Auf dem Weg zur Königin

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Quarius Lore
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Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Auf dem Weg zur Königin

Beitrag von Quarius Lore »

Mit verbundenem Arm, saß er in der Ratssitzung, die Graf Adrian vorsorglich herbeigerufen hatte.
„Ritter Quarius de Lore, ist Aufgrund seiner Verletzung nicht bereit für den Kampf, er wird als Boote gen der Königin entsandt werden, zusammen mit der Heilerin Angelina…! “
Sir Rafael, gefiel dieser Gedanke scheinbar gar nicht, und Quarius saß nur Mitleidserregend mit seinem verletzten Arm in Umarmung. Mehrere Wortgefechte verlauten durch en Raum, als schließlich Quarius zum Schluss der Sitzung das Wort ergriff.
„Ich würde mich glücklich schätzen My Lord, wenn mich Freiin Rika von Gryffenhorst begleiten würde, sie kennt bereits meine Verletzung, es wäre logisch das sie mich begleiten würde!“ gab er als Vorschlag lediglich gen des Grafen, welcher im Nachhinein, nach kurzer Überlegung zustimmte.

Der Ritter und gläubige bereitete sich sogleich zur Abreise vor.
Sein Freund Malchir, aus dem Magierorden, bat ihm auf seiner Reise mit einem Tier namens Zostrich zu helfen. Er bedankte sich auch bei ihm, während Rafael ein Schiff am Hafen bereit machte. Quarius müsste in dieser Nacht gleich Aufbrechen und sich auf den Weg zu seiner Königin machen, so war die Order des Grafen und er war fester Überzeugung dieses auch durchzusetzen.

Rika wartete bereits draußen auf ihn und beide begaben sich in der Stille der Nacht vom Kloster fort, lediglich der Graf wusste, wann genau beide losstriffen, genauso wie der Freiherr Calor und der Magus Malchir. Sie beglückwünschten ihrer Reise auf gutes Geleit zusammen mit den beiden Tieren, die ihnen Malchir als Geschenk und Hilfe mitgab.

Kurze Zeit später begab sich das Schiff auf Reisen mit Ziel, die Hauptstadt der Königin…
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
Rika von Gryffenhorst

Beitrag von Rika von Gryffenhorst »

Sie hatte ein paar Stunden schlafen können, bevor Rika die Treppe im Paladinkloster wieder hinunter ging und sich in den Ratssaal begab. Ruhig verfolgte sie die Gespräche, genoß das seit Tagen vermißte Gefühl der Sicherheit und inneren Ruhe. Erst, als ihr Name an ihr Ohr drang, sah sie überrascht auf. Der Graf hatte sie zur Begleiterin des Ritters de Lore bestimmt - sie würde also wieder aufbrechen.

Kurze Zeit später bestieg sie das Zauberwesen des Magiers K'lashar und ritt neben Quarius in die Nacht davon. Über ihnen glitzerten hell die Sterne und als der Zostrich ein schnelleres Tempo anschlug, flogen sie nur so durch die Nacht dahin. Erstaunt stellte Rika fest, wie sehr sie den Ritt genoß, es schien ihr, als könne sie sich das erste Mal seit Jahrhunderten wieder lebendig fühlen. Wäre da nicht ihr Auftrag vor ihnen und die gräßlichen Stunden hinter ihnen, sie hätte ewig so durch die Nacht reiten können.

Der Hafen kam in Sicht, dunkel und schwarz lagen die Schiffe vor Anker, nirgendwo brannte auf den sonst so hell erleuchteten Steg ein Licht. Der düstere Anblick erinnerte Rika wieder an den Krieg, entlarvte die friedliche Stimmung der Nacht als Illusion.
Sie folgte Quarius unter Deck, nachdem sie die beiden Zauberwesen hatten gehen lassen und flüchtete sich in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
Anara von Hohenfels

Beitrag von Anara von Hohenfels »

Seit Tagen hatte Anara auf Nachricht von Gerimor gewartet.
Das Schweigen ihres Bruders Adrian hatte sie immer mehr beunruhigt, doch sie glaubte daran, dass er sie nicht im Ungewissen lassen würde. Er würde sich melden, wenn seine Befürchtungen eintreten würden, sagte sie sich immer wieder und bemühte sich, ihre Nervosität und Rastlosigkeit besonders vor ihren Söhnen zu verbergen.

Einen kleinen Stab von Ratgebern hatte sie jedoch informiert.
Vorsichtshalber wurden die Soldaten in den Kasernen in Bereitschaft versetzt.

Als ihr der Ritter de Lore und die Freiherrin von Gryffenhorst gemeldet wurden, machte ihr Herz fast einen Satz. Waren es gute oder schlechte Nachrichten, die sie überbringen würden?
Fast bedauerte die junge Königin, so sehr auf Nachricht gewartet zu haben. Adrians Schweigen hatte ihr immer noch die Hoffnung gelassen, dass in Varuna alles ruhig geblieben war.

Nach einem ausführlichen, informativen Bericht entließ Anara den jungen Ritter und die zierliche Heilerin, damit sie sich stärken und von der Reise erholen konnten.
Erneut nahm sie den Brief ihres Bruders zur Hand und legte ihn seufzend und mit schwerem Herzen auf ihren Schreibtisch, nachdem sie ihn gelesen hatte.
(http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=5337)
Lange musste sie nicht überlegen, um darauf zu antworten.
In den letzten Tagen hatte sie sich mehr als ausgiebig mit allen Eventualitäten beschäftigt und mit ihrem Rat besprochen.

„Mein geliebter Bruder!
Temora’s Hand möge Dich und alle Menschen in Varuna und Gerimor bewahren!

Mit Schrecken habe ich die Kunde von den Angriffen und all dem Greul vernommen.
Es tut mir in der Seele weh, dass Varuna zerstört und verloren ist, dieses schreckliche Leid über ihre Bewohner und ihre Familien gekommen ist.
Dennoch gereicht es mir zum Trost, dass Du, mein lieber Adrian, am Leben bist.

Der Alka von Rahal ist bis zu dieser Stunde mit seiner Forderung noch nicht an mich herangetreten. Das wäre auch vergeblich, da ich seinem Ansinnen niemals nachgeben werde.
Im Gegenteil!
Meine Soldaten befinden sich in Bereitschaft und ich werde umgehend veranlassen, dass mobil gemacht wird. In zwei Tagen werden meine Truppen in Berchgard eintreffen, so das Wetter keine Verzögerungen mit sich bringt und die Schiffe direkt Kurs auf Berchgard halten können.
Mit den Soldaten werde ich Nahrung und Waffen schicken.

Desweiteren werde ich veranlassen, dass meine treuen Bürger sich in Gottesdiensten versammeln, um gemeinsam unsere gütige Herrin Temora um Hilfe anzuflehen. Möge sie Kra’thor und seine Brut zerschlagen und Alatar’s Hass aus den Herzen der Menschen verbannen!

Nur schwerlich hält es mich hier, fern von Dir, mein geliebter Bruder. Fern von den Menschen, denen alles genommen ist. Doch habe ich Dir mein Wort gegeben.

Lass es mich bitte unverzüglich wissen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass ich Baumaterial zum Aufbau der Stadt und Vorräte an Nahrung für die Bevölkerung entsenden kann. Ich glaube ganz fest daran, dass Varuna sowie die Grafschaft von diesem unerträglichen Joch befreit wird, unsere Göttin dieser Ausgeburt der Finsternis obsiegt!

Im Moment bleibt mir aber nur das inständige Gebet.
Der unerschöpfliche Segen Temora’s sei mit Dir und den Mannen an Deiner Seite!

Deine Anara“

Nur Stunden später sollte der Brief in der Tasche des jungen Ritters Quarius de Lore auf dem Weg nach Gerimor sein.

In den Kasernen der Königsstadt wurde gerüstet und im Hafen die Schiffe für den Truppentransport klar gemacht.
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Quarius Lore
Beiträge: 73
Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Beitrag von Quarius Lore »

Es waren wieder einmal Tage vergangen seit dem letzten Anblick Gerimors. So trat der junge Ritter, gemeinsam mit der Freiin Rika von Gryffenhorst in Berchgard von Bord.

Sein Arm war bereits wieder auf dem besten Weg der Genesung, so suchte der Ritter den Weg zum Grafen, um ihm jenen Schrieb der Königin zu überbringen.

Hoffnungsvoll fand er jenen glorreichen Manne am Paldins Kloster gegenüber, dort wo er ihn verlassen hatte...und dort übergab er ihm auch das Antwortschreiben.
Glücklich schätzte er es ein, als er die funkelnden dunkelgrünen Augen, von der Freiin auf den Grafen richtete...das Banner, welchen ihm Calor gegeben hatte, hielt er in seinem ach so verletzten Arm.

Abwartend schaute der Ritter auf die Reaktion des Grafen...
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
Adrian von Hohenfels

Beitrag von Adrian von Hohenfels »

Mit deutlicher Erleichterung war der letzte Tag verlaufen. Sah es nun zunächst so aus, als würden die Untoten Horden ihnen selbst hier an diesen Ort folgen, so war ein Zeichen der Hoffnung gesetzt, als Temora ihre höchste Botin entsandte. Ungern hatte zugestimmt, dass ausgerechnet sie, diese betagte Frau, mit dort hinaus ging. Doch an ihr zu zweifeln, wenn sie sagte sie wisse was zu tun sei, welches Recht hätte er schon? Es blieb nur zu hoffen und zu beten, dass diese hierbei nicht selbst zum Opfer ihres Schaffens wurde. Welch Zeichen wäre dies in diesen Tagen? Ein gutes sicher nicht. Doch offenbar war dieses Hoffen nicht vergebens, verwundet war sie wie einmal mehr ein jeder. Und doch am Leben am Ende dieses Abends. Temora sei es gedankt!

Die Rückkehr des Ritters de Lore mit den so hoffnungsvoll stimmenden Nachrichten Anaras, hatte seinen Mut ebenso erhoben. Die Stadt mochte gefallen sein. Doch erkannte man in diesen Tagen nicht auch, wo Ehre und Edelmut und wo Freundschaft herrschte? Wenn in all diesem Dunkel etwas gut und Hoffnung erweckend sein mochte, dann dieses! Die Anwesenheit Anghus von der fernen Eisinsel, der mit seinen Mannen gekommen war, obgleich er sich dort wohl hätte sicher wähnen können, war ihm ebenso eine tiefe Freude wie das Angebot der Zwerge, einer Seite die man bedacht hatte jedoch nicht erwartet dass sie es wären die sich nun ihrerseits erhoben. Ja er würde ihr Angebot annehmen und er würde ihnen einen Auftrag geben der, so er angenommen würde, der Welt den Wert dieses Volkes vor Augen führen sollte. Das Gespräch würde erweisen, ob seine Bitte und Auftrag an dieses Volk ihr Gehör finden würde. Er hoffte es zutiefst.

Die durch Anara angekündigten Truppen würden ihr weiteres zum Neuanfang geben. Sie zu nutzen, die gefallene Stadt für einen Neuaufbau zu sichern, war nun gegeben und er erwartete ihre schnelle Ankunft nur zu sehr. Soviele Funken der Hoffnung in den Tagen, die gekommen waren ihnen alle Hoffnung zu zerstören. Nein er würde nicht aufgeben. Diese Stadt, versunken in Feuer und Asche, würde neue Zeiten erleben. Neu auferstehen. Eine jede helfende Hand all derer, die sich in diesen Tagen als bereits helfend erwiesen hatten, würde er annehmen und seine eigenen Hände für dieses Werk ebenso einsetzen. Der Morgen würde neues Leben in die Stadt bringen. Hieran gab es keinen Zweifel, nicht nach all dieser Hilfe, die nun von allen Seiten geboten war.
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