Neroith verharrte nachdenklich in seiner Kammer.
Die Angriffe der letzten Tage auf Angehörige der
Eisenwart gaben ihm zu denken. Hatte er sich doch
einst in die Gemeinschaft um den Fürsten begeben,
weil er sich nach Unauffälligkeit sehnte. In den Heer-
scharen der Legion genoss er es "Einer unter Vielen"
zu sein. Doch der drohende Krieg, so schien es ihm,
würde dies sicher zu zerstören wissen. Es war Zeit
zum Handeln. Neroith schritt zur Türe, öffnete sie.
Spähte in den langen Gang der Burg und zog sich
dann wieder in sein Zimmer zurück. Die Tür wurde
verschossen. Er begab sich zu einer mächtigen Truhe.
Hob eine Kette mit Schlüssel von seinem Hals und
ließ das Kistenschloss aufspringen. Er schloss kurz die
Augen und mochte erfreut scheinen als er den Stoff einer
Grau-Schwarzen Robe mit Rabenemblem unter seinen
Fingern spürte. Behutsam wurde sie in seinem Rucksack
verstaut. Doch die Kiste bot noch weitere nützlich zu
scheinende Gegenstände.
Einige Phiolen mit rötlicher Flüssigkeit und ein krumm-
gezackter Dolch verstaute er ebenfalls.
Er würde unbemerkt bei Nacht ausziehen um das Handwerk
auszuführen, welches er neben seiner Schreiberei
so gut beherrschte und für dessen Meisterlichkeit
unzählige unaufgeklärte Morde ihr Zeugnis abgaben.
Dem furchteinen Richter würden sicherlich auch Tote
innerhalb der Festungsmauern gefallen. Doch würden
Neroith einige Tiefländerköpfe augenblicklich
weitaus mehr befriedigen.
Das Blut der Feinde
- Neroith
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- Registriert: Freitag 31. Oktober 2008, 04:44
Das Blut der Feinde
btw. : Ruhm und Ehre der Eisenwart!
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