Ein Aufruf an alle lichten Gemeinschaften und Handwerker

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Fabrizio al Cor
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Ein Aufruf an alle lichten Gemeinschaften und Handwerker

Beitrag von Fabrizio al Cor »

Abends sitzt Fabrizio im Kontor, an seinem Schreibpult, und fertigt mehrere Schreiben aus. Diese sind gerichtet an die lichten Gemeinschaften im Reich und an die Handwerkerschaft. Sie alle werden noch in der Nacht durch Boten überbracht. Sie trommeln die schon schlafenden aus ihrem Bett und überreichen die Briefe persönlich. Eine Abschrift des Schreibens wird auch die Vogtin Adorans und Oberst Toberen erreichen.

So die Empfänger der Briefe das Siegel brechen, werden sie folgendes lesen können.

Ehrenwerte Streiter des lichten Pantheon, ehrenwerte Handwerker,

ich, Fabrizio al Cor, bin durch Falco Pendri beauftragt worden, vor der nördliche Palisade von Adoran einen Wassergraben anzulegen. Er wird 144 Schritte lang und 3 Schritte tief und muß in einem festen Gesteinsbett verlegt werden. Erst wenn wir den Graben soweit vorbereitet haben, können wir den Durchbruch zu Fluß machen. so das der Graben sich füllt und die Palisade mehr Schutz hat.

Dazu benötigt die Stadt Adoran euer aller tatkräftige Mithilfe. Das heißt ein Jeder der zur Zeit nicht im Kriegsdienst steht, nicht alt und gebrechlich, der in der Lage ist eine Picke oder eine Schaufel zu führen, fühle sich hiermit angesprochen und aufgerufen zu helfen.

Es wird Material benötigt, besonders Steine, in großen Mengen. Diese sollte am dritten Tag der Woche, zur 7. Stunde nach dem Mittagskrähen an der nördlichen Palisade angeliefert werden. Ich werde vor Ort sein und die Lieferungen entgegennehmen.

So genügend Material vorhanden ist, werden wir am nächsten Tage, zur achten Stunde nach Sonnenhöchststand, damit beginnen diesen Graben zu bauen.

Folgt diesem Aufruf, um das Reich sicherer vor Angriffen der dunklen Heerscharen zu machen.


Fabrizio al Cor
Darna von Hohenfels

Beitrag von Darna von Hohenfels »

Eine kurze, aber eingehende Befragung später sorgte am Stadthaus in Varuna der gute Gardist Domenys dafür, daß der Bote in einem wiedererweckten Anflug von Überlebensinstinkt davon absah, für einen Brief von einem Handwerker - noch dazu von einem, der kürzlich wegen Adelsbeleidigung und Aufwiegelei ins Gerede gekommen war - seine königliche Hoheit aus dem Bett zu trommeln, wenn es nicht gerade die Meldung von einem justen Überfall Rahals oder derartiges war.

Wenige Stunden später würde man sich ohnehin wieder darüber streiten können, ob die erlauchten Herrschaften mal wieder das kurz darauf folgende erste Hahnenkrähen schon erahnt hatten oder ob der tierische Wecker glatt deren Aufstehen als Richtschnur für die eigene Tätigkeit nahm.
Immerhin, der Brief landete entgegenkommenderweise ganz oben auf dem Stapel und im morgendlichen Trott kaute Darna noch auf einem Brötchen herum, als sie nebenher lesend die Stirn furchte und das Brötchen sinken ließ.
"Ein... befestigter... Graben??", entfuhr es ihr nur mit gemässigter Lautstärke, doch umso entgeisterter. "Um die ganze verflixte Stadt herum ist doch Fluß?! Und jetzt wollen sie... für eine Hilfspalisade...?!" - ihr fehlten einen Moment weitere Worte, doch dann wurde es lauter:
"Erst wird mal großzügig vergessen, daß an das innseitige Ufer überhaupt Wehranlagen gehören, müssen wegen Zeitdruck eine HOLZpalisade bauen, aber jetzt sollen DAFÜR Steine verschwendet werden?!
Wer hat diesen strategischen Unfug entschieden, doch wohl hoffentlich nicht ein Handwerker? Wer stoppt diesen Wahnsinnigen?"
Sie hielt inne.

Nein, das war alles zu abstrus, es konnte unmöglich sein, daß das, was sie gerade befürchtete und sich ausmalte, tatsächlich das war, was umgesetzt werden sollte.
"Leah!" - der Ruf hatte diesen prägnanten Tonfall, der lediglich zwei Assoziationen erlaubte: "Arbeit" und "sofort". Sie hielt ihrer Knappin den Brief entgegen. "Prüft das und was da an der Palisade vor sich geht. Das, was da angekündigt ist, klingt nach strategischem ...", sie stockte kurz und entschied sich dann doch für die drastische Formulierung, "Schwachsinn. Ich will wissen, wer diese Maßnahme seitens des Militärs entschieden hat oder ob da überhaupt jemand für verantwortlich ist. Ich hoffe, daß ich mich irre und irgendwas anderes getan werden soll als das, was ich da gerade befürchte. Sichtet die Lage vor Ort und schätzt nach militärischen Gesichtspunkten Aufwand und Nutzen des Geplanten ab."
Aufgebracht entstand eine kurze Pause, bis sie noch hinzufügte:
"Für das, was ich mir da gerade ausmale, was da passieren soll, bin ich nicht mal bereit, auch nur Luca eine Schaufel in die Hand zu drücken und irgendwessen Arbeitskraft hier auf sowas zu verschwenden!"

Eine Hand in nachdenklicher Geste vor die Lippen gehalten, starrte sie eine Weile über das mißachtete restliche Brötchen hinweg. Dort wurde sich in solchem Unfug bei der Befestigung nun verzettelt, und hier waren die Wehrmauern nur mit der nötigsten Besatzung versehen... "Und wir haben uns aufgeregt, daß vor dem Graben Häuser gebaut wurden und der Wald auf der Westseite bis ans Wasser ranwächst?!", ereiferte sie sich zynisch in Gedanken, dann atmete sie brummig aus. Das arme Adoran wurde ihr immer unsympathischer. Sie schob den Teller beiseite, rieb sich die Stirn.
"Und ich sollte mir endlich abgewöhnen, beim Frühstück mit Arbeit anzufangen."
Rafael von Arganta

Beitrag von Rafael von Arganta »

Rafael runzelte die Stirn ob des Schreibens setzte sich dann an den Schreibpult und antwortete prompt

Werter Herr Cor,

ich frage mich ob es gut wäre Steine für so etwas zu benutzten wo wir doch diese für die Mauer dringend benötigen.
Des weiteren wollt ihr wahrlich einen Graben ziehen? Wer gab jene Anordnung?
Ich werde euch meinen Knappen vorbeischicken, weiht ihn bitte in die Nötigen vorgesehenen Schritte ein, auf das er mich informieren kann.

Rafael Graf von Arganta
Ritter der Krone Alumenas
Ratsherr zu Hohenfels
Lord der Allianz
Leah Katuri

Beitrag von Leah Katuri »

Die Assoziationen sowie die eigenen Vorstellungen zu dem, was passieren könnte, wenn sie das ganze auf die lange Bank schieben würden, funktionierten und so würde man recht bald einen jungen Burschen auf dem Weg zu dem Herren al Cor sehen können.
In seinen Händen ist kein Schriftstück ersehbar, sodass er, sobald an seinem Ziel, geduldig warten wird, bis Fabrizio erscheinen und ihn anhören wird.

"Ich soll euch mitteilen, dass die Knappin der Milady von Hohenfels in den Abendstunden sich den Arbeitsprozess ansehen wird. Sie wünscht eine genaue Aufklärung über den Bauprozess und in welcher Weise die Planung entstand. Sie hofft, ihr werdet dafür die Zeit aufbringen können und wird auch gern etwas früher erscheinen."

Offensichtlich hatte die Bezahlung diesmal gefruchtet und Leah hatte Glück...der Junge verstand sich auf Worte und wird sich auch ebenso höflich verneigen, sobald er verabschiedet wird mit einem entsprechenden Dank oder einer Antwort.
Zuletzt geändert von Leah Katuri am Mittwoch 4. März 2009, 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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