Sie wusste wohl das es jetzt nicht der richtige Augenblick war diesen Schritt zu gehen, jedoch wann wusste man dies schon? In dem ganzen Wirrwarr des Krieges welcher nun tobte würde es so schnell niemanden auffallen. Doch sie hatte diesen Entschluss gefasst und wollte davon nicht mehr abweichen. Mit einem kleinen Beutel unter dem Arm stand sie nun vor dem Gebäude der Allianz. Es war nur ein kurzes Prozedere, jedoch für Dalana war es der wohl schwerste Gang ihres Lebens. Mit dem abstreifen des goldenen Gildenringes, sowie dem Ablegen der Gildenkleidung, verlor sie wohl eines der wichtigsten Dinge die sie je besessen hatte; ihre Familie.
Mit tränenfeuchten Augen blickte sich die Schützin ein letztes Mal in dem Raum der Allianz des Lichtes um, um noch einmal in Erinnerungen zu schwelgen. Viele besondere und viele liebenswerte Menschen, sagte sie nun still und heimlich Lebewohl. Es war ihr in diesem Moment gar so als höre sie noch ihre Stimmen, wie sie lachten, wie sie scherzten und ja auch wie sie stritten. Hier hatte sie Geborgenheit gefunden, hier wurde ihr Aufmerksamkeit entgegen gebracht und selbst Liebe hatte sie hier erfahren.
Schnell legte sie das kleine Bündel auf den Tisch, denn die Frage der Richtigkeit ob ihres Handelns kroch empor. Hastig ging sie nach draussen und als das Schloss der Tür hinter ihr einrastete, war es ihr als ob etwas in ihrem Herzen verschlossen wurde. Sie drehte sich noch einmal um. Von Anfang an hatte sie die Allianz begleitet dabei geholfen das sie wuchs. Wie ein kleines Baby bei dem man auf Schritt und tritt dabei ist, von dem ersten Krabbel versuchen bis hin zu seinen ersten Schritten.
Dalana spürte den Wind in ihrem Rücken und in ihrer Einbildung war es gar als versuche er sie zurück zu drücken, zurück zu dem Stein, auf dem sich nun nicht mehr ihr Name befand. Energisch schüttelte sie den Kopf, ihre Gründe waren einfach zu Gewichtig als das sie sich noch einmal um entscheiden würde. Zuviel Unordnung brachte sie in die Allianz, zuviel Verwirrung. Bevor sie noch mehr Kaputt machen würde, geht sie einfach, es war und ist das Beste.
„Lebt wohl Freunde“ hauchte sie leise. „ Ich werde euch immer in meinen Erinnerungen bei mir tragen.“ Mit diesen letzten Worten machte sie kehrt und verließ nun für immer ihre Familie und ob sie nicht auch ihr Leben hier in diesem Land hinter sich lassen würde, dass konnte sie zu diesem Augenblick nicht mit Bestimmtheit sagen. Jedoch der Gedanke das Land zu verlassen, wuchs in ihr.