Abreise der Königin

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Anara von Hohenfels

Abreise der Königin

Beitrag von Anara von Hohenfels »

Adrian drängte nun jeden Tag.
Sie verstand seine Sorge. Immerhin war der Mörder ihres Gatten, des Prinzen, nie gefunden worden. Und wenn nun alle Anzeichen auf Krieg standen, dann war es nur verständlich, dass ihr Bruder sie und die Thronfolger in Sicherheit wissen wollte.

Anara hatte mit Freude die jungen Gefolgsmänner in den Ritterstand erhoben, doch sobald sie ins Schloss zurückgekehrt war, hatte sie ihren Bediensteten die Anweisung erteilt, ihre Koffer zu packen.
Adrian hatte sie wissen lassen, dass heute Abend in Berchgard ein Schiff anlegen würde, um sie und ihr kleines Gefolge aufzunehmen und in die Sicherheit ihres Schlosses zu bringen.
Die Zeit drängte.

Als Adrian sie in den Schlosshof führte, wo ein Knecht die Pferde schon für sie bereit hielt, war sie noch dabei, sich ihre Handschuhe überzustreifen. Ihr Bruder hob sie in den Sattel und gab letzte Anweisungen. Das Packpferd wurde von dem jungen Sir Krenor mitgeführt, als alle im Schutze der einbrechenden Dunkelheit den Schlosshof verließen und in die Stadt ritten.
Erst als sich die jungen Ritter um sie formierten wie ein Schultzschild, erkannte sie unter Ihnen Sir de Arganta, Sir de Lore und auch Sir Lefar.
Die junge Königin fühlte sich sicher, folgte dennoch der fürsorglichen Anweisung ihres Bruders und schlug die Kapuze ihres Umhanges hoch.
Wäre dieser Ritt nach Berchgard nicht aus der Sorge um ihr Leben heraus geboren, so hätte sie ihn sicher genießen können. Doch Adrian drängte unermüdlich zur Eile.

Ganz fest drückte ihr Bruder sie an sein Herz und Anara war der Hals wie zugeschnürt.
Geschäftig wurde ihr Gepäck verladen und das Schiff zur Abreise klar gemacht.
„Ich will dich bald wieder sehen, Adrian… mach mich nicht unglücklich“ presste sie leise an seiner Schulter hervor und kämpfte mit ihren Sorgen und Befürchtungen; sah dann zu ihm empor und lächelte, versuchte zuversichtlicher zu schauen, als sie sich fühlte.
„Wenn ich Dich nur in Sicherheit weiß, Schwesterchen… dann wird schon alles gut werden. Auf mich passe ich schon auf.“ Adrian küsste Anara ein letztes Mal auf die Wange, dann ließ er sie los und ging über die Bohle an Land.
Da stand er… umgeben von den jungen Rittern, und hob zum Abschied die Hand.
Anara nahm die Rufe und Kommandos der Seeleute gar nicht wahr, sondern hielt die Reling fest umklammert und konnte den Blick nicht abwenden.
Würde sie diese mutigen und starken Männer wieder sehen, wenn sie eines Tages zurückkehrte?
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Farion Lefar
Beiträge: 189
Registriert: Donnerstag 16. Dezember 2010, 04:43

Auf"wiedersehen".

Beitrag von Farion Lefar »

Vorsichtig wurde das letzte Seil aufgewickelt und über den Steckpfosten am Pier gehangen. Aus der Formation heraus konnte Farion das bedrückte Gesicht beider Hoheiten gut erkennen auch jenes der Königen. War er doch vor kurzen selbst noch in Grauen Gedanken, jedoch ließ die Abreise ihrer Hoheit nichts gutes verkünden, ein Krieg wäre wohl das letzte was er gebrauchen könnte.
Jedoch würde er keinen Moment fürchten seinen Eid bis in den Tot zu erfüllen.
Temora zu Dienen
Dem Reich wie der Königen und ihren Königshause steht’s als Hand zu fungieren.
Kurz nachdem sich das Schiff aus der Sichtweite entfernte, trat er die Abreise Vorbereitung an.
Den Pferden wurde Wasser und Stroh gereicht, und das Gepäck welches soweit noch vorhanden wahr gut verstaut und überprüft.
Mit einen deutlichen Nicken zu seiner Hoheit kündigte er seine Bereitschaft an wieder nach Varuna zurückzukehren.
Aradan Krenor

Beitrag von Aradan Krenor »

Ernst und GEwissenhaft ging er der Aufgabe nach. Erst heute hatte er den Eid abgelegt und er wollte den Tag nicht mit einer so gewaltigen Schande und Niederlage beginnen. Aufmerksam strichen seine BLicke über die Landschaft doch es war ruhig und es sollte es bleiben. Sicher brachten sie die Königin auf das Schiff und Aradan wusste nur zu genau was die Sorgenvollen Blicke zwischen dem Grafen und seiner Schwester der Königinals Ursache hatten. Die Vorbereitungen waren aufgrund der wenigen Zeit die sie vielleicht noch hatten geradezu verschwindend gering und doch war er froh das der Graf es geschafft hatte die Königin so schnell und heimlich ausser Landes zu schaffen. Hier standen sie nun zu 5. und harrten gemeinsam der Dinge die da kommen würden. Währen Farion sich um die Rückreise vorbereitungen kümmerte war Aradan es der dem Grafen nicht von der Seite wich, war er als Leutnant seiner Garde und Ritter ihm gleich doppelt verpflichtet und jederzeit sein Leben für das seines Herren zu geben. Entschlossenen und aufmerksamen Ausdruckes bewachte er ihn ... nichts sollte an diesen Tage seiner körperlichen Gesundheit abträglich werden können ...
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Quarius Lore
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Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Beitrag von Quarius Lore »

Bedacht schaute er zu dem Grafen und der Königin, welche sich innig unterhielten; und in der Obhut der Ritter sich scheinbar sicher fühlten. Er stand scheinbar am weitesten Weg von allen, wankte dabei mit seinem Haupt von dem Geschwisterpaar zu Sir Krenor, seinem ehemaligen Gardekamerad und dem jetzigen Ritter, welcher nicht von der Seite des Grafens zu weichen schien. Dann fiel ihm die Bewegungen am Pier auf, sein ehemaliger Mentor Sir Lefar stand dort und machte das Schiff bereit zur Abfahrt; legte das Seil frei und es schien als schauten seine grünen Augen für einen Moment zu ihm....

Die Wasserwellen stießen auf die Plattform und dem Hang unterhalb des Docks, sie spürten die Wellen nur untehalb ihrer Füsse, durch das prasseln des Geräusches von Wasser auf Holz.
Die Dunkelheit und der salzige Meeresgeruch ließ ihn einmal tief durchatmen und in seinen Gedanken, Hoffen...Hoffen das nichts schlimmeres Geschehen würde als das was zu werden begann...mit gemischten Gefühlen aus Glück und Bestürtztheit wendete er dann sein Haupt zu jenem Ritter...Sir de Arganta...
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...
Adrian von Hohenfels

Beitrag von Adrian von Hohenfels »

Endlich war sie bereit zur Abreise. Er musste ihr wie ein Antreiber vorgekommen sein. Und so hatte er sich auch gefühlt. Es blieb keine Zeit, nun wo sich Gerüchte und Anzeichen so verdichteten, dass der Grafschaft und ihren Truppen eine harte Zeit und Prüfung bevorstehen mochte. Wie sehr wäre dem möglichen Feind in die Hand gespielt, würde ein Angriff gar die Königin selbst in Gefahr bringen. Er schüttelte den Kopf, für die anderen die Königin und sicher waren sie daher auch in Sorge. Für ihn war sie mehr, seine kleine Schwester. Sie hätte nicht die Königin sein müssen, er hätte sie dennoch von hier fortgeschafft. Doch so hatte er wenigstens ein Argument, dass ihrem hübschen Sturkopf verständlich war. Sie wäre wohl nicht gegangen, wäre dieses nicht gewesen. Er kannte sie zu gut.

Bald schon war das Gepäck aufgeladen und die kleine Gemeinschaft, die sich unter dem Siegel der Verschwiegenheit zusammengefunden hatte, machte sich auf den Weg gen Berchgard. Sie waren nur wenige, durch ihre Roben weitgehend getarnt. Einzig die Gardisten, auf dem Weg der sie aus der Stadt hinausführte, waren unterrichtet. Es sollte nicht zu einem unnötigen Aufenthalt kommen, genötigt lange Fragen zu beantworten, wenngleich die Aufdeckung des Gesichts des Grafen und der Königin hier sicher alle Fragen beantwortet hätten, war es immerhin ihr Ansinnen unerkannt gen Berchgard zu gelangen.

Erleichtert hatte er sie schliesslich auf dem Schiff nochmals in die Arme genommen. Ihr Plan der unerkannten Abreise schien bisher aufgegangen. Ihre Sorge im Blick konnte sie kaum wirklich verbergen, auch wenn sie dies versuchte. Er mochte nicht sagen, ob es ein Wiedersehen gab, nur dass er alles tun würde, die Bürger zu schützen. Die Worte zwischen ihnen waren lang und zahlreich bereits Tage zuvor gefallen. Unnötig nun noch hierüber zu sprechen. Die Zeit würde es zeigen, mochte Temora es geben, dass es ein Wiedersehen geben mochte.
Rafael de Arganta

Beitrag von Rafael de Arganta »

Er war nur mit zweien seiner Leuten mitgegangen um mit dem Zugen nicht zu viel Bedeutung zu geben.
Wie Adrian und Aradan versprochen, waren sie da gewesen um der Königin Geleit zu geben. Verhüllt in Roben von unbestimmter Farbe hatten sie sie nach Berchgard geleitet.
Rafael konnte Adrian ansehen das ihm der Abschied schwer fiel.
Aber es war das Beste für Alle.
Sie durften die Königin keiner Gefahr aussetzen, und so atmeten sie erst auf als das Schiff ablegte.
Lange blickten sie noch nach bevor sie sich umwandten und zurück nach Varuna gingen.

Der königin zur Ehr ... ja so würden sie stets handeln. und wenn es ihr Leben kosten würde.
Nun war sie wenigstens in Sicherheit, und ihre Sorge würde nun dem Grafen und dem Reich gelten, doch waren sie nicht ganz unvorbereitet ob Dinge die geschehen konnten.
Beim Abschied nickte er noch Aradan, Farion und Quarius zu, dann ging er mit seinen Leuten zurück zum Quartier.
Anara von Hohenfels

Beitrag von Anara von Hohenfels »

Das Kommando des Bootsmannes wurde vom Wind verweht, die Segel schlugen und als sich endlich der Wind von ihnen einfangen ließ und sie sich dickbäuchig blähten, neigte sich das Schiff auf die Seite und nahm Fahrt auf.
Anara wurde an die Reling gedrückt. Doch sie sah immer noch zum Anleger, der in der Dunkelheit kaum noch auszumachen war. Die treuen Gefolgsmänner und ihren Bruder konnte sie nur noch als kleine Schemen erkennen... und dann waren sie fort. Fort....
"Königliche Hoheit, darf ich Euch unter Deck in meine Kajüte führen?"
Die senore Stimme des Kapitäns holte Anara aus ihren Gedanken zurück. Sie nickte ihm zu und ließ sich von ihm in die durchaus komfortable Kajüte führen.

'Aus der Vergangenheit lernen... die Zukunft planen... aber jetzt und heute leben' ging ihr durch den Sinn. Dankbar nahm sie einen heißen Wein an und nippte daran.
Sie richtete ihre Gedanken auf Ihre Söhne... und freute sich auf das Wiedersehen.
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