst zu Ende, wenn er nicht mehr konnte. Sein Karren war immer wieder zurück gebracht worden - etwas, was er zu schätzen wusste. So setzte er die Arbeit mit einigen anderen bei Fackellicht fort, auch wenn der Boden trügerrischer war und man vorsichtig den Fuss aufsetzte, bevor man ihn belastete. Es war mühseliger so, aber niemand hatte behauptet, das dies hier ein Honigschlecken sein würde, so dachte sich der hochgeschossene Mann, der im Dunkeln fröstelte, während er Steinbrocken und grobe Säcke mit Kies zum Karren schleppte.
Es war spät in der Nacht, als er mit einem weitern Mann die letzte Fuhre wegbrachte. Anschliessend verabschiedete er sich und brachte den Karren in den Hof vor Solveighs Haus. Nicht alle mochten so ehrhaft sein, wie jene, mit denen er gearbeitet hatte - und er war kein Narr - drum kettete er den Wagen an. Kalt und kälter wurde die Nacht, während er sich am Fluss wusch, wollte er doch nicht völlig verschmutzt das Haus betreten - was mochte seine Gefährtin dazu sagen - das Wasser brannte erst in den vielen kleinen Wunden an Händen und Armen, doch kalt wie das Wasser war, betäubte es bald den Schmerz. Das Bündel schmutziger Kleidung in der Hand betrat er das Gebäude, durch dessen Fenster das Licht einer Kerze schien. Solveigh war wach - sie schien immer zu wissen, wann er kam, egal wie leise er sich verhielt. Ein feines Lächeln umspielte seine Züge, als sie sich aus dem Fellbett erhob und auf ihn zutrat. Dies war der Anblick, der ihm am meisten Hoffnung gab. Solveigh, wie sie zu ihm aufschaute, Ruhe in der Haltung, Wissen im Blick und dieses Lächeln, das ihm sagte, das die Welt in Ordnung war. Eine Solveigh, die LEBTE. Krieg und Kampf hatten ihm vieles genommen, doch noch lebte er, noch lebte die Frau, die er liebte. Noch konnten sie beide sich ihre Welt erträumen und diese Träume mit Fleiss Wirklichkeit werden lassen...
Mit einem Lächeln ging er zu seiner Gefährtin und nahm sie in die Arme.
Die Welt war doch schön...
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