Die in roten Roben gekleideten Männer und Frauen standen im Halbkreis. Jeder von Ihnen trug eine Fackel in der linken Hand, und hielt sie gen Kreismitte, und ein Summen ward vernommen. Die Waldlichtung wirkte düster und der flackernde Schein der Fackeln unterstrich diese Stimmung. Einer der maskierten Männer erhob das Wort.
„Kra’thor, Unser Leib soll Dir gehören. Dein Weg sei der unsrige. Zeige uns Deine Macht. Erhebe Dich aus dem Exil. Komm und benutze Deine Diener, gib uns ein Zeichen.“
Der Mann verstummte, und das Summen wurde lauter. Wieder einmal passierte nichts. Nur ein Rabe krächzte als Antwort auf diese Ansprache. Dann blieb es still, und die Versammlung löste sich einige Zeit später auf, um irgendwann erneut zusammen zu treffen…
Des Nachts
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Mirngalf
Des Nachts
Zuletzt geändert von Mirngalf am Sonntag 18. Dezember 2005, 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Mirngalf
Der Beweis
Diesmal war es etwas besonderes. Diesmal musste es funktionieren. Diesmal ging es um Leben und Tod.
Die Gerüchte gingen um, Rahal versammle seine Truppen. Eine Schlacht stünde bevor.. Kra'thor liebte Schlachten. Er musste sie Lieben. Nirgendwo sonst gab es so viele Tote wie bei Schlachten.
Die zwei rot berobten und maskierten standen allein vor ausgewählten der Bruderschaft der schwarzen Klaue. "Kra'thor ist noch immer mächtig. Er hat den ersten Fall Varunas herbeigeführt, er wird es wieder tun können" Er zitterte leicht, stützte er sich doch nur auf Thesen, wage Vermutungen, und seinen Glauben. "Beweist es". Mirngalf wusste dass es so kommen würde. Und er hatte insgeheim sogar darauf gehofft.
Nun ging es um alles. Er forderte Kra'thor heraus. Er musste doch spüren dass Mirngalf ihm die Seelen auf dem Silbertablett überreichen wollte.
"Nennt mir einen Ort, an dem Menschen begraben sind, oder gehen wir in die Krypta Alatars" schlug er herausfordernd vor, doch der Praeceptor lehnte es ab, die eigenen Toten ins Leben zurückrufen zu lassen.
Am Friedhof Varunas angekommen, bat Mirngalf die Alatars-Diener ein Grab auszusuchen. Verhöhnend deutete einer der Diener auf das Grab Bandurs, einem Streiter der Lanze der Königin "Das dort". Es machte keinen Unterschied für Mirngalf und seine Begleitung, denn wenn dies schief gehen würde, könnten sie sich ohnehin gleich von den Dienern Alatars begraben lassen. So fingen sie an zu flehen...
"Kra'thor, Seelenhüter, großer Richter, schenke uns ein Zeichen. Beweise den Dienern Alatars Deine Macht, komme hervor, und zeige Deine Anwesenheit.." Einige Sätze später grub sich eine Skeletthand aus dem Grab und wenig später hatte sich das Skelett komplett freigegraben. Erstaunt über die Kraft des Skeletts trat Mringalf einen Schritt zurück und fiel sogleich wieder auf die Knie. "Er hat uns erhöhrt. Richter, Unser Leben soll Dir gehören. Dein sind unsere Seelen und Dein Sollen die Seelen aller Lebewesen sein."
Mirngalf weinte eine kleine Träne hinter seiner Knochenmaske, die eine bösartige Fratze zeigte, wie eh und je. Seiner Stimme merkte man seinen Gefühlsausbruch jedenfalls nicht an. "Lasst uns die Toten der Schlacht Kra'thor weihen, und er wird dafür sorgen, dass der Sieg Euch gewiss ist." "Die Seelen der Diener Alatars werden von Alatar empfangen, und gehütet." "Die Wahrheit.. kennen wir doch alle", sagte Mirngalfs Begleitung etwas forsch. "Kra'thor ist der Diener, Alatar der Herr. Vergesst die Machtverhältnisse nicht Kultler". Mirngalf antwortete nicht darauf, sondern ließ ihn in dem Glauben, auch wenn er es spätestens jetzt besser wusste. "Seid bereit, wenn wir angreifen. Kommt hinzu wenn ihr die Schreie hört aus Varuna. Dann ist die Zeit gekommen"
Die Gerüchte gingen um, Rahal versammle seine Truppen. Eine Schlacht stünde bevor.. Kra'thor liebte Schlachten. Er musste sie Lieben. Nirgendwo sonst gab es so viele Tote wie bei Schlachten.
Die zwei rot berobten und maskierten standen allein vor ausgewählten der Bruderschaft der schwarzen Klaue. "Kra'thor ist noch immer mächtig. Er hat den ersten Fall Varunas herbeigeführt, er wird es wieder tun können" Er zitterte leicht, stützte er sich doch nur auf Thesen, wage Vermutungen, und seinen Glauben. "Beweist es". Mirngalf wusste dass es so kommen würde. Und er hatte insgeheim sogar darauf gehofft.
Nun ging es um alles. Er forderte Kra'thor heraus. Er musste doch spüren dass Mirngalf ihm die Seelen auf dem Silbertablett überreichen wollte.
"Nennt mir einen Ort, an dem Menschen begraben sind, oder gehen wir in die Krypta Alatars" schlug er herausfordernd vor, doch der Praeceptor lehnte es ab, die eigenen Toten ins Leben zurückrufen zu lassen.
Am Friedhof Varunas angekommen, bat Mirngalf die Alatars-Diener ein Grab auszusuchen. Verhöhnend deutete einer der Diener auf das Grab Bandurs, einem Streiter der Lanze der Königin "Das dort". Es machte keinen Unterschied für Mirngalf und seine Begleitung, denn wenn dies schief gehen würde, könnten sie sich ohnehin gleich von den Dienern Alatars begraben lassen. So fingen sie an zu flehen...
"Kra'thor, Seelenhüter, großer Richter, schenke uns ein Zeichen. Beweise den Dienern Alatars Deine Macht, komme hervor, und zeige Deine Anwesenheit.." Einige Sätze später grub sich eine Skeletthand aus dem Grab und wenig später hatte sich das Skelett komplett freigegraben. Erstaunt über die Kraft des Skeletts trat Mringalf einen Schritt zurück und fiel sogleich wieder auf die Knie. "Er hat uns erhöhrt. Richter, Unser Leben soll Dir gehören. Dein sind unsere Seelen und Dein Sollen die Seelen aller Lebewesen sein."
Mirngalf weinte eine kleine Träne hinter seiner Knochenmaske, die eine bösartige Fratze zeigte, wie eh und je. Seiner Stimme merkte man seinen Gefühlsausbruch jedenfalls nicht an. "Lasst uns die Toten der Schlacht Kra'thor weihen, und er wird dafür sorgen, dass der Sieg Euch gewiss ist." "Die Seelen der Diener Alatars werden von Alatar empfangen, und gehütet." "Die Wahrheit.. kennen wir doch alle", sagte Mirngalfs Begleitung etwas forsch. "Kra'thor ist der Diener, Alatar der Herr. Vergesst die Machtverhältnisse nicht Kultler". Mirngalf antwortete nicht darauf, sondern ließ ihn in dem Glauben, auch wenn er es spätestens jetzt besser wusste. "Seid bereit, wenn wir angreifen. Kommt hinzu wenn ihr die Schreie hört aus Varuna. Dann ist die Zeit gekommen"
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Niamh
Aufgeregt war sie nicht, das war sicher. Warum auch? Vollkommen überzeugt war Niamh von ihrem Vorhaben, sicher dass es gelingen würde und ebenso sicher, dass es richtig war. Insgeheim grinste die unter ihrer Maske über diese Kindermenschen, die sich mit aller Kraft an ihren falschen Glauben hängten, ihn gegen alle Regeln der Vernunft verteidigten, ihre nutzlosen Götter verehrten. Wenn sie sich doch nur selber sehen könnten! Doch Niamh wusste es besser, die Folgerung war Lückenlos und lies nur eine Antwort zu: Kra'thor.
Herrscher über die Verstorbenen Seelen, Richter des letzten Tages. Über jedes einzelne Schicksal entscheidet er, am Ende jedes Lebens wartet sein prüfender Blick und die Entscheidung für die folgende Ewigkeit. Und das macht per Definition die Huldigung jedes anderen Gottes hinfällig. Mächtig waren die anderen nur in der irdischen Welt, schimpften den Seelenfresser einen Dämon, keinen richtigen Gott. Und doch verfügten sie über die Menschen nur in der Endlichkeit deren Lebens. Die Unendliche Zeit des körperlichen Todes dagegen war alleiniger Machtbereich des Richters.
Noch einmal nickte Niamh sich selbst bestätigend zu. Die Schlussfolgerung war unausweichlich, ein Leben welches nicht Kra'thor gewidmet würde war nutzlos. Ihr Leben würde nicht Nutzlos sein, denn sie hatte die Wahrheit erkannt. So stimmte sie in Mirngalfs Worte ein: "Richter des Jenseits, erwecke diesen Toten als Zeichen deiner Macht!" Die Überraschung, als die Hand des Skeletts den rauen Boden des Grabes durchstieß hielt sich nur einen kurzen Augenblick. Auf die Knie sinkend erschauderte Niamh vor der Tatsache, dass Kra'thor selbst sich erbarmte einen seiner Untergebenen zu schicken, um ihnen den gewünschten Beweis zu erweisen.
Sich ihres Triumphes bewusst blickten die beiden Kultler Richtung der kleinen Gruppe von Alatardienern. Den Richter selbst einen Diener zu nennen war ein Fehler gewesen. Doch nicht Niamhs Aufgabe war es, den vorlauten Praefector in die Schranken zu weisen. Kra'thor selbst würde dies tun am letzten Tage dieses Sterblichen.
Herrscher über die Verstorbenen Seelen, Richter des letzten Tages. Über jedes einzelne Schicksal entscheidet er, am Ende jedes Lebens wartet sein prüfender Blick und die Entscheidung für die folgende Ewigkeit. Und das macht per Definition die Huldigung jedes anderen Gottes hinfällig. Mächtig waren die anderen nur in der irdischen Welt, schimpften den Seelenfresser einen Dämon, keinen richtigen Gott. Und doch verfügten sie über die Menschen nur in der Endlichkeit deren Lebens. Die Unendliche Zeit des körperlichen Todes dagegen war alleiniger Machtbereich des Richters.
Noch einmal nickte Niamh sich selbst bestätigend zu. Die Schlussfolgerung war unausweichlich, ein Leben welches nicht Kra'thor gewidmet würde war nutzlos. Ihr Leben würde nicht Nutzlos sein, denn sie hatte die Wahrheit erkannt. So stimmte sie in Mirngalfs Worte ein: "Richter des Jenseits, erwecke diesen Toten als Zeichen deiner Macht!" Die Überraschung, als die Hand des Skeletts den rauen Boden des Grabes durchstieß hielt sich nur einen kurzen Augenblick. Auf die Knie sinkend erschauderte Niamh vor der Tatsache, dass Kra'thor selbst sich erbarmte einen seiner Untergebenen zu schicken, um ihnen den gewünschten Beweis zu erweisen.
Sich ihres Triumphes bewusst blickten die beiden Kultler Richtung der kleinen Gruppe von Alatardienern. Den Richter selbst einen Diener zu nennen war ein Fehler gewesen. Doch nicht Niamhs Aufgabe war es, den vorlauten Praefector in die Schranken zu weisen. Kra'thor selbst würde dies tun am letzten Tage dieses Sterblichen.