Ein boeses Erwachen
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Der Erzähler
Ein boeses Erwachen
Das schwarze Nachtkleid breitete sich über die Laender aus. Es umschloss jeden Winkel, um auch in der hintersten Ecke alles zu umhuellen.
Niemand konnte ahnen, das diese Nacht, die begann, wie jede andere auch, das Schicksal eines jeden veraendern wuerde.
Vermutlich wuerde nicht jeder die Veraenderung des Waldstueckes bei Rahal bemerken und wenn doch, dann wuerden nun die Alarmglocken in den Koepfen schlagen, so man sich weiter in das dicke Geaest vorschlug.
Es sollte nicht nur der Nebelschleier sein, der merkwuerdigerweise seit ein paar Tagen ueber dem Waeldchen seinen festen Platz eingenommen hatte, das schwarz der Nacht schien sich gerade an diesem Ort wohl zu fuehlen, um den sonst so friedlichen Wald in eine unheimliche Atmosphaere zu tauchen.
Waren sonst die Laute und Klaenge der unterschiedlichsten Voegel zu vernehmen, droehnte einem Stille entgegen. Nur wer sich tiefer in den Wald traute, wuerde nach und nach das Knurren und Fauchen wahrnehmen. Leise, aber es war da.
Irgendwas ging dort im Wald vor.
Irgendjemand hatte sich auf die Jagd begegeben.
So wuerde jeder, der den Mut aufnahm um sich in das dunkle Waldstueck zu begeben feststellen, das nicht nur der Nebel eine Plage war, sondern der unertraegliche modrige Geruch seinen festen Bestandteil dazu beitrug einem eine unangenehme Zeit zu bescheren.
Sollte der Geruch und das Wissen, das man in diesem Wald seine Hand kaum erkennen konnte nicht genuegen, so wuerde man spaetestens jetzt in seinem Lauf inne halten, als man das Knacken und Rutschen unter seinem Schuh wahrnahm.
Vielleicht war es nur der angesammelte Matsch oder vielleicht doch Blut? Waren das eventuell doch nur Aeste oder doch Knochen?
Vieles wuerde man wohl bei genauer Betrachtung feststellen, vieles aber auch nicht. Es wuerde sich lohnen mehr als nur einen Blick in den Wald zu werfen, da oft genug der erste Eindruck der Falsche war.
Geruechte machten sich breit, das Jaeger ihre Beute rupften und haeuteten. Geruechte, auf die man nicht immer etwas geben sollte.
Wenn man sich die Muehe machte und sich die Kadaver der Tiere genauer zu Augen fuehrte, wuerde man sicherlich erkennen, das dieses Werk keine Jaeger oder Raubkatzen hinterließen. Man würde zerrissene Haut und Fleisch finden, den ein oder anderen angerissenen Tierleichnam, wie verbranntes Holz.
Ein Geruecht stimmte: Vorsicht sei geboten wer sich in den finsteren Wald wagte.
Niemand konnte ahnen, das diese Nacht, die begann, wie jede andere auch, das Schicksal eines jeden veraendern wuerde.
Vermutlich wuerde nicht jeder die Veraenderung des Waldstueckes bei Rahal bemerken und wenn doch, dann wuerden nun die Alarmglocken in den Koepfen schlagen, so man sich weiter in das dicke Geaest vorschlug.
Es sollte nicht nur der Nebelschleier sein, der merkwuerdigerweise seit ein paar Tagen ueber dem Waeldchen seinen festen Platz eingenommen hatte, das schwarz der Nacht schien sich gerade an diesem Ort wohl zu fuehlen, um den sonst so friedlichen Wald in eine unheimliche Atmosphaere zu tauchen.
Waren sonst die Laute und Klaenge der unterschiedlichsten Voegel zu vernehmen, droehnte einem Stille entgegen. Nur wer sich tiefer in den Wald traute, wuerde nach und nach das Knurren und Fauchen wahrnehmen. Leise, aber es war da.
Irgendwas ging dort im Wald vor.
Irgendjemand hatte sich auf die Jagd begegeben.
So wuerde jeder, der den Mut aufnahm um sich in das dunkle Waldstueck zu begeben feststellen, das nicht nur der Nebel eine Plage war, sondern der unertraegliche modrige Geruch seinen festen Bestandteil dazu beitrug einem eine unangenehme Zeit zu bescheren.
Sollte der Geruch und das Wissen, das man in diesem Wald seine Hand kaum erkennen konnte nicht genuegen, so wuerde man spaetestens jetzt in seinem Lauf inne halten, als man das Knacken und Rutschen unter seinem Schuh wahrnahm.
Vielleicht war es nur der angesammelte Matsch oder vielleicht doch Blut? Waren das eventuell doch nur Aeste oder doch Knochen?
Vieles wuerde man wohl bei genauer Betrachtung feststellen, vieles aber auch nicht. Es wuerde sich lohnen mehr als nur einen Blick in den Wald zu werfen, da oft genug der erste Eindruck der Falsche war.
Geruechte machten sich breit, das Jaeger ihre Beute rupften und haeuteten. Geruechte, auf die man nicht immer etwas geben sollte.
Wenn man sich die Muehe machte und sich die Kadaver der Tiere genauer zu Augen fuehrte, wuerde man sicherlich erkennen, das dieses Werk keine Jaeger oder Raubkatzen hinterließen. Man würde zerrissene Haut und Fleisch finden, den ein oder anderen angerissenen Tierleichnam, wie verbranntes Holz.
Ein Geruecht stimmte: Vorsicht sei geboten wer sich in den finsteren Wald wagte.
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Der Erzähler
Am Donnerholm
Auch eine Augenzeugin würde wohl berichten können, was sich am Donnerholm zutrug, ebenso wie einige Wachen, die alle vermutlich das Glück hatten, das Geschehen nur aus der Ferne über den großen See zu beobachten:
Nebel wälzte sich den langgestreckten südlichen Bergrücken hinab, zäher, dicker Nebel, der sich über das Wasser verteilte, und unheimliche Geräusche darin hallend und dumpf klingen ließ. Schon binnen weniger Minuten war vom Ufer, hinter der die oberirdischen Anlagen des Donnerholms waren, nichts mehr zu sehen. Außer einer gewaltigen Flammenwolke, die sich plötzlich durch den Nebel verteilte.
Was dann noch zu hören war, waren Schreie, Menschenschreie - und zumeist verstummten sie sehr abrupt.
Wenige und doch endlos scheinende Minuten, in der die Natur den Atem anhielt, dann schien der Spuk vorbei. Fast... über dem Gebiet des Donnerholms blieb ein dünner, widerlich zäher Nebel hängen, teils rötlich. Elendig kalt und heiß zugleich würde einem werden, der mit den Schwaden in Berührung kommt, und die Reste des Lagers ein Anblick für sich.
An einer der Rüstungen der Opfer - der Mann darin war bei lebendigem Leib in dem Metall gegrillt worden - fanden sich zwei Löcher und Risse. Eine Spur, anhand der man argwöhnen könnte, daß zwei Krallen, jede davon etwa vier Zentimeter breit, den Panzer aufgerissen haben.
Auch eine Augenzeugin würde wohl berichten können, was sich am Donnerholm zutrug, ebenso wie einige Wachen, die alle vermutlich das Glück hatten, das Geschehen nur aus der Ferne über den großen See zu beobachten:
Nebel wälzte sich den langgestreckten südlichen Bergrücken hinab, zäher, dicker Nebel, der sich über das Wasser verteilte, und unheimliche Geräusche darin hallend und dumpf klingen ließ. Schon binnen weniger Minuten war vom Ufer, hinter der die oberirdischen Anlagen des Donnerholms waren, nichts mehr zu sehen. Außer einer gewaltigen Flammenwolke, die sich plötzlich durch den Nebel verteilte.
Was dann noch zu hören war, waren Schreie, Menschenschreie - und zumeist verstummten sie sehr abrupt.
Wenige und doch endlos scheinende Minuten, in der die Natur den Atem anhielt, dann schien der Spuk vorbei. Fast... über dem Gebiet des Donnerholms blieb ein dünner, widerlich zäher Nebel hängen, teils rötlich. Elendig kalt und heiß zugleich würde einem werden, der mit den Schwaden in Berührung kommt, und die Reste des Lagers ein Anblick für sich.
An einer der Rüstungen der Opfer - der Mann darin war bei lebendigem Leib in dem Metall gegrillt worden - fanden sich zwei Löcher und Risse. Eine Spur, anhand der man argwöhnen könnte, daß zwei Krallen, jede davon etwa vier Zentimeter breit, den Panzer aufgerissen haben.
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Yasmin Mirar
Es war ein ein schöner Frühlingstag gewesen. Die Pflanzen auf dem Felde wuchsen und gediehen. Nur dieser Schrieb an ihrem Tor, diese Warnung vor dem Grauen im Wald, trübte die gute Stimmung deutlich. So entschied sie auch auf dem Hof zu bleiben, hinter dem schützenden Wall. Dort wo sie sich sicher fühlte. Die Kräuter aus dem Wald könne sie auch ein anderes Mal sammeln gehen.
Nur wenige Stunden nachdem sie diesen Gedanken formuliert hatte, geschah etwas furchteinflößendes.
Die Wolken über dem Himmel von Rahal schoben sich zusammen und ließen die Sonne verschwinden, den Tag zwielichtig und trübe werden. Manchmal fuhren durch die Wolken Dinge wie Blitze... doch schien es eher, als bestünden diese aus Feuer statt aus gleißendem Licht. Ebenso fehlte der bekannte Donner.
Yasmin blickte gen Himmel hinauf und als die Feuersäule aus den Wolken stieß zuckte sie heftig zusammen und verschwand im Haus. Die Tiere gaben immer wieder unruhige Laute von sich. Und als sie einen ängstlichen Blick durchs Fenster über den Hof wandern lässt, erblickte sie ihren Hofhund Sammy hin und her wetzend und die immer dichter werdenden Nebelschwaden auf dem Hof ankleffend.
Ihre Atmung ging schneller und angespannt krallte sich die Landwirtin ans Fensterbrett. Automatisch ging sie in die Hocke und sprach leise Stoßgebete, wärend die Tiere draußen zunehmend panischere Laute von sich gaben. Im selben Moment drang ein tiefes, kehliges Grollen durch den zähen Nebel, welcher sich langsam rötlich färbte.
Mit geweiteten Augen betete Yasmin zu ihrem Herrn, dass er sie und ihren Hofe schützen möge. Doch hörte sie schon das knirschen von Holz am südlichen Bereich des Hauses und das Blöken und Muhen der Schafe und Kühe wurde schrill und panisch. Im Zimmer schien es schlagartig kälter zu werden, gleichzeitig begann sie jedoch zu schwitzen, bis ihr letzten Endes die Schweißperlen an der Stirn hinab rannen.
Und dann erklang wie aus dem nichts eine Stimme in ihrem Kopf. Es war wie ein dumpfes langgezogenes Grollen und formte die Worte: " Du... Du betest ... du folgst dem Meister ..." Ihr war vor schock erstarrt nur ein nicken möglich wärend sie mit suchendem Blick nach der Quelle dieser Stimme suchte. Doch einzig ein gewaltiger dunkler Schatten schien sich durch den Nebel vor dem Haus zu bewegen. "Dann will ich nur eine Kuh." Gab das Ungeheur von sich. Sie gestand ihm diese zu , doch flehte sie um ihr Leben. Ein verächtliches Schnauben drang an ihre Ohren. "Selbst seine Menschen sind weinerlich geworden... aber soll es so sein." Ein erneutes Aufgrollen und durch den Nebel wird es kurz hell, als ein Feuerschlag im Gatter eines der Tiere tötet. Unwillkürlich, doch heftig zuckte sie zusammen und kurz darauf war das Reißen von Fleisch und Knacken von Rinderknochen zu hören.
Lange Minuten blieb es dann still, langsam und zäh verzog sich der Nebel und so rannte sie so schnell sie ihre Beine tragen konnten gen Rahal, um den Wachen von diesem grauenhaften Ereignis zu berichten.
Nur wenige Stunden nachdem sie diesen Gedanken formuliert hatte, geschah etwas furchteinflößendes.
Die Wolken über dem Himmel von Rahal schoben sich zusammen und ließen die Sonne verschwinden, den Tag zwielichtig und trübe werden. Manchmal fuhren durch die Wolken Dinge wie Blitze... doch schien es eher, als bestünden diese aus Feuer statt aus gleißendem Licht. Ebenso fehlte der bekannte Donner.
Yasmin blickte gen Himmel hinauf und als die Feuersäule aus den Wolken stieß zuckte sie heftig zusammen und verschwand im Haus. Die Tiere gaben immer wieder unruhige Laute von sich. Und als sie einen ängstlichen Blick durchs Fenster über den Hof wandern lässt, erblickte sie ihren Hofhund Sammy hin und her wetzend und die immer dichter werdenden Nebelschwaden auf dem Hof ankleffend.
Ihre Atmung ging schneller und angespannt krallte sich die Landwirtin ans Fensterbrett. Automatisch ging sie in die Hocke und sprach leise Stoßgebete, wärend die Tiere draußen zunehmend panischere Laute von sich gaben. Im selben Moment drang ein tiefes, kehliges Grollen durch den zähen Nebel, welcher sich langsam rötlich färbte.
Mit geweiteten Augen betete Yasmin zu ihrem Herrn, dass er sie und ihren Hofe schützen möge. Doch hörte sie schon das knirschen von Holz am südlichen Bereich des Hauses und das Blöken und Muhen der Schafe und Kühe wurde schrill und panisch. Im Zimmer schien es schlagartig kälter zu werden, gleichzeitig begann sie jedoch zu schwitzen, bis ihr letzten Endes die Schweißperlen an der Stirn hinab rannen.
Und dann erklang wie aus dem nichts eine Stimme in ihrem Kopf. Es war wie ein dumpfes langgezogenes Grollen und formte die Worte: " Du... Du betest ... du folgst dem Meister ..." Ihr war vor schock erstarrt nur ein nicken möglich wärend sie mit suchendem Blick nach der Quelle dieser Stimme suchte. Doch einzig ein gewaltiger dunkler Schatten schien sich durch den Nebel vor dem Haus zu bewegen. "Dann will ich nur eine Kuh." Gab das Ungeheur von sich. Sie gestand ihm diese zu , doch flehte sie um ihr Leben. Ein verächtliches Schnauben drang an ihre Ohren. "Selbst seine Menschen sind weinerlich geworden... aber soll es so sein." Ein erneutes Aufgrollen und durch den Nebel wird es kurz hell, als ein Feuerschlag im Gatter eines der Tiere tötet. Unwillkürlich, doch heftig zuckte sie zusammen und kurz darauf war das Reißen von Fleisch und Knacken von Rinderknochen zu hören.
Lange Minuten blieb es dann still, langsam und zäh verzog sich der Nebel und so rannte sie so schnell sie ihre Beine tragen konnten gen Rahal, um den Wachen von diesem grauenhaften Ereignis zu berichten.
Zuletzt geändert von Yasmin Mirar am Samstag 21. März 2009, 23:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Karina DelMur
Wieder Furcht
Als Karina wieder von ihrem regelmäßigen Spazier- und Einkaufsgang in die Rahaler Handwerksgasse auf den Hof zurückkehrte, war sie deutlich bleicher als beim Hinweg. Grund war der Warnaushang Frau Angemis.
Ein Häuter...
Ihr Söhnchen quittierte es sofort mit einem unsicheren Wimmern, wie er immer die Stimmung seiner jungen Mutter übernahm.
Deren Gesicht blieb aber den restlichen Arbeitstag besorgt und angespannt… erst Recht, als sie sich zu den Tieren in die Gehege drängen musste, um sie zu versorgen. Die meisten Viecher drängten sich angstvoll in einer Ecke aneinander – ein Bild, welches fast an die unlängst vergangene Zeit der langen Dunkelheit erinnerte –, nur wenige, aggressivere Tiere büchsten auch einmal aus der Herde aus und rannten sich die Angst aus dem Leib, die Nüstern aufblähend. Gleichweise bei Pferden, Schafen und Kühen.
Achtsam nur bewegte sich Karina durch die Ställe, füllte Tröge, schaufelte Mist auf eine hölzerne Schubkarre, fuhr diese hinaus zum Kompost und wieder hinein für weitere Ladungen. Stroh wurde teilweise neu auf den Boden verteilt, umgeworfene Wasserkübel ausgespült, neu gefüllt und halbwegs gesichert wieder aufgestellt.
Dabei drang kaum ein Laut über ihre Lippen - außer einem leisen Ächzen, wenn ein Handgriff nur unter größerer Kraftaufwendung gelang – und auch die Tiere waren meist stumm, abgesehen von sorgenvollen Rufen weniger, weiblicher Individuen nach ihren Partnern oder Kleinen, wenn sie aus deren Sicht für kurze Augenblicke verschwanden.
Ein Häuter… Was ist darunter eigentlich zu verstehen, was soll man empfinden – außer Furcht? Welche Gegenmaßnahmen sind zu ergreifen?
Ihre Hände bebten, als sie jegliche Tore und Türen an Hof und zugehörigen Ställen zusperrte.
Vielleicht sollte ich beim Stall doch auch den oberen Teil des Tores verschließen… Sicher ist sicher.
So befestigte sie das so selten verwendete obere Tor ebenfalls am anderen Rand des Stalleingangs. In der bangen Hoffnung, es würde etwas helfen.
Dieses Wesen – was auch immer es sei – kommt doch bestimmt nicht an unseren Wachsoldaten an der Palisade vorbei.
Ein bestimmtes Nicken erging lautlos an sie selbst.
"Ein Diener des Herrn muss Zuversicht an den Tag legen. Er ist nicht allein. Er muss sich nicht fürchten. … Sie muss sich nicht fürchten."
Das Mantra hallte in ihrem Kopf pausenlos wider, während Karina mit der Arbeit fortfuhr. Eine Pause war auch für eine Landwirtschaft nichts als abträglich. Erstaunlicherweise beruhigte sie sich wenigstens ein kleines Bisschen durch jene Monotonie… doch Furcht bleibt immer tief in Herzen stecken. Gerade wenn sie einen umgibt:
Auch Hunde uns Katzen des Del´Mur Gutshofs drängten sich mit Karina zusammen ins Wohnhaus und plötzlich hatte die Landwirtin mehrere Wesen zu trösten, abgesehen von sich selbst.
Wenn nur Ivan nun als Knappe nicht so viele Pflichten in der Stadt hätte…
Als Karina wieder von ihrem regelmäßigen Spazier- und Einkaufsgang in die Rahaler Handwerksgasse auf den Hof zurückkehrte, war sie deutlich bleicher als beim Hinweg. Grund war der Warnaushang Frau Angemis.
Ein Häuter...
Ihr Söhnchen quittierte es sofort mit einem unsicheren Wimmern, wie er immer die Stimmung seiner jungen Mutter übernahm.
Deren Gesicht blieb aber den restlichen Arbeitstag besorgt und angespannt… erst Recht, als sie sich zu den Tieren in die Gehege drängen musste, um sie zu versorgen. Die meisten Viecher drängten sich angstvoll in einer Ecke aneinander – ein Bild, welches fast an die unlängst vergangene Zeit der langen Dunkelheit erinnerte –, nur wenige, aggressivere Tiere büchsten auch einmal aus der Herde aus und rannten sich die Angst aus dem Leib, die Nüstern aufblähend. Gleichweise bei Pferden, Schafen und Kühen.
Achtsam nur bewegte sich Karina durch die Ställe, füllte Tröge, schaufelte Mist auf eine hölzerne Schubkarre, fuhr diese hinaus zum Kompost und wieder hinein für weitere Ladungen. Stroh wurde teilweise neu auf den Boden verteilt, umgeworfene Wasserkübel ausgespült, neu gefüllt und halbwegs gesichert wieder aufgestellt.
Dabei drang kaum ein Laut über ihre Lippen - außer einem leisen Ächzen, wenn ein Handgriff nur unter größerer Kraftaufwendung gelang – und auch die Tiere waren meist stumm, abgesehen von sorgenvollen Rufen weniger, weiblicher Individuen nach ihren Partnern oder Kleinen, wenn sie aus deren Sicht für kurze Augenblicke verschwanden.
Ein Häuter… Was ist darunter eigentlich zu verstehen, was soll man empfinden – außer Furcht? Welche Gegenmaßnahmen sind zu ergreifen?
Ihre Hände bebten, als sie jegliche Tore und Türen an Hof und zugehörigen Ställen zusperrte.
Vielleicht sollte ich beim Stall doch auch den oberen Teil des Tores verschließen… Sicher ist sicher.
So befestigte sie das so selten verwendete obere Tor ebenfalls am anderen Rand des Stalleingangs. In der bangen Hoffnung, es würde etwas helfen.
Dieses Wesen – was auch immer es sei – kommt doch bestimmt nicht an unseren Wachsoldaten an der Palisade vorbei.
Ein bestimmtes Nicken erging lautlos an sie selbst.
"Ein Diener des Herrn muss Zuversicht an den Tag legen. Er ist nicht allein. Er muss sich nicht fürchten. … Sie muss sich nicht fürchten."
Das Mantra hallte in ihrem Kopf pausenlos wider, während Karina mit der Arbeit fortfuhr. Eine Pause war auch für eine Landwirtschaft nichts als abträglich. Erstaunlicherweise beruhigte sie sich wenigstens ein kleines Bisschen durch jene Monotonie… doch Furcht bleibt immer tief in Herzen stecken. Gerade wenn sie einen umgibt:
Auch Hunde uns Katzen des Del´Mur Gutshofs drängten sich mit Karina zusammen ins Wohnhaus und plötzlich hatte die Landwirtin mehrere Wesen zu trösten, abgesehen von sich selbst.
Wenn nur Ivan nun als Knappe nicht so viele Pflichten in der Stadt hätte…
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Der Erzähler
Am Exerzierplatz westlich Varunas (gestern)
Voll Schrecken gaben die Wachen auf der Westmauer der Stadt Alarm, als Nebel aus unerfindlicher Quelle sich binnen weniger Minuten über den Platz ausbreitete. Mag dies noch nur verwundert beobachtet worden sein, so war es sicher nicht mehr schweigend hinzunehmen, als sich durch den Nebel rötliche Schlieren zogen und ein gewaltiger dunkler Schatten sich darin bewegte.
Feuer tauchte in Massen auf, tiefes Grollen zu hören und ein Krachen und Bersten, als die Aufbauten des Platzes verwüstet wurden und mitsamt der Bäume in Flammen versanken.
Schnell und mit Wucht muß es geschehen sein, denn scharfe Adleraugen mit einem waldelfischen Verstand dahinter vermochten kurz darauf nur noch zu beobachten, wie fliegend eine drachenähnliche Kreatur von Dunst umgeben und rötlich im Westen zwischen den Wolken verschwand.
Vom Platz war nicht mehr viel zu retten gewesen - das Feuer war ungewöhnlich heiß und setzte gewöhnlichen Löscharbeiten der Eingetroffenen etwas Widerstand entgegen.
Selbst die Natur hatte sich mehr als bei einem normalen Brand in Deckung zurückgezogen, und für die feinen Sinne der naturverbundenen Elfen lag ein Hauch von Tod über dem Gebiet.
Schnell sammelten sich Spekulationen, was dieses Inferno ausgelöst haben mochte.
Voll Schrecken gaben die Wachen auf der Westmauer der Stadt Alarm, als Nebel aus unerfindlicher Quelle sich binnen weniger Minuten über den Platz ausbreitete. Mag dies noch nur verwundert beobachtet worden sein, so war es sicher nicht mehr schweigend hinzunehmen, als sich durch den Nebel rötliche Schlieren zogen und ein gewaltiger dunkler Schatten sich darin bewegte.
Feuer tauchte in Massen auf, tiefes Grollen zu hören und ein Krachen und Bersten, als die Aufbauten des Platzes verwüstet wurden und mitsamt der Bäume in Flammen versanken.
Schnell und mit Wucht muß es geschehen sein, denn scharfe Adleraugen mit einem waldelfischen Verstand dahinter vermochten kurz darauf nur noch zu beobachten, wie fliegend eine drachenähnliche Kreatur von Dunst umgeben und rötlich im Westen zwischen den Wolken verschwand.
Vom Platz war nicht mehr viel zu retten gewesen - das Feuer war ungewöhnlich heiß und setzte gewöhnlichen Löscharbeiten der Eingetroffenen etwas Widerstand entgegen.
Selbst die Natur hatte sich mehr als bei einem normalen Brand in Deckung zurückgezogen, und für die feinen Sinne der naturverbundenen Elfen lag ein Hauch von Tod über dem Gebiet.
Schnell sammelten sich Spekulationen, was dieses Inferno ausgelöst haben mochte.
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Darna von Hohenfels
(am Abend des Exerzierplatzbrandes)
"Das Feuer war äußerst heiss und als wir versuchten es zu löschen, kamen wir kaum voran.
Es schien mir äußerst widerspenstig, und wirkte nicht wie ein normales Feuer.. Ein Elf meinte, daß unsere Versuche nutzlos seien, es mit Wasser zu bekaempfen.. und meinte, dass "er" wieder hier sei. Wobei ich nicht ganz sicher bin, wen er damit meinte."
Sie saß kerzengerade auf dem Stuhl und lauschte dem Bericht des Rekruten, Marlan daneben. Feuer - bei ihr schon eh ein Thema für sich, wenn es zu einer Bedrohung wurde. Unnatürlich heiß. Ein Elf, der warnte, daß jemand zurück sei...
"Ich muß mich doch getäuscht haben. Dieses Brüllen vor der Stadt, es muß doch eine Täuschung gewesen sein. Diese Angst vor Feuer, daß ich mich sogar einem Wyrm stelle, um mich dagegen wieder abzuhärten... es muß doch unnötig gewesen sein. Bitte..."
Sie lauschte dem Bericht und kippte von Zweifel zu Gewissheit und wieder zurück. War er es? War der rote Wyrm, Kryndlagor, Erzfeind der Schwerthüter, wieder zurück? Sie musste sichergehen und stand auf.
"Ich würde mir den Platz gern ansehen, wenn es geht." Förmlich, ruhig, und diese leichte Nuance, die die Worte nicht wirklich nur eine Bitte bleiben ließen. Sie wusste, daß etwas in der Art kommen würde, war es längst leid und Marlan sprach es auch zuverlässig aus: "Meint Ihr, daß es gut wäre? Euer Kind..."
Sie war es wirklich leid. Sie wollte sich nicht mehr über dergleichen aufregen, und trotzdem stieg irgendwas in ihr hoch, ließ den Herzschlag intensiver werden. "Ich meine, daß es nicht gut wäre, auch nicht für das Kind, wenn die Gefahr besteht, daß der rote Wyrm tatsächlich zurück ist und wir wissen es nicht..." Sie bemühte sich, die Stimme ruhig und förmlich zu behalten und sah in militärischer Sturheit geradeaus, um nicht Marlan anzustarren und ihm das Gefühl zu geben, daß er es war, den sie in Gedanken gerade erwürgte. "Falls es Euch noch nicht auffiel, Oberstleutnant, seine Hoheit und unsere Leute sind noch mit die letzten Bürger, die in Varuna leben... Eigentlich hätte ich heute Nacht bereits Zuhause sein wollen."
"Und ich habe nicht die geringste Lust, daß statt eines Arkorithers und Rabendieners es unerwartet ein Wyrm ist, der in unserem Vorgarten herumsteht! OHNE Kostüm!"
Marlan nickt leicht und erhob sich: "Es sollte nicht anmaßend sein. Es ist meine Berufung, mir Sorgen zu machen."
"Nein. Im Gegenteil, Euer Einwand ist sicher gerechtfertigt. Ihr könnt Beschwerde bei seiner Hoheit einlegen gegen meine Bitte, wenn was passiert", meinte sie leichthin und etwas schnippisch und hoffte gleichzeitig, daß Marlan davon nicht tatsächlich Gebrauch machte.
Es war längst dunkel, als sie aufbrachen durch Süd- und Westtor ritten und sich dem alten Exerzierplatz ritten, durch dessen Matsch schon Hauptmann Khaliz eine pflichtversessene Kadettin Darna von Elbenau gescheucht hatte.
Viel des Holzes war bereits rettungslos verbrannt, und trotzdem loderten hartnäckige Flammen an allem, was noch brennbar war, an alten Bäumen und stabilen Aufbauten lichterloh in den Himmel. Das Wasser aus dem Seitengraben schien zu dampfen, ein dünner Nebelfilm hing zwischen allem, sie brachte Irrwisch abseits, als ihr wie auch dem Pferd der abstoßende verblassende Geruch nach Echse in die Nase drang. Ja, alte Bilder aus Varuna wurden wach: ein Flammenmeer über allen Häusern, Berge von geschuppten Schlangenleibern mit toten Menschen dazwischen, eine nahezu undurchdringliche Masse mit Hellebarden bewehrter Echsenkreaturen, Schreie, Befehle... und Mauern, die sich unter dem Gewicht eines blutroten Wyrms bogen. Sie hatte ihn erst zu Gesicht bekommen, als das Schwert bereits in Thelors Händen ruhte, doch das Brüllen der Kreatur würde sie niemals vergessen.
War dies hier seine Handschrift, seine Notiz: "Ich bin wieder da"?
Die Reste der Pforte lagen zersplittert abseits in der Gegend herum. Teile des Zauns waren eingedrückt, und vor ihr war eine Furche im Boden von mindestens zwei Metern Breite, wenn nicht mehr. Der Boden war eingedrückt, aufgewühlt, die frische Grasdecke, die sich den Frühling erhofft hatte, zerrissen. Sie sah über den Platz, ein Schaudern ging über ihre Haut. Das war blanke Zerstörungswut gewesen, einmal darüber hinweggefegt.
"Warst du das, Roter?" Müssten sie, die Schwerthüter, es dann nicht bereits wissen? Müsste nicht Nastad-e-goth sich bereits regen? Vielleicht war es etwas anderes. Ihr Blick hing an einem Baum, an dem unbarmherzig die Flammen frassen, bis er vernichtet sein würde. "Und? Spielt das dann eine Rolle?"
Sie war ein Stück um die Furche herum gegangen, scheute aus unerfindlichem Grund davor zurück, einfach draufzutreten. Rekrut Shalazar und Marlan behielten sie wie auch die Umgebung genau im Auge. "Sie wollen Antworten..." - welche konnte sie ihnen schon geben? Sollte sie die Hand auf den Boden legen, wo die Kreatur ihre Spur hinterlassen hatte und salbungsvoll dann ihre große Weisheit verkünden: "Ahh, ich spüre, ja das war der rote Drache, der alte Schlingel hat ein paar Kilo zugenommen..."
Die Hitze der Flammen hüllte sie immer mehr ein. Vielleicht nur ein Vorgeschmack, daß es bald zu spät wäre, daß sie inmitten der brennenden Stadt stünde, Adrians geliebtes Varuna, ihr geliebtes Varuna... und über sich ein roter, flammenspuckender Schuppenleib in der Luft. Nein, das alles war keine Frage mehr, ob es dem Kind gut täte. Obwohl es unerträglich heiß hier war, wurde ihr innerlich kalt. Sie hatte gewarnt, so oft warnen wollen, kaum mehr gewusst, ob der Furcht oder dem zweifelnden Verstand der Vorzug zu geben war, ob die Schwangerschaft sie nur überängstlich werden ließ wie ein dummes altes Weib, wollte alle am liebsten fort in Sicherheit scheuchen, und nun war er da, hier vor den Stadtmauern, dort hinter der Flammenwand sah sie dunkel den langen glatten Schatten zwergischen Bollwerks... und stand hier mittendrin in Feuer und Tod. In einem Rock, weil die Hose nicht mehr passte. In leichten Schuhen. Sie war in die Hocke gegangen und ihre Hand berührte die verletzte Erde. Sie war hier völlig unvorbereitet und dieser riesige geschuppte glühende Leib vor ihr, ein zähnestarrender Schädel hoch über ihr, und eine Sekunde später war sie einfach tot.
Der Drachenkopf fuhr wie ein Fallbeil herunter und sie verschwand hinter den Zähnen.
Marlan sah noch ein Zittern durch ihren Körper gehen, dann machten Kyle und er fast gleichzeitig einen Satz nach vorne, als sie lautlos mit bleichem Gesicht zur Seite kippte. Sie hing im Griff der beiden Soldaten und hatte den Platz noch nicht einmal ganz verlassen, als sie die Augen wieder öffnete. Ihr Körper schien ihr fremd, begann langsam wieder zu funktionieren, während ihr mit einer seltsamen Distanz die Tatsache, gerade bloß ohnmächtig geworden zu sein, bewusst wurde.
Drache.
"Könnt ihr aufstehen, Erlaucht?"
"Was..? Ja..."
Sie kam hoch, nahm dankbar einen Schluck Wasser, unbeholfen und mit den Gedanken abwesend. Gefressen. Tot. So sinnlos.
"Als ihr die Erde berührt habt.. da seid ihr plötzlich umgefallen."
"Ja, weiß ich. Jetzt werden wieder tausend Heiler gerufen, um zu fragen, ob's mir gut geht, was für ein Unfug. Und Adrian sperrt mich... ach du Dreck..."
"Verflixt, sagt... nichts seiner Hoheit", murmelte sie matt.
"Natürlich nicht...", hörte sie Marlan. Würde das reichen? War es nicht sogar ungehörig, was sie verlangte? Es spielte jetzt nur eine geringe Rolle, sie wollte zum Stadthaus, ins Warme.. noch.. sichere... vielleicht. Er war hier. Wenn nicht er, ein anderer.
"Ich nehme an, das war keine körperliche Schwäche?"
"Ich bin mir nicht... ganz sicher." Einbildung war es gewesen. Ein Trugbild. Ausdruck von Angst. Doch wie viel Wahres war daran? "Wann kann ich mir je sicher sein, daß ich nicht einfach nur spinne?"
Sie kamen zum Stadthaus. "Ich weiß nicht... evakuiert... die Leute, die noch hier leben?", brachte sie zweifelnd hervor. Hier drin schien alles so still, so friedlich.. leider auch vieles längst still leer stehend und tot. Varuna, eine Geisterstadt. "Meint Ihr, das ist schon notwendig?", fragte Marlan, der Rekrut hörte zu, überrascht und verwirrt aus der Wäsche schauend.
"Es sagte mir nichts, daß er es ist, ich fühlte mich nur...", sie rang nach den richtigen Worten, es zu beschreiben ohne sich abgehoben wie eine Verrückte anzuhören, "als würdet Ihr plötzlich und völlig unerwartet vor Eurem sicheren Tod stehen." Sie schüttelte leicht den Kopf, fügte an: "Aber wenn er es ist, passt es ins Bild."
Ins verfluchte Bild... jeder hatte seins.
"Wir werden eine Evakuierung vorbereiten."
Sie presste die Lippen zusammen und nickte.
Es war angenehm warm im Keller, wenn auch wie immer ein klein wenig stickig, doch sie hatte sich zugunsten der Gemütlichkeit daran gewöhnt. Da lag er auf den Kissen und schlief... sie rang mit sich, es dabei auch zu belassen, doch schließlich zog sie sich eine der Decken um die Schultern und beobachtete ihn.
"Bring mich weg", bat sie ihn immer wieder in Gedanken. Versuchte, sich die Reaktion auszumalen. Erleichterung? Vermutlich. Aber es war seine Stadt, und sie kämpfte die bittere Angst nieder, daß er gefesselt an seine Heimat hier mit dieser untergehen würde. Eine weitere Halbwaise mit zurückließ. Sie... sie musste gehen. "Bring mich weg." Ihr war elend. Seit Hagen ihr den letzten Befehl zugebrüllt hatte, hatte sie nicht mehr diese Form von Angst gespürt und ihren Sinn eingestehen müssen:
Blanke Angst um das eigene Leben.
"Das Feuer war äußerst heiss und als wir versuchten es zu löschen, kamen wir kaum voran.
Es schien mir äußerst widerspenstig, und wirkte nicht wie ein normales Feuer.. Ein Elf meinte, daß unsere Versuche nutzlos seien, es mit Wasser zu bekaempfen.. und meinte, dass "er" wieder hier sei. Wobei ich nicht ganz sicher bin, wen er damit meinte."
Sie saß kerzengerade auf dem Stuhl und lauschte dem Bericht des Rekruten, Marlan daneben. Feuer - bei ihr schon eh ein Thema für sich, wenn es zu einer Bedrohung wurde. Unnatürlich heiß. Ein Elf, der warnte, daß jemand zurück sei...
"Ich muß mich doch getäuscht haben. Dieses Brüllen vor der Stadt, es muß doch eine Täuschung gewesen sein. Diese Angst vor Feuer, daß ich mich sogar einem Wyrm stelle, um mich dagegen wieder abzuhärten... es muß doch unnötig gewesen sein. Bitte..."
Sie lauschte dem Bericht und kippte von Zweifel zu Gewissheit und wieder zurück. War er es? War der rote Wyrm, Kryndlagor, Erzfeind der Schwerthüter, wieder zurück? Sie musste sichergehen und stand auf.
"Ich würde mir den Platz gern ansehen, wenn es geht." Förmlich, ruhig, und diese leichte Nuance, die die Worte nicht wirklich nur eine Bitte bleiben ließen. Sie wusste, daß etwas in der Art kommen würde, war es längst leid und Marlan sprach es auch zuverlässig aus: "Meint Ihr, daß es gut wäre? Euer Kind..."
Sie war es wirklich leid. Sie wollte sich nicht mehr über dergleichen aufregen, und trotzdem stieg irgendwas in ihr hoch, ließ den Herzschlag intensiver werden. "Ich meine, daß es nicht gut wäre, auch nicht für das Kind, wenn die Gefahr besteht, daß der rote Wyrm tatsächlich zurück ist und wir wissen es nicht..." Sie bemühte sich, die Stimme ruhig und förmlich zu behalten und sah in militärischer Sturheit geradeaus, um nicht Marlan anzustarren und ihm das Gefühl zu geben, daß er es war, den sie in Gedanken gerade erwürgte. "Falls es Euch noch nicht auffiel, Oberstleutnant, seine Hoheit und unsere Leute sind noch mit die letzten Bürger, die in Varuna leben... Eigentlich hätte ich heute Nacht bereits Zuhause sein wollen."
"Und ich habe nicht die geringste Lust, daß statt eines Arkorithers und Rabendieners es unerwartet ein Wyrm ist, der in unserem Vorgarten herumsteht! OHNE Kostüm!"
Marlan nickt leicht und erhob sich: "Es sollte nicht anmaßend sein. Es ist meine Berufung, mir Sorgen zu machen."
"Nein. Im Gegenteil, Euer Einwand ist sicher gerechtfertigt. Ihr könnt Beschwerde bei seiner Hoheit einlegen gegen meine Bitte, wenn was passiert", meinte sie leichthin und etwas schnippisch und hoffte gleichzeitig, daß Marlan davon nicht tatsächlich Gebrauch machte.
Es war längst dunkel, als sie aufbrachen durch Süd- und Westtor ritten und sich dem alten Exerzierplatz ritten, durch dessen Matsch schon Hauptmann Khaliz eine pflichtversessene Kadettin Darna von Elbenau gescheucht hatte.
Viel des Holzes war bereits rettungslos verbrannt, und trotzdem loderten hartnäckige Flammen an allem, was noch brennbar war, an alten Bäumen und stabilen Aufbauten lichterloh in den Himmel. Das Wasser aus dem Seitengraben schien zu dampfen, ein dünner Nebelfilm hing zwischen allem, sie brachte Irrwisch abseits, als ihr wie auch dem Pferd der abstoßende verblassende Geruch nach Echse in die Nase drang. Ja, alte Bilder aus Varuna wurden wach: ein Flammenmeer über allen Häusern, Berge von geschuppten Schlangenleibern mit toten Menschen dazwischen, eine nahezu undurchdringliche Masse mit Hellebarden bewehrter Echsenkreaturen, Schreie, Befehle... und Mauern, die sich unter dem Gewicht eines blutroten Wyrms bogen. Sie hatte ihn erst zu Gesicht bekommen, als das Schwert bereits in Thelors Händen ruhte, doch das Brüllen der Kreatur würde sie niemals vergessen.
War dies hier seine Handschrift, seine Notiz: "Ich bin wieder da"?
Die Reste der Pforte lagen zersplittert abseits in der Gegend herum. Teile des Zauns waren eingedrückt, und vor ihr war eine Furche im Boden von mindestens zwei Metern Breite, wenn nicht mehr. Der Boden war eingedrückt, aufgewühlt, die frische Grasdecke, die sich den Frühling erhofft hatte, zerrissen. Sie sah über den Platz, ein Schaudern ging über ihre Haut. Das war blanke Zerstörungswut gewesen, einmal darüber hinweggefegt.
"Warst du das, Roter?" Müssten sie, die Schwerthüter, es dann nicht bereits wissen? Müsste nicht Nastad-e-goth sich bereits regen? Vielleicht war es etwas anderes. Ihr Blick hing an einem Baum, an dem unbarmherzig die Flammen frassen, bis er vernichtet sein würde. "Und? Spielt das dann eine Rolle?"
Sie war ein Stück um die Furche herum gegangen, scheute aus unerfindlichem Grund davor zurück, einfach draufzutreten. Rekrut Shalazar und Marlan behielten sie wie auch die Umgebung genau im Auge. "Sie wollen Antworten..." - welche konnte sie ihnen schon geben? Sollte sie die Hand auf den Boden legen, wo die Kreatur ihre Spur hinterlassen hatte und salbungsvoll dann ihre große Weisheit verkünden: "Ahh, ich spüre, ja das war der rote Drache, der alte Schlingel hat ein paar Kilo zugenommen..."
Die Hitze der Flammen hüllte sie immer mehr ein. Vielleicht nur ein Vorgeschmack, daß es bald zu spät wäre, daß sie inmitten der brennenden Stadt stünde, Adrians geliebtes Varuna, ihr geliebtes Varuna... und über sich ein roter, flammenspuckender Schuppenleib in der Luft. Nein, das alles war keine Frage mehr, ob es dem Kind gut täte. Obwohl es unerträglich heiß hier war, wurde ihr innerlich kalt. Sie hatte gewarnt, so oft warnen wollen, kaum mehr gewusst, ob der Furcht oder dem zweifelnden Verstand der Vorzug zu geben war, ob die Schwangerschaft sie nur überängstlich werden ließ wie ein dummes altes Weib, wollte alle am liebsten fort in Sicherheit scheuchen, und nun war er da, hier vor den Stadtmauern, dort hinter der Flammenwand sah sie dunkel den langen glatten Schatten zwergischen Bollwerks... und stand hier mittendrin in Feuer und Tod. In einem Rock, weil die Hose nicht mehr passte. In leichten Schuhen. Sie war in die Hocke gegangen und ihre Hand berührte die verletzte Erde. Sie war hier völlig unvorbereitet und dieser riesige geschuppte glühende Leib vor ihr, ein zähnestarrender Schädel hoch über ihr, und eine Sekunde später war sie einfach tot.
Der Drachenkopf fuhr wie ein Fallbeil herunter und sie verschwand hinter den Zähnen.
Marlan sah noch ein Zittern durch ihren Körper gehen, dann machten Kyle und er fast gleichzeitig einen Satz nach vorne, als sie lautlos mit bleichem Gesicht zur Seite kippte. Sie hing im Griff der beiden Soldaten und hatte den Platz noch nicht einmal ganz verlassen, als sie die Augen wieder öffnete. Ihr Körper schien ihr fremd, begann langsam wieder zu funktionieren, während ihr mit einer seltsamen Distanz die Tatsache, gerade bloß ohnmächtig geworden zu sein, bewusst wurde.
Drache.
"Könnt ihr aufstehen, Erlaucht?"
"Was..? Ja..."
Sie kam hoch, nahm dankbar einen Schluck Wasser, unbeholfen und mit den Gedanken abwesend. Gefressen. Tot. So sinnlos.
"Als ihr die Erde berührt habt.. da seid ihr plötzlich umgefallen."
"Ja, weiß ich. Jetzt werden wieder tausend Heiler gerufen, um zu fragen, ob's mir gut geht, was für ein Unfug. Und Adrian sperrt mich... ach du Dreck..."
"Verflixt, sagt... nichts seiner Hoheit", murmelte sie matt.
"Natürlich nicht...", hörte sie Marlan. Würde das reichen? War es nicht sogar ungehörig, was sie verlangte? Es spielte jetzt nur eine geringe Rolle, sie wollte zum Stadthaus, ins Warme.. noch.. sichere... vielleicht. Er war hier. Wenn nicht er, ein anderer.
"Ich nehme an, das war keine körperliche Schwäche?"
"Ich bin mir nicht... ganz sicher." Einbildung war es gewesen. Ein Trugbild. Ausdruck von Angst. Doch wie viel Wahres war daran? "Wann kann ich mir je sicher sein, daß ich nicht einfach nur spinne?"
Sie kamen zum Stadthaus. "Ich weiß nicht... evakuiert... die Leute, die noch hier leben?", brachte sie zweifelnd hervor. Hier drin schien alles so still, so friedlich.. leider auch vieles längst still leer stehend und tot. Varuna, eine Geisterstadt. "Meint Ihr, das ist schon notwendig?", fragte Marlan, der Rekrut hörte zu, überrascht und verwirrt aus der Wäsche schauend.
"Es sagte mir nichts, daß er es ist, ich fühlte mich nur...", sie rang nach den richtigen Worten, es zu beschreiben ohne sich abgehoben wie eine Verrückte anzuhören, "als würdet Ihr plötzlich und völlig unerwartet vor Eurem sicheren Tod stehen." Sie schüttelte leicht den Kopf, fügte an: "Aber wenn er es ist, passt es ins Bild."
Ins verfluchte Bild... jeder hatte seins.
"Wir werden eine Evakuierung vorbereiten."
Sie presste die Lippen zusammen und nickte.
Es war angenehm warm im Keller, wenn auch wie immer ein klein wenig stickig, doch sie hatte sich zugunsten der Gemütlichkeit daran gewöhnt. Da lag er auf den Kissen und schlief... sie rang mit sich, es dabei auch zu belassen, doch schließlich zog sie sich eine der Decken um die Schultern und beobachtete ihn.
"Bring mich weg", bat sie ihn immer wieder in Gedanken. Versuchte, sich die Reaktion auszumalen. Erleichterung? Vermutlich. Aber es war seine Stadt, und sie kämpfte die bittere Angst nieder, daß er gefesselt an seine Heimat hier mit dieser untergehen würde. Eine weitere Halbwaise mit zurückließ. Sie... sie musste gehen. "Bring mich weg." Ihr war elend. Seit Hagen ihr den letzten Befehl zugebrüllt hatte, hatte sie nicht mehr diese Form von Angst gespürt und ihren Sinn eingestehen müssen:
Blanke Angst um das eigene Leben.
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Mor Varnos
Nach einem Abend in der Bibliothek...
Die Aufgabe war klar formuliert gewesen und auch wenn sie wenig Hoffnungen hatte, sie zur vollsten Zufriedenheit des Erhabenen erfüllen zu können, so bemühte sie sich zumindest darum. Angestachelt wurde Mor überdies auch noch dadurch, dass ausgerechnet Vaughain die gleichen Instruktionen erhalten hatte...
Drei Möglichkeiten, ihre Aufgabe zu erfüllen, kamen ihr in den Sinn, wobei sie die letzte Möglichkeit trotz allem noch als die Äußerste ansah. Folter war ein Mittel, aber immer noch nicht so recht nach ihrem Geschmack. Also musste sie subtilere Wege gehen und der erste Weg, der ihr einfiel, war die Bibliothek.
Ein wahrer Hort des Wissens, vollkommen wertfrei ausgestellt und so hegte sie die Hoffnung, hier fündig zu werden. Doch ein Blick über die Einbände zeigte ihr, dass sie selber nicht so rasch etwas finden konnte.
Der Brief an die Widegreins war schnell geschrieben und auch recht rasch erhielt sie eine Antwort, so dass Mor an besagten Termin im großen Kaminzimmer der Bibliothek saß und mit ihren Worten um ihr eigentliches Anliegen herumscharwenzelte, wie die lauernde, jagdlustige Katze um die doch allzu geschickte, flinke Maus herum, in der Sorge, diese könnte ihr bei einem ungeschickten Hieb entwischen.
Einen Anhaltspunkt erhielt sie, doch die Fragen der beiden Bibliothekare warfen neuerliche bei ihr auf.
Gehäutetete Tiere, die nicht vollständig gefressen wurden.
Ein Exerzierplatz, dessen Feuer schwer gelöscht werden konnte, als wäre es magischer Natur, während das Feuer damals wohl löschbar war.
Und hatte ihn, dieser Drache von dem alle sprachen, wirklich schon jemand gesehen? Wenn sie jedoch an diesen grünen Elfen zurückdachte, den sie am Exerzierplatz gesehen hatte und wovon er sprach...
Sie schwankte stark, an was sie nun glauben sollte.
Auf dem Rückweg lenkte Mor ihre Stute in den Wald vorsichtig hinein. Unangenehme Schauer liefen ihr über den Rücken, als sie sich vorsichtig zwischen den verbrannten Bäumen bewegte, hinabblickte auf die Unmengen von Knochen, aber auch gehäuteten und oftmals auch nur angekauten Tiere.
Gerüchte über das Lager der Räuber waren ihr auch schon zu Ohren gekommen und so machte sie sich, nachdem sie sich für ihren Geschmack lange genug im Wald umgesehen hatte, auf den Weg in Richtung des Donnerholms. Auch hier lag schwer der Rauch über dem Land und liess sich wohl kaum vom Wind vertreiben. Leichen lagen auch an diesem Ort herum, als hätte jemand lediglich zum Spass getötet. Alleine der noch immer in seiner Rüstung steckende Krieger schien die Gerüchte um den Drachen im Grunde zu bestätigen, sah man doch deutlich die Spuren von (vermutlich) Krallen.
Dennoch warf ihr "Ausflug" mehr Fragen auf, als er beantwortete und allmählich zweifelte sie, ob das sture Verfolgen ihrer eigentlichen Aufgabe einen Sinn hatte, wenn man es hier vielleicht mit etwas ganz anderen zu tun hatte. Doch zuvor musste Mor dem schwarzen Marschall gegenüber treten, auch wenn es ihr bei dem Gedanken schon wieder eiskalt den Rücken runterlief - sie bezweifelte, dass er ihre Fragen, die ihr auf der Zunge lagen, großartig willkommen hiess.
Drei Möglichkeiten, ihre Aufgabe zu erfüllen, kamen ihr in den Sinn, wobei sie die letzte Möglichkeit trotz allem noch als die Äußerste ansah. Folter war ein Mittel, aber immer noch nicht so recht nach ihrem Geschmack. Also musste sie subtilere Wege gehen und der erste Weg, der ihr einfiel, war die Bibliothek.
Ein wahrer Hort des Wissens, vollkommen wertfrei ausgestellt und so hegte sie die Hoffnung, hier fündig zu werden. Doch ein Blick über die Einbände zeigte ihr, dass sie selber nicht so rasch etwas finden konnte.
Der Brief an die Widegreins war schnell geschrieben und auch recht rasch erhielt sie eine Antwort, so dass Mor an besagten Termin im großen Kaminzimmer der Bibliothek saß und mit ihren Worten um ihr eigentliches Anliegen herumscharwenzelte, wie die lauernde, jagdlustige Katze um die doch allzu geschickte, flinke Maus herum, in der Sorge, diese könnte ihr bei einem ungeschickten Hieb entwischen.
Einen Anhaltspunkt erhielt sie, doch die Fragen der beiden Bibliothekare warfen neuerliche bei ihr auf.
Gehäutetete Tiere, die nicht vollständig gefressen wurden.
Ein Exerzierplatz, dessen Feuer schwer gelöscht werden konnte, als wäre es magischer Natur, während das Feuer damals wohl löschbar war.
Und hatte ihn, dieser Drache von dem alle sprachen, wirklich schon jemand gesehen? Wenn sie jedoch an diesen grünen Elfen zurückdachte, den sie am Exerzierplatz gesehen hatte und wovon er sprach...
Sie schwankte stark, an was sie nun glauben sollte.
Auf dem Rückweg lenkte Mor ihre Stute in den Wald vorsichtig hinein. Unangenehme Schauer liefen ihr über den Rücken, als sie sich vorsichtig zwischen den verbrannten Bäumen bewegte, hinabblickte auf die Unmengen von Knochen, aber auch gehäuteten und oftmals auch nur angekauten Tiere.
Gerüchte über das Lager der Räuber waren ihr auch schon zu Ohren gekommen und so machte sie sich, nachdem sie sich für ihren Geschmack lange genug im Wald umgesehen hatte, auf den Weg in Richtung des Donnerholms. Auch hier lag schwer der Rauch über dem Land und liess sich wohl kaum vom Wind vertreiben. Leichen lagen auch an diesem Ort herum, als hätte jemand lediglich zum Spass getötet. Alleine der noch immer in seiner Rüstung steckende Krieger schien die Gerüchte um den Drachen im Grunde zu bestätigen, sah man doch deutlich die Spuren von (vermutlich) Krallen.
Dennoch warf ihr "Ausflug" mehr Fragen auf, als er beantwortete und allmählich zweifelte sie, ob das sture Verfolgen ihrer eigentlichen Aufgabe einen Sinn hatte, wenn man es hier vielleicht mit etwas ganz anderen zu tun hatte. Doch zuvor musste Mor dem schwarzen Marschall gegenüber treten, auch wenn es ihr bei dem Gedanken schon wieder eiskalt den Rücken runterlief - sie bezweifelte, dass er ihre Fragen, die ihr auf der Zunge lagen, großartig willkommen hiess.
Zuletzt geändert von Mor Varnos am Samstag 28. März 2009, 22:47, insgesamt 3-mal geändert.
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Isentrud E. Widegrein
Der Rote..., ihre Finger trommelten im gemächlichen Rhythmus vieler Jahre sacht auf die schon vom vielen Gebrauch dunkel gewordene Holzfläche des Schreibtisches.
Der Rote zurück?
Das nette junge Fräulein hatte von schrecklichen Vorfällen vor Rahals Toren berichtet, verbrannte Wälder, Nebelspuren, Rauch.. und gehäutete Kadaver.
Gehäutete Kadaver.. ihr fielen die Worte ihres Gatten ein... konnte ein so riesiges Untier in der Lage sein, für ihn winzige Gestalten mit seinen Krallen sauber zu häuten, konnte seine Fresslust zähmen und ein schmackhaftes Mahl nur auspacken, statt es mit Haut und Haaren zu verschlingen?
Das Fräulein fragte nach dem Schwert, das ihn vor langer Zeit einmal in die Flucht getrieben hatte...
Man suchte nach einer mysteriösen Legende, bevor man sich sicher war, mit wem man es zu tun hatte.. als welch fataler Fehler könnte sich das erweisen.
Gleichwohl, Heldentaten, wie sie einst Sir Thelor begangen hatte, zeigten nachhaltige Wirkung, ob das Fräulein wohl davon träumte, gleiches zu tun?
Kurz hielten die Finger inne, dann ein Kopfschütteln und die Finger nahmen ihr Spiel wieder auf.
Nein, jung genug schien sie zu sein, aber nichts an ihr deutete auf jenen eher männlichen Unverstand hin, der bei der Aussicht auf Ruhm jegliches Denken ausschaltete.
Nein nein, das war es sicher nicht. Dennoch hatte sie sich mit einem Eifer nach Sir Thelor erkundigt...
Nun.. wahrscheinlich sorgte sie sich so sehr um ihre Heimat, dass ihr die Aussicht auf eine Wunderwaffe, sei sie auch noch so geheimninsvoll und legendär zunächst als einzige Rettung erschien.
Jedenfalls konnte es nichts schaden, wenn sich in Zeiten der Bedrohung Menschen so verfeindeter und unterschiedlicher Glaubensrichtung zusammensetzten...
Ob ihr dabei allerdings der Knappe Sir Thelors, dieser Herr Myrtol.., hier runzelte sich ihre Stirn, ein leicht skeptischer Ausdruck im Blick, das Trommeln der Finger brach abrupt ab.
Myrtol... Irgendetwas war falsch an dem Namen.. Nicht Sir Thelor war es, der ihr dazu einfiel...
Oh jetzt wusste sie es wieder... es war nicht Herr Myrtol gewesen, natürlich nicht, Herr Myrtol hatte ihnen nur eine Botschaft überbracht... Wie konnte sie das nur verwechseln?
Isumar... ja, ihr weiser Gatte, soviel kluge Worte im Kopf, verknoteten sich jegliche Namen zu unentwirrbaren Knäulen, aber doch bei ihr nicht!
Verärgert nahmen ihre Finger das Trommeln wieder auf, dieses Mal jedoch nicht mehr gemächlich, sondern in einem zornigen Wirbel, der mit einem energischen Schlag der Handfläche auf die Platte endete.
Nun, es wird nicht wichtig sein, schließlich war das Hauptanliegen der jungen Dame nicht eine Mär gewesen, sondern der Versuch, dem Grauen Einhalt zu gebieten.
Wusste man ja noch nicht einmal, welcher Art es war.
Das galt es herauszufinden, nicht wahr?
Energisch den Stuhl zurückschiebend, begann sie damit ihre Vorbereitungen zu treffen.
Ihr Gemahl.., bei diesem Gedanken trat ein warmer, liebevoller Ausdruck in die von feinen Fältchen umzogenen Augen, er wäre schon in der Nacht losgezogen, hätte er nicht befürchtet in der Dunkelheit etwas Wichtiges zu übersehen, ohne wärmende Robe, ohne Proviant und ohne über die Schwächen des Alters überhaupt nachzudenken.
Aber das würde sie nicht zulassen, heute nicht mehr.
Geschwind einige Dinge zu leichtem Gepäck verschnürend, ganz obenauf noch ein wenig des ofenfrischen Gebäckes, das er so liebte und gleich darauf die filzigen Roben, die die Nässe so vortrefflich abhielten, für sie Beide zurechtgelegt.
Fürs erste würde man Fräulein Varnos freundliches Angebot nicht nutzen müssen. Es würde heller Tag sein, wenn man dort ankam und sie würde schon darauf achten, dass ihr Gemahl sich von seinem unbezähmbaren Forschungsdrang getrieben nicht zu weit vorwagte.
Wie früher.... Was für widersprüchliche Geister stritten in ihrem Gatten doch ihre kleinen Scharmützel.. kaum zu glauben, wie sich unermessliche Weisheit mit grenzenloser Naivität mischen kann und immer wieder überraschend, wer gerade den Sieg davontrug.
Nachforschungen, Spurensuche, unbegrenzter Wissensdurst.. ganz gleich, was auch für Gefahren damit verbunden sein mögen, alles vergessend, ausser dem vor ihm liegenden Rätsel.. ja, das verstand sie, so kannte und so liebte sie ihn seit einem halben Jahrhundert.
Aber wie früher.. nein, um nichts in der Welt würde sie ihn allein dem Rätsel auf die Spur schicken. Früher waren es die Kinder, die sie daheim gehalten hatten, aber heute gab es nichts mehr, was ihr die Angst um ihn erträglich machte, bis der nächste Bote mit Nachricht eintraf.
Und... nichts würde ihre eigene Wissbegier zügeln, vielleicht ein wenig besonnener als ihr zerstreuter, geliebter Gefährte, aber dennoch...
Der Rote zurück?
Das nette junge Fräulein hatte von schrecklichen Vorfällen vor Rahals Toren berichtet, verbrannte Wälder, Nebelspuren, Rauch.. und gehäutete Kadaver.
Gehäutete Kadaver.. ihr fielen die Worte ihres Gatten ein... konnte ein so riesiges Untier in der Lage sein, für ihn winzige Gestalten mit seinen Krallen sauber zu häuten, konnte seine Fresslust zähmen und ein schmackhaftes Mahl nur auspacken, statt es mit Haut und Haaren zu verschlingen?
Das Fräulein fragte nach dem Schwert, das ihn vor langer Zeit einmal in die Flucht getrieben hatte...
Man suchte nach einer mysteriösen Legende, bevor man sich sicher war, mit wem man es zu tun hatte.. als welch fataler Fehler könnte sich das erweisen.
Gleichwohl, Heldentaten, wie sie einst Sir Thelor begangen hatte, zeigten nachhaltige Wirkung, ob das Fräulein wohl davon träumte, gleiches zu tun?
Kurz hielten die Finger inne, dann ein Kopfschütteln und die Finger nahmen ihr Spiel wieder auf.
Nein, jung genug schien sie zu sein, aber nichts an ihr deutete auf jenen eher männlichen Unverstand hin, der bei der Aussicht auf Ruhm jegliches Denken ausschaltete.
Nein nein, das war es sicher nicht. Dennoch hatte sie sich mit einem Eifer nach Sir Thelor erkundigt...
Nun.. wahrscheinlich sorgte sie sich so sehr um ihre Heimat, dass ihr die Aussicht auf eine Wunderwaffe, sei sie auch noch so geheimninsvoll und legendär zunächst als einzige Rettung erschien.
Jedenfalls konnte es nichts schaden, wenn sich in Zeiten der Bedrohung Menschen so verfeindeter und unterschiedlicher Glaubensrichtung zusammensetzten...
Ob ihr dabei allerdings der Knappe Sir Thelors, dieser Herr Myrtol.., hier runzelte sich ihre Stirn, ein leicht skeptischer Ausdruck im Blick, das Trommeln der Finger brach abrupt ab.
Myrtol... Irgendetwas war falsch an dem Namen.. Nicht Sir Thelor war es, der ihr dazu einfiel...
Oh jetzt wusste sie es wieder... es war nicht Herr Myrtol gewesen, natürlich nicht, Herr Myrtol hatte ihnen nur eine Botschaft überbracht... Wie konnte sie das nur verwechseln?
Isumar... ja, ihr weiser Gatte, soviel kluge Worte im Kopf, verknoteten sich jegliche Namen zu unentwirrbaren Knäulen, aber doch bei ihr nicht!
Verärgert nahmen ihre Finger das Trommeln wieder auf, dieses Mal jedoch nicht mehr gemächlich, sondern in einem zornigen Wirbel, der mit einem energischen Schlag der Handfläche auf die Platte endete.
Nun, es wird nicht wichtig sein, schließlich war das Hauptanliegen der jungen Dame nicht eine Mär gewesen, sondern der Versuch, dem Grauen Einhalt zu gebieten.
Wusste man ja noch nicht einmal, welcher Art es war.
Das galt es herauszufinden, nicht wahr?
Energisch den Stuhl zurückschiebend, begann sie damit ihre Vorbereitungen zu treffen.
Ihr Gemahl.., bei diesem Gedanken trat ein warmer, liebevoller Ausdruck in die von feinen Fältchen umzogenen Augen, er wäre schon in der Nacht losgezogen, hätte er nicht befürchtet in der Dunkelheit etwas Wichtiges zu übersehen, ohne wärmende Robe, ohne Proviant und ohne über die Schwächen des Alters überhaupt nachzudenken.
Aber das würde sie nicht zulassen, heute nicht mehr.
Geschwind einige Dinge zu leichtem Gepäck verschnürend, ganz obenauf noch ein wenig des ofenfrischen Gebäckes, das er so liebte und gleich darauf die filzigen Roben, die die Nässe so vortrefflich abhielten, für sie Beide zurechtgelegt.
Fürs erste würde man Fräulein Varnos freundliches Angebot nicht nutzen müssen. Es würde heller Tag sein, wenn man dort ankam und sie würde schon darauf achten, dass ihr Gemahl sich von seinem unbezähmbaren Forschungsdrang getrieben nicht zu weit vorwagte.
Wie früher.... Was für widersprüchliche Geister stritten in ihrem Gatten doch ihre kleinen Scharmützel.. kaum zu glauben, wie sich unermessliche Weisheit mit grenzenloser Naivität mischen kann und immer wieder überraschend, wer gerade den Sieg davontrug.
Nachforschungen, Spurensuche, unbegrenzter Wissensdurst.. ganz gleich, was auch für Gefahren damit verbunden sein mögen, alles vergessend, ausser dem vor ihm liegenden Rätsel.. ja, das verstand sie, so kannte und so liebte sie ihn seit einem halben Jahrhundert.
Aber wie früher.. nein, um nichts in der Welt würde sie ihn allein dem Rätsel auf die Spur schicken. Früher waren es die Kinder, die sie daheim gehalten hatten, aber heute gab es nichts mehr, was ihr die Angst um ihn erträglich machte, bis der nächste Bote mit Nachricht eintraf.
Und... nichts würde ihre eigene Wissbegier zügeln, vielleicht ein wenig besonnener als ihr zerstreuter, geliebter Gefährte, aber dennoch...
Zuletzt geändert von Isentrud E. Widegrein am Sonntag 29. März 2009, 15:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Xinthra
Da lag diese Nachricht in ihrem neu errichteten Heim.
Habe mein Wort gegeben und helfe nun, ein Lazarett im Varuner Norden zu schützen.
Taja
Brummend bemerkte Xinthra, dass ihre Schwester sie entweder aus Versehen oder mit voller Absicht nicht persönlich informiert hatte. Nun war sie schon Schwanger, aber die Vernunft blieb immer noch auf der Strecke. Also packte Xinthra ihre Waffen ein und setzte über. Die Kutsche brachte sie zum Wegkreuz, wo sie die Schlucht entlang zum Nordtor beschritt. Um eine Ecke gebogen bemerkte sie vor sich, wie die Luft seltsam flimmerte. Fast, als bilde sie ein Barriere. Ein undurchdringlicher Vorhang aus Luft. Auf der anderen Seite kam ein Gardist heran. Ich habe gehört, meine Schwester Tajara ist hier und ich bin hier, um ihr zu helfen.. Der Gardist informierte sie, sie müsse um den Berg herum. Und obwohl die Luft allmählich weniger flimmerte, machte sie sich auf den Weg.
Tatsächlich, war vor dem Burggraben ein schmaler Pfad zum Nordtor. Dort traf sie auf einen weiteren Gardisten. Doch seine Intention, den Grund von Xinthras Hiersein zu erfragen, wurde von einem heraneilenden Ork jäh unterbrochen. Das bedauernswerte grünhäutige Geschöpf sah sich bald einem stabilen Speer und einigen Pfeilen gegenüber, hauchte sein Leben aus. Weitere Orks tauchten auf, wurden getötet. Endlich fand sie Tajara und scheinbar war es nun ruhiger. Wo soll denn hier ein Lazarett stehen? fragte sie ihre Schwester, die diese Frage nicht zu beantworten wusste. Der Pfad zur Höhle im Berg war von kleineren Felsen verschüttet, doch sah man die Köpfe der Orks die sich dahinter sammelten. Manch einer, der hinüber krabbelte, sah sich gleich acht Schwertern und fünf Pfeilen entgegen, sie waren bereits tot als sie auf dem Boden ankamen. Doch von einem Lazarett war hier nicht mehr die Rede.
Crekhar, den sie noch kannte von dem Tag als sie mit Bruder Tithus im Kloster war, beschwerte sich über die schlechte Barrikade und schlug vor, den Einsturz künstlich zu verstärken. Einige Gardisten kletterten dann ihrerseits über den Schutthügel, kämpften den Weg für den Zwergen frei welcher mit seltsamen kleinen Fässchen mit schwarzem Pulver darin, die weiter dahinter liegenden Felsenwände zu präparieren. Nach einiger Zeit kehrten die Gardisten zurück, mit der ein oder anderen Schramme und einigen Blutspritzern mehr am Leib. Nur Augenblicke hinter ihnen rummste es gewaltig, die Felsenwand bröckelte hinab. Crekhar stand auf dem ersten Schutthügel und betrachtete den zweiten, welcher den ersten mindestens drei mal überragte.
Nun verließen sie alle diesen Schauplatz Varunesischer Strategie und gingen in eine andere Schlucht, eine Sackgasse vielmehr. Kein Lazarett, kein Stoff und kein Holz, die beiden Schwestern blickten sich an und fragten einen wichtig aussehenden Gardisten, was denn nun mit dem Lazarett sei. Als dieser ihnen keine zureichende Antwort geben konnte, beschlossen die Schwestern, abzurücken. Ich komme mir irgendwie verarscht vor meinte Tajara und Xinthra konnte dazu nur nicken. Ich dachte, wir beschützen ein Lazarett. meinte sie dann. Überhaupt Blödsinn, eines auf den Berg zu bauen an eine Stelle, die schon mal eingestürzt ist philosophierten die beiden auf der Schiffsfahrt nach Lameriast über das offensichtliche taktische Unvermögen der Planenden von Varuna. Wenn du nochmal gebeten wirst, dein Wort zu halten dann vergewissere dich, dass das was du beschützen sollst, auch schon vorhanden ist. meinte Xinthra leicht grinsend zu ihrer Schwester, als sie durch das geöffnete Gittertor an Klein-Stirmwipfel schritten.
Habe mein Wort gegeben und helfe nun, ein Lazarett im Varuner Norden zu schützen.
Taja
Brummend bemerkte Xinthra, dass ihre Schwester sie entweder aus Versehen oder mit voller Absicht nicht persönlich informiert hatte. Nun war sie schon Schwanger, aber die Vernunft blieb immer noch auf der Strecke. Also packte Xinthra ihre Waffen ein und setzte über. Die Kutsche brachte sie zum Wegkreuz, wo sie die Schlucht entlang zum Nordtor beschritt. Um eine Ecke gebogen bemerkte sie vor sich, wie die Luft seltsam flimmerte. Fast, als bilde sie ein Barriere. Ein undurchdringlicher Vorhang aus Luft. Auf der anderen Seite kam ein Gardist heran. Ich habe gehört, meine Schwester Tajara ist hier und ich bin hier, um ihr zu helfen.. Der Gardist informierte sie, sie müsse um den Berg herum. Und obwohl die Luft allmählich weniger flimmerte, machte sie sich auf den Weg.
Tatsächlich, war vor dem Burggraben ein schmaler Pfad zum Nordtor. Dort traf sie auf einen weiteren Gardisten. Doch seine Intention, den Grund von Xinthras Hiersein zu erfragen, wurde von einem heraneilenden Ork jäh unterbrochen. Das bedauernswerte grünhäutige Geschöpf sah sich bald einem stabilen Speer und einigen Pfeilen gegenüber, hauchte sein Leben aus. Weitere Orks tauchten auf, wurden getötet. Endlich fand sie Tajara und scheinbar war es nun ruhiger. Wo soll denn hier ein Lazarett stehen? fragte sie ihre Schwester, die diese Frage nicht zu beantworten wusste. Der Pfad zur Höhle im Berg war von kleineren Felsen verschüttet, doch sah man die Köpfe der Orks die sich dahinter sammelten. Manch einer, der hinüber krabbelte, sah sich gleich acht Schwertern und fünf Pfeilen entgegen, sie waren bereits tot als sie auf dem Boden ankamen. Doch von einem Lazarett war hier nicht mehr die Rede.
Crekhar, den sie noch kannte von dem Tag als sie mit Bruder Tithus im Kloster war, beschwerte sich über die schlechte Barrikade und schlug vor, den Einsturz künstlich zu verstärken. Einige Gardisten kletterten dann ihrerseits über den Schutthügel, kämpften den Weg für den Zwergen frei welcher mit seltsamen kleinen Fässchen mit schwarzem Pulver darin, die weiter dahinter liegenden Felsenwände zu präparieren. Nach einiger Zeit kehrten die Gardisten zurück, mit der ein oder anderen Schramme und einigen Blutspritzern mehr am Leib. Nur Augenblicke hinter ihnen rummste es gewaltig, die Felsenwand bröckelte hinab. Crekhar stand auf dem ersten Schutthügel und betrachtete den zweiten, welcher den ersten mindestens drei mal überragte.
Nun verließen sie alle diesen Schauplatz Varunesischer Strategie und gingen in eine andere Schlucht, eine Sackgasse vielmehr. Kein Lazarett, kein Stoff und kein Holz, die beiden Schwestern blickten sich an und fragten einen wichtig aussehenden Gardisten, was denn nun mit dem Lazarett sei. Als dieser ihnen keine zureichende Antwort geben konnte, beschlossen die Schwestern, abzurücken. Ich komme mir irgendwie verarscht vor meinte Tajara und Xinthra konnte dazu nur nicken. Ich dachte, wir beschützen ein Lazarett. meinte sie dann. Überhaupt Blödsinn, eines auf den Berg zu bauen an eine Stelle, die schon mal eingestürzt ist philosophierten die beiden auf der Schiffsfahrt nach Lameriast über das offensichtliche taktische Unvermögen der Planenden von Varuna. Wenn du nochmal gebeten wirst, dein Wort zu halten dann vergewissere dich, dass das was du beschützen sollst, auch schon vorhanden ist. meinte Xinthra leicht grinsend zu ihrer Schwester, als sie durch das geöffnete Gittertor an Klein-Stirmwipfel schritten.
Zuletzt geändert von Xinthra am Sonntag 29. März 2009, 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Demoar Llastobhar
Er war also ein weiteres Mal zurück. Damals hatte er schon die ganze Grafschaft in Schrecken versetzt und Schaden nicht nur an Stein und Holz angerichtet - viele Menschen kamen ums Leben und nun stand der Schrecken ein weiteres Mal auf der Hohenfelser Schwelle und klopfte höhnend an die wacklige Tür...
Man hätte annehmen können, dass diesmal alles ganz leicht werden würde. Der Drache ward einmal in die Flucht geschlagen, der Mythos, der sich einem wabbernden Schutzwall aus Nebel gleich um ihn rankte, durchbrochen, und der Weg, wie er vertrieben werden konnte gefunden. Es bedurfte .... "nur" des Schwertes.
Und doch... kaum dass Demoar das Besprechungszimmer im Schloss verlassen hatte und in sein Anwesen zurückgekehrt war, zog er die Stirn kraus und ließ sich in einen Stuhl fallen. Warum war nun alles so schwer? Was meinte Adrian damit, dass die Wächter sich nicht zu erkennen gaben? Welchen Grund konnte es haben, dass sie der Bedrohung nicht ausreichend Dringlichkeit beimaßen, um sofort zu handeln? Dass sie stattdessen das Leben sovieler Menschen aufs Spiel setzten?
Auch Janus und Thelor schienen auf diese Fragen keine Antwort zu finden und selbst Adrian schien in Bezug auf diese Frage etwas hilflos. Man musste andere Lösungen finden.. falls das Schwert blieb, wo es war. Falls das Schwert nicht auftauchen würde... falls die Wächter zur Rechten Stunde nicht kämen.
Und nun? Wie konnte man weiter verfahren, wenn die Aussicht auf Erfolg .. der einzige Weg, der einem zielführend erschien, sich dem eigenen Griff entzog und in der Hände anderer Mächte lag, die man weder vorherzusehen noch zu steuern in der Lage war?
Janus brachte die Idee einige Tage zuvor in der Taverne auf den Tisch. Einen Drachen bannen. An sich keine Zauberei... nun.. selbstredend ist es Zauberei. Doch es ist nichts unmögliches.
Aber wie würde es sich bei ebe diesem Untier verhalten, von dem niemand genau einzuschätzen wusste, wie weit seine Macht tatsächlich reichen würde? Wie würde sich ein solcher Versuch bei einem Wesen auswirken, das allein beinahe eine ganze Stadt in die Knie gezwungen hat und das nur durch ein göttliches Artefakt in die Flucht zu schlagen war?
Zuviele Frage.. zuviele Unklarheiten. Und doch - so gering die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg auch war, war dies ein Weg, der womöglich überhaupt zum Erfolg führen konnte. Man würde es testen müssen...
Was Demoar allerdings schon damals .. beim ersten Auftauchen des Drachen .. in den Sinn kam, begann nun von Neuem aufmerksamkeitheischend in seinem Kopf als wirrer Gedankenfetzen zu wüten. Immer wieder erwischte er sich, wie er der Idee nachsann, den Drachen mithilfe seines Wahren Namens in die Knie zu zwingen...
War das möglich? Ein Wesen dieser Macht?
Natürlich - jedes Wesen besaß einen. Und jedes Wesen musste sich seinem Namen fügen. Und bei jedem Wesen war es schwierig an ihn heranzukommen...
Und bei diesem Drachen war es wahrscheinlich nahezu unmöglich. Aber auch hier stieß Demoar also wieder auf eine Theorie, deren Umsetzung womöglich zum Ziel führen konnte, so unwirklich sie auch erscheinen mochte. Ein weiterer Weg also, den es zu verfolgen galt.
So nahm er seine Feder in die Hand und entsandte einen Brief an die königliche Bibliothek. Und einen Brief an jemanden, den er schon allzulange geradezu sträflich vernachlässigt hatte...
Man hätte annehmen können, dass diesmal alles ganz leicht werden würde. Der Drache ward einmal in die Flucht geschlagen, der Mythos, der sich einem wabbernden Schutzwall aus Nebel gleich um ihn rankte, durchbrochen, und der Weg, wie er vertrieben werden konnte gefunden. Es bedurfte .... "nur" des Schwertes.
Und doch... kaum dass Demoar das Besprechungszimmer im Schloss verlassen hatte und in sein Anwesen zurückgekehrt war, zog er die Stirn kraus und ließ sich in einen Stuhl fallen. Warum war nun alles so schwer? Was meinte Adrian damit, dass die Wächter sich nicht zu erkennen gaben? Welchen Grund konnte es haben, dass sie der Bedrohung nicht ausreichend Dringlichkeit beimaßen, um sofort zu handeln? Dass sie stattdessen das Leben sovieler Menschen aufs Spiel setzten?
Auch Janus und Thelor schienen auf diese Fragen keine Antwort zu finden und selbst Adrian schien in Bezug auf diese Frage etwas hilflos. Man musste andere Lösungen finden.. falls das Schwert blieb, wo es war. Falls das Schwert nicht auftauchen würde... falls die Wächter zur Rechten Stunde nicht kämen.
Und nun? Wie konnte man weiter verfahren, wenn die Aussicht auf Erfolg .. der einzige Weg, der einem zielführend erschien, sich dem eigenen Griff entzog und in der Hände anderer Mächte lag, die man weder vorherzusehen noch zu steuern in der Lage war?
Janus brachte die Idee einige Tage zuvor in der Taverne auf den Tisch. Einen Drachen bannen. An sich keine Zauberei... nun.. selbstredend ist es Zauberei. Doch es ist nichts unmögliches.
Aber wie würde es sich bei ebe diesem Untier verhalten, von dem niemand genau einzuschätzen wusste, wie weit seine Macht tatsächlich reichen würde? Wie würde sich ein solcher Versuch bei einem Wesen auswirken, das allein beinahe eine ganze Stadt in die Knie gezwungen hat und das nur durch ein göttliches Artefakt in die Flucht zu schlagen war?
Zuviele Frage.. zuviele Unklarheiten. Und doch - so gering die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg auch war, war dies ein Weg, der womöglich überhaupt zum Erfolg führen konnte. Man würde es testen müssen...
Was Demoar allerdings schon damals .. beim ersten Auftauchen des Drachen .. in den Sinn kam, begann nun von Neuem aufmerksamkeitheischend in seinem Kopf als wirrer Gedankenfetzen zu wüten. Immer wieder erwischte er sich, wie er der Idee nachsann, den Drachen mithilfe seines Wahren Namens in die Knie zu zwingen...
War das möglich? Ein Wesen dieser Macht?
Natürlich - jedes Wesen besaß einen. Und jedes Wesen musste sich seinem Namen fügen. Und bei jedem Wesen war es schwierig an ihn heranzukommen...
Und bei diesem Drachen war es wahrscheinlich nahezu unmöglich. Aber auch hier stieß Demoar also wieder auf eine Theorie, deren Umsetzung womöglich zum Ziel führen konnte, so unwirklich sie auch erscheinen mochte. Ein weiterer Weg also, den es zu verfolgen galt.
So nahm er seine Feder in die Hand und entsandte einen Brief an die königliche Bibliothek. Und einen Brief an jemanden, den er schon allzulange geradezu sträflich vernachlässigt hatte...
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Thelor von Reensdorf
Drachenfeuer!!! nicht schon wieder!
Es hätte ja auch nur einmal eine Grenzpatrolie Friedlich ablaufen können.
Ja Hätte ........ hätte wenn...... ja wenn es da nicht so Feuerspeihende Untiere gäbe.
Den ersten den sie trafen war ein Armer Wanderbarde im Wald der neben dem Untier wach wurde.
Dann die Gardisten die wild gestikulierend etwas vom Südtor berichteten.
Am Südtor folgten ein Aufgebrachter Kutscher und eine nicht zu bändigende Bäuerin.
Wie vermochte man nur in So kurzer Zeit soviel unruhe zu stiften.
Er vermochte es und dem nicht genug er wollte es fortführen.
So kam es das die kleine Patroliengruppe, die inzischen an allen möglichen Aufgaben verteilt war nun dem Untier gegenüber Stand und bals sahen sie den ersten Feuerstößen entgegen.
Und wie Lernt man in den ersten Lektionen des Reitens, jedes Pferd Scheut noch so audgebildet vor Flammen.
So ging ihm wirklich das Pferd durch und kaum konnte er es Zügeln sah er schon einem Feuerball entgegen.
Ausweichen? Zwecklos.
.....................................................................................................
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Als er erwachte Fand er sich im Heilerhaus.
Die gute Frau hatte ihn verpackt wie eine Mumie, die Ritterrüstung war nun ein Einteiler und etwas zusammengeschmolzen, so das sie nun aufgeschnitten und unbrauchbar ind er Heilerstube lag.
er Selber spürte jede Stelle am Körper und dennovch er hatte wichtigeres zu Tun als hir zu liegen ..........
Es hätte ja auch nur einmal eine Grenzpatrolie Friedlich ablaufen können.
Ja Hätte ........ hätte wenn...... ja wenn es da nicht so Feuerspeihende Untiere gäbe.
Den ersten den sie trafen war ein Armer Wanderbarde im Wald der neben dem Untier wach wurde.
Dann die Gardisten die wild gestikulierend etwas vom Südtor berichteten.
Am Südtor folgten ein Aufgebrachter Kutscher und eine nicht zu bändigende Bäuerin.
Wie vermochte man nur in So kurzer Zeit soviel unruhe zu stiften.
Er vermochte es und dem nicht genug er wollte es fortführen.
So kam es das die kleine Patroliengruppe, die inzischen an allen möglichen Aufgaben verteilt war nun dem Untier gegenüber Stand und bals sahen sie den ersten Feuerstößen entgegen.
Und wie Lernt man in den ersten Lektionen des Reitens, jedes Pferd Scheut noch so audgebildet vor Flammen.
So ging ihm wirklich das Pferd durch und kaum konnte er es Zügeln sah er schon einem Feuerball entgegen.
Ausweichen? Zwecklos.
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Als er erwachte Fand er sich im Heilerhaus.
Die gute Frau hatte ihn verpackt wie eine Mumie, die Ritterrüstung war nun ein Einteiler und etwas zusammengeschmolzen, so das sie nun aufgeschnitten und unbrauchbar ind er Heilerstube lag.
er Selber spürte jede Stelle am Körper und dennovch er hatte wichtigeres zu Tun als hir zu liegen ..........
Zuletzt geändert von Thelor von Reensdorf am Freitag 3. April 2009, 09:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Alexandre von Galbadan
Diese Kreatur dieses Monster hatte sich also wieder gezeigt. Die Patrulie war erst recht ruhig gewesen. Keine Anzeichen von Unruhe sondern lockeres nebenher reiten in Formation. Doch dann kam eins aufs andere. Erst schrie dieser völlig verstörte Wanderbarde um hilfe und berichtete von einem riesigen auge welches ihn angestarrt hätte und glühendes Rot. Ein Glück das dieser Bursche so schief gesungen hatte vermutlich hat dies die Bestie davon abgehalten ihn zu fressen. Der Drache dachte vermutlich "wenn der so schlecht schmeckt wie singt dann nein danke" und war von dannen geflogen um die Bauernhöfe zu atakieren.
Als Kandelaver dann vor den Toren Varunas erschienen war rasste sein Herz dem Feind im Blick. Drachenfeuer überall und dieser Odem der dieser Kreatur anhaftete war einfach wiederlich.
Er zügelte sein Tier und hatte mehrfach versucht es zu beruhigen doch nur der wachsende Abstand zum Drachen schien wirklich wirksam. Als dann sein Freund und Kammerad Thelor in einem Feuerball nieder ging war es vorbei mit dem Versuch sich einer inneren Ruhe und Gedult zu widmen. Diese Bestie muste sterben musste fallen und vernichtet werden zum Schutz aller. Dem Scheuenden Pferd die Sporen gebend stürmte er vorran als sich die Flügel hoben. Wollte es fliehen?
Der Sturm vorraus auf das Wesen zu war wie ein Ritt durch einen Tunnel das Ziel fest im Blick. Sein Schwert schlug in richtung der weichenden Kreatur als ihn ein Feuerball einhüllte. Nur der Schutz der bedingt durch einen Trunk der Alchemie ihm anhaftete schützte ihn als ihn die Flammen einhüllten wie ein enger Anzug. Seinem Pferd wurde der Schweif angesenkt und ihm der Umhang wärend seine Klinge hofnungslos durch die Flammen schnitten. Sein Pferd scheutte und brach aus und als er das nächste mal aufblickte verschwand der Drache gen Westen. Feige Bestie die es war.. Er würde es erneut versuchen koste es was es wolle! Bei Temora er würde sein bestes geben diese Kreatur um jeden Preis zu vernichten.
Als Kandelaver dann vor den Toren Varunas erschienen war rasste sein Herz dem Feind im Blick. Drachenfeuer überall und dieser Odem der dieser Kreatur anhaftete war einfach wiederlich.
Er zügelte sein Tier und hatte mehrfach versucht es zu beruhigen doch nur der wachsende Abstand zum Drachen schien wirklich wirksam. Als dann sein Freund und Kammerad Thelor in einem Feuerball nieder ging war es vorbei mit dem Versuch sich einer inneren Ruhe und Gedult zu widmen. Diese Bestie muste sterben musste fallen und vernichtet werden zum Schutz aller. Dem Scheuenden Pferd die Sporen gebend stürmte er vorran als sich die Flügel hoben. Wollte es fliehen?
Der Sturm vorraus auf das Wesen zu war wie ein Ritt durch einen Tunnel das Ziel fest im Blick. Sein Schwert schlug in richtung der weichenden Kreatur als ihn ein Feuerball einhüllte. Nur der Schutz der bedingt durch einen Trunk der Alchemie ihm anhaftete schützte ihn als ihn die Flammen einhüllten wie ein enger Anzug. Seinem Pferd wurde der Schweif angesenkt und ihm der Umhang wärend seine Klinge hofnungslos durch die Flammen schnitten. Sein Pferd scheutte und brach aus und als er das nächste mal aufblickte verschwand der Drache gen Westen. Feige Bestie die es war.. Er würde es erneut versuchen koste es was es wolle! Bei Temora er würde sein bestes geben diese Kreatur um jeden Preis zu vernichten.
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Kryndlagor
Lästige Sterblinge hatten wenigstens die nützliche Angewohnheit, schneller an Altersschwäche zu sterben, als er sich zu entsinnen bequemte, mit ihnen noch eine Rechnung offen zu haben. Etwas, das sie den Elfen voraus hatten. Er wusste noch genau, wie er früher einmal nach ein paar Jahren diesen Krieger gesucht hatte und stattdessen nach erfolgreicher Suche sich mit dem Verspeisen seines Enkels begnügen musste. Danach hatte er sich solche Mühen nicht mehr gemacht.
Diesen da gestern, hatte er aber gleich wiedererkannt. Auch wenn er schon wieder etwas anders aussah, diese Sterblinge wechselten ja ständig das Aussehen der Dinge, die sie über ihre weiche nutzlose Haut legten, um sie - meist unzureichend - zu schützen.
Aber ihm haftete noch ein vager Nachhall dieser verdammten Klinge an, von der er noch immer eine breite Narbe am Bauch trug. Schon beim bloßen Gedanken wallte der Haß wieder in ihm hoch: auf die Krieger, auf das steinerne Nest, in dem sie sich hier zusammengerottet hatten, auf die Kämpfe, in denen unzählige seiner Diener fielen, auf die Waffe, auf ihn! Der Hass auf den, der sie getragen und geführt hatte.
Und da saß dieser Sterbling auf einem Pferd, umgeben von anderen Sterblingen. Das Feuer, das er ausgespien hatte, war regelrecht gedankenlos gewesen und am liebsten hätte er sich sofort auf ihn gestürzt und ihn zerrissen.
Die Erinnerung an das Geschehen vor mehreren Monden ließ ihn innehalten und sich umsehen. Nein, nicht nochmal den gleichen Fehler machen... Da, da standen mehrere Sterblinge, deren Macht zu spüren war, das Lied manipulieren zu können und sie woben auch fleißig Schutzzauber um sich. Sein Zorn fiel wieder auf den Schwertträger, um den sich die anderen Sterblinge wie aufgescheuchte Ameisen scharten.
"DU BIST TOT!", brüllte er wütend. Er wusste selber hinterher kaum mehr genau, was er in seinem hassumnebelten Zustand gebrüllt hatte. Der Metallführer der Kinder des Meisters hatte erfreut und eifrig genickt, als er ihn aufgefordert hatte, den Schwertträger von damals zu töten und wutschnaubend wünschte Kryndlagor sich, es wäre schon erledigt gewesen. Es gab wenig, wovor er Angst hatte, aber daß die verdammte Klinge wieder aus dem Nichts auftauchen und ihn zurück ins Totenreich schicken könnte...
Da, da kam auch schon eine Dienerin dieser in allen Dimensionen von ihm verfluchten Temora... Zeit, zu gehen. Diesmal würde er nicht erneut sein Blut für etwas geben, was auch Wunsch der Sterblinge Rahals war. Sollten sie erledigen, was er begann. Sie hatten ihn benutzt, und er konnte es nicht ausstehen, benutzt zu werden - das durfte nur einer, der Meister selbst, aber nicht seine Geschöpfe.
Schnaubend gewann er mehr an Höhe und zog sich von diesem frechen Gewürm zurück. Er musste den Sterblingen Zuhause wohl etwas Feuer unterm Hintern machen...
Diesen da gestern, hatte er aber gleich wiedererkannt. Auch wenn er schon wieder etwas anders aussah, diese Sterblinge wechselten ja ständig das Aussehen der Dinge, die sie über ihre weiche nutzlose Haut legten, um sie - meist unzureichend - zu schützen.
Aber ihm haftete noch ein vager Nachhall dieser verdammten Klinge an, von der er noch immer eine breite Narbe am Bauch trug. Schon beim bloßen Gedanken wallte der Haß wieder in ihm hoch: auf die Krieger, auf das steinerne Nest, in dem sie sich hier zusammengerottet hatten, auf die Kämpfe, in denen unzählige seiner Diener fielen, auf die Waffe, auf ihn! Der Hass auf den, der sie getragen und geführt hatte.
Und da saß dieser Sterbling auf einem Pferd, umgeben von anderen Sterblingen. Das Feuer, das er ausgespien hatte, war regelrecht gedankenlos gewesen und am liebsten hätte er sich sofort auf ihn gestürzt und ihn zerrissen.
Die Erinnerung an das Geschehen vor mehreren Monden ließ ihn innehalten und sich umsehen. Nein, nicht nochmal den gleichen Fehler machen... Da, da standen mehrere Sterblinge, deren Macht zu spüren war, das Lied manipulieren zu können und sie woben auch fleißig Schutzzauber um sich. Sein Zorn fiel wieder auf den Schwertträger, um den sich die anderen Sterblinge wie aufgescheuchte Ameisen scharten.
"DU BIST TOT!", brüllte er wütend. Er wusste selber hinterher kaum mehr genau, was er in seinem hassumnebelten Zustand gebrüllt hatte. Der Metallführer der Kinder des Meisters hatte erfreut und eifrig genickt, als er ihn aufgefordert hatte, den Schwertträger von damals zu töten und wutschnaubend wünschte Kryndlagor sich, es wäre schon erledigt gewesen. Es gab wenig, wovor er Angst hatte, aber daß die verdammte Klinge wieder aus dem Nichts auftauchen und ihn zurück ins Totenreich schicken könnte...
Da, da kam auch schon eine Dienerin dieser in allen Dimensionen von ihm verfluchten Temora... Zeit, zu gehen. Diesmal würde er nicht erneut sein Blut für etwas geben, was auch Wunsch der Sterblinge Rahals war. Sollten sie erledigen, was er begann. Sie hatten ihn benutzt, und er konnte es nicht ausstehen, benutzt zu werden - das durfte nur einer, der Meister selbst, aber nicht seine Geschöpfe.
Schnaubend gewann er mehr an Höhe und zog sich von diesem frechen Gewürm zurück. Er musste den Sterblingen Zuhause wohl etwas Feuer unterm Hintern machen...
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Mor Varnos
Mor legte die Feder ab, rieb sich ihre noch immer vor Aufregung kühlen Hände, während sie in der still daliegenden Bibliothek des Rahaler Palastes an einem Schreibtisch saß, vor sich ein Stück Papier, welches vom Schein der ab und an leicht flackernden Kerzen beleuchtet wurde. Ein Schauer kroch über ihren Rücken, dachte sie an dieses entsetzlich große Wesen zurück, was noch vorhin vor ihr gestanden hatte.
Ein Poltern hatte sie aus ihren Gedanken gerissen, derweil sie noch vor dem Kamin in ihrem Heim gesessen und einige alte Bücher studiert hatte. Doch aus keinem wurde sie im Hinblick auf ihre Aufgabe schlau und noch dazu wartete sie, förmlich wie auf heißen Kohlen hockend, auf eine Nachricht von eine der beiden Schneiderinnen, denen sie geschrieben hatte, um den nächsten, gewagteren Schritt unternehmen zu können.
Das Poltern, was eindeutig vom Felsmassiv zu stammen schien, hatte sie nun aufgeschreckt und als auch noch die Pferde erst unruhig, dann schrill, zu wiehern anfingen, lief sie hinaus, sich noch den Umhang und ihren Schwertgurt umlegend. Was sie da nun am Felsen entdeckte, hätte sie am allerwenigsten erwartet - der rote Drache Kryndlagor.
Was auch immer sie für Zweifel noch vor kurzem gehabt hatte - diese Erscheinung war eindeutig real. Gewaltig war sein Leib, den er über den schroffen Felsen schob und dennoch bewegte er sich ausgesprochen flink in Richtung Osten zum Tempelviertel.
Rasch folgte sie ihm und nahe des Tempels sah sie ihn auch sogleich wieder. Dicht an den Gemäuern entlang, eilte sie zu eine der Säulen, drückte sich an diese, als könnte sie Schutz verheissen, doch hatte er sie schon entdeckt. Der Boden bebte förmlich, als der Drache sich hinabliess, seine zerfleddert wirkenden Flügel ausgestreckt.
Gewaltig war er, so wie er vor ihr aufragte und kein Vergleich zu den drachenartigen Wesen, denen sie bisher - zugegeben eher selten - gegenüber gestanden hatte. Doch was seine Größe überragte, war vor allem seine Wut, der er ungehalten freien Lauf liess. Die Zeit drängte offenbar und Mor überkamen Schuldgefühle, was ihre Aufgabe anging. Noch immer war sie keinen Schritt weiter und es nagte an ihr, wie wenig sie überhaupt von der gesamten Mission selber wusste, so dass sie ihm auch nicht die Antworten geben konnte, die er wohl hören wollte. Allein sie konnte ihm versprechen, seine Worte weiterzuleiten.
Doch was sie noch immer verwunderte, war seine Frage, wer und was sie wäre, stand da doch noch immer die Befürchtung im Raum, er könnte einen gewissen Appetit auf sie entwickeln. Allgemein schien er sogar etwas ruhiger und redseliger zu werden. Sicher war, dass sie noch viel über die Geschichte dieses Schwertes zu lernen hatte, um diesem endlich näher zu kommen oder...
Mors Blick hing förmlich gedankenverloren an der Flamme einer Kerze, flüchtig huschte sogar ein Lächeln über ihre Züge... ja, wenn sie es selber erringen könnte, selber tragen könnte... wie ein Schlag in das Gesicht des Feindes wäre das doch!
Ein Blinzeln, dann schüttelte sie ihren Kopf, seufzte leise und beugt sich wieder über ihr Schreiben an den schwarzen Marschall.
Träumereien.
Sie rief sich in Erinnerung, wo sie bisher stand und dass sie vermutlich froh sein dürfte, wenn ihr keiner am Ende den Kopf abriss, bei dem wenigen, was sie bis dato erfahren hatte.
Ein Poltern hatte sie aus ihren Gedanken gerissen, derweil sie noch vor dem Kamin in ihrem Heim gesessen und einige alte Bücher studiert hatte. Doch aus keinem wurde sie im Hinblick auf ihre Aufgabe schlau und noch dazu wartete sie, förmlich wie auf heißen Kohlen hockend, auf eine Nachricht von eine der beiden Schneiderinnen, denen sie geschrieben hatte, um den nächsten, gewagteren Schritt unternehmen zu können.
Das Poltern, was eindeutig vom Felsmassiv zu stammen schien, hatte sie nun aufgeschreckt und als auch noch die Pferde erst unruhig, dann schrill, zu wiehern anfingen, lief sie hinaus, sich noch den Umhang und ihren Schwertgurt umlegend. Was sie da nun am Felsen entdeckte, hätte sie am allerwenigsten erwartet - der rote Drache Kryndlagor.
Was auch immer sie für Zweifel noch vor kurzem gehabt hatte - diese Erscheinung war eindeutig real. Gewaltig war sein Leib, den er über den schroffen Felsen schob und dennoch bewegte er sich ausgesprochen flink in Richtung Osten zum Tempelviertel.
Rasch folgte sie ihm und nahe des Tempels sah sie ihn auch sogleich wieder. Dicht an den Gemäuern entlang, eilte sie zu eine der Säulen, drückte sich an diese, als könnte sie Schutz verheissen, doch hatte er sie schon entdeckt. Der Boden bebte förmlich, als der Drache sich hinabliess, seine zerfleddert wirkenden Flügel ausgestreckt.
Gewaltig war er, so wie er vor ihr aufragte und kein Vergleich zu den drachenartigen Wesen, denen sie bisher - zugegeben eher selten - gegenüber gestanden hatte. Doch was seine Größe überragte, war vor allem seine Wut, der er ungehalten freien Lauf liess. Die Zeit drängte offenbar und Mor überkamen Schuldgefühle, was ihre Aufgabe anging. Noch immer war sie keinen Schritt weiter und es nagte an ihr, wie wenig sie überhaupt von der gesamten Mission selber wusste, so dass sie ihm auch nicht die Antworten geben konnte, die er wohl hören wollte. Allein sie konnte ihm versprechen, seine Worte weiterzuleiten.
Doch was sie noch immer verwunderte, war seine Frage, wer und was sie wäre, stand da doch noch immer die Befürchtung im Raum, er könnte einen gewissen Appetit auf sie entwickeln. Allgemein schien er sogar etwas ruhiger und redseliger zu werden. Sicher war, dass sie noch viel über die Geschichte dieses Schwertes zu lernen hatte, um diesem endlich näher zu kommen oder...
Mors Blick hing förmlich gedankenverloren an der Flamme einer Kerze, flüchtig huschte sogar ein Lächeln über ihre Züge... ja, wenn sie es selber erringen könnte, selber tragen könnte... wie ein Schlag in das Gesicht des Feindes wäre das doch!
Ein Blinzeln, dann schüttelte sie ihren Kopf, seufzte leise und beugt sich wieder über ihr Schreiben an den schwarzen Marschall.
Träumereien.
Sie rief sich in Erinnerung, wo sie bisher stand und dass sie vermutlich froh sein dürfte, wenn ihr keiner am Ende den Kopf abriss, bei dem wenigen, was sie bis dato erfahren hatte.
Zuletzt geändert von Mor Varnos am Freitag 3. April 2009, 22:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Isdaniel Nifar
Nachdem er sich zusammen mit Ifirnion mit Sorcha getroffen am Rande des Nebelwaldes getroffen hatte, folgte jeder von Ihnen seiner Aufgabe. Sorcha würde zu Darna reisen. Ein jeder von ihnen würde sich auf die Suche begeben.
Isdaniel reiste die folgenden Tagen durch das Land der Menschen. Er wollte die Orte selbst sehen, die Spuren selbst lesen. Sein erster Weg führte ihn durch Varuna, die Tore bereits verschlossen vorfindend. Die Stadt wirkte ruhig, beinahe leblos. Nur wenige Menschen bekam er zu sehen und jene eilten an ihm vorbei statt anzuhalten.
Weiter führte ihn sein Weg zu den Hallen der Widegreins. Das Tor war offen, so trat er langsam ein. Andächtig wirkte die große Halle, doch von seinen Hütern war keine Spur. Er verweilte eine Weile, vielleicht würden Sie noch kommen. Seine suche galt nicht nach neuem Wissen - wenig würde in diesen Hallen über den Roten stehen, aber er wollte wissen welchen Teil des Wissen den Menschen zugänglich war. Nachdem jedoch die Nacht hereingebrochen war, entschied er sich langsam weiter zu ziehen, jedoch nicht ohne eine Nachricht auf dem Schreibtisch zu hinterlassen.
Am nächsten Morgen führte sein Weg weiter nach Bajard. Er wollte sehen ob der Drache auch dort bereits seine Spuren hinterließ. Seine Hoffnung wurde bestätigt - die Siedlung wirkte unbeschadet. Sein Weg führte wieder zurück - zum Kloster und weiter zum Orden zu seiner letzten Station. Als er nach Tagen der Wanderung in der Nähe des Klosters pausierte konnte er, bereits nicht weit von Varuna, wieder das verzerrte Lied hören, den dumpfen seltsamen Klang. Leise beinahe nicht zu vernehmen, er nicht in seiner Nähe aber hier in der Gegend. Lange richtete er seinen Blick in den dunklen Wald, doch lauschte er seinen Gedanken. Eine weitere Kraft hatte er noch nicht besucht. Die Magier der Menschen - vielleicht sollte er auch jenen noch einen Besuch abstatten. Aber noch war Zeit, zunächst brauchte es eine Kerze der Geistlichkeit um vorbereitet zu sein für die richtige Zeit.
Isdaniel reiste die folgenden Tagen durch das Land der Menschen. Er wollte die Orte selbst sehen, die Spuren selbst lesen. Sein erster Weg führte ihn durch Varuna, die Tore bereits verschlossen vorfindend. Die Stadt wirkte ruhig, beinahe leblos. Nur wenige Menschen bekam er zu sehen und jene eilten an ihm vorbei statt anzuhalten.
Weiter führte ihn sein Weg zu den Hallen der Widegreins. Das Tor war offen, so trat er langsam ein. Andächtig wirkte die große Halle, doch von seinen Hütern war keine Spur. Er verweilte eine Weile, vielleicht würden Sie noch kommen. Seine suche galt nicht nach neuem Wissen - wenig würde in diesen Hallen über den Roten stehen, aber er wollte wissen welchen Teil des Wissen den Menschen zugänglich war. Nachdem jedoch die Nacht hereingebrochen war, entschied er sich langsam weiter zu ziehen, jedoch nicht ohne eine Nachricht auf dem Schreibtisch zu hinterlassen.
Am nächsten Morgen führte sein Weg weiter nach Bajard. Er wollte sehen ob der Drache auch dort bereits seine Spuren hinterließ. Seine Hoffnung wurde bestätigt - die Siedlung wirkte unbeschadet. Sein Weg führte wieder zurück - zum Kloster und weiter zum Orden zu seiner letzten Station. Als er nach Tagen der Wanderung in der Nähe des Klosters pausierte konnte er, bereits nicht weit von Varuna, wieder das verzerrte Lied hören, den dumpfen seltsamen Klang. Leise beinahe nicht zu vernehmen, er nicht in seiner Nähe aber hier in der Gegend. Lange richtete er seinen Blick in den dunklen Wald, doch lauschte er seinen Gedanken. Eine weitere Kraft hatte er noch nicht besucht. Die Magier der Menschen - vielleicht sollte er auch jenen noch einen Besuch abstatten. Aber noch war Zeit, zunächst brauchte es eine Kerze der Geistlichkeit um vorbereitet zu sein für die richtige Zeit.
Zuletzt geändert von Isdaniel Nifar am Samstag 4. April 2009, 11:41, insgesamt 2-mal geändert.