Der Weg eines Raben

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Varoth Lycron

Beitrag von Varoth Lycron »

Der schattenhafte Puppenspieler

Lange war es her das er darüber gelesen hatte, und ebenso befremdend war es für ihn jenes mit jemanden zu teilen welcher kein Diener Krathors war.
Damals schon hatten Wijay und Simoen, etwas ähnliches gemacht um stets Gewissheit zu haben das der andere nicht in Schwierigkeiten war.

Im Grunde war es das gleich aber gleichzeitig auch etwas anderes.
In ihrem Handwerk gab es nicht wirklich Regeln wie die Beschaffenheit eines Werkstückes zu sein hatte. Es war egal ob der Tisch 4 Füße hatte oder gar 6 oder 7 die Hauptsache war das er seinen Zweck erfüllte und stehen würde.

Vartoth verbrachte die ganze Nacht damit die Schriften welche er über Tage aus den Bücherregalen des Krathorkellers herausgezogen hatte zu studieren, es war für ihn nur eine Leitung aber keine Anleitung welche genau besagte, was er zu tun hätte um ein bestimmtes festes Ergebnis zu bekommen.

Varoth wollte ihr auch kein Auge raus reißen wie es damals Wijay bei Simoen getan hätte um ihr eines durch eine Illusion einzusetzen.
Varoth konnte ab und an schon mal etwas grob sein aber das wollte und konnte er ihr nicht antun.
Es gab immer Mittel und Wege um sein Ziel zu erreichen und mit seiner Berufung waren es wahrlich nicht wenige da sie kaum Regeln oder Gesetze hatten an die sie sich halten mussten.

Varoth hatte sich alles heraus geschrieben was von Nöten war um das Ritual zu zu beginnen, als er bei ihr eingetroffen war und beide sich auf dem Teppich im Raum nieder gelassen hatten wurden noch einige Worte gewechselt ehe man sich daran machte anzufangen.

Im Schneidersitz ihr direkt gegenüber hatte er sich die wenigen Notizen die er brauchte auf seinem Schoß ausgebreitet. Er streckte ihr seine freie Hand entgegen worauf hin sie die ihrige in jener bettete.

Er wusste wie er einen Teil seiner selbst in sie übertragen konnte welcher dann kaum merklich wie ein Kind in den ersten Wochen in ihr schlummern würde. Doch wie würde er sich eines Teiles ihrer bemächtigen, das war die Schwierigkeit welche Varoth die ganze Nacht auf den Beinen gehalten hatte.

Er erinnerte sich zurück wie er mit Aina damals die Artefakte fertigte und er sich ihrer Kraft bemächtigte. Aina war es möglich auf sein Spiel einzugehen und mit zuspielen, aber würde das auch ihr gelingen ? Würde sie sich so gehen lassen können das er einen Teil ihrer selbst in sich aufnehmen könnte?

Der Moment war erreicht während Varoth über Krathors Segen welcher ihm zu Teil war in das Lied eingriff, es war alles andre als einfach für ihn, den Teil mit zu übernehmen welchen Tarja so sie eine Rabendienerin gewesen wäre hätte eigentlich übernehmen sollen.

Er versank in tiefer Trance lediglich die Lippen bewegen sich lautlos als würde Gebetsformeln aufsagen wie das Vater Unser, seine Augäpfel pulsierten unter seinen Lidern während er das Gefüge im Lied so zusammen setzte das er einen Teil seiner Selbst aus sich heraus schnitt und jenes an den ihrigen Teil anfügte. Würde man es einem einfachen Bauern erklären würde man wohl davon sprechen.

'' Er habe ihr ein Kind seiner Selbst geschenkt welches sie aber niemals gebären müsste ''
Schwarze Schleier artige Schlieren krochen aus seinem Robenärmel hervor welche züngelnd auf ihre Hand über gingen und sich den Weg in sie selbst bahnten.

Der Kerzenschein welcher ihre Schatten an die Wand warf zuckte wild umher, als sich der Schatten Varoths begann aufzurichten und langsam koordiniert auf ihren Schatten zu schlurfte.

Dort angekommen reichte er ihr eine Hand hinab, eine Hand als Zeichen was sie in Form eines Gedankenimpules zu hören begann. '' Öffne dich mir ''
Varoth tat sich unheimlich schwer dabei mit ihr eins zu werden ohne das sie wirklich mitmachen konnte, er musste sie lenken und sich förmlich ihrer selbst aufzwingen.

Es war geschafft er konnte in sie eindringen, der Weg war geöffnet und Varoth begann einen Teil seiner selbst in sie hinein zu pflanzen.

Varoths Schatten ergriff die Hand des Schattens von Tarja und half ihr beim aufstehen.
Im nächsten Moment griff er mit beiden Händen um den Schattenkörper Tarjas herum um jenen an den seinigen zu ziehen. Er beugte das Haupt in ihre Richtung hinunter und sie legte ihren Kopf in den Nacken um sich scheinbar seinen Lippen hin zu geben.

Einige Minuten vergingen während die beiden Schatten förmlich miteinander verschmolzen und sich einander hingaben. Ehe der Schatten Varoths abließ und den Kopf ebenfals in den Nacken legte. Das Haupt verformte sich zu einer demonenartigen Fratze mit etlichen Reißzähnen
Welche aus einem sich weit öffnenden Maul heraus schauten das ruckartig gen ihre Schulter sauste und sich da fest biss.

Varoth war sich klar das sie jenen Schmerz verspüren würde aber es war von Nöten die Sache schnell zu beenden, je länger er dieses Spiel alleine aufrecht erhielt umso gefährlicher wurde es das hierbei hätte etwas schief gehen können.

Noch einen Moment lang zerrte förmlich der Schatten Varoths an ihrer Schulter herum als wolle er sie abbeißen oder gar abreißen. Er konnte es bereits jetzt schon verspüren das dieser Teil des Rituals keinesfals Anklang bei ihr fand und sich ihr Schatten versuchte aus den Klauen Varoths zu befreien.

Nachdem sich Varoth scheinbar an ihr satt gefressen hatte lies sein Schatten von ihrigem ab und schlurfte mit fast schon spastischen und zuckenden Bewegungen wieder zurück auf seinen Platz wo er sich synchron zu Varoth nieder lies und das Bild zumindest von der Form her wieder stimmte.

Tarjas Schatten brachte sich ebenso wieder in die sitzende Haltung als auch schon im ganzen Raum die Kerzen wie durch einen kalten Windstoß erloschen während er das Ritual beendete und sich aus dem Lied zurück zog.

Nachdem sie das Licht wieder über das Lied entfachte testeten die Beiden noch eine geraume Zeit ihre Verbindung zueinander welche geschaffen worden war.

Varoth fiel dies recht einfach von der Hand, war es doch eines seiner Stärken was den Körper und den Geist anbelangte. Man hätte ihn als Puppenspieler sehen können welcher geschickt die einzelnen Fäden der Puppe Tarja berührte und diese seinem Willen folgten. Tarja hingegen musste damit erst zurecht kommen und schon nach einigen Versuchen konnte er sie Spüren wie sie über das Lied, zumindest Gefühle mit ihm teilte.


[img]http://img299.imageshack.us/img299/9783/thepuppetmasterbychiracpj9.jpg[/img]

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Varoth Lycron

Beitrag von Varoth Lycron »

Kontrollierter Zorn oder unkontrollierte Liebe

Es war seltsam, irgendetwas stimmte nicht mit ihr.
Erst ging sie an ihm vorbei als würde er gar nicht existieren, dann jene recht kalt wirkenden Worte welche sie über ihre Lippen brachte.
Hatte er einen schlechten Tag von ihr erwischt ?
War etwas vorgefallen von dem er nicht wissen konnte ?
Hatte er etwas getan was sie verärgerte ?

Was konnte es nur sein ? Er wusste er müsse nun vorsichtig sein um nichts falsches zu tun was ihre Laune gar noch weiter in den Keller zog als sie ohnehin scheinbar schon war.
Sie wollte hier raus, an einen Stillen Ort wo beide ungestört waren.
Ihm war es nur recht vielleicht würde ihr ein kleiner Spaziergang gut tun, vielleicht würde sie ihm dann anvertrauen was los war.

Kein Wort wechselten die Beiden während sie durch die leeren spärlich beleuchteten Straßen Rahals schritten, dennoch schienen ihre Schritte recht langsam als habe sie es nicht eilig oder wollte gar nicht an jenen Ort welchen sie meinte.

Die Ungewissheit machte sich in Varoth immer breiter und breiter, er lies die letzten Tage noch einmal durch seine Gedanken streifen doch wollte ihm bei Krathor nichts einfallen was er falsch gemacht hätte um jene Strafe zu erhalten.

Sie blieb an einer Klippe stehen, sie hatten sich schon recht weit von Rahal fortbewegt und das rauschende Meer war unter ihnen war zu hören. Der Mond schien hell am Himmelszelt kaum eine Wolke wagte es auch nur seinen Lichtschein zu unterbrechen.

Ein paar traurig aber dennoch schön klingende Worte drangen unter ihre Maske hindurch, sie schien es seltsamerweise heute vor zu ziehen ihr Gesicht unter einer Maske die selbst er nicht durchschauen konnte zu verbergen. Sie blickte auf das Meer hinaus Varoth stand ein paar Meter hinter ihr und wollte gerade näher kommen als sie sich zu ihm herum drehte und der erste Herzstoß erfolgte.

Wie konnte sie nur so etwas sagen.
Es wäre vorbei, es war nur ein Spiel und Varoth habe es mit gespielt. Für Varoth war es nie ein Spiel gewesen und er wusste es genau das es ebenso für sie kein Spiel gewesen war. Niemand der ein Spiel mit dem anderen spielte hätte sich so fallen lassen können, ebenso konnte er ihre Gefühle oftmals deutlich spüren wenn sie Zeit miteinander erbrachten.

Varoth wollte wissen warum sie so etwas sagte wo doch ihr Herz ganz andere Worte gesprochen hatte. Sie hingegen blieb steinern und schaffte sich neue Gründe um ihn scheinbar irgendwie los zu werden. Immer wieder rammte sie ihm förmlich den Dolch ins Herz und versuchte es am Boden liegend mit ihren Stiefeln zu erdrücken.

Doch das Herz Varoths und der Verstand von ihm, erwiesen sich scheinbar als standhafter als so manch ein anderer es vertragen würde. Varoth lies nicht locker, zu viel hatte er mit dieser Frau durchgemacht als das er jenen Worten Glauben schenken konnte.

Er brachte sie scheinbar förmlich zur Weißglut so das sie ihm mit dem Stab ein über Zog.
Der Treffer hatte gesessen Varoth krümmte sich vor Schmerz auf Seite als sie ihm die ersten Rippen bracht. Kurz nach Luft ringend richtete er sich aber wieder gerade immer wieder sich selbst fragend warum sie das tat. Ein zweiter Hieb folgte nur diesmal von der anderen Seite, Varoth verlor das Gleichgewicht und er spürte wie ihm eine weitere Rippenpartie gebrochen wurde.

Schwer nach Luft ringend rollte sich Varoth auf den Bauch um sich sogleich mit seinem Arm vom Boden ab zu stützen und etwas Blut hervor zu husten. Dennoch lies er sich nicht unter kriegen, er würde nicht Ruhe geben ehe sie ihn umgebracht hatte, oder sie es einsah das es keine Möglichkeit mehr gab von ihm los zukommen.

Varoth redete immer wieder auf sie ein und auch in ihm stieg langsam der Zorn über ihr verhalten empor während sie scheinbar nun komplett die Kontrolle verlor und um sie herum die Luft immer heißer wurde und das Lied ebenso mitwirkte, das sie in einem Kreis auf Feuer standen welcher gut zwei Meter hoch loderte.

Varoth blieb an Ort und Stelle stehen als würde er diese brennende Gefahr einfach ignorieren doch in seinem Inneren schrie er förmlich vor Schmerzen auf als das Feuer den linken Teil seiner Robe befallen hatte.

Einen Augenblick später jedoch schien sie sich zu besinnen und löschte jene Stelle mit einem Schwall von Wasser. Varoth hingegen war nun außer sich vor Wut und brüllte sie an sie solle es zu enden bringen wenn sie das Band lösen wollte so sie es könne.
Varoth wollte es nun wissen, er wollte wissen ob sie wirklich soweit gehen würde um sich von ihm zu loesen. Varoth brüllte sie immer wieder und wieder mit Forderungen an, dass sie es doch tun solle weil sie ihn anders nicht mehr los werden würde.

Er konnte es förmlich spüren wie sie wütend in das Lied eingriff und Alles bündelte was in ihrer Macht stand. Varoth war noch immer so in Rage das er es scheinbar nicht begriff das es ihr ernst war das zu tun was er von ihr verlangte. Auch Varoth griff nun über Krathors Segen in das Lied ein so das die Macht die ihn umgab förmlich aus seinem Körper heraus drang in formen von schwarzen Schlieren welche gen Himmel stiegen als hätte er seinen Körper mit solch einer Masse von Energie aufgeladen so das der Körper jene nicht mehr wirklich halten konnte und sie aus leckte.

Wieder brüllte Varoth sie an, worauf hin sie ihm ihre geballte Kraft in einer blitzartigen Entladung entgegen schickte. Er sah jenes Ungetüm gegen sich fliegen und war kurz davor jene Entladung mit einer Rückkopplung an ihren Absender zurück zu lenken. Doch war sie nicht sein Feind, er hatte es ihr versprochen und er würde es halten. Anstatt Sie mit ihrem eigenen Angriff zu verletzen oder gar zu töten lenkte er ihren Angriff gen Boden vor sich worauf hin sich ein nicht gerade kleiner Krater auftat.

Hätte er es versucht weg zu stecken wäre er daran höchst wahrscheinlich gestorben, hätte er es auf sie gelenkt wäre es ihr wohl nicht anders gegangen.
Seine Haut brannte, zu nahe hatte er es auf sich zu kommen lassen zu lange hatte er gezögert so das sich jene Entladung über sein Kettenhemd zu einem kleinen Teil in sein Fleisch brannte was bewirkte das es roch als habe man gerade ein Wildschein gegrillt.

Die Schmerzen kamen erst später scheinbar stand Varoth noch einen Moment lang neben sich doch sie nahmen ihn für jenen Moment die Kraft aus den Beinen, welche er vor Zorn aber sogleich wieder erlangte. Noch immer hatte er seine Macht die er über das Lied für sich nutzte in sich aufgebaut, ein nicht zu vernachlässigender Teil war zwar für die Umleitung eingesetzt worden jedoch hatte er noch genug um ihren Körper zu Staub zermalmen zu können.

Noch immer Zorn und Wut in ihm, doch er wollte sein Versprechen nicht brechen was er ihr gegeben hatte und zog es statt dessen vor sich von ihr abzuwenden und in den Wald zu verschwinden. Einige hundert Meter weiter fand er einen umgefallenen Stamm auf welchen er sich leise schnaufend nieder lies und begann seinen Körper über Krathors Segen langsam wieder notdürftig herzustellen. Eine halbe Stunde hatte er vielleicht Zeit ehe sie hinter ihm Stand und ihm erklärte das alles nur ein Test war, welchen er aber mit seiner Reaktion wohl bestanden hatte, ein Test welcher so schmerzhaft war und ihn trotzdem einen Schritt weiter an sein Ziel brachte.


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Varoth Lycron

Beitrag von Varoth Lycron »

Käse raspeln Rückwerts.

Varoth wusste was er zu tun hatte, hatte er doch 3 Jahre lang damals die Anatomie des Menschen studiert. Er wusste sehr genau wo welche Organe saßen und und wie jene aufgebaut wahren, er hatte nicht umsonst etliche Leichen oder gar noch lebendige Menschen aufgeschnitten und jene förmlich in ihre Einzelteile zerlegt um genaue Kenntnisse darüber zu erlangen.

Er wusste auch genau wie ein Menschlicher Arm aufgebaut war welchen es galt aus dem Lied über Krathors Seegen zu formen. Es dauerte einige Tage welche er damit verbracht hatte die Nötigen Schritte dafür zu studieren, es wusste das er den Stumpf öffnen und dieser über ganze zwei Tage wie ein Stück Parmesankäse über eine Raspel hin und her schieben müsste.

Zumindest stellte er sich die Schmerzen so vor, wenn er das Rückwerts machen würde um so jedes einzelne Stück was für jenes Körperteil wichtig war aus dem Lied zu erschaffen und richtig an seinen Körper anzubringen. Das Pentagram welches sie gefertigt hatten war mit ihm verbunden, durch sein Blut welches er gegeben hatte war es auf ihn abgestimmt und würde ihn in jenen zwei Tagen welche er darin verbringen müsste unterstützen bei seinem Vorhaben.

Er konnte es hören wie jenes Pentagramm auf das Lied einwirkte und eine starke Magie von jenem ausging, schließlich war er durch sein Blut mit diesem Pentagramm in gewisser Weise verbunden.
Varoth war bewusst hätte er einen toten Arm mit seinem Körper verbunden wäre es um einiges einfacher gewesen und vor allem nicht so schmerzhaft als bei Bewusstsein ein perfektes Duplikat seines Alten zu schaffen.

Dennoch Varoth wollte es so, er war ein Perfektionist welcher keine Kosten für tadellose Arbeit scheute. Was er sich in den Kopf gesetzt hatte würde er erreichen, er war kein Mann der unter körperlicher Folter das Preis gab was man von ihm verlangte. Er konnte Schmerzen ertragen, es war sein Wille der sie ihn ertragen lies und wenn es sein müsste bis die Lebenserhaltungsfunktionen seines Körpers nicht mehr arbeiteten und seine Seele in Krathors Reich einkehren würde.

Er genoss das Gefühl ihrer Lippen auf den seinigen so lange es ging, doch sobald er jenen Kreis durchschritt und mit seinem Werk begann würde er nichts mehr von ihr wahrnehmen er würde sich in einen Panzer hüllen welcher nichts raus oder rein ließ an Gefühlen welche er für jene Frau hegte.
Sie sollte nichts von all dem spüren was er fühlte, sie sollte nicht mit ihm diesem Moment teilen, er wollte nicht das sie ebenso unter jenen Schmerzen litt welche er erfahren und ertragen würde.

Er löste sich von ihren Lippen und wand sich Emotionlos von ihr ab um das Pentagramm zu betreten. Nichts würde er aus sich hinaus dringen lassen, nicht einmal ein Lächeln schenkte er ihr.
Seine Augen zeigten die Leere als wäre er nachdem er den Kreis betreten hatte in einer anderen Welt und seine Gesichtszüge zeigten nur noch Ernsthaftigkeit.
Die Bewegungen mit welchen er sich bewegte wirkten wie gewohnt sehr fließend, als habe er seinen Körper bis ins kleinste Stück unter Kontrolle.

Als er sich im Schneidersitz auf den Boden setzte atmete er einige Male tief durch, seine Haltung war militärisch gerade fast als würde er jeden Teil seines Körpers unter Spannung setzen.
Die leeren Augen starrten gerade aus als würde er jenen Raum in welchem sie und er sich befand nicht mehr wahrnehmen.

Es war soweit, er begann über Krathors Segen dumpf schmerzhaft klingend einzugreifen um das Pentagramm vollendens auf sich einzustimmen. Er hatte selbst schon viel Erfahrungen mit Pentagrammen gemacht, gab es doch immer irgendwo einen Friedhof zu schänden.
Pentagramme waren wahrlich nützliche Werkzeuge um seine Kräfte zu verstärken und schneller, effizienter, genauer mit dem Lied arbeiten zu können.

Das Pentagramm war mit ihm nun vollendens verbunden und er begann mit seinem eigentlichen Werk anzufangen. Schmerzen durchzogen seinen Körper als die Schwarzen Schlieren sich auf seinen Armstumpf absetzten und begannen jenen zu verhüllen. Blut lief zu Boden während er begann den zugenähten Armstumpf zu öffnen um Knochen, Arterien, Fleisch, Muskeln und Nervenbahnen frei zu legen.

Es war für ihn anfangs nicht leicht unter solchen Schmerzen zu arbeiten doch wie alles würde er irgendwann ein Level erreicht haben das er zur Gewohnheit wird.
Einige Augenblicke später formten sich jene Schwarzen Schlieren zu einer Art Teerblase welche den noch eben geöffneten, blutenden Armstumpf umschlossen.

Die schmerzen waren seit einigen Stunden kaum noch aus zu halten, Schweiß bildete ich auf seinem Körper und sein Körper begannt zu zittern. Sein Herz raste förmlich und es schien fast so als wolle es gar nicht mehr zu Ruhe kommen. Wie gerne hätte er seine Schmerzen in den zwei Tagen hinaus geschrien, wie gerne hätte er sich von der Schwäche hinreißen lassen welcher jeder Mensch hatte.
Er konnte es einfach nicht, er wollte es ihr nicht antun sein Leid sichtlich zu zeigen.

Es war für ihn wie eine Ewigkeit die kein Ende nehmen wollte, quälend und mühsam musste er jedes einzelne Stück aus dem Lied direkt mit seinem Körper verbinden und darauf achten das es auch funktionstüchtig war. Sein Körper fühlte sich schon seit Gestern schwer und taub an. Die Schmerzen waren zwar noch da aber da sein Körper sie so lange ertragen musste bereits nicht mehr deutlich spürbar.

Es war vorbei er konnte sich erschöpft aus dem Lied zurück ziehen, seine Nerven waren überlastet und zwangen seinen Körper sich in kleinen Zuckungen zu entlasten. Er selbst war noch immer fort, irgendwo wo er noch immer jene Schmerzen spürte und sich einen erbarmungslosen Kampf mit ihnen lieferte.

Doch dann spürte er etwas, es war sie, sie welche ihn förmlich mit ihrer Wärme bestrahlte und ihn fest hielt. Er wusste nun es war vorbei und nahm seine Umgebung wieder wahr, sie tat ihm wahrlich gut, wer weiß wie lange er ohne sie noch regungslos da gesessen wäre hätten ihre Gefühle ihn nicht wach gerüttelt.

Das letzte was er noch spüren konnte war ihr Rücken welchen er mit beiden Händen ein paar mal zitternd auf und ab streichelte ehe ihn die Erschöpfung und Müdigkeit übermannte.

Sein Haupt bettete sich auf ihrer Schulter und die Augen schlossen sich, im nächsten Moment war er auch schon eingeschlafen und regte sich kein Stück mehr.


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Zuletzt geändert von Varoth Lycron am Donnerstag 29. Januar 2009, 07:15, insgesamt 1-mal geändert.
Varoth Lycron

Beitrag von Varoth Lycron »

Zehntausend Leben sollst du für deine Fehler büßen Sklave !

Und wieder schlug die Peitsche auf seinen Rücken, ein welche mittlerweile nicht mehr schwarz war sondern rot gefärbt vom Blut und mit jedem Schlag ihm ein weiteres Stück Fleisch aus Varoths Körper heraus riss.
Varoth wusste schon nicht mehr wie viele Tage er hier in Krathors Reich verweilte und diese Peitsche sein Fleisch fraß.
Varoth war im Nachhinein klar geworden das sein Scheitern dem Orden der Arkorither Macht zu entlocken und damit Krathor Seelenernte noch effektiver zu gestalten einer der Gründe war weshalb Krathor ihn aus dem Reich der Lebenden zu sich holte.
Selbst das Kind welches er mit einer der Mächtigsten des Ordens erzeugt hatte, trug nur mehr dazu bei, das Krathor nicht mehr mit Wohlwollen auf ihn herab blickte.
Varoth hatte versagt und das war die Strafe dafür. Zehntausend Leben lang sollte er hier verweilen und die Höllenqualen die Krathor ihm zufügte ertragen.
Egal wie sehr man ihn zurichtete und er dabei jedes mal merkte wie das letzte Fünkchen Leben seinen Körper verließ, so ging alles von neuem los, als würde sich eine Schleife abspielen welche ihm Höllenqualen erleiden ließ.

Er hatte versagt und würde nun auf ewig jene Qualen erleiden während sein menschlicher Körper in der Welt der Lebenden verfaulte.

Würde man sich seiner erinnern?
Würde er wie so viele einfach vergessen werden?
Oder würde sein Name die Jahre überdauern bei jenen Leuten welche ihn zu Lebzeiten kannten?

Ein schmales Schmunzeln huschte ihm über die Lippen, während weiter die Peitsche auf ihn einschlug und er schon wieder dem Ende so nahe war.


Das war das Ende eines Raben.
Zuletzt geändert von Varoth Lycron am Freitag 17. Juli 2009, 00:56, insgesamt 2-mal geändert.
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