Lehrmeister oder Alter Narr?

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Sardok Telkontar

Lehrmeister oder Alter Narr?

Beitrag von Sardok Telkontar »

Und wieder ging die Sonne auf. Es war eigendlich verwunderlich, dass Sardok normal aufstand, und sich seinen Aufgaben widmete. Hatte er nicht etwas vergessen? Zerrt das Alter mittlerweile auch an dem Gedaechtniss? Das war eine ueberlegung wert fand der Alte. So setzte er sich in seinen Sessel, und begann nachzudenken. Der Alltag war zwar schoen... Doch da war doch etwas.... Das zwitschern der Voegel verriet es ihm dann. Ein Naturnaher Junger Bursche.... Er hatte sich die Freiheit erkaempft, und sich unter die Haende Sardoks gelegt, um von ihm zu lernen. Ja.. das war es gewesen, was ihn jeden Tag fuer einen Moment bedrueckte.

Kurz war der gedanke dagewesen, doch dann wurde er vergessen, und plagte nurnoch den ganzen Tag. Den ganzen Tag dachte er doch an etwas... nur was war es? Genau das war es. Der Junge Manuel Farra war der Grund fuer die Taeglichen langen stunden, fast schon voller Qual weil er nicht an ihn dachte.
Aber war das nicht Egoistisch ? Konnte er sich ueberhaupt noch vor ihm blicken lassen?

Langsam bekam Sardok es mit der Angst zu tun. War das nicht eine der Sieben etappen bis zum Tod? Die vergesslichkeit und Schusseligkeit, was den Alltag betraf? Auch darueber dachte er nach. Doch er hatte doch eine Aufgabe zu erfuellen. Den Jungen Mann, den Jungen Herr Farra unterrichten, und ihm alles beibringen, was man jemals erfahren konnte. Jeder einzelne Gedanke musste ihm Preisgegeben werden, sodass eventuell er in seine Fußstapfen treten koennte.

Der Alte hat vieles Falsch gemacht, darum moechte er wohl das der Herr Manuel Farra ein besseres Leben erhaellt.
Erst die Fruehe Heirat im Alter von 16... Dann der besuch an der Magierschule... Das Amt auf Dalaran als Priester... Seine Kinder, wovon die Juengste schon den Kreislauf der Natur aufgesucht hatte.

Vieles hatte er erlebt, doch diesmal musste er seine bestimmung gefunden haben. Auch er errinerte sich daran, wie es damals war.. Als die Hilfe von Tithus ihn zu Horteras brachte. Und was war davor ? Eine Templerschaft in Rahal? Ja.. sogar getroffen hatte er sich bereits mit einem Templer.. und beitreten wollte er ihnen.
Doch dann kam die Erfahrung ueber Horteras... der Freiheit... Soviele Schrecken hatten die Menschen aus Rahal verbreitet.. War es wirklich ein Volkomener Gott? Nein das war er nicht, und deshalb musste auch Horteras der Richtige sein. Er Verkoerperte die Freiheit, und seine Anhaenger waren Weise und wussten stets was zu tun war, um die Freiheit zu verteidigen. Ein Dorf voller Angst, was von Tithus beschuezt wurde. War hier der Ort an dem Sardok Helfen musste? Ja das war er. Und zu heutigen Tagen, verkuendet er die Freiheit im Namen der Sternenjuenger...

Das war er was die Zukunft fuer ihn bereit hielt. Durch seine Traeume, wurden die Sternenjuenger gegruendet, und sie sind erfolgreich in dem was sie tun. Alles in allem, hatte sich das Leben des alten zum Positiven gewendet. Und bei Manuel sollte es stets Positiv sein.

Sodann packte er seine Tasche erneut, und reiste mit einem Pferd nach Bajard. Dort wollte er seinen ehemaligen... oder immernoch bestehenden Schueler zu finden, um ihn endlich wieder zu Lernen. Denn dieser Junge hat es verdient, war seine Vergangenheit doch bis jetzt auch schon Hart. Das Leben des Alten durfte sich nicht noch einmal wiederholen, er musste Manuel auf einen Anderen weg lenken. In Bajard angekommen, ging es los.. die Suche nach Manuel Farra.
Manuel Farra

Beitrag von Manuel Farra »

Schon seit einigen Wochen spürte Manuel irgendwie eine rastlose Unruhe in sich, genauer gesagt, seit er den Sternenjüngern beigetreten war. Irgendwie hemmte ihn das mehr, als daß es ihn beflügelte. Hinzukam daß Loralith fort war. Sie hatte sich auf eine längere Reise begeben und Manu vermisste sie sehr. Irgendwie hatte er sie schon fast als kleine Schwester angesehen. Auch Sardok, sein Mentor und Lehrmeister, schien irgendwie wie vom Erdboden verschluckt worden zu sein. So oft er nach Bajard ging oder zu Sardok's Haus, nie traf er ihn an.

Tithus war natürlich fast immer anzutreffen, aber hatte immer entweder zu tuen oder wurde von Leuten umlagert, die irgendwas von ihm wollten. Mehr als ein kurzes Gespräch war da nie drin und so wurde er immer ruheloser. Val war auch wieder für eine ganze Weile im Wald verschwunden. Ihm gefielen diese Trennungen von ihr nicht, aber er er akzeptierte, daß sie nun, wie er selber auch, Aufgaben in einer Gemeinschaft hatte, denen sie nachkommen mußte.

Dennoch war das Leben im Moment nicht so, wie er es sich erhofft hatte. Zu den anderen Sternenjüngern, die er teils nur flüchtig kannte, hatte er nur wenig Kontakt. Er wußte auch daß er mehr für die Gemeinschaft tuen sollte, nein müßte. Irgendwie konnte er sich dazu aber jedoch nicht aufraffen. Eine Zeit der Stagnation war für ihn angebrochen, doch er hoffte daß Loralith bald wiederkommen, Sardok wieder auftauchen und auch Val wieder mehr Zeit haben würde. So konzentrierte er sich auf seine Gebete zum Sternenvater, verfiel oft in Phasen tiefer Meditation, die teilweise einige Tage andauerten. Er nahm rein mechanisch in dieser Zeit zwar immer wieder ein wenig Nahrung und Wasser zu sich, doch ansonsten war er von der Außenwelt entrückt.

Mental waren diese Phasen der tiefen Meditation jedoch sehr wichtig, sie festigten seinen festen Glauben an den Sternenvater und auch die Erkenntnis nun endlich auf dem richtigen Weg zu sein.

So machte er sich wieder ein mal auf den Weg nach Bajard, er hoffte Sardok oder Tithus zu treffen.
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