„Ja mein Meister, ich werde dich und Vater nicht enttäuschen“ waren die Worte als Shan’Rhyl dem Mittellethyren Mory’tael den Rücken kehrte und aus dem Letharenunterschlupf hervortrat. Er hatte seine Aufgabe aufgetragen bekommen, die er sobald wie möglich erfüllen sollte. Jene Aufgabe würde ihn aus der Obhut des Mory’tael entlassen und zu einem gleichgestellten Lethyren aufsteigen lassen. Morgen, morgen würde er in Richtung Varuna marschieren, doch nun wollte er Kräfte sammeln um seine Aufgabe gewissenhaft erledigen zu können.
Die Abenddämmerung war bereits eingetroffen als Shan’Rhyl dem Schlachtfeld näher kam. Am Leib trug er nicht wie die Tage zuvor seine Kampflederrüstung und auch seinen Stab hatte er zurückgelassen. Nichts befand sich an seinem Körper was darauf hindeuten hätte können das er ein Mitglied der Bruderschaft der schwarzen Klaue war. Er trug einen beigenen Umhang, ebenso einen Mantel in jener Farbe. An den Füßen trug er dunkle Stiefel aus Zweikopfleder und die Kapuze war tief ins Gesicht gezogen, sodass man nicht im Schatten dieser sein dunkelblaues Gesicht erkennen konnte. Unter der Robe befand sich der kleine Käfig mit den Ratten um einen kurzen Strick gebunden. Diese waren durch und durch mit der disharmonischen Energie des Vaters die Mory’tael seit geraumer Zeit heranzüchtete. Allerhand Krankheiten die er finden konnte trugen jene inne.
Es war nur noch ein kurzes Stück bis zu dem einzigen Zugang der Stadt, die Ostbrücke welche jedoch alzugut bewacht war! Ruhig sondierte der Junglethyr mit seinen scharfen Augen die Lage. Ein leises knurren widerfuhr ihm als er einige Angehörige des Clan’s Hinrah sowie der Allianz des Lichtes Wache halten sah. Doch es half nichts. Vater durfte einfach nicht enttäuscht werden, immerhin musste er sich beweisen ob er seiner Gunst würdig war. Versagen würde nicht gedulded werden!
Seine Schritte wurden immer desorientierter, die Haltung war gebückt und sein Haupt war zu Boden geneigt, als er über die Brücke auf das Stadttor hinzuschritt. Wie jedoch erwartet kam er nicht weit, ehe sich die angehörige des Clans vor ihm aufbaute. Sie ließ ihm verlauten das er ohne sein Gesicht zu zeigen, nicht die Stadt betreten dürfe. Mit gespielt demütiger Stimme versuchte Shan’ ihr klar zu machen das es sich bei ihm um einen flüchtigen handele der Unterschlupf in Varuna suche. Doch es half nichts. Unerwartet, jedoch passend kam in jenem Moment ein ‚Rudel’ Orks die einige der Wachen angriffen. In dem durcheinander stolperte er geradezu weiter auf das Stadttor hinzu, doch unglücklicherweise umgriff die Hinrah ihn und drückte ihm zu Boden. Ob es zu seinem Schutz, oder dem Schutze Varunas galt wurde ihm daraus nicht ersichtlich. Doch es war ihm egal. Sein Gedanke in dem durcheinander hindurch zu schlupfen war fehl geschlagen.
Als sie die Lage beruhigt hatte, versuchte die Hinrah seine Kapuze vom Kopf zu ziehen, doch dies wusste der Letharf zu verhindern. Schützend hielt er sich die Hände vors Gesicht und stammelte das es ihm unangenehm war sein Gesicht in der Öffentlichkeit zu zeigen. Es sei unermesslich entstellt und er würde die Anblicke nicht verkraften. Die Hinrah schlug vor, das er in Varuna an einem unbelebten Platz sein Gesicht offenbaren sollte, damit es nicht jeder sehen würde. Natürlich willigte Shan’ darauf ein, auch wenn es ihm nicht im Traum eingefallen wäre sein Gesicht zu offenbaren. Sie hätten ihn sofort gefangengenommen oder gar getötet, doch so kam er zumindest durch das Stadttor.
Sie betraten einen Raum recht nahe der Stadtmauer, wo er sich an ein Wand stellen sollte. Es waren nun zwei Hinrahs und eine dieser hielt seine Ärme fest. Sie boten ihm zwei Möglichkeiten an. Entweder er würde sein Gesicht zeigen, und wenn es wirklich so entstellt wäre, würde ihm einlass geboten werden. Oder er wurde wieder nach draußen geführt und dürfte nicht eintreten. Nach einer kurzen Pause entschied er sich für die zweite Möglichkeit, und so kam es das er wieder abgeführt wurde, doch diesmal hielt sie nur einen seiner Arme fest. Die freie Hand bahnte sich ihren Weg unter der Robe um an dem Käfig Schloss zu nesteln. Im inneren schien es seltsam ruhig, als wüssten die Ratten um was es ginge, kein quieken, keinen pieps gaben sie von sich. Als er über die Schwelle der Türe trat stolperte er auf einmal in einem Moment der Unachtsamkeit der Hinrah’s. Beim Fall sprang das Türchen des Käfigs auf und die Ratten entflohen in die Freiheit, in die Innenstadt Varunas! Jetzt war der Moment der Wahrheit, hatte es denn jemand bemerkt? Beim aufrichten schweifte sein Blick über die Anwesenden wobei er sein Haupt sofort wieder senkte. Anscheind hatte es niemand wahrgenommen, sein unterfangen war geglückt! Shan’Rhyl wurde wieder zur Brücke geleitet wo ihm der Weg offenstand. Etwa auf dem Mittelteil es Übergangs blieb er noch einen Moment stehen um seinen Erfolg auszukosten. Für einen Bruchteil einer Sekunde durchstriff ein diabolisches grinsen seine Gesichtszüge, ehe er seinen Weg in die Heimat gen Rahal fortsetzte. Es würde nicht mehr lange dauern bis die ersten Bürger Varunas mit allerhand Krankheiten infiziert werden würden.Wenn alles gelang wie es geplant war, würden die Truppen und Gardisten Varunas dadurch geschwächt werden, doch nun musste er so schnell wie möglich zu seinem Meister Mory’tael und ihm Bericht über die geglückte Aufgabe zu erstatten.......
Die Aufgabe des Junglethyren...
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Akyrlaer
Akyrlaer wußte nichts von dem Junglethyren und seinem Auftrag. Es war ihr auch gleich. Die riesenhaften Ratten kamen ihr mehr als gelegen.
Ihr Auftrag war simpel in Worte zu fassen aber tückisch in der Ausführung: Vergifte die Brunnen der Stadt.
Fünf Päckchen hatte sie bereit gestellt. Eins für jeden Brunnen. Zwei für die Wasserstellen des Tempels.
Die Teiche ignorierte sie. Das Wasser war abgestanden, Planzen trieben darin, es war untrinkbar ohne krank zu werden. Krankheit. Siechtum. Pestilenz. All dies war nun ihr Element, ihr Geschenk an diejenigen, welche dem Ansturm Rahals trotzen wollten.
Von Alchemie verstand sie wenig. Doch erinnerte sie sich an die Worte die man ihr gab. Krötenlaich. Efeu. Seerosenblätter. Rattenkadaver. Nachtschatten, Fliegenpilze, sorgsam hatte sie sie gehütet, gewürfelt wie Pilze und dann in Beutel verpackt.
Die Idee mit dem Pyrian kam ihr erst später. Sicher. Die Taschen mußten zum Grund sinken. Pyrian würde sie beschweren und der Staub würde brennen in den Kehlen und im Magen. Ihr gefiel der Gedanke gut genug um ihr Werk mit etwas Schwefel ab zu runden. Sollten sich die Heiler und Templer hier doch die Zähne dran ausbeißen, welch eigenartige Krankheit die Bürger befallen habe, würde das Gift sich erst im Wasser verteilen und einen jeden Bandagengang und einen jeden Schluck für die dürstende Kehle zur bitteren Qual machen.
Der Angriff mit den Brandpfeilen kam ihr nur gelegen. Der Herr fügt es. Welch besseren Grund, einen Brunnen auf zu suchen, konnte es schon geben?
Es war einfach ihre kleinen Geschenke in die Brunnen ab zu senken. Doch die Wirkung selbst sollte sie vollends überrumpeln.
Schaudernd blickte sie über die Schulter hinweg zu der brennenden Stadt. Was hatte sie getan?
Ihr Auftrag war simpel in Worte zu fassen aber tückisch in der Ausführung: Vergifte die Brunnen der Stadt.
Fünf Päckchen hatte sie bereit gestellt. Eins für jeden Brunnen. Zwei für die Wasserstellen des Tempels.
Die Teiche ignorierte sie. Das Wasser war abgestanden, Planzen trieben darin, es war untrinkbar ohne krank zu werden. Krankheit. Siechtum. Pestilenz. All dies war nun ihr Element, ihr Geschenk an diejenigen, welche dem Ansturm Rahals trotzen wollten.
Von Alchemie verstand sie wenig. Doch erinnerte sie sich an die Worte die man ihr gab. Krötenlaich. Efeu. Seerosenblätter. Rattenkadaver. Nachtschatten, Fliegenpilze, sorgsam hatte sie sie gehütet, gewürfelt wie Pilze und dann in Beutel verpackt.
Die Idee mit dem Pyrian kam ihr erst später. Sicher. Die Taschen mußten zum Grund sinken. Pyrian würde sie beschweren und der Staub würde brennen in den Kehlen und im Magen. Ihr gefiel der Gedanke gut genug um ihr Werk mit etwas Schwefel ab zu runden. Sollten sich die Heiler und Templer hier doch die Zähne dran ausbeißen, welch eigenartige Krankheit die Bürger befallen habe, würde das Gift sich erst im Wasser verteilen und einen jeden Bandagengang und einen jeden Schluck für die dürstende Kehle zur bitteren Qual machen.
Der Angriff mit den Brandpfeilen kam ihr nur gelegen. Der Herr fügt es. Welch besseren Grund, einen Brunnen auf zu suchen, konnte es schon geben?
Es war einfach ihre kleinen Geschenke in die Brunnen ab zu senken. Doch die Wirkung selbst sollte sie vollends überrumpeln.
Schaudernd blickte sie über die Schulter hinweg zu der brennenden Stadt. Was hatte sie getan?
- Mory'tael
- Beiträge: 24
- Registriert: Sonntag 6. September 2015, 14:17
Seit seinen Tagen als Junglethyr züchtete Mory diese Ratten für seinen damaligen Meister. Gefangen für ihn von einer Temoragläubigen vor dem Ausbruch der ersten Pestplage trugen diese schon lang diese Krankheiten in sich. Genährt hat Mory diese Brut mit des Vaters disharmonischer Melodie und sie gemästet mit allem was ihrem Blut noch weitere Krankheiten hinzufügen könnte. Ein lange Zeit der Versuche lag nun hinter ihm, doch war es am Ende geschafft. Sie waren die zu Fleisch gewordene Pest und bereit ihren Teil für des Vaters Plan zu leisten.
Es würde an Morys Schüler liegen diese Tiere in Varuna einzuschleusen um seinerseits seinen aufstieg in den Rang des Mittellethyren einen Schritt weiter zu bringen. Sollte Es gelingen würden alle beteiligten zufrieden abwarten können bis Varuna seine Flaggen streicht. Sollte Morys Schüler jedoch versagen, würde Leid sein Lohn sein und die Pein des Schmerzes sein Begleiter. So oder so Mory würde sich af die eine oder andere Art um seinen Schüler zu kümmern wissen, komme da was wolle.
http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=1033
Es würde an Morys Schüler liegen diese Tiere in Varuna einzuschleusen um seinerseits seinen aufstieg in den Rang des Mittellethyren einen Schritt weiter zu bringen. Sollte Es gelingen würden alle beteiligten zufrieden abwarten können bis Varuna seine Flaggen streicht. Sollte Morys Schüler jedoch versagen, würde Leid sein Lohn sein und die Pein des Schmerzes sein Begleiter. So oder so Mory würde sich af die eine oder andere Art um seinen Schüler zu kümmern wissen, komme da was wolle.
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